Digitalisierung - Chancen und Risiken für
Innovationsarbeit und gestalterische Prozesse
Dr. Axel Klopprogge
IT2Industry Pr...
Aspekte der Digitalisierung
2SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
Aspekte der Digitalisierung
3SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
Exekution
 Es geht darum, ein bekanntes...
Inhalt
4SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
(1) Wissen wir durch die Digitalisierung mehr über die Zukunf...
Zukunftswissen: Big data als ultimative Form der Prophetie?
5SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
Big data...
Theorien über die Vorhersagbarkeit der Zukunft
6SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
Vergangenheit Zukunft...
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in der Predictive Analysis
7SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
Spielp...
Selbstreferentielle Algorithmen
8
Was viel
genommen
wird...
...wird viel
angeboten...
...wird viel
genommen...
...wird vie...
Selbstreferentielle Algorithmen als Innovationshindernis
9SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
▶ Selbstref...
Zukunftswissen in der Innovation: Small data statt Big data
10SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
Small d...
Inhalt
11SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
(1) Wissen wir durch die Digitalisierung mehr über die Zukun...
Ersetzbarkeit physischer Meetings
12SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
„Eigentlich hat sich an den Grund...
Hilfsmittel im Kreativ- und Innovationsprozess
13SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
„Der größte Untersch...
Digitalisierung und „Ergonomie der Kreativität“
14SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
▶ Keine Freiheit sc...
Künstliche Intelligenz als Innovationshelfer?
15SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
Schwache KI: Kleiner ...
Inhalt
16SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
(1) Wissen wir durch die Digitalisierung mehr über die Zukun...
Social Collaboration
17SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
Problemfeld Datenschutz
„Es gibt Befürchtungen...
Kulturelle Verträglichkeit von Social Collaboration
18SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
„ERP (Enterpris...
Verantwortung in Netzwerkstrukturen
19SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
Open Space Mentalität
„Bei Open...
Social Collaboration als Schritt zur Allwissenheit?
20SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
Oberflächlich: ...
Inhalt
21SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
(1) Wissen wir durch die Digitalisierung mehr über die Zukun...
Anforderung an die Digitalisierung in der Innovationsarbeit
22SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
 Freih...
Digitalisierung in der Innovationsarbeit: Schlussfolgerungen
23SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
 Digi...
24SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
„Wenn ich heute in Gebäude komme, die wir selbst vor 10 der 15 Jahr...
STRATEGY FOR PEOPLE
Human Resources Consulting
& Business Development
München – Nürnberg – Stockholm – Bruxelles – Torino
...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Digitalisierung - Chancen und Risiken für Innovationsarbeit und gestalterische Prozesse

640 Aufrufe

Veröffentlicht am

Digitalisierung - Chancen und Risiken für Innovationsarbeit
und gestalterische Prozesse
Dr. Axel Klopprogge,Strategy for People, Internationale Unternehmensberatung
IT2Industry 2015 Open Conference #IT2I15 | München, 13.11.2015 (Vortrag Tag 4)

Veröffentlicht in: Technologie
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
640
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
7
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
0
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Digitalisierung - Chancen und Risiken für Innovationsarbeit und gestalterische Prozesse

  1. 1. Digitalisierung - Chancen und Risiken für Innovationsarbeit und gestalterische Prozesse Dr. Axel Klopprogge IT2Industry Productronica 13. November 2015 1SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
  2. 2. Aspekte der Digitalisierung 2SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit
  3. 3. Aspekte der Digitalisierung 3SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit Exekution  Es geht darum, ein bekanntes Ziel unter bekannten Rahmenbedingungen so effizient wie möglich zu erreichen.  Die Spielregeln des Erfolgs stehen fest und es gibt den einen richtigen Weg. Innovations- und Gestaltungsarbeit  Es geht darum, unter unsicheren Bedingungen für ein nur teilweise bekanntes Ziel etwas Neues zu schaffen.  Die Spielregeln werden erst im Laufe des Prozesses definiert und es gibt kein festes Falsch oder Richtig. Produkte und Dienstleistungen verändern sich. Die Formen der Arbeit und Zusammenarbeit ändern sich. Prozesse verändern sich.
