Ernährung &Bewegung inder StillzeitMag. Iris Wagnsonner MSc.,www.koerpergarten.atStockerau, 3.12.2012
Inhalt   Energiebedarf   Ernährungsypramide   Alkohl, Nikotin & Koffein   Hygenieregeln   Geschmacksprägung - Einflus...
Energiebedarf                3
Energiebedarf            Für erwachsene Frauen zwischen 25-51 Jahren:             2.100 – 2.300 kcal/Tag (mittlere körper...
Wie kommt es zu diesem    erhöhten Energieaufkommen?   Durchschnittlich werden pro Tag bei    ausschließlich Stillenden i...
Wie kommt es zu diesemerhöhten Energieaufkommen?   Bei ausreichend ernährten Müttern wird    ein Teil der benötigten Ener...
Unterschiedliche Empfehlungen   DACH (Österreich, Deutschland, Schweiz):    ausschließlich Stillen: 635 kcal/Tag (2,2 bis...
Rezeptbroschüre Rezeptbroschüre:    „Richtige Ernährung von  Anfang an! Schwangerschaft und Stillzeit“ Download: http://...
Ist-Situation stillender FrauenEiweißGesättigte Fettsäuren (Backwaren, etc.)KohlenhydrateBallaststoffeVitamin A, Eisen, Ca...
Ernährungspyramide              10
Ernährungspyramide
Abwechslungsreich undausgewogen essen   Mehrmals täglich: Obst, Gemüse oder    Hülsenfrüchte; Getreide (u.a. Brot, Nudeln...
Bedarf an NährstoffenEiweiß (15g): 450ml fettarme Milch, 50 g Fleisch, 70 gFisch, 100 g Tofu, 2 Eier, 155 g Linsen, 220 g ...
Stillen & Flüssigkeitszufuhr   Stillende sollten ausreichend und regelmäßig trinken    (z.B. zu jeder Stillmahlzeit ein G...
AlkoholKoffeinNikotin          15
Alkohol vermeidenAlkohol meiden auch in Lebensmittel (Achtung, in Kinder-Süßigkeiten, wie Milka Tender ist Alkohol enthalt...
Nikotin vermeiden   Rauchen beeinflusst die Herzvariabilität des Kindes. Studien zeigen    einen erhöhten Blutdruck und e...
Koffein   Aufgrund der Unreife der Leber des Säuglings ist die    Eliminationshalbwertszeit von Koffein beim Säugling sta...
Hygenieregeln                19
Hygenieregeln (1)   Regelmäßiges, gründliches Händewaschen vor und nach    der Zubereitung von Speisen, nach Tierkontakt ...
Hygenieregeln (2)   Zur Vermeidung von Kreuzkontaminationen im    Kühlschrank, rohe Lebensmittel getrennt von    verzehrs...
Einfluss der mütterlichenErnährung auf die Gesundheitdes Kindes               22
Geschmacksprägung Vorlieben für bestimmte Geschmacksrichtungen bei Neugeborenen werden               schon während der Sch...
GeschmacksprägungEine sehr abwechslungsreiche Ernährung während derSchwangerschaft und Stillzeit sorgt dafür, dass Kinder ...
Geschmacksprägung   Kinder bevorzugen vor allem vertraute / bekannte    Nahrungsmittel und Speisen   Ein sehr früher Kon...
Speiseplan             26
Speiseplan Wundsein   (derzeit gibt es keine Studien  die einen Zusammenhang zwischen  Zitrusfrüchte und dem Wundsein zei...
Sport & Gewichtsabnahme             28
Mythos saure Muttermilch durch Sport     Moderates bis intensives Training hat keine      Auswirkung auf die Bekömmlichke...
Konsequenzen sportlicher Betätigung (1/2)     Reduktion der Kohlenhydrat- und      Fettspeicher . Vermehrter Bildung     ...
Konsequenzen sportlicher Betätigung (2/2)     Gewichtsverlust (mehr als 2 kg pro      Monat)und Mobilisation von      Fet...
Los geht‘s   Zeitpunkt:       Mit dem Beginn des körperlichen Trainings sollte in der Regel bis zur        gynäkologisch...
Los geht‘s   Vor dem Beginn des Trainings sollte das Kind noch    gestillt werden.   Die Intensität sollte langsam geste...
TrainingsplanZiel: In einem Monat 30 Minuten Dauerlauf; Häufigkeit: 2-3 Mal die Woche1. Woche:   Einheit: Laufen : 5 x 1 m...
