Dieorange  Welt  2009
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GW bewegt                                                                      02  03            GW bewegt nicht nur Waren...
Österreich       Lauterach         Bludenz        Feldkirch            Graz             Hall       Hörsching              ...
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Weltweit unterwegsin Orange      Mehr Raum für Wachstum: GW übernimmt Bug Alu-Gelände.                                    ...
06  07Logistikkapazitäten erhöht: Neuer GW-Terminal in Maria Saal geht in Betrieb.  Mit der Inbetriebnahme des neuen Logis...
Weltweit unterwegs in Orange                               Großer Mehrwert für Kunden: GW expandiert in der Balkanregion. ...
08  09Markteintritt: GW eröffnet in Mazedonien.  Im Oktober feierte Gebrüder Weiss den Markteintritt in Mazedonien. Mit de...
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10  11Noch mehr Kundennutzen: Spatenstich in Senec.  Am 1. Juli 2009 setzte Gebrüder Weiss im slowakischen Senec den Spate...
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12  13Expansion in Südostasien: Erstes Weiss-Röhlig-Büro in Thailand.  Anfang 2009 investierte Gebrüder Weiss in den thail...
Vorstandder Gebrüder Weiss Holding AG
14  15Peter Kloiber   Wolfram Senger-Weiss   Heinz Senger-Weiss   Wolfgang Niessner, CEO
Gebrüder Weiss Holding AGJahresbericht 20092009 war sicher eines der schwierigsten Jahre fürdie gesamte Branche seit lange...
16  17weiterer Margen-Erosion. Somit musste eine Viel-    dass „Westeuropa“ (AT/CH/DE) und MOEL diezahl von Maßnahmen mit ...
Jahresbericht 2009                     wesentlich verstärkt. Substanzielle Summen sind                                    ...
18  19          Im Juni 2010          Wolfgang Niessner, MBA          Vorstandsvorsitzender          Gebrüder Weiss Holdin...
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22  23der Standort organisatorisch angehört. Ab Sofia        des vergangenen Jahres. Bereits in den darauffol-wird die maz...
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24  25Chancenmarkt Thailand                                  Think bigBereits im Januar 2009 stellte sich Weiss-Röhlig    ...
Aus den Fachbereichen                        Logistik                                             lieferanten des Großkund...
26  27zufrieden. Motor des Erfolgs sind für den Geschäfts-   Partner für die letzte Meile. Der hohe Qualitätsstan-führer d...
Aus den Fachbereichen                        Tochterunternehmen                                      Kostenfaktor sei beis...
28  29noch professioneller aufgestellt“, berichtet CEO         Gebrüder Weiss Rail CargoOswald Werle.      Die Produkt- un...
Aus den Fachbereichen                        dicall                                                   Osten Österreichs“, ...
30  31Seit September zeichnet tectraxx in allen 52 Inter-     Handel erhältlich – nicht zuletzt dank leisure+sportsspar-Hy...
Aus den Fachbereichen                                                             „    Zudem galt es, das Weiterbildungsan...
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Gebrüder Weiss 2009. Informationen aus den Regionen und Fachbereichen des österreichischen Transport- und Logistikunternehmens GW.

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GW Jahrbuch 2009

  1. 1. Dieorange Welt 2009
  2. 2. Die orange Welt 2009 GW bewegt 02 GW world 04 Weltweit unterwegs in Orange 06 Vorstand der Gebrüder Weiss Holding AG 14Gebrüder Weiss Holding AG Jahresbericht 2009 16 Aus den Fachbereichen 20 In ihr vereint sich die Zeit – Bewegung 44 Standorte von Gebrüder Weiss 60
  3. 3. GW bewegt 02  03 GW bewegt nicht nur Waren und Daten, sondern auch Menschen, die mit dem orangen Netzwerk entweder intern oder extern in Verbin- dung stehen. Wir bewegen uns mit unseren Kunden in dieZukunft, mit fortschrittlichem Handeln und innovativen Ideen. Als Logistiker optimiert und steuert GW weltweit Lieferketten. Mit unserem interna- tionalen Netzwerk bieten wir globale Lösungen. Oberstes Service Excellence. Wir wollen Ziel dabei ist mit unseren Dienstleistungen und Produkten begeistern, unsere Kunden bewegen. Dabei sind wir uns unserer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ver- antwortung als Unternehmen bewusst und setzen auf ressourcenschonende Lösungen.
  4. 4. Österreich Lauterach Bludenz Feldkirch Graz Hall Hörsching Schweiz Kalsdorf Altenrhein Kennelbach Pratteln Leoben Zürich Leobendorf Italien Serbien Leopoldsdorf Bozen Dobanovci Linz Bosnien-Herzegowina Novi BeogradMaria Lanzendorf Sarajevo Slowakei Maria Saal Bulgarien Senec Pöchlarn Sofia Bratislava Salzburg Kazanlak Košice Sulz Kroatien Žiar nad Hronom Wels Zagreb Žilina Werndorf Mazedonien Slowenien Wien Skopje Ljubljana Wiener Neudorf Rumänien Brnik Wien-Schwechat Bukarest Koper Wolfurt Agigea Tschechien Wörgl Arad Rudná Deutschland Bacau České Budějovice Memmingen Cluj Modřice Hamburg Constanta Ostrava Lindau Sibiu Prag Passau Řičany-Jažlovice
  5. 5. GW world 04  05 China Shanghai Chengdu Chongqing Dalian Guangzhou Nanjing Ningbo Peking Qingdao Ukraine Shenzhen Kiev Tianjin Mukachevo Urumqi Ungarn Xiamen Dunaharaszti Xi’an Hajdúböszörmény Indien Zhanjiang Vecsés Chennai Hongkong USA Ahmedabad Kowloon Chicago Bangalore Japan Atlanta Kalkutta Tokio Boston Kandla Mundra Kanada Denver Kanpur Montreal Houston Jaipur Toronto Los Angeles Jodhpur Singapur Miami Mumbai Singapur New York Nag Pur Taiwan San Francisco Neu-Delhi Taipeh VAE Pune Thailand Dubai Tiruppur Bangkok Tuticorin
  6. 6. Weltweit unterwegsin Orange Mehr Raum für Wachstum: GW übernimmt Bug Alu-Gelände. Um für die Zukunft bestens gerüstet zu sein, ent- schied der Vorstand im Herbst 2008, das ehemalige Bug Alu-Gebäude in Kennelbach zu erwerben. Nach rund neun Monaten Planungs- und Umbauzeit war es Ende Juli /Anfang August endlich soweit: Rund 140 Mitarbeiter der Zentrale in Lauterach sowie des IT-Services in Wolfurt übersiedelten an den neuen Standort. Das Gebäude bietet auf einer Bürofläche von 2.500 m² Raum für rund 160 Arbeitsplätze samt nötiger Infrastruktur sowie acht Besprechungszim- mer. Ein Highlight des Gebäudes ist das großzügige Besprechungszimmer im 5. Stock, welches durch modernste Technik und eine große Terrasse besticht. „Durch den Erwerb des Bug Alu-Geländes haben wir zwei wesentliche Ziele erreicht: Uns steht wieder Raum für Wachstum zur Verfügung und die zentralen Abteilungen sitzen weiter- hin in unserer Nähe“, so Peter Kloiber, GW-Vorstand. Beim Bug Alu-Gebäude setzt GW auf umweltschonende Technik bei der Stromerzeugung und damit auf Nachhaltigkeit. Durch die Installation einer 19 m2 großen Solaranlage werden jährlich nicht nur rund 10.000 kwh Strom eingespart, sondern auch rund 2.000 Kilo CO2.
  7. 7. 06  07Logistikkapazitäten erhöht: Neuer GW-Terminal in Maria Saal geht in Betrieb. Mit der Inbetriebnahme des neuen Logistikterminals in Maria Saal Anfang August 2009 stellte GW die Weichen, um der führende Logistikanbieter in Kärnten zu werden. Auf dem 30.000 m² großen Areal entstanden 2.500 m² neue Logistik- und 3.500 m² modernste Umschlagsflächen sowie 1.300 m² Büroflächen. Die Investitionssumme lag bei 8,5 Mio. Euro. Am neuen Terminal, der über einen direkten Bahnanschluss für Waggonverkehre verfügt, wurden alle bisherigen GW-Lager in Kärnten zusammengezogen. Mit dem Ausbau konnten genügend Kapazitäten geschaffen werden, um GW-Kunden komplette Logistiklösungen – vom Paket bis zur Komplettladung und von der Lage- rung bis zur Feinkommissionierung – anzubieten. Mit dem neuen Terminal erhöhte GW nicht nur seine Logistik- kapazitäten in Maria Saal, sondern schuf auch neue Arbeitsplätze in der Region. Darüber hinaus setzt GW in Kärnten auch weiterhin auf die Aus- und Weiter- bildung junger Mitarbeiter. Insgesamt werden sechs Lehrlinge ausgebildet. Der Logistikterminal in Maria Saal kann bei entsprechendem Bedarf in den nächsten Jahren erweitert und auf eine Gesamtlogistik- und Umschlagsfläche von mehr als 9000 m² ausgebaut werden.
