Jugendliche informieren über Europa
Herausgeberin:JUGEND für EuropaDeutsche Agenturfür das EU-ProgrammJUGEND IN AKTIONGodesberger Allee 142 – 14853175 BonnTel...
InhaltVorwort ...............................................................................................................
4   vorwort     Lust auf Europa?     „EuroPeers“ ist das richtungsweisende peer-to-peer-Projekt von JUGEND für Europa.    ...
Was sind EuroPeers?   EuroPeer werden   EuroPeer sein   EuroPeer-Veranstaltungen   ausblick    5EuroPeers –Europa aus erst...
6   Was sind EuroPeers?   EuroPeer werden   EuroPeer sein   EuroPeer-Veranstaltungen   ausblick                   EuroPeer...
Was sind EuroPeers?   EuroPeer werden   EuroPeer sein   EuroPeer-Veranstaltungen   ausblick     7EuroPeers initiieren ihre...
Warum machst dubei   EuroPeers mit                                       Ich möchte andere motivierte ­ enschen           ...
Was sind EuroPeers?   EuroPeer werden   EuroPeer sein   EuroPeer-Veranstaltungen   ausblick   9EuroPeer-SchulungKonzept un...
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Was sind EuroPeers?   EuroPeer werden   EuroPeer sein   EuroPeer-Veranstaltungen   ausblick      11stillen Schreibgespräch...
12    Was sind EuroPeers?    EuroPeer werden    EuroPeer sein   EuroPeer-Veranstaltungen    ausblick                      ...
Wie zufrieden warst dumit ­ einer EuroPeers-Schulung?    dIch fand sie …    … sehr hilfreich   … hilfreich   … weder/noch ...
14     Was sind EuroPeers?   EuroPeer werden     EuroPeer sein   EuroPeer-Veranstaltungen   ausblick                      ...
Was sind EuroPeers?   EuroPeer werden     EuroPeer sein   EuroPeer-Veranstaltungen   ausblick       15E­ uroPeers aus dem ...
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Was sind EuroPeers?   EuroPeer werden   EuroPeer sein   EuroPeer-Veranstaltungen   ausblick    17Wo hat man sonst schonein...
18   Was sind EuroPeers?   EuroPeer werden   EuroPeer sein   EuroPeer-Veranstaltungen   ausblickEuroPeer-Teamerinnen: ­Ein...
Was sind EuroPeers?   EuroPeer werden   EuroPeer sein   EuroPeer-Veranstaltungen   ausblick   19Auf jeder EuroPeer-Schulun...
Bild: EU-Commission, DG EMPLEuroPeer on stage mit BarrosoAls EuroPeer steht man nicht nur vor Schulklassen oder Jugendgrup...
Was sind EuroPeers?   EuroPeer werden   EuroPeer sein   EuroPeer-Veranstaltungen   ausblick   21Die Fotos darf Melih Özkar...
Ich habe sehr viel über mich gelernt:               dein                 zum Beispiel wie ich vor GruppenEngagement       ...
Was sind EuroPeers?   EuroPeer werden   EuroPeer sein   EuroPeer-Veranstaltungen   ausblick    23EuroPeer-VeranstaltungenA...
24       Was sind EuroPeers?   EuroPeer werden   EuroPeer sein   EuroPeer-Veranstaltungen   ausblick                      ...
Welche Veranstaltungen wurdenam häufigsten durchgeführt?                              33,5 %           Schulveranstaltung ...
26    EuroPeer-VeranstaltungenEngagement für EuropaWährend der Europäischen Jugendwoche 2011 setzen sich EuroPeers für die...
Was sind EuroPeers?   EuroPeer werden   EuroPeer sein   EuroPeer-Veranstaltungen     ausblick         27Franziska Brantner...
28       EuroPeer-Veranstaltungen    Die living library    im Einsatz in Hamburg    Wie fühlt es sich an, ein ausleihbares...
EuroPeer-Veranstaltungen       29Davon abgesehen gab es für mich als       mittag auf dem Marktgelände einge-         lich...
Stiftungen                          Arbeitsagenturen               3%                                  4%Sonstige  7%     ...
Was sind EuroPeers?   EuroPeer werden   EuroPeer sein   EuroPeer-Veranstaltungen   ausblick   31Der Blick nach vorneDas Pr...
32      Was sind EuroPeers?   EuroPeer werden   EuroPeer sein   EuroPeer-Veranstaltungen   ausblick„Natürlich ganz Europa ...
Was sind EuroPeers?   EuroPeer werden   EuroPeer sein   EuroPeer-Veranstaltungen   ausblick      33       Drei Fragen an: ...
34     Was sind EuroPeers?   EuroPeer werden   EuroPeer sein   EuroPeer-Veranstaltungen   ausblick                        ...
Was               Klar, ich habe mich persönlich weiter­ nt­                                                            e ...
Jugend für Europa   Deutsche Agentur   für das EU-Programm   jugend in Aktion                                             ...
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EuroPeers haben mit dem EU-Programm JUGEND IN AKTION Grenzen überschritten. Ihre Erfahrungen geben sie an andere Jugendliche weiter.
Die Broschüre präsentiert EuroPeer-Gesichter und EuroPeer-Geschichten. Und zeigt das Wirken und die Wirkungen der EuroPeers.

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EuroPeers. Jugendliche informieren über Europa

  1. 1. Jugendliche informieren über Europa
  2. 2. Herausgeberin:JUGEND für EuropaDeutsche Agenturfür das EU-ProgrammJUGEND IN AKTIONGodesberger Allee 142 – 14853175 BonnTelefon +49 (0) 0228 9506-220 www.webforum-jugend.deVerantwortlich:Hans-Georg WickeRedaktion:Andreas Klünter, Fabienne PradellaTexte:Marco HeuerRedaktionelle Mitarbeit:Barbara Schmidt, Diana Bach, HeikeZimmermann, Manfred von Hebel,Svenja FischerFotos:JUGEND für EuropaTitelfoto: © franckreporter /istockGestaltung: Gefördert durch:elfgenpickMai 2012Die im Rahmen dieser Publikation verwendeten Statistiken sind Teil der Evaluation: „Evaluations­bericht EuroPeers. Nutzen und Wirken eines Peer-to-Peer Projekts in der Informationsarbeit überMobilitäts- und Beteiligungsmöglichkeiten in Europa“, Bonn, Februar 2012 von Diana Bach.
