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GDNÄ 2012: Herbert Weinreich - Voraussetzungen professioneller Wertschöpfung in Innovationsprozessen

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Von der kreativen Idee zum
überzeugenden Endprodukt
Voraussetzungen professioneller
Wertschöpfung in Innovationsprozessen
Herbert Weinreich, GDNÄ, Göttingen 2012

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GDNÄ 2012: Herbert Weinreich - Voraussetzungen professioneller Wertschöpfung in Innovationsprozessen

  1. 1. Wertschöpfung durch Innovationskultur Von der kreativen Idee zum überzeugenden Endprodukt Voraussetzungen professioneller Wertschöpfung in InnovationsprozessenGDNÄ Herbert Weinreich, GDNÄ, Göttingen 2012 © Weinreich-Unternehmensentwicklung Seite: 1 - 1
  2. 2. Wertschöpfung durch Innovationskultur 1 Was ist das Neue?  Die Entdeckung  Die Erkenntnis  Die Erfindung (Invention)  Die Problemlösung  Der Entwurf, die Konstruktion  Die Entwicklung  Die Innovation 2 Für wen ist etwas neu?  Betriebsneuheit  Marktneuheit  Weltneuheit 3 Gelingt die Wertschöpfung unter Risiko?  Lässt sich dem Neuen ein erkennbarer Nutzen zuordnen?  Ist dieser Nutzen mit Kaufkraft (kaufkräftiges Bedürfnis) ausgestattet?GDNÄ  Welche Zielgruppen sind an dem Neuen interessiert? © Weinreich-Unternehmensentwicklung Seite: 1 - 2
  3. 3. Wertschöpfung durch Innovationskultur 4 Wie entsteht das Neue auf der Welt?  Durch freie oder strukturierte Exploration  Durch Zufall  Durch Intuition  Durch Kreativ-Sessions (unter Anwendung von Reizen)  Durch systematischen Entwurf / Entwicklung nach Anforderungen  Durch Grundlagenforschung  Durch angewandte Wissenschaft  Durch Needs Assessment (Erkennung von Bedürfnissen)  Durch Technologie Assessment (Technologiefolgenabschätz.)  Durch interdisziplinäre Entwicklungen in Handwerk, Industrie und Kunst  Durch interdisziplinäre Kommunikation  Durch Einbezug des Kunden (open innovation)GDNÄ  Durch Auswerten von Mega-Trends, Szenarien, Delphi-Studien © Weinreich-Unternehmensentwicklung Seite: 1 - 3
  4. 4. Wertschöpfung durch Innovationskultur 5 Wie wird der Wert oder Nutzen des Neuen entdeckt?  Durch Exploration  Durch Anwenderbefragung  Durch Beobachtung (z.B. Filmanalyse)  Durch Rollenspiele, Simulation, virtuelle Realitäten  Durch Verfolgen von Effektivitäts- und Effizienzkriterien  Durch spielerisches Anwendung von Lösungsprinzipien  Durch Konfrontation mit Kundenerwartungen / Kriterien  Durch Auswertung von Kundenverhalten  z.B. Reparaturen,Internetverhalten usw.GDNÄ © Weinreich-Unternehmensentwicklung Seite: 1 - 4
  5. 5. Wertschöpfung durch Innovationskultur 6 Herausforderung: Der Wandel !  Basis: sich selbststeuernde Prozesse, Freiheitsgrade  Ursachen des Wandels:  Alterung von Personen, Produkten, Systemen, Prozessen  Ressourcengrenzen  Bevölkerungswachstum  Wirtschafts-/ Gesellschaftssysteme, aufgebaut auf Wettbewerb um nachhaltiges Wachstum und GewinnGDNÄ © Weinreich-Unternehmensentwicklung Seite: 1 - 5
  6. 6. Wertschöpfung durch Innovationskultur 7 Wichtige situative Aspekte globalen Wettbewerbs  Globaler, technischer Fortschritt, sinkende Halbwertzeit des Wissens  Verkürzung von Produkt-/ Dienstleistungslebenszyklen  Kostendruck, Finanzierungsengpässe, Eigenkapitalschwäche  Erhöhung der Komplexität  Verkürzung der Lebenszyklen von Erfolgsregeln, Geschäftsmodellen  Gesättigte Märkte, Kundengetriebene Ökonomie  Sich schnell ändernde Geschäftsumgebungen  Unfreundliche Übernahmen, Mergers  Shareholder Value Orientierung  Globalisierung von Ökonomie, Technologie, Innovation “It’s not the strongest nor most intelligent of the species thatGDNÄ survive; it is the one most adaptable to change” Charles Darwin “Structure follows strategy follows change!” © Weinreich-Unternehmensentwicklung Seite: 1 - 6
