Konstrukte
und Modelle
der
Gesundheits
psychologie
Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax und Natalie Rudolph
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Gliederung
11.12.2014
Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie
Rodax, Natalie Rudolph
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1. Einleitung
2. Theoretische Kons...
Definition
„Die Gesundheitspsychologie befasst sich
mit dem menschlichen Erleben und
Verhalten angesichts gesundheitlicher...
Einflussgrößen auf Gesundheit
und Krankheit
 Persönlichkeitsprofile
 Stress
 Protektive Ressourcen
 Gesundheitsverhalt...
Persönlichkeitsprofile
 Zusammenhang zwischen Persönlichkeit
und Krankheiten
Bsp. Herzinfarkt korrelierte mit
Feindseligk...
Stress
 Potentiell krankmachend
 Stress = interaktiver Vorgang bei dem eine
Person in einer kritischen Situation
Einschä...
Protektive Ressourcen
 Soziale Ressourcen (soziale Netzwerke)
 Persönliche Ressourcen (Einstellungen)
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Gesundheitsverhalten
 Gesundheitsverhalten = präventive
Lebensweise die Schäden fernhält, Fitness
fördert und Lebenserwar...
Änderung von
Gesundheitsverhalten
Konflikthafter Entscheidungs- und
Motivationsprozess
Zielsetzung
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Gesundheitsförderung
 Interventionsprogramme
 dazu muss ich wissen in welcher der 3
Phasen sich jemand befindet
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Theoretische Konstrukte
1. Optimismus
2. Selbstwirksamkeit
3. Risikowahrnehmung und defensiver
Optimismus
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„ Alle sagten das geht nicht.
Dann kam einer,
der wusste das nicht,
und hat es gemacht.“
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Wir sind öfter durch psychische Barrieren
begrenzt als durch körperliche
 Selbstwirksamkeitserwartung bestimmt
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Der optimistische
Interpretationsstil
 Verhalten von Gedanken und Emotionen
gesteuert
 positiver Attributionsstil förder...
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Optimistischer
Interpretationsstil
 Optimisten sind gesünder als Pessimisten
 Optimisten sind zufriedener und erfolgreic...
Der dispositionale Optimismus
= generalisierte Ergebniserwartung
 Optimisten blicken zuversichtlich in die
Zukunft, unabh...
Der dispositionale Optimismus
Life Orientation Test
 8 Items
 Deutsche Version von Eckelmann und
Carver (1990)
 Beispie...
Selbstwirksamkeit
 Beruht auf sozial-kognitiver Theorie von
Bandura (1992)
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Selbstwirksamkeit
Setzt sich zusammen aus:
 Kompetenzerwartung(Selbstwirksamkeitserwar
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Selbstwirksamkeit - Teufelskreis
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Selbstwirksamkeit
 Situationsspezifische
Selbstwirksamkeitserwartung = subjektive
Gewissheit, eine Handlung, auch bei
Hin...
Selbstwirksamkeit - Erwerb
4 Quellen nach Bandura (1997):
1. Wahrnehmung eigener Gefühlsregungen
2. Überredung
3. Stellver...
Selbstwirksamkeit - Diagnose
 Befragungen
 Unterscheidung zwischen Niveau,
Allgemeinheitsgrad, und Stärke/Gewissheit
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Risikowahrnehmung
 Optimismus kann auch schlecht sein 
Realitätsverzerrungen (Defensiver
Optimismus)
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Risikowahrnehmung
Risikoeinschätzung abhängig von:
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 Prävalenz
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Risikowahrnehmung
 Häufigkeit des Auftretens des Risikos
 „Ich“ vs. „die Anderen“  optimistischer
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Probleme
Funktionaler & defensiver Optimismus
gehen meist einher
 Menschen die eigene Ressourcen
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Lösungsmöglichkeiten
 Präventionsprogramme nicht nur
Risikokommunikation sondern auch
Ressourcenkommunikation
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1. Einleitung
2. Theoretische Konstrukte
3. Kontinuierliche Prädiktionsmodelle
1. Health Belief-Modell
2. Theor...
Health Belief-Modell
 Entsteht in den 1950er Jahren (vgl. Becker, 1974; Rostock, 1966;
zit. nach Schwarzer, 2004, S.40ff)...
Das gesamte Modell
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Kritische Würdigung
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 Chancen
 Möglichkeit ...
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2. Theoretische Konstrukte
3. Kontinuierliche Prädiktionsmodelle
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2. Theor...
Theory Of Reasoned Action
 Versucht Zusammenhang zwischen Einstellung und
Verhalten aufzuklären
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Theory Of Reasoned Action
Grundkomponenten
 Verhalten
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Theory Of Reasoned Action
Grundkomponenten
 Einstellung und subjektive Norm
 Einstellungen als gefühlsmäßige Einschätzun...
Theory Of Reasoned Action
Grundkomponenten
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 Grundlage von Einstellungen und subjektiven
Normen
 Persönli...
Theory Of Reasoned Action
Das Gesamt-Modell
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 Konnte sich ...
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1. Einleitung
2. Theoretische Konstrukte
3. Kontinuierliche Prädiktionsmodelle
1. Health Belief-Modell
2. Theor...
Theory Of Planned Behavior (TPB)
 Setzt sich mit Kompetenzerwartung auseinander
 Erweiterung der Theory Of Reasoned Acti...
Theory Of Planned Behavior
Grundkomponenten
 Wichtigkeitsfaktor eliminiert
 Die Stärke der Intention einer Person ist be...
Theory Of Planned Behavior
Das Gesamtmodell
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Weiterentwicklung Theory Of Planned Behavior
Das Limburger Modell (DeVries et al, 1988; zit. nach Schwarzer, 2004,
S.55f)
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Theory Of Planned Behavior
Kritische Würdigung
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Kritische Würdigung
Kritik
 Modell oftmals ohne tatsächliche Verhaltenskontrolle
abgebildet
 ...