  4. 4. Inhalt 4SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit (1) Wissen wir durch die Digitalisierung mehr über die Zukunft? (2) Wie können digitale Werkzeuge bei der Innovationsarbeit unterstützen? (3) Wie können wir durch die Digitalisierung besser zusammenarbeiten? (4) Was müssen wir von der Digitalisierung fordern?
  5. 5. Zukunftswissen: Big data als ultimative Form der Prophetie? 5SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit Big data „Big Data: HR business and talent data obtained from social and local data sources enabling the HR business to make data driven decisions. Moving HR from historical analysis to predictive analysis.“ (Aus einer HR-Strategie zur Digitalisierung) Wenn die Systeme mit den entsprechenden Daten gefüttert werden, erlauben diese zudem einen Blick in die Zukunft und können bei der Ressourcenplanung und Risiko- Beurteilungen unverzichtbare Dienste leisten. (Computerwoche Juli 2014) „Predictive analytics is an area of data mining that deals with extracting information from data and using it to predict trends and behavior patterns. Often the unknown event of interest is in the future, but predictive analytics can be applied to any type of unknown whether it be in the past, present or future.“ (Wikipedia) Der Engel des Herrn erscheint dem letzten Propheten in der Wüste (Postkarte um 1900)
  6. 6. Theorien über die Vorhersagbarkeit der Zukunft 6SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit Vergangenheit Zukunft Ziel Metaphysisches Modell: Die Welt wird von unveränderlichen Gesetzen gesteuert. Offenes Modell: Die Zukunft kann auf die Vergangenheit aufbauen, aber sie ist im Prinzip gestaltbar oder von Zufällen abhängig und deshalb nicht vorhersagbar. Extrapolations-Modell: Die Zukunft ist durch die Vergangenheit determiniert und vorhersagbar. Teleologisches Modell: Die Zukunft folgt einem festen Weg zu einem festen Ziel. Predictive Analysis Christliche Heilsgeschichte Historischer Materialismus (Kollektiv) Naturwissenschaft Biologische Evolution nach Darwin Wirtschaftl. Entwicklung nach Schumpeter Astrologie Historischer Materialismus (Individuum) Umfeld-Modell: Die Zukunft wird geprägt durch die jeweils wirkenden Umfeldeinflüsse.
  7. 7. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in der Predictive Analysis 7SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit Spielplan WM 2014 Ewige Tabelle der Fußball-WM Ergebnis der Fußball-WM 2014 Halbfinale:  Brasilien besiegt Deutschland.  Italien besiegt Argentinien. Endspiel:  Brasilien besiegt Italien knapp mit 2,1 : 1,8 und wird Fußball- Weltmeister.  Damit wird das Gesetz bestätigt, dass eine europäische Mannschaft in Südamerika nicht Weltmeister wird.
  8. 8. Selbstreferentielle Algorithmen 8 Was viel genommen wird... ...wird viel angeboten... ...wird viel genommen... ...wird viel angeboten... ZukunftVergangenheit Weitere Beispiele:  Suchmaschinen  Kaufempfehlungen  Kundenbefragungen  Benchmarking  Praxisgerechte Bildung  (...)
  9. 9. Selbstreferentielle Algorithmen als Innovationshindernis 9SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit ▶ Selbstreferentielle Systeme behalten immer Recht, weil sie sich die zu Ihren Algorithmen passende Realität schaffen. Sie sind deshalb zutiefst innovationsfeindlich. Was viel genommen wird... ...wird viel angeboten... ...wird viel genommen... ...wird viel angeboten... ZukunftVergangenheit Fußball-WM 2022  Teams mit negativenAnalysen treffen die „data driven decision“, nicht zur Endrunde anzureisen.  Sie spenden die Reisekosten für einen guten Zweck. Fußball-WM 2026  Die physischen Teams werden aufgelöst. Die WM findet als HD- Animation statt. Der Zuschauer kann jede beliebige Beobachtungsposition einnehmen.  Die Ergebnisse der Partien werden nach objektiven Kriterien aus der Ewigen Tabelle und anderen Parametern ermittelt.  Die Korruption bei der FIFA ist hundertprozentig beseitigt. Verletzungen von Fußballern und Fehlurteile von Schiedsrichtern gehören der Vergangenheit an.  Die Voraussagen entsprechen hundertprozentig den tatsächlichen Ergebnissen. Enttäuschungen sind ausgeschlossen.
