Große ihwb-Fachexkursion
nach Nicaragua 2015
15.07.2015 – 03.08.2015
Veranstalter: Dr.-Ing. Jochen Hack
Exkursionsbericht
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1 Inhaltsverzeichnis 3
Inhaltsverzeichnis
1......Einleitung 4
2......Exkursionsgruppe 7
3......Deutsche Gesellschaft für I...
4 1 Einleitung
1 Einleitung
Berichterstatter:
Nadine Hotzwik, Lisa Marie Hecker
Abbildung 1: Geographische Lage Nicaraguas...
1 Einleitung 5
Am 15. Juli 2015 sammelte sich unsere Gruppe, bestehend aus 24 Studenten und Studentinnen
sowie den Betreue...
6 1 Einleitung
Abbildung 2: Exkursionsroute
Am Ende unseres Aufenthaltes in der kälteren Klimazone begann die Weiterreise ...
2 Exkursionsgruppe 7
2 Exkursionsgruppe
Von Dr.-Ing. Jochen Hack kam die Idee einer Exkursion nach Nicaragua. Er hat die
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8 3 Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit
3 Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit Mana...
3 Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit 9
Abbildung 5: Exkursionsgruppe zu Besuch bei der GIZ in Managua...
10 4 Besichtigung der Trinkwasseraufbereitung und der Kläranlage in Boaco
4 Besichtigung der Trinkwasseraufbereitung und d...
4 Besichtigung der Trinkwasseraufbereitung und der Kläranlage in Boaco 11
Abbildung 11: Gruppenbild auf dem Damm des Staus...
12 5 RAMSAR-Feuchtgebiet Laguna Moyuá
5 RAMSAR-Feuchtgebiet Laguna Moyuá
Tag der Besichtigung:
17.07.2015
Berichterstatter...
5 RAMSAR-Feuchtgebiet Laguna Moyuá 13
Abbildung 14: Überfahrt zum anderen Ufer
Abbildung 15: Fundort von Petroglyphen und ...
14 6 Kaffee-Tour Selva Negra
6 Kaffee-Tour Selva Negra
Tag der Besichtigung:
19.07.2015
Berichterstatter:
Junija Brandt, M...
6 Kaffee-Tour Selva Negra 15
Abbildung 18: Kaffee-Tour in Selva Negra
Abbildung 19: Aufzucht der Kaffeepflanzen
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16 7 Lago Apanás und Lago Asturias
7 Lago Apanás und Lago Asturias
Tag der Besichtigung:
20.07.2015
Berichterstatter:
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7 Lago Apanás und Lago Asturias 17
Abbildung 22: Überleitungsanal des Rio Quebradón zum Lago Asturias
Abbildung 23: Lago A...
18 8 Wasserkraftwerke Cenroamérica und Larreynaga
8 Wasserkraftwerke Centroamérica und Larreynaga
Tag der Besichtigung:
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8 Wasserkraftwerke Cenroamérica und Larreynaga 19
Abbildung 26: Wasserkraftwerk Centroamérica
Abbildung 27: Wasserkraftwer...
20 9 Geothermie-Kraftwerk San Jacinto
9 Geothermie-Kraftwerk San Jacinto
Tag der Besichtigung:
22.07.2015
Berichterstatter...
9 Geothermie-Kraftwerk San Jacinto 21
Abbildung 30: Führung im Geothermie-Kraftwerk San Jacinto; hier: Kontrollraum
Abbild...
22 10 Partneruniversität Universidad Technológica La Salle
10 Partneruniversität Universidad Technológica La Salle
Tag der...
10 Partneruniversität Universidad Technológica La Salle 23
Anschließend an den Rundgang über das Unigelände wurden wir zu ...
24 11 Centro de Investigación y Desarollo de Tecnologías Energéticas Ambientales
11 Centro de Investigación y Desarrollo d...
11 Centro de Investigación y Desarollo de Tecnologías Energéticas Ambientales 25
Abbildung 37: Besuch des CIDTEAs, rechts ...
26 12 Schlachthofprojekt und Rio Chiquito
12 Schlachthofprojekt und Rio Chiquito
Tag der Besichtigung:
24.07.2015
Berichte...
12 Schlachthofprojekt und Rio Chiquito 27
Schlachthof angestellt sind. Zudem wird dem geernteten Gemüse mit großer Skepsis...
28 13 Modellfinca Quinta Yolanda
13 Modellfinca „Quinta Yolanda“
Tag der Besichtigung:
24.07.2015
Berichterstatter:
Kathar...
13 Modellfinca Quinta Yolanda 29
Abbildung 45: Kleine Wasserkraftanlage zur Stromerzeugung der Quinta Yolanda
Abbildung 46...
30 14 Mangrovengebiet Isla Juan Venado
14 Mangrovengebiet Isla Juan Venado
Tag der Besichtigung:
25.07.2015
Berichterstatt...
14 Mangrovengebiet Isla Juan Venado 31
Abbildung 49: Bootstour durch das Mangrovengebiet (1)
Abbildung 50: Mangrovengebiet...
32 15 Cerro Negro
15 Vulkano-Boarding auf dem Cerro Negro
Tag der Besichtigung:
26.07.2015
Berichterstatter:
Junija Brandt...
15 Cerro Negro 33
Abbildung 53: Blick vom Cerro Negro ins Tal
Abbildung 54: Gruppenbild auf dem Cerro Negro
Abbildung 55: ...
34 16 Centro para la Investigación de Recursos Acuáticos de Nicaragua
16 Centro para la Investigación en Recursos Acuático...
16 Centro para la Investigación de Recursos Acuáticos de Nicaragua 35
Abbildung 57: Präsentation des CIRA und seines Aufga...
36 17 Kläranlage Managua
17 Kläranlage Managua
Tag der Besichtigung:
27.07.2015
Berichterstatter:
David Birkas-Kovats, Lui...
17 Kläranlage Managua 37
Abbildung 61: Besichtigung der Kläranlage von Managua; Zulauf zur Rechenanlage
Abbildung 62: Besi...
38 18 Windkraftpark “Camilo Ortega”
18 Windkraftpark „Camilo Ortega“
Tag der Besichtigung:
28.07.2015
Berichterstatter:
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18 Windkraftpark „Camilo Ortega“ 39
Abbildung 65: Windpark "Camilo Ortega"; Präsentation durch den Projektleiter
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19 Nicaragua-Kanal
Tag der Besichtigung:
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Berichterstatter:
Bettina Steiniger...
19 Nicaragua-Kanal 41
verkleinert. Die Bewohner der Dörfer, die sich auf der geplanten Route des Kanals befinden,
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42 20 Kajak-Tour Rio Istian, Wasserfall San Ramón
20 Ometepe; Kajak-Tour Rio Istian, Wasserfall San Ramón
Tag der Besichti...
20 Kajak-Tour Rio Istian, Wasserfall San Ramón 43
Abbildung 71: Kajak-Tour am Rio Istian
Abbildung 72: Aufstieg zum Wasser...
I Abbildungsverzeichnis
21 Anhang
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Geographische Lage Nicaraguas 4
Abbildung 2: Exkursio...
Abbildungsverzeichnis II
Abbildung 50: Mangrovengebiet Isla Juan Venado 31
Abbildung 51: Bootstour durch das Mangrovengebi...
III Literaturverzeichnis
Literaturverzeichnis
Biwater (2009): „Así se salvara el xolotlán”, in La Brujula Semanal, Info-Fl...
Bericht zur großen ihwb-Fachexkursion nach Nicaragua 2015
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Bericht zur 18-tägigen Fachexkursion des Fachgebiets für Ingenieurhydrologie und Wasserbewirtschaftung der Technischen Universität Darmstadt nach Nicaragua.

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  1. 1. Große ihwb-Fachexkursion nach Nicaragua 2015 15.07.2015 – 03.08.2015 Veranstalter: Dr.-Ing. Jochen Hack Exkursionsbericht Gefördert durch: Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft Fachgebiet Ingenieurhydrologie und Wasserbewirtschaftung Förderverein des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft der Technischen Universität Darmstadt e. V.
  2. 2. 1 Inhaltsverzeichnis 3 Inhaltsverzeichnis 1......Einleitung 4 2......Exkursionsgruppe 7 3......Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit Managua – Programm zur Effizienzverbesserung der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung 8 4......Besichtigung der Trinkwasseraufbereitung und der Kläranlage in Boaco 10 5......RAMSAR-Feuchtgebiet Laguna Moyuá 12 6......Kaffee-Tour Selva Negra 14 7......Lago Apanás und Lago Asturias 16 8......Wasserkraftwerke Centroamérica und Larreynaga 18 9......Geothermie-Kraftwerk San Jacinto 20 10....Partneruniversität Universidad Technológica La Salle 22 11....Centro de Investigación y Desarrollo de Tecnologías Energéticas Ambientales 24 12....Schlachthofprojekt und Rio Chiquito 26 13....Modellfinca „Quinta Yolanda“ 28 14....Mangrovengebiet Isla Juan Venado 30 15....Vulkano-Boarding auf dem Cerro Negro 32 16....Centro para la Investigación en Recursos Acuáticos de Nicaragua 34 17....Kläranlage Managua 36 18....Windkraftpark „Camilo Ortega“ 38 19....Nicaragua-Kanal 40 20....Ometepe; Kajak-Tour Rio Istian, Wasserfall San Ramón 42 21....Anhang I Abbildungsverzeichnis I Literaturverzeichnis III
  3. 3. 4 1 Einleitung 1 Einleitung Berichterstatter: Nadine Hotzwik, Lisa Marie Hecker Abbildung 1: Geographische Lage Nicaraguas Nicaragua liegt in Zentralamerika und grenzt nördlich an Honduras und südlich an Costa Rica. An der Westküste des Landes befindet sich der Pazifik, an der Ostküste der Atlantik. Die Amtssprache ist Spanisch. Mit einer Größe von 130.000 km² ist Nicaragua in etwa doppelt so groß wie Bayern, jedoch leben mit ca. 5,9 Mio. nur etwa halb so viele Menschen in Nicaragua wie in Bayern. Der Westen des Landes ist wenig erschlossen, 90% der Bevölkerung leben in der Pazifikregion und größtenteils in der Hauptstadt Managua. Die Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Spanien erlangte Nicaragua 1821. Die Besetzung dauerte etwa 300 Jahre, wobei die Atlantikküste 200 Jahre unter britischem Einfluss stand. Die Hauptstadt Nicaraguas heißt Managua und befindet sich im Westen des Landes. Weitere große und bekannte Städte sind León und Granada. Nicaragua ist eines der ärmsten Länder Lateinamerikas (Pro-Kopf- Einkommen: etwa 1.850 US-Dollar; 2014). 43 % der Bevölkerung leben in Armut, die meisten von ihnen auf dem Land mit einem Tageseinkommen von weniger als einem US-Dollar. Besonders betroffen von Armut sind indigene Bevölkerung, Frauen und Jugendliche. Das Land verfügt mit dem Nicaraguasee über die größte Süßwasserreserve in Mittelamerika. Dennoch ist die Ressource Wasser insbesondere in der Pazifik- und der zentralen Bergregion knapp, die Qualität des Trinkwassers unzureichend. Hervorzuheben ist, dass das Land seinen Energiebedarf zu mehr als der Hälfte aus erneuerbaren Energien deckt. Andererseits verfügt das Land über große Naturreichtümer. Sieben Prozent der Tier- und Pflanzenarten, die weltweit bekannt sind, kommen hier vor. 57 Prozent der Arten Mittelamerikas gibt es in Nicaragua.