  3. 3. InhaltVorwort ............................................................................................................................................4Was sind EuroPeers?. ..........................................................................................5EuroPeers – Europa aus erster Hand . .................................................................................5Die Rolle von ­ UGEND für Europa...........................................................................................7 JStimmen Warum machst du bei EuroPeers mit?.............................................................8EuroPeer werden......................................................................................................9EuroPeer-Schulung.......................................................................................................................9„Weltverbessererlaune“­nach der EuroPeer-­ chulung............................................. 10 SIn Zahlen Wie zufrieden warst du mit ­ einer EuroPeer-Schulung?..................... 13 dEuroPeer-Netzwerk................................................................................................................... 14In Zahlen Wie lange bist du schon als EuroPeer aktiv?............................................. 16EuroPeer sein. ............................................................................................................. 17Wo hat man sonst schon eine so intensive Möglichkeit zum Austausch?........ 17 ­EuroPeer-Teamerinnen: Einmal EuroPeer, immer EuroPeer?.................................. 18 ­EuroPeer on stage mit Barroso............................................................................................ 20Stimmen Was hat dir dein Engagement gebracht?..................................................... 22EuroPeer-Veranstaltungen..................................................................... 23Veranstaltungsbeispiele........................................................................................................ 24In Zahlen Welche Veranstaltungen wurden am häufigsten durchgeführt?.... 25Engagement für Europa.......................................................................................................... 26Die living library im Einsatz in Hamburg......................................................................... 28In Zahlen Wer nutzt EuroPeers?.......................................................................................... 30Ausblick................................................................................................................................ 31Der Blick nach vorne................................................................................................................. 31 Kontakt„Natürlich ganz Europa – was denn sonst?“.................................................................. 32 Sie wollen EuroPeers einladen?In Zahlen Was hat sich für dich geändert?...................................................................... 35 Mehr auf Seite 23In Zahlen Was möchtest du Anderen mitgeben?......................................................... 35
  4. 4. 4 vorwort Lust auf Europa? „EuroPeers“ ist das richtungsweisende peer-to-peer-Projekt von JUGEND für Europa. Jugendliche informieren Jugendliche über Europa. Dahinter verbirgt sich eine einfache ­Erkenntnis: Wer kann besser europäische Erfahrungen weitertragen als diejenigen, die genau diese Erfahrungen gemacht haben? Richtig. Niemand! EuroPeers haben mit dem EU-Programm JUGEND IN a s ­ b­ trakt. Sie zeichnen ein lebendiges Bild von Europa AKTION Grenzen überschritten, um eine Zeit lang im und zeigen, wie Europa Realität für jeden werden kann. Ausland zu leben. Sie haben etwas bewegt, indem sie Die Bandbreite der EuroPeer-Veranstaltungen reicht ­eigene Projekte auf die Beine gestellt haben. von Schulstunden bis hin zu mehrmonatigen Projek- Ihre Geschichten und Erfahrungen geben sie weiter – ten. EuroPeers motivieren nicht nur Andere, etwas zu an andere Jugendliche. Auf ihren Veranstaltungen in- tun. Sie motivieren auch sich selbst zu immer ­ euen n formieren sie über Europa. Und sie motivieren Andere, Aktivitäten. Und 99% ­sagen, dass ihre Aktivitäten ebenfalls die Möglichkeiten wahrzunehmen, die Euro- i ­ hnen etwas bringen – persönlich wie beruflich. pa ihnen bietet. Seit seiner Entstehung hat sich das Projekt EuroPeers Ein paar Zahlen dazu? permanent weiterentwickelt. Mittlerweile ist es zu einem Ungefähr 500 EuroPeers wurden in sechs Jahren von unverzichtbaren Bestandteil der Umsetzung des europäi- J ­UGEND für Europa geschult. Ungefähr einhundert schen Jugendprogramms in Deutschland geworden. Veranstaltungen von und mit EuroPeers gibt es pro Jahr  – nur in Deutschland. Die meisten Veranstaltungen sind Die Broschüre stellt Ihnen die EuroPeers vor, präsen- selbstorganisiert und ehrenamtlich. Es gibt ­EuroPeers, tiert EuroPeer-Gesichter und EuroPeer-Geschichten. die seit über fünf Jahren im Projekt aktiv sind. Wie die Zukunft für die EuroPeers aussieht: Sie soll gerne noch internationaler sein. EuroPeers wollen EuroPeers leben Europa. Sie sind in Europa aktiv, auch in anderen Ländern auf sich aufmerksam ­machen. studieren oder arbeiten im Ausland und setzen sich Erste Schritte hierzu sind gemacht. kritisch mit den europäischen Entwicklungen ausein- ander. ­ uroPeers vermitteln Europa nicht trocken und E Die EuroPeers bleiben in Bewegung.
  5. 5. Was sind EuroPeers? EuroPeer werden EuroPeer sein EuroPeer-Veranstaltungen ausblick 5EuroPeers –Europa aus erster HandEuroPeers sind junge Menschen, die mit dem EU-ProgrammJ­ UGEND IN AKTION aktiv waren. Ihre Erfahrungen, die siew­ ährend eines Freiwilligendienstes, bei einer Jugendinitiativeoder auf einer Jugendbegegnung gemacht haben, gebensie an andere Jugendliche weiter.Sie gehen in Schulen, Jugendclubs oder Fußgängerzonen, um Jugendlichen von Über 600 Veranstaltungen zu „Jugend und Europa“ habenihren Erfahrungen mit Europa zu erzählen. Sie informieren über das Programm EuroPeers innerhalb von fünfJUGEND IN AKTION sowie über andere Mobilitätsprogramme und gestalten Jahren gestaltet.Workshops, Schulstunden oder Ausstellungen zum Thema Europa. EuroPeerswissen, Europa lässt sich erleben und gestalten.JUGEND für Europa, die deutsche Agentur für das EU-Programm JUGEND INAKTION, entwickelte das Projekt „EuroPeers“ im Jahr 2005. Allein 2011 gab es134 EuroPeer-Veranstaltungen in Deutschland. EuroPeers zeigen, dass die Aus-einandersetzung mit Europa nicht trockener Wissenserwerb sein muss.
  6. 6. 6 Was sind EuroPeers? EuroPeer werden EuroPeer sein EuroPeer-Veranstaltungen ausblick EuroPeers wollen _ ufmerksamkeit bei Jugendlichen für europäische A Angebote wecken, _ Mut, (Welt-)Offenheit und Unternehmergeist stärken, _ ugendliche für gesellschaftliches Engagement J s ­ ensibilisieren, _ ihre Erfahrungen mit Europa weitergeben und die ­ uropäische Bürgerschaft stärken, e _ ie Chance der erlebbaren kulturellen Vielfalt zeigen, d _ kritischen Reflexion der EU-Politik anregen. zurEuroPeers wissen,Europa lässt sich erlebenund gestalten.
  7. 7. Was sind EuroPeers? EuroPeer werden EuroPeer sein EuroPeer-Veranstaltungen ausblick 7EuroPeers initiieren ihre Veranstaltungen selbstständig oder werden als Refe- EuroPeers erreichen Einrich- tungen der formalen und derrentInnen eingeladen. Im Durchschnitt führt ein EuroPeer 4,6 Veranstaltungen non-formalen Bildung wiedurch. Mehr als 1/3 der EuroPeers ist bis zu drei Jahre aktiv und 12,8 % sogar bis Schulen, Jugendzentren oder Berufsinformations­ entren. zzu fünf Jahre.Mit ihren Veranstaltungen bilden EuroPeers ihre eigenen Kompetenzen kontinu-ierlich weiter aus. 94 % der aktiven EuroPeers sagen, ihr Engagement habe ­ inen eNutzen für ihre persönliche Entwicklung. 72 % sagen, ihr Engagement habe ­einenNutzen für ihre berufliche Entwicklung.Eine Studie, die im Auftrag der Generaldirektion Bildung und Kultur der Euro-päischen Kommission durchgeführt wurde, bezeichnet das EuroPeer-Projekt als Die Rolle vonBest-Practice Beispiel. Die Weitergabe der persönlichen Erfahrungen, die Wer- J ­ UGENDbung für das non-formale Bildungsprogramm sowie die Motivation zur Ausein- für Europaandersetzung mit der EU im Generellen werden als sehr erfolgreich bewertet. EuroPeers ist eine Initiative von JUGEND für Europa, der deutschen Agentur für das EU- Programm JUGEND IN AKTION. Als Partner von 35 europä­ischen Agenturen setzt JUGEND für E ­ uropa das EU-Programm J ­ UGEND IN AKTION in Deutsch- land verantwortlich um. Seit 2005 koordiniert JUGEND für Europa in diesem Zusam- menhang das EuroPeer-­ rojekt. P JUGEND für Europa bildet die EuroPeers aus, unterstützt sie bei ihren Veranstaltungen und bietet darüber hinaus eine Reihe weiterer Angebote für die EuroPeers an. JUGEND für Europa arbeitet im Auftrag des Bundesminis- teriums für Familie, Senioren, F ­ rauen und Jugend sowie der Europäischen Kommission. Weitere Informationen unter   www.jugendfuereuropa.de
  8. 8. Warum machst dubei EuroPeers mit Ich möchte andere motivierte ­ enschen M treffen, mit denen ich zusammen Projekte ­ machen kann. Dafür sind die EuroPeers ­ Viele wissen nicht, ­ elche w perfekt. Möglichkeiten ihnen J ­ UGEND IN AKTION bietet. D ­ arauf möchte ich aufmerk- sam machen. Und meine E ­ rfahrungen mit „Europa“ Ich will mich engagieren will ich weitergeben, um und für die Gesellschaft deutlich zu machen, dass stark machen! die EU nicht „einfach weit weg“ ist. Ich will einfach meine B ­ egeisterung weitergeben! …weil mir EuroPeers Es ist natürlich schwierig, aus dem richtig was bringt: trauten Heim auszubrechen und ins Ausland zu gehen. Aber die E ­ rfahrungen sind ein Geschenk, das du nie vergessen wirst. Das möchte ich weitergeben.
