Daniel Gräbener
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Ein bedingungsloses Grundeinkommen

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Die aktuelle Lage (Demografie, MIgration, Arbeit 4.0 ...) lässt den Ruf nach einer Reform des Gesellschaftssystems immer lauter werden. Ein solches Altenativsystem könnte das des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) sein. Doch wie genau funktioniert es? Was sind Vor- und Nachteile? Ist es bezahlbar? Wer sind Profiteure? Wie wirkt es sich auf die Mobilität einer Gesellschaft aus? Wie nötig ist es? Diese Präsentation führt in die Thematik ein und versucht, diese Fragen zu beantworten.

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  • Quelle: https://www.grundeinkommen.de/die-idee
  • Quelle Buch S. 62 Achtung: BGE ist nicht mit dem gesetzlichen Mindestlohn zu vergleichen!

    Hauptargumente für gesetzliche Mindestlöhne sind:
    Soziale Sicherheit
    Soziale bzw. Verteilungsgerechtigkeit
    als rein ökonomisches Nebenargument eine sinnvollere Verteilung der Kaufkraft
    Was aber bedeutet dann BGE konkret?
    Statt Sozialhilfe, Wohngeld oder Bildungsgutscheinen bekommt jeder Bürger monatlich beispielsweise 1500€ geschenkt
    Das Geld steht zur freien Verfügung, ohne Bedingungen, ohne Nachfrage
    Wer gern mehr hätte, geht arbeiten, wer nicht, lässt es sein!
  • Quelle: http://www.grundeinkommen.ch/erich-fromm-2/
  • http://motherboard.vice.com/de/read/die-stadt-des-kostenlosen-geldes-444?utm_source=vicefb

    Zentrum des größten BGE-Experiments (70er Jahre)
    Projekt dauerte vier Jahre
    1979, als das Experiment auslaufen musste, wurden die Unterlagen in einem Lagerhaus verstaut und erst viele Jahre später von einer Forschergruppe unter der Leitung der Soziologin Evelyn Forget analysiert
    die ärmsten Bewohner von Dauphin bekamen jeden Monat einen festen Betrag, der ihr bescheidenes Einkommen aufstockte und sie gleichzeitig dafür belohnte, wenn sie mehr arbeiteten
    die gesellschaftlichen Folgen der Armut schienen in jenen Jahren in Dauphin einfach wegzuschmelzen
    die Menschen gingen weniger zum Arzt/Krankenhaus und es gab weniger psychische Krankheiten
    Das würde bedeuten, dass sich mit einem Grundeinkommen auch die allgemeinen Kosten des Gesundheitssystems senken ließen
    Der Hauptverdiener einer Familie war nicht weniger motiviert einer Arbeit nachzugehen als ohne BGE
    mehr Teenager schlossen die Highschool ab
    kein Arbeitsmarktzusammenbruch, sondern wirtschaftliche Stabilität
    „Es gab immer einen Anreiz, mehr zu arbeiten, statt weniger“
    Jeder zusätzlich verdiente Dollar ließ das Grundeinkommen lediglich um 50 Cent sinken, während in traditionellen Sozialhilfeprogrammen häufig keinerlei zusätzliche Belohnung winkt, wenn die Empfänger sich aus anderen Quellen etwas dazu verdienen.
    Vor allem gab das Grundeinkommen den Bürgern jedoch ein Gefühl von Sicherheit und eliminierte damit die Art von Sorgen, die arme Menschen plagen und sich zuletzt auf ihre Gesundheit auswirken
  • http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fzeitimblick.info%2Fwp-content%2Fuploads%2F2014%2F04%2Fdas-geld-auf-der-Stra%2525C3%25259Fe.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fzeitimblick.info%2Fbedingungsloses-grundeinkommen%2F&h=362&w=643&tbnid=MEjfztkuXTZqnM%3A&zoom=1&docid=hITybKlKFZzLPM&ei=C86HVbH_FeGtygO52ITIAQ&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=1587&page=1&start=0&ndsp=19&ved=0CCEQrQMwAA
  • http://www.laika-verlag.de/mbp/stephan-lessenich-zu-paul-lafargue-das-recht-auf-faulheit http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.langelieder.de%2Flit-pics%2Fwerner07.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.langelieder.de%2Flit-werner07.html&h=324&w=213&tbnid=Z22eCyoSGDTKQM%3A&zoom=1&docid=IFELQquviAIJvM&ei=HAOHVY6_CszaU5G4gcgN&tbm=isch&iact=rc&uact=3&page=1&start=0&ndsp=26&ved=0CEIQrQMwCw