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3. Kontinuierliche Prädiktionsmodelle
1. Health Belief-Modell
2. Theor...
Protection Motivation Theory
Grundkomponenten
 Theorie der Schutzmotivation (PMT, Rogers)
 Umgang mit einer Gesundheitsb...
Protection Motivation Theory
Grundkomponenten
 Grundannahme: Bedrohungseinschätzung ist der
Bewältigungseinschätzung zeit...
Protection Motivation Theory
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Protection Motivation Theory
Kritische Würdigung
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1. Einleitung
2. Theoretische Konstrukte
3. Kontinuierliche Prädiktionsmodelle
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Sozial-kognitive Theorie nach
Bandura
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Raucherentwöhnung und
Selbstwirksamkeitserwartung
 Condiotte und Lichtenstein (1981)
 Zusammenhang zwischen Kompetenzerw...
Résumé
 Hohe Kompetenzerwartung führt dazu
Risikoverhaltensweisen abzubauen und
Gesundheitsverhaltensweisen aufrecht zu h...
Sexuelles Risikoverhalten und
Selbstwirksamkeitserwartung
 McKusik, Coates, Morin, Pollack & Hoff
(1990)
 Längsschnittst...
Schmerztoleranz und
Selbstwirksamkeit
 Unterschiedliche Wahrnehmung von Schmerz
 Je höher Kompetenzerwartung, desto höhe...
Gliederung
1. Einleitung
2. Theoretische Konstrukte
3. Kontinuierliche Prädiktionsmodelle
1. Health Belief-Modell
2. Theor...
Rückfallmodell nach Marlatt
(1985)
 wie geht man mit Versuchungen und
Entgleisungen um?
 Ziel= Erhalten von Gesundheit u...
Rückfallmodell nach Marlatt
(1985)
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Phasen der Entwöhnung nach
Marlatt (1985)
 1. Phase „motivationale Phase“
 2. Phase „eigentliche Durchführung“
 3. Phas...
Erklärung von Rückfall
 Situationen, in denen man emotional
beeinträchtigt ist
 Situationen, in denen soziale Konflikte ...
Erklärung von Rückfall
 Wie geht man mit Fehltritt um?
 „Abstinenzverletzungseffekt“
 Dauer der Abstinenz
 Geplant ode...
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1. Einleitung
2. Theoretische Kon...
Übung zur sozial-kognitiven
Theorie
 Stellt euch vor, ihr kommt als
GesundheitspsychologInnen in ein
Waisenheim (150 Juge...
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1. Einleitung
2. Theoretische Kon...
Transtheoretical Modell (TTM):
Stages of Change
 am häufigsten angewendetes Stadienmodell
 wurde ursprünglich im Bereich...
Kernkonzept
Stufen der Verhaltensänderung:
 Präkontemplation
 Kontemplation
 Vorbereitung
 Handlung
 Aufrechterhaltun...
Zusätzliche Konstrukte
 Prozesse der Verhaltensänderung
 Selbstwirksamkeitserwartung
 Entscheidungsbalance
 Versuchung...
Prozesse der
Verhaltensänderung
 Prozesse beeinflussen den Wechsel von einer
Stufe zur nächsten:
1. Kognitiv-affektive Pr...
Selbstwirksamkeitserwartung
 Selbstzugeschriebene Kompetenz einer
Person mit Risikosituationen umzugehen
 nimmt im Laufe...
Entscheidungsbalance
 Reflexion positiver als auch negativer
Handlungsergebniserwartungen für das
Gesundheitsverhalten
 ...
Versuchung
 Wahrgenommene Dringlichkeit mit der
eine Person, in einer schwierigen Situation,
der alten Gewohnheit nachgeb...
Forschung
 unidirektionaler Verlauf des
Veränderungsprozesses vs. Spiralförmigen
Verlauf des Veränderungsprozesses
 Die ...
Kritik
 Hauptkritikpunkt: willkürliche
Stufeneiteilung auf Basis zeitlicher Kriterien
 Besser wären psychologische Krite...
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1. Einleitung
2. Theoretische Kon...
Health Action Process
Approach (HAPA)
 in den 1980er Jahren entwickelt
 Modell zur Vorhersage und Erklärung
gesundheitsf...
Motivationaler Prozess:
Intentionsbildung
Wichtige Faktoren:
 Risikowahrnehmung:
1. Einsicht Zusammenhang zwischen eigene...
Motivationaler Prozess:
Intentionsbildung
 Selbstwirksamkeitserwartung:
1. = die eigene Überzeugung spezifisches Verhalte...
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Volitionaler Prozess: Planung
und Realisierung
 Intentionen erklären nur 20-30% der Varianz von
Verhalten
 Verhaltensänd...
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Rodax, Natalie Rudolph
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Forschung und Praxis
 Zahlreiche Studien die Annahmen des HAPA-Modells stützen
 Modell keine geschlossene, eindeutig prü...
Forschung und Praxis
Interventionsplanung:
 Dynamisches Modell besonders geeignet als
Grundlage für Interventionsplanung
...
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Diskussionhttps://www.youtube.com/watch?v=lkRKI9UgNYs&feature=youtu.be
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Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie...
Quellen
Condiotte, M. & Lichtenstein, E. (1981). Self-Efficacy and Relapse in
Smoking Cessation Programs. Journal of Consu...
