Meinungsbildung 2.0

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Vortrag bei den Münchner Medientagen, 29.10.2009

Veröffentlicht in: Bildung, Technologie, News & Politik
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    1. 1. Meinungsbildung 2.0? Die Bedeutung von Blogs für Gesellschaft, Politik und Journalismus <ul><ul><li>Dr. Jan-Hinrik Schmidt </li></ul></ul><ul><ul><li>Wissenschaftlicher Referent für digitale interaktive Medien und politische Kommunikation </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>München, 29.10.2009 </li></ul></ul></ul>
    2. 2. <ul><li>Hier waren screenshots von ganz vielen Blogs…. </li></ul>
    3. 3. 1. Es gibt nicht „das Blog“. <ul><li>Ein Blog ist zunächst nur ein technisches Format: Eine relativ regelmäßig aktualisierte Webseite mit rückwärts chronologisch angeordneten Beiträgen, die in der Regel einzeln kommentiert werden können. </li></ul><ul><li>Die Motive, Formen und Praktiken, mit denen Menschen dieses Werkzeug einsetzen, variieren allerdings beträchtlich: Blogs sind Reisetagebücher, PR-Instrument, Ort politischer Debatten, Journal aus dem Teenager-Leben, Forum des wissenschaftlichen Austauschs, berufliche Visitenkarte, und und und... </li></ul>
    4. 4. Ausgewählte Online-Aktivitäten unter 12-24jährigen (in %) „ Zumindest einmal pro Woche“; Quelle: Schmidt/Paus-Hasebrink/Hasebrink 2009; N=650 <ul><li>Blogs sind in Deutschland kein Massenphänomen. </li></ul>
    5. 5. <ul><li>Individuelle Erklärung : Überwiegende Zahl der Nutzer möchte nicht „publizieren“ (sich an ein unbestimmtes Publikum richten), sondern Konversation innerhalb des eigenen erweiterten sozialen Netzwerks betreiben. </li></ul><ul><li>Strukturelle Erklärung : Die Rahmenbedingungen des Politik- und Mediensystems sind in Deutschland anders als in den USA; in Deutschland gab es auch keinen Anbieter wie Skyblogs in Frankreich, die Blogs relativ früh in den Massenmarkt (zumindest der Jugendlichen) geführt haben. </li></ul><ul><li>Blogs sind in Deutschland kein Massenphänomen. </li></ul>
    6. 6. <ul><li>Wer den Blick nur auf Blogs richtet, verkennt die treibenden Mechanismen des Wandels von Öffentlichkeit. </li></ul><ul><li>Blogs sind nur ein Baustein der Erweiterung etablierter journalistisch hergestellter Öffentlichkeit, die an vielen verschiedenen Stellen im Internet geschieht. </li></ul><ul><li>Auf Netzwerk- und Videoplattformen, durch Tagging und (Micro-)Blogging entstehen persönliche Öffentlichkeiten, in denen Informationen von persönlicher Relevanz in tendenziell eher kleinen Publika geteilt werden. </li></ul><ul><li>Der Journalismus erhält Konkurrenz nicht nur bei der Publikation von Inhalten, sondern insbesondere auch in Bezug auf das Filtern und Distribuieren von Informationen. </li></ul><ul><li>Er verliert sein Monopol, nicht jedoch seine funktionale und faktische Bedeutung - nicht zuletzt, weil professionell erstellte Medieninhalte im neuen Netz weiterhin Anlass für Konversation – und damit auch für Meinungsbildung – sind. </li></ul>
    7. 7. <ul><li>Wer den Blick nur auf Blogs richtet, verkennt die treibenden Mechanismen des Wandels von Öffentlichkeit. </li></ul>Quelle: Eigene Darstellung auf Grundlage von www.deutscheblogcharts.de, Februar 2008 (Quelle hierfür: www.technorati.com)
    8. 8. <ul><li>Anteil bewertender Verweise von Blogs auf andere Online-Quellen (in %) </li></ul><ul><li>Wer den Blick nur auf Blogs richtet, verkennt die treibenden Mechanismen des Wandels von Öffentlichkeit. </li></ul>Quelle: Auswertung von N=1.750 Links von Blogs auf populäre journalistische Online-Angebote (Quelle hierfür: www.technorati.com)
    9. 9. <ul><li>Quelle: Kang 2009 </li></ul><ul><li>Wer den Blick nur auf Blogs richtet, verkennt die treibenden Mechanismen des Wandels von Öffentlichkeit. </li></ul>
    10. 10. Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! <ul><li>Dr. Jan-Hinrik Schmidt </li></ul><ul><li>Hans-Bredow-Institut </li></ul><ul><li>Warburgstr. 8-10, 20354 Hamburg </li></ul><ul><li>[email_address] </li></ul><ul><li>www.hans-bredow-institut.de </li></ul><ul><li>www.schmidtmitdete.de </li></ul><ul><li>www.dasneuenetz.de </li></ul>

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