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Projektstruktur Flexicare50+
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SRH Fachhochschule
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Ziele
Erreicht werden soll die Befähigung der
Pflegenden, sich die Wissensbestände der
Pflegewissenschaft systematisch zu
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Ziele
Die digitalen Formen des Lernens stellen das
neue Wissen in den Kontext konkreter
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Lernformate : Drei Lernszenarien
Micro Learning
Didaktisch aufbereitete Themen, verstanden als autonome Bausteine
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Bestimmung der Ausgangslage - Methoden
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Festlegung der Stichproben
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Pflegende

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Was ist die Problembeschreibung/
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Externe Evidenz: Ergebnisse der Pflegeforschung

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Externe Evidenz: Ergebnisse der Pflegeforschung
Literaturrecherche und Bewertung
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► Erreicht wurde, dass mit der Vermittlung von Grundzügen

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Bewertung Blended Learning
► Neben der Motivation das eigene Thema zu bearbeiten

besteht ein hohes Interesse an den Theme...
Vielen Dank !
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► Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für...
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Initiierung und Implementierung mediengestützter Lernprozesse zum evidenzbasiertem Handeln in der Pflegepraxis

  1. 1. Initiierung und Implementierung mediengestützter Lernprozesse zum evidenzbasiertem Handeln in der Pflegepraxis Workshop Prof. Dr. M. Sieger, A. Rustemeier-Holtwick SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera
  2. 2. Zum Projekt Gegenstand des dreijährigen (2011-2014) Forschungsprojektes ist die Entwicklung, Initiierung und Implementierung mediengestützter Lernprozesse für die Zielgruppe 50+ in der Pflege. ► Die inhaltliche Steuerung des Gesamtprojektes: o SRH Fachhochschule für Gesundheit, ► Die mediendidaktische Umsetzung: o TÜV Rheinland Akademie, ► Die Gesamtevaluation: o MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung. ► Teilnehmende: 103 berufserfahrene Pflegende aus drei kooperierenden Krankenhäusern Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol
  3. 3. Projektstruktur Flexicare50+ Verbundpartner SRH Fachhochschule für Gesundheit TÜV Rheinland Akademie Projektleiter Axel Wolpert Projektleiterin Prof. Dr. M. Sieger Projektleiter Dr. L. Goertz Projektsteuerung Prof. Dr. M. Sieger Wiss. Beirat Experten der Pflege, Wissenschaft, Bildung, Medien MMB-Institut für Medienund Kompetenzforschung Wissenschaftliche MitarbeiterInnen wiss. Hilfskräfte Projektmanager U. Petersen Kath. Kliniken Bochum Klinikum Niederberg Velbert Projektleitung D. Becker Projektleitung S. Harmke Klinikum Arnsberg Projektleitung F. Bornemann Kooperationspartner Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 3
  4. 4. Ziele Erreicht werden soll die Befähigung der Pflegenden, sich die Wissensbestände der Pflegewissenschaft systematisch zu erschließen und im Sinne des lebenslangen Lernens ins eigene Handlungsrepertoire integrieren. Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 4
  5. 5. Ziele Die digitalen Formen des Lernens stellen das neue Wissen in den Kontext konkreter Arbeitssituationen, um eine Wechselwirkung zwischen fachlicher Wissenserweiterung und Verwendung moderner Kommunikations- und Arbeitsmittel zu erreichen. Durch den Einsatz von Tablet-PCs werden dem individuellen Lerntempo angepasste, zeitund ortsunabhängige Lernwege eröffnet. Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 5
  6. 6. Lernformate : Drei Lernszenarien Micro Learning Didaktisch aufbereitete Themen, verstanden als autonome Bausteine eines Qualifizierungsprozesses Blended Learning Evidenz basiertes Handeln in der Pflege (EBN) Community of Practice ► Austausch und Fragen an die Kolleginnen und Kollegen ► Aufbau von themenspezifischen Foren Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 6
