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Summary
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  1. 1. "II',; t.l.-.' , .. l" V " : ,J Il' :"y. '.'- " ..- . , "'.,.;/VlAf<. ~{J,t/ i ~ ./ A SONDERDRUCKAUS Organ der Deu1smen Gr:sellsmalt lür klinisme Medizin SEITEN' 2088-2091- 2092':-2096 2111-2112 HEFT 44JAHRG~NG 23/68 î)1 ~c:... ~~:;'Ju f),..cfJ ~c ~~ ~ 1>-,<-c. .-;{ Raudterentwiihnungmil cylisinhalligen "Tabex"-Tabletlen Von D. PA UN und J. FRAN ZE ' Ergebnisseder nlediliamentiisenRandterentwiihnung mil tytisin (Tabex@) Von s. BENNDORF, G. KEMPE, G. SCHARFENBERG, R. WENDEKAMM und E. WINKELVOSS
  2. 2. ~ . GESUNDHEITSSCHUTZ Aus der Raucherberatungsstelle (Leiter: Dr. Paun) der Poliklinik am Krankenhaus im Friedrichshain, Berlin (Arztlicher Direktor: Med.-Rat Prof. Dr. med. habil. K. Scheidler) Raucllerentwohnung mit cytisinhaltigen "Tabex"-Tabletten Von D. PAUN und J. FRANZE ",;. /' ~ -- .--- in seinem Schreiben yom 24. 6. 1965 "An aIle Bezirks- und Kreisarzte, an aIle arztlichén Direktoren" auf "die zunehmen- den Zahlen der Tabakschadigungen, besonders die in den letzten Jahren standig ansteigenden Ziffern der Todesfalle an Bronchialkrebs und Herzinfarkt" hin und empfahl u. a:: "Starke Raucher sollten sowohl psychologisch beein- fluBt aIs auch medikamentos unterstützt werden, das Rauchen dauernd einzustellen oder es zumindest nach der Entlassung zu reduzieren... Geeignete Arzte sollten zunehmend für Tabakentwoh- nungssprechstunden im Rahmen ihrer Tiitigkeit gewon- Den und ihnen sollte jede Moglichkeit eiDer Unter- stützung gewiihrt werden . . ." - - haben Entwéih- nungssprechstunden eingerichtet, die Gruppenbe- handlung entwéihnungswilliger Raucher ~ufgenom- men und verschiedene Tabakentwéihnungsmedika- mente des In- und Auslands erprobt. Die besten Erfahrungen haben wir übereinstim- mend mit den cytisinhaltigen bulgarischen "Tabex"- Tabletten von Pharmachim Sofia gemacht. Die frühere -Forschungsstelle für experimentelle Î eine "Tabex"-Versuchsreihe gemeinsam mit uns, parallel zu einer ausgedehnten Plazeboreihe durch, deren Ergebnisse uns dankenswerterweise zur Ver- fügung gestellt wurden. F. Lickint (1955/56) schrieb über das Cytisin fol- gendes: "Hier hat einmai der bekannte Pharmakologe FiLhner vorgeschiagen, den Goldregen (Cytisus Iaburnum) oder den Stechginster (Ulex europaeus) aIs Ersatzmittei zu rauchen, da das darin enthaitene Cytisin bzw. Ulexin einen nikotinahnlichen Effekt entfaitet, aber ohne of- fenbar zur Suchtzu verieiten0. 0" Der bulgarische Apotheker Straschimir Ingilisow Der Hersteller gibt bekannt: "Es stimuliert die Atmung, hauptsiichlich auf refiekto- rischem Wege - es steigert die Adrenalin-Ausschüt- , tung aus dem Nebennierenmark und steigert den Blut- ! druck Sein Wirkungsmechanismus iihnelt dem des Nikotins. Jedoch ist die therapeutische Breite im Ge- l gensatz zum Nikotin vi el groBer... Bei überdosierung iiuBert sich der toxische Effekt beider