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Institut KMM Hamburg: Green ELBJAZZ Ökologische Möglichkeiten bei einem Musik-Festival

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Institut KMM Hamburg: Green ELBJAZZ Ökologische Möglichkeiten bei einem Musik-Festival

  1. 1. J 1.11Green ELBJAZZÖkologische Möglichkeiten bei einem Musik-Festival Institut KMM Hamburg1Haben Sie schon einmal den CO2-Ausstoß eines Festivals bedacht? Es ist einerseits bemerkenswert,an wie vielen Stellen ein direkter und indirekter CO2-Ausstoß erfolgt – andererseits ist es mögli-cherweise überraschend, mit welch einfachen Mitteln man einen wirksamen Beitrag zum Ausgleichoder gar zur Verringerung und Vermeidung von CO2 leisten kann. Anhand des Hamburger ELB-JAZZ-Festivals werden Beispiele vorgestellt und gewonnene Erkenntnisse aufgezeigt.Gliederung Seite1. Einleitung 22. Zur Geschichte der Open-Air-Festivals 33. Green ELBJAZZ 64. Mehr Moor, weniger CO2 95. Alle Ampeln stehen auf „grün“ 96. Tu mal lieber die Möhrchen! 127. Spot an für „grünes“ Licht 138. Aus „alt“ mach „neu“ 149. Ausblick 151 Ein Projektteam des Instituts für Kultur- und Medienmanagement Hamburgerarbeitete ein Ökologie-Konzept für das Hamburger ELBJAZZ-Festival. 1
  2. 2. J 1.11 Best PracticeBeispiele aus den Kultursparten 1. Einleitung ELBJAZZ ist ein internationales Festival im Hamburger Hafen, das sich einem breiten Publikum öffnet und Menschen für den Jazz be- geistert. Das Alleinstellungsmerkmal des Festivals ist die Kombinati- on aus ungewöhnlichen Orten entlang des Elbufers, Hafenflair und hochkarätigem Jazz von Newcomern bis Legenden, von lokalen und internationalen Größen. Von der kleinen Hafenbar bis zur großen Open-Air-Bühne – in der HafenCity erobert das Festival neue Räume für den Jazz.2 Tage – 10 Bühnen – Das Festival-Ziel ist die Förderung und Bereicherung des kulturellen50 Konzerte Lebens in der Metropolregion Hamburg und entlang der Elbe durch Jazzmusik. Aufgeschlossen für die vielfältigen Facetten der Musik- stadt Hamburg verfolgt das Festival Projekte, die der Förderung von talentierten Musikern ebenso dienen wie der Kommunikation und Vermittlung dieser Musikrichtung. Dazu gehört neben der Präsentati- on bestehender Spielorte vor allem die Etablierung neuer Auftritts- möglichkeiten für die Musiker. Über das Festival hinaus sollen unge- wöhnliche Spielstätten für den Jazz entdeckt werden.Live-Jazz im Alltag Anliegen der Festival-Organisatoren ist es, Ansprechpartner und Ver-etablieren mittler für die lebendige und heterogene Szene zu sein und den ver- schiedenen Protagonisten die Möglichkeiten zu bieten, miteinander zu kooperieren. Live-Jazz soll ebenso selbstverständlich und alltäglich werden wie es die Pop- und zuweilen auch die Klassik-Musik bereits sind. Nur dann kann eine Szene entstehen und existieren, die sowohl Musiker als auch Publikum von außerhalb anzieht. Abb. J 1.11-1 Die Hauptbühne des Festivals im Hamburger Hafen (Quelle: ELBJAZZ GmbH)2
  3. 3. Best Practice J 1.11 Beispiele aus den KulturspartenEin Festival, das nicht nur die Vielfältigkeit des modernen Jazz auf-zeigt, sondern auch die Stadt als attraktiven, aufgeschlossenen undwichtigen Standort für die Musikszene präsentiert, wird nachhaltig dieKulturlandschaft einer Stadt prägen.2. Zur Geschichte der Open-Air-FestivalsDie Open-Air-Festivals haben ihren Ursprung in Amerika und etab-lierten sich danach in Europa und später auch in Deutschland. BeiWikipedia erfährt man zu Open-Air-Festivals:Das erste große und bekannte Festival war 1959 das 1. Newport Folk Es begann 1959Festival. Es war eine Ergänzung des Newport Jazz Festivals. Dabeierweiterte sich zum ersten Mal die Bandbreite des Musikangebots aufverschiedene Stile, indem Jazz durch Blues und Folk ergänzt wurde.Die Besucherzahlen stiegen in den folgenden Jahren stetig. 