Sehr geehrte Damen und Herren,vielen Dank für Ihre Anmeldung! Dieses E-Book soll für alle Verbraucher als eine Basisinform...
3. Anzahl der Pflegebedürftigen, Verteilung nach Pflegestufen und Art der   Versorgung   Quelle: Pflegestatistik 2007, Sta...
5. Leistungen Pflegepflichtversicherung   Lesebeispiel:   Im Jahr 2010 werden bei Pflegestufe II monatlich   - 1.040€ für ...
6. Kosten       Spätestens bei diesem Punkt wird es schwierig, allgemeingültige Statistiken/Studien zu finden und zu verwe...
7. Deckung der Pflegelücke  Eigentlich ist die nach Frage nach der Finanzierung einer Pflegebedürftigkeit, die Frage einer...
a) Pflegerentenversicherung – Lebensversicherungsvertrag mit Rente bei Pflegebedürftigkeit- Beitrag:                      ...
b) Pflegekostenversicherung – Krankenversicherungsvertrag mit Kostenerstattung bei Pflegebedürftigkeit- Beitrag:          ...
c) Pflegetagegeldversicherung – Krankenversicherungsvertrag mit Tagegeld bei Pflegebedürftigkeit- Beitrag:                ...
FazitDie gesetzliche Pflegeversicherung bietet einen Grundschutz, reicht aber keineswegs für eine gute Versorgung. Durchdi...
Glossar:1 : ADL (activities of daily living) sind i.d.R. Bewegung, An- und Auskleiden, Essen/Trinken, Körperpflege,Baden/D...
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E-Book Pflegeversicherung

  1. 1. Sehr geehrte Damen und Herren,vielen Dank für Ihre Anmeldung! Dieses E-Book soll für alle Verbraucher als eine Basisinformation zur sozialenPflegeversicherung/privaten Pflegepflichtversicherung (nachfolgend einheitlich „Pflegepflichtversicherung“) sowieden unterschiedlichen Möglichkeiten der privaten Pflegevorsorge dienen.Das gesamte Thema „Pflegeversicherung“ ist sehr umfassend und vor allem auch emotional, deshalb machen einigeFakten und Grundlagen den Anfang. 1. Begriff der Pflegebedürftigkeit gem. SGB XI §14 / MB/PPV 2009 §1 Pflegebedürftig sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße (vgl. 2.) der Hilfe bedürfen. Gewöhnliche und regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen sind: a) im Bereich der Körperpflege das Waschen, Duschen, Baden, die Zahnpflege, das Kämmen, Rasieren, die Darm- oder Blasenentleerung, b) im Bereich der Ernährung das mundgerechte Zubereiten oder die Aufnahme der Nahrung, c) im Bereich der Mobilität das selbständige Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen oder das Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung, d) im Bereich der hauswirtschaftlichen Versorgung das Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung oder das Beheizen. 2. Definition der Pflegestufen gem. SGB XI § 15 / MB/PPV 2009 §1 Pflegestufe I (erhebliche Pflegebedürftigkeit): Personen, die bei Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität für wenigstens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen mindestens einmal täglich der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Zeitaufwand: mindestens 90 Minuten täglich, auf Grundpflege müssen mehr als 45 Minuten entfallen Pflegestufe II (schwere Pflegebedürftigkeit): Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Zeitaufwand: mindestens 3h täglich, auf Grundpflege müssen mindestens 2h entfallen Pflegestufe III (schwerste Pflegebedürftigkeit): Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität täglich rund um die Uhr, auch nachts, der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Zeitaufwand: mindestens 5h täglich, auf Grundpflege müssen mindestens 4h entfallen