Alkaloide in Brechreiz, Erbrechen, Erweiterung der Pupillen, Tachycardie, allgemeinem Schwiiche- gefühl, Atmungsliihmung u. a." "Relative Kontraindikationen: Hoher Blutdruck. und Atherosklerose, in welchen Fiillen die Behandlung unter iirztlicher Aufsicht durchgeführt werden sollte." Bei Siittigung des Organismusmit Cytisin empfindet, ..) der Raucher keinen Nikotinmangel.. ." ,..,; iUnsere Patienten wurden in Gruppendiskussionen ' ~ zunachst aufgefordert, zu versuchen, das Rauchen ohne ein Medikament einzustellen. Diejenigen, die bei einer zweiten Vorstellung noch raùchten und glaubten, auf eine medikament6se Unterstützung nicht verzichten zu k6nnen, bekamen "Tabex" ver- ordnet. lm Regelfall wurde ihnen folgendes Be- handlungsschema übergeben, gleichzeitig mit dem dringenden ~at, das Rauchensofort mit Beginn der Tablettenkur ganzlich zu unterlassen: 1.bis 3.Tag: 6mal 1 Tablette, 4.bis 8.Tag: 5mal 1 Tablette, 9.bis 13.Tag: 4mal 1 Tablette, 14.bis 17.Tag: 3mal 1 Tablette. Die - - - kommt Patienten, die - oit unbewuBt - zur An- hebung ihres erniedrigten Blutdrucks rauchen, sehr zugute. Bei Hypertonikern wenden wir "Tabex" nur an, wenn der Blutdruck 2mal w6chentlich gemessen wird. Auch bei Patienten jenseits des 50. Lebens-, ;' jahres und bei allen übrigen, bei denen eine ',~ Atherosklerose festgestellt oder verrnutet wird, verrnindern wir die Dosierung wie folgt: 1. Tag: 6mal 1 Tablette, 2. Tag: 5mal 1 Tablette, 3. Tag: 4mal 1 Tablette, ab 4.Tag: 3mal 1 Tablette. ln solchen Fallen erteilen wir den Patienten die strenge Weisung, vom ersten Tag der Tablettenkur an keinerlei Tabakwaren mehr zu rauchen und empfehlen, die Dosierung baldm6glichst weiter zu verrnindern und - wenn kein starkes Verlangen nach Tabak mehr auftritt, das Praparat nur noch gelegentlich zu nehmen, wenn die Gefahr eines Rückfalls zu drohen scheint, z. B. in Belastungs- situationen. Wahrend der Zeit der Tabletteneinnahme überprü- fen wir bei Hypertonikern 2mal w6chentlich den Blutdruck. Bei diesem Vorgehen haben wir keine - . wickelt. Eine Tablette enthiilt 1,5 mg des lobelin- und nikotiniihnlichen atemanregenden Alkaloids Cytisin. ' S. Moeschlin (1964) aIs Toxikologe schreibt über das Cytisin u. a.: "Pharmako1ogie: Cytisin wirkt iihnlich wie Nikotin, aber stiirker erregend, Sympathicomimeticum, zentral vor allem auf die MeduIIa obiongata (vor allem Vaso- motoren- und Brechzentrum) zuerst erregend, dann liihmend. Blutdruck teils zentral, teils peripher gestei- gert (GefiiJ3verengung).Tachycardie, Mydriasis, Schwin- deI, CephaIaea...u "Vergiftungserscheinungen: Diese gleichen weitgehend der Nikotinvergiftung.. ." 1
