Gebrauchsanleitung für die Projektmatrix

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Termin: 27. Januar 2009
Event: OOP-Konferenz 2009
Ort: München

“Du siehst aus wie ein Mensch, der das, was er sieht, hinnimmt, weil er damit rechnet, dass er wieder aufwacht”, sagt Morpheus zu Neo in dem Film “Matrix”.

Ein Entwicklungsprojekt ist eine sehr eigenartige Wirklichkeit, eine Matrix, die unbewusst in den Köpfen der Projektbeteiligten entsteht. Wenn Sie wissen, wie die Matrix funktioniert, können Sie mit Ihren Soft Skills in dieser selbsterzeugten Wirklichkeit meisterhaft agieren.

Nutzen Sie Erkenntnisse der modernen Gehirnforschung, um Soft Skills für den Projektalltag systematisch zu entwickeln.

Veröffentlicht in: Leadership & Management
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Gebrauchsanleitung für die Projektmatrix

  1. 1. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http:// www.mbohlen.de/ Gebrauchsanleitung für die Projekt-Matrix Soft Skills für die selbst erzeugte Wirklichkeit Vortrag auf der OOP 2009 Matthias Bohlen <mbohlen@mbohlen.de> Unabhängiger Coach und Berater
  2. 2. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 2 Matrix  Ich will dir sagen, wieso du hier bist. Du bist hier, weil du etwas weißt. Etwas, das du nicht erklären kannst. Aber du fühlst es. Du fühlst es schon dein ganzes Leben lang, dass mit der Welt etwas nicht stimmt. Du weißt nicht was, aber es ist da. Wie ein Splitter in deinem Kopf, der dich verrückt macht. Dieses Gefühl hat dich zu mir geführt. – Morpheus
  3. 3. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 3 Thomas A. Anderson  Programmierer, geht unauffällig dem Alltag nach  Privat: professioneller Hacker, Pseudonym "Neo"  Menschen sind an ein hochkomplexes Computerprogramm angeschlossen, das eine virtuelle Realität generiert  werden von den Maschinen als Energiequelle missbraucht  Die Agenten, die Neo verfolgen, entpuppen sich als Schutzprogramme der Matrix, die eine Flucht aus der Matrix verhindern sollen
  4. 4. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 4 Hallo!  Sie und ich konstruieren ebenfalls solch eine Matrix  und zwar jeden Tag!  Jede solche Matrix besteht aus selbst gemachten "Naturgesetzen", die nicht weiter hinterfragt werden  Alle leben darin  alle wissen, dass etwas nicht stimmt  keiner fragt nach dem Grund
  5. 5. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/  Dummerweise ist es schwer, jemandem zu erklären, was die Matrix ist. Jeder muss sie selbst erleben. -- Morpheus 5
  6. 6. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 6 Eine beliebte Matrix  "Alles fix"-Projekte  Zeit, Preis, Umfang, Qualität  Kunde möchte alles gleichzeitig festgelegt haben  Angenommene Naturgesetze  Termin ist heilig!  Fester Preis, daran darf nicht gerüttelt werden!  Featuremenge ist fest, keinesfalls weniger!  Qualität? Muss natürlich hoch sein!
  7. 7. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 7 Wider besseres Wissen  Dienstleister wissen, dass das nicht machbar ist  Die Fakten sprechen dagegen (Standish Group 2004)  34% aller Projekte sind ein Erfolg  15% sind völlige Fehlschläge  51% sind "herausgefordert" (überschreiten Kosten oder Zeit)  Tatsächliches Naturgesetz  65% der Anforderungen ändern sich im Projektverlauf!  Ergebnisse in der Produktion  45% der Features vom User nicht genutzt  18% nur selten genutzt
  8. 8. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 8 Alle bleiben in der Matrix!  Weil es so Sitte ist  Dienstleister geben Angebote für "alles fix"-Projekte ab  Berechnen "spätere" Änderungen nach Zeit und Material  einzige Chance, eine Ausschreibung zu gewinnen  Kunde weiß das  Er drückt die Angebotspreise systematisch!  Weil er genau weiß, dass die wahren Kosten durch "spätere" Änderungen kommen  Ergebnis:  Schauspielerei, gegenseitige Täuschung  Es entsteht eine gemeinsam erschaffene Matrix!