  4. 4. 1 Einleitung 5 Am 15. Juli 2015 sammelte sich unsere Gruppe, bestehend aus 24 Studenten und Studentinnen sowie den Betreuern Jochen Hack und Angela Rebscher, am Frankfurter Flughafen, um im Rahmen der Fachexkursion des Fachgebiets für Ingenieurhydrologie und Wasserbewirtschaftung voller Vorfreude die lange Reise nach Managua anzutreten. Vor uns lagen zweieinhalb Wochen in Nicaragua, dem Land der Seen und Vulkane, zweieinhalb Wochen voller neuer Erfahrungen, Abenteuer und vielfältiger, fachlicher Weiterbildung. Während des gesamten Aufenthalts bereisten wir in zwei Kleinbussen, gesteuert von den Fahrern Salvador und Felix, sicher und komfortabel insgesamt acht verschiedene Städte, zwei Universitäten, eine Insel, die schönsten Strände, steilsten Vulkane und vor allem eine Vielzahl an interessanten und beeindruckenden Infrastruktursystemen der Wasser- und Energiewirtschaft des Landes. Neben riesigen Turbinen im Geothermie-Kraftwerk San Jacinto, überwältigenden hydraulischen Bauwerken des Talsperrensystems Apanás, teils moderner Anlagen für die Reinigung von Abwasser oder die Aufbereitung von Trinkwasser, bekamen wir interessante Einblicke in Projekte der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) oder der Nichtregierungsorganisation BORDA und lernten damit wichtige Erfolgsfaktoren einer nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit kennen. Beeindruckend waren der offene Dialog mit den Leitern und Vertretern sowie ihr geduldiges Beantworten der zahlreichen fachlichen Fragen während der Besichtigungen. Wir hatten damit die Möglichkeit die praktische Umsetzung unserer theoretischen Studieninhalte hautnah zu erleben. Das Besondere des vielfältigen Exkursionsprogramms war, dass alle unsere Interessen, trotz verschiedener Studienschwerpunkte, abgedeckt wurden und wir zudem über unseren fachlichen Tellerrand hinaus schauen konnten. Trotz der vielen Programmpunkte kamen kulturelle Erlebnisse und Ausflüge in die einzigarte Natur während der Reise nicht zu kurz. Die besondere Herzlichkeit der Menschen spürten wir nicht nur während unseres Besuchs der La Salle Universität in Léon. Hier wurde mit großem Aufwand ein toller Informationstag organisiert, an dem uns viele Studenten die einzelnen Studienbereiche und interessante Projekte der Universität vorstellten. Reiseablauf Die Reise begann mit einem dreitägigen Aufenthalt in der Hauptstadt Managua, dem Start- und Endpunkt der Exkursion (s. Abbildung 2). Managua befindet sich im Westen, am zweitgrößten See des Landes, dem Managuasee, und ist mit knapp 1 Mio. Einwohner die bevölkerungsreichst Stadt des mittelamerikanischen Landes. Von Managua begaben wir uns zu einem Treffen mit der den GIZ-Vertretern des PROATAS-Programms und auf einen Tagesausflug in die Stadt Boaco, im gleichnamigen Departamento. Auf der Fahrt nach Boaco erhielten wir einen ersten Eindruck von der wunderschönen nicaraguanischen Landschaft. Die Kleinstadt Boaco befindet sich ca. 100 Kilometer östlich von Managua. Dort bekamen wir eine Führung der Wasseraufbereitungsanlage sowie der Kläranlage. Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg in den Norden des Landes, in das Hochland von Matagalpa in das Resort Selva Negra, auch bekannt als der nicaraguanische Schwarzwald. Die lange Reise in eine andere Klimazone bescherte uns geringere Temperaturen und eine höhere Luftfeuchte. Auf dem Weg dorthin lag das RAMSAR-Feuchtgebiet Laguna Moyuá. In Selva Negra verbrachten wir weitere vier Nächte. Von Selva Negra, als Ausgangspunkt unserer Tagesausflüge, besichtigten wir die größten und wichtigsten Stauseen und Wasserkraftanlagen des Landes sowie die Stadt Jinotega.
  5. 5. 6 1 Einleitung Abbildung 2: Exkursionsroute Am Ende unseres Aufenthaltes in der kälteren Klimazone begann die Weiterreise nach Léon. Die Fahrt zog sich weiter nach Westen durch das Landesinnere, nördlich vorbei am bereits bekannten Managuasee. Léon befindet sich im Westen ca. 25 km von der Pazifikküste entfernt und ist die bedeutendste Universitätsstadt des Landes. Die belebte Stadt ist mit ihrer hundertjährigen Basilika (UNESCO-Weltkulturerbe) bekannt für ihren barock- und neoklassizistischen Stil und unzählige Kirchen aus der spanischen Kolonialzeit verteilt über das gesamte Stadtgebiet. In León besuchten wir die Partneruniversität La Salle des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft, erfuhren mehr über das Schlachthofprojekt von BORDA sowie die Abwasserbehandlung von León. Schließlich besuchten die Modellfinca „Quinta Yolanda“. Mit einer Bootstour durch die Mangrovenwälder im Mündungsgebiet des Rio Chiquitos in den Pazifik ging ein Tag voller ereignisreicher, tierischer Beobachtungen mit einem Abendessen am Strand zu Ende. Von Léon aus ging es anschließend noch einmal für eine Nacht nach Managua. Dort besuchten wir das bedeutendste Wasserforschungszentrum der Universität UNAN. Danach folgte eine Besichtigung der zentralen Kläranlage von Managua. Von Managua aus reisten wir weiter in Richtung Süden des Landes nach Granada am Ufer des Nicaraguasees. Auf dem Weg nach Granada passierten wir zahlreiche Vulkane entlang der Vulkankette des Landes. Die wunderschöne Stadt hat ihre Strukturen des Kolonialstils erhalten können und lockt zahlreiche Touristen an. Von hier aus wurde der Windpark „Camilo Ortega“ und der zukünftige Verlauf des Nicaraguakanals in der Nähe von Rivas besichtigt. Anschließend folgte der letzte Teil des Exkursionsprogrammes. Wir fuhren erneut in den Süden des Landes nach Rivas, um von San Jorge aus mit der Fähre auf die Vulkaninsel Ometepe überzusetzen. Die letzten Tage wurden auf der Insel in vollen Zügen genossen und nach ausreichender Erholung begann die Rückreise nach Managua, um von dort aus am nächsten Tag den Flug nach Frankfurt am Main anzutreten. Managua León Boaco Matagalpa Jinotega Granada Ometepe Laguna Moyuá
  6. 6. 2 Exkursionsgruppe 7 2 Exkursionsgruppe Von Dr.-Ing. Jochen Hack kam die Idee einer Exkursion nach Nicaragua. Er hat die Exkursionsplanung übernommen und hat während der Exkursion als Gruppenleiter fungiert. Vor Ort unterstützte die gebürtige Nicaraguanerin Inés Lacayo, die an der TU Darmstadt am Fachgebiet für Ingenieurhydrologie und Wasserbewirtschaftung promoviert, die Gruppe. Angela Rebscher, die an der TU Darmstadt ihren Abschluss als M.Sc. Umweltingenieurwissenschaften erworben hat und derzeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet angestellt ist, vervollständigte das Betreuerteam der Exkursionsgruppe. Die 24 Studenten setzten sich aus den Studiengängen Umweltingenieurwissenschaften und Bauingenieurwesen zusammen. Dies waren: Anna Bach, Vera Behle, David Birkas-Kovats, Junija Brandt, Johannes Braun, Lisa Hecker, Nadine Hotzwik, Piet Jochem, Luisa Kannicht, Marcel Kaufmann, Chantal Kipp, Judith Mach, Laura Mathuni, Max Meyer, Dominik Müller, Marion Neumeister, Robin Schmid, Katharina Schneider, Dominik Scholand, Jessica Simon, Bettina Steiniger, Jakob Veith, Arne Wagner und Maria Zimmermann. Ziel der Fachexkursion war zum einen die theoretischen Vorlesungsinhalte anhand von Praxisbespielen zu veranschaulichen sowie exemplarisch darzustellen und zum anderen den Kontakt zu unserer Partneruniversität in León zu pflegen. Seit mehreren Jahren entsendet das Fachgebiet im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung Praktikanten an die Universidad Tecnológica La Salle in León, insgesamt bereits 12, und seit dem Wintersemester 2015/16 wird dieser Austausch um eine formelle Studien- und Austauschpartnerschaft über den DAAD ergänzt. Die Studien- und Austauschpartnerschaft ermöglicht jeweils bis zu drei Studierenden beider Hochschulen ein Vollstipendium für ein Austauschsemester. Die Fachexkursion ist somit auch als Auftakt zu dieser Hochschulpartnerschaft zu verstehen. Die zusätzlich zu dem Besuch der Partneruniversität durchgeführten Besichtigungen boten eine Vielzahl von interessanten Praxisbeispielen im Bereich der Wasser- und Energieinfrastruktur. Insbesondere in Bezug auf die Baustelle des Nicaraguakanals sind diese auch von außergewöhnlicher internationaler Bedeutung. Durch die engen und langjährigen Beziehungen unseres Fachgebiets nach Nicaragua konnten den Exkursionsteilnehmern besonders detaillierte Einblicke ermöglicht werden. Abbildung 3: Exkursionsgruppe (im Hintergrund: Lago Apanás)
  7. 7. 8 3 Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit 3 Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit Managua – Programm zur Effizienzverbesserung der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung Tag der Besichtigung: 16.07.2015 Berichterstatter: Bettina Steiniger, Vera Behle An unserem ersten Tag in Nicaragua sind wir nach dem Mittagessen ins Fortbildungszentrum des staatlichen Wasserversorgers ENACAL „Las Piedrecitas“ in Managua gefahren. Dort haben wir die Verantwortlichen des „Programms zur Effizienzverbesserung der Trinkwasser- versorgung und Abwasserentsorgung“ (PROATAS) getroffen. Dieses Projekt wird von der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) in Kooperation mit dem Nationalen Wasserver- und – entsorgungsunternehmen ENACAL von 2011 bis 2018 umgesetzt. Das Ziel des Programms ist die Verbesserung des Wasserressourcenmanagements sowie der städtischen Trinkwasser- und Sanitärversorgung. Schwerpunkte sind dabei sowohl die Sicherung der Wasserqualität von Oberflächengewässern als auch die quantitative und qualitative Verbesserung der Infrastrukturen. Seit den 80er Jahren ist die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Nicaragua tätig. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt im Wassersektor. Die GIZ berät die nicaraguanischen Partner dabei, die Trinkwasser- und Sanitärversorgung zu verbessern und die Wasserressourcen im städtischen Raum nachhaltig zu nutzen. Nach der Begrüßung, der Vorstellung des PROATAS-Teams und einer kurzen Erläuterung des Ablaufs unseres Besuchs durch Gereon Hunger, Leiter der Komponente 2 (Gestión Integrada de los Recursos Hídricos; s. Abbildung 6), hat Dr.-Ing. Jochen Hack den anwesenden Mitarbeitern der GIZ die TU Darmstadt und insbesondere auch die Arbeit am FG ihwb sowie die Kooperation mit der USLA vorgestellt. Anschließend wurde uns das Programm PROATAS näher erläutert, welches aus drei Komponenten besteht. Aldemar Puentes berichtete uns von der Komponente 1 und deren Aufgaben innerhalb des Programms. Diese Komponente befasst sich mit der städtischen Trinkwasser- und Sanitärversorgung, wobei die Optimierung der Managementprozesse und Betriebsabläufe des staatlichen Wasserversorgers im Mittelpunkt liegen. Die Komponente 2, Integriertes Wasserressourcen-Management wurde durch Gereon Hunger vertreten. Edith Méndez stellte die Wasserpolitikberatung, die zur Komponente 3 gehört, vor. Als kleine Aufmerksamkeit wurde uns während des Vortags ein frischer Saft und ein Obstsalat mit heimischen Früchten zur Erfrischung gereicht. Abschließend fand eine Diskussions- und Fragerunde statt, bei der die noch offenen Fragen beantwortet wurden. Erfolge des Programms PROATAS konnten bereits während der ersten fünf Laufzeitjahre erreicht werden, wie beispielsweise eine Verbesserung der Versorgungsdauer mit Trinkwasser für 50.000 Menschen. Über 8.000 Haushalte in den von ENACAL betreuten Außenstellen wurden an das Trinkwassernetz angeschlossen. In zwei Wassereinzugsgebieten im Westen Nicaraguas werden derzeit Wasserbewirtschaftungspläne umgesetzt, die praktische und klimasensible Maßnahmen zur nachhaltigen Nutzung und zum Schutz der Wasserressourcen beinhalten. Abbildung 4: Kartenausschnitt Nicaragua; Managua Managua