  8. 8. Weltweit unterwegs in Orange Großer Mehrwert für Kunden: GW expandiert in der Balkanregion. GW übernahm im November das etablierte Spedi- tions- und Logistikunternehmen Eurocargo in Serbien und setzte damit einen wichtigen Expansi- onsschritt in der Balkanregion. „Mit der Mehrheits- Übernahme verstärkten wir nicht nur unsere lokale und regionale Organisation, sondern wir setzten auch ein deutliches Signal, dass wir konsequent unsere Strategie verfolgen, GW nachhaltig als her- ausragenden Logistiklösungs-Anbieter in Zentral- und Osteuropa zu positionieren“, erläutert Vor- standsvorsitzender Wolfgang Niessner. Serbien ist ein Dreh- und Angelpunkt in der Balkanregion. Gebrüder Weiss und Eurocargo beschäftigen in diesem Land ca. 120 Mitar- beiter. Rund 100 Mitarbeiter sind im neugebauten Gebäude von Eurocargo in Dobanovci tätig, ca. 20 weitere in verschiedenen Außen- und Grenzstellen. Durch die Übernahme konnte das bestehende Leistungsportfolio – interna- tionale und nationale Stückgut- und Ladungstransporte, Air & Sea-Dienst- leistungen, Distributions- und Beschaffungslösungen sowie Zollabwicklung – erweitert werden. Nunmehr zählen in Serbien auch Dienstleistungen im Bereich Lagerlogistik (inklusive Gefahrgut) sowie die Zollabfertigung mit eigenen Grenzbüros zu den angebotenen Serviceleistungen. Der Zusammenschluss be- deutet einen Mehrwert für Kunden, die seither auf das weltweite Netzwerk und die ausgezeichneten Qualitätsstandards von Gebrüder Weiss zugreifen können.
  9. 9. 08  09Markteintritt: GW eröffnet in Mazedonien. Im Oktober feierte Gebrüder Weiss den Markteintritt in Mazedonien. Mit der Inbetriebnahme des Standortes Skopje kann GW eine nahtlose Transportab- wicklung aus der und in die Balkanregion gewährleisten. „Mit diesem Schritt können wir bestehenden Kunden eine durchgängige Qualität und ausgezeich- neten Service von und nach Mazedonien anbieten. Außerdem sind wir durch unsere eigenständige Repräsentanz in der Lage, unsere GW-Dienstleistungen noch besser auf dem Markt zu positionieren“, sagt Thomas Moser, Regional- leiter Südosteuropa. In Mazedonien übernahm GW die Zollabfertigung und Ver- teilung für namhafte Kunden. Organisatorisch ist Gebrüder Weiss Skopje der Landesorganisation in Sofia zugeordnet. Pro Woche werden vier Verkehre aus Sofia sowie zwei Verbindungen von Wien angeboten. Starkes Entwicklungspo- tenzial in Mazedonien sieht Thomas Moser besonders in der Distribution und Beschaffung von und nach Westeuropa. Die Bereiche Lagerlogistik und Logis- tiklösungen werden nach Ansicht des Regionalleiters durch die Zuwande- rung westlicher Firmen einen erhöhten Stellenwert erhalten. Mittelfristig sind der Ausbau der Leistungspalette und die Inbetriebnahme einer eigenen Logistik- anlage geplant.
  10. 10. Weltweit unterwegs in Orange Auf dem neuesten Stand der Technik: GW-Logistik-Terminal in Bukarest. Mit der Fertigstellung des 15-Millionen-Euro-Termi- nals in Bukarest setzte Gebrüder Weiss 2009 sein umfassendes Investitionsprogramm in Osteuropa fort. Der Terminal hat eine Logistik-Lagerfläche von 8.000 m², eine Cross Docking-Fläche von 2.500 m² sowie eine Bürofläche von 1.350 m² für 100 Mitar- beiter. Durch die optimale Lage direkt an der Auto- bahn A1 ist eine ideale Anbindung an die Infra- struktur gegeben. Die Anlage ist mit hochmoderner Technologie im Hinblick auf Sicherheit und EDV- spezifische Business-Tools ausgestattet. Im Rahmen der GW-Logistikstrategie wird Kunden mit dem Terminal vor Ort das Portfolio für komplexe Projekte und individuelle Anforderungen und somit eine noch bessere Qualität geboten. Gleichzeitig wurden wichtige Schritte getätigt, um das landesweite GW-Netz- werk zu verdichten. Drei neue FTL-Büros in Constanta, Cluj, Bacau sowie eine neue Cross Docking-Fläche in Bacau sind entstanden, ein weiteres FTL-Büro samt Cross Docking-Fläche wird in Sibiu realisiert. „Weiters haben wir Grund in Arad erworben. Als Zwischenlösung sind wir in eine Mietanlage gezogen, bis das neue Gebäude fertiggestellt ist. Dies ist notwendig, um unseren Kunden in der schnell wachsenden Region die herausragende GW-Servicequalität bieten zu können“, so Regionalleiter Thomas Moser.
  11. 11. 10  11Noch mehr Kundennutzen: Spatenstich in Senec. Am 1. Juli 2009 setzte Gebrüder Weiss im slowakischen Senec den Spatenstich für den Bau des neuen Logistikterminals. Der mit 8,5 Mio. Euro veranschlagte Neubau ging heuer im Frühjahr in Betrieb. Die Anlage umfasst eine Umschlags- halle mit 3.800 m2, eine Logistikhalle mit 4.600 m2 sowie Büroräumlichkeiten mit einer Fläche von 1.300 m2. Am Standort Senec sind rund 100 Mitarbeiter beschäftigt. Regional- und Landesleiter Jürgen Bauer: „Mit dieser neuen Anlage bündeln wir unsere Aktivitäten im Großraum Bratislava an einem zentralen Standort. Dies ermöglicht uns, dass wir unseren Kunden aufgrund optimierter Prozessabläufe noch effizientere Lösungen in den Bereichen Transport und Logistik anbieten können.“ Der Logis- tikterminal ist ISO 9001:2000- sowie TAPA-zertifiziert. Letzteres garantiert ob modernster technischer Einrichtungen höchsten Sicherheitsstandard. Gebrüder Weiss Slowakei wurde 1993 gegründet und ist an den fünf Standorten Bratislava, Senec, Žiar nad Hronom, Košice und Žilina vertreten. Neben der flächen- deckenden 24-Stunden-Distribution und -Logistik bietet GW bereits seit 1995 internationale Sammel- und Komplett- ladungsverkehre aus und in die Slowakei an.
  12. 12. Weltweit unterwegs in Orange Im Land der Maharadschas: Gebrüder Weiss erhöht Schlagkraft in Indien. Mit dem Einstieg bei Tricon Shipping und der Um- benennung in Weiss-Röhlig India trieb GW seine Expansion im Asien-Pazifik-Raum weiter voran. „Mit Tricon haben wir eine Firma gefunden, die auf- grund ihrer professionellen Art, ihrem Kunden- fokus und ihrer Kultur nahezu perfekt zu uns passt“, erklärt Air & Sea-Vorstand Heinz Senger-Weiss. An Weiss-Röhlig India halten GW und Partner Röhlig jeweils 25 Prozent, die restlichen 50 Prozent verblieben im Einflussbereich des Firmengründers und langjährigen Geschäftsführers B.R. Rangamani, der über mehr als 20 Jahre Erfahrung im indischen Transport- und Logistikbereich verfügt. „Unser Team in Indien kann durch die volle Integration seine Stärken noch besser nützen und besser weiterentwickeln“, so Rangamani. Mit der Beteiligung an Tricon Shipping ist GW auf einem der wichtigsten Wachstumsmärkte in Asien nachhaltig eta- bliert und kann in Indien unter einem einheitlichen Konzerndach agieren. Von einer reinen Agentenpartnerschaft entwickelte sich GW so zu einem Komplett- anbieter, der die gesamte Logistik-Wertschöpfungskette abdeckt. Weiss-Röhlig India beschäftigt 150 Mitarbeiter. Mit 14 Niederlassungen, verteilt im ganzen Land, Hauptsitz ist in Chennai, wird der komplette indische Markt abgedeckt. Das Leistungsspektrum umfasst Air & Sea-Transportabwicklung, Projektlogistik, Zollabwicklungen, Lagerung und Distribution.
  13. 13. 12  13Expansion in Südostasien: Erstes Weiss-Röhlig-Büro in Thailand. Anfang 2009 investierte Gebrüder Weiss in den thailändischen Markt und grün- dete in der Metropole Bangkok ein weiteres Joint Venture mit dem langjährigen Partner Röhlig. Auch in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs und der Ver- unsicherung versuchte Gebrüder Weiss mit diesem Schritt positive Akzente zu setzen und investierte in die Zukunft. Durch die Einbeziehung des langjährigen Thailand-Partners „East-West Logistics Co. Ltd.“, der zu den Top-20-Spedi- teuren des Landes zählt, konnte das Joint Venture von Anfang an auf eine sehr gute Infrastruktur zurückgreifen. „Mit der Gründung von Weiss-Röhlig Thailand Ltd. haben wir einen weiteren wichtigen Schritt nach Südostasien gemacht“, sagt Joe Lässer, Direktor Air & Sea. Auch das weltweite Gebrüder Weiss-Netz- werk profitiert von der Gründung der neuen Landesgesellschaft. Thailand ist traditionell als Exportland bekannt. Jedoch hat sich in den letzten Jahren ab- gezeichnet, dass der Import an Bedeu- tung gewinnt. Weiss-Röhlig Thailand Ltd. beschäftigt 15 Mitarbeiter. Das Büro in Bangkok wird vom erfahrenen Australier Bill Meale geleitet, der schon einige Jahre vor der Gründung der Tochtergesellschaft als Verkaufsreprä- sentant in Thailand tätig war.
