Vortrag klein 131007

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Vortrag der Projektpatin des Projekts "Produktive Unruhe", Dr. Anna Klein (IKG - Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, Universität Bielefeld)

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Vortrag klein 131007

  1. 1. Zivilgesellschaftliches Engagement und Aktivierung demokratischer Kommunikation im ländlichen Raum Fachtagung Politische Machtlosigkeit – wenn die Bürger kein Gehör finden Überlegungen zum Projekt „Produktive Unruhe“ von Anna Klein
  2. 2. Folie 2 Ansatz des Projekts „Produktive Unruhe“: Unterstützung von zivilgesellschaftlichen Initiativen, die sich gegen Rechtsextremismus vor Ort positionieren: - Stolpersteinverlegung - Dokumentation des Engagements des „Lübbener Forums“ Kann zivilgesellschaftliches Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit oder Rechtsextremismus helfen?
  3. 3. Folie 3 Empirische Evidenz für die Grundidee Studie zur Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (quantitative quer- und längsschnittliche Befragung) Zusammenhänge von politischer Machtlosigkeit, Partizipationsbereitschaft und fremdenfeindlichen Einstellungen. Sind Personen, die den Eindruck haben, mitgestalten zu können und bereit sind, sich politisch zu beteiligen weniger fremdenfeindlich eingestellt?
  4. 4. Folie 4 Operationalisierungen Politische Machtlosigkeit - Leute wie ich haben sowieso keinen Einfluss darauf, was die Regierung tut. - Ich halte es für sinnlos, mich politisch zu engagieren. Partizipationsbereitschaft - Bereitschaft, bei der nächsten Bundestagswahl zu wählen (Sonntagsfrage) Bitte sagen Sie mir, wie wahrscheinlich es ist, dass Sie persönlich sich an den folgenden Aktivitäten beteiligen würden: - Zu einer politischen Veranstaltung gehen. - Teilnahme an einer genehmigten Demonstration Fremdenfeindlichkeit - Es leben zu viele Ausländer in Deutschland. - Wenn Arbeitsplätze knapp werden, sollte man die in Deutschland lebenden Ausländer wieder in ihre Heimat zurückschicken.
  5. 5. Folie 5 Politische Machtlosigkeit in Abhängigkeit der Soziallage als Prädiktor politischer Partizipation und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, GMF-Survey 2009 -.15** (-.29**) .24** -.09* (-.15**) -.25**(-.32**) .23** (.38**) .26** (.37**) Niedrige Soziallage Politische Machtlosigkeit Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit Politische Partizipation
  6. 6. Folie 6 Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Partizipationsbereitschaft, GMF-Survey 2009 39,1 18 27,1 6 66,9 9,4 30,8 13,2 5,4 9,67,5 16,817,9 7,9 17,1 8,4 25,6 31,6 44,7 23 0 10 20 30 40 50 60 70 80 Frem denfeindlichkeit*** A ntisem itism us*** R assism us E tabliertenvorrechte*** Islam ophobie**S exism us** H om ophobie*** A bw ertung B ehinderter A bw ertung O bdachloser** A bw ertung Langzeitarbeitsloser*** Personen mit hoher Partizipationsneigung Personen mit geringer Partizipationsneigung
  7. 7. Folie 7 Mittelwertdifferenzen von politischer Machtlosigkeit und Fremdenfeindlichkeit nach Regionentypen in 2002, 2003 und 2004 (GMF-Panel) -0,4 -0,3 -0,2 -0,1 0 0,1 0,2 0,3 0,4 0,5 aufwärtsstrebende Regionen abwärtsdriftende Regionen
  8. 8. Folie 8 Ausmaße fremdenfeindlicher Einstellungen (Mittelwerte, GMF Survey 2006/2007)
  9. 9. Folie 9 Grenzen des Projekts - temporäre Begrenzung, fehlende dauerhafte Strukturen - enge kommunale Spielräume (finanziell, Privatisierung, Zuständigkeiten), Gefahr der „Scheinpartizipation“! - Wer wird erreicht? - Ressourcen von BürgerInnen?
  10. 10. Folie 10 Ausblick - dauerhafte Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements - Politischer Bildungsauftrag für Kommunen (inkl. finanzieller Ressourcen, Bürgerzentren) - Reintegration derjenigen, die sich von der Demokratie verabschiedet haben. Soziale Arbeit der Demokratie?
  11. 11. Zivilgesellschaftliches Engagement und Aktivierung demokratischer Kommunikation im ländlichen Raum Fachtagung Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Kontakt: anna.klein@uni-bielefeld.de

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