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Abb. 1: Modalsplit nach Distanz (BE) 100%           4%                    3%                   2%                22%      ...
Führerscheinbesitz bei der jungen Generation im RückgangBeim Führerscheinbesitz zeichnet sich ein neuer Generationeneffekt...
Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei der Verbreitung von ÖV-Abos: In der RegionBiel/Bienne-Seeland-Jura-bernois besitzen...
Abb. 4: Modalsplit (nach Distanz) nach Regionen                             0%                   20%                40%   ...
Abb. 6: Die wichtigsten Kennzahlen (jeweils pro Tag und pro Person)                                                     Ta...
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Mikrozensus Mobilität und Verkehr, Auswertung für den Kanton Bern

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Factsheet zum Berner Verkehrstag am 24.8.2012

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Mikrozensus Mobilität und Verkehr, Auswertung für den Kanton Bern

  1. 1. Bau-, Verkehrs- Direction des travauxund Energiedirektion publics, des transportsdes Kantons Bern et de l’énergie du canton de BerneGeneralsekretariat Secrétariat général17.08.2012 / Lr SPERRFRIST: Freitag, 24. August 2011, 9.00 UhrFaktenblatt Mikrozensus Mobilität und VerkehrAuswertung für den Kanton BernDer Mikrozensus Mobilität und Verkehr ist die wichtigste Datenerhebung zum Verkehrsverhal-ten in der Schweiz. Er wird alle fünf Jahre vom Bund in Zusammenarbeit mit den Kantonendurchgeführt. Für die diesjährige Ausgabe wurden im Kanton Bern 8’336 Personen befragt(62868 schweizweit).Der komplette Auswertungsbericht ist auf www.bve.be.ch verfügbar: Startseite > Mobilität &Verkehr > Gesamtmobilität > Grundlagen Mobilität > Mikrozensus Mobilität und VerkehrVerkehrswachstum geht weiterDie Summe der Kilometer, welche die Bevölkerung des Kantons Bern jährlich zurücklegt,nimmt stetig zu. Einerseits weil die Bevölkerung wächst, andererseits weil die Verkehrsleis-tung pro Kopf zunimmt. Heute legt ein Berner oder eine Bernerin durchschnittlich über 40 kmpro Tag zurück. Das sind 1.5 km mehr als noch vor 5 Jahren.Hochgerechnet auf die gesamte Bevölkerung des Kantons ergibt dies eine Distanz von durch-schnittlich 38 Mio. Kilometern pro Tag. Dies entspricht der Strecke von 951 Erdumrundungen.Tagesdistanz pro Person (BE)2000 38.3 km2005 38.5 km2010 40.1 kmModalsplit: Starke Zunahme beim ÖVDer ÖV (öffentliche Verkehr) hat in grossem Umfang Marktanteile gewonnen. Die von Berne-rinnen und Bernern durchschnittlich mit dem ÖV zurückgelegte Distanz hat in den letzten fünfJahren um mehr als 40 % zugenommen. Gleichzeitig ist die durchschnittlich mit dem Autozurückgelegte Distanz leicht zurückgegangen. Somit hat sich eine deutliche Verschiebungvom MIV (motorisierter Individualverkehr) zum ÖV ergeben, währenddem der Langsamver-kehr (Fuss- und Veloverkehr) ungefähr gleich geblieben ist.Der Rückgang bei der Autonutzung ist überraschend, denn seit mehr als 25 Jahren ist stetseine Zunahme gemessen worden. Die leichte Abnahme pro Kopf heisst aber nicht, dass derStrassenverkehr insgesamt abgenommen hat. Die Bevölkerung des Kantons Bern ist weiter-hin gewachsen, darum hat auch der Strassenverkehr netto weiterhin zugenommen. Das Stau-risiko ist also nicht kleiner geworden. Seite 1 von 6