  2. 2. 3. Anzahl der Pflegebedürftigen, Verteilung nach Pflegestufen und Art der Versorgung Quelle: Pflegestatistik 2007, Statistisches Bundesamt4. Altersstruktur der Pflegebedürftigen Quelle: Pflegestatistik 2007, Statistisches Bundesamt Lesebeispiel: 20% oder jeder 5. zwischen 80 und 85 Jahren benötigt Pflege
  3. 3. 5. Leistungen Pflegepflichtversicherung Lesebeispiel: Im Jahr 2010 werden bei Pflegestufe II monatlich - 1.040€ für ambulante Sachleistungen (Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung durch einen ambulanten Pflegedienst) oder - 1.279€ für stationäre Pflege oder - 430€ Pflegegeld für häusliche Pflege durch z.B. nahe Angehörige bezahlt. Die ambulanten Sachleistungen können dabei mit Pflegegeld anteilig kombiniert werden. -> Rechenbeispiel Pflegestufe II im Jahre 2010 Es werden ambulante Sachleistungen i.H.v. 780€ monatlich = 75% in Anspruch genommen, vom Pflegegeld stehen also noch 25% (107,50€) zur Verfügung. Härtefallregelung: Sind die Voraussetzungen der Pflegestufe III erfüllt und liegt ein außergewöhnlich hoher Pflegeaufwand vor, kann die Härtefallregelung in Anspruch genommen werden. In diesem Fall gibt es höhere Leistungen.a) Hilfe bei der Grundpflege (Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität) ist mindestens sechs Stunden täglich, davon mindestens dreimal in der Nacht, erforderlich. Bei Pflegebedürftigen in vollstationären Pflegeeinrichtungen ist auch die auf Dauer bestehende medizinische Behandlungspflege zu berücksichtigen oderb) Grundpflege für den Pflegebedürftigen kann auch nachts nur von mehreren Pflegekräften gemeinsam (zeitgleich) erbracht werden. Wenigstens bei einer Verrichtung tagsüber und des Nachts muss dabei neben einer professionellen mindestens eine weitere Pflegeperson tätig werden, die nicht bei einem Pflegedienst beschäftigt sein muss (zum Beispiel Angehörige). Durch diese Festlegung soll erreicht werden, dass nicht mehrere Pflegekräfte eines Pflegedienstes hier tätig werden müssen. Zusätzlich muss in jedem Fall ständige Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung erforderlich sein.
  4. 4. 6. Kosten Spätestens bei diesem Punkt wird es schwierig, allgemeingültige Statistiken/Studien zu finden und zu verwenden, denn genauso unterschiedlich wie die Menschen und deren private Situation sowie Ansprüche sind, genauso unterschiedlich fallen auch die Kosten eines Pflegefalls aus. Die folgende Übersicht zeigt die durchschnittlichen monatlichen Kosten für vollstätionäre Dauerpflege in allen Bundesländern. Dabei fällt auf, dass die oben beschriebenen Leistungen aus der Pflegepflichtversicherung in den meisten Fällen nicht einmal die Pflegekosten an sich decken, von Kosten für Unterkunft und Verpflegung (die immer noch zusätzlich anfallen) ganz zu schweigen. Wenn man dabei auch noch bedenkt, dass es die Durchschnittskosten sind, viele Menschen in den „teureren“ Bundesländern leben und auch dort nahe der Familie gepflegt werden wollen sowie eventuell höhere Ansprüche als den „Durchschnitt“ haben, dann wird deutlich, dass auf jeden Fall ein Kostenrisiko besteht – in vielen Fällen weit mehr als 