  9. 9. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/  Das hier … ist nicht wirklich?  Was ist die Wirklichkeit? Wie definiert man das? Wenn Du darunter verstehst, was Du fühlst, was Du riechen, schmecken oder sehen kannst, ist die Wirklichkeit nichts weiter als elektrische Signale, interpretiert von Deinem Verstand. -- Morpheus 9
  10. 10. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 10 Wir nehmen wahr, niemals falsch!  Halten Sie das linke Auge zu  Schauen Sie mit dem rechten auf den Stern  Halten Sie das Blatt immer näher ans Gesicht  Ups, die Bombe ist plötzlich weg!  Wir sehen sie nicht und merken nicht, dass wir sie nicht sehen!  Gehirn gleicht Lücke aus, indem es sie mit den umliegenden Farben ergänzt und das Bild des zweiten Auges dazu nimmt.  
  11. 11. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 11 Das Orchester vor Beginn der Oper  Warum stimmen die ihre Instrumente so laut?  Oboe: Gibt den Ton A vor (440 Hz)  Geige: Nimmt das A ab und spielt dann relativ laut diese beiden Töne:  E (660 Hz)  A (440 Hz)  Sobald das E genau stimmt, hört man als Geiger zusätzlich ein zweites A bei 220 Hz  Die physikalisch unmögliche Tatsache: Dieses A erklingt real nicht, ist jedoch wirklich nützlich!
  12. 12. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 12 Gehirn errechnet Frequenz aus Periode siehe auch Wikipedia: "Residualton" Fiktives Beispiel: 6 Hz (blau), 4 Hz (rot), Residualton = 2 Hz (schwarz)
  13. 13. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ Der Residualton  Hören Sie genau zu:  steigen oder fallen die Töne? 13
  14. 14. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 14 Gehirn an Auge und Ohr: Spinnt ihr? Ranga Yogeshwar demonstriert den McGurk-Effekt Entdeckt 1976 von Harry McGurk und John MacDonald Quelle: WDR, Quarks & Co, 2004
  15. 15. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ Die Frage: Was ist die Matrix?  Die Antwort ist irgendwo da draußen, Neo. Sie ist auf der Suche nach Dir. Und sie wird Dich finden. Wenn Du es willst! -- Trinity 15
  16. 16. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ Die Matrix ist...  Ein System von Gegenständen, Annahmen und Schlussfolgerungen  Eine Scheinwelt, von uns selbst errichtet  Sie hat zwei Levels:  die so genannte Realität, die Welt der Gegenstände  die Wirklichkeit = "das, was wirkt"  das ist die Welt der Annahmen, Bewertungen und Schlussfolgerungen 16
  17. 17. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/  Hattest Du schon einmal einen Traum, Neo, der Dir vollkommen real schien? Was wäre wenn Du aus diesem Traum nicht mehr aufwachst? Woher würdest Du wissen, was Traum ist und was Realität? -- Morpheus 17
  18. 18. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 18 Im Grunde bin ich Wissenschaftler...  Wissenschaft (lat. scientia) kommt von...  Griechisch σχίζειν [schizein] = spalten, teilen  "ski" oder "schi" wie zum Beispiel in "schizophren"  Typisch linke Gehirnhälfte!  Lassen Sie uns heute einmal stattdessen die rechte Gehirnhälfte aktivieren  alles im Zusammenhang sehen anstatt wissenschaftlich einzuteilen
  19. 19. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 19 ...gleichzeitig Konstruktivist  Wittgenstein, von Glasersfeld, von Foerster, Watzlawick  Realität existiert außerhalb von uns  Wirklichkeit entsteht im Kopf des Betrachters  Zwei Ebenen (nach Watzlawick)  Die gegenständliche Ebene  Die Ebene der individuell zugeordneten Bedeutung  Konflikte entstehen fast immer auf der zweiten Ebene!
