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Starke Partner bilden das Fundament für das„Haus der kleinen Forscher“.Stiftung Haus der kleinen Forscher   |   Den Zucker...
Das Angebot der Initiative für die Einrichtungen umfasstsechs wesentliche Elemente                         Pädagogische Fa...
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Interessensentwicklung wird in den ersten 10Lebensjahren geprägtPersönliche Selbstkonzepte, wie die Einschätzung der eigen...
Das aktuelle Bild vom Kleinkind              Kleinkinder als denkende Wesen              Fokus auf Neugier und Wissensdurs...
Wie wichtig ist die Förderung der Denkentwicklung?  Was sagt die Hirnforschung?  Der Schädel wird größer, weil das Gehirn ...
Wachstum neuronaler Verbindungen                              Beispiel Sprache                              Zunehmende Ver...
Die Bedeutung der frühen Kindheit Mit 2 J. 70%, mit 6 J. 90% der Größe des ausgewachsenen Gehirns    Volumenentwicklung mi...
Was folgt daraus?  • Für viele Bereiche der Denkentwicklung ist das Zeitfenster der frühen    Kindheit besonders wichtig. ...
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Wie entwickelt sich naturwissenschaftlichesDenken?    1. Kinder sind von Geburt an lernfähige, neugierige Wesen. Sie mache...
Frühe Lernmechanismen   •   Habituation = Gewöhnung       Ermüdung der Aufmerksamkeit bei wiederholter Darbietung des glei...
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Tier-Ball-Studie (1) – Kausaldenken,Ursache und Wirkung?                         Szene 1                              kein...
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Tier-Ball-Studie (3)                           8                                                                          ...
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Wie Kinder ihr „Weltbild“ entdecken Von Wissensfragmenten zu Theorien und Paradigmenwechseln                              ...
Wie Kinder ihr „Weltbild“ entdecken   Erfahrung / Wissen                                                 Erfahrung / Wisse...
Wie Kinder ihr „Weltbild“ entdecken   Erfahrung / Wissen                                                      Erfahrung / ...
Wie Kinder ihr „Weltbild“ entdecken Paradigmenwechsel Das Kind versteht, dass es im Weltraum kein absolutes oben oder unte...
AgendaZwischenfolie    • Stiftung „Haus der kleinen Forscher“    • Wie entwickelt sich naturwissenschaftliches Denken?    ...
Pädagogischer Ansatz der Stiftung                                        Ressourcen- und                                  ...
Wissen wird konstruiert und baut auf Vorwissen auf                                                Kinder brauchen         ...
Methode: Forschungskreis
FilmbeispielDVD „Kleine Forscher pädagogisch begleiten –Naturwissenschaften und Technik im Kita-Alltag“                   ...
AgendaZwischenfolie    • Stiftung „Haus der kleinen Forscher“    • Wie entwickelt sich naturwissenschaftliches Denken?    ...
Chancen für (naturwissenschaftliche) Bildung1. Kinder sind neugierig   Kinder sind von Anfang an lernfähige, neugierige, d...
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!Stiftung Haus der kleinen Forscher   |   Den Zucker wieder aus dem Kaffee holen.   39
Stiftung Haus der kleinen ForscherRungestraße 1810179 BerlinTel 030 27 59 59 - 0Fax 030 27 59 59 - 209info [at] haus-der-k...
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GDNÄ 2012: Dr. Janna Pahnke über die Stiftung Haus der kleinen Forscher

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Talente, Begabungen und Interessen entwickeln sich in der frühen Kindheit. Die Stiftung Haus der kleinen Forscher fördert die alltägliche Beschäftigung mit Naturwissenschaft, Mathematik und Technik in allen Kindertagesstätten und Grundschulen in Deutschland. Pädagogische Fachkräfte werden kontinuierlich fortgebildet und erhalten praxisnah Ideen und Vorschläge, um mit ihren „kleinen Forschern“ als Lernbegleiter gemeinsam zu entdecken und zu forschen. Wie soll man als – in der Regel nicht naturwissenschaftlich ausgebildete – Fachkraft damit umgehen, wenn Kinder fragen, wie der Zucker aus dem Kaffee wieder herausgeholt werden kann? Frühe Erfahrungen und ein positives Selbstkonzept bei Kindern sind Voraussetzungen für späteren schulischen Erfolg in den Naturwissenschaften und bilden die Grundlage bei der Berufswahl.

