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1.3.1.1. Funktionen des Geldes
Tauschmittel
- indirekter Tausch ⇒ hat
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Geld muss folgende Eigenschaft...
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Im Gleichgewicht: Geldvolumen ...
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2.) W...
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Inflation und Deflatio...
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Konjunktur:
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1.3.3.1. Die 4 Konjunkturphasen und deren wesentlichsten
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Aufschwung (I): - ...
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1.3. Geldwesen, Währung und Konjunktur im Wirtschaftssystem

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Unterrichtspräsentation vom 15.09.2015 Industriemeister Flugzeugbau (IHK)

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1.3. Geldwesen, Währung und Konjunktur im Wirtschaftssystem

  1. 1. 2015 Markus Hammele www.let-online.de Fächerübergreifender Teil Grundlagen für kostenbewusstes Handeln 1. Volkswirtschaft 1.3. Geldwesen, Währung und Konjunktur im Wirtschaftssystem Präsentation zum Unterricht Erstellt von Markus Hammele Industriemeister Fachrichtung Flugzeugbau 7996TYPF15A IHK Schwaben Augsburg "Die Zukunft gehört denen, die an die Wahrhaftigkeit ihrer Träume glauben." Eleanor Roosevelt
  2. 2. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.1. Geldwesen Diskussion: Ist Geld notwendig? Buch: „Sterntalerexperiment – Mein Leben ohne Geld“ (Heidemarie Schwermer)
  3. 3. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.1.1. Funktionen des Geldes Tauschmittel - indirekter Tausch ⇒ hat erst Arbeitsteilung ermöglicht Wertaufbewahrungsmittel - ermöglicht Sparen/ Investieren (Wertübertragungsmittel) Wertmaßstab - Preisbildung ⇒ Bewertung der Güter (Recheneinheit) Zahlungsmittel - kraft Gesetz - Annahmezwang (Münzen eingeschränkt)
  4. 4. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.1.2. Anforderungen an das Geld als Zahlungsmittel Geld muss folgende Eigenschaften haben: - transportierbar - teilbar - knapp und begehrt (selten) - wertbeständig (haltbar) - von gleicher Beschaffenheit (homogen) - Konvertierbarkeit - Akzeptanz
  5. 5. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.1.2. Anforderungen an das Geld als Zahlungsmittel Arten des Geldes - Bargeld * Münzgeld (Scheidegeld: (Metall-) Wert der Münzen geringer als der geprägte Nennwert. Gegensatz: Kurantgeld) Hinweis: Annahme kann ab 50 Münzen verweigert werden * Banknoten (Papiergeld) Banknotenmonopol bei der Europäischen Zentralbank (seit 1.1.1999). - Buchgeld/Giralgeld Im engeren Sinne sind dies die Sichteinlagen der Nichtbanken beim Bankensystem. Im weiteren Sinne werden auch Termin- und Spareinlagen dazu gerechnet. Beispiel IHK Skript S. 29
  6. 6. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.1.2. Anforderungen an das Geld als Zahlungsmittel Quelle: www.faz.net
  7. 7. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.1.2. Anforderungen an das Geld als Zahlungsmittel Im Gleichgewicht: Geldvolumen = Gütervolumen Geldmengengleichung (Quantitätsgleichung, Fishersche Verkehrsgleichung) Gütermenge x Preisniveau = Geldmenge x Umlaufgeschwindigkeit Y * P = G * V Beispiele: 1.) Die Volkswirtschaft produziert in einem Jahr 300 Brote (Y) zum Preis von 1,5 Euro (P). Des weiteren verfügt sie über eine Geldmenge (G) von 150 Euro. Wie hoch ist die Umlaufgeschwindigkeit (V)? Y*P = 300 x 1,5 = 450 Euro/Jahr Y*P 450 Euro/Jahr v = ------ = ------------------ = 3 mal pro Jahr G 150 Euro