1.000€ monatlich. Empfehlenswert finde ich die Seite der BKKen www.bkk-pflege.de, mit einer Suchfunktion aus über 12.000 verzeichneten Pflegeheimen und vielen Tausend ambulanten Pflegediensten inkl. aller Kostenangaben und einem Qualitätssiegel. Entgelt für Land Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III Unterkunft & Verpflegung Baden-Württemberg 1.459€ 1.854€ 2.371€ 608€ Bayern 1.520€ 1.885€ 2.158€ 517€ Berlin 1.398€ 1.946€ 2.310€ 486€ Brandenburg 1.125€ 1.398€ 1.885€ 486€ Bremen 1.064€ 1.702€ 2.128€ 638€ Hamburg 1.246€ 1.794€ 2.341€ 699€ Hessen 1.307€ 1.763€ 2.280€ 517€Meckl.-Vorpommern 1.094€ 1.429€ 1.854€ 456€ Niedersachsen 1.246€ 1.611€ 2.006€ 486€Nordrhein-Westfalen 1.277€ 1.794€ 2.341€ 790€ Rheinland-Pfalz 1.216€ 1.581€ 2.189€ 638€ Saarland 1.186€ 1.642€ 2.189€ 608€ Sachsen 1.034€ 1.338€ 1.824€ 456€ Sachsen-Anhalt 1.125€ 1.490€ 1.763€ 486€ Schleswig-Holstein 1.368€ 1.733€ 2.098€ 638€ Thüringen 1.003€ 1.368€ 1.794€ 547€ Deutschland 1.307€ 1.733€ 2.158€ 608€Quelle: Statistisches Bundesamt, Pflegestatistik 2007Für den Bereich der ambulanten Pflege gibt es leider keine aussagekräftigen Statistiken, da hier die individuelleSituation eine noch höhere Rolle spielt als bei der stationären Pflege. Es können zwischen 300€ bis zu in Einzelfällen10.000€ monatlich entstehen.
  5. 5. 7. Deckung der Pflegelücke Eigentlich ist die nach Frage nach der Finanzierung einer Pflegebedürftigkeit, die Frage einer ausreichenden Altersvorsorge. Ein Alleinstehender mit einer hohen Altersrente und genügend Ersparnissen hat in vielen Fällen in Pflegestufe I, II und sogar manchmal auch in Pflegestufe III kein Kostenrisiko. Wenn allerdings ein Ehepaar einen Pflegefall oder sogar 2 Pflegefälle gleichzeitig finanzieren müsste, wird es neben dem emotionalen Aspekt auch finanziell schon anspruchsvoll. Besonders brisant wird es nämlich bei der stationären Pflege: Sollten die Leistungen der Pflegepflichtversicherung sowie die Rücklagen/Altersrente nämlich nicht reichen, muss ein Antrag auf staatliche Unterstützung gestellt werden und der Staat bezuschusst den Heimplatz. Dies löst jedoch einen Unterhaltsanspruch des Patienten gegen seine Kinder aus, welchen das Sozialamt dann wiederum einfordern wird. Zunächst müssen die Kinder Auskünfte über deren finanzielle Situation erteilen, dann wird geprüft, ob nach Abzug der Lebenshaltungskosten, beruflicher Aufwendungen, Unterhaltskosten für eigene Kinder, … noch Geld vorhanden ist – dieses wird dann zur Deckung des Unterhalts der Eltern herangezogen. Generell kann man zwar sagen, dass die Freibeträge relativ hoch bemessen sind - allerdings kann v.a. bei Gutverdienern trotzdem ein nicht unerheblicher Selbstbehalt verbleiben. Um genau dies zu vermeiden, empfiehlt sich auch (und u.U. sogar ganz besonders) für vermögende Senioren der Abschluss einer ausreichenden Pflegevorsorge. In vielen Fällen beteiligen sich die Kinder, die sich des o.g. Problems auch bewusst sind, an den Kosten der entsprechenden Absicherung. 8. Möglichkeiten der Absicherung Es gibt grundsätzlich 3 verschiedene Möglichkeiten, um sich gegen die finanziellen Folgen eines Pflegefalls abzusichern. Eine jede dieser Lösungen hat Vor- und Nachteile und unterschiedlichste Ausgestaltungsmöglichkeiten – allgemein kann man jedoch sagen, dass fast jeder, der Versicherungsschutz wünscht, diesen auch bekommt. Kurzübersicht Pflegerente Pflegekosten Pflegetagegeld Gesundheitsprüfung OOO OO OO Höchsteintrittsalter O OO OOO Flexibilität O O OOO Beitrag O OOO OOLeistungsvoraussetzungen OOO OO O Beitragsstabilität OOO O O Laienpflege OOO O OO
