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Im ersten Level wird die COTI-Paket-Struktur festgelegt, d.h. die Art und Weise wie ein Paket strukturiert
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Im zweiten Level wird das Konzept dahingehend erweitert, dass die Inhalte nicht nur in Paketdateien
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Im dritten Level sind zusätzlich Webservices vorgesehen, die vor allem im TMS zu implementieren sind.
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Eine Motivation für die Entwicklung des COTI-Standards liegt in den Prozessveränderungen die sich auch
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Als erstes wurde eine Schnittstelle COTI2PBM auf Basis von COTI Level 1 umgesetzt. Hierbei werden die
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1. Ein Paket wird vom CMS erzeugt und in einem lokalen Ordner vom CMS abgelegt
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Daneben hat sich gezeigt, dass auch im COTI Standard noch Potenziale für eine Weiterentwicklung liegen.
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Auch für die COTI2PBM-Schnittstelle ergeben sich Möglichkeiten zur Weiterentwicklung.
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Präsentationsfolien zum Fachvortrag auf der tekom-Jahrestagung 2015.
Beschreibung des Projektes zur Automatisierung von Übersetzungsprozessen auf Basis des COTI-Standards des DERCOM-Verbandes. COTI beschreibt einen herstellerübergreifenden Standard zum Austausch von Übersetzungsinhalten zwischen Content-Management-Systemen (CMS) und Translation-Management-Systemen (TMS). In der Präsentation wird die Implementierung zum Plunet BusinessManager und den Übersetzungswerkzeugen von SDL vorgestellt.

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Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager

  1. 1. Die Präsentation berichtet von den Erfahrungen bei der Implementierung einer Schnittstelle zwischen dem COTI Standard des Dercom-Verbandes und dem Translation Worfklow-System von Plunet. 1
  2. 2. 2RWS Group - www.rws-group.de tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  3. 3. 3 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  4. 4. Die DERCOM ist ein Verband von CMS-Herstellern vorwiegend aus dem deutschsprachigen Raum, der sich zum Ziel gesetzt hat, mit der einen herstellerübergreifenden Standard für die Kommunikation zwischen Content Management System und Translation Management System zu schaffen. Dieser Standard wurde COTI genannt. Alle Mitglieder der DERCOM haben sich verpflichtet, den COTI-Standard in ihren Produkten umzusetzen. Als offener Standard steht es natürlich auch anderen Herstellern frei, COTI in ihren Produkten umzusetzen. Die Spezifikationen sind frei verfügbar: http://www.dercom.de/projekte 4 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  5. 5. COTI ist zunächst ein Konzept, wie die Daten-Kommunikation zwischen CMS und TMS automatisiert werden konnte. COTI bedeutet COntent Translation Interface und erstreckt sich auf die breite „Schnittstelle“ zwischen CMS und TMS. In einem ersten Schritt wurden Spezifikationen abgearbeitet, um diese „ideale“ Schnittstelle zu definieren. Sie wurden in 3 Levels aufgeteilt, die jeweils einen Grad an Automatisierung und eine zunehmende Vernetzung der Systeme entsprechen. Auf dieser Basis können dann Teil-Schnittstellen in den beteiligten Systemen implementiert werden, die miteinander wirken. Der Vorteil liegt nun darin, dass nicht mehr wie bisher für jedes einzelne System eine Schnittstelle zu implementieren ist, sondern über den Standard mit einer einzigen Implementierung mehrere Systeme abgedeckt werden können. Dies erhöht das ROI für die Systemhersteller und sollte in der Folge dazu führen, dass die Verfügbarkeit von fast direkt einsetzbaren Schnittstellen für