JKK - Jakobskreuzkraut Fotodokumentation und Hinweise

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JKK - Jakobskreuzkraut Fotodokumentation und Hinweise

  1. 1. Jakobs- Kreuzkraut Hinweise und Fotodokumentation über Aussehen und Ausbreitung dieser Giftpflanze 1. Vorkommen und Ausbreitung auf Grünland und Brachflächen 2. Zurückdrängung und Bekämpfung 3. Form der Rosettenblätter, Stängelblätter und Blüten 4. Unterschied zu Wasserkreuzkraut 5. Verwechslunggefahr mit Rucola-Salat JKK-Ausbreitung auf IndustriebracheJKK-Einwanderung in Wiesen vom Waldrand her Seite-1 Dipl.-Ing. Johann HUMER, Jakobs-Kreuzkraut Fotodokumatation und Hinweise zur dieser Giftpflanze
  2. 2. Jakobs-Kreuzkraut Giftpflanze - Verbreitung - Bekämpfung Vorkommen und vermehrte Ausbreitung in den letzten Jahren Die hohe Giftwirkung von Jakobs-Kreuzkraut ist für Tier und Mensch in der Literatur unbestritten. Seine Ausbreitung geht über den Weg von lichten Wäldern und Waldrändern zu gestörten Standorten (Ruderalstandorte) wie Straßen- und Wegränder, Bahnböschungen, Gräben, Dämmen, unbewirtschaftete Gewerbeflächen und Industriebrachen. Es wächst in NÖ gern an lichten, sonnenreichen und bevorzugt an etwas verwilderten Waldrändern und Böschungen wo selten abgemäht wird. Aber auch die Ausbreitung auf Pferdekoppeln und Schafweiden wurde beobachtet. Auf landwirtschaftlichen Flächen hat es folgende Chancen zur Ausbreitung: länger ungenutzten Bracheflächen mit Übertritt in ungedüngte und ungepflegte Weiden und Wiesen mit lückenhafter Grasnarbe. In übernutzten Weiden mit wenig Graswuchs und stark verbissene Grasnarbe wie in Pferdekoppeln besteht die Chance einer intersiveren Ausbreitung, weil erfahrenere weidende Tiere bei genug Futterangebot Giftpflanzen vermeiden zu wissen. In mageren Weiden mit wenig Weidepflege breitet es sich bevorzugt aus, weil es von erfahrenen Tieren verschmäht wird und dadurch einen Selektionsvorteil hat. In NÖ drängt es von Wald- und Wegrändern in Futterwiesen oder Weidekoppeln hinein. Es tritt bislang eher kleinräumig und vereinzelt auf (Z.B: Waldviertel, Lunz, Göstling, Aspang). In einer Kulturlandschaft wie Österreich hat das JKK eher wenig Chancen sich auszubreiten, solange die Landwirte die Landschaft weitgehend flächendeckend bewirtschaften. Flächenhafte Ausbreitungen sind von Deutschland, Schweiz und Neuseeland bekannt. Gründe für zunehmende Ausbreitung scheinen die schon länger andauernde Änderung der Bewirtschaftung in der Landwirtschaft zu sein. Teils ist auch die unüberlegte Verwendung von JKK in Saatgutmischungen für Brachen und Böschungsmischungen bei Bahn und Strassen beteiligt. Bodenverhältnisse Das Jakobs-Kreuzkraut tritt im Gegensatz zum WKK bevorzugt bei leichten Böden auf, die trockener sind und wenig Wasserspeichervermögen haben, nährstoffarm und meist ungedüngt sind. Zurückdrängung und Bekämpfung Beim derzeit noch vereinzelten Auftreten von JKK reicht die rechtzeitige Entfernung der teils üppig auftretenden Pflanzenstöcke mit sofortiger Einsaat aus um die unerwünschte Ausbreitung zu verhindern. Für die Zurückdrängung gilt allgemein der Grundsatz ertragreiche Gräser mit hohem Wuchs (Knaulgras, Glatthafer, Wiesen- schwingel) durch Düngung und Einsaat zu fördern, um unerwünschte Arten zu verdrängen. Seit 2007 ist als Herbizid für Kreuzkräuter das Mittel Simplex zugelassen. Seite-2 Dipl.-Ing. Johann HUMER, Jakobs-Kreuzkraut Fotodokumatation und Hinweise zur dieser Giftpflanze
  3. 3. Jakobs-Kreuzkraut Natürliches Auftreten am Waldrand, Göstling, 2007 Seite-3 Dipl.-Ing. Johann HUMER, Jakobs-Kreuzkraut Fotodokumatation und Hinweise zur dieser Giftpflanze
