Franco Arnold

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Franco Arnold

  1. 1. Die Wahrnehmung des Fremden im Oberwallis während des Ersten Weltkriegs Referat am 11. Forschungsforum Wallis 20. Januar 2012 / 13:40 Uhr Franco Arnold
  2. 2. Aufbau1. Demographische Entwicklung im Oberwallis2. Theoretische/Methodische Annäherung3. Aufteilung der Migrationsbevölkerung4. Die Wahrnehmung der Migrationsbevölkerung5. Fazit6. Literatur / Quellen
  3. 3. 1. Demographische Entwicklungim Oberwallis•Grosse Zuwanderung seit 1880er Jahren•Im Wallis v.a. zwischen Brig und Raron, Monthey undSt.-Maurice•Ausländeranteil im Bezirk Brig: 22.6%•Gemeinde Brig: 22% (594 Personen) / GemeindeNaters: 36.7% (926 Personen)•Vgl. nationaler Durchschnitt: 14.1%
  4. 4. 2. Theoretische/MethodischeAnnäherung•Überfremdungsdiskurs wird als urbanes Phänomenangesehen•Wahrnehmung als Untersuchungsgegenstad in denhistorischen Wissenschaften eher als Ausnahme•Wahrnehmung als Abbild der öffentlichen Meinung(katholisch-konservative und christlich-sozialeÖffentlichkeit)
  5. 5. 3. Aufteilung derMigrationsbevölkerung•Wirtschaftsmigranten (länger ansässige, grösstenteilsitalienische Arbeits- und Wohnbevölkerung)•Kriegsdienstverweigerer (Deserteure und Refraktäre)•Kriegs- und Zivilinternierte
  6. 6. 3. Aufteilung derMigrationsbevölkerungWirtschaftsmigrantenoBereits länger ansässige, hauptsächlich aus ItalienstammendoMehrjähriger Aufenthalt, der auch ein Leben lang seinkannoAnpassung der Lebens- und Wohnverhältnisse
  7. 7. 3. Aufteilung derMigrationsbevölkerungKriegsdienstverweigereroDeserteure und RefraktäreoErst ab Kriegseintritt Italien 1915 vorhandenoArbeiteten vielfach in heimischen Unternehmungen
  8. 8. 3. Aufteilung derMigrationsbevölkerungInternierteoBelgischer und französischer HerkunftoVielfach in Hotels untergebrachtoTeilweise Arbeit in Ateliers / auch in Privatwirtschaft
  9. 9. 4. Die Wahrnehmung derMigrationsbevölkerung•Grundsätzliches Wohlwollen gegenüber den Italienern•„groβe Familie des 2. Simplontunnels“ /„freundnachbarliche Beziehungen“•Stereotyp: zur Trunksuchtneigend, faul, untätig, ungebildet•Hauptproblem: finanzielle Last
  10. 10. 4. Die Wahrnehmung derMigrationsbevölkerung•Deserteure und Refraktäre als soziale Bedrohung•Sozialistische Aufwiegler•„Die Deserteure sind Verräter ihres Landes und dahervon jedem braven Soldaten zu verachten.“
  11. 11. 4. Die Wahrnehmung derMigrationsbevölkerung•Internierte grundsätzlich freundlich empfangen
  12. 12. Bildnachweis: „Französische Internierte 1914/1918“ aus einem privatenFotoalbum von Frau Murielle Heer-Kämpfen, Bern
  13. 13. 4. Die Wahrnehmung derMigrationsbevölkerung•Internierte grundsätzlich freundlich empfangen•Dennoch bald Neid und Eifersucht•Finanzielle Last und Bedrohung für die „jungenTöchter“
  14. 14. 5. Fazit•Einbezug der Internierten in eine gesamte Betrachtungals migrationsgeschichtliches Novum•Verschiedene Stereotypisierung aber gemeinsameArgumentationslinien und –stränge•Alles Fremde meist kritisch betrachtet und zu einembeträchtlichen Teil negativ wahrgenommen
  15. 15. 6. LiteraturauswahlARLETTAZ Gérald/ARLETTAZ Silvia, Les étrangers et la nationalisation du Valais. 1895-1945. In:Groupe Valaisan de sciences humaines (Hrsg.), Le Valais et les étrangers XIXe – XXe, Sion 1992.GREUTER Adolph, Die Braut des Internierten, in: Briger Anzeiger, 4.8.1917 bis 1.9.1917, jeweils S.1-2.GYSIN Roland, „Sanitätsfestung Schweiz“ - Ueber das Erheben der Stimme der Menschlichkeit.Internierte fremde Militärpersonen in der Schweiz, 1916-1919, Unveröffentlichte Lizentiatsarbeit ander Universität Zürich 1993.HUG Damiana, „Heisblütige Tschinggen“ und „kreubrave Schwoba“. Die Wahrnehmung vonItalienern und Deutschen in St. Gallen an der Wende zum 20. Jahrhundert, unveröffentlichteLizentiatsarbeit Universität Zürich 2001.KURY Patrick, Über Fremde reden. Überfremdungsdiskurs und Ausgrenzung in der Schweiz 1900-1945, Zürich 2002.LUCASSEN Leo/FELDMAN David/OLTMER Jochen (Hrsg.), Paths of Integration. Migrants inWestern Europe (1880-2004), Amsterdam 2006.McLAREN Lauren M., Anti-Immigrant Prejudice in Europe. Contact, Threat Perception, andPreferences for the Exclusion of Migrants, in: Social Forces, Vol. 81, No. 3 (March 2003), S. 909-936.

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