den Übersetzungsprozess zunehmen wird. Dabei stellt sich die Frage, welche Systeme über eine COTI-Schnittstelle miteinander verbunden werden können. Auf der einen Seite stehen hier die Content-Management-Systeme zu denen man sicher auch Web-Content-Management-Systeme oder PIM-Systeme zählen kann. Auf der anderen Seite stehen hier Translation-Management-Systeme. Auf der Webseite von DERCOM wird auch alternativ Translation- Memory-Systeme verwendet. Wenn man sich jedoch die Entwicklung der verschiedenen am Markt verfügbaren Systeme ansieht, erkennt man schnell, dass diese immer mehr Management-Funktionen beinhalten. Es erscheint daher sinnvoll hier generell von Translation Management-Systemen zu sprechen. 5 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  6. 6. Im ersten Level wird die COTI-Paket-Struktur festgelegt, d.h. die Art und Weise wie ein Paket strukturiert sein soll und welche Inhalte es enthalten soll. Dabei gibt es sowohl verpflichtende Inhalte als auch optionale Inhalte. Ein COTI-CMS Paket ist technisch gesehen ein zip-Archiv. Es enthält: • die zu übersetzenden Dateien • Referenzdateien, die entweder die Vorbereitung der zu übersetzenden Dateien unterstützen (Dateityp-Filter) oder vom Übersetzer im Übersetzungsprozess berücksichtigt werden sollen (pdf) • eine coti.xml Datei, die die gesammelten Metadaten des Projekts enthält. Über eine Schnittstelle gemäß COTI Level 1 können die Pakete „manuell“ vom CMS zum TMS transferiert werden. Dies kann bspw. per Mail, FTP oder auch über einen Datenträger erfolgen. 6 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  7. 7. Im zweiten Level wird das Konzept dahingehend erweitert, dass die Inhalte nicht nur in Paketdateien verpackt werden sondern auch in einer für beide Systeme verfügbaren Dateistruktur abgelegt werden. Dabei wird davon ausgegangen, dass beide Systeme über Methoden verfügen, diese Ordnerstruktur zu überwachen und beim Eintreffen neuer Dateien die entsprechenden Aktionen zu starten. Im COTI-Standard gibt es keine Festlegungen hinsichtlich der einzusetzenden Technologie für den gemeinsamen (shared) Ordner. Dies betrifft auch die Positionierung des Ordners hinsichtlich Cloud Server oder gehosteten Server („private Cloud“). Eine direkte Kommunikation zwischen den Systemen ist im Level 2 nicht vorgesehen und auch nicht erforderlich. 7 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  8. 8. Im dritten Level sind zusätzlich Webservices vorgesehen, die vor allem im TMS zu implementieren sind. Es wird davon ausgegangen, dass das CMS das aktive und steuernde System für die Webservices ist. Dementsprechend beinhaltet die Funktionalität der Webservices Möglichkeiten zum Erstellen, Starten, Aktualisieren und Beenden von Projekten, die an das TMS übermittelt werden. Zusätzlich sind Funktionen vorgesehen, die vom TMS Informationen über den Status des Projektes anfordern. Für die Umsetzung von COTI Level 3 müssen sowohl CMS als auch TMS über das Internet, ggf. über VPN vom jeweils anderen System erreichbar sein. 8 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  9. 9. Eine Motivation für die Entwicklung des COTI-Standards liegt in den Prozessveränderungen die sich auch durch die zunehmende Einführung von CMS ergeben. Früher wurden in der technischen Kommunikation vorwiegend komplette Dokumente erstellt und dann auch als komplette Dokumente in den Übersetzungsprozess gegeben. Daraus ergaben sich üblicherweise größere Übersetzungsaufträge von mindestens einigen Seiten bis hin zu umfangreichen Dokumentationen über mehrere Hundert Seiten. Im Gegenzug bewegte die Anzahl der Übersetzungsaufträge in überschaubaren Größenordnungen. Der Austausch der Dokumente erfolgte vorwiegend manuell. Absprachen wurden dokumentenbezogen durchgeführt. Es konnte ohne zusätzlichen Aufwand auf dokumentenspezifische Besonderheiten eingegangen werden, was auch durch aus häufig genutzt wurde. Auf Seiten der Übersetzungsdienstleister konnte über die eingesetzte Technologie frei entschieden werden, da üblicherweise nur zielsprachliche Dateien an den Auftraggeber geliefert wurden. 