Papanek, Victor (1972): Design for the Real World

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Papanek, Victor (1972): Design for the Real World

  1. 1. Victor Papanek design for the real world Human Ecology and Social Change
  2. 2. Person Victor Papanek, auch Viktor Papanek, (* 22. November 1923 in Wien; † 10. Januar 1998 in Lawrence, Kansas) war ein österreichisch-amerikanischer Designer und Designphilosoph
  3. 3. Buch > zählt international zu den meistgelesenen Designbüchern aller Zeiten (wikipedia) > erstmals 1970 in Schwedisch erschienen, folgten Übersetzungen in über 20 Sprachen > verschiedene Cover : > anlässlich des 10. Todestages erschien (2008) die kommentierte Neuübersetzung, ergänzt um eine erste wissenschaftlich belegte Biografie Victor Papaneks
  4. 4. Inhaltsverzeichnis teil 1: wie es ist teil 2: wie es sein könnte 1 Was ist Design? 2 Phylogenozid 3 Der Mythos vom edlen Banausen 4 Do-it-yourself-Mord 5 Unsere Kleenex-Kultur 6 Snake oil and thalidomide 7 Rebel with a cause 8 Der Baum der Erkenntnis 9 Design mit Verantwortung 10 Umweltdesign 11 Die Neontafel 12 Design zum Überleben und Überleben durch Design
  5. 5. Was ist Design? 1 Eine Definition des Funktionskomplexes
  6. 6. Phylogenozid 2 Eine Geschichte der industriellen Formgebung
  7. 7. Der Mythos vom edlen Banausen: 3 Design, Kunst und Kunsthandwerk
  8. 8. Do-it-yourself Mord 4 Die soziale und moralische Verantwortung des Designers
  9. 9. Unsere Kleenex Kultur 5 Veralten und bleibender Wert
  10. 10. 6Snake oil and thalidomide Massenfreizeit und Schwindel-Trends
  11. 11. > „[...] design [...] it operates mainly as a marketing tool of big business.“ > „[...] when designing a better typist‘s chair, the secretaries themselves must be part of the team.“ > simplification: „[...] self made diagnostic tool, [...] less than 1/50 cent.“ 6Snake oil and thalidomide
  12. 12. 7Rebel with a cause Erfindung und Innovation
  13. 13. > Kreativität, „Weitblick“ > Aufgabe des Designers: erkennen - isolieren - definieren - lösen > Kreativitätstechniken - neue Verknüpfungen erzwingen Rebel with a cause 7 Erfindung und Innovation
  14. 14. 8Der Baum der Erkenntnis Biologische Prototypen im Design
  15. 15. > „[...] handbook of nature.“ > „to archive the most with the least“ > „cross-disciplinary design teams [...]“ 8Der Baum der Erkenntnis
  16. 16. Design mit Verantwortung 9 Fünf Mythen und sechs Richtungen 1. Der Mythos der Massenproduktion 2. Mythos des Veraltens 3. Mythos von dem, was Menschen fehlt 4. Mythos von mangelnder Kontrolle des Designers 5. Mythos, dass Qualität nicht mehr zählt
  17. 17. Vernachlässigte Bereiche: 1. Design für die dritte Welt 2. Design von Lehr- und Übungsbehelfen für retardierte, behinderte und invalide Menschen 3.Design für den Bereich der Medizin, Chirugie, Zahnmedizin und Krankenhausausstattung 4. Design für experimentelle Forschung 5. Design von Systemen zur Erhaltung des menschlichen Lebens unter extremen Bedingungen 6. Design für die Schaffung grundlegend neuer Konzepte
  18. 18. Umweltdesign 10 Umweltverschmutzung, Überbevölkerung, Ökologie - Krankheiten und Mutation durch Gift (Pestizide, Dioxin, Smog,...) sind nachweisbar - Natur reagiert darauf:
  19. 19. Umweltbelastung durch Produkte, der Zyklus: 1. Natürliche Ressourcen werden vernichtet; darüber hinaus sind diese auch nicht wieder erneuerbar 2. Durch die Vernichtung dieser Ressourcen durch Tagebau oder Abraumbau usw. entsteht eine Umweltbelastungsphase 3. Der Herstellungsprozess verursacht weitere Umweltverschmutzung 4. Derselbe Herstellungsprozess führt auch zur Entfremdung der Arbeitnehmer und zur Anomie 5. Verpackungen verursachen Umweltverschmutzung 6. Die Verwendung des Produkts führt zu mehr Umweltverschmutzung sowie zur Entfremdung des Benutzers und weiterer Anomie 7. Zuletzt verursacht die Entsorgung des Produkts noch eine weiter ständige Quelle für Umweltverschmutzung Phase I Phase II Phase VI im wesentlichen eine Wiederholung von Phase I & II
  20. 20. - Alle Systeme gehen vom Konsumieren aus; das privatwirtschaftlich-kapitalistische, das staatssozialistische und die wirtschaftlichen Mischformen - Saurer Regen, Giftmüll nicht richtig entsorgt, Wüstenbildung innerhalb von 300 Jahren, Regenwaldabholzung,... - Geschwindigkeit der Veränderung wird größer -> ökologische Zeitbombe - Baumschulen Konzept: genetisch veränderte Bäume, z.B. Macadamia, Mango, Avocado Bäume. Halbe Zeit zur Reife, statt 10 kg inkl Erde nur noch 50g, Transport des Regenwaldes - Transport muss neu gedacht werden! (Bsp. Uber)
  21. 21. Die Neontafel: 11 Design Ausbildung und Designerteams -Systemdesign! Fehler: Architekten planen anders als nachher genutzt wird, Bsp Psychatrie, falsche Stuhlbemaßung am Flughafen - Designer sollte an Stätte des Wirkens zurückkehren und seine Umsetzungen überprüfen! -Kritik an Lehrplänen der Design-Fakultäten: zu sehr auf Spezialisten geschult „An Unis gibt es eine Mischung aus selbstgefälligem und der Selbstverwirklichung untergeordneten Individualismus der Boheims und dem profitorientierten und brutalem Materialismus andererseits“ - Lernen: Evolution vom Jäger (Generalist) zum Bauern (Spezialist). Wir müssen zurück zum Generellen - Vertikal, statt horizontal Lernen!
  22. 22. „Das größte Problem der Designschulen liegt darin, dass sie zu viel über Design und nicht genug über das ökologische, soziale, wirtschaftliche und politische Umfeld, in dem wir leben, unterrichten.“ Design ist komplex, wir brauchen also „Integriertes Design“: - Analyse auf welcher Ebene der Komplexität das Problem angesiedelt ist, im Kontext betrachten - Historische Perspektive: alles ist eine Erweiterung des Menschen (HiFi -Ohr) - Physische und Psychische Einheit, ganzheitlich betrachten - Soziale Sicht (Bsp. Automatikgetriebe = Fortschritt? Konsequenz für den Nutzer?) - Soziale Randgruppen und Klassen beachten (Bsp. Töffler)
  23. 23. Lehrpläne sollen intersiziplinär sein! Mit Zielgrupen arbeiten! Problemstellung neu definieren!
  24. 24. about > Buchvorstellung > Projekt im Industriedesign: 2084 - DNA statt CAD - Lebende Fabriken > Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle Clara Fernau, Davina Plätzer, Julian Reineck 10.10.2014

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