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Artikulierte soziale Netzwerke <ul><li>Insbesondere auf Netzwerkplattformen werden „weak ties“ abgebildet und aufrecht erh...
Persönliche Öffentlichkeiten
Persönliche Öffentlichkeiten
Aggregation von Aktivitäten
Informationsmanagement – Wie orientiere ich mich in der Welt? <ul><li>Besondere Leistung der persönlichen Öffentlichkeiten...
Überlappung von Öffentlichkeiten Quelle: Eigene Darstellung auf Grundlage von www.deutscheblogcharts.de, Februar 2008 (Que...
Ansatzpunkt für Konversation
Distributionswege von Online-Nachrichten (NYT; 2008) <ul><li>Quelle: Kang 2009  </li></ul>
Zwischenfazit <ul><li>Das Social Web verändert das soziotechnische Umfeld, in dem Menschen Identitäts-, Beziehungs- und In...
Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! <ul><li>Dr. Jan-Hinrik Schmidt </li></ul><ul><li>Hans-Bredow-Institut </li></ul><...
Weiterführende Links <ul><li>Suchmaschinen / Themenscan </li></ul><ul><li>http://rivva.de </li></ul><ul><li>http://www.ice...
Weiterführende Literatur <ul><ul><li>ARD-ZDF-Onlinestudie 2009: </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>Van Eimeren, Birgit/Beate F...
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Orientierung in Öffentlichkeiten des Social Web

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Vortrag beim Politikkongress 2009, 26./27.11.2009, Berlin

Veröffentlicht in: Bildung, Technologie, News & Politik
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    1. 1. Orientierung in Öffentlichkeiten des Social Web <ul><ul><li>Dr. Jan-Hinrik Schmidt </li></ul></ul><ul><ul><li>Wissenschaftlicher Referent für digitale interaktive Medien und politische Kommunikation </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>Berlin, 26./27.11.2009 </li></ul></ul></ul>
    2. 2. Ziele des Workshops <ul><li>Grundlagen des Wandels von Öffentlichkeit im Internet vermitteln </li></ul><ul><li>Ausgewählte Werkzeuge für die Orientierung und Recherche in den neuen onlinebasierten Öffentlichkeiten demonstrieren </li></ul><ul><li>Ihre Fragen so gut es geht beantworten </li></ul>
    3. 3. Adäquanz [nicht faktische Nutzung] von Medien (12-24jährige in %) Quelle: Schmidt/Paus-Hasebrink/Hasebrink 2009; Frage: „Welches Medium ist am Besten geeignet, … “ 4,2 2,0 0,5 59,2 6,3 27,9 … wenn Du Spaß haben willst. 4,0 27,0 4,7 43,6 2,2 18,6 … wenn Du erfahren willst, was gerade „in“ oder „out“ ist. 1,8 1,6 3,1 90,0 1,0 2,5 … wenn Du Informationen zu einem konkreten Problem suchst, das Dich beschäftigt. 6,4 10,3 4,9 8,7 27,1 42,6 … wenn Du Dich ausruhen möchtest. 0,4 2,4 28,5 34,8 4,3 29,5 … wenn Du Dich informieren möchtest, was in der Welt los ist nichts davon Zeitschr. Zeitung Internet Radio TV n=650 
    4. 4. Was geschieht im Social Web? Diagnosen. Commons-Based Peer Production (Yochai Benkler) Produsage (Axel Bruns) Convergence Culture bzw. Participatory Culture (Henry Jenkins)
    5. 5. Was geschieht im Social Web? <ul><li>Im Social Web sinken die Hürden für onlinebasiertes… </li></ul>www.flickr.com/photos/44029537@N00/12760664/ <ul><ul><li>Identitätsmanagement (Darstellung individueller Interessen, Erlebnisse, Meinungen, Kompetenzen, etc.)  z.B. Weblogs, YouTube </li></ul></ul>http://flickr.com/photos/mylesdgrant/495698908/ <ul><ul><li>Beziehungsmanagement (Pflege von bestehenden und Knüpfen von neuen Beziehungen) </li></ul></ul><ul><ul><li> z.B. studiVZ, XING </li></ul></ul>http://www.flickr.com/photos/axels_bilder/1267008046/ <ul><ul><li>Informationsmanagement (Selektion und Weiterverbreitung von relevanten Daten, Informationen, Wissen- und Kulturgütern) </li></ul></ul><ul><ul><li> z.B. Wikipedia, Social-News-Plattformen </li></ul></ul>
    6. 6. Räume des Identitäts- und Beziehungsmanagements