9 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  10. 10. Gefördert durch den zunehmenden CMS-Einsatz haben sich die Übersetzungsprozesse deutlich verändert. Die Inhalte für die technische Kommunikation werden zunehmend über in sich abgeschlossene Informationseinheiten erstellt. Dies führt auf der einen Seite zu einem größeren Potenzial für die Wiederverwendung sowohl in der Ausgangssprache als auch in den Zielsprachen. Um eine weitgehende Wiederverwendung der Informationseinheiten zu ermöglichen, stellen sich zusätzliche Anforderungen an die inhaltliche, terminologische und stilistische Gestaltung der Informationseinheiten sowohl in der Ausgangs als auch in den Zielsprachen. Jede Informationseinheit muss in verschiedenen Kontexten wie ein Puzzleteil in das Gesamtbild der resultierenden Dokumentation passen. Da zum Zeitpunkt der Erstellung einer Informationseinheit der zukünftige Verwendungskontext noch nicht abschließend bekannt ist, sind zusätzliche Metainformationen, inhaltliche, terminologische und stilistische Vorgaben zu berücksichtigen. Hieraus ergeben sich höhere Anforderungen an den Informationsaustausch zwischen Redaktion und Übersetzung und in der Folge zu zusätzlichen administrativen Kosten im Übersetzungsprozess und in der redaktionellen Arbeit.. Wenn zunehmend auch einzelne Informationseinheiten in den Übersetzungsprozess gegeben werden, führt dies zu einer Veränderung in den Auftragsstrukturen. Der durchschnittliche Umfang der Übersetzungsaufträge sinkt, während die Anzahl der Aufträge zunimmt. Da jedoch für jeden Übersetzungsauftrag auch ein gewisser administrativer Aufwand entsteht verändert sich auch hierdurch die damit verbundenen Kostenstrukturen. Bei angenommenen unveränderten Budget für die Übersetzungen erhöht sich der administrative Anteil an den Kosten, was in der Folge zu einem sinkenden Budget für die eigentliche Übersetzungsleistung führen muss. Um diesem entgegenzuwirken sollen die administrativen Kosten durch die Erhöhung des Automatisierungsgrades bei der Auftragsverwaltung gesenkt werden. 10 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  11. 11. 11 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  12. 12. Auf Seiten der Übersetzungsdienstleister ist der Einsatz spezialisierter Workflow-Management-Systeme ein Schritt zu Senkung der administrativen Kosten. Diese Systeme beinhalten einerseits Funktionalität zu Automatisierung im Projektmanagement für Übersetzungsaufträge und integrieren andererseits die verschiedenen kaufmännischen und operativen Aufgabenbereiche. Ein Beispiel für so ein Workflow-Management-System ist der Plunet BusinessManager (PBM). Es verfügt über eine webbasierte Benutzungsschnittstelle sowohl für Übersetzungs-Projektmanager als auch für Lieferanten und Kunden (Portal). Der Funktionsumfang reicht über die üblichen kaufmännischen Aufgabenbereiche und die spezifischen Anforderungen an die Verwaltung von Übersetzungsaufträgen bis hin zu Schnittstellen für die tiefgreifende Anbindung von Translation-Memory-Systemen. Über eine API und weitere Zusatzmodule wie den EventManager lassen sich weitergehende Automatisierungen und Anbindungen an Drittsysteme realisieren. 12 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  13. 