Kulturtourismus AK JT Eichstaett 20_10_2006

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Kulturtourismus AK JT Eichstaett 20_10_2006

  1. 1. Agenda  Kulturbegriff Anmerkungen zu  Wachstumsdynamik Perspektiven im Kulturtourismus Prof. Dr. A. Kagermeier Freizeit- und Tourismusgeographie, Universität Trier Arbeitskreis Freizeit und Tourismus Eichstätt, 20. Oktober 2006 Klassische Definiton  Der Kulturtourismus umfasst alle Reisen von Personen … um sich vorrangig über materielle und/oder nicht materielle Elemente der Hoch- und Alltagskultur des Zielgebietes zu informieren, sie zu erfahren und/oder sie zu erleben.“ Steinecke 2002, S. 10  Erlebnisorientierung  Neue Märkte im Kulturtourismus • Kultur als Kombinationselement • Populärkultur: Empirisches Beispiel • Sinngebungorientierung Trends der 90er Jahre  Boomphase Städtetourismus  Wachstumsmarkt Events  Erlebnisorientierung
  2. 2. Die Wurzeln des heutigen Kulturtourismus: Klassische Merkmale Kulturtourist Grand Tour • Teil des adeligen Erziehungsprogramms • Ziele:  Überdurchschnittlich gebildet gesellschaftliche Kontakte, Vorbereitung auf Regierungstätigkeit  Konsumkräftige Zielgruppe  Relativ jung • Klare Routen => Bildungsreisen des gehobene Bürgertums  Auslandsorientierte Urlauber  Ausgeprägte Erlebnisorientierung Lohmann 1999, S. 69-70, Steinecke 1993 & 2002 Quelle: Freyer 1998, S. 7 Erweiterung des Kulturbegriffes in den 90er Jahren Quelle: Brilli 1997 Entwicklung Städtetourismus Ankünfte in deutschen Großstädten 40 Mio. Ankünfte 30 Populärkultur 20 10 0 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 Quelle: Destatis 1994-2004
  3. 3. Entwicklung Berlin-München-Hamburg Die Top-Ten im Städtetourismus (Übernachtungen in Tsd.) 2003 Mio. Übernachtungen 12 Berlin München 10 Hamburg 8 6 4 2 0 1990 1992 1991 1994 1993 1996 1995 1998 1997 2000 1999 2002 2001 Berlin München Hamburg Frankfurt a.M Köln Dresden Düsseldorf Stuttgart Nürnberg Leipzig 2004 Veränderung zu ´03 in % 11.329 7.057 5.407 3.935 3.427 2.349 2.340 2.146 1.824 1.612 11.669 7.199 5.650 3.978 3.530 2.502 2.480 2.189 1.879 1.692 + 3,0 + 2,0 + 4,5 + 1,1 + 3,0 + 6,5 + 6,0 + 2,0 + 3,0 + 5,0 Quelle: Statistische Landesämter Entwicklung Museen und Museumsbesucher Index: 1991 = 100 160 140 120 100 80 60 40 20 0 91 92 93 94 95 96 97 98 99 00 01 02 03 19 19 19 19 19 19 19 19 19 20 20 20 20 Quelle: Statistische Jahrbücher und Steinecke 2002 Erlebnisführungen …
  4. 4. Erlebnisorientierung bei Studienreisen Zeche Zollern: Stimmigkeit der Inszenierung  Marktführer Studiosus: 2003 Harry Potter Reisen 2006: Kulturtrips mit Kids  Kreuzfahrt-Studienreisen  Aktivreisen  Single-Reisen  Marco Polo: Young Line (< 1.000 €)  Gourmet Reisen Quelle: Projektseminar Uni Paderborn Interaktion als Schlüsselkomponente Zwischenresüme  Erweiterung Kulturbegriff: Populärkultur ?  Abnehmende Nachfragedynamik Interaktion  höhere Anforderungen an Angebote Erlebnisorientierung und Inszenierung at it´s best