1965 gabes bereits 80.000 Besucher. Zwar musste das Festival in verschiedenenJahren ausgesetzt werden, weil die Organisationsstrukturen noch nichtsehr ausgereift waren und es immer wieder zu Zwischenfällen kam,aber insgesamt erfreute es sich von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit.1967 fand das „Monterey International Pop Festival“ mit 200.000 Monterey PopBesuchern statt, welches ebenfalls eines der bedeutsamsten Festivalsin der Entstehungsgeschichte ist. Inspiriert wurden die Veranstalterdurch erfolgreiche Konzerte, die in den Clubs von San Francisco statt-fanden. Das Festival war ein wichtiger Karriereschritt für Janis Joplin,Jimi Hendrix und The Who, die zu diesem Zeitpunkt kaum bekanntwaren.Das „Monterey“ wurde durch seinen Erfolg zum Vorbild für weiteregroße Festivals. Im Laufe der Jahre erweiterte sich das Spektrum anMusikgenres, die auf den Festivals dargeboten wurden. Ein Beispieldafür ist das „Miami Pop Festival“. Dort spielen an drei Tagen aufzwei Bühnen 34 Bands aus den Genres Rhythm & Blues, Rock, Pop,Folk und Jazz.1969 erreichte die Festivaleuphorie in Amerika ihren Höhepunkt. In Woodstockdiesem Jahr fand auch das bis heute bekannteste Open-Air-Festivalstatt: das Woodstock-Festival. Damals spielten 32 Bands vor rund500.000 Besuchern. Es wurde in Bethel im Bundesstaat New Yorkveranstaltet und wird häufig als Dreh- und Angelpunkt in der Festival-geschichte verstanden.Motiviert durch die Erfolge wurden weitere Festivals in ähnlichemUmfang geplant und durchgeführt. Doch die Organisationsstrukturenwaren solchen Größenordnungen noch nicht gewachsen, und es kam 3
  4. 4. J 1.11 Best PracticeBeispiele aus den Kultursparten immer wieder zu Fehlern, so auch bei dem 1969 in Kalifornien statt- findenden Altamont Free Concert. Diese hatten zur Folge, dass an einem Tag vier Menschen zu Tode kamen. Insgesamt ebbte die Festi- valwelle dennoch nicht ab und erreicht zu diesem Zeitpunkt Europa.Isle of Wight – das Das Tor nach Europa war für die Open-Air-Festivals England. Zwei-Woodstock Europas felsfrei sind hier Parallelen zur Entwicklung der populären Musik selbst zu finden. Seit Ende der 1960er Jahre finden Open-Air-Festivals in Europa statt. Unter anderen unbekannteren Festivals wurde 1968 erstmals das Isle of Wight Festival veranstaltet, das bis heute ein gro- ßer Erfolg ist. Im zweiten Jahr zog das Festival eine Besuchermenge von ca. 120.000 bis 150.000 Besuchern an und wurde als das Wood- stock Europas bezeichnet. 1970 waren es bereits 600.000 Zuschauer, und auch das musikalische Programm stand mit den vorangegangenen Festivals aus Amerika auf Augenhöhe. Es folgten Erfolge wie das Reading Festival und das Glastonbury Festival. Ausgehend von Groß- britannien weitete sich das Open-Air-Format über den Rest Europas aus. OpenAir-Festivals in DeutschlandRolling Stones in Berlin Die erste Open-Air-Veranstaltung in Deutschland war wenig erfolg- reich. 1965 fand ein Rolling-Stones-Konzert in der Berliner Waldbüh- ne statt. Die Organisation war aufgrund der jungen Erfahrungen sehr unausgereift, sodass das Konzert in einem Desaster endete. Eine ähn- liche Katastrophe spielte sich 1970 auf Fehmarn ab. Bei dem Love- and-Peace-Festival kam es zu Gewaltausbrüchen und es entstand ein hoher finanzieller Schaden. Das führte dazu, dass man zunächst mit Vorsicht an das Open-Air-Format herantrat. Das „Scheeßel“-Festival war eines von wenigen, das immer neue Anläufe wagte. Obschon die- se zunächst wenig gewinnbringend waren, versuchten die Veranstalter, Festivals dauerhaft in Deutschland zu etablieren. Ende der 1970er brachte der Konzertveranstalter Fritz Rau Erfahrun- gen mit Organisationsstrukturen aus Amerika nach Deutschland. Das kurbelte den deutschen Festivalmarkt an, sodass 1977 bereits zahlrei- che Open Airs stattfanden. Fritz Rau organisierte zusammen mit Mi- chael Scheller einige erfolgreiche Festivals, die sowohl musikalisch wertvoll als auch finanziell rentabel waren.Nürburgring/Eifel 1980 fand das erste Open Air am Nürburgring statt. Das Musikpro- gramm bestand vorwiegend aus der Alternativ-, Underground-, Deutsch- und Independent-Rockszene. 1982 begann die Rockpalast- Festival-Reihe unter freiem Himmel auf der Loreley. Sie brach 1984 die Zuschauerrekorde mit 22.000 Besuchern. 1983 gab es bereits 30 größere Festivals in ganz Deutschland.4

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