  9. 9. Was sind EuroPeers? EuroPeer werden EuroPeer sein EuroPeer-Veranstaltungen ausblick 9EuroPeer-SchulungKonzept und UmsetzungZweimal im Jahr organisiert JUGEND für Europa eine EuroPeer-Schulung.E­ ingeladen sind alle jungen Menschen, die in den letzten Jahren am EU-­Programm JUGEND IN AKTION teilgenommen haben.Ziel jeder Schulung ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in fünf Tagen fitfür eigene Veranstaltungen und Projekte zu machen. Sie sollen das notwendigeHandwerkszeug vermittelt bekommen, um ihre europäischen Erfahrungen anandere Jugendliche weitergeben zu können.Auf den Schulungen werden Workshops zu folgenden Themen angeboten:_ Basiswissen zu Europa_ Projektmanagement_ Moderations- und Präsentationstechniken_ Presse- und Öffentlichkeitsarbeit_ Mobilitätsprogramme in Europa_ Methoden zur EuropavermittlungDie Workshopinhalte beleuchten verschiedene Aspekte, die für EuroPeers bei derDurchführung ihrer eigenen Veranstaltungen wichtig sind. Neben diesen inhalt-lichen Elementen dient die Schulung insbesondere der Vernetzung der ­EuroPeersuntereinander sowie der konkreten Projektplanung.Gemäß der peer-to-peer-Idee sind bei den Schulungen immer erfahrene Euro-Peers als Teamerinnen und Teamer eingebunden.Jährlich werden ca. 75 neue EuroPeers in Deutschland geschult. Die Kosten fürdie Schulung werden bis auf eine geringe Eigenbeteiligung von JUGEND für­Europa übernommen.Eine erste Schulung außerhalb Deutschlands wurde im März 2012 in Luxemburgdurchgeführt.
  10. 10. 10 Was sind EuroPeers? EuroPeer werden EuroPeer sein EuroPeer-Veranstaltungen ausblick „ eltverbessererlaune­ W nach der EuroPeer-­ chulung“ S Was passiert auf einer EuroPeer-Schulung? Wiebke Knäpper, Caroline Reiter und Anke Weiß haben Tagebuch geführt. ­ 1. Tag es ab in den Wald. Ich bin mit zwei Mädels unter-   geht’s! – Gedanken vor der Schulung Auf wegs, die auch in Norwegen und Dänemark waren. ( ­ Caroline) Mit den beiden verstehe ich mich jetzt schon super. „Endlich wieder ein Seminar!“ Das hätte ich vor meinem Freiwilligendienst wohl nicht gedacht. 2. Tag Aber jetzt freue ich mich auf neue, interessante   orkshop „Aktiv in Europa“ (Anke) W Leute. Auf dieses „Volunteers’ Feeling“ und den Wir stellen uns vor, wie es ist, drei Monate in Willen, etwas zu bewegen in der Welt. Der ist mir einem Land Europas zur freien Verfügung zu nämlich in den letzten Monaten etwas abhanden haben. Traumland und Traumprojekt. ­ panien S gekommen. Ich brauche dringend wieder eine klingt sehr gut, aber was genau will ich da Dosis Weltverbessererlaune. ­machen? Ich brauche Ablenkung vom Ernst-des-Lebens- Nach dem Einstieg dann die Gruppenarbeit.Caroline Reiter Gerede, von Studienwahl und Wohnungssuche. Wie kann man Europa-Interessierte am besten Das Gefühl, die Erfahrungen meines Auslands- beraten? Welche Programme und Aktionen kön- jahres nicht einfach vergessen zu müssen, sondern nen wir empfehlen? Wir präsentieren die Ergeb- weitergeben zu können. nisse im Rollenspiel. Hinterher erfahren wir,   ir lernen uns kennen (Anke) W was für Sachen man wirklich machen kann. Ver- Es geht los. Das Team wird vorgestellt. Wirken rückt, wie viel möglich ist! Sehr hilfreich, nicht ganz nett. Zwei Leute von der Agentur, Heike nur für EuroPeers, sondern auch für mich ganz und Andreas, und drei EuroPeers, Lisa, Olivia ­persönlich. und ­Sarah.   orkshop „Europa vermitteln“ (Wiebke) W Dann das Kennenlernen. Bei 60 Leuten ist das Welche Methoden kann man nutzen, um Europa nicht so leicht – vor allem, wenn man sich Namen angemessen zu vermitteln? Wir spielen „Europa – so schlecht merken kann wie ich. Neben den Stan- Eins, Zwei oder Drei“. Die Stimmung durch Be- dard-Spielchen haben sich die drei EuroPeers eine wegung auflockern, Wissen vermitteln. Darum Rallye für uns ausgedacht. In 3er Gruppen geht geht’s. Dann diskutieren wir über Europa – im
  11. 11. Was sind EuroPeers? EuroPeer werden EuroPeer sein EuroPeer-Veranstaltungen ausblick 11stillen Schreibgespräch. Mit Interesse lese ich die 3. TagBeiträge der Anderen. Jeder von uns hat ja einen   orkshop „Präsentationstechniken“ Wanderen Teil kennen gelernt. (Anke) Mich überrascht, dass ich beim Antworten eini- Endlich lerne ich von einem Profi, wie man sichge Zeit brauche. Ich muss erst einmal die deutsche und sein Anliegen am besten präsentiert.und die moldawische Perspektive miteinander ab- Erster Eindruck der Workshop-Leiterin: sehrgleichen. Im Gegensatz zur Schule wird hier ziel- locker, sehr spontan und: Schwedin! Alle bekom-gerichteter gearbeitet. Die Beiträge sind kürzer, es men sofort wieder Energie. Wir sammeln Faktengibt schneller Ergebnisse. und Tipps für verschiedene Präsentationstechni- ken. Die Körpersprache ist am wichtigsten. Das  „EuroPeers live“ (Caroline) hätte ich nicht gedacht. Und natürlich geht esHeute Abend heißt es „EuroPeers live“ – Lisa, in die Praxis. Wir sollen die Einleitung für eine Anke WeißO­ livia und Sarah berichten von ihren Erfahrun- ­EuroPeer-Präsentation machen.gen. Der Raum ist gemütlich beleuchtet, Decken Obwohl ich selbst nicht präsentiere, lerne ichund Kissen liegen auf dem Boden. Eindeutig viel. Vor Flip-Charts werde ich nicht mehr zurück-kein steifer Vortrag, sondern lockeres Abendpro- schrecken. Ich bin jetzt richtig motiviert zu präsen-gramm. tieren. Hat jemand mal ein Thema für mich? Bei Snacks und Getränken erzählen sie uns von   orkshop „Presse- und Wihren persönlichen EuroPeer-Werdegängen. Von Ö ­ ffentlichkeits­ rbeit“ (Caroline) aErfolgsaktionen genauso wie von Flops. Als zum Nur langsam finden sich die angehenden EuroPeersBeispiel bei Sarahs erster Infoveranstaltung fast im Workshop eines Journalisten ein. ­ ffenbar Oniemand kam. Oder als ein Stand in der Stadtbib- befänden sich die meisten Teilnehmer morgensliothek total in die Hose ging, mangels Publikum. um neun doch lieber im Bett als im Seminarraum. ­ Dann wieder berichten alle begeistert von einer Bald merkt jeder: Hier gibt es wichtiges Hand-Großaktion in München. Zudem gab es eine ganze werkszeug für spätere Projekte. Wir lernen, unsReihe von Schulveranstaltungen, die mal besser, journalistisch auszudrücken oder die richtigemal schlechter liefen. Überschrift zu finden. Auch die Frage, in welchen Der Begriff „EuroPeer“ nimmt langsam Gestalt Medien wir Projekte am besten publik machen,an. Die Geschichten, Filme und Fotos der drei ver- steht auf dem Programm.anschaulichen gut, welche Möglichkeiten es gibt. Dazu gehört auch, eine eigene Pressemittei-Auf den Decken liegen weitere Veranstaltungsbe- lung zu verfassen. Schule und Textverfassung aufrichte aus. Es wirkt. Das Abendprogramm scheint Knopfdruck sind schon lange her. Gar nicht einfach,bei so manchen Ideen geweckt zu haben. Sehr ge- plötzlich einen überzeugenden Artikel hervor zulungen, muss ich sagen. ­zaubern. Am Ende sind alle froh über die Übung.
