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MPC Offen Flotte (Beteiligungsgesellschaft MS "Santa-B Schiffe" mbH & Co. KG) - Teilverlust der bisherigen Beteiligung steht endgültig fest

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Vorsicht ist für Anleger bereits deshalb geboten, weil auf der Grundlage der Zahlen des neuen Finanzierungskonzepts schon heute 58,7% des von den Anlegern investieren Kapitals als verloren gelten müssen.

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MPC Offen Flotte (Beteiligungsgesellschaft MS "Santa-B Schiffe" mbH & Co. KG) - Teilverlust der bisherigen Beteiligung steht endgültig fest

  1. 1. MPC Offen Flotte (Beteiligungsgesellschaft MS „Santa-B Schiffe“ mbH & Co. KG) – Teilverlust derbisherigen Beteiligung steht endgültig festAnleger sollen ohne Aussicht auf Kapitalerhalt aber 12% nachschießenIn den Fonds „MPC Offen Flotte“ - MS „Santa B Schiffe“ GmbH & Co. KG investierten Anleger in denJahren 2006 und 2007 über 177 Mio. €. Auf dem MPC-Zweitmarktportal werden gegenwärtig 5 % derZeichnungssumme als Kaufpreis geboten (Stand 23.07.2012). Jetzt soll es eine Kapitalerhöhungrichten, über die die Anleger auf einer Informationsveranstaltung am 10. September Nähereserfahren könne. Die Beschlussfassung über das längst fällige, knapp 24 Mio. € schwereSanierungskonzept soll aber auf schriftlichem Wege erfolgen, wofür bis zum 28. September Zeit sei,so die Treuhandkommanditistin in einem Rundschreiben vom 28. August 2012.Nach fast vier Monaten wird endlich ein Sanierungskonzept vorgelegtBereits mit Schreiben vom 10. Mai 2012 hatte die Vertragsreederei und Gründungsgesellschafterin,die Reederei Claus-Peter Offen, angekündigt, dass es nicht ohne „einen Kapitalnachschuss von 8 –10%“ abgehen werde. Begründet wurde dies damit, dass es – nach 2009 – unabsehbarer Weise imJahre 2011 nochmals einen erheblichen Einbruch der Charterraten gegeben habe. Dieser sei durch„ruinösen Wettbewerb der weltgrößten Linienreedereien um Marktanteile“ ausgelöst worden.In Anbetracht der Tatsache, dass der Fonds MPC Offen Flotte bisher überhaupt nur 4% ausgeschüttethat, bedeutet der jetzt unterbreitete Vorschlag für die Anleger, dass sie in jedem Fall 8% frisches Geldin die Hand nehmen müssen, um ihre Beteiligung zu retten. Ob das nun vorliegende Sanierungs- undFortführungskonzept tatsächlich erfolgreich sein wird, ist aus heutiger Sicht unsicher, das räumt auchdie Reederei Offen in ihrem Begleitschreiben vom 8. August 2012 ein.Anleger sollten sich reiflich überlegen, ob sie am Sanierungskonzept teilnehmenAus Sicht von Rechtsanwalt Michael Minderjahn, der in der Kanzlei Nittel | Kanzlei für Bank- undKapitalmarktrecht die Mandanten aus dem MPC Offen Flotte - „Santa B Schiffe“ betreut, erscheint esdurchaus fraglich, ob die dem Sanierungskonzept zugrunde liegende Prognoserechnungzurückhaltend genug ist, um auch derzeit nicht absehbare Rückschläge verkraften zu können. „Wirerwarten nicht, dass es gelingen wird, ab 2015 ‚den Ratendurchschnitt der vergangenen 10 Jahre, d.h.2002 – 2011‘ zu treffen, wie dies Claus-Peter Offen meint. Schon die ursprüngliche Annahme imProspekt erwies sich nach unserer Auffassung als deutlich zu hoch, weil man sich wegen der, durch dieHausse der Jahre 2004/05 erheblich erhöhten Durchschnittswerte reich gerechnet hat“, meintMinderjahn.Knapp 60% der Einlage sind heute schon verlorenVorsicht ist für Anleger bereits deshalb geboten, weil auf der Grundlage der Zahlen des neuenFinanzierungskonzepts schon heute 58,7% des von den Anlegern investieren Kapitals als verlorengelten müssen. Für die Jahre 2025 bis 2027 werden nämlich nur noch Rückflüsse von insgesamt41,3% in Aussicht gestellt. Versprochen werden aber auch diese Zahlungen keineswegs, betontMinderjahn.