  8. 8. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.1.2. Anforderungen an das Geld als Zahlungsmittel y + p = g + v Beispiele: 2.) Welche Inflationsrate ist in Europa zu erwarten, wenn die EZB bei einem Wirtschaftswachstum von 2% p.a. und einer Verlangsamung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes um 0,5 % p.a. die volkswirtschaftliche Geldmenge jährlich um 4,5% erhöht? 2 % + p = 4,5 % + (-0,5%) p = 2%
  9. 9. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.2. Bedeutung der Währung 1.3.2.1. Begriffe Währung, Binnen- und Außenwert Definition Währung: „Als Währung wird das jeweils gültige Zahlungsmittel eines Landes bezeichnet. Zudem ist Währung die Bezeichnung für die Geldverfassung eines Staates, die im Rahmen der Währungspolitik durch die gesetzgebende Gewalt eines Staates formuliert wird.“ Quelle: www.foerderland.de „Eine Währung (v. mittelhochdt.: werunge = Gewährleistung) ist im weitgefassten Sinne das staatlich geregelte Geldwesen eines Landes oder einer privaten Gemeinschaft (siehe Komplementärwährung), insbesondere die Festlegung des Münz- und Notensystems. Die meisten Währungen werden an den internationalen Devisenmärkten gehandelt. Den sich dort bildenden Preis bezeichnet man als Wechselkurs. Alle Währungen sind in Unternominale eingeteilt, siehe Stückelung. Derzeit gibt es weltweit über 160 offizielle Währungen, aber nur die beiden gebräuchlichsten Währungen der Welt, der US-Dollar und der Euro, gelten als internationale Leitwährungen.“ Quelle: www.wikipedia.de
  10. 10. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.2.1. Begriffe Währung, Binnen- und Außenwert Währungsarten: Monometallismus - Goldumlaufwährung: Gold = Geld - Goldkernwährung: Geldumlauf ist durch Gold gedeckt - Goldrandwährung: nach außen: Goldwährung; nach innen: Papierwährung - Hinkende Währung: Übergang von einer Währung in die andere - Golddevisenwährung: Devisen anderer Goldwährungsländer - Fiat Money: nicht durch Gold gedeckt Bimetallismus - Doppelwährung: Verhältnis Gold und Silber - Parallelwährung: Verhältnis zwischen den Metallen ist nicht festgelegt Papierwährung heute übliches Währungssystem, bei dem das gesetzliche Zahlungsmittel mit Ausnahme der Scheidemünzen aus Banknoten besteht. Währungszeichen: €: Euro; $: Dollar; £: Pfund und Lira; ¥: Yen
  11. 11. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.2.1. Begriffe Währung, Binnen- und Außenwert Binnenwert: „Der Binnenwert einer Währung (z. B. Euro) gibt an, wie viel an Waren und Dienstleistungen man in der Eurozone für einen bestimmten Geldbetrag erwerben kann. Die nationalen Besonderheiten sorgen dafür, dass die Preise zwar gut vergleichbar, aber nicht überall gleich sind.“ Quelle: www.wikipedia.de Außenwert: „zum einen der Wert einer Währung, gemessen in fremder Währung. Wird z.B. der US- Dollar am Devisenmarkt zu 1,10 Euro je US-$ gehandelt, dann ist der Außenwert des Euro 0,91 US-$. Zum anderen gibt der Außenwert die reale Kaufkraft der über den Wechselkurs umgerechneten inländischen Währung im Ausland an. Tauscht man 1000 Euro in US-Dollar um und kann damit in den USA mehr Güter kaufen als mit 1000 Euro in Deutschland, dann ist der Außenwert des Euro in den USA höher als der Binnenwert, die Kaufkraft des Euro in "Euroland". Wenn der Binnenwert und der Außenwert übereinstimmen, wird von Kaufkraftpartität gesprochen.“ Quelle: www.bpb.de Emittenten (meist staatlich beauftragte Zentralbank) geben Währungen heraus.