Gewichtsentwicklung -Schwangerschaft & Stillen   In den USA und den Industrieländern erhöht jede    Schwangerschaft das R...
Gewichtsabnahme Normale      Gewichtsabnahme nach der  Geburt ist 0,8-1kg/Monat. (Quelle: Butte &  Hopkinson, 1998). Das ...
Gewichtsabnahme   500 kcal/Tag Kalorienreduktion durch Restriktion in    der Energieaufnahme und Sport (45 Minuten    täg...
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  1. 1. Ernährung &Bewegung inder StillzeitMag. Iris Wagnsonner MSc.,www.koerpergarten.atStockerau, 3.12.2012
  2. 2. Inhalt Energiebedarf Ernährungsypramide Alkohl, Nikotin & Koffein Hygenieregeln Geschmacksprägung - Einfluss der mütterlichen Ernährung auf das Kind Speiseplan - Lebensmittel die die Muttermilch beeinflussen Sport & Gewichtsabnahme in der Stillzeit
  3. 3. Energiebedarf 3
  4. 4. Energiebedarf Für erwachsene Frauen zwischen 25-51 Jahren:  2.100 – 2.300 kcal/Tag (mittlere körperlicher Aktivität)  1.900 kcal/Tag (geringe körperlicher Aktivität)Wie hoch ist der Mehrbedarf an Energie beim Stillen? ausschließlich Stillen: + 525 bis 635 kcal/Tag (2,2 bis 2,7 MJ/Tag) In den ersten 4 Lebensmonaten 635 kcal/Tag, danach 525 kcal/Tag nur teilweise Stillen: + 285 kcal/Tag (1,2 MJ/Tag) [DACH, 2008] Prentice, A.M., Spaaij, et al: Energy requirements of pregnant and lactating women. Eur. J. Clin. Nutr. 50 (Suppl 2) (1996). S 82-S111. 4
  5. 5. Wie kommt es zu diesem erhöhten Energieaufkommen? Durchschnittlich werden pro Tag bei ausschließlich Stillenden in den ersten sechs Lebensmonaten 780 ml /Tag produziert. (Allen et al., 1991; Heinig et al, 1993). Die Brennwert von Muttermilch liegt ungefähr bei 67 kcal/100ml (Institute of Medicine, 2005). Dies entspricht einem Output von 523 kcal/Tag während der ersten sechs Lebensmonate bei ausschließlichem Stillen. Die Energiedichte ist ungefähr 80% (Butte & King, 2005), sodass ein Energiebedarf für die Milchproduktion von 653 kcal/Tag erforderlich ist. (780 ml/Tag x (67kcal/100ml))/0,8=653 kcal/Tag).
  6. 6. Wie kommt es zu diesemerhöhten Energieaufkommen? Bei ausreichend ernährten Müttern wird ein Teil der benötigten Energie (150 kcal) aus dem Energievorrat aus der Schwangerschaft verwendet. Die zusätzlich zugeführte Energie liegt bei circa 500 kcal/Tag. (653 kcal/Tag - 150 kcal/Tag = 500 kcal/Tag) Bei unterernährten Frauen ist der volle Energiebedarf von 653 zkcal/Tag zuzuführen. Quelle: Butte NF, King JC.: Energy requirements during pregnancy and lactation. Public Health Nutr. 2005; 8:1010-27
  7. 7. Unterschiedliche Empfehlungen DACH (Österreich, Deutschland, Schweiz): ausschließlich Stillen: 635 kcal/Tag (2,2 bis 2,7 MJ/Tag) Quelle: Prentice, A.M., Spaaij, et al: Energy requirements of pregnant and lactating women. Eur. J. Clin. Nutr. 50 (Suppl 2) (1996). S 82-S111. AAP (USA): Gut-ernährte stillende Mütter haben einen zusätzlichen Energiebedarf von 450-500 kcal/Tag.) AAP: Policy Statement: Breastfeeding and the Use of Human Milk, Prediatrics, published online February 2012, page e833: http://pediatrics.aappublications.org/content/early/2012/02/22/peds.2011- 3552.full.pdf+html  Butte NF. Maternal nutrition during lactation. Pediatric Up-to-Date. 2010. Available at: http://www.uptodate.com/contents/maternalnutrition-during- lactation?source=search_result&search=maternal+nutrition&selectedTi tle=2%7E150  Zeisel SH. Is maternal diet supplementation beneficial? Optimal development of infant depends on mother’s diet. Am J Clin Nutr. 2009;89(2):685S–687S 109.  Picciano MF, McGuire MK. Use of dietary supplements by pregnant and lactating women in North America. Am J Clin Nutr.  2009;89(2):663S–667S
