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Von der Horst: Projekt Web-Site Gestaltung. Der Vertrag mit einem externen Web-Designer

  1. 1. M Recht der neuen MedienM7Projekt Web-Site GestaltungDer Vertrag mit einem externen Web-DesignerDr. Rutger von der HorstRechtsanwalt, Fredricks & von der Horst (Los Angeles Köln)vdh@virtuelle-kanzlei.comTätigkeitsschwerpunkt Wirtschaftsmedienrecht: Urheber, Marken, E-Commerce,Werbung, Wettbewerb; Mitbegründer von MedienAnwälte-International (MAI)Inhalt Seite1. Einleitung 32. Das „Vorspiel“: Der „Erstkontakt“ zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer 32.1 „Früh getraut, nie bereut?“ 32.2 Das Lastenheft 42.3 Die Auswahl des Auftragnehmers 63. Das Angebot des Auftragnehmers: Das Pflichtenheft 74. Der Vertrag 84.1 Den Vertrag nutzen! 84.2 Ein Vertrag oder ein Vertragsbündel? 94.3 Die Zustandsbeschreibungs- und Definitionsphase 104.4 Die Konzeptphase 114.5 Die Gestaltungs- und Produktionsphase 114.6 Die Testphase 124.7 Die Startphase 124.8 Das „Danach“: Die Pflege- und Betriebsphase 135. Bauherr und Architekt der Web-Site: Die Vertragspartner 146. Was soll gebaut werden: Der Vertragsinhalt 156.1 Vorneweg: Die Präambel 166.2 Der Vertragsgegenstand 167. Was wird gemacht? 188. Datensicherheit und laufende Information 199. Die Rechteeinräumung 209.1 Der „klassische Interessenswiderspruch“ 209.2 Sonderfall: Vereinbarung unentgeltlicher Nutzung 219.3 Nutzungsrechte und Nutzungsarten 219.4 Der Rechtekatalog 229.5 Die Namensnennung 2510. Geprüft und für gut befunden: Die Abnahme 26 M11. Datenverbringungsverbote 27 712. Was kostet das virtuelle Haus und wann soll gezahlt werden? 27 S. 1 27 Kultur & Recht Februar 2005
  2. 2. M Recht der neuen Medien M7 12.1 Das Finanzamt will auch verdienen, aber wie viel? 29 12.2 Risiko! 30 12.3 „Deutsch as Deutsch can“ und „wenn mehr Geld rein kommt als erwartet“ 30 13. Die Nebenkosten 31 14. Aufrechnung und Zurückbehaltung 32 15. Wie wird gehaftet? 32 16. Die Verschwiegenheitspflicht und der Datenschutz 34 17. Die Kündigung 35 18. Die Schlussbestimmungen 36 19. Da gibt´s doch noch viel mehr! 38 Checkliste: Inhalt eines Lastenheftes 4 Checkliste: Kriterien zur Auswahl des Auftragnehmers 6 Checkliste: Pflichtenheft 7 Vertrag Web-Site Erstellung 14 Die Etablierung einer guten Kommunikationskultur ist auch in der Zusammenar- beit zwischen einem Kulturunternehmen und einem Web-Site-Designer bei der Erstellung einer Web-Site das A und O, um für beide Seiten befriedigende Ergeb- nisse zu erzielen. Das Risiko eines etwaigen Konflikts wird verringert, wenn die gegenseitigen „Spielregeln“ in einem „weitsichtigen“ Vertrag vorher festgelegt werden., Denn er beseitigt im Vorfeld Unklarheiten, beugt Missverständnissen vor und legt das Wie der Zusammenarbeit fest. Der vorliegende Beitrag ist daher nicht nur als Hilfestellung für die vertragliche Umsetzung geeignet, sondern auch als Leitfaden für die Parteien, gemeinsam das Web-Site-Projekt optimal zu reali- sieren.M7S. 2 27 Kultur & Recht Februar 2005
  3. 3. M Recht der neuen MedienM71. EinleitungOberstes Gebot für die erfolgreiche Durchführung des Projekts Web-Site Gestal-tung (Erstellung) ist eine gut aufeinander abgestimmte Kommunikation zwischenAuftraggeber und Auftragnehmer. Denn wenn sich z. B: der Auftraggeber im Vor-feld nicht hinreichend klar gemacht hat, was er denn mit „seiner“ Web-Siteerreichen will (Zielgruppe, Funktion der Web-Site: reine PR-Site, Marketingoder gar auch „Verkauf” und Distribution?) und wie „seine” Web-Site in das Ge-samtkonzept, die Firmen- oder auch Künstlerphilosophie eingefügt werden soll undder Auftragnehmer zudem nicht hinreichend nach den Hinter- und Beweggründendes Auftraggebers gefragt hat, dann ist das Scheitern geradezu vorprogrammiert.Damit nun Ihr Web-Site-Projekt erfolgreich verläuft, will ich nachfolgend einigeAnregungen für die Etablierung einer guten Kommunikationskultur zwischenAuftraggeber und Auftragnehmer und der Erstellung des juristischen „Bauplans”einer Web-Site geben. Werden diese von beiden Vertragspartnern – Auftraggeberund Auftragnehmer – beachtet, führt das auf beiden Seiten zu Planungssicherheitund hilft, das Risiko eines auftretenden Rechtsstreits beträchtlich zu minimieren.Die „Spielregeln” werden am besten schriftlich festgehalten. Ausschlaggebendsind dafür zwei Gründe:- es hilft bei später auftauchenden Meinungsverschiedenheit gegen die eigene sowie auch gegen die „Vergesslichkeit” des anderen,- § 40 UrhG (Urheberrechtsgesetz) schreibt die Schriftform bei der Lizenzie- rung von Nutzungsrechten an künftigen Werken bzw. der Verpflichtung hier- zu zwingend vor.2. Das „Vorspiel“: Der „Erstkontakt“ zwischen Auftraggeber und AuftragnehmerWichtig für den Erstkontakt zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer ist, dassdieses „vertragliche Vorspiel“ möglichst ritualisiert erfolgt. Die meisten Projektescheitern nämlich bereits hier, weil man ohne Leistungsbeschreibung, ohne Er-stellung eines Projektplans „einfach mal angefangen“ hat.2.1 „Früh getraut, nie bereut?“Das fängt schon mit der Frage an, ob man (Auftraggeber und Auftragnehmer)überhaupt zusammenpasst. Oftmals treffen nämlich Unternehmenskulturen auf-einander, die nur sehr „ruckelig“ zusammenarbeiten können. Zur Vermeidungderartiger „Ruckeleien“ hat sich der Auftraggeber im Idealfall zuvor über zweiFragen (schriftlich) detailliert Gedanken gemacht, nämlich:1. Was will ich? M2. Welche Voraussetzungen soll derjenige erfüllen, der meine Web-Site erstellen 7 wird? S. 3 27 Kultur & Recht Februar 2005
  4. 4. M Recht der neuen Medien M7 2.2 Das Lastenheft Die erste Frage bezieht sich auf die Erstellung der Aufgabenbeschreibung „Web- Site-Erstellung“. Hier soll der (ideale) Auftraggeber seine Vorstellungen an seine zukünftige Web-Site in einem Lastenheft zusammenfassen. Dabei enthält das „Lastenheft“ (je nach Umfang handelt es sich um ein Blatt oder um ein ganzes Buch) eine Beschreibung der Zielsetzungen, Aufgabenstellungen und Eckdaten des Web-Site Projekts, wobei es den Ist-Zustand dokumentiert und den Soll- Zustand erläutert. Dabei soll das Lastenheft drei grundlegende Punkte beachten: - Es soll eindeutig und klar beschriebene Ziele enthalten. Leitfrage sollte sein: „Was erwartet der User von meiner Site?“(Zielgruppenorientierung) - Es soll vollständig sein. Wichtig: Wenn der Auftraggeber – für den Auftrag- nehmer erkennbar, offensichtlich nicht über ein ausreichendes Wissen ver- fügt, um dem Anspruch auf Vollständigkeit gerecht zu werden, so hat der Auftragnehmer die (gerichtlich einklagbare) vorvertragliche Pflicht, die „richtigen Fragen zu stellen“, um das Lastenheft vervollständigen zu können! - Es soll ergebnisorientiert sein. (Wer auf Seiten des Auftraggebers welches Material, wann, wie, wo liefert, ist für den potentiellen Auftragnehmer uner- heblich. Hauptsache, er erhält das Material.) Nachfolgend eine kurze Checkliste zur Erstellung eines Lastenheftes: Checkliste: Inhalt eines Lastenheftes Aufgabenstellung - Veranlassung: Warum soll die Web-Site erstellt werden? - um eigene Ideen und Leidenschaften zu publizieren; - um Onlinebestellungen entgegenzunehmen; - um Informationen online zu „verkaufen”; - um Informationen online kostenlos zur Verfügung zu stellen; - um Muster und kostenlose Proben zum Online Abruf vorzuhalten; - um technischen Support oder sonstigen Kundendienst anzubieten; - um neue Kunden zu akquirieren; - um den bestehenden Kundenstamm besser an sich zu binden; - um ein unternehmensinternes Kommunikationssystem einzurichten; - um sonst noch etwas zu erreichen. - Zieldefinition: z. B. Unternehmenspräsentation mit Darstellung des Leis- tungsangebot - Eckdaten: z. B. Datum der Online-Schaltung und Budget UnternehmenscharakteristikM - Kurzpräsentation des Auftraggebers7 - Wirtschaftliche und organisatorische ZusammenhängeS. 4 (Dienstleistungen, Anzahl der Mitarbeiter etc.) 27 Kultur & Recht Februar 2005

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