  5. 5. Zunehmende Bedeutung von „sekundärem“ Städtetourismus Kulturorientierter Städtetourismus („primärer“ St.-T.) Neue Märkte im Kulturtourismus Städtetourismus mit anderen Motiven („sekundärer“ St.-T.) • Grösse der Stadt • Multifunktionalität • Hauptmotive - Stadterlebnis • - Stadtbesichtigung - Kunst-/Kultureinrichtungen • Hauptmotive z.B. - Berufliche Gründe - Shopping - Verw.-, Bek.-besuche - Essen & Trinken - Veranstaltungen • Stadterlebnis/-besichtigung i.e.S sind Nebenmotiv Eigener Entwurf nach dwif 2005 Motive für Städtereisen Kombination Shopping und Kultur 43% Verwandte/Freunde Besichtigung Abwechslung Kulturelles Angebot Einkaufsmöglichkeiten Erholung Musical Veranstaltungen Sport Freizeitpark  LCC als stimulierender Faktor 31,9% 25,5% 16,8% 10,6% 8,9% 7,9% 7,7% 5,1% 4,8% 0 10 20 30 40 nach F.U.R., RA 50
  6. 6. Untersuchte Kulturveranstaltungen: Hochkultur • Antikenfestspiele Empirische Untersuchung zur touristischen Relevanz von Kulturveranstaltungen in der Region Trier • Moselfestwochen Untersuchte Kulturveranstaltungen: Populärkultur • Brot und Spiele Häufigkeit Besuch Kulturveranstaltungen Burgenfest Manderscheid Brot und Spiele Moselfestwochen Antikenfestspiele • Burgenfest Manderscheid 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% selten (1-2/Jahr) gelegentlich (2-4/Jahr) regelmäßig (4-8/Jahr) häufig (>8/Jahr) N: 1.098
  7. 7. Schulabschluss Anteil Urlauber Burgenfest Manderscheid Burgenfest Manderscheid Brot und Spiele Brot und Spiele Moselfestwochen Moselfestwochen Antikenfestspiele Antikenfestspiele 0% 10% 20% Volks-/Hauptschulabschluss 30% 40% Mittlere Reife 50% 60% Abitur 70% 80% 90% Hochschulabschluss 0% 100% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% abendliches Event Kurztrip (1 bis 3 Übernachtungen) Promotion N: 1.063 Tagesausflug von zu Hause Urlaub (mehr als 4 Übernachtungen) N: 1.110 Bedeutung der Kulturveranstaltung im Rahmen des Urlaubs Bedeutung Kulturangebot Burgenfest Manderscheid Burgenfest Manderscheid Brot und Spiele Brot und Spiele Moselfestwochen Moselfestwochen Antikenfestspiele 0% Antikenfestspiele 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% bereichert meinen Aufenthalt in der Region deutlich 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% wichtiger Grund für Regionsbesuch und vorher geplant 70% 80% 90% 100% ergab sich zufällig N: 129 ist ein wichtiger Grund für meinen Besuch in der Region hat keinen Einfluss auf meine Urlaubsplanung ist mir egal N: 129
  8. 8. Trends Besuchertreue Burgenfest Manderscheid        Brot und Spiele Moselfestwochen Antikenfestspiele 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% nein, dies ist der erste Besuch 100% ja, 1 bis 3 Besuche vorher ja, 4 bis 5 Besuche vorher Work-Life-Balance Entschleunigung Soul-Wellness Vorsorge-Kultur Best-Ager Ästhetisierung Destination „Ich“ ja, mehr als 5 Besuche vorher Bilder: www.fleesensee.de Trend zum „Sensual Age“ (Matthias Horx)  Dominanz der "mentalen Werte": Spiritualität, Visionarität  Deutliche Ausstiegs-Tendenzen im Rahmen des "Downshifting" und starke Sinnsuche-Prozesse  Volle Entwicklung der "Traum-Märkte" und einer "High-TouchDienstleistungskultur„  Markt für Nostalgie, Vergangenheit und Kindheits-Sehnsucht  Markt für Angst-Kompensation und Sicherheits-Sehnsucht  Markt für Stille, Kontemplation und Lessness Quelle: IST-Institut - Bruno Krümpelmann (2004) Almdorf Seinerzeit DIE WELT IST EIN DORF – EIN ALMDORF LUXUS IST: BEWUSSTE WAHRNEHMUNG Umdenken heißt ja nicht Rückschritt. Das Ziel eines Aufenthaltes im Almdorf Seinerzeit soll sein, sich wieder bewusst zu werden, was wirklich wichtig ist im Leben. Die Kruste, die uns das „tägliche Leben“ aufbürdet, abzulegen. Es ist ein Spiel der Sinne. Und im Gegensatz zur medialen Welt findet keine Reizüberflutung statt, auch wenn es Sinnensreize ohne Ende gibt. www.almdorf.com
