Erfahrungsbericht 4 Plymouth

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Ein Teilnehmer berichtet über seine Erfahrungen in Plymouth im Rahmen des Projektes IDUMO.

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Erfahrungsbericht 4 Plymouth

  1. 1. Erfahrungsbericht IDUMO PlymouthDas Erste was einem zu England einfällt, ist das „gute“ Essen und, dass es zehn Monate im Jahrregnet und zwei Monate schüttet. Beides sind natürlich Vorurteile und beide kann ich einigermaßenentkräften, aber ich fange mit der Vorbereitung an.Vorbereitung und AbreiseBegonnen hat alles mit einem achtwöchigen Vorbereitungskurs in Deutschland. Dort hatten wir unteranderem eine Einheit in Länderkunde und einen Englischsprachkurs, um das etwas eingestaubteEnglisch aufzufrischen. Im Nachhinein kann ich sagen, dass der Kurs sehr hilfreich war. Insgesamthat mir die Vorbereitung schon geholfen. Irgendwann rückte dann der Tag der Abreise näher und dieletzten fehlenden Kleidungsstücke sowie Gepäckstücke wurden eingekauft.Am Tag der Abreise trafen wir uns um 7 Uhr morgens am Flughafen, um das Flugzeug um 8:30 KölnRichtung London-Heathrow zu nehmen. In Heathrow nahmen wir um 14.30 den Bus nach Plymouth,wo wir um circa 19 Uhr ankamen. Dann wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt. Ich hatteGlück und war mit einem anderen Teilnehmer in einer tollen Gastfamilie.Unterkunft und SprachkursVon unserer Gastfamilie wurden wir sehr herzlich aufgenommen. Wir waren sehr glücklich darüber,dass diese uns am ersten Abend eine Stadtrundfahrt vorschlug. So lernte ich quasi schon am erstenAbend die Highlights von Plymouth kennen. Als erstes ging es durch das Altstadtviertel „Barbican“,einen sehr netten Stadtteil mit kleinen Gässchen direkt am Hafen. Danach ging es direkt am Hafenentlang, an den „Mayflower-Steps“ vorbei hinauf in Richtung „The Hoe“, was ein sehr netterAussichtspunkt auf das Meer und die Bucht von Plymouth ist. Anschließend ging unsere Rundreise inRichtung Innenstadt und dort vorbei am „Theatre Royal“, unserem üblichen Gruppentreffpunkt zumeinem englischen Zuhause. Dort angekommen, haben wir erst einmal unser Gepäck auf unsereZimmer gebracht und unser erstes Abendessen in England miterlebt.Am zweiten Tag haben wir dann die Innenstadt von Plymouth genauer erkundet. An diesem Tagbekamen wir auch unsere englischen Telefonkarten. Danach erkundeten wir den Rest desNachmittags das sonntägliche City Centre. Für die meisten von uns war es eine sehr großeUmstellung, dass der Verkehr in England auf der anderen Seite unterwegs ist. Dem folgend ging eszu Fuß nach Hause zum Abendessen. Bei uns gab es immer frisch zubereitete Speisen, immerpünktlich um 18:30 oder zumindest fast immer pünktlich. Abends habe ich dann noch eineNachtwanderung mit einem anderen Teilnehmer durch die Umgebung unternommen.Am nächsten Nachmittag begann dann unser intensiver Sprachkurs. Die Lehrerin vom Sprachkurswar wirklich sehr nett und engagiert. Aber es ist halt schwierig, einen Sprachkurs für eine Gruppe von14 Personen durchzuführen, die ein völlig unterschiedliches Niveau der englischen Sprache haben,sodass für mich das Niveau des Sprachkurses leider zu niedrig war. Es wäre für mich bessergewesen einen Kursus zu belegen, der ein höheres Niveau vorausgesetzt hätte. An einemNachmittag hatte ich dann mit 4 weiteren aus der Gruppe eine extra Einheit Englischunterricht fürFortgeschrittene. Ich hatte für mich das Gefühl, dass mir dieser Nachmittag inhaltlich mehr gebrachthat als alle anderen Tage zusammen.[…]