  14. 14. Vorstandder Gebrüder Weiss Holding AG
  15. 15. 14  15Peter Kloiber Wolfram Senger-Weiss Heinz Senger-Weiss Wolfgang Niessner, CEO
  16. 16. Gebrüder Weiss Holding AGJahresbericht 20092009 war sicher eines der schwierigsten Jahre fürdie gesamte Branche seit langer Zeit. Bei einemzehnprozentigen Rückgang der weltweiten Pro-duktion, einer globalen Rezession, die sich inEuropa besonders negativ auswirkte, Unsicher-heiten auf den Finanzmärkten und starken Wäh-rungsschwankungen konnten die unerfreulichenFolgen für Transport und Logistik nicht ausbleiben.Gebrüder Weiss wurde von der vielzitierten Krisestark getroffen, konnte aber wesentliche Kenn-zahlen – unter den gegebenen Umständen – aufakzeptablem Niveau halten und das Geschäftsjahrmit Gewinn abschließen. Fehlende Mengen und wachsender Preis-druck führten zu schwacher Auslastung vonSystem-Verkehren und Lager-Kapazitäten sowieWolfgang Niessner, CEO
  17. 17. 16  17weiterer Margen-Erosion. Somit musste eine Viel- dass „Westeuropa“ (AT/CH/DE) und MOEL diezahl von Maßnahmen mit der Vorgabe ergriffen wirtschaftliche Flaute am stärksten zu spürenwerden, zwar einerseits Kosten zu senken, ande- bekamen, wenngleich sich einzelne Regionenrerseits jedoch den hervorragenden Servicegrad behaupten bzw. durch die erfolgreiche Umset-nicht zu beeinträchtigen. Gemessen an der Sta- zung von Großprojekten auszeichnen konnten.bilität der Kundenbeziehungen und objektiver, In „Übersee“ (primär Asien) wurde neuerlich derexterner Qualitätsbewertungen wurde dieses Ziel Beweis erbracht, dass sich die Weiss-Röhlig-erreicht. Organisation auf richtigem Wege befindet.Sowohl im Bereich „Landverkehre/Logistiklösun- Bei der Beurteilung des Jahres 2009 darf man abergen“ als auch bei „Air & Sea“ fällt der Vergleich nicht vergessen, dass GW – aufbauend auf einemzum Jahr 2008 ernüchternd aus, was allerdings soliden Fundament – wesentliche Investitionen unddem allgemeinen Branchen-Trend entspricht. Weichenstellungen vorgenommen hat. So wurdenDie Paket- und Consulting-Aktivitäten hingegen Infrastrukturprojekte in AT, RO und SK abgeschlos-sind den hohen Erwartungen gerecht geworden. sen oder initiiert und das globale Netzwerk, z.B. mitDer Blick auf die regionalen Entwicklungen zeigt, der Gründung einer Landesgesellschaft in Indien,Aufteilung der Wertschöpfung auf die Bereiche e s- hr es t ke pr ens er eh le x i V rk na le re Se a , E td g ve tio r- ke na tin ik ul nd na & rie Pa tio st r ns La ter u d a Ai ll gi K n N o Zo Lo In C % % u % % % 12 14 11 6% 4%28 25
  18. 18. Jahresbericht 2009 wesentlich verstärkt. Substanzielle Summen sind die vier Kernwerte, die das Profil von GW prägen, auch für Aus-/Weiterbildung, F&E sowie modernste Independence – Sustainability – Service Excellence Technologie und Fuhrpark eingesetzt worden. Durch – Commitment, zusammengefasst, vertieft und die Übernahme von Anteilen an Eurocargo/Serbien extern wie intern kommuniziert. Mit dem neuen bzw. Diehl/DE-Esslingen konnte die GW-Position Slogan „GW bewegt“ wird versucht, sowohl dem am Balkan bzw. in Baden-Württemberg abgesichert physischen als auch dem emotionalen Aspekt und ausgebaut werden. gerecht zu werden. Trotz aller aktuellen Herausforderungen wurde das In schwierigen Zeiten ist die Unterstützung von Projekt „2020“ gestartet, wobei alle Themen be- Gesellschaftern, Aufsichtsräten, Kunden, Partnern handelt wurden, die für die Zukunft von GW von und MitarbeiterInnen von besonderem Wert, von höchster Relevanz sind. Neben operativen, struk- besonderer Bedeutung. Für diesen Rückhalt soll turellen und technischen Fragen stehen „Markt und an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön ausge- Menschen“ im Fokus. Erste Schwerpunkte wur- sprochen werden. Unter diesen Voraussetzungen den bei „Produktentwicklung“, „Innovation“ und kann GW Kurs halten und sowohl Richtung als auch „Vertrieb“ gesetzt und bearbeitet. Ferner wurden Geschwindigkeit weiterhin selbst bestimmen. Nettoumsatz 00 01 02 03 04 05 99 20 20 20 20 20 20 19 5 2 3, 9 2 ,3 9, 5, 7, 3 8 6 9, 57 60 70 3, 49 55 78 42
  19. 19. 18  19 Im Juni 2010 Wolfgang Niessner, MBA Vorstandsvorsitzender Gebrüder Weiss Holding AG 07 08 09 06 20 20 20 20 6 ,1 ,2 8, 5 0 3 98 831, 94 in Mio. €87
  20. 20. Aus den FachbereichenLandverkehre Äußerst erfolgreich, betont Walter Konzett, denn mitunter ließen sich gewaltige Einsparungen er- zielen. „Die tollen Ergebnisse unterstreichen für mich die Stärke und Flexibilität der Organisation.“Stark auch bei Gegenwind Vor allem die Betriebsleiter hätten in diesem Zu-Auf der einen Seite stehen schwierige wirtschaft- sammenhang Höchstleistungen erbracht. Unter-liche Rahmenbedingungen. Auf der anderen Sen- stützung erfuhren die Niederlassungen dabei wiedungszuwächse, Qualitätssteigerungen, kräftige so oft seitens der Technik. Längst bringt moderneInvestitionen und neue Produkte. Die orange Land- Informationstechnologie mehr Effizienz, Durch-verkehrsorganisation hat auch in der Krise gängigkeit und Transparenz in interne Abläufe.Stärke gezeigt. Und konsequent werden bei GW neue technische „Wir haben in der Vergangenheit viel inves- Möglichkeiten ausgelotet und genutzt.tiert, um in unseren Heimmärkten nahtlose Logis-tik auf höchstem Niveau bieten zu können“, sagt Klimaschutz auf SchieneWalter Konzett, der zuständige Direktor für das Neue Wege hatte Gebrüder Weiss auch mit derProduktmanagement Landverkehre bei Gebrüder Einführung des Orange Combi Cargo (OCC) be-Weiss, „und der Einsatz hat sich wirklich gelohnt.“ schritten: Als erstes privates LogistikunternehmenNicht umsonst verzeichnete der Bereich ICD in Österreich etablierte GW im Januar 2008 einen(Intracorporate Destination), der die Verkehrsli- Ganzzug, der fortan täglich Wien und Vorarlbergnien zwischen den GW-Häusern umfasst, wieder verband. Die ebenso umweltfreundliche wie wirt-ein Rekordergebnis: 663.000 Sendungen wurden schaftliche Transportalternative wurde so gut an-innerhalb des orangen Netzwerks transportiert. genommen, dass nur wenige Monate später einDies jedoch, wie Konzett hinzufügt, „bei sinkenden zweiter Teilzug zwischen der BundeshauptstadtTonnagen und Umsatzrückgängen“. und Salzburg zum Einsatz kam. Das klimaschonen- de Projekt konnte auch 2009 den Markt überzeu-Ausgezeichnete Performance gen. Laut Konzett erreichten die beiden Züge überKeine Frage, es blies ein starker Gegenwind im das Jahr gesehen eine Auslastung von über 80Krisenjahr 2009. Umso mehr weiß Konzett zu Prozent. „Insgesamt haben wir mit dem OCC anschätzen, dass die Organisation konzernweit auf die 21.000 LKW-Fahrten von Österreichs StraßenKurs geblieben ist. „Neben der ausgezeichneten auf die Schiene geholt. Das bedeutet nicht zuletztbetrieblichen Performance konnten wir auch eine Einsparung von rund 12.000 Tonnen CO2.“die Qualität auf hohem Level halten, in gewissen Den ökologischen Transport forcierte GWBereichen sogar weiter steigern.“ Zudem schufen 2009 zudem in der Schweiz. „Wir haben ab Baselkräftige Investitionen beste Voraussetzungen mehr als 1.000 Sattelauflieger mit der Bahn insfür ein gesundes Wachstum auch in Zukunft. deutsche Ruhrgebiet befördert, mehrere hundertUnter anderem gründete GW eine neue Landes- nach Skandinavien“, so der Landverkehrsdirek-organisation in Mazedonien, eröffnete modernste tor. Und auf solche innovative und nachhaltigeLogistikterminals in Bukarest und Maria Saal, Lösungen werde GW auch in Zukunft verstärktübernahm zu Jahresende eine etablierte Spedition setzen.in Serbien. Und mit den Balkanstaaten Bosnien-Herzegowina, Serbien und Mazedonien wurden Qualitätsführer in der SAEgleich drei Landesorganisationen in das ICD- Die herausragende Servicequalität von GebrüderNetzwerk eingebunden. Weiss zeigte sich 2009 nicht zuletzt in der System Um dem zunehmenden Kostendruck ent- Alliance Europe (SAE), Europas führendem Stück-gegen zu wirken, arbeitete das Produktmanage- gutnetz. „Wir gehörten zweifelsohne wieder zu denment gemeinsam mit den Niederlassungen Qualitätsführern der Allianz“, freut sich Walterintensiv an der Optimierung von Prozessen. Konzett. In den zentralen Qualitätsauswertungen