  9. 9. Wertewandel und Konsumverhalten Almdorf Seinerzeit Überlebens-Gesellschaft: Ende 40er bis Mitte 50er Jahre DIE WELT IST EIN DORF – EIN ALMDORF LUXUS IST: BEWUSSTE WAHRNEHMUNG Wirtschaftswunder-Gesellschaft: Mitte 50er bis Ende 60er Jahre WAS IST DAS ALMDORF SEINERZEIT? IN ERSTER LINIE EIN PLATZ ZUM WOHLFÜHLEN, ZUM ENTSPANNEN. Postmaterielle-Gesellschaft: Ende 60er bis Anfang 80er Jahre EINE HEIMAT FÜR KURZE ZEIT. ALL DAS, WAS ALMHÜTTEN SO GEMÜTLICH MACHT, WURDE HIER VERWIRKLICHT UND MIT DEM KOMFORT EINES GEHOBENEN HOTELS VEREINT. Erlebnis-Gesellschaft: Seit Mitte der 80er Jahre HIER ZU SEIN BEDEUTET EINE WIEDERBELEBUNG DER SINNE, EINE REDUKTION AUF DAS WESENTLICHE. SIE RIECHEN DAS HEU, HÖREN, SEHEN UND FÜHLEN DAS FEUER, SCHMECKEN PRODUKTE, DIE DIE BAUERN DER GEGEND PRODUZIEREN, SPÜREN DIE LUFT UND FINDEN DIE RUHE, DIE IM ALLTÄGLICHEN LEBEN SO OFT VERLOREN GEHT. SIE KÖNNEN EINFACH MENSCH SEIN. Quelle: Quack 2001 Sinn-Gesellschaft ? www.almdorf.com KulturGenussRegion Trier Bedürfnispyramide nach Maslow Selbstverwirklichungsbedürfnis Sinngebungsurlaube Anerkennungsbedürfnis Erlebnisurlaube Soziale Bedürfnisse Besuch Freunde und Bekannte,Cluburlaub Psychische Bedürfnisse Wiederherstellung der eigenen Identität Physische Bedürfnisse Erholung Kuraufenthalte Eigener Entwurf nach: Maslow 1943 & Weiermair 2006
  10. 10. Abwechslung gesucht Motive für Kultur-Kurzreisen Abwechslung Event Familie/Partner zusammen sein Attraktives Pauschalangebot Günstiges Angebot Natur erleben 0 10 20 30 40 50 60 70 in % Quelle: fvw 23/05 Almdorf Seinerzeit BERGIDYLLE Ein Produkt von Mutter Natur Entspannung Weg vom Alltag Frei sein In einer Hütte schlafen - und es trotzdem bequem haben wollen? Im Almdorf Seinerzeit geht das Frische Kraft Sonne, Wärme Zeit füreinander 21 Holzhütten ducken sich rund um einen Dorfteich. Bauernblumen wuchern neben den Kieswegen, der Duft von trockenem Heu liegt in der Luft. Ein Wetterhahn zeigt nach Süden. Bestimmt biegt Heidi gleich um die Ecke! Und es ist still, sehr still. Gesundes Klima Spaß, Vergnügen Natur Ausruhen Genießen Neue Eindrücke Gesundheit Was uns hier erwartet? Wir sind gespannt. Jedenfalls kein Spielplatz und kein Kinderclub. Gemeinsamkeit Viel Erleben 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% Eva-Maria Fischer (Zeit 39/2000)
  11. 11. Almdorf Seinerzeit DIE WELT IST EIN DORF – EIN ALMDORF LUXUS IST: BEWUSSTE WAHRNEHMUNG Das Almdorf Seinerzeit ist ein Mikrokosmos, in dem versucht wird, die Symbiose aus Echtem, aus Traditionellem mit der modernen Welt in Einklang zu bringen. Und auch wenn wir es nicht so dramatisch sehen wie der große Albert Einstein, der sagte: „Wir müssen umdenken, wenn wir überleben wollen“, so hat er doch recht. www.almdorf.com

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