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Claudia Langer, Jahrgang 1965, ist Gründerin vonUtopia. Die Internet-Plattform will das Konsum-verhalten der Menschen ände...
Adieu Marketing                                   oder E.ON ausdachte. Zeitweise betreute die                             ...
Von der Angst nach dem Frontalaufprall              fühlte mich schwach und ausgelaugt und es hat                         ...
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Neue Manager braucht die Welt  - Claudia Langer
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Neue Manager braucht die Welt - Claudia Langer

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Manager, die auf Nachhaltigkeit setzen statt auf schnelle Renditen sind die Zukunft! Wir präsentieren Euch bis Weihnachten jede Woche einen gewissenhaften Manager aus Deutschland - einen Moral-Macher. Heute: Claudia Langer, die Multiaktivistin der Internetplattform Utopia.

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  • Vielen Dank für diese wichtigen Hinweise. Eine kritische Beobachtung und Auseinandersetzung ist nie verkehrt ;)
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  • Hier fehlt ein Vermerk, dass 92% der Anteile der Utopia AG von Frau Langer höchst selbst gehalten werden.
    Neben der Deutschen Telekom partnerte man auch schon mit BP (Ölkatastrophenerfahren), dem Chemiekonzern Henkel und dem Formel 1-Promoter Krombacher.
    Aus dem Marketing ist man derweil nicht wirklich ausgestiegen, finanziert sich die PR-Plattform Utopia doch über Werbeschaltungen, PR-Seiten für Unternehmen und ein Affiliate-Shopsystem in dem Produkte von Partnern beworben werden.
    Dass Frau Langer zur »Kultfigur« liegt wohl auch daran, dass sie die Zügel für Utopia fest in der Hand hält und fast ausschließlich selbst medial in Erscheinung tritt, wenn es um die Werbeplattform Utopia geht.
    Die Mitgliederzahlen von Parteien zu überflügeln fällt weniger schwer, wenn den Mitgliedern kein Beitrag abverlangt wird, wie viele der Mitglieder mittlerweile Karteileichen sind, lässt sich an deren letztem Login ablesen.
    Der Mär von der plötzlichen Idee zu Utopia, und der an anderer Stelle geäußerten Unbill diesen Namen zu wählen, stehen im Kontrast zur Anmeldung des Markennamens beim Deutschen Patent und Markenamt, die 1998 erfolgte.

    Mehr Informationen gibt es im Utopia Watchblog: www,twitter.com/utopiawatchblog
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Neue Manager braucht die Welt - Claudia Langer