  4. 4. Jakobs-Kreuzkraut Auswanderung vom Waldrand zu Weg- und Wiesenrand, Göstling, 2007 Seite-4 Dipl.-Ing. Johann HUMER, Jakobs-Kreuzkraut Fotodokumatation und Hinweise zur dieser Giftpflanze
  5. 5. Seite-5 Dipl.-Ing. Johann HUMER, Jakobs-Kreuzkraut Fotodokumatation und Hinweise zur dieser Giftpflanze Jakobs-Kreuzkraut Typische Ausbreitung: nicht gemähte Böschungen Straßenränder, Industriebrache Foto:Industriebrache in Hessen, mit enormer Ausbreitung infolge mangelnder Mahd. Quelle: http://www.jacobskreuzkraut.de/ industriebrache.htm Webseite mit vielen weiteren interessanten Details zum JKK JKK im Waldviertel an Böschungen und Straßenrand: Kirchbach und St. Wolfgang
  6. 6. Jakobs-Kreuzkraut Ausbreitung auf Pferdekoppel infolge Verwilderung Seite-6 Dipl.-Ing. Johann HUMER, Jakobs-Kreuzkraut Fotodokumatation und Hinweise zur dieser Giftpflanze
  7. 7. Seite-7 Dipl.-Ing. Johann HUMER, Jakobs-Kreuzkraut Fotodokumatation und Hinweise zur dieser Giftpflanze Jakobs-Kreuzkraut Rosetten und Blätter Erstlingsblätter der Rosette: ähnlich wie bei Wasserkreuzkraut
  8. 8. Seite-8 Dipl.-Ing. Johann HUMER, Jakobs-Kreuzkraut Fotodokumatation und Hinweise zur dieser Giftpflanze Jakobs-Kreuzkraut Blätterformen unten groß und gefiedert ober kurz und sehr reduziert
  9. 9. Seite-9 Dipl.-Ing. Johann HUMER, Jakobs-Kreuzkraut Fotodokumatation und Hinweise zur dieser Giftpflanze Jakobs-Kreuzkraut bodenständige Blätterformen (Rosette) sehr unterschiedlich je nach Pflanzenalter Erstlingsblätter der Rosette: wenig gefiedert, sehr ähnlich dem Wasserkreuzkraut Bodenblätter von Blütenstängel: mit typischer starker Fiederung
  10. 10. Jakobs-Kreuzkraut Blütenformen Seite-10 Dipl.-Ing. Johann HUMER, Jakobs-Kreuzkraut Fotodokumatation und Hinweise zur dieser Giftpflanze
  11. 11. Jakobs-Kreuzkraut Weißhaarige Samenköpfchen Den Namen haben alle Kreuzkräuter bzw. Greiskräuter von den weißen Schirmhaaren der Blütenköpfchen, gleichsam weiß wie bei wie bei Greisen. Seite-11 Dipl.-Ing. Johann HUMER, Jakobs-Kreuzkraut Fotodokumatation und Hinweise zur dieser Giftpflanze
  12. 12. Jakobs-Kreuzkraut Unterschied zu Wasser-Kreuzkraut Behaarung der JKK-Samen: Strahlenblüten unbehaart, innere Röhrenblüten behaart WKK: alle sind behaart Seite-12 Dipl.-Ing. Johann HUMER, Jakobs-Kreuzkraut Fotodokumatation und Hinweise zur dieser Giftpflanze
  13. 13. Seite-13 Dipl.-Ing. Johann HUMER, Jakobs-Kreuzkraut Fotodokumatation und Hinweise zur dieser Giftpflanze Kreuzkräuter Gemeines Kreuzkraut und Rucola-Salat Pflanze und Blätter beider Arten Verwechslunggefahr mit Rucola-Salat Der große Ähnlichkeit und Verwechslungsmöglichkeit mit Rucola Die Familie der Kreuzkräuter hat zahlreiche Arten, denen alle hohe Giftigkeit zugeschrieben wird. Viele haben ein sehr ähnliches Aussehen und es besteht sogar die Verwechslungmöglichkeit mit dem italienischen Rucola-Salat. Das Gemeine Kreuzkraut, Senecio vulgaris ist ein nicht seltenes Acker- und Gartenunkraut. Es wird aber nur halb bis ¾ so hoch wie Jakobskreuzkraut. Beide Arten haben aber recht ähnliche Blätter wie der popolär gewordenen Rucola-Salat. Rucola (Diplotaxis tenuifolia und Eruca sativa) sind Arten aus der Familie der Kreuzblütler, so wie Raps und ist als italienischer Salat wieder populär geworden. Im deutschsprachigen Raum erinnert noch der Name Rauke an Rucola. Rauken sind bei uns teils bekannte Ackerunkräuter unter den Kreuzblütlern. Bilderquelle und eine Diskussion zur Vermeidung von Verwechslungen findet sich unter: www.dlr-rheinpfalz.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/ALL/057DC13B95E94737C1257611004D04FF/$FILE/Kreuzkraut_in_Rucola.pdf

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