    7. 7. Entstehen persönlicher Öffentlichkeiten <ul><li>Kommunikative Räume unterstützen das Entstehen von persönlichen Öffentlichkeiten: Nutzer können Äußerungen zu Themen von vorwiegend persönlicher Relevanz zugänglich machen, um Aspekte ihrer Selbst auszudrücken und sich ihrer Position in sozialen Netzwerken vergewissern </li></ul><ul><ul><li>In den persönlichen Öffentlichkeiten gelten andere Relevanz- und Aufbereitungskriterien als im etablierten Journalismus; oft wird dort im Modus der Konversation , nicht des Publizierens kommuniziert </li></ul></ul><ul><ul><li>Nutzer wollen mit Hilfe von persönlichen Öffentlichkeiten ihre sozialen Beziehungen aus dem „echten Leben“ artikulieren, pflegen und erweitern </li></ul></ul><ul><ul><li>Sie treten dabei überwiegend mit ihrer „echten“ Identität auf, um auffindbar zu sein und Selbstpräsentation, ggfs. auch Reputation an eigene Person zu koppeln </li></ul></ul>
    8. 8. Artikulierte soziale Netzwerke <ul><li>Insbesondere auf Netzwerkplattformen werden „weak ties“ abgebildet und aufrecht erhalten, die über den Kreis der engen Freunde hinausgehen, ohne deswegen beliebig zu sein </li></ul><ul><li>12-24jährige Nutzer von Netzwerkplattformen… </li></ul><ul><li>… haben im Durchschnitt: 130 Freunde </li></ul><ul><li>… haben davon bereits face-to-face getroffen </li></ul><ul><li>die meisten: 85 Prozent </li></ul><ul><li>weniger als die Hälfte: 5 Prozent </li></ul><ul><li>… sehen als enge Freunde an </li></ul><ul><li>die meisten: 15 Prozent </li></ul><ul><li>weniger als die Hälfte: 62 Prozent </li></ul>Quelle: Schmidt/Paus-Hasebrink/Hasebrink 2009
    9. 9. Persönliche Öffentlichkeiten
    10. 10. Persönliche Öffentlichkeiten
    11. 11. Aggregation von Aktivitäten
    12. 12. Informationsmanagement – Wie orientiere ich mich in der Welt? <ul><li>Besondere Leistung der persönlichen Öffentlichkeiten liegt nicht im Bereich der „user-generated news“, sondern vielmehr im Filtern und Weiter Verbreiten von Informationen </li></ul><ul><li>Persönliche Öffentlichkeiten fördern die „ambient awareness“ für die eigene soziale Umgebung: Was beschäftigt mein Umfeld gerade, was hält mein soziales Netzwerk für relevant? </li></ul><ul><li>Grenzen zwischen journalistischen und „Laien“-Öffentlichkeiten sind dabei fließend </li></ul>http://www.flickr.com/photos/axels_bilder/1267008046/ <ul><li>Orientierung in der Informationsgesellschaft, noch dazu unter Bedingungen konvergierender Medienumgebungen, setzt wiederum eigene Kompetenzen voraus </li></ul><ul><li>Monopol von professionellen Experten (Journalisten, Enzyklopädisten, Bibliothekare, …) auf das Auswählen, Aufbereiten und öffentliche zur-Verfügung-Stellen von Informa- tionen schwindet, weil im Internet die technischen Hürden für diese Prozesse sinken </li></ul>
    13. 13. Überlappung von Öffentlichkeiten Quelle: Eigene Darstellung auf Grundlage von www.deutscheblogcharts.de, Februar 2008 (Quelle hierfür: www.technorati.com) <ul><li>Verschränktheit von massen-medialer und interpersonaler Kommunikation ist altbekanntes Phänomen </li></ul><ul><li>Auch im Social Web setzt professioneller Journalismus Themen, die in persönlichen Öffentlichkeiten aufgegriffen, kommentiert, weiter verbreitet werden  Anknüpfungspunkt für Gespräche und Konversationen </li></ul><ul><li>Journalistische und persönliche Öffentlichkeiten ergänzen sich eher, als dass sie sich Konkurrenz machen </li></ul>
    14. 14. Ansatzpunkt für Konversation
    15. 15. Distributionswege von Online-Nachrichten (NYT; 2008) <ul><li>Quelle: Kang 2009 </li></ul>
    16. 16. Zwischenfazit <ul><li>Das Social Web verändert das soziotechnische Umfeld, in dem Menschen Identitäts-, Beziehungs- und Informationsmanagement betreiben </li></ul><ul><li>Es wirkt sich nicht nur auf die Artikulation und Pflege sozialer Beziehungen aus, sondern ergänzt bzw. erweitert Leistungen des professionellen Journalismus und etablierter Medienorganisationen in zweierlei Hinsicht: </li></ul><ul><ul><li>( Produktion ) Entstehen neuer themen- und gruppenspezifischer, nicht-institutionalisierter persönlicher Öffentlichkeiten mit eigenen Selektions- und Relevanzkriterien </li></ul></ul><ul><ul><li>( Filtern ) „Gatekeeping“, das Beobachten, Selektieren und Aggregieren von Themen für ein Publikum, wird zunehmend auch von Laien sowie von Software-Code geleistet  Dreiklang von professioneller, partizipativer und technischer Vermittlung (Neuberger 2009) </li></ul></ul><ul><li>Wie kann man sich in diesen neuen Öffentlichkeiten orientieren? </li></ul><ul><ul><li>Spezifische Recherchen </li></ul></ul><ul><ul><li>Das Beispiel „Livesuche“ / Twitter </li></ul></ul>