  8. 8. 3 Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit 9 Abbildung 5: Exkursionsgruppe zu Besuch bei der GIZ in Managua Abbildung 6: Vorstellung der Programm PROATAS, Gereon Hunger Abbildung 7: Gruppenbild beim Besuch der GIZ in Managua
  9. 9. 10 4 Besichtigung der Trinkwasseraufbereitung und der Kläranlage in Boaco 4 Besichtigung der Trinkwasseraufbereitung und der Kläranlage in Boaco Tag der Besichtigung: 17.07.2015 Berichterstatter: Jakob Veith, Max Meyer In Nicaragua sind 82 % der städtischen Haushalte an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen. Doch vielerorts fließt das kostbare Nass nur für wenige Stunden am Tag und nur an einigen Tagen in der Woche durch die Leitung. Nicht einmal 40 % der Haushalte sind an die Abwasserentsorgung angeschlossen. Viele Kläranlagen funktionieren oft nur eingeschränkt und gefährden zusätzlich die Gesundheit der Bevölkerung und die Umwelt. Fehlende institutionellen Strukturen und wasserwirtschaftliche Instrumente erschweren den wirksamen Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen. Die GIZ trägt mit dem PROATAS- Programms u.a. zur Verbesserung der Wasserver- und – entsorgung bei. Am Beispiel der Stadt Boaco wurde uns dies verdeutlicht. Am zweiten Exkursionstag ging es nach Boaco, einer beschaulichen Stadt im Landesinneren Nicaraguas. Wir trafen uns zunächst mit Vertretern der GIZ in der Stadt, die uns anschließend zu der außerhalb gelegenen Trinkwasseraufbereitungsanlage führten. Die Anlage war durch einen hohen Zaun und schwer bewaffnetes Sicherheitspersonal gut geschützt. Wir wurden freundlich empfangen und vom diensthabenden Ingenieur und den Vertretern der GIZ herumgeführt. Die Fließrichtung des Rio Boaco, auf den sowohl die gesamte Wasserversorgung als auch die Abwasserentsorgung der Stadt aufgebaut ist, verläuft annähernd von Nord nach Süd. Gespeist wird er von einem Einzugsgebiet, das größtenteils durch eine Waldlandschaft bestimmt ist, sodass keine nennenswerten Verschmutzungen des Wassers durch den Menschen vorliegen. Die Wasserentnahme befindet sich nördlich von Boaco, wo der kleine Fluss aufgestaut wird (s. Abbildung 9). Um eine Mindestwassertiefe zur Entnahme gewährleisten zu können, muss aus dem Stausee regelmäßig Sediment ausgebaggert werden. Von der Entnahmestelle fließt das Wasser unterirdisch zur Pumpenstation, die das Wasser in die Anlage pumpt. Die restliche Anlage besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen. Im ersten Schritt werden dem Wasser Stoffe zur pH-Wert Regulierung sowie Flockungsmittel zugesetzt und die flockengebundenen Partikel in einem Lamellenabscheider aus dem Wasser entfernt (s. Abbildung 10). Im zweiten Schritt wird das Wasser mit Chlor versetzt, kontrolliert und in das örtliche Verteilungsnetz abgegeben. Wir konnten den Lamellenabscheider besichtigen und den Absetzungsprozess der flockengebundenen Schmutzpartikel beobachten. In der Schaltzentrale, die aus einem PC mit zwei Bildschirmen besteht, wird das Monitoring der Anlage durchgeführt. Die Kläranlage von Boaco befindet sich, gemäß dem hydraulischen Gefälle, flussabwärts süd- westlich der Stadt. Zunächst fließt dort das Wasser durch drei Rechen unterschiedlicher Stababstände. Den Rechen folgen ein Venturi-Kanal zur Durchflussmessung und mehrere Stufen zur mechanischen Reinigung. Der anfallende Schlamm der anaeroben Belebung (s. Abbildung 11) wird auf Trockenbeeten entwässert. Die UV-Bestrahlungsanlage kurz vor Ende der Anlage war bei unserem Besuch leider nicht in Betrieb. Ein weiterer Venturi-Kanal ist am Ende der Anlage, vor der Einleitung in den Rio Boaco um eine Bilanz von zugeführtem zu abgeführtem Wasser zu ermöglichen. Abbildung 8: Kartenausschnitt Nicaragua; Boaco Boaco
  10. 10. 4 Besichtigung der Trinkwasseraufbereitung und der Kläranlage in Boaco 11 Abbildung 11: Gruppenbild auf dem Damm des Stausees (Überlaufbauwerk im Hintergrund) Abbildung 12: Anaerobes Belebungsbecken der Kläranlage von Boaco Abbildung 10: Flockung und Absetzbecken der Aufbereitungsanlage Abbildung 9: Stausee der Aufbereitungsanlage
  11. 11. 12 5 RAMSAR-Feuchtgebiet Laguna Moyuá 5 RAMSAR-Feuchtgebiet Laguna Moyuá Tag der Besichtigung: 17.07.2015 Berichterstatter: Jakob Veith, Max Meyer Auf der Fahrt von Managua zur Ecolodge Selva Negra wurde die Laguna Moyuá besichtigt. Diese ist Teil des See-Systems Playitas-Moyuá-Tecomapa. Das 12 km² große Feuchtgebiet ist seit 2011 ein Schutzgebiet des Ramsar-Abkommens für Feuchtgebiete, insbesondere als Teil des Lebensraums für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung. Das Abkommen wurde am 2. Februar 1971 in Ramsar geschlossen und ist damit eines der ältesten internationalen Vertragswerke zum Naturschutz. Bis heute ist es das einzige internationale Umweltschutzabkommen, das sich spezifisch mit einem Ökosystem beschäftigt. Im Laufe der Jahre wuchs das Spektrum über die reine Naturschutzarbeit zur Vielfalt von Feuchtgebieten, einschließlich Seen, Mooren, Karstgebieten und anderen wasserabhängigen Ökosystemen hinaus und integrierte immer stärker die Schnittmengen zwischen Naturschutz, den Ökosystemdienstleistungen und damit verbundenen wirtschaftlichen Bedeutung im Sinne einer nachhaltigen Nutzung. Derzeit genießen 2.187 Gebiete mit fast 2,1 Millionen km² den Schutz gemäß den Richtlinien der Konvention; sie verteilen sich auf 168 Staaten (Stand Juli 2014). Das System besteht aus dem See Moyuá aus zwei saisonalen Frischwasserseen, mehreren, intermittierenden Flüssen, Sumpfgebieten und landwirtschaftlich genutzten Überflutungsflächen. Die lokale Bedeutung des Systems liegt neben der hohen Biodiversität darin, dass es sich in diesem verhältnismäßig trockenen Gebiet Nicaraguas um ein Oberflächenwasser-System handelt. Bereits seit 2006 besteht für das Gebiet daher ein Management- und Entwicklungsplan (Ramsar, 2011). Unsere Besichtigung bestand aus einer Bootstour mit anschließender Erkundung des Naturschutzgebietes. Da es zu wenig Boote für die große Gruppe gab, musste die Bootsfahrt zum anderen Ufer der Laguna Moyuá in zwei Etappen erfolgen. Nachdem alle am anderen Ufer angelangt waren, ging es über Pfade durch das Gebiet. Begleitet wurde die Gruppe von einer Nicaraguanerin, die uns die Tier- und Pflanzenwelt erklärte. Auf unserem Weg haben wir viele Rinderweiden passieren müssen, da in diesem Gebiet viel Rinderzucht betrieben wird. Aufgrund der Rodung der Bäume für Freiflächen kommt es vermehrt zu Erosion. Um dies zu unterbinden wurden die Ufer mit Stufen versehen, damit der Boden nicht in den See weggeschwemmt wird. Eine weitere Besonderheit in diesem Gebiet war, dass man die Fundplätze von Petroglyphen und Hügelgräbern besichtigen konnte. Jedoch wurden die Fundstücke bereits für weitere Untersuchungen abtransportiert, sodass wir diese selbst nicht zu Gesicht bekamen. Es wird vermutet, dass noch mehr Petroglyphen zu finden sind (s. Abbildung 15). Nach der kleinen Wandertour am Ufer entlang wurde die Gruppe wieder zu den Bussen auf der anderen Seite des Sees befördert, um die Fahrt in Richtung Selva Negra fortzusetzen. Abbildung 13: Kartenausschnitt Nicaragua; Laguna Moyuá Laguna Moyuá
  12. 12. 5 RAMSAR-Feuchtgebiet Laguna Moyuá 13 Abbildung 14: Überfahrt zum anderen Ufer Abbildung 15: Fundort von Petroglyphen und Hügelgräbern Abbildung 16: Gruppenbild an der Laguna de Moyuá
  13. 13. 14 6 Kaffee-Tour Selva Negra 6 Kaffee-Tour Selva Negra Tag der Besichtigung: 19.07.2015 Berichterstatter: Junija Brandt, Marion Neumeister Die Kaffee-Farm „Selva Negra“ befindet sich im Umland der Stadt Matagalpa im zentralen nördlichen Hochland des Landes. Matagalpa ist die Hauptstadt des Departamentos Matagalpa, mit 485.500 Einwohnern der zweitgrößte Verwaltungsbezirk in Nicaragua. Die gesamte Region zu der auch die Stadt und das gleichnamige Departamento Jintoga gehören ist aufgrund des weitverbreiteten Kaffeeanbaus von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung für Nicaragua. Neben Kaffee wird auch Kakao angebaut. Bei unserem mehrtägigen Aufenthalt auf der Kaffee-Farm in Selva Negra bestand die Möglichkeit an einer Kaffee- Tour teilzunehmen. Hierbei wurde zuerst die Kaffeepflanze an sich gezeigt, die auf den Plantagen unter rein biologischen Bedingungen angebaut wird. Vor Ort wurden die verschiedenen Pflanzenarten und Eigenschaften sowie Anbau und natürliche Pflanzenschutzmaßnahmen vorgestellt. Anschließend ging es weiter zu den Verarbeitungsplätzen des Rohkaffees. Der Weg dorthin führte an einem Labor vorbei, in dem sowohl die aktuelle Kaffeequalität überwacht wird, wie auch die Herstellung natürlicher Pflanzenschutzmittel aus einigen heimischen Pflanzen stattfindet. An unterschiedlichen Ausstellungstücken wurde die frühere Verarbeitungsweise dargestellt. An einer Wand waren die verschiedenen Bearbeitungsschritte und das damit verbundene Aussehen der Kaffeebohne abgebildet. Da wir außerhalb der Erntezeit vor Ort waren, war die Waschanlage für die Kaffeebohnen außer Betrieb, sodass wir diese ohne weiteres besichtigen konnten. Um selbst für einen guten Dünger in Form von Humus sorgen zu können, werden in einem abgetrennten Bereich Regenwürmer gezüchtet. In verschiedenen Gewächshäusern werden Kaffeepflanzen kultiviert, um beschädigte oder nicht rentable Pflanzen auf den Plantagen zu ersetzen. Am Ende des Rundgangs fand ein Testen verschiedener Kaffeesorten statt (s. Abbildung 20). Dabei wurden drei unterschiedliche Sorten aufgebrüht und nach kurzer Einweisung in die beste Verkostungstechnik des Kaffees auf unterschiedliche Geschmacksnoten getestet. Dabei wird mit Hilfe eines Esslöffels der Kaffee aus der Tasse genommen und möglichst geräuschvoll in den Mund eingezogen. Zum Vergleich standen der vor Ort angebaute und geröstete Bio-Kaffee sowie zwei anderen Sorten unterschiedlicher Hersteller und Herkunftsländer. Abbildung 17: Kartenausschnitt Nicaragua; Ecolodge Selva Negra