  7. 7. Bestimmung der Ausgangslage - Methoden Bedarfserhebung aus der Perspektive der Leitungskräfte und aus der Perspektive der Teilnehmenden (qualitatives Design) Der Leitfaden umfasste die Themenbereiche: ► Umgang mit beruflichen Anforderungen ► Zielgruppe ► Lernen: Individuelle und strukturelle Bedingungen ► Lernszenarien ► Medienkompetenz ► Themen Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 7
  8. 8. Bestimmung der Ausgangslage - Methoden Empirische Erhebung - Episodisches Interview ► Kombination aus Beantwortung sowohl zielgerichteter Fragen als auch die freie Erzählung (Mayring 2002, Flick 1995). Die aus den Interviews extrahierten Themen werden in einen pflegewissenschaftlichen Kontext gestellt, pflegedidaktisch (Darmann-Finck 2010, Sieger 2001) bearbeitet und anschließend mediendidaktisch umgesetzt. Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol
  9. 9. Festlegung der Stichproben Leitungen Pflegende ► Leitungen der Einrichtungen aller Erprobungspartner ► ► Je nach spezifischer Leitungsstruktur: Pflegedirektion, Geschäftsführung, Leitung Personalentwicklung, Leitungen von Bildungseinrichtungen Pflegende der Einrichtungen aller Erprobungspartner: 5 bzw. 8 Interviews pro Einrichtung ► Das Verhältnis der zu Befragenden wird entsprechend der prozentualen Vorgabe 80 % Frauen und 20 % Männer festgelegt ► N = 18 ► N = 12 Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol
  10. 10. Ergebnisse – Inhaltliche Gliederung Zwei Perspektiven (Leitungen und Pflegende) auf die Zielgruppe 50+ Perspektive Leitungen: ► Berufliche Motivation und Entwicklungen ► Die Strukturbedingungen ► Die Rolle der Leitungen ► Berufliche Anforderungen ► Veränderte Bedarfe und strukturelle Anforderungen ► Relevante Themen Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol
  11. 11. Thematische Zuordnung der Ergebnisse: PFLEGEKRÄFTE Z =Gegenüberstellung der Perspektiven LEITUNG UND PFLEGEKRÄFTE in dieser Kategorie 1. DIE ORDNUNG DER ARBEIT 2.DIE ARBEIT/ ARBEITSPROZESSE 4. ZUM BERUF DER BERUF MACHT MIR SPASS ES IST NICHT MEHR MEIN BERUF STAGNATION Z.1: ZIELGRUPPE 50+: 3. ZUM LERNEN/ LERNPROZESS Perspektiven: Leitungen Gesundheits- und Krankenpfleger/innen 50+ Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 11
  12. 12. Z.1: ZIELGRUPPE 50+: Perspektiven Leitungen und Gesundheits- und Krankenpfleger/innen 50+ Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 12
  13. 13. Zwei Perspektiven auf die Zielgruppe 50+ Pflegende 50+ Leitungen Berufserfahrung ist ein großes Berufserfahrung ist ein Schatz Pfund  Erleben von Kompetenz und Anerkennung der Qualifikation von Kollegen und Patienten.  Sie sind souverän.  Geschultes Auge für den Patienten. Standhaftigkeit und Verlässlichkeit. Hohe Identifikation mit der Pflege und mit dem Haus.  Verlass auf Arbeitsroutinen, aber die Gefahr ist, dass Erfahrungen nicht mit dem neuem wiss. Stand von Fachlichkeit abgeglichen wird.  Weniger Erkrankungen, sind sie krank erfahren sie Akzeptanz der Kollegen. Der alte Mitarbeiter ist seltener krank, wenn er jedoch erkrankt fällt er sehr lange aus. Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol
  14. 14. Zwei Perspektiven auf die Zielgruppe 50+ Pflegende Leitungen Zusammengehörigkeitsgefühl Zielgruppe wird heterogen erlebt:  Berufszufriedenheit – körperlich und psychisch am Rand.  Die Starken – die Schwachen,  die Ambitionierten und diejenigen, die fertig sind.  Lernwillige die sich weiterentwickeln wollen.  Klage über Strukturbedingungen.  dadurch Stabilität im Team. Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol
  15. 15. Zwei Perspektiven auf die Zielgruppe 50+ Die Perspektive der Leitungen Sicherheit im interprofessionellen Umgang  Sie haben keine Angst im Umgang mit Ärzten sondern treten ihnen als erwachsene Persönlichkeiten gegenüber. Gleichermaßen  Diese Tradition des Silodenkens zwischen Pflege, Ärzteschaft, Verwaltung spielt bei dieser Gruppe eine große Rolle. Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol
  16. 16. Die Perspektive der Leitungen Die Rolle der Leitungen  Die Pflege wird immer selbstbewusster. Die Pflegenden wissen, was sie können und die Leitung sieht ihre Aufgabe darin die Pflege zu stärken und durch gezielte Personalentwicklung und Weiterbildungen zu fördern; der Pflege mit neuen Konzepten eine andere Standfestigkeit zu geben.  Die Schwierigkeit ist die Pflege in ihrer Verantwortung zu stärken, sich nicht in der Konkurrenz zu erleben sondern dass sie in der primären Pflege selbständig agieren und Expertise dazu holen. 16