  10. 10. Zukunftswissen in der Innovation: Small data statt Big data 10SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit Small data in der Zukunftsvorhersage „Intuitionen, die sich nur auf einen einzigen guten Grund stützen, sind in der Regel zutreffend, wenn es darum geht, die Zukunft vorherzusagen (oder einen unbekannten gegenwärtigen Zustand), diese Zukunft aber schwer vorhersehbar und die relevante Information beschränkt ist. Solche Intuitionen sind auch ökonomischer in der Verwendung von Zeit und Information. Eine komplexeAnalyse dagegen zahlt sich aus, wenn es gilt die Vergangenheit zu erklären....“ (Gerd Gigerenzer, Max Planck Institut) Small data in der Zukunftsgestaltung „Wenn Du zu viel weißt, machst Du es nicht.“ „Erfolgreiche Unternehmer verfügen über die Fähigkeit, bestimmte Risiken nicht zu sehen.“ (Erfolgreiche Start-up Unternehmer) "Ich will Weltmeister werden“ (Chilenischer Nationalspieler Alexis Sánchez) ▶ Vergangenheitsdaten, die heutige Praxis und ihre Experten stehen für tausend Gründe, warum es nur so und nicht anders geht. Der Innovator, Gestalter und Unternehmer muss sich von dieser Praxis ein Stück freimachen, sonst gibt es keine Chance auf etwas Neues. Er muss diese Informationen vernachlässigen. „Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde.“ Henry Ford
  11. 11. Inhalt 11SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit (1) Wissen wir durch die Digitalisierung mehr über die Zukunft? (2) Wie können digitale Werkzeuge bei der Innovationsarbeit unterstützen? (3) Wie können wir durch die Digitalisierung besser zusammenarbeiten? (4) Was müssen wir von der Digitalisierung fordern?
  12. 12. Ersetzbarkeit physischer Meetings 12SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit „Eigentlich hat sich an den Grundelementen wenig geändert. Nach wie vor müssen Menschen zusammenkommen und miteinander eins zu eins kommunizieren.“ (FührenderArchitekt von Innovationsgebäuden) ▶ Menschen müssen physisch zusammenkommen und sich in die Augen schauen? Einverstanden, aber ist es nicht denkbar, dass es schon in Kürze Virtual-Reality-ähnliche Videokonferenzen gibt, bei denen ich mein Gegenüber trotz räumlicher Entfernung bis in die Details und die kleinsten Zuckungen seiner Miene so lebensnah wahrnehme, als säße er direkt neben mir und als könnte ich ihm die Hand auf die Schulter legen? Oder lieber so unkompliziert wie möglich?Was hilft wirklich? HD-Bild- und Tonqualität?
  13. 13. Hilfsmittel im Kreativ- und Innovationsprozess 13SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit „Der größte Unterschied ist, dass Information heute extrem gut verfügbar ist. Wenn ich etwas wissen will, muss ich nur meine Frage in Internet- Browser oder in Literaturdatenbanken eingeben und ich bekomme eine Unmenge nützlicher Informationen. Früher hätte ich langwierig versuchen müssen, mich durchzufragen, und hätte doch nie diese Menge an Informationen und wissenschaftlichen Veröffentlichungen bekommen.“ (Forscher in High-Tech Unternehmen) „Was sich geändert hat, ist, dass Informationen leichter verfügbar sind. Die Teilnehmer einer Besprechung können sich besser vorbereiten. Die Nachbereitung ist leichter.“ (Führender Architekt von Innovationsgebäuden) ▶ Erleichterung von Simulationen durch virtual reality, ▶ Erleichterter Bau von Prototypen und Demonstratoren durch 3-D-Drucker
  14. 14. Digitalisierung und „Ergonomie der Kreativität“ 14SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit ▶ Keine Freiheit schaffen Szenario- Werkzeuge, die einen in vorgegebene Prozesse zwängen oder die gar für die verwendeten Begriffe die Maximalanzahl der Buchstaben vorgeben. ▶ Man könnte sich in einem Kreativraum eine Wand vorstellen, auf der man ganz einfach mit einem Stift Texte, Bilder, Pfeile schreiben, wegwischen und korrigieren kann und von einem dahinterliegenden System würde alles erfasst und in lesbare Schrift oder Beziehungsalgorithmen übersetzt. Das wäre Freiheit.