Vielen Dank für Eure
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Seminar Gesundheitspsychologie 2014: Präsentation von Gruppe 1

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Folien der Lehrveranstaltung Gesundheitspsychologie an der Sigmund Freud Universität im Wintersemester 2014, Lehrveranstaltungsleiter Mag. Dr. Mario Lehenbauer-Baum

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Seminar Gesundheitspsychologie 2014: Präsentation von Gruppe 1

  1. 1. Konstrukte und Modelle der Gesundheits psychologie Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax und Natalie Rudolph 11.12.2014
  2. 2. Gliederung 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 2 1. Einleitung 2. Theoretische Konstrukte 3. Kontinuierliche Prädiktionsmodelle 1. Health Belief-Modell 2. Theory of reasoned Action 3. Theory of planned Behavior 4. Protection Motivation Theory 5. Sozial-kognitive Theorie nach Bandura 6. Rückfallmodell von Marlatt 4. Übung zur sozial-kognitiven Theorie 5. Dynamische Stadienmodelle 1. Transtheoretisches Modell der Verhaltensänderung 2. Health Action Process Approach 6. Diskussion
  3. 3. Definition „Die Gesundheitspsychologie befasst sich mit dem menschlichen Erleben und Verhalten angesichts gesundheitlicher Risiken und Beeinträchtigungen sowie mit der Optimierung von Gesundheit.“ (Schwarzer, 2004) 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 3
  4. 4. Einflussgrößen auf Gesundheit und Krankheit  Persönlichkeitsprofile  Stress  Protektive Ressourcen  Gesundheitsverhalten  Gesundheitsförderung 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 4
  5. 5. Persönlichkeitsprofile  Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Krankheiten Bsp. Herzinfarkt korrelierte mit Feindseligkeit, Ärgerausdruck und zynischem Misstrauen 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 5
  6. 6. Stress  Potentiell krankmachend  Stress = interaktiver Vorgang bei dem eine Person in einer kritischen Situation Einschätzungsprozesse vornimmt  objektive und erlebte Situationsgefahren werden zu eigenen Bewältigungsressourcen in Beziehung gesetzt  Coping-Strategien beeinflussen ob jemand durch Stress erkrankt 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 6
  7. 7. Protektive Ressourcen  Soziale Ressourcen (soziale Netzwerke)  Persönliche Ressourcen (Einstellungen) 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 7
  8. 8. Gesundheitsverhalten  Gesundheitsverhalten = präventive Lebensweise die Schäden fernhält, Fitness fördert und Lebenserwartung verlängert  Abhängig von Selbstregulation und sozialer Unterstützung 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 8
  9. 9. Änderung von Gesundheitsverhalten Konflikthafter Entscheidungs- und Motivationsprozess Zielsetzung Umsetzung bzw. probieren des neuen Verhaltens 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 9
  10. 10. Gesundheitsförderung  Interventionsprogramme  dazu muss ich wissen in welcher der 3 Phasen sich jemand befindet  Primärpräventionen  Vermeidung von individuellem Leid & gesellschaftlicher Nutzen 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 10
  11. 11. Theoretische Konstrukte 1. Optimismus 2. Selbstwirksamkeit 3. Risikowahrnehmung und defensiver Optimismus 4. Defensiver und funktionaler Optimismus 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 11
  12. 12. „ Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat es gemacht.“ 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 12
  13. 13. Wir sind öfter durch psychische Barrieren begrenzt als durch körperliche  Selbstwirksamkeitserwartung bestimmt unsere Leistungen 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 13
  14. 14. Der optimistische Interpretationsstil  Verhalten von Gedanken und Emotionen gesteuert  positiver Attributionsstil fördert Leistung  Gegensatz: pessimistischer Attributionsstil von Seligman (1991) 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 14
  15. 15. 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 15
  16. 16. Optimistischer Interpretationsstil  Optimisten sind gesünder als Pessimisten  Optimisten sind zufriedener und erfolgreicher als Pessimisten  Alte Menschen haben eher pessimistischen Attributionstil als Jüngere  Optimistischer Interpretationstil sagt Gesundheit voraus  Interpretationstil konstant über Lebensspanne hinweg 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 16
  17. 17. Der dispositionale Optimismus = generalisierte Ergebniserwartung  Optimisten blicken zuversichtlich in die Zukunft, unabhängig davon ob sich die Dinge positiv entwickeln oder ob man selbst etwas dazu beiträgt 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 17
  18. 18. Der dispositionale Optimismus Life Orientation Test  8 Items  Deutsche Version von Eckelmann und Carver (1990)  Beispiele: „Ich blicke stets optimistisch in die Zukunft“ „Ich sehe stets die guten Seiten der Dinge“ „Ich beachte selten das Gute, das mir geschieht“ 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 18
  19. 19. Selbstwirksamkeit  Beruht auf sozial-kognitiver Theorie von Bandura (1992) 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 19
  20. 20. Selbstwirksamkeit Setzt sich zusammen aus:  Kompetenzerwartung(Selbstwirksamkeitserwar tung) = subjektive Gewissheit, neue oder schwierige Anforderungen aufgrund eigener Kompetenzen bewältigen zu können  Konsequenzerwartungen = bezieht sich auf das für bestimmte Resultate notwendige Verhalten 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 20