  2. 2. Was bedeutet das Finanzierungskonzept das für einen Anleger mit einer nominalen Beteiligung von20.000,00 €? Anwalt Minderjahn: „Nun, zunächst muss er sich darüber klar sein, dass [20.000,00 € x58,7% =] 11.740,00 € schon heute verloren sind.“Die Kapitalerhöhung soll nicht einmal das bisherige Kapital retten!Um diesen verlorenen Betrag – nach der nunmehr vorgelegten Prognoserechnung! – am Ende derLaufzeit wieder eingespielt zu haben, müsste dieser Anleger also mit mindestens [11.740,00 € /255% =] 4.603,92 €, also 4.604,00 € an der Kapitalerhöhung teilnehmen, um die Chance (und nichtmehr!) zu be- bzw. erhalten, im Jahre 2027 auch wieder seine im Jahre 2006/07 eingesetzten20.000,00 € zurückzuerhalten. Agio, Steuern, Inflation und ähnliches sind hier natürlich außer Achtgelassen!Um also keinen Verlust zu machen, müsste ein Anleger also mit rd. 23% an dieser Kapitalerhöhungteilnehmen, was – wenigstens vorläufig – ausscheidet, weil nur die Teilnahme der Gesellschafter imVerhältnis ihrer bisherigen Beteiligungen vorgesehen ist. Es heißt nämlich: „ein Anspruch aufÜberzeichnung besteht nicht“. Ein Anleger kann also nur in dem Masse an der Kapitalerhöhung höherteilnehmen, als andere das nicht tun. Insgesamt soll ja auch nur eine Kapitalerhöhung von 23,7 Mio. €beschlossen werden.Die vorstehende Rechnung signalisiert aber, dass die Teilnahme an der Kapitalerhöhung entsprechendder bisherigen Beteiligung mit [20.000,00 € x 12% =] 2.400,00 € zu prognostizierten Rückflüssen von[2.400,00 € x 255% =] 6.120,00 € führen wird, womit der Anleger am Ende der geplanten Laufzeitimmer noch einen Verlust von [11.740,00 € ./. 6.120,00 € =] 5.620,00 € zu beklagen haben wird, was28,1% seiner ursprünglichen Beteiligung ausmacht.Nach Meinung von Anlegeranwalt Minderjahn dürfte es nach diesen Berechnungen wenig Sinnmachen, sich an der Kapitalerhöhung mit mehr als der Höhe der bisherigen Ausschüttungen (nachDarstellung der Gesellschaft 4,41%) zu beteiligen. Insofern könne gar nicht deutlich genug daraufhingewiesen werden, dass die Treuhandkommanditistin zwar eine Zustimmung zumFinanzierungskonzept empfiehlt, eine Teilnahme aber nur in Höhe der bisherigen Auszahlung.Merkt der Beirat nicht, was ihm die Geschäftsführung unterjubelt?Aus Sicht der Anleger stellt sich die Frage, ob und gegebenenfalls warum der Beirat nicht daraufhingewirkt hat, die Sanierung so zu gestalten, dass für die Altgesellschafter zumindest die Chance aufErhalt der bisherigen Beteiligung besteht. Dass durch die Teilnahme an einer Kapitalerhöhung um12% der Verlust von derzeit rd. 43% auf „nur“ noch rd. 28% begrenzt wird, scheint dem Beiratentgangen zu sein; in seiner – zustimmenden! – Stellungnahme tauchen diese Überlegungen garnicht auf.Die Geschäftsführung mag sich nicht den Fragen der Anleger stellen?Darüber hinaus fällt aus Sicht der Anlegeranwälte auch unangenehm auf, warum die Geschäftsleitungeine