  2. 2. PraktikaAm darauffolgenden Tag hat dann für die meisten die Arbeit auf den Praktikumsstellen begonnen. Ichhabe mein Praktikum am Donnerstag im „Endsleigh Garden Centre“ begonnen. Das Gartencenter istwirklich riesig und liegt direkt an der Autobahn. Es gab dort wirklich diverse verschiedene Sachen zukaufen, dies ging von Pflanzen bis hin zu Büchern, Kleidung oder irgendwelchen Tieren wie z.B.Schlangen. Im Gartencenter wurden sogar touristische Führungen angeboten.Es hat circa 40 verschiedene Abteilungen gegeben. Ich wurde im Warenhaus eingesetzt. Dort habeich meine wirklich netten neuen Arbeitskollegen kennengelernt. Ich habe direkt gemerkt, dass ich dasehr nette Menschen angetroffen habe. In der ersten Zeit habe ich zwar nur etliche Kistenaufgeräumt und an die richtigen Stellen umgeräumt, um so für etwas mehr Ordnung zu sorgen, aberdas war für mich völlig in Ordnung, da ich wirklich die Dankbarkeit und die Anerkennung für meineArbeit gespürt habe. Ich habe dort jeden Werktag von 9 Uhr bis 16 Uhr gearbeitet, inklusive einerStunde Mittagspause, die wir in einem Pausenraum verbracht haben. Am allerersten Nachmittaghabe ich dann ein paar Dokumente sortiert. Nach der Arbeit bin ich dann, wie übrigens jedenDonnerstag, mit dem Bus zu unserem Gruppen-Meeting gefahren und abends nach Hausegewandert. In der nächsten Zeit habe ich dann gemerkt, dass ich immer mehr in die Arbeitsabläufeeingebunden wurde, sodass ich dann mit der Zeit auch anspruchsvollere Arbeiten bekommen habe.[…] Dabei habe ich dann Kisten über Kisten mit gültigen Preisen versorgt. Hierfür hatte ich dann einegesamte Arbeitswoche wirklich ordentlich zu tun. In der späteren Zeit durfte ich dann auch dabeihelfen, die eingelieferten Waren mit den dafür notwendigen Gerätschaften in das Systemeinzuchecken beziehungsweise aus dem System auszuchecken, bevor sie in den Laden gebrachtwurden. Dabei habe ich aber auch gemerkt, dass ich zusammen mit meinem Chef für gute Stimmungsorgen konnte, so dass ich dort eine sehr angenehme Zeit hatte. Insgesamt hat sich hierbei dannsogar ein routiniertes Arbeiten für mich entwickelt, worüber ich ein klein wenig überrascht war. Ichhabe dabei wirklich immer recht viel zu tun gehabt, nicht so sehr für den Kopf, aber dafür eherkörperlich. Ab und zu habe ich dann auch dabei geholfen die etwas sperrigeren Dinge in den Ladenzu befördern.Ausflüge am WochenendeIn den ersten Wochen fuhren wir an einem Samstag mit dem Zug nach St. Ives gefahren. St. Ives istein wunderschöner Ort mit Palmen und einem Sandstrand, an dem man direkt am Meer entlanggehen konnte und das Meer richtig fühlbar machte, direkt an der Atlantikküste. Wir haben dann dieKüste von St.Ives erkundet. Zum Abend hin sind wir dann mit dem Zug zurückgefahren.An einem anderen Samstag haben wir zusammen mit unserer Englischlehrerin einen Ausflug nachCawsand gemacht, ein nettes kleines Dörfchen in Cornwall direkt am Meer. Für die Überfahrt nutztenwir eine Fähre. […]. In Cawsand angekommen, haben wir eine Wanderung direkt an der Küsteentlang auf einem unbefestigten Weg gemacht. Am Meer angekommen, hatten wir einenwunderbaren Ausblick. Einige, darunter unter anderem der Autor dieses Erfahrungsberichtes sinddanach noch einen steilen kurvigen Weg hinauf zu den übergebliebenen Resten einer alten Kapellegegangen. Während des Aufstiegs hat es dann heftig angefangen zu hageln. Später waren einigevon uns, unter anderem ich, bei der Bonfire Nacht. Das ist ein kulturhistorisches Ereignis inGroßbritannien. Heutzutage wird dafür ein Feuer angezündet und ein kleines Feuerwerk gezündet.Am nächsten Wochenende haben wir einen Ausflug mit der Gruppe in einem Kleinbus in RichtungDartmoor unternommen. Zuerst ging es in Richtung des Trinkwasserreservoirs von Plymouth, das vorder beeindruckenden Kulisse eines Hügels liegt. Nach unserem Aufenthalt rund um das Reservoir