13. In der Beschreibung des COTI Standards wird TMS nicht ganz konsistent sowohl als Translation- Memory- System als auch als Translation-Management-System betrachtet. Spätestens jedoch wenn man sich die Anforderungen an COTI Level 3 vor Augen führt, wird jedoch deutlich, dass die Tendenz deutlich in Richtung Translation-Management-System führt. Dies spiegelt sich auch in dem Umstand wieder, dass zunehmend die verfügbaren Translation-Memory-Systeme mit Funktionalitäten im Bereich Translation Management ausgestattet werden. In der Kombination mit einem Workflow-Management-System ergibt sich dann ein umfassender Ansatz für ein Translation-Management-System. Vorteilhaft an dieser Konstellation ist zudem der Umstand, dass für die Schnittstelle CMS und TMS nun nur noch ein TMS betrachtet werden muss, dass seinerseits die Schnittstellen zu verschiedenen Translations-Memory-Systemen gekapselt beinhaltet. In der folgenden Präsentation wird zunächst eine initiale Umsetzung für den Plunet BusinessManager und die SDL Trados Studio betrachtet. 13 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  14. 14. Für die Umsetzung des COTI2PBM-interfaces betrachten wir zunächst die schematische Struktur in unserem TMS, dass sowohl durch den Plunet BusinessManager als auch durch das Translation Memory- System gebildet wird. Als Eingangsmodul kommt der Plunet Eventmanager zum Einsatz, über den Daten und Informationen aus einem überwachten Ordner in den Plunet BusinessManager eingelesen werden können. Hier werden auch die Regeln definiert, welche Prozesse im Plunet BusinessManager angestoßen werden sollen. Über einen Connector werden dann die vorbereiteten Daten und Informationen an das Translation Memory-System übergeben und ggf. die gewünschten Aktionen wir Vorbereitung und Analyse entsprechend der jeweiligen Besonderheiten des Translation-Memory-Systems angestoßen. Zu beachten ist, dass die eigentliche Übersetzung dann wieder in der originären Umgebung des Translation Memory-Systems mit allen dort verfügbaren Funktionalitäten, d.h. ggf. auch mit der Anbindung an zentrale Server-Systeme erfolgt. 14 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  15. 15. 16 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  16. 16. Der COTI-Standard beschreibt 3 Ebenen für die Integration:: - Level 1: die Programmierung einer Schnittstelle, die vorwiegend Dateien und Meta-Daten behandelt soll. - Level 2: die zur-Verfügung-Stellung eines Daten-Austausch-Servers - Level 3: die Programmierung von Webservices nach dem in den Spezifikationen gegebenen Modell. Für die initiale Entwicklung wurden Level 1 und Level 2 umgesetzt. Dies entspricht auch in etwa dem derzeitigen Stand bei der Umsetzung des COTI-Standards bei den CMS- Herstellern. Mehrere CMS-Hersteller haben Level 2 implementiert oder werden ihn in Kürze implementiert haben. Nur wenige geben an, bereits Level 3 zu implementieren. Für diesen Schritt bedarf es noch einer weiteren Initiative mit dem TMS-Herstellern. 17 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  17. 17. Als erstes wurde eine Schnittstelle COTI2PBM auf Basis von COTI Level 1 umgesetzt. Hierbei werden die Daten, die entsprechend der COTI –Definition strukturiert sind, so aufbereitet, dass sie direkt durch den Plunet BusinessManager via dem Event-Manager-Modul eingelesen und nach der Übersetzung wieder entsprechend der Anforderungen der COTI-Definition zurückgegeben werden können. Auf Seiten des Plunet BusinessManagers erfolgt die Anbindung bereits automatisiert. 18 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  18. 18. Die Kernfunktion der COTI2PBM-Schnittstelle ist die Umwandlung der Daten aus dem COTI-Standard in ein für das EventManager-Modul des PBMs kompatibles Format (hier als „em“ bezeichnet). Die Meta-Daten des Projekts, wie bspw. der Projektname oder das Lieferdatum, werden aus dem COTI- Paket übernommen. In einer spezifischen COTI2PBM-Konfigurationsdatei können für jede CMS zu TMS Verbindung zusätzliche Daten, die in den COTI-Spezifikationen nicht vorhanden sind, abgelegt werden. Hierzu gehören bspw. Metainformationen wie Kundennummer, Kontaktinformationen oder Informationen zu den Workflows, die für die automatisierte Anlage der Workflows im Plunet BusinessManager Bedeutung haben können. Diese Dateien werden im Zuge der Umwandlung dem „em“-Paket hinzugefügt. Die COTI2PBM-Schnittstelle verfügt zudem über die Möglichkeit zusätzliche Preprocessing-Schritte einzubinden. Nach der Übersetzung erfolgt die Rückkonvertierung der „em“-Pakete in den COTI-Standard und optionale zusätzliche Postprocessing-Schritte. 