  15. 15. Künstliche Intelligenz als Innovationshelfer? 15SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit Schwache KI: Kleiner Helfer und Nervensäge „Der schwachen KI geht es darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig zu sein scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik, es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis von Intelligenz.“ (Wikipedia) Juli 2015: Führende Experten auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz fordern Verbot von intelligenten Waffen und Kampfrobotern, die anhand von definierten Kriterien selbst über das Leben eines Menschen entscheiden. ▶ Wenn man KI-gesteuerten Waffen prinzipiell nicht zutraut, diese Entscheidung richtig zu treffen, warum traut man der KI andere Dinge besser zu? Starke KI: Wettbewerber statt Diener  Phase 1: Wir Menschen bringen den Maschinen Schritt für Schritt bei, was wir wissen. So funktioniert traditionelle Softwareprogrammierung.  Phase 2: Maschinen lernen selbständig und entwickeln Wissen und Fähigkeiten, die wir nicht mehr erklären können.  Phase 3: Maschinen verstehen Emotionen und zwischenmenschliche Reaktionen. (Erik Brynjolfsson, Harvard) ▶ Ein Computer, der tatsächlich genauso denken und fühlen könnte wie wir, der genauso kreativ und initiativ sein könnte und das aufgrund überlegener Rechenleistung natürlich schneller und genauer als wir Menschen, ein solcher Computer, eine solche starke künstliche Intelligenz wäre nicht mehr unser Diener, weder für Zwecke der Innovation noch für irgendeinen anderen Zweck. Er wäre vielmehr ein Wettbewerber um die begrenzten Ressourcen dieser Welt. Eine solche tatsächlich intelligente Maschine müsste versuchen, uns zu verdrängen, zu beseitigen oder ihrem Willen dienstbar zu machen. ▶ Die sogenannte Künstliche Intelligenz ist vielleicht gefährlich, aber sie ist nicht so intelligent, wie sie tut.
  16. 16. Inhalt 16SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit (1) Wissen wir durch die Digitalisierung mehr über die Zukunft? (2) Wie können digitale Werkzeuge bei der Innovationsarbeit unterstützen? (3) Wie können wir durch die Digitalisierung besser zusammenarbeiten? (4) Was müssen wir von der Digitalisierung fordern?