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GDNÄ 2012: Dr. Janna Pahnke über die Stiftung Haus der kleinen Forscher

  1. 1. Den Zucker wieder aus dem Kaffee holenNaturwissenschaftliches Denken bei Kleinkindern fördernStiftung Haus der kleinen ForscherDr. Janna Pahnke, Wissenschaftliche LeitungGöttingen, den 18. September 2012
  2. 2. Kinder sind neugierig und wollen die Welt um sichherum entdecken und begreifen.Stiftung Haus der kleinen Forscher | Den Zucker wieder aus dem Kaffee holen. 2
  3. 3. Daniels Fragen an die Welt „Papa, wo hat denn die Sonne ihr Bett?“ „Papa, kann man den Zucker wieder rausholen?“ 3
  4. 4. AgendaZwischenfolie • Stiftung Haus der kleinen Forscher • Wie entwickelt sich naturwissenschaftliches Denken? • Pädagogischer Ansatz der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ • Zusammenfassung 4
  5. 5. Die Mission der gemeinnützigen Initiative • Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ verankert die alltägliche Begegnung mit Naturwissenschaften, Mathematik und Technik dauerhaft und nachhaltig in allen Kitas und Grundschulen in Deutschland. Damit setzt sie sich für bessere Bildungschancen für Mädchen und Jungen in den genannten Bereichen ein. • Die Stiftung bietet pädagogischen Fachkräften mit kontinuierlichen Fortbildungen in starken lokalen Netzwerken, mit Materialien und Ideen praxisnahe Unterstützung. Eltern und weitere Bildungspartner werden einbezogen. • Das „Haus der kleinen Forscher“ weckt Begeisterung für naturwissenschaftliche Phänomene und technische Fragestellungen und trägt langfristig zur Nachwuchssicherung der entsprechenden Berufsfelder bei. • Zugleich stellt das „Haus der kleinen Forscher“ die gewonnenen Erfahrungen anderen Akteuren im Ausland zur Verfügung. Deutschland positioniert sich damit als Bildungs- und Wissenschaftsstandort.Stiftung Haus der kleinen Forscher | Den Zucker wieder aus dem Kaffee holen. 5
  6. 6. Starke Partner bilden das Fundament für das„Haus der kleinen Forscher“.Stiftung Haus der kleinen Forscher | Den Zucker wieder aus dem Kaffee holen. 6
  7. 7. Das Angebot der Initiative für die Einrichtungen umfasstsechs wesentliche Elemente Pädagogische Fachkräfte erhalten fundierte I Workshops pädagogische und naturwissenschaftliche Fortbildungen Für die Umsetzung stellt die Initiative den II Arbeits- Einrichtungen hochwertige Arbeitsunterlagen unterlagen kostenlos zur Verfügung Die umfangreiche Website III Internetpräsenz www.haus-der-kleinen-forscher.de bietet Informationen für alle Interessierten Der jährliche Aktionstag gewinnt große IV "Tag der Aufmerksamkeit für das überregionale Engagement kleinen Forscher" aller Aktiven Naturwissenschaftlich und technisch interessierte Eltern V Anregungen sowie andere Bildungspartner unterstützen die Umsetzung zum Mitmachen in den Kitas Engagierte Kitas werden als „Haus der kleinen VI Zertifizierung Forscher“ zertifiziert 7
  8. 8. 8
  9. 9. Über eine Million Kinder forschen bereitsbundesweit in Kitas, Horten und Grundschulen. Schleswig- Holstein Mecklenburg- Vorpommern Über 21.000 Einrichtungen profitieren Hamburg von den Angeboten der Stiftung. Bremen Niedersachsen Mehr als 2.600 Einrichtungen haben das Berlin Brandenburg Sachsen-Anhalt Zertifikat „Haus der kleinen Forscher“. Nordrhein-Westfalen 219 Netzwerkpartner sorgen für die Sachsen Thüringen Hessen Verbreitung der Stiftungsangebote. Rheinland- PfalzSaarland 608 Trainerinnen und Trainer bilden die pädagogischen Fachkräfte weiter. Bayern Stand: 6/2012 Baden- Württemberg Kita-Netzwerke Modellnetzwerke „Sechs- bis zehnjährige Kinder“Stiftung Haus der kleinen Forscher | Den Zucker wieder aus dem Kaffee holen. 9