  20. 20. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 20 Konstruktivismus  Wirklichkeitsabbildung = Konstruktion der Wirklichkeit durch Interpretation der Messergebnisse der Sinne  Wir können nur unsere eigene Wirklichkeit erkennen, nicht die Realität dahinter  Mensch adjustiert Wirklichkeitsabbildung, um nicht verrückt zu wirken  Wir konstruieren die Wirklichkeit!
  21. 21. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 21 Zwei Abbildungen derselben Realität  US-Soldaten in England (nach Watzlawick)  GI: Ein Kuss geschieht früh und bedeutet nichts  English Girl: Ein Kuss kommt spät und bedeutet viel  Wirklichkeitsabbildung  Realität: GI küsst englisches Mädchen, nicht lange nachdem sie sich kennengelernt haben  Sie bildet auf Wirklichkeit ab: Jetzt kann ich ihn entweder entrüstet verlassen oder mich darauf einstellen, mit ihm zu frühstücken  Seltsames Ergebnis (Interpunktion)  Sie denkt: Der ist aber ein Wüstling!  Er denkt: Die ist aber aufgeschlossen!
  22. 22. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ Jeder konstruiert seine eigene Matrix  M1 und M2 sind Matrices  Konstruktionen, angeregt durch die Realität R  R selbst ist nicht erkennbar 22 RM1 M2
  23. 23. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 23 Streiche das Konzept "Wahrheit"  Wahrheit ist plötzlich nicht mehr wichtig  Realität (auch Wahrheit) ist nicht erkennbar  Wichtig ist nur, ob die Wirklichkeitsabbildung passend ist oder nicht  Passend ist sie, wenn sie mir erlaubt, die typischen Anwendungsfälle des täglichen Lebens durchzuführen...  ...und mich dabei gut zu fühlen!
  24. 24. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 24 Konstruktivismus und Wahrheit  Eine kurze Liste der Bedeutungen, die dem Wort „Wahrheit“ zugeschrieben werden:  Realisten möchten etwas „wahr“ nennen, wenn es mit der Realität übereinstimmt;  Pragmatisten, wenn es sich bewährt;  Kohärenztheoretiker, wenn es mit der umfassenden Theorie vereinbar ist;  und Konstruktivisten sollten das Wort vermeiden, es sei denn in alltäglichen Kontexten, wo es nicht mehr und nicht weniger bedeutet, als dass etwas gestern Gesagtes heute ohne wesentliche Änderung wiederholt wird. Ernst von Glasersfeld 1999
  25. 25. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ Was ist objektiv? Eine Konvention!  Heinz von Förster: "Objectivity is a subject's delusion that observing can be done without him."  Was kann das Wort "objektiv" überhaupt noch bedeuten?  Wir können eine Erkenntnis objektiv nennen, wenn sie beides ist:  wiederholbar  intersubjektiv abstimmbar  Das ist natürlich eine Frage des Aufwands! 25
  26. 26. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/  Neo, genau wie ich wirst Du irgendwann einsehen, dass es ein Unterschied ist, ob man den Weg nur kennt oder ob man ihn beschreitet! -- Morpheus 26
  27. 27. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 27 Anwendung: Drei wichtige Soft Skills  Empathie die Fähigkeit, sich über den mentalen Zustand eines anderen Individuums zutreffende Gedanken machen zu können  Kommunikation wechselseitiges Aufeinanderwirken zwischen Individuen zum Zwecke der Abstimmung des Denkens, Verhaltens und Handelns  Konfliktfähigkeit Fähigkeit, Auseinandersetzung aufzunehmen, konstruktiv zu bewältigen und nach Möglichkeit bereits im Vorfeld zu vermeiden
  28. 28. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ Konstruiere - absichtlich und aktiv!  Jede Sekunde konstruierst Du Deine Wirklichkeit  Du glaubst, sie sei identisch mit der Realität  Du glaubst, es gebe nur diese eine!  Verzichte auf diese Illusionen...  ...und konstruiere Deine Welt absichtlich! 28