  8. 8. Rezeptbroschüre Rezeptbroschüre: „Richtige Ernährung von Anfang an! Schwangerschaft und Stillzeit“ Download: http://www.bmg.gv.at/ Beispiel für ausschließliches Stillen 635 kcal
  9. 9. Ist-Situation stillender FrauenEiweißGesättigte Fettsäuren (Backwaren, etc.)KohlenhydrateBallaststoffeVitamin A, Eisen, Calcium, Vitamin D, E undFolsäureQuelle: Emadfa I, König J, et al., Österreichischer Ernährungsbericht, Wien 2003
  10. 10. Ernährungspyramide 10
  11. 11. Ernährungspyramide
  12. 12. Abwechslungsreich undausgewogen essen Mehrmals täglich: Obst, Gemüse oder Hülsenfrüchte; Getreide (u.a. Brot, Nudeln, Reis) oder Erdäpfel; Milch und Milchprodukte Täglich: hochwertige pflanzliche Öle, Nüsse und Samen Wöchentlich: 1-2 mal Fisch (z.B. Lachs, Hering, Saibling) Mehrmals wöchentlich: mageres Fleisch und Eier Sparsam: Streich-, Back- und Bratfette, fettreiche Milchprodukte (Schlagobers, etc.) Selten: Fett-, zucker- und salzreiche Lebensmittel und energiereiche Getränke
  13. 13. Bedarf an NährstoffenEiweiß (15g): 450ml fettarme Milch, 50 g Fleisch, 70 gFisch, 100 g Tofu, 2 Eier, 155 g Linsen, 220 g ErbsenFett 35% der Energiezufuhr. 200-300 mg DHA  Omega 3 Fettsäuren: Positive kindliche Entwicklung der Augen, des Gehirns und Nervensystems, Verbesserung von Kognition, verbalem IQ, Feinmotorik und prosozialem Verhalten  Fische: Lachs, Hering, (Lachs-)Forelle, 1-1 Portion(en) pro Woche  Pflanzliche Öle: Raps-, Soja-, Walnuss- und LeinsamenölKohlenhydrate über 50% der Energiezufuhr.Ballaststoffe 30g/TagQuelle: DACH; AAP (Breastfeeding and the Use of Human Milk)
  14. 14. Stillen & Flüssigkeitszufuhr Stillende sollten ausreichend und regelmäßig trinken (z.B. zu jeder Stillmahlzeit ein Getränk, vorzugsweise Wasser, auch in der Nacht) Stillende haben einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf  DACH: 3,1 Liter, davon durch die Aufnahme von Getränken 1,7 Liter;  von vielen anderen Gesellschaften werden keine konkreten Trinkmengen angegeben (Koletzko et al 2010) Geeignete Durstlöscher: Mineralwässer, Leitungswasser, ungesüßte Früchte- und Kräutertees, stark verdünnte 100%ige Obst- und Gemüsesäfte Quelle: DACH, Koletzko
  15. 15. AlkoholKoffeinNikotin 15
  16. 16. Alkohol vermeidenAlkohol meiden auch in Lebensmittel (Achtung, in Kinder-Süßigkeiten, wie Milka Tender ist Alkohol enthalten. Hinter derBezeichnung Rosenwasser, verbirgt sich ebenso Alkohol. BeiCroissants, Biskuitkuchen und ähnlichen Produkten wurde einAlkoholgehalt zwischen sechs und acht Gramm pro Kilogemessen.)Alkohol wird schnell in die Muttermilch aufgenommen. Kein Effekt auf den Säugling ist bei einer Alkoholaufnahme von 0,5g Alkohol/kg Körpergewicht zu erwarten. Als Beispiel kann hier genannt werden.  1 Liter Bier hat 35-43 g Alkohol;  1 Liter Wein 75g – 100g Alkohol.  d.h. bei einer Frau mit 50 kg Körpergewicht darf man 25g Alkohol zu sich nehmen. Das sind ein Viertel Liter Wein oder ein ½ l Bier. Bemerkbarer Einfluss bei 1,- 1,5 g Alkohol /kg Körpergewicht. Starker Einfluss: 1,5 – 2,0 g/kg Körpergewicht.