  21. 21. „ 20  21 Neben der ausgezeichneten betrieblichen Die herausragende Servicequalität von Performance konnten wir auch Gebrüder Weiss zeigte sich 2009 nicht zuletzt die Qualität auf hohem Level halten. in der System Alliance Europe (SAE).reihten sich die GW-Standorte ausnahmslos im “ So bringt seit September ein LKW mit Doppelbe-Spitzenfeld ein. satzung die in Lauterach gesammelten Güter nach Vor fünf Jahren war GW maßgeblich an der Barcelona, wo sie direkt in das InlandssystemGründung der SAE beteiligt. Einem Bündnis, des Partners Salvat Logística einfließen. „Und imdas die Kompetenz und das Fachwissen führender Postleitzahlgebiet Barcelona wird noch am sel-mittelständischer Speditionen vereint. Wendet ben Tag zugestellt“, so Mori-Schwarzenberger.sich ein Kunde an seinen regionalen Transporteur, Als Drehscheiben für die Verkehre nach Dänemarkso steht ihm das komplette Angebot der europäi- und Schweden fungieren die Niederlassungenschen Sammelgutplattform offen. In diesem Ver- des Partners Zufall in Fulda und Göttingen. Vonbund beförderte GW 2009 knapp 2,8 Millionen dort geht es noch am selben Tag weiter nachSendungen. Das SAE-Netzwerk wuchs in diesem Kopenhagen, Kolding, Malmö und Borås. Die Flä-Jahr beständig weiter. Neue Partner kamen in chenverteilung übernimmt dann die nordeuropäi-Italien, der Türkei und im Baltikum hinzu, beste- sche Itella-Gruppe. Zum ersten Mal haben dreihende Partner brachten weitere Betriebe ein. Partner bei GW ein solches GemeinschaftsprojektMittlerweile gehören 47 Mitglieder mit insgesamt initiiert. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.166 Niederlassungen zur System Alliance Europe. Sowohl die Skandinavien- als auch die Spanien- Flächendeckende, transparente und effi- Plattform sind sehr gut angelaufen. Gesamthaftziente Logistik bietet das bereits 2008 eingeführte gesehen fand im Partnernetzwerk der Wachstums-Gateway-Konzept, das 2009 weiter ausgebaut trend der vergangenen Jahre jedoch keine Fort-wurde. Dazu Konzett: „Durch die Konsolidierung setzung. „Infolge der Krise waren die Sendungs-von Sendungen ist ein leistungsfähiges System zahlen 2009 im Eingang und im Ausgang leichtentstanden, das mit regelmäßigen, zeitgetakteten rückläufig“, berichtet Martin Schmidt, wobei sichAbfahrten, optimaler Servicequalität und der not- regional durchaus unterschiedliche Entwicklungenwendigen Sicherheit aufwarten kann.“ ergeben hätten. Im Plus schloss unter anderem die Koopera-Leistungsfähige Partnerverkehre tion mit Bischoff International. Dies war zugleichEin ähnliches Konzept kommt bei Gebrüder Weiss der Beweis für einen gelungenen Partnerwech-auch erfolgreich in den europäischen Partner- sel. Denn der langjährige Deutschlandpartnerverkehren zum Einsatz. Die Bündelung von Sen- Militzer & Münch hatte im Juni 2009 seine natio-dungen ermöglicht seit 2009 tägliche Abfahrten nalen Landverkehrsaktivitäten der Speditionnach Spanien, Schweden und Dänemark – eine Bischoff mit Sitz in Naila, Oberfranken, übertragen.Frequenz, die die wenigsten Mitbewerber in Laut Schmidt war es schon eine Herausforderung,Österreich vorweisen können. „Daraus ergeben die Sendungen zu halten. „Dass wir sogar Zuge-sich nun deutlich schnellere Laufzeiten für unsere winne verzeichnen konnten, ist umso erfreulicher.“Kunden“, erklärt Ulrike Mori-Schwarzenberger,die mit Martin Schmidt für den Bereich Westeuropaverantwortlich zeichnet, den großen Vorteil.
  22. 22. Aus den Fachbereichen Landverkehre rung profitiert: „Durch den neuen Standort kön- nen wir Kunden im Osten des Landes schneller Mittel- und Osteuropa bedienen.“ Überhaupt entwickelte sich der natio- nale Verkehr erfreulich. In diesem Bereich gab es 2009 einen stolzen Sendungszuwachs von fast GW Slowakei konnte gleich zu Jahresbeginn einen 50 Prozent zu verzeichnen. großen Kundenauftrag für sich gewinnen: „Durch Vermittlung unseres Partners Heppner hat uns Bei GW Ungarn blieb der Wachstumstrend im der französische BIC-Konzern mit der Distribution Inlandsgeschäft auch 2009 ungebrochen. „Das des kompletten Sortiments für Deutschland und Sendungsvolumen nahm im Vergleich zum Vor- Österreich betraut“, informiert Markus Jelleschitz, jahr neuerlich um rund 25 Prozent zu, gleich- Landesleiter Slowakei. Seit März 2009 fährt GW zeitig konnten wir unsere Zustell- und Abholquali- täglich das BIC-Zentrallager in Sered an und stellt tät steigern“, sagt Landesleiter Thomas Schauer. die abgeholten Güter entweder direkt oder via Als Motor dieser Entwicklung erwies sich nicht Hauptumschlagszentrum Maria Lanzendorf zu. zuletzt ein international führender Hausgeräte- Dabei ist für das gesamte Gebiet ein 24- bezie- hersteller, für den Gebrüder Weiss schon seit ge- hungsweise 48-Stunden-Service sichergestellt. raumer Zeit die nationale Verteilung übernimmt. Infolge der guten Zusammenarbeit hat GW „Speziell für diesen Kunden haben wir 2009 einen zwischenzeitlich den Zuschlag für die Belieferung zusätzlichen Standort eröffnet, an dem wir ein drei weiterer Märkte erhalten. „Die Vorbereitun- insgesamt 7.500 Quadratmeter großes Logistik- gen für die Verteilung in Ungarn, Tschechien und lager bewirtschaften.“ der Slowakei sind bereits angelaufen“, freut Das schwierige Umfeld prägte das vergange- sich Jelleschitz, der in Zukunft mit entsprechen- ne Jahr maßgeblich: Die ungarische Wirtschaftsleis- den Mengensteigerungen rechnet. Bis dato tung ging dramatisch zurück, die Exporte brachen werden monatlich rund 1.500 Sendungen für ein, auf dem Transportmarkt dominierte ein harter BIC abgewickelt. Preiskampf. „Unter diesen Voraussetzungen haben Noch bessere Voraussetzungen für Trans- wir uns primär darauf konzentriert, bestehende port- und Logistiklösungen schafft seit Frühling Kunden zu halten und die Qualität in der Abwicklung 2010 ein moderner Terminal, der 2009 in Senec weiter zu verbessern – was uns gut gelungen ist“, nahe Bratislava entstanden ist. meint Schauer abschließend. Auch GW Tschechien setzte 2009 zahlreiche Region Süd-Ost: Rumänien, Bulgarien, Ukraine, Aktivitäten. „Im vergangenen Geschäftsjahr haben Mazedonien wir gleich mehrere Großprojekte abgewickelt“, Die Region Süd-Ost ist 2009 weiter gewachsen: berichtet Landesleiter Harald Prohaska. So be- Im Herbst eröffnete Gebrüder Weiss in Skopje. treibt Gebrüder Weiss seit April für einen renom- „Damit sind wir nunmehr in der Lage, nahtlose mierten High-Tech-Kunden ein fast 11.000 Qua- Transporte von und nach Mazedonien zu bieten“, dratmeter großes Logistikzentrum in Form eines berichtet der verantwortliche Regionalmanager Cross-Docking-Lagers in Rudna. Stark gefordert Thomas Moser, „und dies auf gewohnt hohem wurde die tschechische Organisation vor allem GW-Servicestandard.“ Zu den Kunden der ersten bei der Integration der Landverkehre und der Stunde gehören renommierte Unternehmen wie Logistiksparte von Hellmann Worldwide Logis- HP oder Daikin. Potenzial sieht Moser künftig vor tics. „Ab April war die Hellmann-Niederlassung allem in den Bereichen Distribution und Beschaf- in Ostrava voll ins orange Netz eingebunden, fung, da immer mehr westliche Firmen die Balkan- sowohl operativ als auch organisatorisch“, er- region für sich entdecken würden. läutert Prohaska. Und dank guter Vorbereitung Anteil am erfolgreichen Start von GW Skopje habe man unmittelbar von der Netzwerkerweite- hatte auch die Landesorganisation Bulgarien, der