  29. 29. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ Aktiv konstruieren - wie geht das?  Grundsätzlich positiv denken und sprechen  Unabhängig von Dogmen kommunizieren  Matrix als Matrix erkennen (egal wie wichtig sie erscheint!) und auf Deine Weise neu programmieren  Menschen gleichen ihre Wirklichkeitsabbil- dung durch Kommunikation aneinander an  Chefs: Aufgepasst, es ist wichtig, was Sie sagen, weil Ihre Leute Ihnen glauben! 29
  30. 30. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ Gutes Mittel: Die "als ob"-Fiktion  Wenn Du ein Ziel erreichen willst, tu so, als ob Du bereits dort seist…  Nebenbei: Test driven development tut genau das!  Wenn Du von jemandem Hilfe brauchst, frag ihn so, als ob er Dir ohnehin helfen würde...  Wenn Du eine Lösung absolut nicht findest, frag Dich, ob Du sie vielleicht längst hast! 30
  31. 31. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ Empathie konstruktivistisch verstehen  Empathie = Vermutung über die Wirklichkeitsabbildung eines Mitmenschen  Von den Äußerungen des anderen ausgehen  Auf dessen Wirklichkeitsabbildung schließen  Mit der eigenen Wirklichkeit vergleichen  Sinnvolle Vermutung aufbauen  Wenn nötig, nachfragen und korrigieren 31
  32. 32. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ Kommunikation  Kommunikation ermöglicht intersubjektiven Abgleich von Wirklichkeitsabbildungen  mit den Mitmenschen auf eine Wellenlänge kommen 32  Kommunikation ermöglicht es, Empathiefehler zu korrigieren  Empathie ermöglicht es, Kommunikationsfehler zu vermeiden
  33. 33. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/  Dies ist ein Sparringsprogramm, ähnlich wie die programmierte Realität der Matrix. Es folgt den gleichen Gesetzen, dem der Schwerkraft zum Beispiel. Im Grunde unterscheiden sich diese Gesetze nicht von denen eines Computersystems. Einige kann man umgehen, andere kann man brechen. Verstehst Du? Dann greif mich an! -- Morpheus 33
  34. 34. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ Konfliktfähigkeit  Suche nach einer angemessenen Lösung  Schaffen einer Basis guter Beziehungen  Stärkung von Toleranz und Offenheit  Aufbau einer fairen Streitkultur  Grundwissen: A greift B an - B ist beleidigt - wer ist "schuld" an B's Stimmung?  Stimmungen sind Entscheidungen des Empfängers, nicht des Senders! 34
  35. 35. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ Konflikte anders betrachten  Differenz zwischen Erwartung und Wirklichkeit  Etwas sollte anders sein als es ist  Wenn Du gegen die Realität kämpfst, verlierst Du...  ...doch lediglich in 100% aller Fälle  In so einem Fall: Lerne, d.h. modifiziere Deine Wirklichkeit durch Anpassen der Abbildung! 35
  36. 36. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/  Bitte, Neo: Du musst mir vertrauen. Weil Du weißt was Dich erwartet, Neo. Du kennst die Welt da draußen. Du kennst ihre Irrwege. Und ich weiß, dass Du die nicht gehen willst. -- Trinity 36
  37. 37. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ Konflikte bearbeiten  Konfliktprävention  Empathie nutzen  Unnötige Konflikte einfach auslassen  Recht haben ist überflüssig und verursacht unnötige Konflikte  Beispiel Politiker: Etwas Sinnvolles wird abgelehnt, nur weil die Gegenpartei es vorgeschlagen hat  Konfliktauflösung  Mutig, klar und sachlich "angreifen"  Wirklichkeitsabbildung transparent machen  Feedback geben 37
  38. 38. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ Für Fortgeschrittene: Wohin noch?  Sie können noch verwegener konstruieren...  … bis Ihre Mitmenschen Sie für verrückt erklären, weil sie Ihre Wirklichkeitsabbildung nicht mehr nachvollziehen können  Tipp: Tun Sie's, wenn Sie Lust haben, doch am besten ohne viel drüber zu reden!  Nutzen Sie Ihren Empathie-Skill, bevor Sie den Mund öffnen. 38