    »Einkommen ist ein Bürgerrecht, Vollbeschäftigung eine Illusion. Also müssen wir Arbeit und Einkommen trennen«, sagt Götz Werner, Gründer der Drogeriemarktkette »dm«, und fordert damit nichts weniger als eine radikale Umkehr nicht nur in unseren sozialen Sicherungssystemen. Denn das Versprechen, den Bürgern zu einer menschenwürdigen Sicherung ihrer Existenz zu verhelfen, hat die Politik längst gebrochen. Stattdessen werden die Empfänger von Sozialleistungen gegängelt; Götz Werner scheut sich nicht, Hartz IV als »offenen Strafvollzug« zu bezeichnen.

    Es ist sinnlos, an diesen maroden Systemen mit kosmetischen Korrekturen herumzubasteln. Und so denkt Werner über die zentralen Begriffe Arbeit, Einkommen und Steuern grundsätzlich neu nach: Wir müssen uns von Denk- und Wertstrukturen verabschieden, die noch aus der Zeit des Feudalismus stammen. Arbeit und Einkommen müssen getrennt werden. Die Zukunft des Sozialstaats liegt in einem Grundeinkommen, das jedem Bürger ohne irgendwelche Voraussetzungen oder Bedingungen zusteht, das seine Existenz sichert und sein Arbeitseinkommen teilweise ersetzt. Werner ist überzeugt: Das garantierte Grundeinkommen würde unsere Gesellschaft völlig verändern. Wir wären nicht mehr zur Arbeit gezwungen – hätten aber die Freiheit, für unsere Mitmenschen sinnvoll tätig zu sein. Werner sagt auch, wer das alles bezahlen soll: wir selbst, die Bürger. Das derzeitige Steuersystem bremst unsere Produktivität und macht Arbeit unbezahlbar. Wenn wir hingegen nur noch den Konsum besteuern und das Dickicht verteilender und kontrollierender Ämter radikal lichten, dann kann Deutschland zum Steuer- und Arbeitsparadies werden. Und dass Werner kein Sonntagsredner ist, beweist er nicht zuletzt mit dem eigenen Unternehmen, das er als »soziale Skulptur« begreift und gestaltet.

    Götz W. Werner


    geboren 1944 in Heidelberg, machte nach der Mittleren Reife in Konstanz eine Lehre zum Drogisten. 1973 gründete er seinen ersten Laden in Karlsruhe. Heute umfasst seine Drogeriemarktkette dm europaweit rund 1500 Filialen, in denen 21000 Mitarbeiter 3,1 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften. Bei seiner Unternehmensführung stellt er den Menschen in den Mittelpunkt. Er ist Vorsitzender der dm-Geschäftsführung und leitet zudem als Professor das Interfakultative Institut für Entrepreneurship der Universität Karlsruhe (TH).