  3. 3. GruppenP, und P, (200Patienten) Abb. Behandlung.ergebnio.e mehrerer Auloren nach verochiedenen Melhoden. Die Kurven olellen p.ooenlual den Teil der behandelleo Polienlen (Ordinale), die oum Befragungozeilpunkt (Abeoieoe - Wochen nach Bchandlungebeginn) nichl rauchten, darSymptome Kategorie 1 Kategorie 2 Summe Autor Zabl der nebandelten Behandiunssmethode Zeiehen2 1 l 2 1 1 2 2 l 2 l l 3 l 1 1 1 1 1 2 - l . Bali, Kirbr u. Bagen (1905) 92 vorwiegend P.ychotherapie in Gruppen. DUr in Einzelflillen Medikamentenverordnung Medikamentenverordnung (I..,belininjektionen. Meprobamat. Cbolinergicurn) - - - - mit inten.iver individueUer Betreuung ..Tabex" ..Tabex" 1 1 1 1 1 Ejrop (1965) 903 Fra,... PauR Erbrecben Magenbe.cbwerden Flaue. Gcfûhl Übelkcit Kopr.cbmenen Herzocbmerzen bzw. unangenebme. Gefûbl in der Hengegend Kollap.neigung Schwindel Müdigkeit Au.bleiben der Periode leicbte Urtikaria gewi..e Luftknappheit unklare Be.chwcrden 130 100 (vorw. vorher rückC. Pot.) 100 (reSul. Pot.) 200 201 Paun Slojka(1958) Thamp.aDu. WiloaD(1966) 8 von 130 (6%) 10 von 70 18 von 200 (14%) (9%) .,Tabex" Poychother.pie in Gruppen eiDer oo,..len Einhcit vorwiegend Poychotherap.ein Gruppen Bach ..5-Tage-Plan" GruppeF (130Pat.) Symptome Kalegorie 1 Kategorie 2 Summe 5 3 1 -1 1 2 5 l 1 5 1 1 1 1 4 l 1 2 - 1 1 2 1 1 1 1 Obotipation Durobrail Breobroiz Magonbeoohverden Appetitlooigkeit ..Unoaube.er Speiobol" Zabnlleiocbbluton Koproobme.zen AIlgeme.ne Nervooitii, Dep.eooion AIIgemeine Mattigkeit He,.d.uok ) eine Komplikation oder ein Fall von Arbeitsun- fahigkeit wahrend der "Tabex"-Kur traten nicht auf. Die Abbildung zeigteineninternationalenVer- gieich der Entwohnungsergebnissemit psychothera...J 1 peutischen Methoden, mit LobeIin-Injektionen und - 1 mit "Tabex". Die "Tabex"-Ergebnissesind hier - i zumindest nach 4 und 8 Wochen - besser aIs die i mit anderen Methoden erreichten, die Kurve Pl (vorwiegend Rückfailige) nicht gerechnet. Wenn auch zahIreiche Dauererfoige mit "Tabex"- Behandlung nach individuellen Beratungen erreicht wurden, so sind doch die Spaterfolge besser,wenn die Patienten regelmaBig an der Gruppenbehand- 16 VODIII (15%) 8 YOD 19 24 YOD 130 (42%) (17%) % !JO go :~&7 "'" ~~~ 7Z~, 1 .~ ~70 ~ ..J'" ~~«J- ~ ,~q ~ " ~$- ~~.', '...l::::~'"1,6 ~ 1" ""'. ~/,0- ~ ~ -, S29.' -..I..! ~ .lJo ;,;; ~~ -::d::: -+-..~,~ 10, .7 1 .2 3 .. , . 8 95 6 7 . . . . J , , . . J , , . . j . . 10 111213 1415 fi 17 18 19 2021 222324 2S 25 Wocllen
  4. 4. -- oder keinen Dauererfolg erzielt hatten und groB~ tenteils telefonisch zur kostenlosen Erprobung des neuen Priiparats eingeladen worden waren. ("Ta- bex" war 1965 bis Mitte 1966noch nicht in genü- gender Menge erhiiltlich.) Von diesen 100Patienten waren nach 4 Wochen 46, nach 8 Wochen 36, ~ach 13 Wochen noch 31 und nach 26Wochennoch 21 Nichtraucher. Wird diese Gruppe Pl, die eine andere Zusammen- setzung aIs die Gruppen F (Franze), P2 (Paun, 2. Gruppe) und R (Rehbrücke) aufweist, in die Be- rechnung einbezogen, vermindert sich die Erfolgs- rate der "Tabex"-Behandlung (Tabelle 2). Das Er- Tabelle2 Ge.amtheit der mit Erralg hebandelten PatienLen nacb der Ze;Ldauer de. Nicbt..aueben. (Erliiuterung .iebe Text) i( Von den behandelten Rauchcrn waren Nichtraucher Bach Kurbeginu noch minde.'en. 4 