Präsenzveranstaltung der Gesellschaft scheut und eine Entscheidung über dasFinanzierungskonzept im schriftlichen Umlaufverfahren vorgeschlagen hat. EineInformationsveranstaltung kostet ganz sicher ebenso Geld, bietet aber nicht die Möglichkeiten für dieAnleger, die eine Gesellschafterversammlung eröffnet. Vermutlich mag man sich dem Unmut derallenthalben erzürnten Anleger nicht stellen, die zu Recht unbequeme Fragen stellen werden.Immerhin wäre ja nach dem Gesellschaftsvertrag ohnehin bis zum 31. Oktober eine ordentlicheGesellschafterversammlung abzuhalten. Es bestünde also die Möglichkeit, hier ohne Mehraufwand
  3. 3. den Gesellschaftern die Möglichkeit zu geben, miteinander über den richtigen Weg in ihrem Fonds zudiskutieren.Anlegern, die dieser Meinung sind, empfiehlt Rechtsanwalt Minderjahn daher, der schriftlichenBeschlussfassung (Punkt 1 des Stimmbogens) zu widersprechen. Nur wenn auf diese Weisemindestens 20% des Gesellschaftskapitals der Beschlussfassung auf schriftlichem Wegewidersprechen, kann es überhaupt zu einer Präsenzveranstaltung kommen.Zustimmung zum Finanzierungskonzept und Teilnahme an der Kapitalerhöhung hindert dieGeltendmachung von Schadensersatzansprüchen nicht!Abschließend weist Minderjahn darauf hin, dass Gesellschafter, die vor der Beteiligung an dem Fondsfalsch beraten wurden, nicht befürchten müssen, durch Zustimmung und/oder Teilnahme an derSanierung ihre möglichen Schadensersatzansprüche gegen die Berater und Gründungsgesellschafterdes Fonds zu verlieren. Nach der Rechtsprechung besteht der Schaden in der Beteiligung selbst,deren Zeichnung wegen der fehlerhaften Beratung erfolgte. Der geschädigte Anleger ist wederverpflichtet, sich an solchen Sanierungsbeschlüssen aktiv zu beteiligen, noch verliert er dadurch seineRechte gegen den Berater und andere Anspruchsverpflichtete. Wichtig sei es aber, wegen einereventuellen Verjährung von einem spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen, obSchadensersatzansprüche bestehen.Nittel | Kanzlei für Bank- und KapitalmarktrechtIhr AnsprechpartnerMichael Minderjahn, Rechtsanwaltinfo@nittel.coHeidelberg:Hans-Böckler-Straße 2 A, 69115 HeidelbergTel.: 06221 915770 | Fax: 06221 9157729München:Residenzstraße 25, 80333 MünchenTel.: 089 25549850 | Fax: 089 25549855Hamburg:Dörpfeldstraße 6, 22609 HamburgTel.: 040 53799042 | Fax: 040 53799043Berlin:Rotherstraße 19, 10245 BerlinTel.: 030 95999280 | Fax: 030 95999279Artikellink: http://www.nittel.co/kanzlei/aktuell/mpc-offen-flotte-beteiligungsgesellschaft-ms-santa-b-schiffe-mbh-co.-kg-teilverlust-der-bisherigen-beteiligung-steht-endgueltig-fest-anleger-sollen-ohne-aussicht-auf-kapitalerhalt-aber-12-nachschiessen.htmlMehr Informationen zu Nittel | Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht finden Sie im Internet unterwww.nittel.co oder www.schiffsfonds-anleger.de.

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