  12. 12. 12 Was sind EuroPeers? EuroPeer werden EuroPeer sein EuroPeer-Veranstaltungen ausblick Nach dem Workshop bin ich erleichtert. Das ist   Projektbörse (Anke) gar nicht so kompliziert und undurchsichtig. Ich Endlich kommen wir dazu, konkrete Projek- kann mir jetzt vorstellen, mit der Presse Kontakt te zu planen. Darauf haben alle gewartet. Wir aufzunehmen. Sieht so aus, als könnten auch s ­chreiben unsere Ideen auf. Jeder trägt sich bei Leute wie wir eine Nachricht in die Zeitung den Gruppen ein, für deren Ideen er oder sie sich bringen. interessiert. Nur: Es gibt richtig viele Ideen. Wo soll man sich da zuordnen? Am besten wäre es, 4. Tag von allem etwas mitzubekommen. Workshop „Veranstaltungsmanagement“ Ich lerne die neuen EuroPeers aus meiner Re- (Caroline) gion kennen. Wir fangen an, unsere Projekte zu Veranstaltungsmanagement. Das ist wieder so gestalten. Soviel Kreativität zusammen ist wirk-Wiebke Knäpper ein Wachwerde-Programm. Schläfriges Gähnen lich motivierend. Kuchenspaß und Fahrradtour am Anfang, engagierte Diskussionen am Ende. an der Weser? Super! Dann schreiben wir alles Ich will wissen, ob meine Traumfantasie der Be- einmal auf und verteilen Arbeitsaufgaben. hindertenbegegnung ein Traum bleiben muss.   Talentshow (Wiebke) Zuerst geht es darum, das Ziel zu definieren. Hilf- Die ganze Zeit über habe ich gerätselt, was sich reich sind die W-Fragen, die uns als Leitfaden zur Pro- hinter dem Programmpunkt „EuroPeers Talent- jektentwicklung vorgestellt werden. Dann kommt die show“ verbirgt. Jetzt weiß ich es. Die Tanzper- konkrete Planung. formance war spitze. Die Stimmung hätte besser In Kleingruppen dürfen wir unsere persönliche nicht sein können. Wir haben getanzt bis … Ehr- Veranstaltung planen – oder zumindest so tun als lich gesagt, ich weiß es gar nicht mehr. ob. Es gibt viele gute Vorschläge. Von Musik- und Kunstprojekten über Wanderung und Radtour bis 5. Tag hin zu meinem Integrativen Jugendprojekt ist alles Gedanken zum Abschied (Anke) dabei. Die Zeit ist gekommen. Die Schulung ist zu Integratives Jugendprojekt – man beachte den Na- Ende. Mehr als 50 Jugendliche sind in Taxis auf menswandel – hört sich doch schon viel besser an. dem Weg zum Bielefelder Bahnhof. Es war sehr Trotzdem wird uns bald klar, dass ein integrativer spannend, informativ und lustig, aber auch sehr und internationaler Jugendaustausch eine ganz schön anstrengend. Als wir die Auswertung machen, große Sache ist. fällt mir auf: Es gibt gar keine negative Kritik. Ein Die Gruppe kommt einstimmig zu dem Schluss, voller Erfolg also. dass wir lieber klein anfangen sollten. Aber trotzdem Zum Schluss bleibt ein sehr gutes Gefühl übrig weiß ich jetzt: Es ist nicht unmöglich. Es fehlt eben und eine große Motivation. Für mich hat sich das nur ein bisschen Erfahrung. Kommen gelohnt.
  13. 13. Wie zufrieden warst dumit ­ einer EuroPeers-Schulung? dIch fand sie … … sehr hilfreich … hilfreich … weder/noch … … wenig hilfreich … nicht hilfreich Keine Angabe
  14. 14. 14 Was sind EuroPeers? EuroPeer werden EuroPeer sein EuroPeer-Veranstaltungen ausblick EuroPeer-Netzwerk Als EuroPeer gibt man seine eigenen Erfahrungen weiter. Aber man bleibt auch in Kontakt mit Leuten, die ganz ähnliche Dinge erlebt haben wie man selbst. Das verbindet. Es ist ein wichtiger Motivationsgrund für EuroPeers, dass sie über ihr EuroPeer-Engagement die Möglichkeit haben, sich weiterhin mit Gleichgesinnten aus- tauschen zu können. Zu groß ist ansonsten die Gefahr, dass die Auslandserfahrungen im Alltagsstress wieder untergehen.Auf den Jahrestreffen werden ­ Um den Austausch zu unterstützen, lädt JUGEND für Europa jedes Frühjahr allewichtige Entwicklungend­ iskutiert und angestoßen. a ­ ktiven EuroPeers zu einem Jahrestreffen ein. Jahrestreffen dienen der Fortbildung, I ­ nformation und Projektplanung. Sie sind entscheidend für die Weiterentwicklung des Netzwerkes. EuroPeers bringen ihre Projektideen ein, die sie mit anderen EuroPeers umsetzen wollen. Und sie diskutieren, wie das EuroPeer-Netzwerk verbessert werden kann. Einmal im Monat informiert ein Newsletter alle EuroPeers über aktuelle Termine, Entwicklungen, Fortbildungen oder Ausschreibungen und fasst die Aktivitäten der
  15. 15. Was sind EuroPeers? EuroPeer werden EuroPeer sein EuroPeer-Veranstaltungen ausblick 15E­ uroPeers aus dem letzten Monat zusammen. Auch über facebook kann man auf demLaufenden bleiben. Der restliche Austausch ist in der Regel selbstorganisiert.Daraus ergeben sich immer wieder Synergieeffekte. EuroPeers sollen sich weiterbilden Das Netzwerk motiviert zu immer neuen Aktionen.und gleichzeitig einen kreativen Freiraum für ihre Europa-Aktionen nutzen können.Viele EuroPeers sind jahrelang aktiv. Einige werden regelmäßig als ReferentInnen fürInfoveranstaltungen an Schulen, bei Stiftungen oder in Berufsinformationszentrenangefragt. Andere planen größere Aktionen wie Jugendbegegnungen oder Jugendini-tiativen. EuroPeers können selbst EuroPeer-TeamerInnen werden und neue EuroPeersausbilden. Und EuroPeers nutzen die internationalen Fortbildungsmöglichkeiten desProgramms JUGEND IN AKTION. Einige EuroPeers sind mittlerweile auch­beruflich in einem europäischen Kontext tätig.Das Engagement bei den EuroPeers ist ausdrücklich freiwillig. Doch selbstverständlich ­ Freiwilliges Engagement, das sich auszahlt.hat freiwilliges Engagement seinen Nutzen: EuroPeers bleiben in Kontakt mit Europa.Und sie machen weitere Lernerfahrungen - mit einem Zugewinn an persönlichen undberuflichen Schlüsselkompetenzen. EuroPeer-­ reffen T b ­ ieten viel k ­ reativen Frei- raum, um ­ rojekte P zu ­ la­ en, p n zu diskutieren oder gute Stimmung zu ­ erbreiten. v
  16. 16. W ie lange bist du schonals EuroPeer aktiv?gerade begonnen bis zu 1 Jahr bis zu 3 Jahre bis zu 5 Jahre 12,8% 23,1% 38,5% 12,8%