    Inhaltsverzeichnis


    Vorwort






    Die Drittel-Arbeitsgesellschaft



    Warum uns in der totalen Fremdversorgung die Produktionsarbeit ausgeht – und die Kulturarbeit erst anfängt




    Arbeit als Ausnahme




    Die marode „Sockelarbeitslosigkeit“




    Produktivität frisst Arbeit auf




    Kurze Geschichte der Arbeitslosigkeit




    Die Abschaffung des Mangels




    Gesättigte Märkte




    Wahre, falsche und neue Bedürfnisse




    Denken wie Onkel Dagobert




    Von der Selbstversorgung zur totalen Fremdversorgung




    Realeinkommen und Nominaleinkommen







    Einkommen als Bürgerrecht



    Warum das bedingungslose Grundeinkommen die einzige Alternative zum unsinnigen „Recht auf Arbeit“ ist




    Arbeit und Einkommen




    Das „Recht auf Arbeit“ und der „Arbeitsmarkt“




    Das Grundeinkommen als Kulturimpuls




    Der Kulturwandel von alter zu neuer Arbeit




    Grundeinkommen statt Antrags- und Schnüffelbürokratie




    Auch für Millionäre?




    „Haben Sie das schon durchgerechnet?“




    Grundeinkommen und Erwerbseinkommen




    Niedriglohnsektor, nein danke!




    Die ewige „Hängematte“




    Gesundheit und Eigenverantwortung







    „Zutrauen veredelt den Menschen“



    Warum die Unternehmenskultur von dm ganz auf Initiative und Eigenverantwortung setzt




    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist schlechter




    Es war nur eine Schraube locker




    Kommunikation und Interesse am Mitmenschen




    Die Mitarbeitereinsatzplanung bei dm




    Wertbildungsrechnung statt Kostenschraube




    Der Einzelne und die Gemeinschaft




    Lernen lassen statt belehren




    Führung für Mündige




    Strategische Planung bei dm







    Ausgaben- statt Einkommensteuer



    Warum die ausschließliche Besteuerung des Konsums wirtschaftlich notwendig und sozial gerecht ist




    Von Heuschrecken und Honigbienen




    Nomaden der Globalisierung




    Geld und Gerechtigkeit




    Steuern als gesellschaftliches Teilungsverhältnis




    Geld, Kapital, Einkommen und Konsum




    Arbeit und Kapital als schöpferische Kräfte




    Ertragssteuern als Knospenfrevel




    Warum Unternehmen keine Steuern zahlen




    Von Menschen, Maschinen und Steuern




    Fiskalischer Kolonialismus




    Indirekte, direkte und gesamtwirtschaftliche Besteuerung
    Konsumsteuer und bedingungsloses Grundeinkommen
    Nur Konsumsteuern wären wirklich sozial gerecht
  • http://mashable.com/2015/06/09/post-hipster-yuccie/ http://www.out-law.com/en/articles/2015/april/industry-40-and-the-technological-revolution-in-manufacturing--developments-in-germany/
  • http://www.sign-lang.uni-hamburg.de/projekte/slex/seitendvd/konzeptg/l53/l5301.htm
  • Sozioök güter nach john rawls  Buch S. 91 ff Selbstachtung = gesell. Bedingungen der selbstachtung
  • Die Diskussion um das Grundeinkommen wird schnell philosophisch und fördert Faszinierendes über die unterschiedlichen Menschenbilder deines Gegenübers und dir selbst zutage
    Die Beweggründe, zur Arbeit zu gehen oder sich weiterzubilden, klaffen nämlich laut der Lerntheorie weit auseinander
    Manche Menschen haben die intrinsische Motivation, zur Arbeit zu gehen; andere brauchen den externen Anreiz des Geldes, um überhaupt tätig zu werden

    http://motherboard.vice.com/de/read/die-schweiz-ueberlegt-jedem-buerger-2000-euro-monatlich-zu-schenken-444
  • Ein bedingungsloses Grundeinkommen