  17. 17. Die Perspektive der Leitungen Strukturbedingungen  Im Programm der Personalentwicklung bietet die Pflegedienstleitung Entwicklungsgespräche an: Karriereplanung nach dem Motto, wo will der Mitarbeiter in fünf Jahren mit seiner Karriere sein?  Die Personalentwicklung muss der Organisationsentwicklung folgen radikale Rollenveränderung der Stationsleitung durch Einführung einer Abteilungsleitung. Stationsleitungen müssen lernen zu gucken, was das Haus braucht und wo es einen Entwicklungsbedarf für den Einzelnen gibt  Viele Vorgesetzte haben ein Interesse an einer weiteren Qualifizierung der Mitarbeiter und positiv befürwortende Strukturen, in denen das Mögliche aber nicht immer umsetzbar ist. Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol
  18. 18. Zur Bewertung  Für beide Gruppen steht die Wertschätzung der Berufserfahrung der Pflegenden 50+ im Vordergrund. Sowohl Pflegenden als auch die Leitungen betonen die Stärken, die Leitungen äußern aber auch Kritik.  Ältere Pflegende sind ein stabilisierender Faktor im System, damit können sie ein „Silodenken“ weiter aufrechterhalten Aber  Sie haben auch das Potential, sich in einem hierarchischen System durchzusetzen und könnten damit eine Speerspitze sein in der Gestaltung des eigenen Arbeitsplatzes, aber auch in der Organisationsentwicklung. Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol
  19. 19. Zur Bewertung    Dadurch das die Älteren sich stärker auf den Patienten konzentrieren, „erahnen“ sie schneller Veränderungen und können gezielter reagieren, sind somit sicherer im Handeln. Sie “Fühlen“ aber auch, dass diese Kompetenz im System nicht zentral scheint. Wenn das so ist - der Focus auf den Patienten ist zwar das Maß, aber nicht alles – dann verändert sich auch die Akzeptanz dieser Kompetenz durch das System. Argumentiert aus der Rolle der Leitungen werden drei Entwicklungsansätze präferiert: Personalentwicklung, Weiterbildung und Konzeptentwicklung. Diese Ansätze werden aber nicht spezifiziert. Darum bleibt offen, o wie eine Karriereplanung der Zielgruppe 50+ erfolgen könnte. o wie die beschriebenen Potentiale für eine Organisationsentwicklung genutzt werden können und o wie die Entwicklungsbedarfe der Zielgruppe aufgegriffen werden sollen. Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol
  20. 20. 3. ZUM LERNEN/ Zum Lernen LERNPROZESS Bewältigung von Anforderungen ► ► ► Das ist schön, dass man jetzt gewisse Fragen der Patienten beantworten kann. Denn es sind immer kleine Schritte die man schnell verinnerlicht, die geben Sicherheit. „..mit fünfzig kann man noch..sich was trauen…und sollte nicht so in die alten Verhaltensmuster verfallen..“. Versetzungswunsch , da die Routine zur Belastung wurde Lernanlässe Pflegende 50+ ► Rapide Entwicklungen in der med. Fachabteilung ► Weiterbildungen ► … wenn die Pflegende im Austausch mit Kollegen eine Lücke bemerkt ► … aus Langeweile informiert sie sich über Neues in Diagnostik und Therapie. Lernt sie intensiv dann über Krankheiten, die sie nicht auf ihrer Station hat. Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 20
  21. 21. Zum Lernen Selbstrepräsentanz ► Eine Kollegin ist mit dreiundsechzig noch ganz sie selbst. Sie hat permanent gelernt ► Die Pflegende bringt sich gerne und engagiert ein. Sie arbeitet gern. Wenn sie bei der Arbeit ist bleiben die Probleme außen vor und am Patienten fallen ihr keine Sachen schwer. Schwerer ist es wenn sie nicht immer die Situation verbessern kann. 3. ZUM LERNEN/ LERNPROZESS Pflegende 50+ Lernschwierigkeiten ► Es fällt der Pflegenden nicht leicht das Gelernte dauerhaft im Langzeitgedächtnis zu halten. Sie braucht mehr Zeit als früher, so macht sie sich heute Gedanken über die Zukunft. ► Es ist eine Heraus- forderung, sich mit neuen Themen, vor allem, wenn sie sehr umfangreich sind, zu beschäftigen. Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 21