  12. 12. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.2.2. Die Aufgabe der deutschen Bundesbank als Hüterin der Währung und deren geldpolitischen Eingriffsmöglichkeiten „Die Deutsche Bundesbank ist die Zentralbank der Bundesrepublik Deutschland. Zentrales Geschäftsfeld ist die Geldpolitik des Eurosystems. Zu den weiteren Kerngeschäftsfeldern gehören das Finanz- und Währungssystem, die Bankenaufsicht, der unbare Zahlungsverkehr sowie das Bargeld. Gemeinsam ist den Kerngeschäftsfeldern die aktive Mitarbeit in internationalen Organisationen und die Forschung. Zu diesen Kerngeschäftsfeldern kommen die Verwaltung der Währungsreserven und Aufgaben der Bundesbank in der Statistik und als Hausbank des Staates. Hinzu tritt schließlich die Beratung der Bundesregierung in Fragen von währungspolitischer Bedeutung. Sitz der Zentrale der Bundesbank ist Frankfurt am Main. Die Bundesbank unterhält zudem bundesweit neun Hauptverwaltungen und 47 Filialen. Der Vorstand ist das oberste Organ der Bundesbank. Er setzt sich aus dem Präsidenten und Vizepräsidenten der Deutschen Bundesbank sowie den weiteren Mitgliedern des Vorstands zusammen. Der Präsident der Bundesbank hat Sitz und Stimme im Europäischen Zentralbankrat (EZB-Rat) und wirkt so an den monatlichen geldpolitischen Entscheidungen mit.“ Quelle: www.bundesbank.de Präsident: Dr. Jens Weidmann
  13. 13. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.2.3. Begriff, Erscheinungsformen, Ursachen und Folgen von Inflation und Deflation Kein Gleichgewicht: Geldvolumen – Gütervolumen (Abb. 21: IHK Skript S. 30) Inflation Definition: Unter Inflation versteht man das Steigen des Preisniveaus. Arten der Inflation: - nach dem Tempo: - schleichende Inflation (z.B. BRD seit 2. Weltkrieg) - galoppierende Inflation (Deutsches Reich 1922-23) - nach der Sichtbarkeit - offene Inflation (alle westlichen Industrienationen) - verdeckte Inflation (China, Kuba, ehem. Ostblock) - Nachfrageinflation Konsum-, Investitions-, Fiskal-, Importinflation - Angebotsinflation Kosteninflation, Gewinninflation und importierte Inflation
  14. 14. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.2.3. Begriff, Erscheinungsformen, Ursachen und Folgen von Inflation und Deflation Ursachen der Inflation a) Geldmengeninflation Preisniveau P steigt, wenn Geldmenge G stärker steigt als das Sozialprodukt b) Nachfrageinflation Die Nachfrage steigt mehr als das Angebot, z.B. - Exportüberschüsse - Konsumfinanzierung über Kredit - Staatsnachfrage über Kredit - Löhne steigen stärker als Produktivität c) Angebotsinflation Marktangebotsänderungen, z.B. - steigende Kosten aufgrund Rohstoffpreiserhöhungen - Unternehmenskonzentration - monopolistische Spielräume
  15. 15. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.2.3. Begriff, Erscheinungsformen, Ursachen und Folgen von Inflation und Deflation Folgen der Inflation 1. Auf die Einkommensbezieher Es kommt zu Kaufkraftverlusten, wenn der Lohnzuwachs geringer ist als die Preisniveausteigerungen. 