    1. 1. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer Thema: Ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) für Alle? von Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Prozessmanagement – Prof. Dr. Bergmann Fakultät III | Universität Siegen Lehrstuhl für Innovations- und Kompetenzmanagement 24.06.2015
    2. 2. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen DisclaimerAgenda BGE – eine sinnvolle Idee? Ein Grundeinkommen für alle? 2 1 BGE – eine umsetzbare Idee?3 BGE - Wie können wir es erreichen?4 BGE und Mobilität5 2 Fazit6
    3. 3. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 3 1. Ein Grundeinkommen für alle? Definition des bedingungslosen Grundeinkommens „Ein Grundeinkommen ist ein Einkommen, das eine politische Gemeinschaft bedingungslos jedem ihrer Mitglieder gewährt. Es soll die Existenz sichern und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen, einen individuellen Rechtsanspruch darstellen sowie ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Zwang zu Arbeit oder anderen Gegenleistungen garantiert werden.“ Einfacher: Jeder Bürger erhält regelmäßig einen fixen Betrag – ohne Gegenleistung!
    4. 4. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 4 1. Ein Grundeinkommen für alle? Ein Ziel – viele Fragen Ein Einkommen, das von einem politischen Gemeinwesen an alle seine Mitglieder individuell, ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Gegenleistung ausgezahlt wird. Auszahlungsmodalitäten: Geld- oder Sachleistung? Auszahlungsrhythmus: Einmalig oder regelmäßig? Auszahlungsebene: Kommunal oder global? Finanzierungsmodus: Distributiv oder redistributiv? Freiwillige Arbeitslosigkeit? Verpflichtung zur gesellschaftlichen Beteiligung? Einkommensabhängigkeit Allgemeines GE & negative Einkommenssteuer Universalität & Kumulierbarkeit Kombilohn Mitgliedsstatus: Bürger oder Einwohner? Differenzierung nach Lebensalter? Bezugseinheit? Haushalt oder Individuum?
    5. 5. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 5 1. Ein Grundeinkommen für alle? Unterschiedliche Ausprägungen Klassische Mindest- einkommen (Sozialhilfe etc.) Steuerlicher Zuschuss bei Niedrigeinkomm en (Kombilohn, EICT, etc.) Negative Einkommens- steuer Allgemeines Grund- einkommen Participation Income (Beteiligungs- entschädigung) Vorangehende Beitrags- zahlung Nein Nein Nein Nein Nein Bedürftigkeits- prüfung Ja Ja Ja Nein Nein Individueller Anspruch Nein Nein Nein Ja Ja Kumulier- barkeit Nein Ja Ja Ja Ja Gegenleistung Ja (Arbeits- bereitschaft) Ja (Erwerbsarbeit) Nein Nein Ja (anerkannte gemeinnützige Tätigkeit)
    6. 6. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 6 2. BGE – eine sinnvolle Idee? Jeder Mensch ist der Grund für ein Einkommen Erich Fromm, ein Pionier des Grundeinkommens, schrieb vor über 50 Jahren: „Das garantierte Einkommen würde nicht nur aus dem Schlagwort „Freiheit“ eine Realität machen, es würde auch ein tief in der religiösen und humanistischen Tradition des Westens verwurzeltes Prinzip bestätigen, daß der Mensch unter allen Umständen das Recht hat zu leben. Dieses Recht auf Leben, Nahrung und Unterkunft, auf medizinische Versorgung, Bildung usw. ist ein dem Menschen angeborenes Recht, das unter keinen Umständen eingeschränkt werden darf, nicht einmal im Hinblick darauf, ob der Betreffende für die Gesellschaft 'von Nutzen' ist.'“
    7. 7. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 2. BGE – eine sinnvolle Idee? Soziale Sicherheit funktioniert nur, wenn sie allen garantiert ist 7
    8. 8. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 8 2. BGE – eine sinnvolle Idee? Was soll uns das bringen? Armut Arbeitslosigkeit Gerechtigkeit Freiheit