19 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  19. 19. 20 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  20. 20. Im zweiten Schritt wurde die Schnittstelle für einen automatisierten Austausch über eine gemeinsame Ordnerstruktur gemäß COTI Level 2 erweitert. Dabei ist die Schnittstelle so ausgestaltet, dass sie mit quasi beliebiger Konfiguration des gemeinsamen Ordners betrieben werden kann. Dies ist insbesondere dann von besonderer Bedeutung wenn neben dem eigentlichen Datenaustausch auch zusätzliche Anforderungen aus dem Bereich der Informationssicherheit zu berücksichtigen sind. Eine leicht umzusetzende Konfiguration wäre hier bspw. eine für beide Parteien erreichbare Ordnerstruktur, deren Inhalte dann jeweils in die lokalen Netzwerke der Parteien synchronisiert werden. Dies reduziert die erforderlichen Zugangspunkte auf ein Minimum. 21 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  21. 21. 22 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  22. 22. Hier einen schematisierter Ablauf: 1. Ein Paket wird vom CMS erzeugt und in einem lokalen Ordner vom CMS abgelegt 2. Der lokale Ordner wird mit dem gemeinsamen Ordner automatisch synchronisiert. 3. Der Inhalt des gemeinsamen Ordners wird dann mit dem lokalen Ordner des TMS synchronisiert. Über einen Trigger werden die neu eintreffenden Daten bemerkt und die definierten Aktionen der COTI2PBM-Schnittstelle angestoßen. Beim Abholen des Pakets durch das TMS wird das Paket vom lokalen Ordner des TMS entfernt und durch die automatische Synchronisation auch aus dem gemeinsamen Ordner und in der Folge auch aus lokalen Ordner des CMS entfernt. 23 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  23. 23. Beim Eingang eines neuen COTI-Paketes bzw. neuer COTI-Daten erfolgt die Aufbereitung der Daten für den Plunet BusinessManager. Hierbei können verschiedene Randbedingungen berücksichtigt werden. Bspw. soll die Anzahl der Aufträge im Plunet BusinessManager minimiert werden um insgesamt den administrativen Aufwand klein zu halten. Darüber hinaus können sich auch weitere Anforderungen aus den im weiteren Prozessablauf eingesetzten Tools und deren Spezifika ergeben. Je nach Vereinbarungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer ist zusätzlich auch die Auswertung und Berücksichtigung weiterer Metadaten möglich. Diese betreffen bspw. zusätzliche kaufmännische Metadaten oder auch die Anwendung spezifischer Workflows für unterschiedliche Auftrags- oder Inhaltstypen. Der weitere Worflow erfolgt mehrstufig. Dabei werden in der COTI2PBM-Schnittstelle möglichst alle spezifischen Voreinstellungen und alle erforderlichen Preprocessing-Aufgaben zusammengefasst. So kann im weiteren Workflow auf die Standardfunktionen bzw. fest definierte Erweiterungen der eingesetzten Tools zurückgegriffen werden. 24 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  24. 24. Bei der Umsetzung der Schnittstelle hat sich gezeigt, dass trotz der Spezifikation es weitere unerwartete Probleme gibt, die ggf. durch individuelle Anpassungen ausgeglichen werden müssen. So ist bspw. in der COTI-Spezifikationen nicht festgelegt wie viele Paketen in einem Projekt enthalten sein dürfen. Hier können je nach Strategie im CMS unterschiedliche Daten übergeben werden. Bspw. kann in einem Projekt für jede Zielsprache eine Quelldatei vorgesehen sein. In der weiteren Aufbereitung für den Einsatz eines Translation Memory Systems kann dies im Standard dazu führen, dass jede dieser Quelldateien für jede angeforderte Zielsprache vorbereitet und analysiert wird. Für eine Automatisierung musste daher ein Weg gefunden werden, wie ohne manuellen Eingriff die Zuordnung der Quelldateien für die jeweiligen Zielsprachen erfolgen kann und die Vorbereitung und Analyse der Daten entsprechend automatisiert gesteuert werden kann. 25 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  25. 