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Nordhausen: Künstlersozialversicherung Teil II: Die Sozialversicherung der selbstständigen Künstler und Publizisten

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Nordhausen: Künstlersozialversicherung Teil II: Die Sozialversicherung der selbstständigen Künstler und Publizisten

  1. 1. H VersicherungsrechtH3 KünstlersozialversicherungKünstlersozialversicherungTeil II: Die Sozialversicherung der selbstständigen Künstler und Publizisten Vorteile für Versicherte, Umfang des Versicherungsschutzes, Voraussetzungen, Befreiungsmöglichkeiten und VerfahrenWilly NordhausenSachbereichsleiter für Grundsatzangelegenheiten bei der Künstlersozialkasse,WilhelmshavenInhalt Seite1. Sozialversicherung zum „halben Preis“ für Künstler und Publizisten 32. Vorteil der Künstlersozialversicherung in Mark und Pfennig 33. Umfang des Versicherungsschutzes 94. Erfüllen Sie die Voraussetzungen für die Versicherung nach dem KSVG? 105. Sind Sie Künstler oder Publizist? 105.1 Was sagen die Sozialgerichte zur Künstler-/ Publizisteneigenschaft 156. Arbeiten Sie „für eigene Rechnung“? 256.1 Abgrenzungskatalog für die Bereiche Theater, Orchester, Rundfunk- und Fernsehen sowie Film- und Fernsehproduktionen (s. Anlage 2) 276.2 Sonderfall: Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH 357. Wie können Sie Ihre künstlerische oder publizistische Tätigkeit nachweisen? 39 H8. Sind Sie (überwiegend) im Inland tätig? 39 3.29. Üben Sie Ihre Tätigkeit erwerbsmäßig und nicht nur S. 1 vorübergehend aus? 4010. Sind Sie Arbeitgeber? 4111. Liegen ihre Einkünfte über der Geringfügigkeitsgrenze oder sind Sie Berufsanfänger? 4212. Ausnahmen von der Versicherungspflicht 4313. Wie hoch sind die Beiträge und wonach werden sie berechnet?4514. Durchführung der Künstlersozialversicherung 5015. Befreiung von der Versicherungspflicht 5116. Kranken- und Pflegeversicherung 5217. Überprüfungen durch die KSK 53 32 Kultur & Recht März 2006
  2. 2. H Versicherungsrecht H3 Künstlersozialversicherung Sind Sie Künstler oder Publizist? 10 Sind Sie selbstständig tätig? 25f. Checklisten zur Einzelfallbeurteilung selbstständiger Tätigkeit von: - Schauspielern 29 - Tänzern 29 - Orchestermusikern oder Chorsängern 29 - Musiklehrer 33 - Journalisten/Redakteuren 34 - Gesellschafter-Geschäftsführern 35 Nachweise über selbstständig künstlerische oder publizistische Tätigkeit 39 Ausnahmen von der Versicherungspflicht 43 Überprüfungen durch die Künstlersozialkasse 53 Rechengrößen zum KSVG für das Jahr 2006 54H3.2 Abgrenzung selbstständiger Tätigkeit von abhängiger Beschäftigung 55–60S. 2 32 Kultur & Recht März 2006
  3. 3. H VersicherungsrechtH3 Künstlersozialversicherung1. Sozialversicherung zum „halben Preis“ für Künstler und PublizistenBereits vor Erlass des KSVG hatten selbstständige Musik- und Kunstlehrer, Musi-ker und Artisten die Möglichkeit, die Pflichtversicherung in der gesetzlichen Ren-ten- und Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen. Davon machten aber nursehr wenige Gebrauch, weil sie die Beiträge in voller Höhe allein aufbringenmussten. Dies ist gerade selbstständigen Künstlern wegen ihrer oftmals schwan-kenden Einkünfte und ungewissen Berufsaussichten nicht möglich. Seit dem Erlassdes KSVG genießen selbstständige Künstler und Publizisten die gleichen Vorteilewie Arbeitnehmer und nehmen damit unter den Selbstständigen eine bevorzugteStellung ein. Die Versichertenzahlen der KSK (s. unter 3.) belegen eindrucksvoll,dass die Betroffenen die erheblichen Vorteile, die Ihnen das Gesetz bringt, aucherkannt haben.Die Vorteile für die Versicherten liegen insbesondere darin, dass sie:- nur die Hälfte ihrer Beiträge selbst aufbringen müssen- Beiträge nur entsprechend ihren