    9. 9. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 9 2. BGE – eine sinnvolle Idee? Gegen eine negative gesellschaftliche Entwicklung Ziel: Zusammenfassung einer Reihe von Vorschlägen als Antwort auf wirtschaftliche Ungleichheit Beabsichtigte Auswirkungen: • Eindämmung soziopathologischer Krankheiten (sucht- und stressbedingt) • Verhinderung der Prekarisierung • Entkriminalisierung • Humanisierung des Alltags • Verbesserung des Bildungsstands
    10. 10. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 10 2. BGE – eine sinnvolle Idee? Das kanadische Dorf Dauphin hat es in den 70ern eingeführt Die ganze Stadt blühte auf. Eigentlich begann niemand, sich auf die faule Haut zu legen. Die positiven Folgen des Grundeinkommens reichten weit über die eigentlichen Teilnehmer des Projekts hinaus. Die Teilnehmer mussten seltener zum Arzt—vor allem die Besuche aufgrund psychischer Beschwerden gingen zurück. Mit einem Grundeinkommen lassen sich auch die allgemeinen Kosten des Gesundheitssystems senken.
    11. 11. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 11 2. BGE – eine sinnvolle Idee? Diskussion Was meint ihr? Ist das BGE sinnvoll?
    12. 12. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 12 Pro • Stärkung der Arbeitnehmer • Humanisierung der Arbeit • Anreiz zu größerer Wertschöpfung durch Rationalisierung • Arbeitsmarkt wird flexibler • Sozialstaat wird effizienter • Wahrung der Würde aller Menschen • Förderung der Bildung • Stärkung der Familien • Stärkung der Gesundheit • Förderung der Selbstverwirklichung (Existenzgründungen, Ehrenämter, Kreativität etc.) 2. BGE – eine sinnvolle Idee? Die Argumente – eine Auswahl Kontra • Fehlende extrinsische Motivation • Nichterfüllung von Niedriglohnarbeiten • Preiserhöhungen und Inflation • Menschliches Verhalten bei maximaler Freiheit ungewiss • Fehlende Bereitschaft zur Umorientierung verschiedener Institutionen (Gewerkschaften etc.) • Mangelnde Bindung an lokalen Konsum • Mögliche Wirtschaftsflucht • Fehlende Beschäftigung für freigesetzte Massen
    13. 13. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 13 3. BGE – eine umsetzbare Idee? Das Geld ist da, es muss nur anders verteilt werden
    14. 14. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 14 3. BGE – eine umsetzbare Idee? Preisstabilität und Lohnzusammensetzung Folgendes Video einleitend (ab ca. 1:03:45 bis 1:06:57): http://www.dailymotion.com/video/x6ycy9_grundeinko mmen-ein-film-essay_news
    15. 15. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 15 Ziel der Schweizer Bürgerinitiative: Jeder Bürger bekommt ein BGE von umgerechnet 2080 € pro Monat • Vor kurzem hat Diskussion über Einführung in Politik begonnen (bisher nie dagewesene politische Aufmerksamkeit) • Viele Aktionen der Schweizer Bürgerinitiative „Grundeinkommen“ (u.a. einreichen des Vorschlags auf Petitionsgrundlage) • Abstimmung in 2016 • Starke konservative Gegenstimmen (z.B.: Arbeitseinstellung, Inflation) 3. BGE – eine umsetzbare Idee? Der Schweizer Bürgerentscheid 2016
    16. 16. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 16 Finnlands Politik wurde tätig: • Abstimmung: 79 % der Finnen dafür • erster Versuch einer Einführung von einem europäischen Land • Bisher hatte man die positiven Ergebnisse (Verbesserung der Wirtschaftsleistung, Gesundheit und Wohnungssituation) von Experimenten aus anderen Ländern analysiert Auch Deutschland ist aktiv: • Das Projekt „Mein Grundeinkommen“ soll die öffentliche Wahrnehmung der Idee eines Grundeinkommens verändern • Macher verlosen regelmäßig ein einjähriges bedingungsloses Grundeinkommen, welches zuvor per Crowdfunding finanziert wurde  Ziele der Projekte: Vorurteile beseitigen! 3. BGE – eine umsetzbare Idee? Finnische Regierung beschließt BGE-Experiment