  22. 22. Zum Lernen Lernschwierigkeiten 3. ZUM LERNEN/ LERNPROZESS Pflegende 50+ ► Eine Rolle spielt auch die zeitlich Komponente, um wirklich tief in die Thematik einzusteigen braucht sie Ruhe und darf nicht gestört werden. Sie versteht manche Sachen nicht sofort, sie muss entspannt sein. Prägnante Sachen schreibt sie sich auf, liest immer wieder, lernt auswendig, dann bleibt es eher haften. ► Unter Stress bleibt nichts hängen. Wenn man unter Druck steht hat man nicht die Kraft, die Muße irgendwas zu verinnerlichen – den eigenen Rhythmus finden. Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 22
  23. 23. Zur Bewertung ► Pflegende greifen auf alle Möglichkeiten zu, um zu lernen und erleben dann auch den Erfolg, wenn dieses neue Wissen im Alltag greift. ► Berufserfahrene Pflegenden weisen ausreichend Selbstreflexivität aus ► ► ► um zu erkennen, dass Routine die Gefahr in sich birgt in alten Verhaltensmustern zu verharren und sogar zur Belastung werden kann kritisch stellen sie auch Einschränkungen im Lernen fest. Bei den Themen und Lernanlässen sind es vordringlich die Entwicklungen in der Medizin und die daraus abgeleiteten Anforderungen im Arbeitsalltag die Anlässe zum Lernen sind oder Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 23
  24. 24. Ergebnisse Themen für die MicroLearning Einheiten ► Das neue Berufsprofil: Bin ich noch Assistenz des Arztes – ja/nein –Berufegesetze ► Wege zum neuen Wissen – eigene Anfragen an die Wissenschaft am Beispiel Umgang mit MRSA ► Beratung. Schwester ich hab da mal eine Frage? ► Die Fallbesprechung – drei Perspektiven auf Ziele und Methoden Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol
  25. 25. Erfahrungen und Ergebnisse im Rahmen des Lernszenariums Blended Learning : Die Vorwegnahme von postoperativen Problemstellungen bei laryngektomierten Patienten Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT
  26. 26. Ergebnisse, den Schritten im Modell zugeordnet Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 26
  27. 27. Ergebnisse, den Schritten im Modell zugeordnet Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 27
  28. 28. Beschreibung des vorrangigen Pflegeproblems Was ist die Problembeschreibung/ Leidensäußerung des Patienten? Was ist der fachliche Befund der Pflegenden? • „Das Leben bricht mir unter den Füßen weg …“ • Lebensbedrohung durch die Diagnose, Bedrohung durch das Tracheostoma • „Werde ich überleben?“ • • „Als ich die Mitpatienten gesehen habe, hat Alles ein Gesicht bekommen…“ Schmerzen: Wundschmerz bei Komplikationen, anfangs andauernd bei Kanülen Wechsel • Angst zu Ersticken: Je nach Schleimabsonderung situativ oder dauerhaft • Kommunikationsprobleme: Zunächst keine verbale Kommunikation möglich, Neu Erlernen müssen der Sprache • Reaktionen sind wie Rückzug, Nicht Annehmen Können, Traurigkeit, aber auch Ungeduld und Aktivität • Verstärker sind negative Reaktionen aus dem Umfeld • Niemand kann helfen …“ • Im Rückblick: „Du hast Keine Chance, nutze die Situation trotzdem…“ Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 28
  29. 29. Beschreibung des vorrangigen Pflegeproblems Was ist die Problembeschreibung/ Leidensäußerung des Patienten? • „Das Leben bricht mir unter den Füßen weg …“ • „Werde ich überleben?“ • „Kann ich überhaupt weiter arbeiten“ • „Wie kann ich meinen Alltag bewerkstelligen?“ • • „Wie werden die Anderen auf mich reagieren?“ „Kann ich überhaupt noch meinen Hobbies noch nachgehen?“ Was ist der fachliche Befund der Pflegenden? • Angst steht im Vordergrund: o Existenzangst o Zukunftsangst: Ausüben des Berufes, Finanzielle Unsicherheiten o Angst vor Ablehnung o Identitätsverlust durch die optische Veränderung o Abhängigkeiten von Anderen o Soziale Probleme durch Ablehnung im Umfeld und Familie Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 29
  30. 30. Beschreibung der Erfahrungen im Umgang mit der Lösung des Problems • • Patient wird bereits 2 Tage vor der OP einbestellt: Es erfolgen intensive Gespräche: • Erläutern des Absauggerätes und der Trachealkanüle und erproben des Kanülenwechsels und säubern derselben, • Verein für Kehlkopflose wird bereits jetzt vorgestellt, • Intensivstation wird vorgestellt, • Ziele des Patienten erfragt • Wie bearbeiten die Pflegenden das Problem derzeit? Pflegende sind bei der Besprechung der Diagnose anwesend und das soziale Umfeld eruiert. Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 30