  23. 23. 22  23der Standort organisatorisch angehört. Ab Sofia des vergangenen Jahres. Bereits in den darauffol-wird die mazedonische Hauptstadt viermal wöchent- genden Wochen siedelten die 30 GW-Mitarbeiter inlich angefahren, zwei weitere Verbindungen wurden die neugebaute Anlage von Eurocargo im Belgraderzwischen Wien und Skopje eingerichtet. Vorort Dobanovci um. Die Integration ins orange In Rumänien, Bulgarien und der Ukraine sei Netzwerk wird in der ersten Jahreshälfte 2010 überdie Wirtschaft im vergangenen Geschäftsjahr die Bühne gehen.teils drastisch geschrumpft, so der Regionalleiter. In Summe sei 2009 für die Region Süd-West„Den schwierigen Rahmenbedingungen zum Trotz ein „schwieriges Jahr“ gewesen, resümiert Schafer,konnten wir 2009 aber wieder mehrere bedeutende „die Wirtschaftskrise hat natürlich auch vor denAufträge sichern und auch aus organisatorischer Balkanstaaten nicht halt gemacht.“ Auslandsinves-Sicht wichtige Entwicklungsschritte setzen.“ titionen wurden gedrosselt, die Transportbranche Das Highlight bei Gebrüder Weiss in Rumänien bekam zudem den starken Rückgang bei denwar zweifelsohne die Inbetriebnahme des neuen Einfuhren zu spüren. „Unter diesen Voraussetzun-Terminals in Bukarest. „Unser Bekanntheitsgrad im gen konnten wir an die hohen Ertrags- und Mengen-Land hat sich insbesondere durch namhafte Neu- zuwächse der Vorjahre nicht anknüpfen.“kunden erheblich erhöht“, sagt Moser. Mit der hoch- Gute Nachrichten gibt es dagegen von denmodernen Anlage werde man den Erwartungen an Inlandsverkehren zu vermelden. Insbesondere dieeinen Top-Dienstleister für Transport- und Logistik- Landesorganisationen in Kroatien und Slowenienlösungen einmal mehr gerecht. Darüber hinaus erzielten in diesem Bereich Sendungssteigerungen.bereiteten der Ankauf von Grundstücken in Arad Zulegen habe man darüber hinaus auch bei denund Sibiu sowie der Ausbau des Inlandsnetzwerks Komplettladungen können, sagt Erich Schafer.den Boden für weiteres Wachstum. Zum Erfolg führten nicht zuletzt maßgeschneiderte In der Ukraine forcierte GW den Bereich Logistiklösungen: Unter anderem gewann SerbienKomplettladungen, streckte dabei die Fühler auch einen deutschen Konsumgüterhersteller als Neu-in neue Märkte aus. „Wir können FTL-Verkehre kunden und Kroatien übernahm im Herbst 2009mit Russland, Moldawien, Weißrussland und den die Beschaffung für eine Baumarktkette.so genannten Stan-Staaten, wie zum BeispielKasachstan, auf hohem Qualitätsniveau abwickelnund erfahren in diesem Bereich steigende Nach-frage“, erörtert der Regionalmanager. Ebenfalls seit2009 bedient die ukrainische Landesorganisationin Zusammenarbeit mit der Niederlassung MariaLanzendorf eine regelmäßige Sammelgutlinie nachWeißrussland.Region Süd-West: Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, SerbienAm Dreh- und Angelpunkt der Balkanregion, inSerbien, hat Gebrüder Weiss seine Präsenz imNovember 2009 massiv verstärkt. „Mit unsererMehrheitsbeteiligung an der etablierten SpeditionEurocargo sind wir nun optimal aufgestellt, umuns nachhaltig als Anbieter von Logistiklösungenpositionieren zu können“, freut sich Erich Schafer.Für den zuständigen Regionaldirektor ist die Über-nahme des Unternehmens mit seinen insgesamt100 Mitarbeitern zweifellos das wichtigste Ereignis
  24. 24. Aus den Fachbereichen Air & Sea auf dem Subkontinent ab. Inzwischen richten je- doch immer mehr Unternehmen ihre Aufmerksam- keit auf das Land am Ganges. „Angesichts der Auf bewährtem Kurs zu neuen Ufern steigenden Nachfrage und der dynamischen Ent- Gebrüder Weiss Air & Sea steuerte 2009 durch wicklung Indiens stand deshalb außer Frage, dass raue See und hielt dabei beständig an seinem wir selbst in diesen Markt eintreten würden“, sagt Kurs fest. So stellte sich das Joint Venture mit Heinz Senger-Weiss. Dafür seien GW verschiedene Röhlig gleich zu Jahresbeginn in Thailand dem Türen offengestanden. „Aber wir haben uns be- Wettbewerb, wenig später begann schließlich wusst die Zeit genommen, alle Möglichkeiten ab- das von langer Hand geplante Abenteuer Indien. zuwägen, um letztlich die beste Lösung zu finden.“ Mit 15 Standorten und einer engagierten Mann- Der Weg auf den Subkontinent führte schließ- schaft ist GW von Anfang an gut aufgestellt, lich über eine etablierte indische Spedition – die um Kunden aus dem internationalen Air & Sea- Tricon Shipping Pvt. Ltd., an der sich GW und Netzwerk in diesen dynamischen Zukunftsmarkt Röhlig zu insgesamt 50 Prozent beteiligten. Eine zu begleiten. Firma, „die aufgrund ihrer professionellen Art, Auch 2009 stand der Transportsektor vor ihrem Kundenfokus und ihrer Kultur gut zu uns einer Bewährungsprobe. Hatte das rückläufige passt“, wie der Air & Sea-Chef betont. Mit der Um- Transportvolumen bereits im Jahr zuvor den Alltag benennung von Tricon Shipping in Weiss-Röhlig beherrscht, so verschärfte sich die angespannte India hat sich GW im September 2009 auf ei- Situation noch weiter. Zu den Überkapazitäten kam nem der wichtigsten Wachstumsmärkte Asiens ein extremer Preisverfall hinzu – eine Konstellation, nachhaltig als Komplettanbieter für die gesamte die dazu führte, dass viele Marktteilnehmer an Logistik-Wertschöpfungskette etabliert. Rund 165 ihre Grenzen stießen. Menschen arbeiten in den 15 Niederlassungen Den Ursprung dieser Entwicklung sieht Heinz – GW ist in sämtlichen Wirtschaftsmetropolen Senger-Weiss, Vorstand Air & Sea, im Wettrüsten des Landes vor Ort. Das Headquarter von Weiss- mit Kapazitäten. „Reedereien und Fluglinien agier- Röhlig befindet sich in der Hafenstadt Chennai ten jahrelang, als würde das zweistellige Wachs- an der Ostküste. tum nie enden.“ Die jüngsten Geschehnisse hätten Nach den ersten Monaten der operativen nun gezeigt, wie drastisch Rückgänge ausfallen Zusammenarbeit zieht Heinz Senger-Weiss können. eine positive Bilanz. Die Entscheidung für Tricon Auch Gebrüder Weiss wurde von den Turbu- Shipping habe sich als die richtige erwiesen: lenzen auf den internationalen Märkten nicht ver- „Wir wissen einen erfahrenen, starken Partner an schont. Daher galt es, das tägliche Handeln an die unserer Seite und das gesamte Team ist motiviert, veränderten Rahmenbedingungen anzupassen, den Weg von Weiss-Röhlig India nicht nur mit- „wobei es speziell Regionen im Entwicklungssta- zugehen, sondern aktiv mitzugestalten.“ Für dium doppelt schwer hatten“, berichtet Senger- Gebrüder Weiss bedeutet der Sprung nach Indien Weiss. Zugleich verfolgte das GW-Management auch eine große kulturelle Herausforderung. auch im Jahr 2009 seine Konzernstrategie offensiv „Beim Eintritt in neue Märkte war schon immer weiter. Ganz in diesem Sinne startete das Joint unser Anspruch, die lokalen Gegebenheiten Venture Weiss-Röhlig im Zukunftsmarkt Indien hochzuhalten und zugleich jene Werte zu vermit- sowie in Thailand durch. teln, die GW ausmachen“, sagt das Vorstands- mitglied. „Das Beste aus Ost und West zu einem GW goes India erfolgreichen Ganzen zu verbinden, ist einmal Verkehre zwischen Europa und Indien haben im mehr unser Ziel.“ orangen Logistikunternehmen Tradition, jahrzehn- telang wickelten Partner das Transportgeschäft
  25. 25. 24  25Chancenmarkt Thailand Think bigBereits im Januar 2009 stellte sich Weiss-Röhlig Im Juni, noch vor dem offiziellen Start vonin Thailand dem Wettbewerb. In dem aufstreben- Weiss-Röhlig India, stellten GW und Tricon ein-den Land hatte der Joint Venture-Partner Röhlig drücklich ihre Stärke unter Beweis: Es galt,vor Jahren ein eigenes Repräsentanz- und eine komplette Wasseraufbereitungsanlage vonVerkaufsbüro eröffnet, in der Folge Know-how Indien nach Österreich zu bringen. Sieben LKWin dieser Region Südostasiens aufgebaut und waren nötig, um 18 Kisten mit einem Gesamt-wertvolle Einblicke in das wirtschaftliche Leben gewicht von 40 Tonnen vom Herstellungsort Goagewonnen. nach Mumbai zu transportieren. Von dort erfolgte Zwischenzeitlich hat sich das Exportland dann der Weitertransport im Frachtflugzeug nachThailand zu einer echten Alternative zum „Gigan- Wien. Dies war die größte Luftfrachtsendung inten“ China entwickelt. Speziell kleinere Produ- der Firmengeschichte von Tricon, die von Mumbaizenten finden hier sehr gute Rahmenbedingungen verschickt wurde – und für das Joint Venturevor. Eine Chance, die auch immer mehr GW- Weiss-Röhlig ein echtes Highlight.Kunden zu nutzen wissen, wie Heinz Senger-Weissberichtet: „Viele Unternehmen, die früher aus- Auf zu Olympiaschließlich in China vor Ort gewesen sind, bauen Rund 12.000 Kilometer liegen zwischen der Vor-nun auch in Thailand eigene Standorte auf, um von arlberger Gemeinde Alberschwende und demden Vorteilen des Marktes zu profitieren.“ Insofern Olympia-Austragungsort Whistler in Kanada. Aufsei es ein logischer Schritt gewesen, selbst in diesen Weg schickte Gebrüder Weiss im Juli dasThailand tätig zu werden, „um diesen Kunden das „Österreich-Haus“, Kommunikationszentrum undvolle Servicespektrum und die gewohnt hohen Publikumsmagnet bei Olympia und Paralympics.Qualitätsstandards anbieten zu können“, meint Das zweistöckige Passivhaus fand Platz in sechsder Air & Sea-Vorstand. Containern, die von Wolfurt nach Hamburg und von dort auf hoher See weiter nach Montreal trans-Modernes Herzstück portiert wurden. Der Rücktransport fällt übrigensUnd auch in einem ganz anderen Bereich tat sich weg: Denn zum ersten Mal wird ein „Österreich-einiges: So bietet eine neue Software, die seit 2007 Haus” nach den Spielen nicht abgebaut, sondernSchritt für Schritt im Netzwerk eingeführt wurde, der lokalen Bevölkerung für die Nachnutzung zurUnterstützung in der Transportabwicklung. „Die Verfügung gestellt.Technik bildet das Herzstück unseres Geschäfts“,so Senger-Weiss. „Unser Ziel war es, mit einerneuen IT-Lösung das Netzwerk operativ auf eineleistungsfähige, zuverlässige Basis zu stellen undim Zuge dessen die Prozesse einheitlich, klarund effizient zu gestalten.“ Das Roll-out ist mitt-lerweile weitgehend abgeschlossen. Rückblickend sagt Heinz Senger-Weiss, dass„es ein steiniger Weg war, die eingeschliffenenProzesse umzumodeln“. Aber die Mühen hättensich letztlich gelohnt. „Die Air & Sea-Software hatdie Voraussetzungen geschaffen, um nicht nur dieProduktivität, sondern vor allem auch die Qualitätkontinuierlich weiter zu verbessern.“