  17. 17. Social Collaboration 17SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit Problemfeld Datenschutz „Es gibt Befürchtungen der Gewerkschaften und Betriebsräte, dass hier eine neue Form der totalenArbeits- und Verhaltenskontrolle außerhalb aller Standards des Datenschutzes entsteht. Solche Befürchtungen muss man ernst nehmen. Sonst wird man scheitern. Wir suchen von uns aus bewusst den Dialog mit Gewerkschaften, um Lösungen für diese Befürchtungen zu finden.“ Problemfeld Nutzerfreundlichkeit „Wir arbeiten seit Jahren erfolgreich mit Social Collaboration Plattformen.Aber wenn ich aus der Distanz kritisch draufblicke, würde ich sagen, dass die Plattformen heute etwa zwei Drittel des Weges bis zur vollständigen Reife und zur vollständigen nutzerorientierten Leichtigkeit zurückgelegt haben.“ (Erfahrener Praktiker und Blogger zum Thema Social Collaboration) „Social Collaboration bezeichnet pauschal die Zusammenarbeit von Menschen in Projekten, Gruppen oder auch Teams mit Hilfe des Internets und elektronischer Medien. Bei einer solchen vernetzten Zusammenarbeit geht es nicht nur um die rein technischen Fragen, wie beispielsweise die Nutzung bestimmter Plattformen oder spezifischer Kommunikationskanäle.Als Prozess betrachtet handelt es sich auch um eine sozio-kulturelle Entwicklung des Kommunikationsverhaltens und Arbeitsstils der beteiligten Menschen bei derArbeit an gemeinsamen Projekten.“ (Wikipedia)
  18. 18. Kulturelle Verträglichkeit von Social Collaboration 18SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit „ERP (Enterprise Resource Planning) Systeme weisen durch ihre zentralistische Programmierung und Ausführung einen grundsätzlichen Widerspruch zum sozio-kulturellen Prozess einer Social Collaboration auf. Deshalb gibt es in der betrieblichen Praxis meist enorme Konflikte zu bewältigen.“ (Wikipedia) Zentralistisch vs. dezentral Strukturiert vs. offen
  19. 19. Verantwortung in Netzwerkstrukturen 19SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit Open Space Mentalität „Bei Open Space gibt es nicht den richtigen oder falschen Teilnehmer. Jeder ist willkommen, der oder die sich direkt betroffen und motiviert fühlt, etwas verändern zu wollen. Wer auch immer kommt, es sind die richtigen Leute – einer oder 25 ist egal, und jeder ist wichtig und motiviert. Was auch immer geschieht, es ist das Einzige, was geschehen konnte – Ungeplantes und Unerwartetes ist oft kreativ und nützlich. Es beginnt, wenn die Zeit reif ist – wichtig ist die Energie (nicht die Pünktlichkeit). Vorbei ist vorbei – Nicht vorbei ist Nicht-vorbei – wenn die Energie zu Ende ist, ist die Zeit um. Das Gesetz der zwei Füße ist Ausdruck der Freiheit und Selbstverantwortung: Der Teilnehmer bleibt nur so lange in einer Gruppe, wie er es für sinnvoll erachtet, also solange er etwas lernen und/oder beitragen kann.“ (Quelle: Wikipedia) Projektverfassung „Social Collaboration ist kein Facebook, wo man sich nach eigenem Gusto vernetzen und kommen und gehen kann, wie man will. Social Collaboration ist ein Angebot, das es einer Gruppe von Menschen erlaubt, gemäß den jeweiligen Anforderungen zusammenzuarbeiten und Informationen zu teilen und Dinge gemeinsam zu entwickeln. Die Balance zwischen Freiheit und Disziplin muss auch hier immer aufs Neue ausgekämpft werden. Das Instrument bietet viele Möglichkeiten, aber die Arbeitsgemeinschaft muss sich selbst eine Verfassung geben, in der sie Regeln und Verantwortlichkeiten festlegt. Wer sich nicht an die Regeln hält und seine Aufgaben nicht erfüllt, fällt auf und kann dafür verantwortlich gemacht werden.“ (Erfahrener Praktiker und Blogger zum Thema Social Collaboration) ▶ Innovationsarbeit ist 10 Prozent Inspiration und 90 Prozent Transpiration. Diese Tatsache ist kein Gegensatz zu guten Social Collaboration Tools, aber sehr wohl zur Open-Space-Mentalität und Schwarmintelligenz- Romantik.
  20. 20. Social Collaboration als Schritt zur Allwissenheit? 20SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit Oberflächlich: Digitalisierung und Social Collaboration Plattformen als Allheilmittel und Ausdruck der Modernität. Tatsächlich: Implizite Theorie lautet „Wenn alle alles wissen, macht man keine Fehler mehr.“ „Wenn der Vorgesetzte alles in Echtzeit weiß, machen die Mitarbeiter keinen Unfug mehr.“ ▶ Werden Entscheidungsprozesse so wirklich schneller? ▶ Gibt es dadurch wirklich mehr Empowerment? ▶ Wird ein Unternehmen so wirklich flexibler? ▶ Wird ein Unternehmen so wirklich innovativer?