Wochen 8 Wochen 13 ~ ochen 26 Wochen' ab.. % ab.. '!tG ab.. % ab.. % Gruppe Pro- bBOdco Blutdrucksteigerungen und auch keine sonstigen Komplikationen beobachtet. ln den folgenden Wochen wurden Einzel- und Gruppengesprachemit den Patienten geführt. Nach 3 Monaten und nach 6 Monaten wurden sie noch- mals über den Erfolg der "Tabex"-Kur, ihr Befin- den, den Tablettenverbrauch und etwaige Neben- wirkungen befragt. Es zeigte sich, daB der Tablettenverbrauch in der Regel unter dem des empfohlenen Schemas blieb. Von den Patienten der Gruppe F, die mindestens eine Woche nach AbschluB der Tabletteneinnahme noch nicht wieder geraucht hatten, verbrauchten nur 18 0/0 mehr aIs 50 Tabletten, 660/0 zwischen 21 und 50 Tabletten und 16 Ofobis zu 20 Tabletten.~ Auch St. Stojanov u. M. Janatschkova (1965) be- richten, daB die Mehrzahl der Patienten auf das Rauchen verzichtete, ohne das ganze Behandlungs- schemadurchzuführen. Die Forschungsstelle für experimentelle Onkologie, 36 36 187 57 21 21 107 37 v.289 - PI 46 46 F + Pl + P, 241 73 F+PI + P.+R Placcbo 31 31 161 49 100 330 .. tell Nichtraucher und 239 Probanden mit einem ~,~lacebo-Praparat - davon waren nur 340/0 nach 2 bis 4 Monaten Nichtraucher (Gruppe R). Zusam- men mit den gemeinsam mit der Forschungsstelle mit "Tabex" behandelten Patienten ergibt sich eine Gruppe von insgesamt 266 Patienten zum Vergleich mit den 239 mit dem Placebo-Praparat behandelten (Tabelle 1). 202 SS 80 34 366 239 . Noch nicht aIle Probandcn konntcn bcf.agt wcrdcn. TaJ..II. 1 AuCgliederung der mit Erfolg bebandelten Patienten naeb der Minde.t- .ejtdauer de. Njcbtraucben. (Erliiuterung .jebe Text) Von den behandelten Rauchern wareo Nichlraucher Bach Kurbegino ooch miode.teo. 4 Wocbeo" 8 Wocheo 13 Wocheo 26 Wocheo' ab.. % ab.. % ab.. % ab.. % Pro- banden Gruppe III 86 84 84 195 85 83 68 151 15 166 80 68 52 62 62 130 57 51 47 v.l08 35 43 v.81 86 46 ...189 130 100 230 36 266 239 F P, F+P, R F + P, + R Placebo ~ . Nocb nicbt aile Probanden konnten beirast werden. Auswahl, BehandIungsart sowie Erhebung der Be- handlungsergebnisse gleichen sich in wesentlichen Kriterien, so daE die Zusammenfassung in einer Gruppe berechtigt erscheint. Das Patientengut setzt sich RUSRauchern verschiedenenAlters, verschiede- nen Raucheralters, verschiedener sozialer Stellung und verschiedenenTabakverbrauchs zusammenund dari so aIs reprasentativ für eine Raucherbera- tungsstelle angesehenwerden. Der Vergleich zwischen den "Tabex"- und Plazebo- werten, der allerdings nur für die Patienten, die 8 Wochen nach Kurbeginn noch Nichtraucher waren, getroften werden kann, fallt signifikant (nach den KoUerschen TafeIn) zugunsten des "Tabex" RUS.Die ersten 100von Paun mit "Tabex" behandelten Patienten (Gruppe Pl) sind in der TabeIIe 1 nicht enthalten. Es waren ausgesucht schwere Falle von Tabakabhangigkeit, vorwiegend solche, die mit Lobelinbehandlung keinen Erfolg gebnis bleibt jedoch signifikant besser ais das mit Plazebo