2. Auf die Vermögensverteilung Geldvermögen  meist Kaufkraftverluste, Sachvermögen  Besitzstandswahrung, Schuldner als „Gewinner“, Gläubiger als „Verlierer“ 3. Auf den Staatshaushalt Höhere Steuereinnahmen (insbesondere MwSt), aber auch höhere Ausgaben 4. Auf die Beschäftigungssituation Je höher die Inflation, desto mehr Arbeitslose gibt es mittelfristig 5. Auf das Wirtschaftswachstum Langfristig verhindert eine hohe Inflation ein Wirtschaftswachstum, weil u.a. die Kalkulierbarkeit der Investitionen schwierig wird (und die Grenzanbieter Investitionen somit unterlassen). Der Zusammenhang aus Nr. 4 und 5 ist durch das Magische Viereck (Stabilitätsgesetz von 1967) illustriert. Es bestehen zielkonfliktäre Beziehungen zwischen z.B. Preisniveaustabilität und angemessenes und stetiges Wirtschaftswachstum. Andererseits gibt es auch zielharmonische Beziehungen, z.B. zwischen angemessenem und stetigem Wirtschaftswachstum und hoher Beschäftigungszahl. Magisches Viereck, IHK-Skript (S. 27) Vieleck: Umwelt- und Verteilungsziele
  16. 16. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.2.3. Begriff, Erscheinungsformen, Ursachen und Folgen von Inflation und Deflation Deflation: Definition: Unter Deflation versteht man das Sinken des Preisniveaus. Gründe liegen z.B. in einer starken Kürzung der Staatsausgaben und/oder extrem pessimistischen Zukunftserwartungen. Folgen sind Arbeitsplatzverluste und sinkende Einkommen, nicht zuletzt deshalb, weil die Investitionen ausbleiben. (Stagflation = stagnierende Wirtschaft bei hoher Inflation).
  17. 17. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.2.4. Lohn-Preis-Spirale bildlicher Ausdruck für die wechselseitigen Zusammenhänge zwischen dem Anstieg der Löhne als Folge von Preiserhöhungen und der Preise als Folge von Lohnsteigerungen, besonders in dem Sinn, dass die Unternehmen gestiegene Löhne zur Rechtfertigung von Preiserhöhungen heranziehen, die Gewerkschaften wiederum ihre Lohnforderungen mit erhöhten Preisen begründen. Die fortgesetzten Lohn- und Preissteigerungen lösen eine Kettenreaktion weiterer Lohn- und Preissteigerungen aus. Gestiegene Löhne führen zu wachsender Nachfrage der privaten Haushalte und steigenden Produktionskosten, die von den Unternehmen, insbesondere wenn die Lohnerhöhungen über den Produktivitätssteigerungen liegen, durch Preissteigerungen wieder weiter gegeben werden. Gestiegene Preise wiederum führen zu erneuten höheren Lohnforderungen der Gewerkschaften, zu weiteren Preissteigerungen usw. Die Lohn-Preis-Spirale ist dabei weniger eine Ursache der Inflation, als mehr eine dauernde Anpassungsreaktion von Haushalten und Unternehmen auf eine inflationäre Entwicklung, die dadurch jedoch weiter verstärkt wird. Quelle: www.bpb.de
  18. 18. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.3. Konjunktur Konjunktur: Zusammenwirken von sämtlichen wirtschaftlichen Größen zu einer von ihnen bestimmten Gesamtlage. Unterscheidung nach der Frist: kurzfristige Zyklen: (Kitchin-Zyklen (1923)): 2 - 5 Jahre Datenbasis: Großhandelspreise für GB u. USA mittelfristige Zyklen:(Juglar-Zyklen (1860)): 6 - 11 Jahre Datenbasis: Zeitreihen von Diskontsätzen u. Preisen aus Frankreich und GB. Grund: Maschineninvestitionszyklus ⇒ typische Länge für Konjunkturzyklen nach heutigem Verständnis langfristige Zyklen: (Kondratieff-Wellen (1926)): 48 – 60 Jahre Datenbasis: Zinsen und Preise seit 2. Hälfte des 18. Jahrhundert aus Frankreich, GB u. USA Grund: „Basisinnovationen“ (beruhend auf bahnbrechenden Erfindungen) z.B. 1800 Dampfschiff; 1850 Eisenbahn; 1900 Auto; 1950 Computer