  39. 39. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 39 Ansatz für den Hebel: Pythagoras  Der Mensch liebt kleine, ganze Zahlen  Beispiel aus der Musik:  Töne im Verhältnis kleiner ganzer Zahlen  der letzte Ton hat die 8-fache Frequenz des ersten  4-5-6-8 = Fanfare in Dur! 1 2 3 4 5 6 8
  40. 40.  Von kleinen ganzen Zahlen:  12 Ecken  30 Kanten  2 Ecken durch eine Kante verbunden  5 Kanten treffen sich in jeder Ecke  ...zum Management großer Teams (nach Stafford Beer)  12 Themen, 30 Mitarbeiter  Pro Mitarbeiter zwei Themen  Immer fünf MA treffen sich zu einem Thema Fortschrittliche Konstruktion Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 40 Ikosaeder
  41. 41. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ Verwegenheit: Die Zeit falten  Beispiel-Aufgabe: OOP-Vortrag vorbereiten  Linke Gehirnhälfte: Der "Schaffer"  Riesen-Stoffsammlung erstellen  alles durchstrukturieren  mühevoll zusammenkochen, kürzen, aufschreiben  Rechte Gehirnhälfte: Der Zeitreisende  entspannen, in Alpha-Zustand gehen  Leinwand 20° über Horizont aufstellen  Gedanklich in die Vortragssituation hineingehen  Sich selbst auf der Leinwand zuschauen  Vortrag nur noch aufschreiben 41
  42. 42. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ Der Soft Skill an sich: Zeitlos sein  Alltag: Identität = Erinnerung + Erwartung  d.h. Vergangenheit und Zukunft  Heinrich Roth (Pädagoge): Zeitbewusstsein  Phasen: Zeiterleben, Zeitwissen, Zeitreflektion  Ilya Prigogine (Biochemiker): Eigenzeit  Gehirn konstruiert Vergangenheit und Zukunft  Meister Eckhart (Mystiker)  Zeitvorstellung aus dem täglichen Leben entfernen  Identifikation mit Sinneswahrnehmungen, Verstand und Wissen aufgeben  Weg zu Klarheit und Gelassenheit 42
  43. 43. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 43 Filme, Literatur, Internet (1)  Kinofilm „The Matrix“ (wissen Sie, was Realität eigentlich ist?)  Ernst von Glasersfeld: Radikaler Konstruktivismus (harte, fundierte Argumentation, klare Begriffe)  Humberto Maturana: Biologie der Realität (von der Biologie zum Konstruktivismus)  Roger Penrose: The Road to Reality (3,5 Pfund spannende Physik, mathe-lastig!)
  44. 44. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 44 Filme, Literatur, Internet (2)  Heinz von Förster et al.: Einführung in den Konstruktivismus (Vorträge der Experten auf diesem Gebiet)  Paul Watzlawick: Wie wirklich ist die Wirklichkeit? (erfrischende Beispiele aus therapeut. Praxis)  Bernhard Pörksen: Die Gewissheit der Ungewissheit (Gespräche zum Konstruktivismus)
  45. 45. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 45 Filme, Literatur, Internet (3)  Richard Bach: „Illusions“ (dieses Buch bringt dieselbe Nachricht viel poetischer rüber)  U. Vigenschow, B. Schneider: „Softskills für Softwareentwickler“ (für IT-Leute genau das richtige Buch)  Byron Katie: „The Work“ (eine sehr einfache und effektive Methode, sich selbst und die Realität in Einklang zu bringen)  Kinofilm "Das Haus am See" (Schmachtfetzen mit Zeitparadoxon)
  46. 46. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 46
  47. 47. Januar 2009 © 2009 Matthias Bohlen, http://www.mbohlen.de/ 47 Für Sie persönlich oder Ihre Company  Neue Module für Ihr Soft-Skill-Portfolio im Projekt? Coaching hilft bei deren Entwicklung! Sprechen Sie mich an! Matthias Bohlen mbohlen@mbohlen.de Tel. 0170 / 772 8545

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