  21. 21. Inhalt 21SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit (1) Wissen wir durch die Digitalisierung mehr über die Zukunft? (2) Wie können digitale Werkzeuge bei der Innovationsarbeit unterstützen? (3) Wie können wir durch die Digitalisierung besser zusammenarbeiten? (4) Was müssen wir von der Digitalisierung fordern?
  22. 22. Anforderung an die Digitalisierung in der Innovationsarbeit 22SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit  Freiheit statt determinierter Prozesse  Offenheit statt selbstreferenzieller Zirkel  Kommunikation  Raum für Vorläufigkeit und Fehlertoleranz  Verantwortung und Disziplin  Leichte Handhabbarkeit  (...) ▶ „Was muss die Digitalisierung leisten?“ statt „Was macht die Digitalisierung mit uns?“ (und erst recht statt: „Was ist das alles so schön bunt hier!“)
  23. 23. Digitalisierung in der Innovationsarbeit: Schlussfolgerungen 23SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit  Digitalisierung (Industrie 4.0, Arbeitswelt 2.0 etc.) ist kein Wesen, das von sich aus die Welt verändert. Es ist vielmehr umgekehrt ein Sammelbegriff für ganz unterschiedliche Dinge mit ganz unterschiedlichen Effekten.  Innovativ ist nicht automatisch innovationsfördernd. Es gibt durchaus ein latentes Spannungsfeld zwischen der Striktheit digitaler Instrumente und der analogen Offenheit kreativer Prozesse.  Aber nicht in jedem Fall ist es ein prinzipielles Spannungsfeld. In manchen Fällen beruht das Spannungsverhältnis nur darauf, dass die IT-Instrumente noch zu wenig nutzerorientiert gebaut sind.  Man muss sich nicht von der vollmundigen Propaganda blenden lassen. In vielen Fällen geht es um simple Unterstützungstechniken, deren Nützlichkeit man im jeweiligen konkreten Kontext beurteilen muss.  Viele Fragen sind ganz grundsätzlicher Natur und ändern sich nicht durch die Digitalisierung: Die uralte Frage nach der Vorhersagbarkeit der Zukunft ändert sich nicht durch ein Mehr an Vergangenheitsdaten. Die uralte Frage nach Verantwortung und Disziplin in Netzwerkstrukturen erledigt sich nicht durch eine neue Software.  Wirklich hüten muss man sich vor den zutiefst innovationfeindlichen selbst-referentiellen und selbst- reproduzierendenAlgorithmen vieler Systeme und Ansätze – egal ob digital oder analog.  Innovation braucht die Leere. Ein „Gelsenkirchener Barock 4.0“, der diese Leere nicht erträgt, ist nicht innovationsfördernd.  Man sollte sich nicht von den Algorithmen und Mechanismen „der“ Digitalisierung einengen oder determinieren lassen. Man sollte die impliziten Theorien der einzelnen Instrumente kritisch bewerten und umgekehrt den Werkzeugen sagen, was sie leisten sollen.
  24. 24. 24SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit „Wenn ich heute in Gebäude komme, die wir selbst vor 10 der 15 Jahren gebaut haben, bin ich oft erschrocken über die demonstrative Präsenz elektronischer Medien. Manchmal kommt es mir vor, als habe man damals die ganzen Geräte vorführen wollen wie ein Neureicher seine goldenen Wasserhähne. Heute hat jeder per Smartphone die ganze Welt unauffällig in seiner Jackentasche. Unsere elektronischen Medien sind zigmal besser als vor 15 Jahren, aber – richtig verstanden – können sie gerade deshalb zurücktreten in eine dienende, integrierte und unauffällige Rolle und den Menschen mehr Raum geben.“ Prof. Gunter Henn, Führender Architekt von Gebäuden für Innovation
  25. 25. STRATEGY FOR PEOPLE Human Resources Consulting & Business Development München – Nürnberg – Stockholm – Bruxelles – Torino Paris – Zaragoza – Marrakech – Alger – Žilina Mail: info@strategyforpeople.com www.strategyforpeople.com Vielen Dank! 25SFP 16/11/2015 Digitalisierung und Innovationsarbeit

×