  19. 19. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.3. Konjunktur Sonderform: saisonaler Zyklus: jahreszeitlich bedingter, nur wenige Wochen/Monate dauernder Vorgang - vorhersehbar! Bsp: Baugewerbe, Tourismus-Branche, Landwirtschaft Quelle: https://berlinromexpress.files.wordpress.com/2011/11/kondratieff_gr.jpg
  20. 20. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.3. Konjunktur Quelle: www.wagner-berlin.com
  21. 21. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.3.1. Die 4 Konjunkturphasen und deren wesentlichsten Merkmale Aufschwung (I): - Lagerabbau - Beginn von Arbeitskräfteeinstellungen - leichte Einkommenszunahme (real) - steigende Nachfrage/Produktion Boom (II): - hohe Investitionen - starke Nachfragesteigerung - starker Preisanstieg - Produktion an der Kapazitätsgrenze Abschwung (III): - abnehmende Gewinne - zunehmende Lagerbestände - Beginn von Kurzarbeit - rückläufige Nachfrage Depression (IV): - Konkurse - hohe Arbeitslosigkeit - Ausbleiben von Investitionen - sinkendes Einkommen (real) IHK-Skript (S. 25)
  22. 22. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.3.1. Die 4 Konjunkturphasen und deren wesentlichsten Merkmale Konjunkturindikatoren Definition: Unter Konjunkturindikatoren versteht man Messgrößen, welche die Konjunkturschwankungen aufzeigen. Arten: Frühindikatoren: ermöglichen eine Früherkennung der konjunkturellen Entwicklung, z.B. Auftragseingänge, Baugenehmigungen, Geschäftsklima Präsensindikatoren: verdeutlichen die aktuelle Konjunkturentwicklung z.B. Produktion, Einzelhandelsumsätze, Lagerhaltung, Exporte/Importe Spätindikatoren: dienen der Erfolgskontrolle (Zeitverzug), z.B. Preisentwicklung, Beschäftigungslage, Volkseinkommen, Geldmenge IHK-Skript (S. 25) Forderungen an Konjunkturindikatoren: * sie müssen verlässlich sein (keine zufälligen Schwankungen) * sie müssen eine stabile Beziehung zum Konjunkturverlauf haben
  23. 23. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.3.1. Die 4 Konjunkturphasen und deren wesentlichsten Merkmale Probleme der Aussagekraft: - individuelle Entscheidungen der Wirtschaftssubjekte werden von gesamtwirtschaftlichen Vorhersagen nicht oder nur schwer beeinflusst - Psychologie spielt eine große Rolle - statistische Ermittlung der Konjunkturindikatoren ist oft schwierig - Zusammenhang zwischen Indikator und Konjunkturverlauf ist nicht immer gegeben (z.B. Baugenehmigungen)
  24. 24. 2015 Markus Hammele www.let-online.de 1.3.3.2. Die wirtschafts- und finanzpolitischen Ziele des Staates gemäß Stabilitätsgesetz (Magisches Viereck) Wirtschaftspolitik Fiskal- oder Finanzpolitik; Geldpolitik und Lohnpolitik IHK Skript S. 26 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi): Sigmar Gabriel (http://www.bmwi.de/)
  25. 25. 2015 Markus Hammele www.let-online.de Die Zentralbanken a) Das europäische System der Zentralbanken (ESZB) Das ESZB besteht aus: - der europäischen Zentralbank (EZB) mit Sitz in Frankfurt/Main - den Zentralbanken der Mitgliedsstaaten. Zentrales Organ ist der Rat der EZB, dem neben den Präsidenten der nationalen Zentralbanken die Mitglieder des EZB-Direktoriums (Präsident: Mario Draghi, Vizepräsident: Vítor Constâncio und vier weitere Mitglieder) angehören.