  17. 17. Nikotin vermeiden Rauchen beeinflusst die Herzvariabilität des Kindes. Studien zeigen einen erhöhten Blutdruck und ein erhöhtes Risiko für Adipositas. „Rauchen macht dicke Kinder“, lautet der Slogan. Generell gilt so wenig wie möglich, maximal 10 Zigaretten, zu rauchen. Jedoch sollte nie beim Kind und nicht in der Wohnung geraucht werden. Rauchen kann das Risiko für Bronchitis und SIDS (plötzlicher Kindestod) erhöhen. Nach dem Stillen Rauchen. Nikotin und Nikotinmetabolite werden in der Muttermilch angereichert. Sie sind demnach höher als im Plasma der Mutter. Derzeit wird rauchenden Müttern empfohlen ihre Kinder zu stillen. Nikotin hat meistens eine Reduktion der Milchmenge zur Folge, da Nikotin die Prolaktin- und Oxytocinbildung hemmt. Weiters ist der Fettgehalt der Muttermilch niedriger. Kinder sollen nicht im Elternbett rauchender Eltern schlafen
  18. 18. Koffein Aufgrund der Unreife der Leber des Säuglings ist die Eliminationshalbwertszeit von Koffein beim Säugling stark verlängert. Die Ausscheidung von Koffein dauert bis zu 80 Stunden beim Säugling, im Vergleich zum Erwachsenen 3,5 Stunden. Koffein Einnahmen bis zu einer Menge von 300mg werden meist gut toleriert. Koffein geht sehr rasch in die Muttermilch über. Bei großer Koffein Aufnahme kann es zu Übererregbarkeit kommen. Erlaubt sind circa 2 –3 Tassen Kaffee/Tag bzw. Koffein Getränke in Maßen, Schwarztee bis 5 Tassen. 1 Tasse Kaffee enthält beispielsweise 60-100mg. Red Bull enthält 32mg pro 100 ml. Energy-Shot 160 mg / 100 ml. 1 Tasse Schwarztee 20-50 mg. Cola (3 dl) 40 mg. 1 koffeinhaltige Schmerztablette 30-100mg 50g Schokolade bis zu 50mg
  19. 19. Hygenieregeln 19
  20. 20. Hygenieregeln (1) Regelmäßiges, gründliches Händewaschen vor und nach der Zubereitung von Speisen, nach Tierkontakt und nach dem Toilettenbesuch. Obst, Gemüse und Salate (auch verpackte Salate) gründlich waschen. Verwendung sauberer Handtücher, eventuell Einmalhandtücher zum Trocknen der Hände. Schwamm- und Küchentücher regelmäßig austauschen. Zubereitung von Fleisch, rohen Eiern und rohem Gemüse auf unterschiedlichen, möglichst glatten Arbeitsflächen. Sorgfältige Reinigung von Küchen- und Arbeitsflächen. Quelle: http://bmg.gv.at/home/Schwerpunkte/Ernaehrung/Empfehlungen/Die_oesterre ichische_Ernaehrungspyramide_fuer_Schwangere
  21. 21. Hygenieregeln (2) Zur Vermeidung von Kreuzkontaminationen im Kühlschrank, rohe Lebensmittel getrennt von verzehrsfertigen Lebensmitteln lagern. Kühlschränke regelmäßig reinigen. Kühlkette nicht unterbrechen und Kühlschrank- bzw. Gefriertemperaturen regelmäßig überprüfen. Lebensmittel nach Überschreiten des Verbrauchs- oder Mindesthaltbarkeitsdatums nicht mehr konsumieren. Achten Sie besonders auf Hygiene bei aufgeschnittener, im Supermarkt abgepackter Wurst und Käse sowie bei vormariniertem Fleisch. Quelle: http://bmg.gv.at/home/Schwerpunkte/Ernaehrung/Empfehlungen/Die_oesterre ichische_Ernaehrungspyramide_fuer_Schwangere
  22. 22. Einfluss der mütterlichenErnährung auf die Gesundheitdes Kindes 22
  23. 23. Geschmacksprägung Vorlieben für bestimmte Geschmacksrichtungen bei Neugeborenen werden schon während der Schwangerschaft und Stillzeit durch die Ernährung der Mutter mitgeprägt. pränatale Prägung (In-utero-Programmierung) • Kind lernt Geschmackseindrücke bereits im Mutterleib kennen • Aromastoffe in der Ernährung von Schwangeren werden in das Fruchtwasser abgegeben und vom Fötus geschluckt • Kinder präferieren später die Geschmackseindrücke, die sie im Mutterleib kennen gelernt haben postnatale Prägung • Hohe sensorische Vielfalt der Muttermilch • Aromastoffe in der Ernährung von Stillenden gehen in die Muttermilch über (z. B. Knoblauch, Vanille) und können die Trinkmenge beeinflussen. Später zeigen Kinder Vorlieben für Geschmackstoffe, die sie aus der Stillzeit kennen 23 [Menella et al., 2001; Menella und Beauchamp, 1993 und 1996; Savage et al,. 2007]