25. Konkret wurde hierzu ein Plugin entwickelt, dass genau diese Zuordnung auf Basis externer oder interner Metadaten durchführt. Neben der inhaltlichen Aufbereitung der Dateien muss auch sichergestellt werden, dass das Plugin auf allen für die Vorbereitung eingesetzten Installationen verfügbar ist und dass die automatische Auswahl des Plugins über den Dateityp fehlerfrei funktioniert. 26 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  26. 26. Im Ergebnis konnte so erreicht werden, dass jede Quelldatei nur noch für die vorgesehene Zielsprache vorbereitet und analysiert wird. Für die Umsetzung solcher Plugins ist es erforderliche, dass die entsprechenden APIs der eingesetzten Systeme verfügbar und vom Funktionsumfang ausreichend sind. Je nach eingesetztem Translation-Memory-System ergeben sich unterschiedliche Anforderungen für die Vorbereitung der Dateien. 27 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  27. 27. Die konkrete Durchführung der Vorbereitung wird wieder über den Plunet BusinessManager gesteuert. Vorteilhaft ist hierbei, dass hinsichtlich der Schnittstelle keine weiteren toolspezifischen Anforderungen umzusetzen sind, da der Plunet BusinessManager die Ansteuerung des Translation Memory-Systems kapselt. Genau so ist dann die eigentlich Durchführung der Übersetzung wieder unabhängig von der COTI2BPM- Schnittstelle. Daher müssen die Übersetzer sich nicht an abweichende oder zusätzliche Prozesse gewöhnen. Genau so erfordert der modulare Ansatz keine Anpassungen, wenn bspw. es zu Updates im Zusammenspiel zwischen dem Plunet BusinessManager und den Translation Memory Systemen oder bei den Translation Memory-Systemen selbst kommt. 28 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  28. 28. Nach der Übersetzung werden die Projekte im Plunet BusinessManager aktualisiert und die übersetzten xml-Dateien (bzw. andere erforderliche Datei-Formate) erzeugt. Die COTI2PBM-Schnittstelle übernimmt ggf. das Post-Processing und die Verpackung der Dateien und stellt die Übersetzung in COTI-Paketen bereit. In einem automatischen Workflow erfolgt die Rücklieferung über die COTI2PBM-Schnittstelle über Trigger die auf die Statusinformationen des Plunet BusinessManagers reagieren. So kann eine zeitnahe automatisierte Lieferung direkt nach Abschluss der Übersetzungsprojekte erreicht werden. Alternativ können auch andere Liefermodalitäten wie bspw. eine Lieferung zu bestimmten Terminen oder Meilensteinen umgesetzt werden. 29 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  29. 29. Für die Überragung der Dateien können nun die gleichen Funktionen über den gemeinsamen Ordner genutzt werden. Auf Seiten des CMS sollte das Überwachen des Ordners automatisiert erfolgen. Alternativ kann aber auch ein manuelles Einlesen der gelieferten Dateien erfolgen. Hierzu können ergänzend auch die Lieferbelege bzw. –informationen aus dem Plunet BusinessManager eingesetzt werden. 30 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  30. 30. 31 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  31. 31. Bei der Entwicklung der Schnittstelle hat sich gezeigt, wie wichtig die Kooperation zwischen verschiedenen Unternehmen und Organisationen ist. 32 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  32. 