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Besuch in Avignon und Umgebung.

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Via 03 2014 provence avignon

  1. 1. 14 3 | 2014via Erleben Avignon A m allerbesten laufen die Unterhosen». CindyChastagnerlachtherzlichundzeigt auf die Auslage gleich beim Eingang. Hier liegt der «slip français» in der edlen nachhalti- gen Box und wartet auf modebewusste Träger. Nach- haltigkeit von der Verpackung über die Herstellung bis zur Entsorgung ist Pflicht, wenn es ein Produkt in die Regale an der Place de la Principale in Avignon schaffenwill.GemeinsammitihrerGeschäftspartne- rin Julie Chazal hat die Designerin das Label CQFD (Ce qu’il fallait découvrir/was zu beweisen war) ge- gründet. Zudem: Alle Produkte in ihrem Concept- store sind «made in France». Diesen Anspruch un- terstreichen die beiden Frauen mit einer sauberen Portion Witz: Statt des offiziellen stolzierenden Fran- zosengüggels trägt das selbstbewusste Label ein cat- walkendes Huhn mit roten High Heels im Logo. Ein Festbruder kauft sich die Stadt Unterhosen, sexy Schuhwerk, französische Produkti- on: Passt eigentlich alles nicht ganz zur Stadt am Ostufer der Rhone. Historisch gesehen natürlich. Schliesslich haben hier einst sieben Päpste residiert, nachdem es den Stellvertretern Gottes in Rom zu ge- fährlich geworden war. Clemens VI, ein besonders begnadeter Festbruder und Kunstfreund, kaufte 1348 die Stadt («man gönnt sich ja sonst nichts») und machte sie zum Teil des Vatikanstaates. Deshalb war Avignon bis zur Französischen Revolution eine italie- nische Stadt mitten in der Provence. Überhaupt Die Provence kann auch ganz anders Der französische Süden liegt näher als man denkt. Und hat mehr zu bieten als Béret, Pastis und Pétanque. Ein Streifzug durch Avignon und Umgebung. Text:Gaston Haas; Fotos:Cécile Mella Anreise Ab Bern 5:10h Ab Genf 2:50h Ab Luzern 6:15h Ab Zürich 5:34h Die Anreise mit dem TGV Lyria ist schnell und komfortabel. Ab Bahnhof Avignon TGV verkehrt zweimal in der Stunde ein «Train virgule» zum Hauptbahnhof von Avignon direkt am Eingang zur Altstadt. Das Billett kostet 1.50 Euro, die Fahrt dauert 5 Minuten. Die Fahrt mit dem Taxi in die Altstadt kostet etwa 15 Euro und dauert rund 10 Minuten. Taxiruf: +33(0)4 90391102 tgv-lyria.com sbb.ch Avignon: Blick von der Rhone- insel Barthelasse auf die Pont Saint Bénezet und den Papstpalast. Foto:AlainHocquel
  2. 2. 15 3 | 2014 via Avignon Erleben Stattdesstolzierenden Franzosengüggels trägtdasLabeleincat- walkendesHuhnmitroten HighHeelsimLogo. Cindy Chastagner (l.) und Julie Chazal in ihrem Conceptstore in Avignon (cqfd-avignon.fr).
  3. 3. Erleben Zürich–Istanbul 16 3 | 2014via Markthalle Avignon: Samstags ab 11 Uhr kochen hier Küchenchefs ihre Rezepte. Mit Produkten vom Markt, versteht sich.