    17. 17. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 17 Was meint ihr? Ist das BGE umsetzbar? 3. BGE – eine umsetzbare Idee? Diskussion
    18. 18. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 18 4. BGE - Wie können wir es erreichen? Arbeits- und Werteverständnis ohne Geländer denken Wir müssen uns von Denk- und Wertstrukturen verabschieden, die noch aus der Zeit des Feudalismus stammen Maximal drei Stunden Lohnarbeit pro Tag. Ein würdiges Einkommen vorausgesetzt, hieße das: Zeit für Muße. Zeit für selbstbestimmte Tätigkeit. Zeit, um über das gute Leben nachzudenken. Ein solcher Bruch mit der herrschenden Arbeitsmoral käme einer Kultur- revolution gleich
    19. 19. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 19 4. BGE - Wie können wir es erreichen? Neue soziale Strukturen und Möglichkeiten – Yuccie by David Infante, Mashable “Getting rich quick and preserving creative autonomy? That’s the yuccie dream.” “They want to get paid for their own ideas, rather than executing on someone else’s.” “Increasingly sophisticated technology can help manufacturers improve their production processes, enable smarter working and service customers in a more personalised way” – Industry 4.0
    20. 20. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 20 5. BGE und Mobilität Grundlegend definiert man 3 Mobilitätskategorien Mobilität = Veränderung von Personen in einem System Räumliche Mobilität = Veränderung von Personen im Raum Arbeitsmobilität = Veränderung des Arbeitsalltags von Personen Soziale Mobilität = Veränderung von Personen in sozialem Schichtungsgefüge Kurzfristig Langfristig National Regional Berufs- mobilität Karriere- mobilität Horizontale Mobilität Vertikale Mobilität
    21. 21. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 5. BGE und Mobilität Das Grundeinkommen schenkt Freiheit und nimmt den Druck 21 Räumliche Mobilität = Veränderung von Personen im Raum Arbeitsmobilität = Veränderung des Arbeitsalltags von Personen Soziale Mobilität = Veränderung von Personen in sozialem Schichtungsgefüge Mobilität = Veränderung von Personen in einem System • Bildung • Aufheben von Standesdünkel und Stigmatisierung • Erhöhung des sozioökonomischen Wohlstandes • Zeit & Geld für neue Ideen bzgl. Transport & Wohnen • Realisierung der Freizügigkeit • Möglichkeit zur Aufbau von Infrastruktur • Erweiterung des Horizonts • Von der Arbeitspflicht zum Arbeitsrecht • Verhinderung der Exklusions- und Inklusionsfalle • Sicherung von Arbeitsplätzen • Vereinfachter Arbeitswechsel
    22. 22. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 6. Fazit Wer profitiert denn jetzt eigentlich davon? 22 Konservativ Etablierte Traditionelle Prekäre Bürgerliche Mitte Sozialökologische Liberalintellektuelle Performer Expeditive Adaptiv-Pragmatische Hedonisten Einkommen Wohlstand Macht Privilegien FreizeitSelbstachtung
    23. 23. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer 23 „Mit der Freiheit kommt ein prall gefüllter Rucksack Selbstverantwortung, den es zu tragen gilt, sowie die Verantwortung, einen Beitrag für die gesamte Gesellschaft zu leisten, damit das System überhaupt funktioniert.“ 6. Fazit Aus großer Kraft folgt große Verantwortung
    24. 24. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer Denkanstoß 24 Folgendes Video wurde gezeigt: https://vimeo.com/63961985
    25. 25. Daniel Gräbener Felix Zappe Innovations- und Kompetenzmanagement: Bedingungsloses Grundeinkommen Fakultät III | Universität Siegen Disclaimer Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

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