  21. 21. Selbstwirksamkeit - Teufelskreis 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 21
  22. 22. Selbstwirksamkeit  Situationsspezifische Selbstwirksamkeitserwartung = subjektive Gewissheit, eine Handlung, auch bei Hindernissen, ausführen zu können  Allgemeine Selbstwirksamkeitserfahrung = optimistische Einschätzungen der generellen Lebensbewältigungskompetenz 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 22
  23. 23. Selbstwirksamkeit - Erwerb 4 Quellen nach Bandura (1997): 1. Wahrnehmung eigener Gefühlsregungen 2. Überredung 3. Stellvertretende Erfahrungen durch Beobachtung 4. Eigene Erfahrung von Erfolg & Misserfolg 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 23 ZunehmendeStärke
  24. 24. Selbstwirksamkeit - Diagnose  Befragungen  Unterscheidung zwischen Niveau, Allgemeinheitsgrad, und Stärke/Gewissheit  Tests arbeiten mit Skalen, bestehend aus mehreren Teilen  Tests spezifisch & allgemein 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 24
  25. 25. Risikowahrnehmung  Optimismus kann auch schlecht sein  Realitätsverzerrungen (Defensiver Optimismus)  Kognitionen spielen große Rolle bei Vermeidung gesundheitlicher Schäden 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 25
  26. 26. Risikowahrnehmung Risikoeinschätzung abhängig von:  Wissen über Risiko  Sozialen Vergleichsprozessen  Prävalenz  Art des Risikos (kumuliert oder nicht-kumuliert) 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 26
  27. 27. Risikowahrnehmung  Häufigkeit des Auftretens des Risikos  „Ich“ vs. „die Anderen“  optimistischer Fehlschluss  Art der Krankheit (tödlich vs. nicht-tödlich)  Ähnlichkeit zu den betroffenen Personen 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 27
  28. 28. Probleme Funktionaler & defensiver Optimismus gehen meist einher  Menschen die eigene Ressourcen optimistische sehen, neigen auch dazu eigene Gefährdung in positivem Licht zu sehen Ziel: Aufbau funktionalen Optimismus & Abbau defensiver Optimismus 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 28
  29. 29. Lösungsmöglichkeiten  Präventionsprogramme nicht nur Risikokommunikation sondern auch Ressourcenkommunikation 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 29
  30. 30. Gliederung 1. Einleitung 2. Theoretische Konstrukte 3. Kontinuierliche Prädiktionsmodelle 1. Health Belief-Modell 2. Theory of reasoned Action 3. Theory of planned Behavior 4. Protection Motivation Theory 5. Sozial-kognitive Theorie nach Bandura 6. Rückfallmodell von Marlatt 4. Übung zur sozial-kognitiven Theorie 5. Dynamische Stadienmodelle 1. Transtheoretisches Modell der Verhaltensänderung 2. Health Action Process Approach 6. Diskussion 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 30
  31. 31. Health Belief-Modell  Entsteht in den 1950er Jahren (vgl. Becker, 1974; Rostock, 1966; zit. nach Schwarzer, 2004, S.40ff)  Grundannahme: Menschliches Verhalten ist rational bestimmt  Ziel: Vorhersage von Vorsorgeverhalten aufgrund von sozial- kognitiven Variablen  Faktoren zur Vorhersage im Modell  Vulnerabilität (perceived susceptibility to illness)  Schweregrad von Symptomen (perceived severity)  Bedrohung durch eine Krankheit  Vorhandensein einer wirksamen Gegenmaßnahme (expectancies for efficacy of treatment)  Kosten-Nutzen-Abwägung  Externe und interne Reize als Handlungsanstoß-Faktoren (cues to action) (vgl. Becker, 1974; Rostock, 1966; zit. nach Schwarzer, 2004, S.40ff) 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 31
  32. 32. Das gesamte Modell 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 32
  33. 33. Kritische Würdigung 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 33  Chancen  Möglichkeit zur Vorhersage und Planbarkeit von Gesundheitsmaßnahmen  Neuinterpretation des Modells zeigt neue Chancen und Ähnlichkeitstendenzen zu Bandura  Kritik  Fehlen von zwei kognitiven Vermittlungsgrößen (Intention und Kompetenzerwartung)  Überschätzung des direkten Einflusses der Bedrohung  Kosten Nutzen Analyse ist schwer zu operationalisieren (die Differenz)  Keine Unterscheidung in motivational (Handlungsentscheidung) und volitionale Phase (konkreter Handlungsplan und Handlung)
  34. 34. Gliederung 1. Einleitung 2. Theoretische Konstrukte 3. Kontinuierliche Prädiktionsmodelle 1. Health Belief-Modell 2. Theory Of Reasoned Action 3. Theory of planned Behavior 4. Protection Motivation Theory 5. Sozial-kognitive Theorie nach Bandura 6. Rückfallmodell von Marlatt 4. Übung zur sozial-kognitiven Theorie 5. Dynamische Stadienmodelle 1. Transtheoretisches Modell der Verhaltensänderung 2. Health Action Process Approach 6. Diskussion 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 34
  35. 35. Theory Of Reasoned Action  Versucht Zusammenhang zwischen Einstellung und Verhalten aufzuklären  Grundannahme: es gibt ein komplexes Geflecht an Einflussgrößen welches Handlungsintentionen und schließlich Verhalten selbst beeinflusst  Grundkomponenten  Intention & Verhalten  Einstellung & subjektive Norm  Wichtigkeit  Überzeugungen (Ajzen & Fishbein, 1980; Fishbein & Ajzen, 1975; zit. nach Schwarzer, 2004, S.543ff) 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 35
  36. 36. Theory Of Reasoned Action Grundkomponenten  Verhalten  Verhaltensklassen in konkrete Verhaltensweisen aufgegliedert  Vier Verhaltensweisen  Handlung per se  Ziel oder Gegenstand der Handlung  Kontext  Zeitpunkt  Intention  Grundannahme: Menschen handeln im Einvernehmen mit ihren Absichten  Intention als Wahrscheinlichkeitsaussage über Verhalten  Beide Elemente sollen sich entsprechen  Je präziser also Absicht und Verhalten formuliert sind desto besser die Vorhersage 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 36