  2. 2. Abb. 1: Modalsplit nach Distanz (BE) 100% 4% 3% 2% 22% 20% 27% 80% Übrige Verkehrsmittel 60% ÖV 66% 69% MIV 40% 63% LV 20% 8% 8% 8% 0% 2000 2005 2010ÖV-Abonnemente immer beliebterDer ÖV wird immer beliebter. Das zeigt sich auch beim Abonnementebesitz der Bevölkerung.Der Anteil der GA-Besitzer hat sich seit 2000 verdoppelt. Auch die Verbundabos haben stetigzugelegt, so dass heute nur noch gut ein Drittel der Bevölkerung des Kantons über gar keinÖV-Abo verfügt. Die Verbreitung von ÖV-Abos ist im Kanton Bern deutlich grösser als in dergesamten Schweiz (Vgl. Abb. 5). Abb. 2: Besitz von ÖV-Abonnementen (BE, in Prozent der Personen) 100% 36% 80% 44% 47% Keines 3% Anderes Abo 60% 3% 15% Strecken- oder Verbundabo 14% 12% 40% Halbtax 32% 30% Generalabonnement 31% 20% 16% 8% 11% 0% 2000 2005 2010 Im Jahr 2000 wurden die Strecken- und Verbundabos noch nicht getrennt erhoben, deshalb sind die Kategorien anderes Abo und Strecken- und Verbundabo zusammen als schraffierte Fläche dargestellt. Seite 2 von 6
  3. 3. Führerscheinbesitz bei der jungen Generation im RückgangBeim Führerscheinbesitz zeichnet sich ein neuer Generationeneffekt ab: Bei den 18 bis24 jährigen im Kanton Bern ist der Führerscheinbesitz stark rückläufig. In den letzten zehnJahren hat der Anteil derer, die einen Führerschein besitzen, um mehr als 10 % abgenom-men. Ähnliche Effekte sind auch in der gesamten Schweiz sowie in anderen westlichen Län-dern zu erkennen.Einen Generationeneffekt in umgekehrter Richtung hat es seinerzeit bei der Nachkriegsgene-ration geben. Das Auto hat in den Boomjahren in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundertseinen Aufschwung als Statussymbol erlebt. Für viele, die damals Jung waren, war es wichtig,möglichst schnell den Führerschein zu machen und ein eigenes Auto zu besitzen. Dieser Ef-fekt ist in der Statistik immer noch ersichtlich: Diese Generation ist jetzt in die Altersklasse der65 bis 79 Jährigen vorgerückt und hat dort für eine starke Zunahme des Führerscheinbesitzesgesorgt.Die Entwicklung bei den Jungen könnte darauf hinweisen, dass das Auto in der Wertehaltungder kommenden Generation nicht mehr eine gleich wichtige Position einnimmt. Abb. 3: Führerscheinbesitz nach Altersgruppen (BE) 0% 20% 40% 60% 80% 100% 68% 18-24 Jahre 64% 56% 89% 25-44 Jahre 88% 89% 84% 45-64 Jahre 86% 90% 56% 65-79 Jahre 62% 74% 21% 80 und mehr 37% 31% 77% Total 79% 80% 2000 2005 2010Vergleich zwischen den RegionenBiel/Bienne-Seeland-Jura-bernoisDie Region Biel/Bienne-Seeland-Jura-bernois weist im Vergleich zwischen den Regionen dengrössten MIV-Antel und den kleinsten ÖV-Anteil auf. Innerhalb der Region gibt es aberbedeutende Unterschiede zwischen den ländlichen und den urbanen Gebieten. Insbesondereim Berner Jura wird sehr stark auf das Auto als Verkehrsmittel gesetzt. Aber auch dieAgglomeration Biel/Bienne weist im Vergleich zu den anderen Agglomerationen im Kantonhohe MIV-Anteile auf. Seite 3 von 6
  4. 4. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei der Verbreitung von ÖV-Abos: In der RegionBiel/Bienne-Seeland-Jura-bernois besitzen überdurchschnittlich viele Personen gar kein Abo.Bei den GA, Strecken- und Verbundabbonementen bewegt sich die Region RegionBiel/Bienne-Seeland-Jura-bernois zwar im Mittelfeld, der Unterschied zum Spitzenreiter Bern-Mittelland ist aber deutlich. Auch hier sind die Unterschiede innerhalb der Region deutlich: DieVerbreitung von GA und Halbtax ist im Berner Jura deutlich tiefer als in allen anderenRegionen. Über 60% im Berner Jura verfügen über gar kein ÖV-Abo.OberaargauModalsplit und Abobesitz sind im Oberaargau ähnlich wie im Seeland: Es wird vergleichswei-se viel das Auto und wenig der ÖV benutzt. Keine andere Region weist einen grösseren AnteilPersonen auf, die gar kein ÖV-Abo besitzen. Insbesondere Strecken- und Verbundabos sindsehr wenig verbreitet. Die Lage an der Grenze des Libero-Tarifverbundes dürfte mit ein Grundsein, dass Verbundabos hier weniger beliebt sind.EmmentalDer Modalsplit in der Region Emmental entspricht dem Schweizer Durchschnitt. Im Vergleichmit dem restlichen Kanton Bern sind die Emmentaler