  10. 10. AgendaZwischenfolie • Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ • Warum die frühe Kindheit für Lernen von so großer Bedeutung ist • Wie entwickelt sich naturwissenschaftliches Denken? • Pädagogischer Ansatz der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ • Zusammenfassung 10
  11. 11. Interessensentwicklung wird in den ersten 10Lebensjahren geprägtPersönliche Selbstkonzepte, wie die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten imUmgang mit Technik, bilden sich schon sehr früh aus:Bereits 10-/11-Jährige verfügen über eine grundsätzliche Haltung für oder gegen technischeFragen. Diese Haltungen verändern sich bis zum Alter von 20 Jahren nicht mehr gravierend.Interventionen zur Interessensorientierung sollten bereits vor dem 10. Lebensjahreinsetzen, um nachhaltig Wirkung zu zeigen:Um die Einstellung zu Technik, die Begeisterung für die Auseinandersetzung mit technisch-naturwissenschaftlichen Problemstellungen und das allgemeine Interesse für Technik zubeeinflussen, sollte auf eine frühzeitige Stärkung des positiven Selbstkonzepts hingewirktwerden.Quelle: MoMoTech / Nachwuchsbarometer Technikwissenschaften, Universität Stuttgart, Arbeitsgruppe Prof. Rennacatech 2011: Monitoring von Motivationskonzepten für den Techniknachwuchs, acatech berichtet und empfiehlt Nr. 5,Springer Verlag: Heidelberg und Berlin
  12. 12. Das aktuelle Bild vom Kleinkind Kleinkinder als denkende Wesen Fokus auf Neugier und Wissensdurst • Sprache und Sprechfreude • mathematisches Denken • naturwissenschaftliches Forschen • Förderung der Kreativität und Lernfreude
  13. 13. Wie wichtig ist die Förderung der Denkentwicklung? Was sagt die Hirnforschung? Der Schädel wird größer, weil das Gehirn wächst: Das Gehirnvolumen und –gewicht verdreifacht sich Grund: zunehmende Myelinisierung der Neurone speed Wachstum von Verbindungen zwischen Neuronen
  14. 14. Wachstum neuronaler Verbindungen Beispiel Sprache Zunehmende Vernetzung und Stärkung von Verbindungen zwischen Neuronen im Broca-Areal. A: Geburt B: 1 Monat C: 3 Monate D: 6 Monate E: 15 Monate F: 24 Monate Die Vernetzung nimmt bis zum 2. Lebensjahr drastisch zu. Anzahl und Stärke von Neuronenverbindungen sind lernabhängig
  15. 15. Die Bedeutung der frühen Kindheit Mit 2 J. 70%, mit 6 J. 90% der Größe des ausgewachsenen Gehirns Volumenentwicklung mit Eintritt ins Schulalter weitgehend abgeschlossen Gedächtnis und Aufmerksamkeit Feinmotorik große Fortschritte im sprachlichen und symbolischen Denken Planung und Steuerung / Hemmung von Handlungsimpulsen
  16. 16. Was folgt daraus? • Für viele Bereiche der Denkentwicklung ist das Zeitfenster der frühen Kindheit besonders wichtig. • Hier werden die neurologischen Weichen gestellt für eine gute weitere Entwicklung der geistigen Fähigkeiten. • Gerade weil die Kinder in dieser Phase sehr aufnahmebereit und lernfähig sind, ist eine Förderung möglich und wird von den Kindern dankbar aufgegriffen. • Die Gesellschaft ist daher gefordert, eine entwicklungsgerechte Förderung des frühkindlichen Denkens zu gewährleisten. Eine ressourcenorientierte, altersgemäße Förderung schafft Rahmenbedingungen für eine geglückte kindliche Entwicklung!