  14. 14. 6 Kaffee-Tour Selva Negra 15 Abbildung 18: Kaffee-Tour in Selva Negra Abbildung 19: Aufzucht der Kaffeepflanzen Abbildung 20: Geschmackstest verschiedener Kaffeesorten
  15. 15. 16 7 Lago Apanás und Lago Asturias 7 Lago Apanás und Lago Asturias Tag der Besichtigung: 20.07.2015 Berichterstatter: Laura Mathuni & Chantal Kipp Der Anteil erneuerbarer Energien an Nicaraguas Energieversorgung lag im Jahr 2014 bei 53 % und soll bis 2027 auf 91 % erhöht werden. Zum Vergleich: Der Anteil von erneuerbaren Energien am deutschen Strommix betrug zum gleichen Zeitpunkt 25 %. Die starke Abhängigkeit gegenüber der Erdölbranche für die Energieversorgung soll minimiert werden und zusätzlich sollen bis 2020 90% der Bevölkerung an das elektrische Energienetz angeschlossen werden. Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, erließ die Regierung 2005 ein „Gesetz zur Förderung der Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien“. Hierin sind, unter anderem, steuerliche Anreize für Unternehmen, die Strom aus erneuerbaren Energien produzieren wollen, festgehalten. Sie sind beispielweise von Zollgebühren, der Mehrwertsteuer und der Einkommenssteuer befreit. Insgesamt ist das große Potential der erneuerbaren Energien durch Wasserkraft, Geothermie, Biomasse und Windenergie in Nicaragua bisher nur zu 8 % genutzt. Das Erreichen der angesetzten Ziele wird mit dem Ausbau dieser Sektoren zu erreichen sein. Im Rahmen des Themenblocks „Wasserkraft“ besichtigen wir am 20. Juli zunächst die Stauseen Lago Asturias und Lago Apanás, der Stausee für das älteste, große Wasserkraftwerk Nicaraguas. Der Lago Asturias hat eine Fläche von 7 km² und ist damit der kleinere der beiden Seen. Er wird durch den Rio Quebradón gespeist (s. Abbildung 22). Dieser verläuft nicht mehr in seinem natürlichen Flussbett, sondern wird aufgestaut und über einen Kanal mithilfe zwei Tunneln bis in den See geleitet. Das System des Lago Asturias wurde nachträglich als Wasserreserve für den Lago Apanás installiert, um den Wasserspiegel im engen Entnahmebereich besser stabilisieren zu können. Vor Ort war zu sehen, dass das Hochwasserentlastungsbauwerk des Lago Asturias bereits enorme Schäden aufweist, welche aufgrund der enormen Kräfte in einem Hochwasserentlastungsfall entstehen. Es ist in seiner Funktion nahezu nicht mehr existent. Der Lago Apanás als größter Stausee Nicaraguas hat eine Fläche von 54 km² und wird durch den Rio Tuma gespeist. Der Mancotal-Staudamm ist dabei für die Aufstauung des Lago Apanás zuständig und trennt beide Seen voneinander. Der Erddamm ist 50 m hoch und über eine Straße befahrbar. Von dort aus sind ein Hochwasserentlastungsbauwerk in Form eines Kelchüberlaufs, welches den Namen „Morning Glory“ (s. Abbildung 23) trägt sowie eine Pumpstation, mit der bei Bedarf Wasser aus dem angrenzenden Lago Asturias in den Lago Apanás gepumpt werden kann, zu sehen. Etwa 200 m davon entfernt befindet sich ein zweites Hochwasserentlastungsbauwerk in Form einer betonierten Rampe (s. Abbildung 24), welches nachträglich errichtet wurde, da der Kelchüberlauf sich in der Vergangenheit, u.a. während des Hurrikane „Mitch“ im Jahr 1998, als nicht ausreichend zeigte. Lago Apanás/ Asturias Abbildung 21: Kartenausschintt Nicaragua; Lago Apanás und Lago Asturias
  16. 16. 7 Lago Apanás und Lago Asturias 17 Abbildung 22: Überleitungsanal des Rio Quebradón zum Lago Asturias Abbildung 23: Lago Apanás und Kelchüberlauf "Morning Glory" Abbildung 24: Zusätzliches Hochwasserentlastungsbauwerk des Lago Apanás
  17. 17. 18 8 Wasserkraftwerke Cenroamérica und Larreynaga 8 Wasserkraftwerke Centroamérica und Larreynaga Tag der Besichtigung: 21.07.2015 Berichterstatter: Arne Wagner, Dominik Scholand Am Dienstag, den 21.07.2015 wurden die beiden Wasserkraftwerke Centroamérica und Larreynaga der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft ENEL besichtigt. Empfangen wurde die Exkursionsgruppe von Felix Giro (Elektrotechnik-Ingenieur) und Lenard Prisonis (Mechaniker für Wartung und Betrieb der Anlagen), die zunächst einen Vortrag über die beiden Kraftwerke hielten. Das Wasserkraftwerk Centroamérica ist das ältere der beiden Kraftwerke und wurde 1965 in Betrieb genommen. Es war eine sogenannte „Pionierleistung“ Nicaraguas, da es die erste größere Anlage dieser Art darstellte. Im anschließend besichtigten Maschinenhaus haben wir die zwei vertikal eingebauten Francis-Turbinen mit einer Fallhöhe von ca. 268 m und einer Gesamtleistung von 205 GWH sowie die Schaltzentrale besichtigen können (s. Abbildung 27). Das benötigte Wasser wird aus dem Apanás-Stausee mittels eines künstlich angelegten Kanals und entsprechenden Druckrohrleitungen zu den Turbinen geführt. Die Druckrohrleitungen (Tuberia Forzada) sind 672 m lang, haben jeweils einen Durchmesser von 2,75 m und fördern jeweils 11 m³/s (s. Abbildung 26). Aus dem Stausee kann jedoch nicht beliebig viel Wasser entnommen werden, da es gesetzliche Grenzen bezüglich des Wasserstandes des Apanás- Stausees gibt. Daher gilt es einen Wasserstand von 951,5 m ü NN nicht zu unterschreiten. Da der maximal mögliche Wasserstand des Stausees, bevor dieser durch den „Morning Glory“ entlastet wird, 956,5 m ü NN ist, können der Anlage bis zu 5m Wasserstand zur Verfügung stehen was bei einer Fläche von 540 km² einer Wassermenge von ca. 225,25 Mio. m³ entspricht. Nach der Besichtigung des Maschinenhauses sind wir ein Stück weiter gefahren, um uns den Wasserauslauf des Kraftwerks anzuschauen. Dieses Wasser wird dabei erneut aufgestaut und dient dem unterhalb gelegenen Kraftwerk Larreynaga erneut zur Energieerzeugung. Larreynaga ist das neuste Wasserkraftwerk ENELs und befindet sich aktuell noch in der Testphase. Es ist mit dem Stausee durch einen ca. 350 m langen künstlichen unterirdischen Tunnel verbunden. Nach einer weiteren Fahrt konnte das Krafthaus mit seinen zwei Turbinen besichtigt werden. Dort befinden sich zwei horizontal eingebaute Francis Turbinen mit einer jeweiligen maximalen Leistung von 8,97 MW (s. Abbildung 28). Im späteren Betrieb soll die Anlage nicht nur zur Stromerzeugung genutzt werden, sondern auch zur Netzstabilisierung. Nach Durchlaufen der ca. drei monatigen Testphase wird das Kraftwerk den Regelbetrieb aufnehmen. Die besichtigten Wasserkraftwerke sind Teil einer Kaskade verschiedener bereits installierter oder geplanter Kraftwerke, welche dem Rio Viejo vom Lago Apanás bis in den Manguasee folgen. Centroamérica Larreynaga Abbildung 25: Kartenausschnitt Nicaragua; Waserkraftwerke Centroamérica und Larreynaga
  18. 18. 8 Wasserkraftwerke Cenroamérica und Larreynaga 19 Abbildung 26: Wasserkraftwerk Centroamérica Abbildung 27: Wasserkraftwerk Centroamérica; Generator der Francis-Turbine Abbildung 28: Wasserkraftwerk Larreynaga; Sicht auf die beiden Francis-Turbinen
  19. 19. 20 9 Geothermie-Kraftwerk San Jacinto 9 Geothermie-Kraftwerk San Jacinto Tag der Besichtigung: 22.07.2015 Berichterstatter: Piet Jochem, Dominik Müller, Robin Schmid Am 22. Juli verließen wir die Ecolodge Selva Negra und machten uns auf den Weg nach León. Während in Selva Negra kühle Temperaturen um 20 °C herrschten, stieg die Außentemperatur während der Fahrt deutlich über 30°C. Auf dem Weg nach León besichtigten wir das Geothermie-Kraftwerk San Jacinto-Tizate. Dieses befindet sich im Nordwesten Nicaraguas in der Nähe des Ortes San Jacinto, ca. 150 km von unserem Startpunkt in Selva Negra entfernt. Betrieben wird das rund 300 Millionen US-$ teure Kraftwerk durch die Firma Proyecto Eléctrico de Nicaragua, S.A. (PENSA). Die Besichtigung des Geothermie-Kraftwerks begann mit einer Begrüßung durch das Kraftwerkspersonal. Trotz der hohen Temperaturen war es aus Sicherheitsgründen erforderlich, lange Kleidung zu tragen. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung und Ausgabe von Schutzhelmen im Verwaltungsgebäude des Kraftwerks, wurde die Gruppe zunächst in den Kontrollraum geführt (s. Abbildung 30), wo ein Eindruck der technischen Überwachung und Steuerung des Kraftwerks vermittelt wurde. Aktuell wird in dem Kraftwerk eine elektrische Gesamtleistung von ca. 60 MW erzeugt. Hierbei wird das sogenannte Hot-Dry-Rock-Verfahren eingesetzt, bei dem jeweils durch separate Brunnen kaltes Wasser in den Untergrund befördert und erhitzt wieder entnommen wird. Einer der Mitarbeiter erklärte, dass die erzeugte Leistung durch die Bohrung von weiteren Entnahmebrunnen weiter gesteigert werden soll, da die maximale Leistung der Turbinen aktuell nicht ausgeschöpft wird. Nach dem Kontrollraum wurde die Turbinenhalle besichtigt. Hier wird die thermische Energie des aus den Entnahmebrunnen kommenden Wasserdampfs mittels zweier Dampfturbinen in elektrische Energie umgewandelt. In einem außerhalb der Turbinenhalle angeschlossen Kondensator wird dieser wieder verflüssigt und dem Kühlsystem zugeführt. Dieses besteht aus mehreren aneinandergereihten Kühltürmen. Durch die Nutzung dieses Wassers sowohl für die Kühlung der Turbinen, als auch durch eine Weiterverwendung als Injektionsmedium entsteht ein geschlossener Wasserkreislauf. Vom Dach der Kühltürme bekam man einen Eindruck von der Gesamtgröße der Anlage sowie der umgebenden vulkanischen Landschaft (s. Abbildung 31). Abschließend wurde noch ein Feld von Injektions- sowie Entnahmebrunnen besichtigt. Nachdem sich die Gruppe beim Kraftwerkspersonal bedankt hatte, wurde noch ein gemeinsames Gruppenfoto geschossen (s. Abbildung 32), bevor die Weiterfahrt in die ca. 20 km entfernte Stadt León anstand. Abbildung 29: Kartenausschnitt Nicaragua; Geothermiekraftwerk San Jacinto San Jacinto
  20. 20. 9 Geothermie-Kraftwerk San Jacinto 21 Abbildung 30: Führung im Geothermie-Kraftwerk San Jacinto; hier: Kontrollraum Abbildung 31: Blick vom Dach des Kühlturmgebäudes Abbildung 32: Gruppenbild nach der Führung im Geothermie-Kraftwerk San Jacinto