  17. 17. Was sind EuroPeers? EuroPeer werden EuroPeer sein EuroPeer-Veranstaltungen ausblick 17Wo hat man sonst schoneine so ­ ntensive iMöglichkeit zum Austausch?Für Markus Heinze aus Berlin sind die EuroPeers nicht mehr ­ egzudenken. w„­ Europa gehört zu meinem Alltag“, sagt Markus. „Dafür will ich auch andere Jugendliche ­begeistern.“D­ erzeit schließt der gelernte Sozial-Assistent eine Ausbildung zum Erzieher ab.Wie kamst du zu den EuroPeers? alle Kinder einen Migrationshintergrund hatten.Durch einen Zufall. Wir hatten gerade zwei Frei- Ich konnte viele Projekte selbst entwickeln.willige aus der Türkei bei uns im Verein „KIDS   Wie haben deine Freunde auf deinen EFD inCO“. JUGEND für Europa lud sie ein, an einer Luxemburg reagiert?EuroPeer-Schulung in Hannover teilzunehmen. Die wurden neugierig. Ich habe ihnen vielSie war speziell für Jugendliche mit Migrations- erzählt, ihnen Fotos gezeigt. Jetzt wollen siehintergrund ausgerichtet. Doch unsere beiden so ­ twas auch machen. Aber es ist gar nicht eFreiwilligen wollten nicht alleine dorthin. Sie so einfach. Viele meiner Freunde können Markus Heinzekonnten noch nicht so gut Deutsch, also fuhr ich kein Englisch. Und dann gibt es auch vielemit. Und was ich dann dort mitbekam, hat mir Organisationen, die lieber Studenten oderdie Augen geöffnet. Jugendliche mit entsprechendem VorwissenInwiefern? einstellen wollen. Ich habe einen Freund,Na ja, JUGEND für Europa ist ja die National­ der seit einem Jahr vergeblich versucht, ei-agentur für das EU-Programm JUGEND IN nen EFD-Platz zu bekommen. Trotzdem: Ich­A KTION. Und so habe ich das erste Mal z. B. von helfe, wo ich kann. Und die Nationalagentureinem Europäischen Freiwilligendienst (EFD) macht das ja auch.gehört. Die ganzen Möglichkeiten klangen fas- Willst du bei den EuroPeers weiter­machen?zinierend. Ich bin dann gleich zum nächsten Auf alle Fälle. Wo hat man sonst schon eine so in-E­ uroPeer-Jahrestreffen gefahren, hab mir von tensive Möglichkeit zum Austausch und kann soanderen Jugendlichen von ihren Erfahrungen im gut Pläne für die Zukunft schmieden? Im Ernst:Ausland berichten lassen und war selbst ganz heiß Das EuroPeer-Jahrestreffen ist für mich mittler-auf so einen EFD. Den habe ich dann in einem weile zum wichtigsten Wochenende im Jahr ge-Kindergarten in Luxemburg verbracht, in dem worden.
  18. 18. 18 Was sind EuroPeers? EuroPeer werden EuroPeer sein EuroPeer-Veranstaltungen ausblickEuroPeer-Teamerinnen: ­Einmal EuroPeer, immer EuroPeer? Sabrina Apitz | Ohne meinen Europäi- thüringischen Windischleuba. Ich wurde aktiv, schen Freiwilligendienst würde ich wohl führte Schulveranstaltungen während der Euro­ nicht als EuroPeer-Teamerin arbeiten. Damals, ­ päischen Jugendwoche durch. 2006 dann die im Jahr 2001, war ich für acht Monate in Italien. Foto­usstellung „Mittendrin“. „Anders Leben“, a Betreuung im Kindergarten, Arbeit mit behin- so der Titel, ein Gemeinschaftsprojekt mit zwei derten Menschen, die Planung einer multilate- anderen EuroPeers. Ein Jahr später leitete ich bei ralen Jugendbegegnung – diese Erfahrungen, der Schulung den ersten Workshop mit, damals die ich gemacht hatte, wollte ich anderen jungen zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Menschen unbedingt weitergeben. Das EuroPeer-Projekt entwickelt sich immer wei- 2005 kam der Brief der Nationalagentur, eine ter, das Netzwerk ist mir wichtig. ‚Peer-to-peer‘ Einladung zur ersten EuroPeer-Schulung im klappt bei uns schon sehr gut. Anne Schley | Was mir an den EuroPeers Trotzdem: All die Projekte haben mir gezeigt, so gut gefällt? Man kann sich frei entfal- dass es Spaß macht, sich für Europa zu enga- ten, bekommt Unterstützung von der Nationa- gieren. Meinen Freiwilligendienst habe ich lagentur. Aber es gibt keinen Druck. Niemand sechs Monate in Siena in Italien verbracht. sagt dir, du musst das machen. Ich selbst war Danach habe ich im Büro der Europäischen nach meiner EuroPeer-Ausbildung 2006 in ver- K ­ ommission in Brüssel gearbeitet. Als Prak- schiedenen Schulen unterwegs, habe Info-Stände tikantin für die Generaldirektion Bildung in der Fußgängerzone aufgebaut und über Mög- und Kultur. Referat: ­ UGEND IN ­ KTION. J A lichkeiten berichtet, im Ausland aktiv zu werden. Für fünf Monate. Ich war überrascht, wie lo- Für die EuroPeers wäre es in Zukunft sicherlich cker dort alles zuging. Von wegen nur graue hilfreich, wenn auch kleinere Summen unbüro- Anzugträger. Zumindest bei uns konnte kratischer beantragt werden könnten. Da fehlt es von steifer Beamten-Mentalität keine Rede noch an Finanzierungsmöglichkeiten. Wer nur 30 sein. Das sollte auch so sein. Ein bisschen Euro braucht, muss sich ja nicht lange mit Fund- ­EuroPeer-Feeling kann der Arbeit schließlich raising rumquälen. Das wäre zu hoch gegriffen. nur gut tun.
  19. 19. Was sind EuroPeers? EuroPeer werden EuroPeer sein EuroPeer-Veranstaltungen ausblick 19Auf jeder EuroPeer-Schulung sind immer erfahrene EuroPeers als Teamerinnen und Teamer dabei.Sie sind in die Planung und Organisation der Schulung eingebunden, übernehmen Workshops undberichten den TeilnehmerInnen (wiederum peer-to-peer) von ihren EuroPeers-Aktivitäten. AnneSchley, Carolina Sachs, Franziska Stölzel und Sabrina Apitz waren im September 2009 die EuroPeer-­Teamerinnen. Was sie an den EuroPeers reizt und warum sie sich als EuroPeers weiter engagieren. Carolina Sachs | Die EuroPeers hätte arbeitete in einer deutsch-polnischen Jugendbe- es schon geben müssen, als ich Abitur gegnungsstätte südlich von Posen.gemacht habe. Das hätte mir sicherlich geholfen Schon damals während meines Freiwilligen-bei der Berufsfindung. Ich hatte damals noch dienstes konnte ich mich als Trainerin ausprobie-keine Ahnung, was ich studieren wollte. Dann ren. Bei der EuroPeer-Schulung in Einschlingenentschied ich mich erst einmal für einen Freiwil- war ich nun das erste Mal als Teamerin dabei. Mirligendienst in Polen – ab September 2005. Etwas gefällt, dass die EuroPeers kein elitäres ProjektBesseres hätte mir nicht passieren können. Ich sind. Jeder kann mitmachen. Franziska Stölzel | Wie ich selbst Eu- nen Teamer-Pool aufgebaut. 20 Jung-Referenten roPeer wurde? Nicht über die klassi- informieren jetzt in Chemnitzer Schulen über Eu-sche Schulung und nicht über den Europäischen ropa, aktivieren zum Mitmachen und zeigen Mög-Freiwilligendienst. Angefangen hatte alles 2005 lichkeiten, warum es sich lohnt, die eigenen viermit einer Jugendinitiative in Chemnitz. „Was uns Wände auch durchaus mal länger zu ­verlassen.treibt – wohin wir gehen“ – so nannten wir das Mich selbst freut es, mein Wissen bei den Euro-Jugendkunstprojekt. Peer-Schulungen inzwischen in Workshops wei-Dann kam das Jahrestreffen 2008. Gebracht hat tergeben zu können. Die EuroPeers sind für miches mir zweierlei. Zum einen wurde ich direkt in eine Herzensangelegenheit geworden. Meinden EuroPeer-Trainer-Pool aufgenommen, zum Austausch mit der Nationalagentur wurde nochanderen entstand die Idee für eine neue Jugendin- intensiver. Wenn es jetzt gelingt, die EuroPeersitiative: das Jugend-Europa-Büro ‚Youth Changes‘ nach außen hin bekannter zu machen, ist das Pro-in Chemnitz, das im Mai 2009 eröffnet wurde. jekt auf einem guten Weg.Wir haben das EuroPeer-Konzept einfach auf dielokale Ebene herunter gebrochen und einen eige-
  20. 20. Bild: EU-Commission, DG EMPLEuroPeer on stage mit BarrosoAls EuroPeer steht man nicht nur vor Schulklassen oder Jugendgruppen. ­ anchmal sitzen Mauch Menschen in Anzug und Abendgarderobe vor ­ inem. So geschehen in Antwerpen. eDort ehrte EU-Kommissionspräsident José ­Manuel Barroso auf der „European AwardsCeremony 2011“ die herausragenden ­ rojekte des Europäischen Freiwilligendienstes. PM­ oderiert wurde der Abend von einem EuroPeer: Melih Özkardeş.