  26. 26. 2015 Markus Hammele www.let-online.de Die Zentralbanken Aufgaben des ESZB: - Einheitlichkeit der Geldpolitik garantieren - Banknoten ausgeben - Devisentransaktionen durchführen - Währungsreserven halten - Zahlungsverkehr unterstützen - Preisstabilität wahren !!!  Unabhängigkeit der europäischen Zentralbank und der nationalen Zentralbanken als unabdingbare Voraussetzung (autonomes Handeln). 1998 beschlossen die Staats- und Regierungschefs der EU den Euro einzuführen. Teilnehmer sind 19 Euro-Nationen (Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien (alle 01.01.2002), Slowenien (2007), Malta und Zypern (2008), Slowakei (2009), Estland (2011), Lettland (2014), Litauen (2015)). Andorra (einseitig), Franz. Guyana, Guadeloupe, Kosovo (einseitig), Martinique, Montenegro (einseitig), Réunion, Mayotte, Saint Pierre und Miquelon, Monaco, San Marino, Vatikan-Stadt
  27. 27. 2015 Markus Hammele www.let-online.de Die Zentralbanken b) Konvergenzkriterien (Auflagen für die Euro-Länder) Abb. 27 IHK-Skript (S. 41) c) Geldpolitisches Instrumentarium der EZB Die geldpolitischen Instrumente der EZB teilen sich in drei Kategorien ein: 1. Offenmarktpolitik 2. Ständige Fazilitäten 3. Mindestreserve
  28. 28. 2015 Markus Hammele www.let-online.de Offenmarktpolitik „Bezeichnung für den Ankauf und Verkauf von Wertpapieren durch die Zentralbank am Geld- oder Kapitalmarkt. Der Handel kann dabei mit kurz- oder langlaufenden Wertpapieren und von der Zentralbank endgültig oder nur für eine bestimmte Frist erfolgen. Endgültige Offenmarktgeschäfte sind Käufe oder Verkäufe von Wertpapieren durch die Zentralbank ohne eine Rücknahmevereinbarung. Werden die Wertpapiere dagegen von der Zentralbank nur für eine bestimmte Zeit angekauft und das verkaufende Kreditinstitut verpflichtet, diese wieder zurückzukaufen, liegt ein Wertpapierpensionsgeschäft vor. Offenmarktgeschäfte der Zentralbank haben Auswirkungen auf die Geldmenge und die Kosten für Kredite in der Volkswirtschaft. Werden von der Zentralbank Wertpapiere am offenen Markt gekauft, ist eine Vergrößerung der Geldmenge in der Volkswirtschaft die Folge, da dem Bankensektor Zentralbankgeld zugeführt wird. Steht mehr Geld für die Kreditvergabe zur Verfügung, sinken tendenziell die Zinsen, die Kredite werden billiger. Der Verkauf von Wertpapieren seitens der Zentralbank verteuert dagegen Kredite und bewirkt eine Verringerung der Geldmenge. Offenmarktpolitik wurde in der Vergangenheit von der Deutschen Bundesbank eingesetzt. Offenmarktgeschäfte bilden auch im Rahmen der geldpolitischen Mittel der Europäischen Zentralbank (EZB) einen Schwerpunkt. Dabei kann die Zentralbank bei manchen, im Tenderverfahren ausgeschriebenen Geschäften (Mengen- bzw. Zinstender) über die Konditionen (Laufzeit, Zinssatz und Zuteilungsvolumen) äußerst flexibel auf die jeweiligen liquiditätspolitischen Erfordernisse reagieren. Folgende Offenmarktgeschäfte werden unterschieden: Hauptrefinanzierungsgeschäfte, längerfristige Refinanzierungsgeschäfte, Feinsteuerungsoperationen und strukturelle Operationen.“ Quelle: www.bpb.de