  21. 21. 22 10 Partneruniversität Universidad Technológica La Salle 10 Partneruniversität Universidad Technológica La Salle Tag der Besichtigung: 23.07.2015 Berichterstatter: Anna Bach Am 23.07. besuchten wir unsere Partneruniversität, die Universidad Tecnológica La Salle (ULSA), in León. Mit dieser besteht bereits seit 2012 eine institutionelle Zusammenarbeit und seit 2013 eine offizielle Kooperationspartnerschaft. Dort angekommen wurden wir direkt vom Universitätsdirektor Manuel Orozco Calderón herzlich empfangen. Nach einer Einführung stellte Jochen Hack die TU Darmstadt und das FG ihwb mittels einer kurzen Präsentation für die Anwesenden des Lehrkörpers der USLA vor. Anschließend informierte uns eine Mitarbeiterin über die Universität La Salle. Dabei wurden u.a. der Aufbau der ULSA, ihre Studiengänge sowie deren Philosophie thematisiert. Neben 28 Angestellten und 3 Hilfswissenschaftlern befinden sich derzeit 575 Studenten an der Universität. Das integrierte Instituto Politécnico ermöglicht weiteren 350 Schülern das Erreichen eines Fachabiturs. Das Politécnico existiert bereits seit 1903. Später entwickelte sich aus dem Politécnico die ULSA, welche offiziell 2009 gegründet wurde. Die Universidad Tecnológica La Salle ist eine private Universität und somit ohne staatliche Gelder finanziert. Die Semesterkosten der Universität betragen ca. 70 Euro pro Monat, Schüler zahlen monatlich 15 Euro für den Besuch des Politécnico. Zwar gibt es in Nicaragua kein Bafög, jedoch besitzen nach den Angaben der Vortragenden ca. ein Drittel der Studenten ein Stipendium. Trotz der Beiträge werden die Kosten der Universität allerdings derzeit nicht vollständig gedeckt. Aus diesem Grund bietet die ULSA über eine Stiftung unter anderem verschiedene Dienstleistungen (z.B. Möbelbau) für die Öffentlichkeit an, um sich damit und in Zukunft vollständig zu finanzieren. Auch über verschiedene fachliche Weiterbildungsangebote wird versucht zusätzliche Einnahmen zu generieren. Ein Ingenieursstudium ist für fünf Jahre angesetzt, wobei das Hochschuljahr im Januar beginnt und im Dezember endet und in viermonatige Trimester eingeteilt ist. Am Ende jedes Trimesters folgen die Prüfungen. Das letzte Studienjahr beinhaltet ein Trimester Vorlesungen und zwei Trimester zur Durchführung eines Abschlussprojektes sowie zur Anfertigung der Monografie (ähnlich der Diplomarbeit bzw. Masterthesis). Nach dem Ingenieursstudium bietet die ULSA verschiedene Postgraduiertenstudiengänge als Aufbaustudium an. Nach der Vorstellung der ULSA und einem Snack aus der Mensa erfolgte eine Einteilung in drei Gruppen. In diesen Gruppen wurden wir durch die Uni geführt und durchliefen mehrere von Studenten vorbereitete interaktive Stationen. Neben interessanten Vorträgen über Solarkraft und Fotovoltaik-Anlagen, Wasserkraftnutzung, Turbinen und Generatoren, Biogasgewinnung und –nutzung sowie die Vorführung solcher Anlagen und Geräte vor Ort, wurde uns die Möglichkeit geboten von Studenten entwickelte Prototypen selbst anzuwenden (s. Abbildung 34). Beispielsweise durften wir eine in einer Projektarbeit entwickelte, computergesteuerte Hand bedienen oder einen ferngesteuerten Roboterarm zur Fertigungstechnik steuern sowie mit einer Wärmebildkamera Aufnahmen machen. Abbildung 33: Kartenausschnitt Nicaragua; Universidad Technológica La Salle León
  22. 22. 10 Partneruniversität Universidad Technológica La Salle 23 Anschließend an den Rundgang über das Unigelände wurden wir zu einem gemeinsamen Nachmittagsessen in der Mensa mit dem Schulleiter und den Mitarbeitern eingeladen. Auf diese Pause folgte das Treffen mit den Studenten. Nach einem einleitenden Vortrag des Schulleiters folgte erneut Jochen Hack mit einer allgemeinen Vorstellung über die TU Darmstadt und das FG ihwb. Danach präsentierten Luisa Kannicht und David Birkas, beides ehemalige Praktikanten der TU Darmstadt an der ULSA, auf Spanisch allgemeine Informationen über die TU Darmstadt, das Studentenleben und sehenswerte Orte in Darmstadt. Die Veranstaltung bot insbesondere für die Studenten beider Universitäten die Möglichkeit sich über die angebotenen Austauschprogramme, sowie die dahinter stehenden Universitäten und Städte zu informieren. Die Vortragsreihe beendete Prof. Waltraud Kofer, eine in León arbeitende Langzeitprofessorin vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V.) mit einer Präsentation über internationale Zusammenarbeit und Beziehungen auf Hochschulebene. Nach einem kurzen Austausch mit den Studenten verabschiedeten und bedankten wir uns für diesen interessanten und informationsreichen Tag und die Einblicke in die Arbeiten der Studenten sowie das Universitätsleben. Abbildung 34: Vorführung eines Windkraftmodells Abbildung 35: Treffen mit Studenten der ULSA; Präsentation der TU Darmstadt
  23. 23. 24 11 Centro de Investigación y Desarollo de Tecnologías Energéticas Ambientales 11 Centro de Investigación y Desarrollo de Tecnologías Energéticas Ambientales Tag der Besichtigung: 23.07.2015 Berichterstatter: Katharina Schneider, Maria Zimmermann Das CIDTEA (Centro de Investigación y Desarrollo de Tecnologías Energéticas Ambientales) ist ein Forschungsinstitut an der ULSA, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, die Einwohner Nicaraguas durch die Entwicklung möglichst einfacher Technologien mit dezentralen erneuerbaren Energien zu versorgen. Die Idee für ein solches Forschungs- und Entwicklungszentrum hatte Markus Neubert vor zwei Jahren, nachdem er sich für eine Stelle als Koordinator im Bereich Erneuerbare Energien an der Universität León beworben hatte. Seitdem entwickelte sich das Institut stetig weiter. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt dabei aktuell im Bereich der Biokraftstoffe. Hier wird bis heute stetig daran gearbeitet möglichst einfache Techniken zur Energieerzeugung zu entwickeln. In den Gesprächen mit Markus Neubert betonte er immer wieder: „Es muss eine ganz einfache Technik sein, sonst wird sie von den Menschen hier nicht angewendet. Unsere Leute müssen also kreativ sein!“. Die Autos und Traktoren der Universität La Salle fahren bereits mit eigens hergestelltem Biodiesel und auch eine Kooperation mit Landwirten wurde schon hergestellt. Biokraftstoffe bieten jedoch wesentlich mehr Potential – gerade im Hinblick auf den Klimawandel. Ziel ist es, die Methanproduktion bzw. CO2- Produktion durch das CO2-neutrale Biogas zu vermindern und die Menschen zusätzlich mit Energie versorgen zu können. „Gerade in ländlichen Gegenden gibt es häufig noch nicht einmal Licht, aber reichlich Kühe!“, so Neubert, „Gerade das bietet reichlich Potential für eigene kleine Biogasanlagen mit kleinem Motor.“ Durch den Kontakt zur TU Darmstadt hat sich das CIDTEA auch im Bereich Wasserkraft und Wasserwirtschaft etabliert. Dabei wurden mithilfe zahlreicher Praktikanten der TU Darmstadt (insgesamt 12; Stand: 2015) schon einige Wasserkraftprojekte unterstützt und umgesetzt. Erster Praktikant war David Birkas, durch den auch - über die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Nicaragua - der Kontakt zwischen der TU Darmstadt bzw. dem Fachgebiet für Ingenieurhydrologie und Wasserbewirtschaftung unter der Leitung von Dr.-Ing. Jochen Hack mit dem CIDTEA geknüpft wurde. Mittlerweile werden sogar erste Projekte aus der Privatwirtschaft umgesetzt, was die beträchtliche Entwicklung des Instituts noch einmal verdeutlicht. Jährlich kommen mehrere Studenten der TU Darmstadt nach León, um ihr Wissen zu erweitern und das CIDTEA tatkräftig bei seinem Wachstum zu unterstützen. Auch auf dem Gebiet des Gewässerschutzes und der integrierten Flussgebietsbewirtschaftung werden Praktikanten der TU Darmstadt am CIDTEA beschäftigt. Dabei haben sich Praktikanten in den letzten Jahren intensiv mit der Gewässerbelastung des Rio Chiquito befasst. Dieser Fluss durchfließt die Stadt León und mündet nach ca. 4o km Fließstrecke im Naturschutzgebiet Isla Juan Venado, einem artenreichen Mangrovenwald im Mündungsgebiet in den Pazifik. Abbildung 36: Kartenausschnitt Nicaragua; CIDTEA León
  24. 24. 11 Centro de Investigación y Desarollo de Tecnologías Energéticas Ambientales 25 Abbildung 37: Besuch des CIDTEAs, rechts im Bild Markus Neubert Abbildung 38: Kleiner Biogasspeicher der CIDTEA Abbildung 39: Labor für die Herstellung und Optimierung von Bioethanol
  25. 25. 26 12 Schlachthofprojekt und Rio Chiquito 12 Schlachthofprojekt und Rio Chiquito Tag der Besichtigung: 24.07.2015 Berichterstatter: Jessica Simon, Judith Mach Am 24.07. wurde der Schlachthof von León besichtigt. Unsere Gruppe wurde dabei von Phillip Grimm empfangen, der als Freiwilliger des Programms Weltwärts für die Bremer Organisation BORDA (Bremen Overseas Research & Development Association) arbeitet. Diese gestaltet aktuell vorwiegend dezentrale Abwasser- und Sanitärprojekte (sog. DEWATS) im asiatischen Raum. Beim Schlachthofprojekt in León handelt es sich um das erste Abwasserprojekt, welches BORDA in Lateinamerika durchführt. Das Ziel ist es, ein funktionierendes Abwasserkonzept für den Schlachthof zu entwickeln. Sollte dieses Projekt erfolgreich sein, kann es anschließend für andere Gewerbe übernommen werden. Der Schlachthof gehört zwar der Stadt, jedoch werden die Schlachtungen selbst von Metzgern durchgeführt, welche von den jeweiligen Landwirten beauftragt werden. Dabei liegt der Durchschnitt bei etwa 35 bis 50 geschlachteten Rindern und 25 geschlachteten Schweinen pro Tag. Bei der Reinigung des Schlachthofes fallen derzeit ca. 60.000 Liter Abwasser pro Tag an. Das Abwasser ist mit Blut, Haut und Feststoffen verunreinigt, hinzu kommt eine starke Geruchsbelästigung. Das Abwasser wurde bislang ohne Aufbereitung in den Rio Chiquito eingeleitet. Das Abwasserkonzept für den Schlachthof besteht aus drei unterschiedlichen Teilen. Der erste befasst sich mit der Optimierung der Schlachtung im Hinblick auf den Ressourcenverbrauch und Hygiene. Der hohe Wasserverbrauch bei der Schlachtung und insbesondere bei der Reinigung soll durch die Anschaffung von Hochdruckreinigern um bis zu 75 % verringert werden. Der zweite Teil des Konzepts befasst sich mit der Reinigung des Abwassers. Die gröbsten Verunreinigungen werden durch ein Sieb im Kanal aufgefangen. Anschließend erreicht das Abwasser eine ebenfalls installierte Biogasanlage. In dem Biogassettler wird der Schlamm vom Wasser durch einfache Sedimentation getrennt, wobei der Schlamm anschließend in zwei Biogastanks weitergeleitet wird. Das hierdurch gewonnene Biogas wird innerhalb der Anlage unter anderem für das Krematorium verwendet. Danach gelangt das Abwasser in ein weiteres Becken, in welchem sich Membranlamellen sowie Vulkansteine zur anaeroben Filtration befinden. Im dritten Teil des Abwasserkonzepts werden die während der Reinigung erzeugten Stoffe für die Düngung und Bewässerung eines Landwirtschaftsprojekts direkt auf dem Schlachthofgelände verwendet. Hierbei handelt es sich um ein Projekt zur Veranschaulichung des potentiellen Nutzens von aufbereitetem Abwasser. Das geerntete Gemüse wird momentan an Hotelketten verkauft. Das Projekt hat jedoch mit einigen Problemen zu kämpfen. Zum Beispiel mangelt es an einem Verantwortungsgefühl für die Anlagen des Schlachthofes, da die Schlachter selbst nicht vom Abbildung 40: Kartenausschnitt Nicaragua; Schlachtof León, Rio Chiquito León