  6. 6. a) Pflegerentenversicherung – Lebensversicherungsvertrag mit Rente bei Pflegebedürftigkeit- Beitrag: Einmalbeitrag oder laufende Beitragszahlung (je nach Anbieter bis Endalter 85 oder lebenslang)- Höchsteintrittsalter: Ja, je nach Anbieter/Tarif 70-75 Jahre- Höchstversicherungssumme: Ja, je nach Anbieter/Tarif zwischen 2.000€ und 5.000€ monatlich- Leistungen: Zahlung der versicherten Pflegerente (je nach Anbieter/Tarif ab Pflegestufe I) Einmalleistung bei Eintritt Pflegefall (je nach Anbieter/Tarif/optional) Beitragsfreistellung im Leistungsfall Todesfallleistung (optional, je nach Anbieter/Tarif unterschiedlich)- Dynamik: Ja, optional - je nach Anbieter/Tarif unterschiedlich- Leistungen bei Kündigung: Je nach Anbieter/Tarif unterschiedlich- Leistung im Todesfall: Je nach Anbieter/Tarif unterschiedlich, Todesfallleistung möglich- Möglichkeit Beitragsfreistellung: Ja, beitragsfreie Rente gemäß Produktinformationsblatt- Leistungsvoraussetzung: Einstufung gemäß gesetzlicher Definition (SGB XI) oder ADL1 (activities of daily living) oder Direkteinstufung bei Demenz2- Gesundheitsprüfung3: Ja, je nach Anbieter/Tarif voll oder erleichtert mit Wartezeiten- Wahl der Absicherung4: Nein, keine Unterscheidung zwischen stationär/ambulant - maßgeblich ist die festgestellte Pflegestufe 5- Leistungen bei Laienpflege : Ja - maßgeblich ist die festgestellte Pflegestufe 6- Verwendungsnachweis : Nein, maßgeblich ist die festgestellte PflegestufeVorteile: Nachteile:- garantierte Beiträge - relativ teuer- Überschussbeteiligung - Überschussbeteiligung nicht garantiert- beitragsfreie Rente - Höchsteintrittsalter- optionale Todesfallleistung - wenig Auswahl an Tarifen- optionale Leistung bei Kündigung möglich - unflexibel- Rechtssicherheit durch zusätzliche Leistungsprüfung nach ADL- Option auf Kapitalauszahlung (je nach Anbieter/Tarif)- Leistungen nicht zweckgebunden- rechtssichere Leistungen bei Demenz- voller Versicherungsschutz auch mit schweren Vorerkrankungenmöglichx: Fachbegriffe werden im Anhang „Glossar“ erläutert
  7. 7. b) Pflegekostenversicherung – Krankenversicherungsvertrag mit Kostenerstattung bei Pflegebedürftigkeit- Beitrag: laufende Beitragszahlung- Höchsteintrittsalter: Ja, je nach Anbieter/Tarif zwischen 65-80 Jahre- Höchstversicherungssumme: Indirekt - je nach Anbieter/Tarif bis zu 200% der Leistungen der Pflegepflichtversicherung- Leistungen: Erstattung der Pflegekosten gemäß versichertem Prozentsatz/Pflegegeld- Dynamik: Ja, optional - je nach Anbieter/Tarif unterschiedlich- Leistungen bei Kündigung: keine- Leistung im Todesfall: Vertragsende- Möglichkeit Beitragsfreistellung: Nein- Leistungsvoraussetzung: Einstufung gemäß gesetzlicher Definition (SGB XI) oder ADL1 (activities of daily living)- Gesundheitsprüfung3: Ja, je nach Anbieter/Tarif voll oder erleichtert mit Wartezeiten 4- Wahl der Absicherung : Nein, Versicherungsschutz kann i.d.R. nicht individuell vereinbart werden, da sich die meisten Tarife an der Pflegepflichtversicherung orientieren- Leistungen bei