  21. 21. Was sind EuroPeers? EuroPeer werden EuroPeer sein EuroPeer-Veranstaltungen ausblick 21Die Fotos darf Melih Özkardeş in den nächsten Jahren wohl noch öfter heraus-holen. Er, auf der Bühne mit einem der wichtigsten Staatsmänner Europas: José A ls EuroPeer warM­ anuel Barroso. Und Androulla Vassiliou, die EU-Jugendkommissarin, ist auch der Aufbau einesdabei. europaweiten Netz- werks die mit AbstandWie das gekommen ist? Melih lacht: „Durch die EuroPeers habe ich viele Leute wichtigste Erfahrungkennengelernt und mit vielen habe ich immer noch Kontakt. So kam es auch, dass für mich. Ohne JUGENDich durch eine Freundin von den EuroPeers die Möglichkeit hatte, Barroso, den IN ­ KTION würde ich AKommissionspräsidenten, auf der Bühne anmoderieren zu können. Das war für längst nicht so vielemich ein EuroPeer-Highlight.“ Europäer kennen. Mein Leben wäre ­ nders aMelih gibt an diesem Abend den Chef-Conférencier. Die Laudatoren der verlaufen.“Z­ eremonie, Barroso und Vassiliou, hören ihm und seiner polnischen Kollegin, Melih ÖzkardeşDominika ­ utkowska, aufmerksam zu. „Barroso fand’s sehr touching“, sagt R­Melih später.Jeden Moment habe er genossen, frei gesprochen und den Preisträgern immerwieder direkt in die Augen geschaut, verrät Melih seine Taktik. „Die sollten gleichmal merken, was non-formale Bildung alles bewegen kann. Die Bedeutung istdoch mittlerweile schon genug wissenschaftlich belegt.“ Er schmunzelt.2005 kam Melih aus der Türkei nach Deutschland. Seinen Europäischen Frei-willigendienst (EFD) absolvierte er erst bei einem Verband für Menschen mitBehinderung in Erfurt, dann in einem Kinderhort in Würzburg. Insgesamt elfMonate. Die Europa-Begeisterung ließ ihn fortan nicht mehr los. 2006 besuchteer die EuroPeer-Schulung. Berichtete fortan von seinen europäischen Erlebnis-sen und organisierte (neben seinem Sportstudium in Köln) Jugendbegegnungenund Jugendinitiativen. Straßenfußball für Toleranz, Europa im Sportverein – dassind seine Themen.Die Moderation des Events ist der Höhepunkt seiner EuroPeer-Karriere. DasB­ erufsleben beginnt. Und auch dort wird er versuchen, europäische Projektezu planen. Bei seinem neuen Arbeitgeber, einem großen Sportverein, will er u.a.EFD-Projekte etablieren.
  22. 22. Ich habe sehr viel über mich gelernt: dein zum Beispiel wie ich vor GruppenEngagement s ­ prechen kann. Man merkt einfach, dass ich selbst­ ewusster geworden b bin. Das hilft mir auch in der Uni. Jedes große oder kleine Projekt hat ja viele Aufgaben: Von der Vorbereitung über die Ö ­ ffentlichkeitsarbeit bis hin zur Durch­­­ füh­ ung und Nachbereitung. Diese Heraus- rIch habe gelernt, mit Gruppen forderungen zu bewältigen, hat definitivzu arbeiten. Denn vor einer meine Kompetenzen gestärkt.60-Personen-Gruppe zu stehen,das ist doch eine Herausforde-rung. Ich habe auch gelernt,sicher vor Leuten zu sprechenund sie zu motivieren. ­ ußerdem Ahabe ich ein Gespür dafürb­ ekommen, auf eine Gruppen­atmosphäre zu reagieren.
  23. 23. Was sind EuroPeers? EuroPeer werden EuroPeer sein EuroPeer-Veranstaltungen ausblick 23EuroPeer-VeranstaltungenAuthentische Europa-ErfahrungenJedes Jahr finden quer durch Deutschland zahlreiche EuroPeer-Veranstaltungenstatt – in Schulen, Universitäten, Jugendeinrichtungen, in Arbeitsämtern, Cafésund Kneipen, in Fußgängerzonen … EuroPeers können überall sein.Die Bandbreite der Veranstaltungen ist groß. „Klassische“ Infoveranstaltungenstehen neben größeren Projekten wie Foto-Ausstellungen, Europa-Picknicks,Straßenaktionen, Sportevents, Podiumsdiskussionen. Allen Aktionen gemein-sam ist das zentrale Thema „Jugend und Europa“ – und die Weitergabe der per-sönlichen Erfahrungen an andere Jugendliche. KontaktMit ihren persönlichen Erfahrungen erreichen EuroPeers auch Jugendliche, diesonst wenig Zugang zu Europa haben. Und ihr Engagement ist gleichzeitig der Wer EuroPeers für eine Veran-beste Beweis dafür, dass es sich lohnt, sich mit Europa zu beschäftigen. staltung anfragen will, kann dies auf der Seite  www.europeers.de Was wollen EuroPeers?Ihre Veranstaltungen planen EuroPeers selbstständig oder sie werden als tun. Eine Landkarte zeigt die in der Nähe wohnenden EuroPeersR­ eferentInnen angefragt. Vor allem (Hoch-)Schulen und Jugendeinrichtungen mit ihrer E-Mail-Adresse.nutzen die Dienste der EuroPeers, aber auch Berufsinformationszentren, politi-sche Bildungszentren oder Stiftungen. Ich fand die persönlichen Sie sind begeisterte engagierte Leute, die eine tolle ZeitG­ eschichten sehr gut sowie die gehabt haben. Vielleicht hatten sie auch schwierigerep­ ersönliche Berichterstattung. Phasen, aber das können sie mit einer gewissen DistanzEs war super. Man konnte den relativieren und in einen ­ esamtzusammenhang ein- Gbeiden gut zuhören.“ ordnen. Und sie sind Leute, die ihr Wissen weitergeben wollen und eigene Projekt­ deen haben. Das fand ich sehr i bereichernd für unsere Arbeit.“
  24. 24. 24 Was sind EuroPeers? EuroPeer werden EuroPeer sein EuroPeer-Veranstaltungen ausblick Veranstaltungsbeispiele M arburger EuroPeers organisieren eine EuroPeers geben in einem Kinder-, Ju- Veranstaltung mit dem Titel „Wege ins gend- und Familienzentrum einen Work- Ausland“ für Schülerinnen und Schüler der 13. shop zu Europa . Er besteht aus einer bunten Klasse. Sie präsentieren den Europäischen Frei- Mischung aus Wissensvermittlung, Spaß und willigendienst, erklären andere Auslandsdienste kritischer Auseinandersetzung rund um die EU. und stehen im Anschluss für Fragen zur Verfü- Was ist die EU, was sind ihre Grundlagen, Ziele, gung. Stärken und Schwächen, wie funktioniert sie? Was haben junge Menschen von ihr und wohin I m Auftrag einer Stiftung bringen Euro- soll das alles führen? Die EuroPeers berichten Peers in einem interaktiven Workshop von ihren Erfahrungen und geben erste Einblicke 20 HauptschülerInnen das Thema Europa und in das Thema. aktive Bürgerschaft näher. In Gruppenarbeit er- arbeiten die Schülerinnen und Schüler Präsenta- M ünchner EuroPeers laden PassantIn- tionen zu den Themen Jugendinitiative, Jugend- nen ein, sich vor ihrem Infostand zu ver- begegnung und EFD. Im Anschluss haben die kleiden und ihr Europagesicht zu zeigen. Neben Jugendlichen ausreichend Zeit, Fragen zu stellen ­d ieser Foto­aktion kann jeder bei einem Quiz und Einblicke in die persönlichen Erfahrungen sein Wissen über Europa unter Beweis stellen der EuroPeers zu erhalten. und kleine Preise gewinnen. Informationen zu JUGEND IN AKTION gibt es gratis dazu. EuroPeers schicken junge Erwachsene,Die Bandbreite vonEuroPeer-Veranstal- die ein Berufskolleg besuchen, einen E uroPeers werden von der Grünen Ju-tungen ist groß. Vormittag lang auf eine interaktive Schnitzel- gend in Mannheim zu ihrer Sitzung ein- jagd nach Informationen rund um das Thema geladen, um das Projekt „EuroPeers“ und das „Arbeitsmöglichkeiten im Ausland“. EU-Förderprogramm JUGEND IN AKTION vorzustellen. Eine Diskussionsrunde bietet Raum E uroPeers organisieren mit Europäi- für Fragen und Anregungen. schen Freiwilligen einen Stand auf ei- nem Europafest in Freiburg. Dabei gibt es eine EuroPeers informieren auf einem Be- witzige Verkleidungsaktion, ein Quiz, Kuchen, rufsorientierungstag in Scharmbeck Buttons, persönliche Geschichten, Auslandsin- Schülerinnen und Schüler über Studiums- und formationen, Fotos und vieles mehr. Ausbildungsmöglichkeiten, die es in Europa gibt.