  26. 26. 12 Schlachthofprojekt und Rio Chiquito 27 Schlachthof angestellt sind. Zudem wird dem geernteten Gemüse mit großer Skepsis begegnet, da es mit gereinigtem Abwasser bewässert wurde. Nach dem Schlachthof wurden die Oxidationslagunen der Abwasseraufbereitung der Stadt León (s. Abbildung 42) sowie der Rio Chiquito (s. Abbildung 43) besichtigt. In diesen Lagunen wird das Abwasser von León mittels einer biologischen Reinigung aufbereitet. Durch das Einleiten des Schlachthofabwassers wurden die ohnehin schon stark beanspruchten Lagunen zusätzlich belastet. Eine mechanische Reinigungsstufe war zwar geplant, jedoch wurden nach der Fertigstellung dieser Stufe diverse Teile entwendet, sodass sie zurzeit funktionsunfähig ist. Eine chemische Reinigungsstufe des Abwassers ist nicht vorhanden. In Summe ergibt sich daher eine äußerst problematische Aufbereitungssituation für das Abwasser von León. Dies kann man unter anderem auch bei der Einleitung des aufbereiteten Abwassers in den Rio Chiquito erkennen, da hierbei eine starke Schaumbildung auftritt. Abbildung 41: Führung durch den Schlachthof durch Philip Grimm, Borda Abbildung 43: Schaumbildung am Rio Chiquito Abbildung 42: Abwasserbehandlung León; Oxidationslagunen
  27. 27. 28 13 Modellfinca Quinta Yolanda 13 Modellfinca „Quinta Yolanda“ Tag der Besichtigung: 24.07.2015 Berichterstatter: Katharina Schneider, Maria Zimmermann Die Quinta Yolanda bei León ist eine kleine ökologische Farm. Sie ist ein kleines Paradies, welches sich inmitten eines tropischen Trockenwaldes, ca. 10 km außerhalb von León in Richtung Süden, befindet und erneuerbare Energien zur Energieerzeugung nutzt. Am 4. September 1970 wurde sie gegründet. Zu dieser Zeit wurde ebenfalls mit der Wiederaufforstung des sie umgebenden Waldes begonnen. Im Sinne des Ökotourismus können Besucher hier entspannen und die Schönheit der Natur erleben, ohne diese zu belasten. Im Osten grenzt die Farm an den Fluss „Grande de Atoya“, durch welchen ein Blick auf eine wundervolle, ursprüngliche Naturlandschaft gegeben ist. Da der Standort nicht weit von der Quelle des Flusses entfernt liegt und der Uferbereich einigen wenigen Fincas zuzuschreiben ist, ist das Wasser dort sehr klar, sauber und von den Menschen nahezu unbeeinflusst. Daher wird es auch in der häuslichen Wasserversorgung der Quinta Yolanda weiter verwendet. Über einen hydraulischen Widder (wassergetriebene Pumpe, welche ohne Strom arbeitet; s. Abbildung 46) wird Wasser in einen Hochbehälter gepumpt und von dort für die Nutzung gespeichert. Auch wird das Wasser durch eine kleine Staustufe aufgestaut, sodass es wunderbar zum Schwimmen und zur Naherholung genutzt werden kann. Im flachen Wasser geben Putzerfische durch das Abzupfen toter Hautzellen eine kleine Wellnessbehandlung. Den Fluss stromaufwärts schwimmend kann eine vielfältige Natur und Tierwelt beobachtet werden. Unter anderem kann auch der Nationalvogel „Guardabarranco“ erspäht werden. Ebenso befindet sich auf der Ecolodge eine kleine Windkraftanlage zur Stromerzeugung und es wird Solarenergie mittels Photovoltaik genutzt. Des Weiteren befindet sich eine kleine Wasserkraftanlage auf dem Grundstück an der kleinen Staustufe. Die kleine axial-durchströmte Rohrturbine, mit angeschlossenem Generator zur Stromerzeugung, wurde in Zusammenarbeit mit Markus Neubert vom CIDTEA und Praktikanten der TU Darmstadt umgesetzt (s. Abbildung 45). Auch zukünftig sollen hier weitere Projekte zur Energieerzeugung in Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt verwirklicht werden. Die Quinta Yolanda geht mit ihrem Ökotourismus und dem paradiesischen Leben im Einklang mit der Natur einen Schritt voran und leistet einen kleinen Beitrag zur Erhaltung und Wertschätzung der natürlichen Ressourcen. Zum Abschluss des Aufenthalts auf der Quinta Yolanda gab es noch ein leckeres Mittagessen (s Abbildung 47). Abbildung 44: Kartenausschnitt Nicaragua; Quinta Yolanda
  28. 28. 13 Modellfinca Quinta Yolanda 29 Abbildung 45: Kleine Wasserkraftanlage zur Stromerzeugung der Quinta Yolanda Abbildung 46: Hydraulischer Widder Abbildung 47: Mittagessen in der Quinta Yolanda
  29. 29. 30 14 Mangrovengebiet Isla Juan Venado 14 Mangrovengebiet Isla Juan Venado Tag der Besichtigung: 25.07.2015 Berichterstatter: Jessica Simon, Judith Mach Am 27.07. war unser Ausflugsziel das Naturreservat „Isla Juan Venado“. Das Reservat befindet sich im Department Léon in der Nähe der Stadt Las Peñitas und ca. 30 km entfernt von der Stadt León. Es ist ein etwa 20 km langer Ästuar, der zum Mündungsgebiet des Rio Chiquito gehört. Das für Flussmündungen typische Brackwasser stellt einen besonderen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten dar, wie zum Beispiel die charakteristischen Mangrovenbäume, die im Brackwasser wachsen. Das Ökosystem Mangrovenwald kann sich nur im Gezeitenbereich tropischer Küsten mit ganzjährigen Wassertemperaturen über 20°C bilden und ist durch eine speziell angepasste Artenvielfalt gekennzeichnet. Insbesondere für viele Meerestiere sind Mangrovengebiete wichtige Brutstätten und Kinderstuben. Für den Menschen sind sie oft von besonderer Bedeutung für den Schutz vor Stürmen und Sturmfluten. Das Mangrovengebiet wird durch eine Insel vom Pazifik getrennt, welche nur mit einem Boot erreicht werden kann. Am Strand wurden wir von Markus Neubert, ein paar ortsansässigen Fischern und Einheimischen empfangen, die uns mit ihren Booten durch das Reservat führen sollten. Unser erstes Ziel war ein Strand im Süden des Mangrovengebietes. Während der Bootsfahrt konnte man zahlreiche Tierarten, vor allem Vögel und Krebse, aber auch Leguane entdecken. Während der Fahrt erfuhren wir, dass aufgrund der vormals starken Rodung der Mangroven das Gebiet inzwischen unter Naturschutz gestellt wurde. Hierdurch verloren allerdings zahlreiche Holzfäller ihre Lebensgrundlage. Aufgrund dessen wird versucht durch spezielle Tourismusangebote den dort lebenden Menschen eine alternative Einnahmequelle zu schaffen. Unser zweites Ziel war eine Ecolodge, welche von ehemaligen Holzfällern und ihren Familien betrieben wird. Dort kann man frischen Fisch essen und in kleinen Hütten direkt am Strand übernachten. Durch den Betrieb der Ecolodge können sich 12 Familien eine Lebensgrundlage schaffen. Außerdem befindet sich dort eine Aufzuchtstation für die Oliv-Bastardschildkröte, einer Meeresschildkrötenarten die vom Aussterben bedroht ist. Abbildung 48: Kartenausschnitt Nicaragua; Mangrovengebiet Isla Juan Venado
  30. 30. 14 Mangrovengebiet Isla Juan Venado 31 Abbildung 49: Bootstour durch das Mangrovengebiet (1) Abbildung 50: Mangrovengebiet Isla Juan Venado Abbildung 51: Bootstour durch das Mangrovengebiet (2)
  31. 31. 32 15 Cerro Negro 15 Vulkano-Boarding auf dem Cerro Negro Tag der Besichtigung: 26.07.2015 Berichterstatter: Junija Brandt, Marion Neumeister Der Cerro Negro ist 782 m hoch und befindet sich in der Bergkette Cordillera de los Maribios, die viele aktive Vulkane beheimatet. So ist auch der Cerro Negro aktiv, durch seine besondere Beschaffenheit lässt sich ein Ausbrechen des jüngsten und aktivsten Vulkans Nicaraguas allerdings recht genau voraussagen. Zum letzten Mal ist der Cerro Negro 1999 ausgebrochen, seitdem ist genügen vulkanisches Material zum Vulkano- Boarding vorhanden. Direkt von unserem Hostel in León ging es morgens mit zwei Wagen zum Vulkan Cerro Negro zum „Vulkano- Boarding“, wobei wir von Philip Grimm begleitet wurden. Bei den Wagen handelte es sich um teilweise offene und geländegängige Kleintransporter, mit denen es dann weit landeinwärts über unebene, sandige Straßen bis zum Vulkan ging. Am Vulkan angekommen ging es mit dem Board, welches aus einem umgebauten Holzbrett mit Halteschnur und Sitzsteg bestand, sowie einem Turnbeutel gefüllt mit Schutzanzug, Handschuhe und Schutzbrille zum Aufstieg. Bis an die Spitze des Vulkans führt ein teilweise sehr steiler und steiniger Weg am Grat entlang. Sobald der Grat des Berges erreicht war, erschwerten starke Windböen das Vorankommen. Der Aufstieg lohnte sich jedoch: Oben angekommen wurden wir mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Nach dem Anlegen des Schutzanzuges und den ersten Einweisungen unseres Ausflugleiters wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, die jeweils eine andere Strecke den Berg hinunter fahren sollten. Wir haben uns in einer Schlange hintereinander auf die Boards gesetzt und nach der Anweisung des Ausflugsleiters sind wir einzeln den Vulkan hinunter gefahren. Der Anfang der Strecke ist sehr steil, sodass man nicht die gesamte Fahrstrecke überblicken kann. Das Vulkangestein stellte sich schnell als ganz und gar gegensätzlich zu feinem Pulverschnee heraus. Das Tragen der Schutzbrille erwies sich als sehr vorteilhaft, da durch das Bremsen und Lenken mit den Füßen kleinere Steine aufgewirbelt wurden und einem in das Gesicht flogen. Die Dauer der Fahrt ist relativ kurz und steht in keinem Verhältnis zur Dauer für den Aufstieg, allerdings war der Spaßfaktor bei der Abfahrt deutlich höher als beim Aufstieg. Unten angekommen blickt man zurück und ist nicht nur berauscht von dem einmaligen Erlebnis, sondern auch von der riesigen Höhe des Vulkans, die man in so kurzer Zeit auf so steilem Gelände zurückgelegt hat. Schnell stellt sich heraus, dass man sich auch noch Tage danach an dieses seltene Ereignis erinnern wird, da sich der sehr feine Vulkanstaub seinen Weg selbst in die kleinsten Ecken des Körpers gebahnt hat. Doch mit jedem Korn das man findet, erinnert man sich an dieses einzigartige, adrenalingetränkte Ereignis. Abbildung 52: Kartenausschnitt Nicaragua; Vulkan Cerro Negro Cerro Negro
  32. 32. 15 Cerro Negro 33 Abbildung 53: Blick vom Cerro Negro ins Tal Abbildung 54: Gruppenbild auf dem Cerro Negro Abbildung 55: Abfahrt vom Vulkan Cerro Negro