  24. 24. GeschmacksprägungEine sehr abwechslungsreiche Ernährung während derSchwangerschaft und Stillzeit sorgt dafür, dass Kinder einer großen Zahl verschiedener Lebensmittel aufgeschlossen sind.Um die Geschmackspräferenzen des Kindes zu lenken, sollte schon während der Schwangerschaft auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung geachtet werden. [Menella et al., 2001] 24
  25. 25. Geschmacksprägung Kinder bevorzugen vor allem vertraute / bekannte Nahrungsmittel und Speisen Ein sehr früher Kontakt mit bestimmten Nahrungsmitteln kann zu einer erhöhten Präferenz dieser Nahrungsmittel führen und für langfristige Geschmacksvorlieben sorgen. Kinder übernehmen die Verhaltens-/Ernährungsweisen von Eltern, Geschwistern, Großeltern oder Freunden. Geschmackspräferenzen werden von klein auf anerzogen. 25
  26. 26. Speiseplan 26
  27. 27. Speiseplan Wundsein (derzeit gibt es keine Studien die einen Zusammenhang zwischen Zitrusfrüchte und dem Wundsein zeigen). Blähungen (auch hier kein wissenschaftlicher Zusammenhang bekannt). Allergien (keine Meidung potenter Nahrungsmittelallergenen). Fisch hat eine protektive Wirkung.
  28. 28. Sport & Gewichtsabnahme 28
  29. 29. Mythos saure Muttermilch durch Sport  Moderates bis intensives Training hat keine Auswirkung auf die Bekömmlichkeit der Muttermilch  Vorsicht bei extremer körperlicher Betätigung (Marathon) im anaeroben Trainingsbereich  Reduzierte Milchproduktion  Saurer Geschmack durch Laktatproduktion  Beim Stillen direkt nach dem Training kann das Kind durch den salzigen Geschmack der Haut bzw. Schweiß gestört sei.Quelle: Daley et al.: Maternal Exercise and Growth in Breastfed Infants: A Meta-analysisof Randomized Controlled Trials, Pediatrics, 2012
  30. 30. Konsequenzen sportlicher Betätigung (1/2)  Reduktion der Kohlenhydrat- und Fettspeicher . Vermehrter Bildung von Plasma-Prolaktin (wichtig für Milchmenge)  Bildung von vermehrtem Prolaktin unterstützt die Blutzuckerregulierung (Blutglucose-Homöstase) und Mobilisierung von Fettdepots während dem Stillen. Dies erleichtert überflüssige Kilos los zu werden.Quelle: Daley et al.: Maternal Exercise and Growth in Breastfed Infants: A Meta-analysisof Randomized Controlled Trials, Pediatrics, 2012
  31. 31. Konsequenzen sportlicher Betätigung (2/2)  Gewichtsverlust (mehr als 2 kg pro Monat)und Mobilisation von Fettdepots kann negative Auswirkung auf Milchproduktion und Zusammensetzung der Muttermilch haben  Die im Fettgewebe gesammelten Umweltgifte können durch den Abbau zu erhöhten Konzentrationen in der Muttermilch führen.Quelle: Daley et al.: Maternal Exercise and Growth in Breastfed Infants: A Meta-analysisof Randomized Controlled Trials, Pediatrics, 2012
  32. 32. Los geht‘s Zeitpunkt:  Mit dem Beginn des körperlichen Trainings sollte in der Regel bis zur gynäkologische Kontrolluntersuchung, ungefähr 7 Wochen nach der Geburt, gewartet werden.  Beim Laufen wird empfohlen zumindest 12 Wochen Pause zu machen, je nach Belastung des Beckenbodens durch Geburt und Schwangerschaft.  Das Stillen sollte problemlos funktionieren. Prinzipiell kann man jede Sportart betreiben und es gibt auch (voll) stillende Spitzensportlerinnen. Bei Übungen in Bauchlage kann es, wenn die Brust sehr voll ist, zu Spannungen kommen. Auf Sportarten, die eine hohe Belastung der Oberarmmuskulatur mit sich bringen, oder bei denen ein hohes Risiko für Stöße gegen die Brust (z.B. Barrenturnen) besteht sollte eher verzichtet werden.