  3. 3. ging es nach Tavistock, wo wir einen Markt besucht haben. Es war interessant zu sehen, was es dortalles gab. Das ging wirklich von Lebensmitteln bis hin zu Kleidung und Postkarten. Nach unseremAufenthalt in Tavistock sind wir wieder mehr ins Innere des Nationalparks gefahren. Anschließendhaben wir noch das Museum des Nationalparks besichtigt und mit dem Bus in verschiedenen kleinenDörfern mitten im Nationalpark angehalten, bevor sich dann auch dieser Tag seinem Ende zuneigte.An unserem letzten gemeinsamen Wochenende ging es dann zum Eden Project. Das ist eine riesigeGartenanlage, auf die die Engländer sehr stolz sind. Zuerst bin ich mit einer Gruppe in die erste derzwei Kuppeln gegangen, wo es eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit gab. Es wurden die verschiedenenFacetten des Regenwaldes dargestellt, so gibt es Bereiche, wo z.B. RegenwaldregionenSüdamerikas nachgestellt werden aber es wurden dort auch Regionen aus Thailand oder Malaysiavorgestellt, was mich logischerweise an meine Praktikumsstelle im Gartencenter erinnerte. In derzweiten Kuppel wurde die mediterrane Klimazone nachgestellt. Hier gab es eine wirklich angenehmeLuftfeuchtigkeit. Interessant fand ich dort besonders, zu sehen, wie man es verstand, das typischemediterrane Feeling mit Hilfe von z.B. Steingärten zu vermitteln.Abschied und FazitIn der letzten Woche hieß es dann langsam Abschied nehmen, zuerst von meinemPraktikumsbetrieb, was wirklich sehr traurig war, denn ich gehörte mittlerweile wirklich dazu. Ich habedann sogar ein sehr nettes Abschiedsgeschenk bekommen, worüber ich mich sehr gefreut habe. Ichhabe an diesem Abend auch schon wieder meine 23 Kilo in den Koffer gepackt, sodass ich denletzten Tag ganz für Plymouth hatte. An unserem letzten Tag bin ich dann noch einmal in die Citygefahren. Abends war eigentlich geplant, gemeinsam den Weihnachtsmarkt von Plymouth zubesuchen, da dort die Beleuchtung feierlich eingeschaltet werden sollte, was jedoch leider aufgrundvon Regen und starkem Wind abgesagt wurde. Der nächste Morgen war dann allerdings sehr traurig,denn es hieß nun auch Abschied von den Gasteltern zu nehmen, was nicht ohne Tränen ablief.Auf dem Rückweg nach Deutschland konnte ich dann noch einmal über meine Zeit in Englandnachdenken und zusammenfassend kann ich sagen, dass mir der Aufenthalt in England zum Einennatürlich sehr gut gefallen hat, zum Anderen für meine Persönlichkeit sehr gut getan hat. Ich mussaber außerdem noch sehr vielen Menschen für die wirklich nette Atmosphäre in England danken. Inmeiner Praktikumsstelle habe ich mich wirklich sehr wohlgefühlt. Ich hatte auch nicht das Gefühl,dass die typischen englischen Vorurteile wegen des Essens, die auch ich vorher gepflegt habe, erfülltworden sind. Irgendwann später, wieder zurück in heimischen Gefilden, habe ich dann angefangenmeine Erfahrungen über die Zeit im Ausland und über das ganze Projekt aufzuschreiben und habemich natürlich als erstes mit den typisch britischen Vorurteilen auseinandergesetzt, aber ich solltevorne anfangen. ….

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