  33. 33. 34 16 Centro para la Investigación de Recursos Acuáticos de Nicaragua 16 Centro para la Investigación en Recursos Acuáticos de Nicaragua Tag der Besichtigung: 27.07.2015 Berichterstatter: David Birkas-Kovats, Luisa Kannicht Auf dem Weg von León nach Granada machten wir noch einmal Halt in Managua, um uns an der Universidad Nacional Autonóma de Nicaragua (UNAN) mit der Direktorin des Forschungszentrums für Wasserwirtschaft (Centro para la Investigación en Recursos Acuáticos de Nicaragua – CIRA) und mit Mitarbeiterinnen des Instituts auszutauschen. Das CIRA ist das führende Wasserforschungszentrum in Nicaragua und insbesondere in Bezug auf detaillierte Untersuchungen zum Zustand des Nicaraguasees bekannt. Wir wurden zunächst von der Direktorin Selvia del Carmen Flores Sánchez begrüßt und willkommen geheißen. Die Leiterin der Forschungs- und Entwicklungsabteilung, Dr. Heyddy Calderón, stellte uns anschließend das Zentrum und seine Arbeitsbereiche vor. Seit 1980 wird dort zu den Themen Nutzbarmachung und Schutz der Wasserressourcen gelehrt und geforscht. Das Ziel des Instituts ist es, regional und national auf dem Gebiet der qualitativen und quantitativen Wasserwirtschaft sowie dem integrierten Wasserressourcenmanagement führend zu werden, Kompetenzen und Kapazitäten zu entwickeln, um dem Wissensbedarf der Gesellschaft zu begegnen. Dafür verfolgen die Mitarbeiter des Zentrums drei Grundsätze. Zum einen die Übertragbarkeit ihrer Arbeit auf die Gesellschaft. Wissenschaftliche Forschung und technische Entwicklung sollen dank ihres interdisziplinären Ansatzes und der Zusammenarbeit mit internationalen Partnern einen maßgebenden Beitrag zur Meisterung der Aufgaben des nationalen Wasserressourcenmanagements beitragen. Des Weiteren wird große Anstrengung in die Ausbildung eigener Lehrkörper gelegt. Seit 2008 ist ein Aufbaustudium im Fach Wasserwirtschaft akkreditiert. Die dritte Säule stellt die praktische Arbeit in den neun institutseigenen Labors dar. Die gut ausgebaute Infrastruktur ermöglicht Dienstleistungen wie die Analyse von Wasserproben bis hin zur Kalibrierung von meteorologischen Messinstrumenten. Bei unserem Besuch vor Ort wurde großes Interesse von Seiten des CIRA an einem fachlichen Austausch mit dem Fachgebiet für Ingenieurhydrologie und Wasserbewirtschaftung der TU Darmstadt bekundet. Zukünftig sollen Kooperationsmöglichkeiten in Forschung und Lehre erörtert werden. Abbildung 56: Kartenausschnitt Nicaragua; CIRA-UNAN Managua
  34. 34. 16 Centro para la Investigación de Recursos Acuáticos de Nicaragua 35 Abbildung 57: Präsentation des CIRA und seines Aufgabenbereichs durch Dr. Heyddy Calderón (1) Abbildung 58: Präsentation des CIRA und seines Aufgabenbereichs durch Dr. Heyddy Calderón (2) Abbildung 59: Gelände des CIRA-UNAN
  35. 35. 36 17 Kläranlage Managua 17 Kläranlage Managua Tag der Besichtigung: 27.07.2015 Berichterstatter: David Birkas-Kovats, Luisa Kannicht Im Anschluss an den Besuch des Wasserforschungszentrums der Universität UNAN in Managua besichtigten wir die zentrale Kläranlage der Hauptstadt Managua. Jahrzehntelang wurde das gesamte Abwasser der Haushalte, Industrie und Landwirtschaft ungereinigt in den Managuasee geleitet. Die hohe Schadstoffbelastung beeinträchtigte die Wasserqualität stark und ließ die Fischbestände schrumpfen. Die am See lebenden Menschen entnehmen das verschmutzte Wasser, um sich zu waschen, damit zu kochen und ihre Felder zu bewässern. Der zunehmend schlechtere Zustand des Gewässers stellte immer mehr ein Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung und eine Bedrohung der Existenzgrundlage für zahlreiche Fischer dar (KfW Entwicklungsbank, 2014). Im Jahr 2004 rief die staatliche Wasserbehörde des Landes ein Programm zur Verbesserung der Abwassersituation der Stadt Managua sowie zur Verringerung der Verschmutzung des Managuasees ins Leben. Seit 2009 ist die Kläranlage in Betrieb, welche die Abwässer von ca. einer Million Einwohnern behandelt. Sie war damit die erste Kläranlage aller zentralamerikanischen Hauptstädte. Die Anlage befreit das Abwasser über mechanische und biologische Reinigungsstufen weitestgehend von Feststoffen und Phosphaten. Das Wasser durchläuft zunächst einen Rechen mit einem Stababstand von 6 mm, einen Sand- und Fettfang (s. Abbildung 61) sowie einen Lamellenabscheider zur Vorklärung. Anschließend wird es in großen Tanks nach dem Tropfkörperverfahren mikrobiell aerob gereinigt (s. Abbildung 62) und zuletzt noch einmal über einen Lamellenabscheider zur Nachklärung geführt, bevor es in den See eingeleitet wird (Biwater, 2009). Durch den Bau der Anlage konnte der Nähr- und Schadstoffeintrag in den Managuasee bereits stark reduziert werden. Allerdings sind bisher nur ca. 65% der Einwohner Managuas an das Abwassersystem angeschlossen. Darüber hinaus leiten umliegende Städte ihre Abwässer weiterhin unbehandelt in den See, nahe gelegene Mülldeponien und Industrieabfälle belasten das Gewässer zusätzlich. Die Erweiterung des Systems ist folglich zu erwarten und auch notwendig (Biwater, 2009). Eine Besonderheit, welche die Anlage in ganz Zentralamerika einzigartig macht, ist das System der Klärschlammtrocknung. In einer solaren Trocknungsanlage, welche von der ganzjährig hohen Außentemperatur profitiert, wird der Klärschlamm zu einem Granulat verarbeitet, das reich an Nitrat und Phosphor ist und als Dünger zur Anwendung in der Landwirtschaft verkauft werden kann. Die kostspielige Entsorgung der aus dem Sedimentationsbecken entnommenen Feststoffe entfällt dadurch (Biwater, 2009). Abbildung 60: Kartenausschnitt Nicaragua; Kläranlage von Managua Managua
  36. 36. 17 Kläranlage Managua 37 Abbildung 61: Besichtigung der Kläranlage von Managua; Zulauf zur Rechenanlage Abbildung 62: Besichtigung der Kläranlage von Managua; Tropfkörper Abbildung 63: Besichtigung der Kläranlage von Managua; Gruppenbild
  37. 37. 38 18 Windkraftpark “Camilo Ortega” 18 Windkraftpark „Camilo Ortega“ Tag der Besichtigung: 28.07.2015 Berichterstatter: Marcel Kaufmann, Johannes Braun Am 28.07. besuchten wir den Windpark „Camilo Ortega“ wenige Kilometer südlich von Rivas. Diese Region bietet sehr gute Standorte für Windenergie, da hier sehr konstant sehr gute Windstärken erreicht werden. Durch die Lage auf dieser Landzunge, mit dem Nicaraguasee östlich und dem Pazifik westlich, herrschen hier optimale Windverhältnisse. Als wir morgens von Managua nach mehrstündiger Fahrt in der Zentrale des Windparks ankamen, wurden wir herzlich begrüßt und auch mit Getränken versorgt. Es folgte eine kurze Präsentation auf Deutsch, bei der uns der leitende Mitarbeiter alle Informationen des Windparks aufzeigte. Nach der Präsentation fuhren wir zu einer geeigneten Stelle des Windparks, um die Windräder aus der Nähe betrachten zu können und einen Überblick über das Gelände des Windparks zu erhalten. Der Windpark wird in zwei Stufen ans nationale Stromnetz angeschlossen. Die erste Stufe umfasst eine Kapazität von 39,6 MW und wurde im Januar 2014 fertiggestellt (s. Abbildung 66). Die zweite Stufe umfasst 62,7 MW und wird voraussichtlich im Jahr 2017 ans nationale Stromnetz angeschlossen. In der ersten Phase wurden 22 Vestas-Windturbinen mit einer Produktion von 1,8 MW je Turbine installiert. Die Stromerzeugung lag 2014 bei 159.530 MWh. Die Bruttoeinnahmen aus dem Verkauf dieser Energie betrugen 17,3 Millionen US$. Die Stromerzeugung mittels Windenergie betrug 2014 in Nicaragua 46,6 % an der gesamten Erzeugung. Durch den Einsatz dieser erneuerbaren Energie wird eine jährliche Reduzierung der CO2-Emission um 112 Mio. Tonnen erreicht. Die zweite Phase beinhaltet nach Fertigstellung 19 Vestas-Windturbinen mit einer Kapazität je Turbine von 3,3 MW. Der Rotordurchmesser beträgt 112 m. Mit Einsatz der Windenergieanlagen von Phase 2 wird eine jährliche Senkung der CO2-Emission von ungefähr 170 Mio. Tonnen erreicht. Mit diesem stetigen Wachstum der Windenergie, muss in anderen Energiesektoren zunehmend weniger investiert werden. Dadurch kann z.B. der Zukauf von Öl um 46 Mio. US$ gesenkt werden. Die Projektlaufzeit beträgt 20 Jahre, wobei sich die Kosten auf ca. 117 Mio. US$ belaufen. Es wird, nach Fertigstellung von Phase 2, ein jährliches Einkommen von ca. 27 Mio. US$ geschätzt. Abbildung 64: Kartenausschnitt Nicaragua; Windpark "Camilo Ortega" Windkraftpark „Camilo Ortega“
  38. 38. 18 Windkraftpark „Camilo Ortega“ 39 Abbildung 65: Windpark "Camilo Ortega"; Präsentation durch den Projektleiter Abbildung 66: Windpark "Camilo Ortega" Abbildung 67: Windpark "Camilo Ortega"; Gruppenbild
  39. 39. 40 19 Nicaragua-Kanal 19 Nicaragua-Kanal Tag der Besichtigung: 28.07.2015 + 29.07.2015 Berichterstatter: Bettina Steiniger, Vera Behle Der Nicaragua-Kanal (spanisch: „El Gran Canal de Nicaragua“) ist ein Großprojekt, bei dem der Bau eines Schifffahrtkanals zwischen dem Pazifik und dem Atlantik als Konkurrenz zum Panamakanal geplant ist. Neben dem Bau des Kanals werden im Rahmen des Projekts noch zusätzlich Autobahnen, zwei Tiefwasserhäfen, zwei Freihandelszonen, eine Ölpipeline, eine Eisenbahnstrecke und ein internationaler Flughafen gebaut. Die nicaraguanische Regierung verspricht sich durch diese Baumaßnahme Milliardeneinnahmen durch den Schiffsverkehr ähnlich dem Panama-Kanal und eine signifikante Steigerung des Wirtschaftswachstums. Dies soll dem Land aus der Armut helfen und zu seiner technologischen Entwicklung beitragen (Villafuerte Solís, D. 2014). Der Verlauf des Nicaragua-Kanals führt von der Mündung des Rio Brito an der Küste des Pazifiks durch den Nicaraguasee weiter in den Osten bis zur Mündung des Flusses Punta Gorda in den Atlantik. Die Gesamtlänge beträgt ca. 286 km, wobei etwa 90 km davon im Nicaraguasee verlaufen (vgl. Abbildung 69). Der Kanal ist mit einer Tiefe von 27,6 m und einer Breite von bis zu 520 m geplant. Somit sollen auch Schiffe mit einem Gewicht bis zu 400.000 Tonnen, die bisher den Panama-Kanal nicht passieren können, den Nicaragua-Kanal benutzen (Heute-Perez, J. Meyer, A. 2014). Die nicaraguanische Regierung beauftragte für das Bauprojekt die chinesische Unternehmensgruppe Hongkong Nicaragua Canal Development Investement Group. Das Unternehmen erhält die Konzession für den Kanalbetrieb für 50 Jahre. Die Baukosten werden von der Regierung mit 40 Milliarden US-Dollar angegeben. Der Startschuss für den Bau wurde offiziell im Dezember 2014 erteilt (HKND Group; Heute-Perez, J; Meyer, A. 2014). Während der Besichtigung des Windparks bei Rivas wurde der Verlauf des Nicaragua-Kanals angesprochen, den man von dort aus sehen konnte. Allerdings waren noch keine Bauarbeiten oder Ähnliches zu sehen. Am darauffolgenden Tag wurde uns bei der Überfahrt auf die Insel Ometepe ebenfalls der geplante Kanalverlauf gezeigt. Allerdings stellt der geplante Verlauf des Kanals ein hohes Risiko für den Nicaraguasee und sein Ökosysteme dar. Für den Kanalbau müssen tausende Tonnen Sediment aus dem See abgetragen werden, damit die geplante Tiefe für den Kanal realisiert werden kann. Durch die mögliche Infiltration von Salzwasser kann das größte Süßwasser-Reservoir Nicaraguas verunreinigt und das Seewasser chemisch gestört werden. Durch den Kanal entstehen neue Gangbarkeiten in den See für invasive Tier- und Pflanzenarten, die die dortigen Populationen negativ beeinflussen können (Heute-Perez, J; Meyer, A. 2014). Für den Kanalbau werden tausende Hektar Wald gerodet und Feuchtgebiete trocken gelegt. Betroffen davon sind unter anderem das Naturreservat Cerro Silva, das Biosphärenreservat Indio Maiz und die Feuchtbiotope San Miguelito und Bluefields (vgl. Abbildung 69). Dadurch wird der Lebensraum vieler bedrohter Tier- und Pflanzenarten zerstört bzw. drastisch Abbildung 68: Kartenausschnitt Nicaragua; geplanter Verlauf des Nicaragua-Kanals Nicaraguakanal