  33. 33. Los geht‘s Vor dem Beginn des Trainings sollte das Kind noch gestillt werden. Die Intensität sollte langsam gesteigert werden. Also nicht gleich mit der Trainingsintensität beginnen, mit der man vor der Schwangerschaft trainiert hat. Viele Frauen empfinden einen gut sitzenden Sport BH als angenehm. Oft sind die Brustwarzen auch empfindlicher durch das Stillen. Das Reiben der Brustwarze am BH kann als negativ empfunden werden. Allerdings sollten Sie unbedingt darauf achten, dass der Beckenboden wieder erholt ist, ehe Sie Sportarten betreiben, die den Beckenboden belasten. Empfehlenswert, sind auch Rückbildungskurse, wo zuerst der Beckenboden wieder gestärkt wird.
  34. 34. TrainingsplanZiel: In einem Monat 30 Minuten Dauerlauf; Häufigkeit: 2-3 Mal die Woche1. Woche: Einheit: Laufen : 5 x 1 min laufen, dazwischen jeweils 3 bis 4 min Gehpause; Einheit: 4 x 2 min laufen, dazwischen jeweils 3 bis 4 min Gehpause – je nach Gefühl; Einheit: 6 x 2 min laufen – dazwischen Gehpausen2. Woche: Einheit: 5 x 3 min laufen – dazwischen Gehpausen Einheit: 4 x 4 min laufen – dazwischen Gehpausen Einheit: 4 x 5 min laufen – dazwischen Gehpausen3. Woche: Einheit: 3 x 8 min laufen – dazwischen Gehpausen Einheit: 10 + 5 + 10 min – dazwischen Gehpausen Eineit: 2 x 12 min – dazwischen Gehpausen4. Woche: Einheit: 15 + 10 min – dazwischen Gehpausen Einheit: 2 x 15 min – dazwischen Gehpausen Einheit: 20 + 10 min – dazwischen Gehpausen Foto: Walter Fey
  35. 35. Gewichtsentwicklung -Schwangerschaft & Stillen In den USA und den Industrieländern erhöht jede Schwangerschaft das Risiko übergewichtig (um 60%) oder adipös zu werden (110%). (Quelle: Keppel KG, Taffel SM. Pregnancy-related weight gain and retention: Am J Public Health. 1993; 83: 1100-3) Lange Stillphasen haben schlankere Frauen zur Folge. (britische Studie mit 740.000 Teilnehmerinnen). Der BMI stieg mit jedem Kind leicht an. Bei Frauen die gestillt haben betrug die BMI Reduktion 0,22 Punkte oder 1%, bei einer 10monatigen Stilldauer 2%. (Quelle: KL Bobrow, MA Quigley et al. Persistent effects of women‘s parity and breastfeeding patterns on their body mass index: results from the Million Women Study)
  36. 36. Gewichtsabnahme Normale Gewichtsabnahme nach der Geburt ist 0,8-1kg/Monat. (Quelle: Butte & Hopkinson, 1998). Das bedeutet bei gut- ernährten Frauen eine tägliche Kalorienrestriktion von 170 kcal/Tag. Frauen die nicht innerhalb von 6 Monaten nach der Geburt ihr Ausgangsgewicht erreicht haben -> erhöhtes Risiko für Übergewicht! (Quelle: Rooney & Schauberger, 2005)
  37. 37. Gewichtsabnahme 500 kcal/Tag Kalorienreduktion durch Restriktion in der Energieaufnahme und Sport (45 Minuten tägliches moderates Training) haben keine negativen Auswirkungen auf die Muttermilch zur Folge. (Dewy et al., 1994, Larson-Meyer, 2002; Lovelady et al, 2000, 2001 und 2004) Sport hat viele Vorteile bei Stillenden (Blutfettwerte, Herzkreislauf, Insulin-Spiegel) Von radikalen Diäten wird abgeraten. < 1500 kcal/Tag -> 1 Woche -> Reduktion der Milchmenge um 15%. (Dusdieker et al., 1994) Mit der sportlichen Betätigung sollte nicht in den ersten 4 Wochen bzw. nicht bevor die Milchbildung funktioniert, begonnen werden.

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