  37. 37. Theory Of Reasoned Action Grundkomponenten  Einstellung und subjektive Norm  Einstellungen als gefühlsmäßige Einschätzung, wie man zu etwas steht  Erfasst über die Bewertung von Aussagen (pos./neg. bspw.)  wie ein Verhalten bewertet wird  Subjektive Norm = was erwarten andere (v.a. wichtige Personen)  Wichtigkeit  Als mitberücksichtigter Faktor, weil Einstellung und subjektive Norm meist unterschiedlich gewichtet 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 37
  38. 38. Theory Of Reasoned Action Grundkomponenten  Überzeugungen  Grundlage von Einstellungen und subjektiven Normen  Persönliche Überzeugungen: persönliche Einschätzungen  Normative Überzeugungen: subjektive Normen, die sich auf ganz bestimmte Personen und Gruppen beziehen  Überzeugungen im Modell als Ausgangsunkt für Erklärung und Vorhersage von Intention und Handlung 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 38
  39. 39. Theory Of Reasoned Action Das Gesamt-Modell 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 39
  40. 40. Kritische Würdigung 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 40  Chancen  Konnte sich nach Meinung der Autoren empirisch beweisen  Erfolgreich angewandt bei Themen  Gewichtskontrolle  Familienplanung  Wählerverhalten  Konsumentenverhalte  Kritik  DeVries und Kok (1986; zit. nach Schwarzer, 2004, S.50): Umdrehen des Modells führte zu einer besseren Vorhersage  Kompetenzerwartung nicht berücksichtigt  Stabilitätsproblem hinsichtlich der zeitlichen Lücken zwischen Intention und Verhalten  Voraussetzung, dass das Verhalten auch wirklich unter willentlicher Kontrolle sein muss  Fazit: revisionsbedürftig
  41. 41. Gliederung 1. Einleitung 2. Theoretische Konstrukte 3. Kontinuierliche Prädiktionsmodelle 1. Health Belief-Modell 2. Theory Of Reasoned Action 3. Theory Of Planned Behavior 4. Protection Motivation Theory 5. Sozial-kognitive Theorie nach Bandura 6. Rückfallmodell von Marlatt 4. Übung zur sozial-kognitiven Theorie 5. Dynamische Stadienmodelle 1. Transtheoretisches Modell der Verhaltensänderung 2. Health Action Process Approach 6. Diskussion 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 41
  42. 42. Theory Of Planned Behavior (TPB)  Setzt sich mit Kompetenzerwartung auseinander  Erweiterung der Theory Of Reasoned Action  In welchem Maße ist man überhaupt „Herr“ seines Entschlusses?  Überzeugungen hinsichtlich Ressourcen und Gelegenheiten (control beliefs)  Operationalisierung von Kompetenzerwartung  BSP Itemformulierung: Wie schwierig ist es für dich, … zu tun? (vgl. auch Ajzen & Timko, 1986; zit. nach Schwarzer, 2004, S.52) 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 42
  43. 43. Theory Of Planned Behavior Grundkomponenten  Wichtigkeitsfaktor eliminiert  Die Stärke der Intention einer Person ist bestimmt durch drei Faktoren  Einstellung hinsichtlich des Verhaltens  Summe aus Ausmaß der Vorstellung und Ergebnisevaluation  Subjektiver Norm  Summe aus Ansichten von bedeutenden Personen aus dem Umfeld und die Motivationen denen nachzukommen  Wahrgenommene Verhaltenskontrolle  Summe aus Stärke der Vorstellung und Macht der wahrgenommenen mit reinspielenden Faktoren 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 43
  44. 44. Theory Of Planned Behavior Das Gesamtmodell 11.12.201444
  45. 45. Weiterentwicklung Theory Of Planned Behavior Das Limburger Modell (DeVries et al, 1988; zit. nach Schwarzer, 2004, S.55f) Kompetenzerwartung erhoben im Sinne Banduras Studie zu Rauchen bei Schülern 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 45
  46. 46. Theory Of Planned Behavior Kritische Würdigung 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 46  Chancen  Nährstoff für Weiterentwicklung der Theory Of Reasoned Action  Integration von Kontrollierbarkeit  Bietet recht gute Vorhersage von Intentionen und – zu einem geringeren Grad – von Verhalten entlang einer Reihe von verschiedenen Verhaltensweisen (Sutton, 2007)  Kritik  Nur Darstellung der Positivbefunde in der Literatur  Fragwürdige Operationalisierung  Keine klare Trennung zwischen wahrgenommener und tatsächlicher Kontrolle  Keine Spezifizierung der Bedingungen unter denen Intention durch Einstellung, subjektiver Norm und Verhaltenskontrolle beeinflusst ist (Sutton, 2007)
  47. 47. Theory Of Planned Behavior Kritische Würdigung Kritik  Modell oftmals ohne tatsächliche Verhaltenskontrolle abgebildet  Weg wahrgenommener Verhaltenskontrolle und Verhalten dadurch mehrdeutig: Ergebnisverzerrung! (Sutton, 2007)  Keine Pfeile im Modell vorhanden sind zwischen tatsächlicher Kontrolle und Verhalten und normativen Vorstellungen (Sutton, 2007)  Fazit: Theorie konnte Versprechen zur Verwendung als Basis zur effektiven Interventionsentwicklung im Gesundheitsverhalten noch nicht einhalten (Sutton, 2007, S.227) 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 47
  48. 48. Gliederung 1. Einleitung 2. Theoretische Konstrukte 3. Kontinuierliche Prädiktionsmodelle 1. Health Belief-Modell 2. Theory Of Reasoned Action 3. Theory Of Planned Behavior 4. Protection Motivation Theory 5. Sozial-kognitive Theorie nach Bandura 6. Rückfallmodell von Marlatt 4. Übung zur sozial-kognitiven Theorie 5. Dynamische Stadienmodelle 1. Transtheoretisches Modell der Verhaltensänderung 2. Health Action Process Approach 6. Diskussion 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 48