  25. 25. Welche Veranstaltungen wurdenam häufigsten durchgeführt? 33,5 % Schulveranstaltung 20 % Infoveranstaltung 14,1 % Workshop/Seminar 13,5 % Messestand 12,9 % Kulturevent 6% SonstigesWieviele Veranstaltungen 1–5hast du gemacht? 44,6% noch nicht 6–10 keine über 10 aktiv k.A. 5,4% 10,9% 16,3% 9,8% 13%
  26. 26. 26 EuroPeer-VeranstaltungenEngagement für EuropaWährend der Europäischen Jugendwoche 2011 setzen sich EuroPeers für die­Fortsetzung eines europäischen Jugendprogramms ein. Insgesamt engagieren sich EuroPeers in ganz Deutschland innerhalb von drei Wochen auf 60 Veranstaltungen. In Mannheim organisiert Olivia Metzendorf mit Hilfe von vier weiteren EuroPeer- Mitstreiterinnen eine Podiumsdiskussion mit anschließendem Konzert. Als Gast dabei ist unter anderem die Europaabgeordnete Franziska Brantner. Franziska Brantner spricht die Sprache der Jugendlichen. Im Innenhof des „­cafga im jungbusch“, einem Mannheimer Café in Hafennähe, präsentiert sich die E ­ uropaabgeordnete der Grünen in guter Form. Noch immer seien die Ausgaben für das EU-Programm JUGEND IN AKTION „peanuts“ im Vergleich zu den Agrarsubventionen in der EU, sagt Brantner und legt nach: „In Europa bekommt doch jede Kuh mehr Geld von der EU als ein Jugendlicher.“ Das sitzt. Die Gäste applaudieren, allen voran Metzendorf, die mit ihren vier EuroPeer-Mitstreiterinnen von Freiburg bis Darmstadt diesen Abend organisiert hat. Unter dem Motto „jugend in aktion rockt“ haben die jungen Frauen zu ihrer Veranstaltung während der Europäischen Jugendwoche 2011 eingeladen. Lust machen auf den EFD und andere Mobilitätsprogramme, das hatte sich ­Olivia auf die Fahnen geschrieben. Und so glaubt man der Studentin der Sozialen Arbeit nur allzu gerne, wie herausfordernd es während ihres Freiwilligendienstes in Portugal gewesen sein muss, junge Menschen in einem 1000 Einwohner zäh- lenden Land-Dorf vom Auswandern an die Küste abzuhalten.
  27. 27. Was sind EuroPeers? EuroPeer werden EuroPeer sein EuroPeer-Veranstaltungen ausblick 27Franziska Brantner gefällt diese Art von Engagement. Schon während ihrerSchulzeit am Deutsch-Französischen Gymnasium in Freiburg machte sich diepromovierte Politologin und Volkswirtin für einen Jugendgemeinderat und einKulturzentrum stark. Von dort ging es über die Grüne Jugend dann steil bergauf.Auch an diesem Abend gibt sich Brantner kämpferisch. Sie macht keinen Hehldaraus, dass sie das Programm JUGEND IN AKTION gerne dauerhaft stärkerfinanziell ausstatten würde. Als eigenständiges Programm.Und auch die Europäische Jugendstrategie hält die grüne Politikerin für sinn-voll. Gleichzeitig warnt sie vor einer zu engen Fokussierung auf den Arbeits-markt. „Das Schlüsselwort ist und bleibt die Teilhabe“, so Brantner.Neben ihr sitzt der Mannheimer Stadtrat Gerhard Fontagnier auf dem Podium.Auch er würde in seiner Stadt, wie er selbst sagt, gerne mehr in Sachen Jugendbe-teiligung „rocken“. „Die Stadt tut zu wenig für die Partizipation. Es gibt kein Ju-gendparlament“, sagt Fontagnier und fordert die Politiker auf, „die Jugendlichen Oben: Olivia eröffnet die Veranstaltung.in den Medien abzuholen, in denen sie auch wirklich unterwegs sind.“ Unten: Diskussion mit Franziska ­ rantner B im Innenhof des „cafga“.Nach einer knappen Stunde ist die Podiumsdiskussion zu Ende. Zurück bleibenGäste wie Alicia Geugelin, eine Musikstudentin, die Benefiz-Konzerte veran-staltet und „jetzt wieder einmal gesehen hat, wie wichtig es ist, doch einfach mitseinem eigenen Projekt anzufangen.“Und auch für Lena Przibylla hat sich die Anreise aus dem Breisgau offenbar ge-lohnt. „Wir wollen in Freiburg ein Kunst- und Kulturzentrum aufziehen. Auchein Europa-Büro ist geplant. Da ist es gut zu sehen, was man mit EuroPeers allesauf die Beine stellen kann.“ Nachwuchsprobleme und Politikverdrossenheit beiJugendlichen hat Lena nicht festgestellt, stattdessen eher fehlendes Vertrauender Politik in die jungen Menschen.Als am späten Abend dann noch die Mannheimer Indierock-und Hip-Hop-Band „Luis Laserpower“ Lieder wie „Deine Füße wollen nicht mehr lange stillstehen“ von der Bühne schmettert, hat Europa für diesen Abend einen würdigenAbschluss gefunden. Franziska Brantner wird zwar nicht mehr unter den Tanz-wütigen gesichtet. Zur guten Laune hat sie aber allemal beigetragen. Europa istdoch noch nicht out.Auch nicht für Olivia, die nach ihrem Studium als Freiwilligenkoordinato-rin das bürgerschaftliche Engagement der Bürger Maintals unterstützt und­fördert.