Laienpflege5: Möglich, je nach Anbieter/Tarif unterschiedlich- Verwendungsnachweis6: Ja, Erstattung nur der tatsächlich angefallenen KostenVorteile: Nachteile:- relativ günstig - wenig Auswahl an Tarifen- (theoretisch) unbegrenzte Versicherungssumme - Höchsteintrittsalter - Kosten müssen nachgewiesen werden - finanzielle Vorleistung - aufwendige Abrechnung bei Laienpflege - Beiträge können sich erhöhen - unflexibel - Bindung an Pflegepflichtversicherungx: Fachbegriffe werden im Anhang „Glossar“ erläutert
  8. 8. c) Pflegetagegeldversicherung – Krankenversicherungsvertrag mit Tagegeld bei Pflegebedürftigkeit- Beitrag: laufende Beitragszahlung- Höchsteintrittsalter: Nein, je nach Anbieter/Tarif aber möglich- Höchstversicherungssumme: Ja, bis zu maximal 150€ Pflegetagegeld- Leistungen: Pflegetagegeld gemäß Pflegestufe/versicherter Leistung Beitragsfreistellung im Leistungsfall (je nach Anbieter/Tarif)- Dynamik: Ja, optional - je nach Anbieter/Tarif unterschiedlich- Leistungen bei Kündigung: keine- Leistung im Todesfall: Vertragsende- Möglichkeit Beitragsfreistellung: Nein- Leistungsvoraussetzung: Einstufung gemäß gesetzlicher Definition (SGB XI) 3- Gesundheitsprüfung : Ja, je nach Anbieter/Tarif voll oder erleichtert mit Wartezeiten- Wahl der Absicherung4: Ja, Festlegung der Leistungen gemäß individuellem Bedarf möglich 5- Leistungen bei Laienpflege : Möglich, je nach Anbieter/Tarif unterschiedlich 6- Verwendungsnachweis : NeinVorteile: Nachteile:- flexibler und individueller Versicherungsschutz möglich - Beiträge können sich erhöhen- Leistungen nicht zweckgebunden - keine alternativen Leistungsvoraussetzungen- optimales Preis-/Leistungsverhältnis außer gemäß Definition SGB- hohe Auswahl an verschiedenen Tarifen- Tarife ohne Höchsteintrittsalter- voller Versicherungsschutz auch mit schwerenVorerkrankungen möglichx: Fachbegriffe werden im Anhang „Glossar“ erläutert
  9. 9. FazitDie gesetzliche Pflegeversicherung bietet einen Grundschutz, reicht aber keineswegs für eine gute Versorgung. Durchdie Reform 2008 sind zwar positive Ansätze erkennbar, denn viele Leistungen wurden verbessert - aber einigewichtige Baustellen wie z.B. die nachhaltige Lösung der Finanzierung, in die Zukunft verschoben. Ich persönlichdenke, dass von allen demografisch bedingten Problemen die unsere Gesellschaft lösen muss, Pflege eines desschwierigsten und dringendsten sein wird.Es lässt sich allgemein sagen, dass jemand der heute schon jenseits der 60 und alleinstehend ist, ein gutes finanziellesPolster und eine hohe Altersrente aufgebaut hat, aber nichts vererben möchte, u.U. auf eine private Absicherungverzichten kann. In allen anderen Fällen sollte die individuell notwendige Pflegevorsorge nach einer Analyse durcheinen unabhängigen Experten erfolgen, denn die unterschiedlichen Lösungen mit all ihren Vor- und Nachteilen bietenauch eine Vielzahl von Möglichkeiten, bezahlbaren und guten Versicherungsschutz zu erhalten.Welche Lösung für wen in Frage kommt, kann man nicht pauschal sagen. Meiner Meinung nach ist es aber wie so oftim Leben – die richtige Mischung macht’s!Mit freundlichen Empfehlungen und herzlichen Grüßen,Ihr HonorarberaterWladimir SimonovFinanzfachwirt (FH)www.mehrwertfair.de