  4. 4. 17 3 | 2014 via Avignon Erleben strahltAvignoneineganzbesondereAtmosphäreaus. Schon immer kamen hier Händler und Reisende vor- bei; die Rhone war schon vor Jahrhunderten eine wichtige Handels- und Reisestrasse. Und so kamen hier nicht nur immer die neusten Waren an, sondern auch Menschen, Kulturen und Ideen. Die heutige Pont d’Avignon (genau: Sur le pont d’Avignon, l’on y danse…), die Pont Saint Bénezet, wie sie offiziell heisst, war lange der einzige steinerne Übergang über Hierkamennichtnurdie neustenWarenan, sondernauchMenschen, KulturenundIdeen. die Rhone zwischen Lyon und Marseille. Und wenn mansowillauchzwischenItalienundFrankreich.Von den einst 22 Bögen haben die Hochwasser der Rhone gerade mal deren drei überdauert. Deshalb reicht die Brücke mit der kleinen Kapelle heute kaum noch bis in die Mitte des Flus- ses. Wegen seiner aussergewöhnlichen Lage, dem Klima und der Mentalität seiner Einwohner wurde Avignon nach und nach zu einem kulturellen und intellektuellen Zentrum im französischen Süden. Stadt der Kunst und der Kreativität Voraussetzung dafür war und ist eine offene Grund- haltung der Menschen. Am augenfälligsten ist dies jeweils im Juli. Dann kommen am Theaterfestival von Avignon seit 1947 und am jüngeren Off-Festival Tau- sende von internationalen Künstlern und Hundert- tausende von Besuchern aus aller Welt zusammen. Diesen offenen und kreativen Geist erleben wir bei Corinne Guyon ganz unmittelbar. Wir klingeln und kurz darauf öffnet die zierliche Frau die schwere Eichentür und bittet ins Innere. Und hier ist nichts wieanderswo.Manwärewenigerstaunt,wennplötz- lich der ewig verspätete Hase aus Alices Wunderland die breiten Treppen aus dem 16. Jahrhundert hoch hetzen würde. «Ich mag das Experiment und das Überraschende», sagt sie und führt uns durch ver- winkelte Gänge in ihre Universen: Die Küche, in de- nen sie Kurse mit bekannten Küchenchefs aus der Re- gion veranstaltet, Mal- und Nähateliers, Diners, Cocktailparties oder Ausstellungen. Montags isst man am Mittag und am Abend für vernünftiges Geld Viel ist nicht geblieben von der päpstlichen Sommerresidenz in Châteauneuf-du-Pape. Corinne Guyon bittet in ihren verwunschen- verspielten Stadtpalais, das Maison de Fogasses.
  5. 5. Erleben Avignon 18 3 | 2014via …stirbt der Reiz des Lebens, wusste vor 2500 Jahren schon ein alter Grieche. Wer es nicht glaubt, entdecke es selber. Zum Beispiel mit dem Velo. In der Region Châteauneuf-du-Pape führen diverse Velowege durch die Reben. Wer mag, verbin- det die Fahrt mit einer Degus- tation oder einem Lehrpfad. Syrah, Bourboulenc, Grena- che oder Picpoul: 13 Trauben- sorten sind insgesamt in der Appellation zugelassen. Kaum eine andere Weinregion bringt daher vielfältigere Weine her- vor. Die Velowege sind zumeist flach und laden zum Schau- en und Geniessen ein. Die un- terschiedlichen Routen eignen sich für ambitionierte Radfah- rer oder gemütliche Familien- touren. provence-a-velo.com Wo der Wein fehlt… herrliche Gerichte. Tja, und wer etwas Zeit hat, mietet eines der wenigen Zimmer auf Wochenbasis – zu überraschend guten Preisen, versteht sich. ZurückzudenhohenHerrenaufdemStuhldesPe- trus. Weil es damals wie heute im Sommer in Avignon ziemlich heiss werden kann, musste eine kühle Som- merresidenz her. Was dem Römer-Papst sein Castel Gandolfo, war den Tiara-Trägern aus der Provence Châteauneuf-du-Pape.VompäpstlichenSchlosssteht heute nur noch der Turm; den Rest haben die Bauern der Umgebung nach der Revolution abgetragen und zum Bau ihrer Häuser und Strassen verwendet. Und doch ist der Ort zu einer Art Wallfahrtsort geworden. Allerdings weniger für Geistliches als für Geistiges. Die Weine, die auf den rund 3000 Hektaren der Appellation gekeltert werden, gehören zum Bes- ten, was Frankreich diesbezüglich zu bieten