  17. 17. AgendaZwischenfolie • Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ • Warum die frühe Kindheit für Lernen von so großer Bedeutung ist • Wie entwickelt sich naturwissenschaftliches Denken? • Pädagogischer Ansatz der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ • Zusammenfassung 17
  18. 18. Wie entwickelt sich naturwissenschaftlichesDenken? 1. Kinder sind von Geburt an lernfähige, neugierige Wesen. Sie machen sich schon früh Gedanken über das, was sie sehen und bilden Erwartungen aus. 2. Es gibt ein Kernwissen für verschiedene Inhaltsbereiche. Schon Säuglinge haben Wissen und Annahmen über die Welt. 18
  19. 19. Frühe Lernmechanismen • Habituation = Gewöhnung Ermüdung der Aufmerksamkeit bei wiederholter Darbietung des gleichen Reizes • Orientierungsreaktionen Was neu ist, löst Interesse und Zuwendung aus • Kausallernen Verstehen von Ursache-Wirkungszusammenhängen 19
  20. 20. Habituationsmethode Methode in der Säuglingsforschung, um herauszufinden, ob ein Kind zwei Reize voneinander unterscheiden kann Habituationsphase Testphase Einzelreize oder ReizpaareBeispiel: Arbeitsgruppe Prof. Dr. Sabina Pauen, Universität Heidelberg 20
  21. 21. Blickverhalten zeigt Denkprozesse auf 7 Monate Blickzeit in Sekunden 12 10 8 6 4 2 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Test Tr i a l Durchgang Pahnke, J. (2007). Erfassung kognitiver Fähigkeiten im Säuglingsalter. Visuelle Habituation und Dishabituation als Maße der frühkindlichen Denkentwicklung. Aachen: Shaker. 21
  22. 22. Habituationsmethode Methode in der Säuglingsforschung, um herauszufinden, ob ein Kind zwei Kategorien (z.B. belebt - unbelebt) voneinander unterscheiden kann Testphase 2D Bilder oder 3D ObjekteBeispiel: Arbeitsgruppe Prof. Dr. Sabina Pauen, Universität Heidelberg 22
  23. 23. Tier-Ball-Studie (1) – Kausaldenken,Ursache und Wirkung? Szene 1 keine Bewegung Szene 2 gemeinsame Bewegung Szene 3 keine Bewegung Wer oder was verursacht die Bewegung? Beispiel: Arbeitsgruppe Prof. Dr. Sabina Pauen, Universität Heidelberg 23
  24. 24. Tier-Ball-Studie (2) Beispiel: Arbeitsgruppe Prof. Dr. Sabina Pauen, Universität Heidelberg 24
  25. 25. Tier-Ball-Studie (3) 8 Tier 7 Ball Looking time (sec) 6 5 4 3 2 1 0 Szene 1 Szene 3 Bewegungsszene Pauen, S. & Träuble, B. (2009). How 7-month-olds interpret ambiguous motion events. Evidence for category-based reasoning. Cognitive Psychology, 25
  26. 26. Kinder bringen „Kernwissen“ mit auf die Welt Das Kind startet mit sehr früh vorhandenem Kernwissen in einem gegebenen Inhaltsbereich und reichert dann weiteres Wissen um diese Kern herum an. Das Kernwissen ist Ausgangspunkt für alles weitere Lernen. Wissensentwicklung hängt vom Inhalt ab. Was zum Wissenskern gehört, ist für jeden einzelnen Bereich unterschiedlich. Kernwissen Bereits identifizierte Kernwissensdomänen: • Mathematik • Physik • Psychologie • SpracheStiftung Haus der kleinen Forscher 26
  27. 27. Wie entwickelt sich naturwissenschaftlichesDenken? 1. Kinder sind von Geburt an lernfähige, neugierige Wesen. Sie machen sich schon früh Gedanken über das, was sie sehen und bilden Erwartungen aus. 2. Es gibt ein Kernwissen für verschiedene Inhaltsbereiche. Schon Säuglinge haben Wissen und Annahmen über die Welt. 3. Kinder versuchen, ihr Wissen immer besser der Realität anzupassen. Sie knüpfen dabei an bestehendes Wissen an und konstruieren aktiv neue Vorstellungen. Das jeweilige Vorwissen bildet den Ausgangspunkt für das weitere Lernen. 4. Erwachsene können Kinder gezielt unterstützen, den nächstmöglichen Entwicklungsschritt zu machen und so ihr Verständnis zu erweitern. 27
  28. 28. Wie Kinder ihr „Weltbild“ entdecken Von Wissensfragmenten zu Theorien und Paradigmenwechseln Kinder machen sich schon früh Gedanken über den Planeten, auf dem sie leben. Das Wissen, dass die Erde, auf der wir leben, wie eine Kugel ist, passt nicht zu ihrer Grunderfahrung von Schwerkraft und zu ihrer Raum- vorstellung von oben und unten. Ihr Wissen bleibt zunächst oft fragmentarisch und unverbunden. Durch bewusstes Nachdenken integrieren sie zunehmend mehr Aspekte in ihr Weltbild.... Beispiel: Arbeitsgruppe Prof. Dr. Sabina Pauen, Universität Heidelberg