  1. 1. :::NEUE MANAGER BRAUCHT DIE WELT::: :::Claudia Langer::: Ihre Internetplattform Utopia gilt als eine der einflussreichsten Verbraucher und Nachhaltigkeitsorganisationen Deutschlands mit einer Community von 65.000 Mitgliedern
  2. 2. Claudia Langer, Jahrgang 1965, ist Gründerin vonUtopia. Die Internet-Plattform will das Konsum-verhalten der Menschen ändern.»Utopisten« nennen sich die mehr als 65 000 Mit-glieder ihrer Community, die Wirtschaft undUnternehmen mit ökologisch korrektem Konsumund Nicht-Konsum in eine nachhaltigere und bes-sere Welt treiben wollen. Unter den Mitgliedernsind namhafte Unterstützer wie der SchauspielerAxel Milberg und die TV-Moderatorin SandraMaischberger.Neben der Aktiengesellschaft Utopia AG gibt esauch eine eigenständige Stiftung samt Kuratorium,das unter anderem aus Beratern, Wissenschaft-lern und Unternehmern besteht. Seit 2009 gibt esbei Utopia das »Changemaker Manifest«, in demsich Unternehmen öffentlich zu einer nachhaltigenFirmenpolitik verpflichten. Als erster Dax-Konzernhat im April 2010 die Deutsche Telekom das Doku-ment unterzeichnet.Langer, Mutter von drei Kindern, war früher Mit-inhaberin der Werbeagentur »Start«.
  3. 3. Adieu Marketing oder E.ON ausdachte. Zeitweise betreute die Firma Jahresbudgets von mehr als 60 MillionenDamit eines klar ist: Claudia Langer ist keine Euro. Ende 2004 verkaufte Langer sämtlicheMoral-Macherin. Darauf legt sie Wert, großen Gesellschafteranteile an dieser Agentur für einWert sogar. »Ich bin engagiert und besorgt und ordentliches Geld und stieg gemeinsam mitfühle mich aufgerufen, etwas zu tun, aber ich ihrem Mann aus – aus der wilden undwürde mich nie als moralisches Vorbild be- wundersamen Werbewelt. Um ein Haus zuzeichnen«, sagt sie. »Weil ich um die Brüche bauen und endlich, endlich mehr Zeit für dieweiß in meinem Leben, die mir auch zu schaffen Familie zu haben.machen.« Langer »will einfach nicht in den Him- Seit dem 8. November 2007 baut sie aber auchmel gehoben werden. Ich bin ein total irdischer an Utopia, einer Internet-Plattform, die mit-Mensch und ich bin jeden Tag in Situationen, in tlerweile eine der einflussreichsten Verbraucherdenen ich nicht den moralischen Standard lebe, und Nachhaltigkeitsorganisationen Deutschlandsden ich leben müsste. Der Personenkult, der um ist. Offiziell heißt Utopia »Community für strat-mich entstanden ist, der macht mir Angst.« egischen Konsum und nachhaltigen Lebensstil«.Das also ist sie, die Vielunternehmerin aus Ihre Mit-glieder, es sind mehr als 65 000, nennenMünchen. Die schon als 16-Jährige ein sich »Utopisten«. Bald sind die Utopisten schonzweiwöchiges Kleinkunstfestival in München mehr als die Liberalen der FDP mit ihren 72 000.organisiert hat und während ihres Abiturs eine Utopia sei »durch ein klares, inneres BildEventagentur und eine Modemesse namens entstanden, das ich hatte. Dass ich nach derAvantgarde gründete. Und eine der auffälligsten Werbung etwas tun würde, was derWerbeagenturen Deutschlands führte, die Allgemeinheit etwas bringt.«»Start« hieß, und sich mit Dutzenden vonMitarbeitern Kampagnen für MTV, Burger King
  4. 4. Von der Angst nach dem Frontalaufprall fühlte mich schwach und ausgelaugt und es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich unsereDavor, da war sie einfach nur ausgebrannt. »Aus Auszeit genießen konnte.«›Start‹ rauszugehen war keine Taktik, sondern Und dann kam das Jahr 2006. Der Frühling vorschiere Notwendigkeit. Mein Mann und ich dem märchenhaften Sommer der Fußballwelt-hatten zu diesem Zeitpunkt zwei Kinder, aber meisterschaft in Deutschland. Eher zufälligkeine ordentliche Work-Life-Balance. Wir haben schauten sich die Aussteiger kurz hintereinanderunsere Kinder aber bewusst bekommen und drei düstere Filme an, in denen es um denwollten die Familie an den ersten Platz stellen. Klimawandel ging und darum, was und wie wirDas ging nur mit einem entschlossenen Schritt in essen. Einer der Filme war Al Gores »EineRichtung Privatleben.« Also begannen sie es zu unbequeme Wahrheit«. Fehlte nur noch Langerssuchen, das Leben. Raus aus den schnieken Cousin, der Bio-Bauer ist und GeschäftsführerAgenturbüros. Keine Show mehr, keine Präsen- der Bayerischen Fleischkontrolle: »Der kamtationen, keine Akquise und keine spaßigen irgendwann zu uns zum Abendessen, konnteHubschrauberflüge über das Monument Valley – aber nicht essen, weil er gerade aus einerfür diese und jene Werbespots. Wie ein Frontal- Gammelfleisch-Halle mit sieben Tonnen Gam-aufprall sei es gewesen, so Langer: »Vom Voll- melfleisch kam. Wir haben den ganzen AbendSpeed in die Ruhe. Das ist eine wahnsinnig über diesen Wahnsinn geredet. All diese Ein-schwere Umstellung und eine ganze Weile kon- drücke kamen innerhalb von vier Wochen.«nte ich mich darüber gar nicht freuen. Eine Firmagibt einem ja eine Menge Energie und hat eineeigene ›Betriebsspannung‹. Als die wegfiel, binich erst mal in mich zusammengesackt. Ich
  5. 5. Möchten Sie mehr über Götz W. Werneroder andere gewissenhafte Manager inDeutschland erfahren? Dann Lesen Sie:Jobst-Ulrich Brand I Christoph ElfleinCarin Pawlak I Stefan RuzasDie Moral-MacherErfolgreiche Manager mit Gewissen undwas man von ihnen lernen kann22,00 € (D) | 22,70 € (A) | sFr 33,90 (CH)ISBN: 978-3-86881-268-8Redline Verlag, München 2010

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