  49. 49. Protection Motivation Theory Grundkomponenten  Theorie der Schutzmotivation (PMT, Rogers)  Umgang mit einer Gesundheitsbedrohung ein Ergebnis zweier Bewertungsprozesse:  Bedrohungseinschätzung  Einschätzung der Bewältigungsmöglichkeit  Bewertungsprozesse ausgelöst über die Wahrnehmung gesundheitsbezogener Informationen  Beeinflussen die Bildung einer Schutzmotivation  Die ausgelöste Reaktion wird Bewältigungsreaktion genannt (Rogers, 1983; zit. nach Schwarzer, 2004, S.57ff) 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 49
  50. 50. Protection Motivation Theory Grundkomponenten  Grundannahme: Bedrohungseinschätzung ist der Bewältigungseinschätzung zeitlich vorgeschaltet  Bedrohungseinschätzung ist die Differenz von Vulnerabilität und Schweregrad, sowie Belohnungen durch das Risikoverhalten  Bewältigungseinschätzung = (Handlungswirksamkeit + Selbstwirksamkeit) – Handlungskosten  Selbstwirksamkeit als stabiler Prädiktor, aber auch die Bewältigungseinschätzung  Schutzmotivation in Form einer Zielintention erfasst  Schutzmotivation kann Verhalten auslösen und aufrechterhalten, sowie lenken  Geringe Schutzmotivation  maladaptive Bewältigung 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 50
  51. 51. Protection Motivation Theory Gesamtmodell 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 51
  52. 52. Protection Motivation Theory Kritische Würdigung 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 52  Chancen  Konnte Ergebnisse liefern in Krankheitsprävention, Reduktion von Alkoholkonsum, Förderung eines gesunden Lebensstils sowie Förderung des diagnostischen Gesundheitsverhältnisses  Studie zu Krebsvorsorgeverhalten  Studie zu sportlicher Aktivität  Kompetenzerwartung als bester Prädiktor  Häufig als theoretisches Rahmenmodell verwendet  Anregung zu experimenteller Forschung (Brustselbstuntersuchung Rippetoe & Rogers 1987; zit. nach Schwarzer, 2004, S.57f)  Kritik  Modell sehr komplex und unhandlich  Nur eine Auswahl an Variablen erhoben – wenig geprüft  Studien beschränken sich auf Messung des Schweregrads, Vulnerabilität, Handlungswirksamkeit, Selbstwirksamkeit und Schutzmotivation (in Form von Zielintentionen), seltener Schutzverhalten  Fazit: Intention ist zwar ein guter Prädiktor für Verhalten, aber es bleibt dennoch viel Verhaltensvarianz unerklärt
  53. 53. Gliederung 1. Einleitung 2. Theoretische Konstrukte 3. Kontinuierliche Prädiktionsmodelle 1. Health Belief-Modell 2. Theory Of Reasoned Action 3. Theory Of Planned Behavior 4. Protection Motivation Theory 5. Sozial-kognitive Theorie nach Bandura 6. Rückfallmodell von Marlatt 4. Übung zur sozial-kognitiven Theorie 5. Dynamische Stadienmodelle 1. Transtheoretisches Modell der Verhaltensänderung 2. Health Action Process Approach 6. Diskussion 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 53
  54. 54. Sozial-kognitive Theorie nach Bandura 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 54
  55. 55. Raucherentwöhnung und Selbstwirksamkeitserwartung  Condiotte und Lichtenstein (1981)  Zusammenhang zwischen Kompetenzerwartung und Rückfallswahrscheinlichkeit  45 Situationen, in denen Bedürfnis besonders stark war  Ergebnis: je höher Kompetenz, desto länger ist Zeit bis zum Rückfall  Kompetenzerwartung in best. Situation niedrig  Wahrscheinlichkeit hoch in dieser Situation rückfällig zu werden 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 55
  56. 56. Résumé  Hohe Kompetenzerwartung führt dazu Risikoverhaltensweisen abzubauen und Gesundheitsverhaltensweisen aufrecht zu halten  Kompetenzerwartung nach der Therapie und nach Ausrutscher ausschlaggebend für langfristigen Erfolg  Strategien, die dem Patienten helfen Versuche zu widerstehen und Rückfälle gut zu verarbeiten 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 56
  57. 57. Sexuelles Risikoverhalten und Selbstwirksamkeitserwartung  McKusik, Coates, Morin, Pollack & Hoff (1990)  Längsschnittstudie  3 Prädiktoren für Abbau von Risikoverhalten wichtig  Kompetenzerwartung  Soziale Integration in Gruppen, die Safer Sex praktizieren  Wissen über HIV  Ergebnis: in 3 Jahren ungeschützte Analverkehr von 50% auf 4%  Nicht nur die eigene Kompetenzerwartung ist ausschlaggebend, sondern auch das Wissen und die soziale Eingebundenheit 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 57
  58. 58. Schmerztoleranz und Selbstwirksamkeit  Unterschiedliche Wahrnehmung von Schmerz  Je höher Kompetenzerwartung, desto höher Schmerzgrenze (Manning & Wright, 1983, zitiert nach Schwarzer, R., 2004, S.69)  Placebo-Effekt  Feedback (auch bei Gewichtsabnahme und Sport) 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 58
  59. 59. Gliederung 1. Einleitung 2. Theoretische Konstrukte 3. Kontinuierliche Prädiktionsmodelle 1. Health Belief-Modell 2. Theory Of Reasoned Action 3. Theory Of Planned Behavior 4. Protection Motivation Theory 5. Sozial-kognitive Theorie nach Bandura 6. Rückfallmodell von Marlatt 4. Übung zur sozial-kognitiven Theorie 5. Dynamische Stadienmodelle 1. Transtheoretisches Modell der Verhaltensänderung 2. Health Action Process Approach 6. Diskussion 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 59
  60. 60. Rückfallmodell nach Marlatt (1985)  wie geht man mit Versuchungen und Entgleisungen um?  Ziel= Erhalten von Gesundheit und Befreien von Verhaltensabhängigkeiten  Theoretische Vorstellungen v. Abhängigkeit  1. Modell „moralisches Modell“  2. Modell „Krankheitsmodell“  3. Modell „Selbstkontrollmodell“ 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 60