  31. 31. Beschreibung der Erfahrungen im Umgang mit der Lösung des Problems • Wir machen gute Erfahrungen. • Je besser die Vorbereitung auf die OP, umso komplikationsloser ist die postoperative Phase Welche Erfahrungen können die Pflegenden bezogen auf eine • Vorgespräche sind sehr gut! Vorherige Lösung des Problems Kontakte führen zu Vertrauen. einbringen? • Sprechen zu Lernen innerhalb des KHAufenthaltes gelingt i.d.R. • Rückmeldung der Patienten ist positiv, sind zufrieden. • Manchmal gibt es Berührungsängste von Kollegen. • Die Kontaktaufnahme zu den Kehlkopflosen wird als Angebot wahrgenommen. Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 31
  32. 32. Ergebnisse, den Schritten im Modell zugeordnet Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 32
  33. 33. Beschreibung der Erfahrungen im Umgang mit der Lösung des Problems • Welche Erfahrungen können die Pflegenden bezogen auf eine Lösung des Problems einbringen? Pflegende nehmen an den Tumorkonferenzen teil. • Die Sicherstellung der Bezugspflege ist schwierig. Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 33
  34. 34. Ergebnisse, den Schritten im Modell zugeordnet Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 34
  35. 35. Externe Evidenz: Ergebnisse der Pflegeforschung Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 35
  36. 36. Externe Evidenz: Ergebnisse der Pflegeforschung Literaturrecherche und Bewertung Erlernt wurde in einem aufbauendem Verfahren, • relevante pflegewissenschaftliche Datenbanken zu kennen, • die spezifische Systematik der jeweiligen Datenbank zu erschließen und • die Qualitäten der jeweiligen Datenbank einordnen zu können. Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol
  37. 37. Externe Evidenz: Ergebnisse der Pflegeforschung Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol
  38. 38. Externe Evidenz: Ergebnisse der Pflegeforschung • • Die Hürde, englischsprachige Literatur zu bearbeiten, konnte bewältigt werden, weil sich die Teilnehmer/innen gegenseitig unterstützt haben und Übersetzungsprogramme genutzt wurden ... Hierzu wurden Übersetzungsprogramme eingesetzt, wie z.B. Leo und Google Translate: Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol
  39. 39. Externe Evidenz: Ergebnisse der Pflegeforschung • • In der Phase der Bewertung der Literatur haben sich die Teilnehmer/innen hierfür eine wissenschaftlich standardisierte Methode erschlossen. In einem ersten Arbeitsschritt wurden allgemein gültige Qualitätskriterien überprüft… Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol
  40. 40. Externe Evidenz: Ergebnisse der Pflegeforschung • • Um die Relevanz der Literatur für die eigene Fragestellung zu prüfen, wurden in einem zweiten Arbeitsschritt alle Abstracts systematisch bearbeitet: o Aufbau der Abstracts o Prüfen anhand von Leitfragen o Welcher Ihrer „Treffer“ passt an welcher Stelle /in welchem thematischen Kontext zu Ihren Fragestellungen? Erst in einem dritten Arbeitsschritt wurden ausgewählte Texte in einem systematischen Verfahren bearbeitet. Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol
  41. 41. Ergebnisse, den Schritten im Modell zugeordnet Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol 41
  42. 42. Bewertung Blended Learning ► Erreicht wurde, dass mit der Vermittlung von Grundzügen zum evidenzbasierten Handeln in der Pflege ein systematischer Lernprozess eingeübt ist. ► Ein wichtiger Erfolg: Alle Teilnehmenden haben das vorgestellte systematische Verfahren der Literaturrecherche erlernt und es ist in jedem Fall gelungen, zu den ausgewählten Fragestellungen pflegewissenschaftliche Literatur aufzufinden. ► Gelernt wurde auch, sich in dem Denkgebäude der Pflegewissenschaft vorsichtig zu bewegen. Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol
  43. 43. Bewertung Blended Learning ► Neben der Motivation das eigene Thema zu bearbeiten besteht ein hohes Interesse an den Themen der Kolleg/innen und eine hohe Sensibilität im Umgang untereinander. ► Das Interesse an dem eigenen Lernprozess ist gestiegen und das Lernen an sich wird zum Thema gemacht. ► Die Projektteilnehmer/innen waren motiviert, hatten aber auch das nötige Durchhaltevermögen als Voraussetzung, um diese komplexen Lernschritte zu gehen. Forschungswelten 12.10.2013 – UMIT in Hall/Tirol
  44. 44. Vielen Dank ! ► Weitere Informationen unter: www.flexicare50plus.de ► Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Europäischen Sozialfonds.

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