erreichte. Unter diesen erschwerten Bedin- gungen waren also 550/0aller mit "Tabex" Behan- delten 8 Wochen nach Kurbeginn noch Nichtrau- cher. Die rückfalligen Raucher verbrauchten zum Befra- gungszeitpunkt im allgemeinen geringere Tabak- mengen aIs var der "Tabex"-Kur. ln der Gruppe F z. B. rauchten bis zu 6 Wochen nach dem RückfaIl 530/0 der Rückfalligenweniger aIs die Halfte ihrer ursprünglichen taglichen Zigarettenanzahl. Hieraus mochten wir jedoch keine voreiligen optimistischen Schlüsse ziehen. Hinsichtlich etwaiger Nebenwir- kungen wurde in der Gruppe F jeder einzelne Patient ausdrücklich befragt, in den Gruppen Pi und P2geschahdasnicht. lm folgenden sind die von den Patienten angege- benen Erscheinungen kommentarlos zusammenge- stellt, ohne Rücksicht auf Klarung der Frage, ob es sich. dabei um Nikotinentziehungssymptome oder Nebenwirkungen des Cytisins oder auch um ZufaIlsbeobachtungenhandelt. Die Patienten wurden hierzu in zwei Kategorien eingeteilt: 1. erfolgreich behandelte (4 Wochennach Kurbeginn noch nicht rauchend), 2. mit nur kurzzeitigem oder ohne Erfolg behan- delte (4 Wochen nach Kurbeginn noch oder wieder rauchend). Diejenigen Patienten, die die Kur erfolgreich durch- führlen, klagten wesentlich seltener über Be- schwerden aIs diejenigen, die sich nicht entschlie- Benkonnten, das Rauchenvôllig aufzugeben. Emst- hait Entwôhnungswillige haben bei Auftreten irgendwelcher Beschwerden oftmals die Dosis ver- mindert, aber das Rauchen aufgegeben, weniger' test Entschlossenebrachen die Tablettenkur ab und rauchten mehr oder weniger stark weiter. Irgend- 64 68 66 42 62 34
  5. 5. Summary 366patients were treated with "Tabex" (cytisin) within a tobacco detoxication cure. The results achieved were significantly better than with 239 patients treated with a placebo compound. For patients suffering from hy- pertonia and arteriosclerosis the dose was reduced. Most patients did not even need the whole cure-package. Side effects were bath minor and rare. "Tabex" ranks first as compai'ed to other compounds on an inter- national level. The therapeutic successachieved-above aIl, the permanent success-can be essentially improved by group treatment. lung (1 Monat lang wochentlich) - auch in der Nachbetreuung (1 Jahr lang monatlich, dann vier- teljiihrlich) - teilgenommen haben. Zahlreiche Teilnehmer der Gruppenbehandlung haben sich - abgeschrecktvon dem derzeit recht hohen Abgabepreis (35,40M für 100 Tabletten) - giinzlich ohne Medikation das Rauchen abgewohnt. Die Rezepte wurden nur in der Hiilfte der Fiille eingelost. Andererseits ist es einem GroBteil der Patienten, die schon vergebliche Entwohnungsver- suche mit oder ohne Medikamente hinter sich hat- ten, erst mit Hilfe von "Tabex" gelungen, ihre Rauchgewohnheit zu überwinden. Auf Grund die- ser Erfahrungen halten wir das Priiparat "Tabex" für das gegenwiirtig wirksamste Adjuvans bei der Tabakentwohnung und empfehlen, es in jedem Fall anzuwenden,wo die ehrliche Absicht des Patienten, Nichtraucher zu werden, vorliegt und psychothera- peutische und physiotherapeutische MaBnahmen allein nicht zum Ziel führten. Literatur 1. BaU, K. P., B. J. Kirby u. C. Bogen: Brit. med. J., 1 (1965),1651-1653.