  26. 26. Aus den Fachbereichen Logistik lieferanten des Großkunden wöchentlich Waren im Umfang von rund 120 LKW-Ladungen ab und bringt sie in den Hub. „Dort bereiten wir die Vernetztes Handeln Sendungen für den Weitertransport vor – so- Für das Systemmanagement Logistik war 2009 wohl datentechnisch als auch physisch“, erklärt netzwerken angesagt. Im Unternehmen neue Harry Stiastny. An die zwei Millionen Packstücke Synergien zu schaffen gehörte dabei zu den pro Jahr werden vollautomatisiert entsprechend zentralen Aufgaben. In Teamwork entstand Region, Land und Empfänger gebündelt, Verzol- schließlich auch eine Logistiklösung par ex- lungen durchgeführt sowie die nötigen Trans- cellence. portdokumente und Lieferscheine erstellt. Damit Das konzerninterne Netzwerk wurde im zu stehen die Sendungen für die Übernahme durch Ende gegangenen Geschäftsjahr konsequent den jeweiligen Endspediteur bereit. Hier zeigt sich weiter entwickelt, der Know-how-Transfer in regel- nun die Besonderheit dieser Logistiklösung: In mäßigen Workshops vorangetrieben. „Zum einen Rudna verbindet eine durchdachte Technologie- haben wir die Niederlassungen in Osteuropa plattform alle beteiligten Transportdienstleister stärker in unser Logistiknetz eingebunden“, führt miteinander. Keine leichte Aufgabe, wie Stiastny Harry Stiastny, Leiter Systemmanagement Logis- betont, „da unterschiedlichste Systeme und Pro- tik, aus, „zum anderen die weltweite Zusammen- zesse zusammengeführt werden mussten, um arbeit mit unserer Air & Sea-Organisation inten- die Unternehmen in das Tagesgeschäft einzu- siviert.“ Dabei standen vor allem die asiatischen binden.“ Umso mehr freut es ihn, dass nunmehr Märkte im Fokus. „Gerade in Bezug auf gesamt- die komplette Disposition auf GW-Systemen läuft. europäische Logistikkonzepte für Kunden aus „Das heißt, alle Spediteure nutzen dasselbe tech- China sehen wir für uns spannende Möglichkeiten“, nische Werkzeug.“ veranschaulicht Stiastny. Dieser Schwerpunkt Für die Angleichung der verschiedenen Ab- würde deshalb zukünftig weiter verfolgt. wicklungssysteme im Hub holte man Spezialisten Was Europa betrifft, so ist der System- aus dem eigenen Haus ins Boot: die Informations- manager überzeugt, dass speziell in Rumänien logistiker des Tochterunternehmens inet-logistics. die Nachfrage nach innovativen Logistiklösungen Sie haben zu diesem Zweck eine Kombination aus steigen wird. Diesem Umstand trug Gebrüder bewährter GW-Technologie und maßgeschneider- Weiss 2009 auch mit der Eröffnung eines neuen ten Softwarelösungen realisiert. modernen Terminals in Bukarest Rechnung. „Damit verfügen wir über hervorragende Voraus- setzungen, um auf die zunehmenden Logistik- anforderungen in der Region flexibel reagieren zu können.“ Gebrüder Weiss-Paketdienst Grenzenloses Engagement über Fachbe- reiche, Niederlassungen, Landesgrenzen und sogar Unternehmen hinweg hat 2009 ein Projekt Erfolg auf ganzer Linie Wirklichkeit werden lassen, das man wohl als DPD wurde 2009 einmal mehr seiner Rolle als Öster- Inbegriff einer Logistiklösung bezeichnen darf: reichs führender Paketdienst im B2B-Bereich ge- den neuen Hub eines internationalen Techno- recht: Mit knapp 36 Millionen Paketen fuhren die logiekonzerns. Innerhalb nur eines halben Jahres Partner Gebrüder Weiss, Lagermax und Schachinger plante und realisierte Gebrüder Weiss das erneut ein hervorragendes Ergebnis ein, steigerten knapp 11.000 Quadratmeter große Konsolidie- den Umsatz um 1,6 Prozent. rungszentrum im tschechischen Rudna. „Für uns war es nicht selbstverständlich, in Im Sommer ging die Anlage in Betrieb. Seit- Zeiten wie diesen ein Umsatzplus zu erzielen“, her holt GW in den Depots verschiedener Sub- zeigt sich Ewald Müller ob des Ergebnisses sehr
  27. 27. 26  27zufrieden. Motor des Erfolgs sind für den Geschäfts- Partner für die letzte Meile. Der hohe Qualitätsstan-führer des Gebrüder Weiss-Paketdiensts (GWP) dard bei den gebotenen Leistungen war auch aus-einmal mehr die Serviceleistungen, die DPD in die- schlaggebend dafür, dass der Montagegroßhandelsem Jahr weiter ausbaute. „Beispielsweise haben Würth weitere drei Jahre auf die Dienste von DPDwir im Februar auf konkreten Kundenwunsch den vertrauen wird. Seit Beginn der ZusammenarbeitKatalogversand gestartet“, erläutert Müller. „Damit im Jahr 2005 hat der deutsche Konzern rund dreibieten wir nun eine Alternative zum herkömmlichen Millionen Pakete über DPD verschickt. Inhalt derVersand von Drucksorten.“ So ist der Service auch Sendungen sind wichtige Montageprodukte wienicht allein auf Kataloge beschränkt, sondern er- Schrauben, Dübel und Beschläge, die an hand-streckt sich ebenso auf Verkaufsmuster, Kalender werkliche Betriebe, aber auch Baustellen geliefertoder Werbemittel. DPD übernimmt bereits die werden. „Gerade in diesem Bereich spielen unsereAbholung bei der Produktionsstätte, sodass sich Track & Trace Services ihre Stärken aus“, sagtder Kunde ganz auf sein Kerngeschäft konzentrie- Ewald Müller. Beispielsweise ermittelt „StarTrack“ren kann. Eine Reihe an Zusatzservices ermöglicht unter Verwendung von Google Maps die Routeaußerdem einen Ressourcen sparenden Umgang des Fahrers und gibt Auskunft, wann die Lieferungmit den oft teuer produzierten Drucksorten. Eine erfolgen wird. Nicht umsonst beschreibt Würthweitere Neuerung betrifft die Paketankündigung. den Paketdienst als den „perfekten Partner für diePer SMS oder E-Mail erfahren Empfänger auf letzte Meile“.Wunsch nun rechtzeitig, wann die Lieferung ein-treffen wird – was natürlich vieles vereinfacht. Rekordmarke durch Online-Boom. Bereits seit März 2001 besteht die erfolgreiche Partnerschaft zwischenLohnender Vertrauensbeweis. Auch bei primetime DPD beziehungsweise primetime und DiTech. Undzeigte sich, dass gute Betreuung die Voraussetzung Anfang Dezember hatten die Unternehmen be-für Kundentreue ist: Der Spezialist für Express- sonderen Grund zu feiern: Denn der Computerfach-und Zusatzservices konnte in diesem Jahr ebenfalls markt versandte sein 100.000stes Paket. Das Online-leicht zulegen. Die zahlreichen Mehrwertleistungen Geschäft boomte selbst im Krisenjahr, sodass diewie Zustellung per Nachnahme fanden Anklang. Sendungszahlen im Vergleich zum Vorjahr um ins-Darüber hinaus kam es Mitte des Jahres zu einer gesamt 15 Prozent zunahmen. „Die Geschäftsfüh-Kooperation mit der deutschen Hermes-Logistik- rung von DiTech bescheinigt uns nicht nur das um-Gruppe. Diese zog sich in den Bereichen Umschlag fassendste Produktportfolio aller österreichischenund Zustellung aus dem österreichischen Markt Paketdienste, sondern auch höchste Sorgfalt imzurück und übergab die Aufgaben in der Folge an Umgang mit den High-Tech-Produkten“, freut sichprimetime und die Post AG. Dazu Müller: „Monatlich Müller über die gute Zusammenarbeit.werden seither jeweils 55.000 Pakete in ganzÖsterreich abgeholt beziehungsweise zugestellt.“ Abschied und Willkommen. Mit Ende des Jahres Positives gibt es auch vom Weinversand zu verabschiedete sich Ewald Müller in die Pension –vermelden. Hier stand 2009 ein Plus von sechs nach mehr als 24-jähriger Tätigkeit bei GebrüderProzent zu Buche. „Wir haben unser Produktportfo- Weiss. Fast zwölf Jahre lang lenkte Müller die Ge-lio stetig erweitert, unter anderem im Frühjahr 2009 schicke des Paketdienstes, hat das Unternehmenden Zweier-Karton präsentiert, im Herbst dann in diesem Zeitraum entscheidend geprägt. An diedas Portal www.weinlogistik.at gestartet“, berichtet Firmenspitze folgte ihm mit Andreas Winkelmayerder GWP-Chef. Im Onlineshop können Winzer und ein langjähriger Weggefährte und BranchenkennerGroßhändler ihre Weinkartonagen direkt bestellen. nach: Gemeinsam mit Müller vertrat WinkelmayerGerade im Weinversand macht laut Müller Branchen- seit 2006 die Interessen des GWP im KEP-VorstandKnow-how den Unterschied: „Nur wer die Anforde- und führte zuvor den Expressdienst primetime, derrungen an einen optimalen Weinversand kennt, jetzt von Daniel Neumann geleitet wird.kann bei den Winzern und Großhändlern punkten.“