hat. Etwas weiter südöstlich, in L’Isle-sur-la-Sorgue, ist die Vergangenheit nicht nur greifbar, sie ist im wahrsten Sinne des Wortes käuflich. Die hiesigen Antiquitätenhändler machen den Ort mit ihren Schätzen zu einem der bedeutendsten der Branche in ganz Frankreich, ja in Europa. Vom schlichten Floh- marktangebot bis zu schier unbezahlbaren Möbeln, Gemälden, Statuen oder Porzellan reicht das Ange- bot. Schlicht atemberaubend! Die mächtigen Wasserräder zeugen von den gros- sen Zeiten der Seiden- und Wollwebereien. Und die romantischen Brücken über die vielen Arme und Ne- benarme der gurgelnd-schäu- menden Sorgue laden ein zum Schauen und Flanieren. Wer an einem Sonntag den Marché im Stadtzentrumbesucht,wirddie- se Ecke der Provence nie mehr ganz vergessen können. Oliven, Lavendel, Blumen, Gemüse, Früchte, Gewürze und mehr oder weniger alles, was man daraus herstellen kann, betören die Sinne. «Il vit comme un coq en pâte», sagen die Fran- zosen dazu – leben wie Gott in Frankreich. Gut mög- lich, dass die Herren Päpste aus der Gegend ihre gu- ten Beziehungen nach ganz oben bis heute spielen lassen. ■ provenceguide.com avignon-tourisme.com pays-provence.fr oti-delasorgue.fr rendezvousenfrance.com Wersonntagsden Marché besucht,wirddie Provenceniemehr ganzvergessenkönnen. Wasser prägt das Ortsbild von L’Isle-sur-la-Sorgue. Von den einst Dutzenden von Wasserrädern sind heute noch deren sechs in Betrieb. Sonntags verwandeln sich die Strassen in L Isle-sur-la-Sorgue in einen üppigen Markt mit weit über 250 Händlern.
  6. 6. Erleben Avignon 20 3 | 2014via ExklusiveTipps fürAvignonunddasUmland La Maison de Fogasses Ein magisches Haus, mitten in der Altstadt von Avignon. Wer eintritt, taucht ein in Corinne Guyons Reich der Fantasie, der Kunst, des Handwerks und Experimentie- rens. Übernachten geht übrigens auch. Maison-de-fogasses.com La table de Sorgues Hinsetzen, essen und mit einem Lächeln sterben: Was Sandrine und Jean-Paul Lecroq auf den Tisch zaubern, treibt jedem sinnlichen Wesen das Wasser in die Augen. Und erst noch zu unglaublichen Preisen. latabledesorgues.fr Atelier Carton noir Cécile Chappuis’ Kunstwerke aus Karton finden Käufer in der ganzen Welt. Was die Frau aus ganz normalem Karton in ihrem Atelier in L’Isle-sur-la-Sorgue herstellt, ist schlicht unglaublich. carton-noir.com Cinema Utopia – La Manutention Das junge Kulturzentrum Avignons. Kino, Konzerte, eine Bar und ein Restaurant mit vernünftigen Preisen (tout fait maison) in einem wunderbaren Dekor. Eine geniale Oase abseits des Trubels. cinemas-utopia.org/avignon Weingut Nalys Die Domaine liegt im Osten der Appella- tion Châteauneuf-du-Pape. Die ältesten Reben sind über hundert Jahre alt. Führun- gen und Degustationen auf Anmeldung. Durch die Reben führen Velowege. domainedenalys.com Hôtel Dongier Antiquités 30 Händler bieten in diesem wunderbaren Anwesen aus dem Jahr 1600 ihre Schätze an. Schauen Sie sich ungeniert um, fragen Sie – und lassen Sie sich von den Geschich- ten um die Objekte verzaubern. hoteldongierantiquites.fr Festival d Avignon 1947 von Jean Vilar gegründet, ist es das berühmteste Theaterfest Frankreichs. Die Aufführungen in der historischen Kulisse der Stadt sind einmalig (4.–27. Juli). festival-avignon.com maisonjeanvilar.org Domaine de Rhodes Dieses Bed&Breakfast liegt auf der Rhoneinsel Barthelasse in einem grossen Park. Ein Traum in einer atemberaubenden Umgebung für alle, die das Besondere zu schätzen wissen. domainederhodes.com Bed&Breakfast Artishow Fünf Zimmer, jedes gross genug zum Fussballspielen, und jeweils einem Künstler gewidmet. Die hohe Kunst des Übernach- tens in einem Renaissance-Haus mitten in der Altstadt von L’Isle-sur-la-Sorgue. maisonartishow.com Fotos:CécileMella,zVg

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