Einkünften zahlen müssen und- die gleichen Leistungen erhalten wie Arbeitnehmer (Pflichtbeiträge!)Pflichtbeiträge sind wichtig für Ansprüche auf Rente wegen evtl. Erwerbsminde-rung, Reha-Maßnahmen u.s.w. Ein Versicherter mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von ca. 11.000,– EURO zahlt bei einem durchschnittlichen Beitragssatz von14,2 % in der Krankenversicherung (Versichertenanteil 7,1 % zuzügl. des vomVersicherten allein zu tragenden Zusatzbeitrages von 0,9 %), von 1,7 % in derPflegeversicherung (Versichertenanteil 0,85 % zuzügl. Beitragszuschlag für Kin-derlose in Höhe von 0,25 %) und von 19,5 % in der Rentenversicherung einen Hmonatlichen Beitrag in Höhe von 172,79 EURO. Die KSK fügt ihren Anteil in 3.2Höhe von 162,25 EURO hinzu. Der durchschnittliche Versicherte wird deshalb S. 3jährlich mit ca. 1.947,– EURO begünstigt.2. Vorteil der Künstlersozialversicherung in Mark und PfennigDie Vorteile des KSVG lassen sich nur dann sinnvoll darstellen, wenn man dieKünstler/ Publizisten nicht als einheitliche Gruppe sieht, sondern sie nach Ein-kommensklassen schichtet und fragt, welchen Vorteil jede einzelne Gruppe durchdas Gesetz hat.Ausgegangen wird von einem Künstler, der sich erstmals nach dem KSVG ren-ten-, kranken- und pflegeversichert. Zum Vergleich wird der Aufwand aufgezeigt,der erforderlich ist, um als Selbstständiger einen gleichwertigen Versicherungs-schutz zu erreichen. Dazu werden die Tarife für die Kranken- und Pflegeversiche- 32 Kultur & Recht März 2006
  4. 4. H Versicherungsrecht H3 Künstlersozialversicherung rung bei einem großen privaten Versicherungsunternehmen und die Kosten für die freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung den Beiträ- gen der Künstlersozialversicherung gegenübergestellt. Außerdem ist zu berück- sichtigen, dass - die Versicherung nach dem KSVG nicht abhängig ist von Alter, Familien- stand und Vorerkrankungen, sondern die Höhe der Beiträge nur durch die all- gemeinen Beitragssätze und das Einkommen der Versicherten beeinflusst wird; während - die Tarife der privaten Kranken- und Pflegeversicherung nach Alter und Familienstand (Zahl der versicherten Familienangehörigen) gestaffelt sind und ggfs. Zuschläge oder Ausschlüsse für Vorerkrankungen vorsehen. Versicherte nach dem KSVG haben Anspruch auf alle Leistungen der gesetzli- chen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung (s. unter 3. Umfang der Versi- cherung, S. 9). Der zum Vergleich der Beiträge zugrundegelegte Tarif des priva- ten Versicherungsunternehmens deckt folgende Leistungen ab: - 100 % für ambulante Heilbehandlung - 100 % für stationäre Heilbehandlung im Mehrbettzimmer - 100 % für Zahnbehandlung - 60 % für Zahnersatz und Kiefernorthopädie - 50,– EURO Krankengeld ab der 7. Woche - Pflegekosten (wie gesetzlich vorgesehen) Bei den Tarifen der privaten Krankenversicherung wurde ein Selbstbehalt in Höhe von 300,– EURO pro Person und Jahr zugrundegelegt, da auch die Versi-H cherten der gesetzlichen Krankenversicherung zunehmend an den Krankheitsko- sten beteiligt werden. Der Vergleich bezieht sich auf ein Alter von 30 Jahren und3.2 wird nachstehend für die folgenden Familiensituationen dargestellt:S. 4 - Mann, alleinstehend - Frau, alleinstehend - Ehepaar ohne Kinder - Ehepaar mit zwei Kindern Untersucht werden die Beitragsunterschiede jeweils bei Jahreseinkünften von 6.000, 12.000, 24.000 und 48.000 EURO. Für jede der 16 Fallgruppen wird der Beitrag des Künstlers/der Künstlerin zur gesetzlichen Künstlersozialversicherung dem entsprechenden Beitrag zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung und zur freiwilligen Rentenversicherung ge- genübergestellt. 32 Kultur & Recht März 2006

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