  28. 28. Aus den Fachbereichen Tochterunternehmen Kostenfaktor sei beispielsweise der Bauhof mit seinen Prozessen. Bildungskooperationen mit der und Marken Bundesinnung Bau und der Organisation Austria Bau sollen nun das Logistik-Bewusstsein innerhalb der Sparte schärfen. In medias res ging es indes x|vise mit dem Kunden Tomaselli Gabriel Bau: Für das Vorarlberger Unternehmen plante x|vise eine mo- derne Logistikanlage und optimierte die Bauhof- Wegweisende Lösungen organisation. Mit einem Logistik-Check, Maßnahmenpaket in- klusive, traf x|vise 2009 den Nerv der Zeit. Neue Der ausgeprägte Lösungsansatz und die ideen- Impulse gab’s auch für die Baulogistik. Und reiche Arbeit der Beraterteams wurden 2009 auch ein Innovationspreis prämierte die Leistung des ausgezeichnet. Die österreichische Fachzeitschrift Beraterteams. dispo sah in x|vise „ein Unternehmen, das seit Der Konjunkturmotor, lange Zeit auf Hoch- Jahren entschlossen neue Wege geht und pragma- touren gelaufen, brummte 2009 leiser. Im Wissen tisch wegweisende Lösungen in allen Bereichen darum, dass Umsatzsteigerungen in dieser Situation der Logistik sucht“. Für die Redaktion Grund genug, schwierig sein würden, legten viele Unternehmen den Consultants den erstmals vergebenen Inno- Augenmerk auf ihre Wertschöpfung. „Mit höherem vationspreis zu verleihen. Stiastny freut sich über Kostendruck werden schlanke Prozesse immer diese Anerkennung: „Wir haben uns noch nie damit wichtiger“, begründet x|vise-Geschäftsführer Harry zufrieden gegeben, Empfehlungen auszusprechen, Stiastny diese Entwicklung, „auch in der Logistik.“ sondern legen Wert darauf, mit unseren Kunden Zu Jahresbeginn präsentierte x|vise deshalb ein praxistaugliche Logistikanwendungen zu gestalten.“ Werkzeug, mit dem sich der Status quo der Logistik So sei Innovation nicht nur kreativ, sondern bringe effizient ermitteln und gezielt optimieren lässt: der zudem echten Mehrwert. Logistik-Check. Unternehmen wie Röfix, Omicron, die Schmidt’s Handelsgesellschaft oder Kastner & Öhler entschieden sich für diesen Consulting-Tag, inet-logistics der Stärken und Schwächen, Chancen und Ge- fahren der Logistikorganisation ans Licht brachte. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse erarbei- Auf Höchstleistung teten die Berater schließlich einen umfassenden Lösungen, die über den Standard hinausgehen, Maßnahmenkatalog zur Erhöhung der Produktivität. haben inet-logistics innert eines Jahrzehnts zu „Wird an den richtigen Rädchen gedreht, einem der führenden Anbieter von Transport Mana- ergeben sich nicht nur mittel- und langfristige Ver- gement Systemen (TMS) gemacht. Um auch die besserungen in der Logistik“, weist Stiastny auf die Wachstumschancen der Zukunft optimal nutzen Einsparungschancen für die Betriebe hin, „sondern zu können, stellte sich die GW-Tochter im Jubi- auch zahlreiche Quick-Wins.“ Schnelle Erfolge, läumsjahr 2009 neu auf. auf die es gerade in herausfordernden Zeiten an- Am Anfang stand der Ehrgeiz, die Transport- kommt. So verwundert es nicht, dass die meisten logistik in Unternehmen einfach, transparent und Teilnehmer des Logistik-Checks gleich im An- effizient zu machen. Diesem Anspruch ist inet- schluss konkrete Optimierungsprojekte in Angriff logistics bis heute treu geblieben. Und der unge- genommen haben. Einen Branchenschwerpunkt brochene Pioniergeist hat sich ausgezahlt: Im bildete 2009 die Baulogistik. „In der Bauindustrie TMS-Markt, einem Bereich, dem IT-Analysten eine wird die Logistik als solche häufig nicht wahrge- große Zukunft bescheinigen, steht die GW-Tochter nommen.“ Und dies, konstatiert Harry Stiastny, an der Schwelle zu exponentiellem Wachstum. „obwohl sie für bis zu 30 Prozent der Gesamtkos- „Um diese Schwelle zu überschreiten, haben wir ten verantwortlich zeichnet.“ Ein entscheidender die Organisation 2009 gezielt weiterentwickelt und
  29. 29. 28  29noch professioneller aufgestellt“, berichtet CEO Gebrüder Weiss Rail CargoOswald Werle. Die Produkt- und Dienstleistungsportfolioswurden weiter verfeinert, interne Strukturen ange- Weiter auf Schienepasst. Ein neuer Markenauftritt schärfte das Profil Mit Service Excellence verteidigte die Bahnspedi-von „inet“ und rückte die Leistungsfähigkeit des tion von Gebrüder Weiss 2009 ihre Marktanteile –Unternehmens ins Zentrum. Der Name inet sei für und brachte sich gleichzeitig als Spezialist für dieviele Logistikmanager inzwischen ein fester Begriff, Zukunftsmärkte in Südosteuropa in Position.stehe für Vertrauen, Agilität und exzellente Leistung, „Geht es der Wirtschaft gut, geht es uns gut“,ist Werle stolz: „Mit dieser starken Marke können konstatierte Rail Cargo-Geschäftsführer Walterwir nachhaltig unser Ziel verfolgen, in fünf Jahren Dolezal in Zeiten der Hochkonjunktur für seineweltweit zu den Top-5-Anbietern von Transport Branche. 2009 zeigte sich dem Schienengüterver-Management Lösungen zu gehören.“ kehr die Kehrseite der Medaille. „Die schwierige wirtschaftliche Lage und der damit verbundeneMarktseitig waren Transportoptimierung und Kosten- Preiskampf haben sich erwartungsgemäß auf dasreduktion die bestimmenden Themen des Jahres Ergebnis ausgewirkt“, so Dolezal. Primäres Ziel2009. Und inet verstand es, seinen Kunden rasch der GW-Bahnspedition sei deshalb gewesen, dieEinsparpotenziale zu eröffnen. Dabei bewährte sich bestehenden Marktanteile zu sichern. „Dass unsdie Strategie, die Partner der Logistikkette stand- dies auch gelungen ist, verbuchen wir als wichti-ort- und unternehmensübergreifend über Internet gen Erfolg.“zu vernetzen. „Wir stellen unseren Kunden schonseit jeher all unsere Softwareprodukte webbasiert Als ausschlaggebend für das Vertrauen der verla-zur Verfügung“, berichtet Oswald Werle. Neben denden Wirtschaft bezeichnet Dolezal die hoheder schnellen Implementierung bringen solche Soft- Servicequalität. „Unser Team hilft auch dann raschwarelösungen vor allem auch finanzielle Vorteile. und kompetent weiter, wenn’s brennt. Das wissenSo fallen nur geringe Anfangsinvestitionen an und unsere Kunden zu schätzen.“ So beförderte Railim Betrieb bestimmt die tatsächliche Auslastung Cargo auch 2009 wieder Massengüter mit einemden Aufwand. Gesamtgewicht von rund einer Million Tonnen. Die Palette der transportierten Güter reichte vonAuf die Technologie von inet setzte 2009 wieder überdimensionalen Plastikrohren mit Destinationeine Reihe renommierter Unternehmen. Unter Griechenland bis hin zu Waggonladungen Düngeranderem beauftragte der Motorradhersteller KTM mit Endbestimmung Türkei.das inet-Team mit der Optimierung der Prozesseim Zusammenhang mit Sondertransporten. Ob Überhaupt habe man sich im abgelaufenen Ge-Luft-, See-, Landtransport, Kurier- oder Express- schäftsjahr als Spezialist für Südosteuropa amdienstleistung – seit Anfang November werden Markt positioniert, so Walter Dolezal. „Es ist davonAusschreibungen und Disposition aller Spezial- auszugehen, dass der wirtschaftliche Aufschwungaufträge mithilfe der Module Transportdisposition für die Verkehre mit den jüngsten EU-Mitgliedernund Transportauftragsmanagement abgewickelt. Rumänien und Bulgarien die größten ZuwächseAuch die Kapsch-Gruppe vergibt seine Transporte bringen wird.“ Und Rail Cargo legt schon jetzt dienunmehr über inet-TMS gezielt an den bestgeeig- Weichen in die Zukunftsmärkte.neten Logistikdienstleister. Und so unterschiedlichdie Anforderungen von Unternehmen aus ver-schiedenen Branchen auch sein mögen: Sie alleprofitieren letztlich von sinkenden Prozesskostenund mehr Transparenz.