32. Dabei profitieren die beteiligten Unternehmen und Organisationen nicht nur durch die Erweiterung der Möglichkeiten im konkreten Projekt sondern sammeln darüber hinaus auch Erfahrungen, die für die Weiterentwicklung der eigenen Produkte eingesetzt werden können. Es ist ein sehr positives Beispiel, wie durch die Zusammenarbeit der CMS-Hersteller im DERCOM gemeinsame Lösungen entstehen können 33 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  33. 33. 34 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  34. 34. Aufbauend auf dem aktuellen Stand ergeben sich noch einige Möglichkeiten und Ziele für die Weiterentwicklung: Die Implementierung kann noch um weitere Aspekte des COTI-Standards, wie bspw. die Vervollständigung der Metadaten und auch um optionale Aspekte erweitert werden. Sofern es eine entsprechende Nachfrage gibt, könnte auch COTI Level implementiert werden. Hierbei stellt sich jedoch die Frage, ob dies tatsächlich erforderlich ist. Es erscheint auf den ersten Blick so, dass der Austausch via COTI Level 2 alle für eine Automatisierung erforderlichen Anforderungen erfüllt. Bei der Umsetzung von COTI Level 3 ergeben sich neue Fragestellungen inwieweit Übersetzungsprojekte verstärkt durch das CMS gesteuert werden sollten. Es erscheint nicht klar, welche Auswirkungen bspw. eine Abbruch eines laufenden Projektes durch das CMS beim Übersetzungsdienstleister und den Workflow-Systemen auslösen kann oder sollte. Gleiches gilt auch wenn bspw. Dateien während eines laufenden Projektes geändert werden. Neben den technischen Fragen sind hier dann auch zusätzliche wirtschaftliche Aspekte abzuklären. 35 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  35. 35. Daneben hat sich gezeigt, dass auch im COTI Standard noch Potenziale für eine Weiterentwicklung liegen. Während der derzeitige Standard einen Schwerpunkt auf die technischen Fragen des Datenaustausches legt, sollte bei einer Weiterentwicklung die inhaltlichen Apsekte größere Bedeutung erfahren. Für die Durchführung der Übersetzungen von modularen Informationseinheiten steigen die Anforderungen an Metainformationen und –strukturen im Übersetzungsprozess. Hilfreich wäre bspw. ein Austausch von Informationen zur automatischen Generierung von mikrotypografisch angepassten Previews. Übersetzer könnten so schnell erkennen, ob sie eine Überschrift oder einen Aufzählungstext übersetzen. Durch eine entsprechende Preview könnte auf die Erstellung von PDF-Dateien Zur Qualitätssicherung verzichtet werden oder zumindest die Anzahl der Arbeitsschritte im Übersetzungsprozess reduziert werden. Auch sollten zusätzliche Funktionen zur Übergabe linguistischer Assets vorgesehen werden. Dies würde bspw. die Möglichkeiten zum Informationsaustausch in Multi-Vendor-Szenarien verbessern. 36 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  36. 36. Auch für die COTI2PBM-Schnittstelle ergeben sich Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Durch den modularen Aufbau kann die Schnittstelle auch für andere Paketstrukturen geöffnet werden. Die Schnittstelle kann zudem auch zu einem unabhängigen Austausch von linguistischen Assets weiterentwickelt werden. 37 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  37. 37. Als Fazit hat die Entwicklung der COTI2PBM-Schnittstelle bei den Projektbeteiligten zu nennenswerten Verbesserungen geführt. Die Kooperation an einem gemeinsamen Projekt hat zu neuen Erkenntnissen über die Anforderungen und Herangehensweisen in angrenzenden Aufgabengebieten geführt. Dabei hat sich gezeigt, dass durch Flexibilität in den Strukturen, Offenheit in der Kommunikation und Erweiterbarkeit auf zukünftige Anforderungen eine Lösung geschaffen werden kann, die alle gemeinsam einen Schritt weiterbringt.. 38 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015
  38. 38. 39 tekom Jahrestagung 2015 – Automatisierte Übergabe von COTI-Übersetzungspaketen in den Plunet BusinessManager - „COTI2PBM-Schnittstelle“ 11.11.2015

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