  7. 7. Wertschöpfung durch Innovationskultur 8 Notwendigkeit von Innovation Roman Herzog: „Die Fähigkeit zur Innovation entscheidet über unser Schicksal!“ Langfristiges Unternehmenswachstum ohne ausreichende Innovationsfähigkeit in nahezu allen Wirtschaftszweigen unmöglich! Klassische Verbesserungen von Produkten / Prozessen reicht nicht mehr!GDNÄ © Weinreich-Unternehmensentwicklung Seite: 1 - 7
  8. 8. Wertschöpfung durch Innovationskultur 9 Gründe für Neuproduktfehlschläge Alle anderen Gründe 8 13 13 71 % Techn. Probleme Produktion 7 6 6 Schlechtes Timing 6 8 8 Stärke der Konkurrenz 5 9 9 Reihe1 Höhere Entwickl.-Kosten 4 10 10 Ungenüg. Marketingaufwand 3 14 14 Erwartungen nicht getroffen 2 16 16 Unzureich. Marktanalyse 1 24 24GDNÄ 0 5 10 15 20 25 30 Quelle: Cooper, Top oder Flop in der Produktentwicklung,Wiley 2002 © Weinreich-Unternehmensentwicklung Seite: 1 - 8
  9. 9. Wertschöpfung durch Innovationskultur 10 Schlußfolgerung 1 Innovations-Management (Change-Management), ist die gezielte Steuerung zur erfolgreichen Veränderung. Sie ist notwendig, um auf geforderten Wettbewerbs-Ebenen zu bestehen! Egal, ob es um Person, Produkt, System oder Gesellschaft geht!GDNÄ © Weinreich-Unternehmensentwicklung Seite: 1 - 9
  10. 10. Wertschöpfung durch Innovationskultur 10 Schlußfolgerung 2 Der Mensch steht im Mittelpunkt der Innovation, sowohl als Schöpfer und Anwender! Es geht um: - seine Bedürfnisse, seinen Nutzen, - seine Freiheitsgrade, - seine nachhaltige Selbsterhaltung, - seine Selbstverwirklichung!GDNÄ © Weinreich-Unternehmensentwicklung Seite: 1 - 10
  11. 11. Wertschöpfung durch Innovationskultur 10 Schlußfolgerung 3 Aufgrund der Komplexität von Technologie- und Produktentwicklung wird - Interdisziplinäre, abteilungs- und kulturübergreifende Zusammenarbeit in Allianzen, Kooperationen, Netzwerken und Innovationsprojektteams immer wichtiger - in bestimmten Branchen ist nur noch globale Produktentwicklung möglich - Wettbewerbsfähige Unternehmen müssen in der Lage sein, Führungs-, Organisations- und Innovationskompetenz auf diese Herausforderungen einzustellen.GDNÄ © Weinreich-Unternehmensentwicklung Seite: 1 - 11
  12. 12. Apple IPODZufall odersystematischer ErfolgExkursHerbert Weinreich GDNÄ, Göttingen 2012 Weinreich Creative Unternehmensentwicklung Darmstadt
  13. 13. Business Week April 24 , 2006 THE WORLD MOST INNOVATIVE COMPANIES Hello IPOD World, outstanding design and innovative software platforms create an unrivaled user experience
  14. 14. Apple again the creative king Apple used no fewer than 7 Types of innovation Networking (a novel agreement among music companies to sell their songs online), strategic alliances Welcome for pioneers Branding (how cool are those ear buds and wires) Business model (songs sold for a buck each / online, Pepsi) Ease and feel of IPOD Simplicity of the ITUNES software platform MP3 Compression format
  15. 15. Gestaltungselemente derInnovationskultur • Gelebter Führungsanspruch bei Qualität • Visionstreiber • Wert-, Nutzen-, Handlungs- und Lernorientierung (Benutzer-Interface) • Marketing und Entwicklung eng verzahnt • Werbekampagnen mit Kultmarketing • Wertschätzung der Kundeninvestition (Kompatibilität) • Geheimhaltung • Strategisches Patentieren, Neues Wettbewerbsfeld: Design-Patente • Mitarbeiterbeteiligung • Wettbewerbsfähige Praktiken, Standards in Innovationskette • Steuerung der Wertschöpfungskette
  16. 16. Wertschöpfung durch Innovationskultur 11 Konsequenzen: Unternehmerische Haltung einnehmen Aus dieser Sicht ist Wandel ist grundsätzlich positiv, da hierdurch neue Bedürfnisse und Probleme entstehen. Die Exploration, Akzeptanz und Bedienung dieser Bedürfnisse und Problemstellungen führt zu neuen Chancen / Geschäftsfeldern, wenn sie mit Kaufkraft ausgestattet sind. Bei zu geringem Wandel ist kreative Destruktion notwendig, um unternehmerische Chancen zu ermöglichen ( z.B. durch Deregulierung!) (Schumpeter)GDNÄ © Weinreich-Unternehmensentwicklung Seite: 1 - 16