  30. 30. Aus den Fachbereichen dicall Osten Österreichs“, erzählt Florian Maurer. Und im Laufe der Zeit sei die Partnerschaft sowohl in Bezug auf die Aufgaben als auch auf die betreuten Stand- Qualität gewinnt orte stetig vertieft worden. „Seit 2009 sind wir auch Jung, dynamisch, hart umkämpft und mitten im für das westlichste Depot in Sulz, Vorarlberg, und Umbruch. Auch die Callcenter-Branche stand 2009 damit für sämtliche GWP-Standorte tätig.“ Insge- unter Spannung. Während kundenseitig der Quali- samt betreut das dicall-Team nunmehr rund 9.200 tätsanspruch stieg, drückte der verschärfte Wett- österreichische Paket-Kunden. bewerb die Preise immer weiter nach unten. Das Resultat: eine Marktbereinigung, von der letztlich Qualitätsdienstleister wie dicall profitieren konnten. Über die Entwicklung des Customer Care Centers zeigt sich dicall-Leiter Florian Maurer dann auch zufrieden: „Alle drei Geschäftsbereiche, dazu gehören ein- und ausgehende Anrufe sowie Trainings, blieben konstant auf Vorjahresniveau, tectraxx High Tech Logistics ebenso die Mitarbeiterzahl.“ Für Maurer ist dies nicht zuletzt ein Erfolg der Firmenphilosophie. „Denn von jeher haben wir unsere Kunden mit Herausforderung B2C ihren Bedürfnissen in den Mittelpunkt gestellt Bei der Zustellung von Elektro-Großgeräten an und sind hinsichtlich Qualität keine Kompromis- Privatkunden kommt es nicht nur auf eine effiziente se eingegangen.“ Logistik an. Ebenso wichtig ist dabei technisches Know-how. tectraxx schafft diesen Spagat mit Diese Einstellung überzeugte 2009 unter anderem maßgeschneiderten Servicekonzepten, die auch auch einen namhaften Mobilfunkanbieter. Konkret 2009 wieder sehr gefragt waren. ging es um eine groß angelegte Promotion-Aktion, „Die Endkundenbelieferung stellt Transport- die das Unternehmen in der Vergangenheit teils im dienstleister, Händler und Hersteller vor eine echte eigenen Haus, teils mit verschiedenen Dienstleistern Herausforderung“, weiß Wolfgang Leuthner, Leiter abgewickelt hatte. dicall habe dafür ein Gesamt- von tectraxx High Tech Logistics. Empfänger, die paket angeboten und den Zuschlag erhalten, er- nur zu Randzeiten zuhause sind, abseits gelegene läutert Maurer. „Und zwar, wie uns gesagt wurde, Wohnhäuser oder fehlende Be- und Entlademöglich- weil Preisgestaltung und Qualitätskriterien optimal keiten machen eine wirtschaftliche Transportab- zusammenpassten.“ Ab Herbst 2009 kontaktierten wicklung schwierig. Vor Ort ist dann häufig noch die dicall-Mitarbeiterinnen kleine und mittelständi- technische Kompetenz erforderlich, um Geräte an sche Unternehmen in ganz Österreich, vereinbarten Wasser und Stromkreis anzuschließen oder einen Gesprächstermine für das mehrköpfige Außendienst- Defekt zu beheben. Team und brachten im Zuge dessen auch gleich die übermittelte Datenbank auf Stand. Angesichts steigender Kundenansprüche und zu- nehmenden Kostendrucks sehen sich High-Tech- Bereits im Jahr 2002 stand der Gebrüder Weiss- Unternehmen verstärkt nach einem professionellen Paketdienst (GWP) vor der Herausforderung, Partner für die „Rundum-Betreuung“ ihrer Kon- für seine Kunden bestmöglich erreichbar zu sein sumenten um. „Schon seit Jahren stellen wir für und gleichzeitig seine Mitarbeiter zu entlasten. renommierte Versandhäuser flächendeckenden Die Lösung bot das zu diesem Anlass ins Leben Service für Endkunden sicher“, berichtet Leuthner. gerufene Customer Care Center dicall. „Von An- „Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung haben fang an fungierten wir als zentrales Eingangstor sich im Jahr 2009 nun auch Interspar Österreich und für Kunden und Empfänger der fünf Depots im Neckermann für eine Zusammenarbeit entschieden.“
  31. 31. 30  31Seit September zeichnet tectraxx in allen 52 Inter- Handel erhältlich – nicht zuletzt dank leisure+sportsspar-Hypermärkten nicht nur für die Zustellung logistics. „Im Auftrag von Adidas stellten wir kurz-von Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik, fristig ein Konzept für die Verteilung dieser Bälle undsondern zudem für deren Aufbau, Montage und weiterer WM-Artikel auf die Beine“, erläutert derAnschluss sowie die fachgerechte Entsorgung von Produktverantwortliche Klaus Bannwarth. BeliefertAltgeräten verantwortlich. Geliefert wird österreich- wurden die Händler in Österreich sowie in Zentral-weit und in benachbarte EU-Länder. Nur wenige und Osteuropa.Wochen später startete der High-Tech-Logistiker Zeit ist in der Sport- und Freizeitindustrie ge-für Neckermann durch. „Der Versandhändler hat nerell der entscheidende Faktor. „Die Branche ent-uns die Hauszustellung von Waren mit einem wickelt sich in technologischer Hinsicht rasantGewicht von mehr als 30 Kilogramm übertragen“, weiter und erwartet ebenso von der Logistikseiteberichtet Wolfgang Leuthner. Dazu gehören neben her ein hohes Tempo und große Flexibilität“,Braun- und Weißwaren auch Gartengeräte, Möbel so Bannwarth. Anforderungen, die leisure+sportsoder Freizeitartikel. Die Leistungspalette der GW logistics auch qualitativ voll erfüllen könne.Business Unit reicht wiederum von der Lagerab- Neben den Vorbereitungen auf das bevorste-holung über die Lieferung bis zur Inbetriebnahme hende Fußball-Megaevent in Südafrika beschäftigteund der Mitnahme von Verpackung und Altgeräten. sich der branchenerfahrene Logistikpartner 2009 verstärkt mit Reorganisierungsprojekten. Denn mitt-„Für den Endkunden bringen diese Kooperationen lerweile hatte die wirtschaftliche Lage auch dereine neue Servicequalität“, freut sich Leuthner. Sportindustrie einen Dämpfer versetzt. In der Konse-„Denn aus effizienter Logistik und anspruchsvollen quenz ging das Team von leisure+sports logisticstechnischen Dienstleistungen schnüren wir für un- aktiv auf seine Kunden zu – mit konkreten Maßnah-sere Kunden ein maßgeschneidertes Lösungspaket, men, um Abläufe zu optimieren, Kosten zu redu-das mit den Anforderungen des Marktes stetig zieren und dabei das Qualitätslevel zu halten. Daswächst.“ Und dass Ansprüche und Erwartungen der Engagement zeigte Wirkung. „Über das Jahr ge-Konsumenten zukünftig weiter steigen werden, steht sehen konnten wir unser bestehendes Geschäftfür den tectraxx-Leiter außer Frage. halten, teilweise sogar weiter ausbauen“, bilanziert Bannwarth. Indessen rüstete sich leisure+sports auch schon für den Aufschwung. Chancen für die GW- Branchenlösung sieht Klaus Bannwarth speziell am Balkan, in einem aktuellen Expansionsgebiet desleisure+sports logistics Logistikkonzerns: „Unsere Niederlassungen vor Ort sind für die Verteilung von Systemgut bereits gut aufgestellt. Sobald der Markt wieder anspringt,Perfektes Timing werden wir sicherlich den einen oder anderen Kun-Schon vor der WM in Südafrika war leisure+sports den in diese boomende Region begleiten.“logistics wieder in Sachen Fußball im Einsatz.Auch sonst blieben die branchenkundigen Logis-tiker am Ball. Am 4. Dezember 2009 blickte die Fußball-Welt gespannt nach Kapstadt. Dort fiel mit derGruppenauslosung der Startschuss für die Welt-meisterschaft 2010. Darüber hinaus wurde an jenemAbend auch „Jabulani“ präsentiert, der offizielleSpielball des Turniers. Bereits tags darauf war dasHigh-Tech-Produkt des Herstellers Adidas im
  32. 32. Aus den Fachbereichen „ Zudem galt es, das Weiterbildungsangebot Die Herausforderungen für die GW-Personal- an die veränderten Voraussetzungen entwickler wandelten sich innerhalb kurzer Zeit. “ und Bedürfnisse anzupassen. automotive logistics Pleite“, berichtet Pichler. Außerdem seien zahllose Projekte gestoppt beziehungsweise „bis nach der Krise“ auf Eis gelegt worden, „was wir schon Das schwarze Jahr der Automobilindustrie spüren“. Entgegen diesem Trend konnte der Milliardenverluste, Firmenzusammenbrüche und Automotive-Manager aber einige erfolgreiche Übernahmen. Die Traditions-Autostadt Detroit am Initiativen starten: Unter anderem wird Gebrüder Boden und Bosch, der weltgrößte Zulieferer, erst- Weiss ab 2010 mit einem deutschen Partner ein mals in der Nachkriegszeit in den roten Zahlen. Distributionscenter für einen namhaften Reifen- 2009 war das wohl härteste Jahr in der Geschichte hersteller in Westungarn betreiben. der Automobilindustrie. automotive logistics schlug „Wir sind 2009 mit einem blauen Auge davon- sich dennoch wacker. gekommen, aber es ist noch lange nicht alles aus- Eine Branche zwischen Hoffen und Bangen. gestanden“, ist Kurt Pichler überzeugt. Glaubt man Das Competence + Solutions Center automotive den Umfragen renommierter Beratungsunterneh- logistics bewegte sich 2009 in einem Umfeld, men, soll erst nach 2013 wieder der Stand von in dem es primär galt, bestehendes Geschäft zu 2008 erreicht sein – während manche Zulieferer verteidigen und neu zu kalkulieren. Allgegenwärtig: von sich behaupten, die Krise schon überwunden die oft gar verzweifelte Suche aller Marktplayer zu haben. „Aber wie dem auch sei“, sagt Pichler, nach Einsparpotenzialen. „wir haben uns der Branche längst als verlässlicher In Anbetracht dessen fällt das Fazit von Kurt Partner empfohlen und werden diesem Anspruch Pichler, Leiter Business Development Automotive, auch weiterhin gerecht werden.“ Rückhalt gebe positiv aus: „Bestandskunden konnten – sofern un- nicht zuletzt die innere Stabilität des Unternehmens sererseits beeinflussbar – im Wesentlichen gehalten und die verstärkte Zusammenarbeit mit den GW- werden. In Summe hielten sich Verluste und Zuge- Niederlassungen. winne etwa die Waage.“ Geringere Bestände in der Supply Chain der Kunden haben GW automotive logistics jedoch stark gefordert. Denn damit stiegen die Anforderungen hinsichtlich Laufzeiten und Liefergenauigkeit – und dies bei reduziertem Ertrag, stetigem Wettbewerbs- und Kostendruck. Den weltweit enormen Produktions-Über- kapazitäten wurden selbst staatliche Verschrot- tungsprämien nicht Herr, die zu Jahresbeginn die Verkaufszahlen noch in die Höhe schnellen ließen. „Viele, auch namhafte Zulieferer schlitterten in die

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