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2016 02 01 AKE Kommentierung Antrag AKU "Lastspitzenreduzierung"

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Kommentar des AKE zum AKU-Antrag Nr. 7
mit Beschluss LDV
Kommentierung des CSU Arbeitskreis Energiewende zu einem Antrag des CSU AKU „Lastspitzenreduzierung vor Neubau von
Reservekraftwerken“

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2016 02 01 AKE Kommentierung Antrag AKU "Lastspitzenreduzierung"

  1. 1. 1 Kommentar des AKE zum AKU-Antrag Nr. 7 mit Beschluss LDV „Lastspitzenreduzierung vor Neubau von Reservekraftwerken“ München, den 01. Februar 2016
  2. 2. 2 Empfehlungen des AKE für das Lastmanagement1 im elektrischen Energieversorgungsnetz2 3 Ausgangslage4 Eine zukünftige Energieversorgung mit regenerativen Energien wird im Wesentlichen eine5 elektrische Energieversorgung sein, da sich vor allem Wind- und Sonnenenergie besonders6 gut in elektrischen Strom umwandeln lassen. Wegen des schwankenden Dargebots von7 Windkraft- und Photovoltaikanlagen muss in Zukunft in der elektrischen Energieversorgung8 ein aktives Lastmanagement betrieben werden, um Erzeugung und Verbrauch aufeinander9 abzustimmen.Ergänzend zum bisher schon getätigten Einsatz von Reservekraftwerken ist die10 Verringerung von Residuallastspitzen zu betreiben. Bereits im Jahr 2012 hat der VDE zu11 diesem Thema die Studie „Demand Side Integration“ veröffentlicht und sieht im Jahr 2020 bei12 Haushalten technisch nutzbare Potentiale von 3,8 GW, bei Gewerbe, Handel und13 Dienstleistungen 1,7 GW und in der Industrie von 4,5 GW. Damit könnte man viel Geld beim14 Netzausbau sparen, weil die Anlagen immer auf die sehr kurzzeitig auftretende Maximallast15 ausgelegt werden müssen.16 Antrag an den AKU17 In dem genannten Zusammenhang trifft der auf der Landesversammlung des AKU gestellte18 Antrag „Lastspitzenreduzierung vor Neubau von Reservekraftwerken“ die Thematik auf den19 Punkt. Der AKE unterstützt den Antrag und regt eine Fortentwicklung der Gesetzgebung in20 diesem Sinn an.21 Empfehlungen des AKE22 Im weiteren Voranschreiten der Energiewende ist regenerativ erzeugter Strom durch ein23 intelligentes Netz so zu verteilen, dass die Versorgungssicherheit auch in den Momenten des24 höchsten Energiebedarfs und bei kritischen Netzsituationen gewährleistet werden kann. Ein25 Schlüsselbaustein liegt hierbei in der Gestaltung der Verbrauchsseite. Neben der Forcierung26 der Energieeffizienz, um den Energiebedarf und die Leistung zu reduzieren, spielt auch die27 Verlagerung von der (Last-)Spitzen in die (Verbrauchs-)Täler eine Rolle.28 Neben den bereits genutzten und noch nutzbaren Potenzialen von großen Verbrauchern (vor29 allem in der Industrie) bietet auch die Vielzahl von kleinen Verbrauchern im Haushalt und im30 Gewerbe, Handel und Dienstleistungssektor ein interessantes Potenzial. Die aktuelle Struktur31 in der Stromwirtschaft mit der Aufteilung in Stromerzeuger, Stromlieferanten sowie32 Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern lässt ein Erschließen dieses Potenzials ohne33
  3. 3. 3 Änderung der gesetzlichen und ordnungspolitischen Rahmenbedingungen nicht ohne weiteres34 zu. Die meisten energiewirtschaftlichen Gesetze beziehen sich auf die Erzeugungsseite,35 während vor allem die Masse an kleineren Verbrauchern jederzeit und ungeregelt elektrische36 Energie aus dem Netz bezieht kann. An dieser Stelle fehlen klare Führungsgrößen auf der37 technischen und finanziellen Seite. Google smart home weist auf moderne Lösungsansätze38 hin, die heutzutage technologisch möglich sind. So gesehen sollten diese oder ähnliche39 Technologien auch für die Gestaltung der Energiewende eine Rolle spielen. Bisher ist hierfür40 allerdings gesetzlich oder auf dem Verordnungswege noch nichts vorgesehen.41 Der Antrag möchte die Thematik „Demand Side-Management“ in den Vordergrund bringen42 und zusammen mit den bisherigen eingeleiteten Ideen zu einer erfolgreichen Umsetzung43 helfen. Das beschriebene Ziel, Lastspitzen zu reduzieren, bevor Kraftwerke eingeschaltet44 werden (egal ob neu, in Reserve gehalten oder einfach auch nur grundsätzlich), ist sinnvoll45 und stellt einen wichtigen Baustein für die Energiewende dar. Damit verbunden sind auch die46 Aufgabe der Vorstellung einer „Europäischen Kupferplatte“ und die Anpassung des47 Stromhandels an die physikalischen Gegebenheiten, wie durch das Netz, die Kraftwerke und48 andere Betriebsmittel vorgegeben werden.49 Seitens AKE werden folgende Anforderungen an eine Realisierung zur Spitzenlastreduzierung50 ergänzt:51 1. Sie muss leicht und möglichstschnell realisierbar sein und berücksichtigen, dass jeder52 Bürger sich in einfacher Art und Weise beteiligen kann.53 2. Es darf zu keinen ungewünschten Stromnutzungseinschränkung beim Kunden führen.54 3. Einfachheit muss Vorrang vor Komplexität haben, da ansonsten eine Realisierung zu55 lange dauert.56 4. Es muss sich in die vorhandene Infrastruktur integrieren lassen, beispielsweise könnte57 ein zentrales Steuerelement für den Systemdienstleister (Übertragungsnetzbetreiber)58 oder ein regionales Steuerelement für den Verteilnetzbetreiber mit Zugriff auf einzelne59 Haushaltsgeräte ein Lösungsansatz sein.60 5. Es muss in finanzieller Sicht als System kostengünstiger sein als ein Kraftwerk.61 6. Die Hauptverantwortung muss beim regionalen Übertragungsnetzbetreiber liegen,62 damit dieser zuersteinen Ausgleich der Last in der Region vornehmen kann, bevor das63 Übertragungsnetz herangezogen wird.64 7. Der Einsatz von Kraftwerken und Lastverschiebung muss zentral durch die Verteil- und65 Übertragungsnetzbetreiber erfolgen. Dabei ist einem regionalen Ausgleich durch den66 Verteilnetzbetreiber der Vorrang vor einem Ausgleich auf übergeordneter Ebene zu67 geben.68

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