  61. 61. Rückfallmodell nach Marlatt (1985) 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 61
  62. 62. Phasen der Entwöhnung nach Marlatt (1985)  1. Phase „motivationale Phase“  2. Phase „eigentliche Durchführung“  3. Phase „Aufrechterhaltung von Abstinenz“  Krankheitsmodell legt Fokus auf 2. Phase  Selbstkontrollmodell sieht Entwöhung als Lernaufgabe 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 62
  63. 63. Erklärung von Rückfall  Situationen, in denen man emotional beeinträchtigt ist  Situationen, in denen soziale Konflikte auftreten  Situationen, wo Gruppendruck herrscht  Durch geeignete Bewältigungsreaktion ist Rückfall geringer  Aktives Überwinden dieser Situationen führt zu geringerem Rückfallsrisiko 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 63
  64. 64. Erklärung von Rückfall  Wie geht man mit Fehltritt um?  „Abstinenzverletzungseffekt“  Dauer der Abstinenz  Geplant oder spontan?  Kognitive Dissonanz und Attribustionsstil  Konsequenzerwartung  Positive oder negative Handlungs-Ergebnis-Erwartung  klassische Konditionierung 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 64
  65. 65. Gliederung 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 65 1. Einleitung 2. Theoretische Konstrukte 3. Kontinuierliche Prädiktionsmodelle 1. Health Belief-Modell 2. Theory Of Reasoned Action 3. Theory Of Planned Behavior 4. Protection Motivation Theory 5. Sozial-kognitive Theorie nach Bandura 6. Rückfallmodell von Marlatt 4. Übung zur sozial-kognitiven Theorie 5. Dynamische Stadienmodelle 1. Transtheoretisches Modell der Verhaltensänderung 2. Health Action Process Approach 6. Diskussion
  66. 66. Übung zur sozial-kognitiven Theorie  Stellt euch vor, ihr kommt als GesundheitspsychologInnen in ein Waisenheim (150 Jugendliche) eines Entwicklungslands und möchtet Präventionsarbeit zu HIV leisten. Überlegt euch welche Maßnahmen ihr aufbauend auf die sozial kognitive Theorie setzen würdet!  15 Min. Gruppenarbeit  Interventionsvorschläge bitte auf Kärtchen notieren. 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 66
  67. 67. Gliederung 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 67 1. Einleitung 2. Theoretische Konstrukte 3. Kontinuierliche Prädiktionsmodelle 1. Health Belief-Modell 2. Theory Of Reasoned Action 3. Theory Of Planned Behavior 4. Protection Motivation Theory 5. Sozial-kognitive Theorie nach Bandura 6. Rückfallmodell von Marlatt 4. Übung zur sozial-kognitiven Theorie 5. Dynamische Stadienmodelle 1. Transtheoretisches Modell der Verhaltensänderung 2. Health Action Process Approach 6. Diskussion
  68. 68. Transtheoretical Modell (TTM): Stages of Change  am häufigsten angewendetes Stadienmodell  wurde ursprünglich im Bereich der Rauchentwöhnung entwickelt  mittlerweile in vielen Bereichen des Gesundheitsverhaltens übernommen  Kernkonstrukt des Modells sind die „Stufen der Verhaltensänderung“  Weitere Konstrukte des Modells sind: „Prozesse der Verhaltensänderung“, „Selbstwirksamkeitserwartung“, „Entscheidungsbalance“ und die „Versuchung“ 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 68
  69. 69. Kernkonzept Stufen der Verhaltensänderung:  Präkontemplation  Kontemplation  Vorbereitung  Handlung  Aufrechterhaltung  Termination  Erfassung in welchem Stadium Person sich befindet erfolgt mit Hilfe von Stadienalgorithmus 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 69
  70. 70. Zusätzliche Konstrukte  Prozesse der Verhaltensänderung  Selbstwirksamkeitserwartung  Entscheidungsbalance  Versuchung 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 70
  71. 71. Prozesse der Verhaltensänderung  Prozesse beeinflussen den Wechsel von einer Stufe zur nächsten: 1. Kognitiv-affektive Prozesse: Bewusstseinserhöhung; Neubewertung der eigenen Person; Neubewertung der Umwelt; Emotionale Relevanz; soziale Befreiung 2. Verhaltensorientierte Prozesse: Kontingenzmanagement; Hilfreiche Beziehungen; Gegenkonditionierung; Selbstbefreiung; Reizkontrolle 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 71
  72. 72. Selbstwirksamkeitserwartung  Selbstzugeschriebene Kompetenz einer Person mit Risikosituationen umzugehen  nimmt im Laufe der verschiedenen Stadien bzw. Stufen zu 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 72
  73. 73. Entscheidungsbalance  Reflexion positiver als auch negativer Handlungsergebniserwartungen für das Gesundheitsverhalten  In ersten Stadien: wahrgenommenen Nachteile der Verhaltensänderung überwiegen gegenüber den Vorteilen  In den späteren Stadien die durchlaufen werden kehrt sich diese Wahrnehmung um (Prochaska et al., 1994 zit. nach Schwarzer, 2004, S. 89). 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 73
  74. 74. Versuchung  Wahrgenommene Dringlichkeit mit der eine Person, in einer schwierigen Situation, der alten Gewohnheit nachgeben möchte  Nicht immer relevantes Konstrukt 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 74
  75. 75. Forschung  unidirektionaler Verlauf des Veränderungsprozesses vs. Spiralförmigen Verlauf des Veränderungsprozesses  Die Stadien der Verhaltensänderung, die Selbstwirksamkeit und die Entscheidungsbalance sind in vielen Studien für verschiedene Gesundheitsverhaltensweisen erforscht  querschnittliches Design vs. längsschnittliches Design  TTM eigentlich ein Pseudostadienmodell? 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 75
  76. 76. Kritik  Hauptkritikpunkt: willkürliche Stufeneiteilung auf Basis zeitlicher Kriterien  Besser wären psychologische Kriterien für Einteilung der Personen in die Stufen  Annahme von Stufen lässt sich bisher empirisch nicht belegen 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 76