  10. 10. Glossar:1 : ADL (activities of daily living) sind i.d.R. Bewegung, An- und Auskleiden, Essen/Trinken, Körperpflege,Baden/Duschen, Verrichten der Notdurft. Einige Punkte können bei verschiedenen Anbietern variieren, sind jedoch inden jeweiligen Bedingungen genau definiert.2 : Demenz ist ein Defizit in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, das zu einer Beeinträchtigung vonsozialen und beruflichen Funktionen führt und fast immer, aber nicht ausschließlich mit einer diagnostizierbarenErkrankung des Gehirns einhergeht. Fälschlicherweise wird Demenz oft als Ursache für Pflegebedürftigkeitausgeklammert, was so natürlich nicht richtig ist, wenn man sich 1. Begriff der Pflegebedürftigkeit noch einmalanschaut. Es ist viel mehr so, dass Menschen mit Demenz beim Gutachten des MDK, welches für eine entsprechendeEinstufung maßgeblich ist, zwar „für mechanisch in der Lage“ befunden werden, tägliche Verrichtungen zu erledigenund somit in Pflegestufe O (null) landen – diese aber in Wirklichkeit nicht wirklich selbstständig erledigen können.Die Lebensversicherer (Pflegerentenversicherungen) sehen für gewöhnlich eine separate Leistungsdefinition beiDemenz wie z.B. Direkteinstufung in Pflegestufe II vor, die Krankenversicherer tun sich auf diesem Gebiet derzeitnoch etwas schwer.3 : Gesundheitsprüfung erfolgt bei den meisten Versicherungsverträgen, damit der Versicherer die Wahrscheinlichkeiteiner Inanspruchnahme der Leistungen einschätzen kann. Personen mit Gesundheitsbeschwerden müssen mitRisikozuschlägen oder Ausschlüssen rechnen. Manche Versicherer bieten im Bereich Pflege eine vereinfachteGesundheitsprüfung an, die z.B. nur aus einer Aufzählung von Vorerkrankungen besteht, die zu einer Ablehnungführen. Anders als z.B. in der Krankenvollversicherung besteht sogar die Möglichkeit, Menschen mit Krebs-,Herzerkrankungen, Diabetes oder Schlaganfall zu versichern. Es gibt sogar die Möglichkeit am Markt (gegen eineWartezeit von über 10 Jahren) gänzlich ohne eine konkrete Gesundheitsprüfung einen Pflegeversicherungsschutz zuerstehen.4 : Wahl der Absicherung besteht eigentlich schon bezüglich der ganz grundlegenden Entscheidung zwischenPflegerente, -kosten oder –tagegeld. Die mit Abstand flexibelste Alternative am Markt ist allerdings dasPflegetagegeld. Nur bei diesem kann man je nach Bedarf nahezu alle Nuancen wie Höhe der Absicherung jePflegestufe, Leistung bei ambulanter Pflege und/oder stationärer Pflege je nach Anbieter/Tarif nahezu frei bestimmen.Sollte ein Anbieter die gewünschte absolute Flexibilität nicht bieten können, wäre es sogar denkbar, sich am Markt imBaukastensystem die gewünschten Teilabsicherungen einzeln einzukaufen.5 : Laienpflege bezeichnet die Erbringung von Pflegetätigkeiten durch Personen, die keine berufliche Ausbildung indiesem Bereich haben. Der typische Fall wäre Pflege durch nahe Angehörige oder eine Haushaltshilfe.6 : Verwendungsnachweis wird nur bei der Pflegekostenversicherung verlangt. Da nur die tatsächlich entstandenenKosten versichert sind, muss jede Rechnung dem Krankenversicherer vorgelegt werden. Bei Laienpflege wird esschon relativ kompliziert, denn dann muss durch einen ambulanten Pflegedienst halb- oder vierteljährlich nach einerBesichtigung vor Ort eine „Quasi-Rechnung“ angefertigt werden, die dann vom Versicherer erstattet wird.

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