  17. 17. Wertschöpfung durch Innovationskultur 12 Konsequenzen: Definition Systematische Innovation Systematische Innovation besteht aus: • der zielgerichteten organisierten Suche nach Veränderungen • deren systematischer Analyse bezüglich neuer Chancenfelder und Ideen und • deren erfolgreicher Umsetzung zu Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft ! Mit erfolgreicher Umsetzung ist Entwicklung, Produktion und erfolgreiche Markteinführung gemeint.GDNÄ Inventionen sind daher keine Innovationen! © Weinreich-Unternehmensentwicklung Seite: 1 - 17
  18. 18. Wertschöpfung durch Innovationskultur 13 Konsequenzen: Innovationsprozess (Überblick) V e r Market pull ä n d e r u n g e nGDNÄ © Weinreich-Unternehmensentwicklung Seite: 1 - 18
  19. 19. Wertschöpfung durch Innovationskultur 14 Konsequenzen: Innovationskultur als Querschnittskultur InnovationskulturGDNÄ Need assessment Marktforschung © Weinreich-Unternehmensentwicklung Seite: 1 - 19
  20. 20. Wertschöpfung durch Innovationskultur 15 Konsequenzen: Das lernende Unternehmen Eher zutreffende Verhaltensweisen Bürokratische Verhaltensweisen Innovation unterstützende Verh. • Wandel als Bedrohung • Wandel ist Zukunftschance • Abneigung gegen Risiko • Kontrollierte Risiken eingehen • beschäftigt sich mit sich selbst • Markt-/ Zielgruppenorientierung • Konventionen und Regeln im Vordergrund • Vision, Mission, Strategie, Projekt • Abtötung neuer Ideen • Förderung neuer Ideen • Gehorsam gegenüber dem Vorgesetzten • Unterstützung durch Vorgesetzte • Kontrolle • gegenseitiges Vertrauen • Sinnentleerung durch Zergliederung • Sinn durch ganzheitlichen Ansatz • Suche nach dem "großen" Durchbruch • kleine Innovationen sind willkommen • Verhalten wie beim Bankkredit • Einsatz von echtem WagniskapitalGDNÄ • kaum Toleranz für Fehlschläge • aus Fehlschlägen lernen (vgl. Sattelberger, Die lernende Organisation) Rückbesinnung auf Pioniertugenden © Weinreich-Unternehmensentwicklung Seite: 1 - 20
  21. 21. Wertschöpfung durch Innovationskultur 16 Konsequenzen: Grundüberzeugungen • Innovieren,eine mentale und emotionale Einstellung • Innovation, ein Prozeß der echten Einsatz, Leidenschaft fordert • Innovieren, ein Evolutionserlebnis • Innovation kann nicht von oben befohlen werden • Innovations-Management zerstört nicht die Kreativität, bedeutet die Steuerung von Lernprozessen unter Risiko • Innovation braucht die fähigsten Mitarbeiter • Tugenden sind Kreativität, Beharrlichkeit, Agilität, Risikofähigkeit, Dispositions- und KoordinationsvermögenGDNÄ © Weinreich-Unternehmensentwicklung Seite: 1 - 21
  22. 22. Wertschöpfung durch Innovationskultur 17 Konsequenzen: Von Verkaufs- zu Markt- und Kundenorientierung - Grundverständnis des Marketing Bezugspunkt: Mittel: Ziel: Verkaufskonzeption : Produkte Verkauf und Ab- Gewinn durch satzförderung Verkaufsvolumen Marketingkonzeption :GDNÄ Kunden- Integriertes Gewinn durch bedürfnisse Marketing Kundenzufriedenheit © Weinreich-Unternehmensentwicklung Seite: 1 - 22
  23. 23. Wertschöpfung durch Innovationskultur 18 Konsequenzen: Beseitigung von Blockaden gegen Kundenorientierung • Falsches Geschäftsverständnis • Historisch bedingte Hackordnung (Technik versus Marketing) • Distanz zum Kunden (kein Endkundenkontakt) • Wahrnehmungsdiskrepanzen (Arroganz) • Dienen fällt schwer (Kunde ist Störenfried) nach Hermann SimonGDNÄ © Weinreich-Unternehmensentwicklung Seite: 1 - 23
  24. 24. Wertschöpfung durch Innovationskultur 19 Konsequenzen: Brechen mit alten, überkommenen Erfolgsregeln (Paradigmen) Reizfrage: um das Unmögliche zu träumen und … zu realisieren, bedarf es einer gewissen Radikalität! Was ist in Ihrem Leben, in Ihrer Partnerschaft, in Ihrem Geschäft, Ihrer Arbeit, Ihrer Technik ein bisher unumstößliches Fundament ? Was wäre möglich, machbar, wenn dieses Fundament sich verändern ließe? Bitte, denken Sie radikal! Bringen Sie einengende Glaubenssätze zum Einsturz!GDNÄ Vertrauen Sie auf Reorganisation und Neuentfaltung. (im humanen, ethischen Rahmen) © Weinreich-Unternehmensentwicklung Seite: 1 - 24

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