  29. 29. 2015 Markus Hammele www.let-online.de Offenmarktpolitik Offenmarktgeschäfte: Unter diesem Begriff wird ein relativ breites Spektrum von Instrumenten zusammengefasst. Vornehmlich handelt es sich dabei um verschiedenartig ausgestattete Pensionsgeschäfte, bei denen die EZB für einen begrenzten Zeitraum Wertpapiere von den Geschäftsbanken erwirbt und ihnen dafür entsprechende Liquidität zur Verfügung stellt. „Kauf und Verkauf von Wertpapieren durch die Zentralbank auf eigene Rechnung am offenen Markt. Als offener Markt wird der allen Teilnehmern zugängige allgemeine Geld- und Kapitalmarkt oder die Börse bezeichnet.“ Quelle: http://www.boerse-online.de Hauptrefinanzierungssatz: „Hauptrefinanzierungsgeschäfte, zu den geldpolitischen Instrumenten der EZB zählende Geschäfte, denen im Rahmen der Offenmarktpolitik eine Schlüsselfunktion zukommt und die als befristete Transaktionen von den nationalen Zentralbanken im Wege von Standardtendergeschäften (Mengen- oder Zinstender) mit einer Laufzeit von etwa zwei Wochen durchgeführt werden. Über Hauptrefinanzierungsgeschäfte können sich Geschäftsbanken gegen Hinterlegung von refinanzierungsfähigen Sicherheiten beim Europäischen System der Zentralbanken auf Zeit Zentralbankgeld beschaffen. Der für Hauptrefinanzierungsgeschäfte erhobene Zinssatz (Hauptrefinanzierungssatz) hat die Funktion eines Leitzinses der EZB.“ Quelle: http://lexikon.meyers.de
  30. 30. 2015 Markus Hammele www.let-online.de Ständige Fazilitäten Die Geschäftsbanken haben die Möglichkeit, Übernachtliquiditäten bei den nationalen Zentralbanken auszuleihen oder anzulegen. Definition „geldpolitische Instrumente des Europäischen Systems der Zentralbanken zur kurzfristigen Zuführung (Spitzenrefinanzierungsfazilität) bzw. Abschöpfung (Einlagefazilität) von Zentralbankgeld (Übernachtliquidität). Die Initiative für die Nutzung der ständigen Fazilitäten geht von den Monetären Finanzinstituten aus. Für die Nutzung gibt es in der Regel keine mengenmäßigen Höchstgrenzen, allerdings kann die EZB bei Bedarf Beschränkungen einführen oder die Bedingungen für die Inanspruchnahme anpassen. Die vom EZB-Rat nach geldpolitischen Erfordernissen bestimmten Zinssätze der ständigen Fazilitäten bilden in der Regel die Ober- und Untergrenze für den Tagesgeldsatz am (Interbanken-)Geldmarkt und liefern somit Anhaltspunkte für die mittelfristige Orientierung der Zinspolitik der EZB.“ Quelle: http://lexikon.meyers.de
  31. 31. 2015 Markus Hammele www.let-online.de Mindestreserve Hierunter versteht man jene Einlagen, welche die Geschäftsbanken bei den nationalen Zentralbanken unterhalten müssen. „Mindestreserve, Guthaben, das Kreditinstitute bei der Zentralbank in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes (Mindestreservesatz) ihrer reservepflichtigen Einlagen unterhalten müssen. Ursprünglich zur Sicherung der Liquidität gedacht, dienen Mindestreserven heute eher geldpolitischen Zwecken, da die Notenbank über die Festsetzung der Mindestreserven (Mindestreservepolitik) die Nachfrage nach Zentralbankgeld und auf diesem Wege die Geldmenge beeinflussen kann. Durch eine Verringerung (Erhöhung) der Mindestreservesätze wird die Liquidität der Kreditinstitute und damit deren Bereitschaft zur Kreditgewährung vergrößert (eingeschränkt). Auch im Rahmen der EWU dient die Mindestreservepflicht als geldpolitisches Instrument. Über die Gestaltung der Mindestreservesätze entscheidet der Rat der Europäischen Zentralbank. Im Gegensatz zu den vorherigen Regelungen der Deutschen Bundesbank werden die Mindestreserven bei der Europäischen Zentralbank allerdings verzinst.“ Quelle: http://lexikon.meyers.de

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