- 2. Benndorf, S., G. Kempe, G. Scharfenberg, R. Wendekamm u. E. Winkelvoss: Dtsch. Ges.wesen 23/44 (1968), 2092-2096. - 3. Best, E. W. R., u. Mitarb.: Canad. med. Ass. J. 96 (1967), 1104-1108. - 4. Borbély, F.: in: Die Toxikologie des Tabaks. Her- ausg. v. K. Biittig, H. Huber Verlag, Bern und Stutt- gart 1962. - 5. 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Vortrag, gehalten auf dem Symposion der Gesellschaft für Bronchologie der DDR am 25. 3. 1968 in Magdeburg. - 20. Plakun, A. L., u. Mitarb.: Amer. J. publ. Hth. "56 (1966), 434-441. - 21. Rassegna inter- nazionale di clinica e terapia, Napoli, XLIV /17 (1964). - 22. Stojanov, St., u. M. Janatschkova: Chimpharm 2 (1965), 13-16 (bulgar.). - 23. Stojko, A. G.: Chro- nitscheskij Nikotinism (Tabakokurenie) i jego Letsche- nie, Medgis, Moskau 1958 (russ.). - 24. Thompson, D. S., u. Th. R. Wilson: J. Amer. med. Ass. 196 (1966), 1048-1052. - 25. The Health Consequences of Smoking. US Department of Health, Education, and Welfare, Washington 1967, Public Health Service Publication No. 1696. - 26. van Proosdy, C.: Smoking..., Amster- dam, London, New York, Princeton; Elsevier 1960. Das Praparat wird ab 1. Quartal in der DDR er- haltlich sein. ~ Zusammenfassung Es wurden 366 Patienten mit" Tabex" (Cytisin) aIs Tabakentw6hnungsmedikament behandelt. Die Er- gebnisse waren signifikant besser aIs bei 239 mit einem Plazebopriiparat Behandelten. Bei Hyperto- nie und Atherosklerose wurde die Dosis vermindert. Die meisten Patienten ben6tigten nicllt die ganze Kurpackung. ~ebenwirkungen waren recllt gering ~nd seIten:...DasPriiparat scllneidet im internatio~a- Ien Vergleicll am besten ab. Eine Gruppenbehand- lungkann--diè--Erfolge-: insbesonderedie Dauer- erfolge- wesentIicllverbessern. Pe31OMe y 366 60JIbHbIX c qeJIblO OTBbIKaHHSl HX OT KypeHHJI npH- MeHSlJICSlnpenapaT Ta6eKc (qHTH3HH). llOJIyqeHHble pe- 3YJIbTaTbI B 3TOt:x rpynne 6bIJIH AOCTOBepHO JIyqwe, qeM y 239 JIeqeHHbIX nJIaqe6o-npenapaToM. llpH rHnepTo- HHH H aTepOCKJIepO3e AO3Y YMeHbWaJIH. B 60JIbWHHCTBe CJIyqaeB He 6bIJIO Heo6xOAHMOCTM B npHeMe Bcex Ta- 6JIeTOK, npeAYCMOTpeHHbIX KypCOM JIeqeHHSl. llo6oqHble SlBJIeHHSl 6bIJIH He3HaqHTeJIbHbIMH H peAKHMM. CpaBHe- HHe YKa3aHHoro npenapaTa C APyrHMH npenapaTaMH, HMelOxqMMHCSl Ha Me2KAYHapOAHOM pbIHKe, nOKa3aJIO, qTO OH SlBJISleTCSlHaMJIyqWHM. rpynnoBoe JIeqeHHe MO- 2KeT cnoc06CTBOBaTb nOJIyqeHHIO exqe JIyqWHX AaHHbIX, oco6eHHO B OTHoweHHH OTAaJIeHHbIX pe3YJIbTaTOB. Manuskripteingang: 30. Mai 1968 i~1 Anschrift: Dr. D. Paun und Dr. J. Franze, Raucher- beratungsstelle der Poliklinik am Krankenhaus im Friedrichshain, 1017Berlin, Leninallee 171

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