    17. 17. Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! <ul><li>Dr. Jan-Hinrik Schmidt </li></ul><ul><li>Hans-Bredow-Institut </li></ul><ul><li>Warburgstr. 8-10, 20354 Hamburg </li></ul><ul><li>[email_address] </li></ul><ul><li>www.hans-bredow-institut.de </li></ul><ul><li>www.schmidtmitdete.de </li></ul><ul><li>www.dasneuenetz.de </li></ul>
    18. 18. Weiterführende Links <ul><li>Suchmaschinen / Themenscan </li></ul><ul><li>http://rivva.de </li></ul><ul><li>http://www.icerocket.com/search </li></ul><ul><li>http://www.blogpulse.com </li></ul><ul><li>http://digg.com </li></ul><ul><li>http://delicious.com </li></ul><ul><li>Fokus Twitter </li></ul><ul><li>http://www.pixelfreund.ch/2009/07/7-tools-fr-medienbeobachtung-trend-twitter-monitoring/ </li></ul><ul><li>http://socialmediatoday.com/SMC/80437 Fokus Twitter </li></ul><ul><li>http://search.twitter.com </li></ul><ul><li>http://tweetstats.com </li></ul><ul><li>http://www.twitter-trends.de </li></ul><ul><li>http://backtweets.com </li></ul><ul><li>http://dwitter.com / </li></ul><ul><li>http://www.tweetdeck.com </li></ul><ul><li>http://twitterwallr.com </li></ul>
    19. 19. Weiterführende Literatur <ul><ul><li>ARD-ZDF-Onlinestudie 2009: </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>Van Eimeren, Birgit/Beate Frees (2009): Der Internetnutzer 2009 – multimedial und total vernetzt? Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2009. In: Media Perspektiven, Nr. 7, 2009, S. 334-348. Online verfügbar: http://www.media-perspektiven.de/uploads/tx_mppublications/Eimeren1_7_09.pdf. </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Busemann, Katrin/Christoph Gscheidle (2009): Web 2.0: Communitys bei jungen Nutzern beliebt. In: Media Perspektiven, Nr. 7. S. 356-364. Online verfügbar: http://www.media-perspektiven.de/uploads/tx_mppublications/ Busemann_7_09.pdf . </li></ul></ul></ul><ul><ul><li>Benkler, Yochai (2006): The Wealth of Networks. How social production transforms markets and freedom. New Haven/London. </li></ul></ul><ul><ul><li>Boyd, Danah/ Nicole Ellison (2007). Social network sites: Definition, history, and scholarship. Journal of Computer-Mediated Communication, 13(1), article 11.http://jcmc.indiana.edu/vol13/issue1/boyd.ellison.html </li></ul></ul><ul><ul><li>Bruns, Axel (2008): Blogs, Wikipedia, Second Life, and beyond. From production to produsage. New York. </li></ul></ul><ul><ul><li>Jenkins, Henry (2006): Convergence Culture. Where old and new media collide. New York. </li></ul></ul><ul><ul><li>Kang, Jeong-Soo (2009): Ausgestaltung des Wertschöpfungsprozesses von Online-Nachrichten. Dissertation an der Privaten Universität Witten/Herdecke. Erscheint 2010 bei Gabler . </li></ul></ul><ul><ul><li>Neuberger, Christoph/Christian Nuernbergk/Melanie Rischke (Hg.) (2009): Journalismus im Internet. Profession – Partizipation – Technisierung. Wiesbaden. </li></ul></ul><ul><ul><li>Schmidt, Jan (2009): Das neue Netz. Merkmale, Praktiken und Konsequenzen des Web 2.0. Konstanz. </li></ul></ul><ul><ul><li>Schmidt, Jan/Beate Frees/Martin Fisch (2009): Themenscan im Web 2.0. Neue Öffentlichkeiten in Weblogs und Social-News-Plattformen. In: Media-Perspektiven, Nr. 2, S. 50-59. </li></ul></ul><ul><ul><li>Schmidt, Jan/Ingrid Paus-Hasebrink/Uwe Hasebrink (Hrsg.) (2009): Heranwachsen mit dem Social Web. Berlin . </li></ul></ul>

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