Agilität und Mikropolitik

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XPDays 2006, Hamburg

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Agilität und Mikropolitik

  1. 1. Agilität und Mikropolitik
  2. 2. Jens Himmelreich
  3. 3. 1. Umbruch
  4. 4. 2. Agilität
  5. 5. 3. Und?
  6. 6. 1. Umbruch
  7. 7. Gesellschaft: Wissengesellschaft Informationsgesellschft post-industrielle Gesellschaft
  8. 8. Produktion: Lean Production Business Reenginering Total Quality Management
  9. 9. Es ändert sich etwas.
  10. 10. Michel Foucault (1926 - 1984)
  11. 11. Krise
  12. 12. „Diese Gesamtheit von Prozeduren, Techniken, Methoden, welche die Lenkung der Menschen untereinander gewährleisten, scheint mir heute in die Krise gekommen zu sein. [...] Wir stehen vielleicht am Beginn einer großen krisenhaften Neueinschätzung des Problems der Regierung.“ Michel Foucault
  13. 13. Selbsttechniken
  14. 14. „Man muss die Punkte analysieren, an denen die Techniken der Herrschaft über Individuen sich der Prozesse bedienen, in denen das Individuum auf sich selbst einwirkt. Und umgekehrt muss man jene Punkt betrachten, in denen die Selbsttechnologien in Zwangs- oder Herrschaftsstrukturen integriert sind.“ Michel Foucault
  15. 15. These: Der Umbruch liegt nicht in dem Inhalt der Gesellschaft oder der Produktion ...
  16. 16. ... sondern in der Art wie gehandelt und geführt wird.
  17. 17. governmentality studies
  18. 18. Aktivierung Beratung Branding Community Cool E-Government Empowerment Erfolg Erlebnis Evaluation Flexibilität Gender Globalisierung Governance Humanitäre Intervention Intelligenz Kontrakt Kreativität Kunden- orientierung Lebenslanges Lernen Mediation Monitoring Nachhaltigkeit Netzwerk Normalität Partizipation Performanz Prävention Projekt Risiko Selbstver- antwortung Sharholder Value Sicherheit Synergie Terror Test Unternehmer Virtualität Virus Wellness Wissen Zirkulation Zivil- gesellschaft
  19. 19. Wellness
  20. 20. Gesundheit
  21. 21. Krankheit sucht Körper heim - passiv
  22. 22. Gesundheit „Schweigen der Organe“
  23. 23. Transformation durch Wellness
  24. 24. Gesundheit wird hergestellt - aktiv
  25. 25. subjektiv: Ich bin für meine Gesundheit verantwortlich
  26. 26. institutionell: Gesundheitspolitik
  27. 27. Form der Veränderung: Institutionell und subjektiv verschränkt
  28. 28. Inhalt der Veränderung: Individuum wird selbst verantwortlich
  29. 29. Die Führung hat sich verändert. Die Art wie es sein Leben führt, die Art wie es sich führt.
  30. 30. Aktivierung Beratung Branding Community Cool E-Government Empowerment Erfolg Erlebnis Evaluation Flexibilität Gender Globalisierung Governance Humanitäre Intervention Intelligenz Kontrakt Kreativität Kunden- orientierung Lebenslanges Lernen Mediation Monitoring Nachhaltigkeit Netzwerk Normalität Partizipation Performanz Prävention Projekt Risiko Selbstver- antwortung Sharholder Value Sicherheit Synergie Terror Test Unternehmer Virtualität Virus Wellness Wissen Zirkulation Zivil- gesellschaft
  31. 31. 2. Agilität
  32. 32. These: Agilität vollzieht die Veränderung der Führung im Feld der Softwareentwicklung
  33. 33. Agiles Manifest
  34. 34. Kundenverhältnis
  35. 35. Manifest: konsequente Kundenorientierung
  36. 36. Wie ändert sich Führung: institutionell, praktisch, subjektiv?
  37. 37. „Hatte der Disziplinierungsdiskurs feste Gussformen bereitgestellt, die dem einzelnen als Modell dienen und in die er sich selbst einpassen sollte, so erzeugt der Mobilisierungsdiskurs der TQM einen Sog, der den Einzelnen mitreißen soll, den Bewegungen der Kundenwünsche zu folgen.“ Ulrich Bröckling
  38. 38. feste Gussform als Modell ↓ Sog der Kundenwünsche
  39. 39. Entscheidungsprozesse
  40. 40. Manifest: Marktregulierungen
  41. 41. Planspiel Iterationsplanung
  42. 42. Plan ↓ Marktregulierung
  43. 43. Arbeitsweise
  44. 44. Manifest: Selbstorganisation
  45. 45. Anspruchsvolle Selbstorganisation, die den Prozess ständig verbessert.
  46. 46. Gehorsamkeit bei der Planverfolgung ↓ Pflicht zur ständigen Optimierung
  47. 47. Arbeitsbelastung
  48. 48. Manifest: Nachhaltigkeit ‚40-Stunden‘
  49. 49. Langeweile und Überarbeitung ↓ kontinuierliche Konzentration
  50. 50. Evaluation
  51. 51. Manifest: regelmäßige Retrospektiven
  52. 52. „An die Stelle eines allsehenden Beobachters auf der einen und der in ihren Beobachtungsmöglichkeiten aufs äußerste eingeschränkten Beobachtungsobjekte auf der anderen Seite tritt ein hierarchisches Modell reziproker Sichtbarkeit, bei dem jeder zugleich Beobachter aller anderen und der von allen anderen Beobachtete ist.“ Ulrich Bröckling
  53. 53. Beobachtet werden ↓ gegenseitiges Beobachten
  54. 54. Neue Form des Handelns Sog der Kundenwünsche Marktregulierung Pflicht zur ständigen Optimierung kontinuierliche Konzentration Gegenseitiges Beobachten
  55. 55. Neues Leitbild?
  56. 56. Unternehmer
  57. 57. Unternehmer als Neurer: „Wir haben gesehen, dass die Funktion der Unternehmer darin besteht, die Produktionsstrukur zu reformieren oder zu revolutionieren, ...“ Joseph Schumpeter
  58. 58. Intrapreneur
  59. 59. Selbstverhältnis der Intrapreneure Das eigene Leben wie ein Projekt managen ‚Unternehmer seiner selbst‘ ‚Kunde seiner selbst‘
  60. 60. These: Mit den neuen Formen des Handelns und dem entsprechenden Selbstbild hat Agilität die Transformationen von Führungspraktiken in das Feld der Softwareentwicklung übersetzt.
  61. 61. Und?
  62. 62. Befreiender Impuls?
  63. 63. Impuls als Phänomen des Übergangs
  64. 64. Agilität wird Mainstream
  65. 65. V-Modell XT Agile Systementwicklung
  66. 66. Agile, Five Years Later „Leaders in our community contend that Agile methods have ‚crossed the chasm‘ to become a respectable alternative for managing and working in software projects.“ Diana Larsen - InfoQ
  67. 67. Was wird aus ihrem produktiven Impuls, wenn Agilität zum Mainstream wird?
  68. 68. Ende

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