  40. 40. 19 Nicaragua-Kanal 41 verkleinert. Die Bewohner der Dörfer, die sich auf der geplanten Route des Kanals befinden, müssen umgesiedelt werden. Dies verletzt die Landrechte und die Autonomie dieser indigenen Bevölkerungsgruppen (Heute-Perez, J. Meyer, A. 2014). Abbildung 69: Geplanter Verlauf des Nicaragua-Kanals (Heute-Perez, J.; Meyer, A. 2014)
  41. 41. 42 20 Kajak-Tour Rio Istian, Wasserfall San Ramón 20 Ometepe; Kajak-Tour Rio Istian, Wasserfall San Ramón Tag der Besichtigung: 29.07.2015 + 01.08.2015 Berichterstatter: Junija Brandt, Marion Neumeister Die Insel Ometepe liegt in der Mitte des Nicaraguasees. Sie hat eine Fläche von 270 km² und ist damit die größte vulkanische, in einem Süßwassersee gelegene Insel weltweit. Die Insel ist ca. 31 km lang und zwischen 5 und 10 km breit. Der Nicaraguasee ist mit einer Fläche von ca. 8.100 km² der größte See Mittelamerikas und der zweitgrößte Süßwassersee Lateinamerikas. Zum Vergleich entspricht die Fläche ca. dem 15-fachen des Bodensees. Dabei liegt die mittlere Tiefe des Sees lediglich bei 13m (zum Vergleich Bodensee – 90m). Die Insel Ometepe besteht aus zwei Vulkanen, die durch Ausbrüche zu einer Insel zusammengewachsen sind. Derzeit ist nur der Vulkan Concepción aktiv, der Vulkan Maderas ist erloschen und von Vegetation bedeckt. Er verfügt über einen Kratersee. Kleinere Ausbrüche (explosiones) des Vulkans Concepción werden regelmäßig beobachtet – so auch einen Tag vor unserer Anreise nach Ometepe, sodass von Aufstiegen auf den Vulkan deutlich abgeraten wurde. Die beiden größten Städte der Insel sind die Inselhauptstadt Altagracia und die Hafenstadt Moyogalpa. Am 29. Juli sind wir von Granada nach San Jorge am Ufer des Nicaraguasees gefahren, um mit einer Fähre auf die Insel überzusetzten. Das erste Exkursionsziel auf Ometepe war eine Bademöglichkeit namens „Ojo de Agua“. Diese Wasserstelle befindet sich auf der Landzunge zwischen den beiden Vulkanen Maderas und Concepción. Das Wasserbecken ist von inseltypischen großen Bäumen umgeben und wird von einer unterirdischen Quelle gespeist. Dadurch hat das Wasser eine angenehm kühle Temperatur und ist sehr klar. Nach dieser Erfrischung ging die Fahrt weiter in das Hostel „Hacienda Merida“, das am Ufer unterhalb des Maderas gelegen ist. Gemeinsam als Gruppe begann der 30. Juli mit einer Kajak-Tour am Ufer des Nicaraguasees entlang bis zur Mündung des Rio Istian mit anschließender Erkundung der Gegend (s. Abbildung 71). Dabei wurde die Gruppe von zwei einheimischen Reiseleitern begleitet, die uns Besonderheiten im Hinblick auf Tiere und Pflanzen während der Tour zeigten. Die Fahrt in den Kajaks dauerte ca. 45 Minuten. Dabei konnte die vielfältige Flora und Fauna entlang des Ufers beobachtet werden. Angekommen an der Flussmündung wurde der Ausflug zu Fuß fortgesetzt. Hierbei konnten verschiedene Vögel, Schildkröten und eine Familie von Brüllaffen in freier Wildbahn beobachtet werden. Nach der kleinen Wanderung ging es mit den Kajaks wieder zum Ausgangspunkt zurück. Am 31. Juli wurde eine Tageswanderung zum ca. 10 km entfernten Wasserfall San Ramón unterhalb des Kratersees des Maderas Vulkans unternommen (s. Abbildung 71+72). Dieser fällt aus einer Höhe von ca. 50 Meter über eine bemooste Felswand in ein Becken und fließt den Hang hinunter in den Nicaraguasee. Der größte Teil der Strecke führt über einen unbefestigten Pfad durch den nicaraguanischen Dschungel. Der Aufstieg wurde in mehreren Kleingruppen unternommen, sodass die Natur nach eigenem Ermessen genossen werden konnte. Ometepe Abbildung 70: Kartenausschnitt Nicaragua; Insel Ometepe
  42. 42. 20 Kajak-Tour Rio Istian, Wasserfall San Ramón 43 Abbildung 71: Kajak-Tour am Rio Istian Abbildung 72: Aufstieg zum Wasserfall San Ramón Abbildung 73: Wasserfall San Ramón
  43. 43. I Abbildungsverzeichnis 21 Anhang Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Geographische Lage Nicaraguas 4 Abbildung 2: Exkursionsroute 6 Abbildung 3: Exkursionsgruppe (im Hintergrund: Lago Apanás) 7 Abbildung 4: Kartenausschnitt Nicaragua; Managua 8 Abbildung 5: Exkursionsgruppe zu Besuch bei der GIZ in Managua 9 Abbildung 6: Vorstellung der Programm PROATAS, Gereon Hunger 9 Abbildung 7: Gruppenbild beim Besuch der GIZ in Managua 9 Abbildung 8: Kartenausschnitt Nicaragua; Boaco 10 Abbildung 9: Stausee der Aufbereitungsanlage 11 Abbildung 10: Flockung und Absetzbecken der Aufbereitungsanlage 11 Abbildung 11: Gruppenbild auf dem Damm des Stausees (Überlaufbauwerk im Hintergrund) 11 Abbildung 12: Anaerobes Belebungsbecken der Kläranlage von Boaco 11 Abbildung 13: Kartenausschnitt Nicaragua; Laguna Moyuá 12 Abbildung 14: Überfahrt zum anderen Ufer 13 Abbildung 15: Fundort von Petroglyphen und Hügelgräbern 13 Abbildung 16: Gruppenbild an der Laguna de Moyuá 13 Abbildung 17: Kartenausschnitt Nicaragua; Ecolodge Selva Negra 14 Abbildung 18: Kaffee-Tour in Selva Negra 15 Abbildung 19: Aufzucht der Kaffeepflanzen 15 Abbildung 20: Geschmackstest verschiedener Kaffeesorten 15 Abbildung 21: Kartenausschintt Nicaragua; Lago Apanás und Lago Asturias 16 Abbildung 22: Überleitungsanal des Rio Quebradón zum Lago Asturias 17 Abbildung 23: Lago Apanás und Kelchüberlauf "Morning Glory" 17 Abbildung 24: Zusätzliches Hochwasserentlastungsbauwerk des Lago Apanás 17 Abbildung 25: Kartenausschnitt Nicaragua; Waserkraftwerke Centroamérica und Larreynaga 18 Abbildung 26: Wasserkraftwerk Centroamérica 19 Abbildung 27: Wasserkraftwerk Centroamérica; Generator der Francis-Turbine 19 Abbildung 28: Wasserkraftwerk Larreynaga; Sicht auf die beiden Francis-Turbinen 19 Abbildung 29: Kartenausschnitt Nicaragua; Geothermiekraftwerk San Jacinto 20 Abbildung 30: Führung im Geothermie-Kraftwerk San Jacinto; hier: Kontrollraum 21 Abbildung 31: Blick vom Dach des Kühlturmgebäudes 21 Abbildung 32: Gruppenbild nach der Führung im Geothermie-Kraftwerk San Jacinto 21 Abbildung 33: Kartenausschnitt Nicaragua; Universidad Technológica La Salle 22 Abbildung 34: Vorführung eines Windkraftmodells 23 Abbildung 35: Treffen mit Studenten der ULSA; Präsentation der TU Darmstadt 23 Abbildung 36: Kartenausschnitt Nicaragua; CIDTEA 24 Abbildung 37: Besuch des CIDTEAs, rechts im Bild Markus Neubert 25 Abbildung 38: Kleiner Biogasspeicher der CIDTEA 25 Abbildung 39: Labor für die Herstellung und Optimierung von Bioethanol 25 Abbildung 40: Kartenausschnitt Nicaragua; Schlachtof León, Rio Chiquito 26 Abbildung 41: Führung durch den Schlachthof durch Philip Grimm, Borda 27 Abbildung 42: Abwasserbehandlung León; Oxidationslagunen 27 Abbildung 43: Schaumbildung am Rio Chiquito 27 Abbildung 44: Kartenausschnitt Nicaragua; Quinta Yolanda 28 Abbildung 45: Kleine Wasserkraftanlage zur Stromerzeugung der Quinta Yolanda 29 Abbildung 46: Hydraulischer Widder 29 Abbildung 47: Mittagessen in der Quinta Yolanda 29 Abbildung 48: Kartenausschnitt Nicaragua; Mangrovengebiet Isla Juan Venado 30 Abbildung 49: Bootstour durch das Mangrovengebiet (1) 31
  44. 44. Abbildungsverzeichnis II Abbildung 50: Mangrovengebiet Isla Juan Venado 31 Abbildung 51: Bootstour durch das Mangrovengebiet (2) 31 Abbildung 52: Kartenausschnitt Nicaragua; Vulkan Cerro Negro 32 Abbildung 53: Blick vom Cerro Negro ins Tal 33 Abbildung 54: Gruppenbild auf dem Cerro Negro 33 Abbildung 55: Abfahrt vom Vulkan Cerro Negro 33 Abbildung 56: Kartenausschnitt Nicaragua; CIRA-UNAN 34 Abbildung 57: Präsentation des CIRA und seines Aufgabenbereichs durch Dr. Heyddy Calderón (1) 35 Abbildung 58: Präsentation des CIRA und seines Aufgabenbereichs durch Dr. Heyddy Calderón (2) 35 Abbildung 59: Gelände des CIRA-UNAN 35 Abbildung 60: Kartenausschnitt Nicaragua; Kläranlage von Managua 36 Abbildung 61: Besichtigung der Kläranlage von Managua; Zulauf zur Rechenanlage 37 Abbildung 62: Besichtigung der Kläranlage von Managua; Tropfkörper 37 Abbildung 63: Besichtigung der Kläranlage von Managua; Gruppenbild 37 Abbildung 64: Kartenausschnitt Nicaragua; Windpark "Camilo Ortega" 38 Abbildung 65: Windpark "Camilo Ortega"; Präsentation durch den Projektleiter 39 Abbildung 66: Windpark "Camilo Ortega" 39 Abbildung 67: Windpark "Camilo Ortega"; Gruppenbild 39 Abbildung 68: Kartenausschnitt Nicaragua; geplanter Verlauf des Nicaragua-Kanals 40 Abbildung 69: Geplanter Verlauf des Nicaragua-Kanals (Heute-Perez, J.; Meyer, A. 2014) 41 Abbildung 70: Kartenausschnitt Nicaragua; Insel Ometepe 42 Abbildung 71: Kajak-Tour am Rio Istian 43 Abbildung 72: Aufstieg zum Wasserfall San Ramón Abbildung 73: Wasserfall San Ramón 43
  45. 45. III Literaturverzeichnis Literaturverzeichnis Biwater (2009): „Así se salvara el xolotlán”, in La Brujula Semanal, Info-Flyer Heute-Perez, J.; Meyer, A. (2014): Nicaragua Canal could wreak environmental ruin, in: nature, Nr. 506 Thema 7488, S. 287 bis 289 KfW Entwicklungsbank (2014): Projektinformation Nicaragua - Wasser Villafuerte Solís, D. (2014): Neoextractivismo, megaprojects and conflict in Guatemala and Nicaragua, in: Espiral (Guadalajara), Nr. 21 Thema 61, S. 109 bis 141 Internetquellen: „Effizienzverbesserung der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung – Programmkurzbeschreibung“, o. J.: http://www.giz.de/de/weltweit/13998.html (08.09.2015) „Nicaragua“, o. J.: http://www.giz.de/de/weltweit/396.html (08.09.2015) „Nicaragua“, o. J.: https://de.wikipedia.org/wiki/Nicaragua (02.11.2015) „Quienes somos en CIRA“, o. J.: http://www.cira-unan.edu.ni/index.php?s=2 (19.09.2015) „Referenzen Siedlungswasserbau; Kläranlage Managua/Nicaragua“, o. J.: http://www.fwt.fichtner.de/php/main/page/php/referenzen.php/ukat_id/5/kat_id/2/idc1/19/z1/15 /map/1/sprache/d/li/0re_s (19.09.2015)

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