  77. 77. Gliederung 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 77 1. Einleitung 2. Theoretische Konstrukte 3. Kontinuierliche Prädiktionsmodelle 1. Health Belief-Modell 2. Theory Of Reasoned Action 3. Theory Of Planned Behavior 4. Protection Motivation Theory 5. Sozial-kognitive Theorie nach Bandura 6. Rückfallmodell von Marlatt 4. Übung zur sozial-kognitiven Theorie 5. Dynamische Stadienmodelle 1. Transtheoretisches Modell der Verhaltensänderung 2. Health Action Process Approach 6. Diskussion
  78. 78. Health Action Process Approach (HAPA)  in den 1980er Jahren entwickelt  Modell zur Vorhersage und Erklärung gesundheitsförderlicher und gesundheitsschädlicher Verhaltensweisen  Ziel: die Nachteile der Vorgänger-Modelle zu minimieren und Weiterentwicklung  Grundsätzliche Unterscheidung: präintentionalen Motivationsprozessen und postintentionalen Volitionsprozessen  Fokus auf postintentionalen Prozesse  2 Leitprinzipien: Sequenz und Selbstwirksamkeitserwartung 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 78
  79. 79. Motivationaler Prozess: Intentionsbildung Wichtige Faktoren:  Risikowahrnehmung: 1. Einsicht Zusammenhang zwischen eigenem Verhalten und Gesundheit 2. Wahrnehmung des Riskos 3. Bedrohung durch Risiko  Handlungsergebniserwartung: 1. Bekanntheit von Verhaltensalternativen 2. Bekanntheit der Ergebnisse der Alternativverhaltensweisen = Handlungsergebniserwartung 3. Alternative Verhaltensweisen können positive als auch negative Ergebniserwartungen zugeschrieben werden  Anreize oder auch Barrieren zur Folge 4. Rationale Entscheidungsfindung 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 79
  80. 80. Motivationaler Prozess: Intentionsbildung  Selbstwirksamkeitserwartung: 1. = die eigene Überzeugung spezifisches Verhalten durchzuführen auch in schwierigen Situationen 2. Wichtig für Aufbau als auch Aufrechterhalten von Gesundheitsverhalten 3. Spielt in allen Phasen der Handlungsregulationsprozesse eine große 4. Intention eine Gewohnheit zu verändern stark abhängig von Vertrauen in eigene Fähigkeiten  alle drei beteiligt am Aufbau von Motivation  Motivationsphase schließt mit Zielintention ab (Person bindet sich an Ziel)  je stärker Intention ausgeprägt, desto wahrscheinlicher ist dessen erreichen 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 80
  81. 81. 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 81
  82. 82. Volitionaler Prozess: Planung und Realisierung  Intentionen erklären nur 20-30% der Varianz von Verhalten  Verhaltensänderung zunächst planen, dann initiieren und aufrechterhalten  Sequenz: Modell geht von logischem aufeinanderfolgen verschiedener Prozessen aus, die nach dem intentionalen Prozess anschließen 1. Präaktionale Phase: Planung und Initiative 2. Aktionale Phase: Handlungsausführung und Aufrechterhaltung 3. Postaktionale Phase: Wiederherstellung oder Disengagement nach Misserfolg 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 82
  83. 83. 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 83
  84. 84. Forschung und Praxis  Zahlreiche Studien die Annahmen des HAPA-Modells stützen  Modell keine geschlossene, eindeutig prüfbare Theorie sondern Heuristik, welche komplexe Mechanismen verständlich macht, welche ablaufen wenn: 1. Individuen motiviert werden ihre Gewohnheiten zu ändern 2. wenn sie neue Gewohnheiten beginnen und aufrechterhalten 3. wenn sie sich bemühen, Versuchungen zu weiderstehen und sich von Rückfällen erholen  Modell ist auf alle gesundheitsfördernde Verhaltensweisen anwendbar  Integriert Ergebnisse aus verschiedenen psychologischen Forschungsbereichen 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 84
  85. 85. Forschung und Praxis Interventionsplanung:  Dynamisches Modell besonders geeignet als Grundlage für Interventionsplanung  es sollten immer die Faktoren gestärkt werden, welche zu dem Zeitpunkt für das Erreichen der nächsten Stufe von Nöten sind  statt einer Risikokommunikation eine Ressourcenkommunikation  Erwartung vermitteln Verhaltensänderung zu schaffen  Schadensbegrenzung als wichtiges Ziel 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 85
  86. 86. 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 86
  87. 87. Diskussionhttps://www.youtube.com/watch?v=lkRKI9UgNYs&feature=youtu.be 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 87
  88. 88. Quellen Condiotte, M. & Lichtenstein, E. (1981). Self-Efficacy and Relapse in Smoking Cessation Programs. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 49(5), p. 648-658. McKunsick, L., Coates, T., Morin, S., Pollack, L. & Hoff, C. (1990). Longitudinal Predictors of Reductions in Unprotected Anal Intercourse among Gay Men in San Francisco: The AIDS Behavioral Research Project. American Journal of Public Health, 80 (8), p.978- 983. Schwarzer, R. (2004). Psychologie des Gesundheitsverhaltens. Einführung in die Gesundheitspsychologie (3. neu bearbeitete Aufl.). Göttingen: Hogrefe. Sutton, S. (2007). Theory of planned behaviour. In S. Ayers, A. Baum, C. McManus, S. Newman, K. Wallston, J. Weinman, & R. West (eds.), Cambridge Handbook of Psychology, Health and Medicine (pp.223- 228). Cambridge: Cambridge University Press. 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 88
  89. 89. Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit! 11.12.2014 Sonja Deuscher, Johanna Klapsch, Natalie Rodax, Natalie Rudolph 89

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