  29. 29. Wie Kinder ihr „Weltbild“ entdecken Erfahrung / Wissen Erfahrung / Wissen Erde = Boden; Sonne wandert bogenförmig von ebene Fläche; Horizont zu Horizont Alles fällt nach unten Aber.... Aber.... Die Erde ist rund! Wo ist die Sonne festgemacht?! Lösung Lösung Erde als runde Scheibe Erde = Scheibe; Himmel als Kuppel Beispiel: Arbeitsgruppe Prof. Dr. Sabina Pauen, Universität Heidelberg
  30. 30. Wie Kinder ihr „Weltbild“ entdecken Erfahrung / Wissen Erfahrung / Wissen Erde wird das Kugel und nicht Menschen leben auf der als Scheibe beschrieben Außenseite der Kugel Aber.... Wo bleibt die Sonne, wenn sie Aber.... am Horizont verschwindet? Warum fällt niemand herunter? Lösung Lösung Kugel umschließt Scheibe Menschen leben nur oben Beispiel: Arbeitsgruppe Prof. Dr. Sabina Pauen, Universität Heidelberg
  31. 31. Wie Kinder ihr „Weltbild“ entdecken Paradigmenwechsel Das Kind versteht, dass es im Weltraum kein absolutes oben oder unten gibt und dass Schwerkraft nicht immer „nach unten“ zieht, sondern zum Erdzentrum. Kinder (und Erwachsene) organisieren ihr Wissen in Theorien und Modellen, die sie nur dann verändern… … wenn das notwendig wird (weil sonst Widersprüche entstehen oder falsche Vorhersagen gemacht werden) … wenn sie schon bereit sind, die neue Information aufzunehmen
  32. 32. AgendaZwischenfolie • Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ • Wie entwickelt sich naturwissenschaftliches Denken? • Pädagogischer Ansatz der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ • Zusammenfassung 32
  33. 33. Pädagogischer Ansatz der Stiftung Ressourcen- und dialogorientierter Ansatz 33
  34. 34. Wissen wird konstruiert und baut auf Vorwissen auf Kinder brauchen eigene Welterfahrung und Naturbegegnung! Nach einer Idee von Lionni (2005)
  35. 35. Methode: Forschungskreis
  36. 36. FilmbeispielDVD „Kleine Forscher pädagogisch begleiten –Naturwissenschaften und Technik im Kita-Alltag“ 36
  37. 37. AgendaZwischenfolie • Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ • Wie entwickelt sich naturwissenschaftliches Denken? • Pädagogischer Ansatz der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ • Zusammenfassung • Ein (gemeinsames) Experiment 37
  38. 38. Chancen für (naturwissenschaftliche) Bildung1. Kinder sind neugierig Kinder sind von Anfang an lernfähige, neugierige, denkende Wesen. Sie machen sich schon früh Gedanken über das, was sie sehen, sie sind am Verstehen der Welt interessiert und wollen sich einbringen.2. Kinder sind kompetent Es gibt ein frühes Wissen und Interesse für verschiedene Inhaltsbereiche. Schon Säuglinge interessieren sich für Naturphänomene. Diese frühen Kompetenzen bilden den Ausgangspunkt für das weitere Lernen.3. Erwachsene können gute Begleiter sein Erwachsene können Kinder gezielt unterstützen, auf ihr Vorwissen aufzubauen, ihr Interesse beizubehalten und so ein nachhaltiges Fähigkeitsselbstkonzept zu entwickeln („Ich bin kompetent!“). Diese Begleitung ist in den ersten zehn Lebensjahren von besonderer Bedeutung. Vorbilder sind wichtig!4. Jede Persönlichkeit braucht ihre passende Chance Jedem Kind sollte die Chance gegeben werden, seine Interessen und Begabungen zu entdecken! Individuelle Persönlichkeitsentwicklung und lebenslanges Lernen können sich ergänzen. Davon profitieren Individuum wie Gesellschaft.
  39. 39. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!Stiftung Haus der kleinen Forscher | Den Zucker wieder aus dem Kaffee holen. 39
  40. 40. Stiftung Haus der kleinen ForscherRungestraße 1810179 BerlinTel 030 27 59 59 - 0Fax 030 27 59 59 - 209info [at] haus-der-kleinen-forscher.de

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