und Emmentalerinnen aber mehr mitdem MIV und weniger mit dem ÖV unterwegs. Dementsprechend liegt auch die Verbreitungvon ÖV-Abos etwas unter dem kantonalen Schnitt.Bern-MittellandDie Region Bern-Mittelland weist klar den höchsten ÖV-Anteil aller Regionen auf. Entspre-chend sind auch Abos sehr verbreitet: Der Anteil der Besitzer von Strecken- und Verbundabosist drei Mal höher als in den ländlichen Regionen des Kantons. Auch das GA ist sehr beliebt.Diese Befunde treffen nicht nur für die Stadt Bern, sondern für die gesamte Region gleicher-massen zu.Die Regionalkonferenz Bern-Mittelland hat in einem zusätzlichen Bericht detailliertere Auswer-tungen für ihren Perimeter gemacht. Der entsprechende Bericht ist auf www.bernmittelland.chverfügbar.Thun Oberland-WestDie Region Thun Oberland-West weist einen deutlich höheren ÖV-Anteil auf als andere ländli-che Regionen im Kanton. Die Verbreitung von ÖV-Abos ist grösser als in den anderen ländli-chen Regionen, auch wenn der Höchstwert der Region Mittelland nicht erreicht wird. Es be-stehen allerdings bedeutende Unterschiede zwischen der Agglomeration Thun und dem Ober-land. Die Agglomeration Thun führt die GA- Statistik mit 21 % GA-BesitzerInnen an, dieserWert ist mehr als doppelt so hoch wie der Schweizer Durchschnitt.Oberland OstDas Verkehrsverhalten in der Region Oberland-Ost ist ähnlich wie das in der Region Ober-land-West. Der ÖV-Anteil ist deutlich höher als in anderen ländlichen Regionen des Kantons.Auffallend ist der hohe Anteil des Langsamverkehrs an der zurückgelegten Distanz. Diesüberrascht, denn aufgrund der Topographie und der dezentralen Struktur sind die Vorausset-zungen für muskelbetriebene Mobilität nicht gleich gut wie in urbanen Zentren.Eine gewisse Affinität zum ÖV zeigt sich auch bei den Abos: Der Anteil Personen, die gar keinAbo besitzen, ist kleiner als in den anderen ländlichen Regionen. Das GA ist aber deutlichweniger verbreitet als in der Region Thun Oberland-West. Der Unterschied verschwindet aber,wenn die Agglomeration Thun ausgeklammert wird. Seite 4 von 6
  5. 5. Abb. 4: Modalsplit (nach Distanz) nach Regionen 0% 20% 40% 60% 80% 100% CH 8% 66% 23% 2% BE 8% 63% 27% 2% BBSJB 8% 71% 20% 2% OA 9% 70% 20% 1%Regionen EM 8% 65% 24% 4% BM 9% 58% 32% 2% TOW 8% 61% 28% 3% OO 11% 54% 28% 7% LV MIV ÖV Übrige Verkehrsmittel Abb. 5: Besitz von ÖV-Abonnementen nach Regionen 0% 20% 40% 60% 80% 100% CH 10% 17% 27% 3% 43% BE 16% 15% 32% 1% 36% BBSJB 13% 11% 29% 2% 45% OA 13% 6% 29% 1% 51% Regionen EM 14% 8% 31% 2% 44% BM 17% 24% 30% 3% 26% TOW 18% 8% 38% 3% 34% OO 12% 8% 41% 3% 35% Generalabonnement Strecken- oder Verbundabo Halbtax Andere Keines Seite 5 von 6
  6. 6. Abb. 6: Die wichtigsten Kennzahlen (jeweils pro Tag und pro Person) Tages- Unter- Anteil an Freizeit- Tagesdistanz distanz im wegszeit Tagesdistanz anteil an Inland im Inland Distanz ÖV MIV ÖV MIV [km] [Min.] [km] [km] [%] [%] [%] 2005 35.2 88.4 7.0 24.4 19.9 69.3 44.9CH 2010 36.7 83.4 8.6 24.4 23.4 66.4 40.2 2005 38.5 95.5 7.6 26.4 19.8 68.7 49.9BE 2010 40.1 86.3 10.8 25.1 26.8 62.6 42.3 Biel/Bienne-Seeland- 2010 37.8 81.1 7.5 26.7 19.7 70.7 37.9 Jura bernois Oberaargau 2010 41.9 87.1 8.4 29.1 20.0 69.5 44.7Regionen Emmental 2010 39.5 81.6 9.4 25.5 23.9 64.5 46.4 Bern-Mittelland 2010 40.9 89.5 13.0 23.7 31.8 57.9 43.0 Thun-Oberland West 2010 42.2 88.1 11.9 25.8 28.2 61.2 41.9 Oberland Ost 2010 35.3 87.6 9.7 19.1 27.5 54.0 45.8 Bern 2010 38.9 88.0 12.3 22.7 31.6 58.4 42.4Agglomerationen Biel/Bienne 2010 36.5 79.2 9.0 23.3 24.6 64.0 38.9 Burgdorf 2010 40.1 83.7 11.0 21.3 27.6 53.0 46.9 Interlaken 2010 42.9 94.2 14.1 19.7 32.9 46.0 50.8 Thun 2010 41.2 90.4 12.1 23.4 29.4 56.9 40.8 Seite 6 von 6

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