  28. 28. 28 EuroPeer-Veranstaltungen Die living library im Einsatz in Hamburg Wie fühlt es sich an, ein ausleihbares Buch zu sein? Diese Erfahrungen wollen Anna A ­ urich, Simone Braun und Valerie Witt beim Europafest auf dem Gänsemarkt in Hamburg machen. Dort trotzen die drei EuroPeers zum Teil scheußlichem Wind und Wetter. Aber auch der EFD ist ja meist ein Abenteuer. JUGEND für Europa: Wie ist das Pro- Was waren eure Hauptsorgen vor jekt genau entstanden? der Veranstaltung? Valerie: Wir wollten einfach was  Neu- Anna: Wir waren ja nicht nur auf dem es ausprobieren. Und so kam uns bei Europamarkt in Hamburg dabei, son- einem unserer ersten Treffen mit den dern haben im Vorfeld auch Workshops Europäischen Freiwilligen vom BHH zum Thema Mobilität in Gesamtschu- SozialContor und der European play- len gegeben. Und man weiß ja, wie das work association (e.p.a.) die Idee der in einer Schule sein kann: Der Beamer „living library“, einer lebendigen Bib- klappt nicht. Alle sitzen nur da, weil sie liothek. keine Lust auf Unterricht haben und Um uns die Bücher auf den Leib zu der Gedanke an eine übermotivierte schneidern, haben wir große Pappen Person wie mich, die sie dann für ein und Kartons aus Altpapier gestiftet be- kleines Kennenlern-Warming Up (wo- kommen. Im e.p.a Europa Jugend Büro möglich mit Bewegung!) begeistern klebten, schnitten und pinselten wir möchte, ist so ungefähr das Letzte, wasPrall gefüllt mit europäischen Erfahrun-gen: die lebendige EuroPeer-Bibliothek unsere Bücherboxen dann zusammen. sie hören möchten.
  29. 29. EuroPeer-Veranstaltungen 29Davon abgesehen gab es für mich als mittag auf dem Marktgelände einge- lich, ein paar neugierige ZuschauerKielerin nur eine Schwierigkeit: Früh troffen. Da hatte ich seit dem Morgen hatten wir ja doch.morgens an einen Ort zu kommen, von schon viel Zeit, um langsam aber sicher Was war das für ein Gefühl auf derdem ich noch nie gehört hatte und dann immer nervöser zu werden. Ich war ja Bühne?so motiviert und gut gelaunt zu wirken, nicht nur ein Buch der lebendigen Bi- Anna: Für mich ging es hauptsächlichdass ich alle Anderen ­m itreißen kann. bliothek, sondern mit Irakli aus Geor- darum, bei strömendem Regen einenWas macht eine „living library“ gien auch Showmasterin unserer Prä- guten Eindruck zu machen. Das we-überhaupt spannend? sentation. nige Publikum, das noch da war, soll-Simone: Man weiß vorher nicht, wer Als ich dann auf der Bühne stand, war te ja nicht auch noch weglaufen. Zumoder was da auf einen zukommt. Man ich erstaunt, wie aufgeregt auch die Glück war ich informiert, welche Fra-schlüpft in einen bunt bemalten Papp- Anderen aus meiner Gruppe waren. gen auf mich zukommen würden. Aberkarton in Form eines Buches, auf dem Dann ging alles wie erwartet drunter was sollte da auch noch schiefgehen?„Europäischer Freiwilligendienst“, und drüber. Dennoch: Es war ein Rie- Bei so vielen Vorträgen, bei denen ich„Gemeinsam für Europa“ oder aber senspaß. alleine vor einer Schulklasse gestanden„Erfahrungen austauschen“ steht und Und dann – kurz vor Eurem ­ uftritt – A hatte …?!spaziert über den Platz. Das erregt kam der große Regen … Habt Ihr noch eine Botschaft fürAufmerksamkeit. Simone: … und ich dachte, das ist jetzt die Jugendlichen da draußen?Wer das Prinzip der „living library“ zu viel auf einmal. Ich musste mein Simone: Nutzt eure Chance und gehtverstanden hat, spricht dich an und Kostüm, das ja ungünstigerweise aus ins Ausland. Engagiert euch für einendas kann richtig spannend werden. Pappe bestand, in Sicherheit bringen. guten Zweck. Das bringt nicht nurIch bin das Buch und informiere mei- Fünf Minuten vor unserem Bühnen- für Andere etwas, sondern auch euchnen Leser über meine Erfahrungen. auftritt regnete es in Strömen. Schlech- selbst. Seit meinem EuropäischenIm Gegensatz zu einem normalen tes Timing. Mit einem Mal wurde der Freiwilligendienst in Dänemark binBuch antworte ich aber auch auf spon- Platz leer. Trotzdem haben wir uns ich jedenfalls süchtig nach neuen Aus-tane Fragen. nicht entmutigen lassen. Wir sind fröh- landserfahrungen und Kontakten zuDann beginnt der Hamburg-Tag. lich auf die Bühne gestürmt, haben uns Menschen in ganz Europa. Der EFDWart Ihr aufgeregt? und unser Programm vorgestellt und war das Beste, was mir je passierenValerie: Ich bin etwas später am Nach- gute Laune verbreitet. Und ganz ehr- konnte. Also macht’s mir nach …!
  30. 30. Stiftungen Arbeitsagenturen 3% 4%Sonstige 7% 8% Entsendeorganisationen Eurodesk – Europäisches Politische Jugend- Institutionen informations- netzwerk 9% 14% Jugend- einrichtungen 21% 34% Schulen/ HochschulenWer nutzt EuroPeers?
  31. 31. Was sind EuroPeers? EuroPeer werden EuroPeer sein EuroPeer-Veranstaltungen ausblick 31Der Blick nach vorneDas Projekt EuroPeers hat sich seit der ersten Schulung im­September 2005 rasant entwickelt. Dies ist nur möglich, weil die entscheidenden Schritte immer von den EuroPeers selbst mit ­diskutiert und vorangebracht werden. Neben vielen kleineren Vorhaben soll das Projekt zukünftig in folgende Richtungen gehen:_ InternationalisierungVon Anfang an waren bei den EuroPeer-Schulungen Jugendliche aus anderenLändern beteiligt, die bei sich zuhause als EuroPeers aktiv werden wollten. Ohneeine unterstützende Struktur ist dies allerdings sehr schwierig. Erste Schritte zurEtablierung eines eigenen EuroPeer-Netzwerks gibt es bereits, u.a. in Österreich,Luxemburg und Polen. Die Vision ist ein internationales EuroPeer-Projekt mitunterstützenden Strukturen in allen beteiligten Ländern, so dass EuroPeer-Ver-anstaltungen in ganz Europa organisiert werden können und grenzüberschrei-tendes Engagement und Voneinander-Lernen möglich sind._ Aufbau eines TrainerpoolsAn den EuroPeer-Schulungen sind im Sinne des peer-to-peer-Konzepts immer erfah-rene EuroPeers beteiligt. Mit der Perspektive einer (internationalen) Ausweitung desEuroPeer-Projekts soll ein EuroPeer-Trainerpool aufgebaut werden, so dass die Schu-lungen zukünftig verstärkt in die Hände erfahrener EuroPeer-Trainer gelegt werdenkönnen._ Peer-MentoringWährend EuroPeers bisher vor allem informieren, teilweise auch beraten, soll der Auf-gabenbereich in Zukunft auf Peer-Mentoring für Europäische Freiwillige bzw. Peer-Coaching für Jugendinitiativen ausgeweitet werden. Viele der EuroPeers wissen, wiewertvoll Kontakte zu einheimischen Jugendlichen für Europäische Freiwillige sind undbieten an, als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Ähnliches gilt für EuroPeers,die selbst schon eine Jugendinitiative durchgeführt haben und Anderen gerne dabeihelfen, ihr eigenes Projekt auf die Beine zu stellen. Auf der EuroPeer-Homepage kannjede/r selbst angeben, was angeboten wird und welche Erfahrungen man mitbringt.
  32. 32. 32 Was sind EuroPeers? EuroPeer werden EuroPeer sein EuroPeer-Veranstaltungen ausblick„Natürlich ganz Europa –was denn sonst?“Die EuroPeers werden internationaler. Spätestens seit der ­Luxemburger Schulung im März 2012in Bad Mondorf, an der neben ehemaligen Freiwilligen aus dem Gastgeberland auch Deutsche,­Österreicher und Polen teilnahmen, ist klar: Das Netzwerk will künftig auch in anderen Ländern auf sich aufmerksam machen. Europäische Stimmen aus Luxemburg. Drei Fragen an: Flora Cammerlander Was ich als EuroPeer bewegen will? Flora: Aufklären. Die meisten Jugendlichen wissen ja gar nichts von den unter- schiedlichen Programmen. Doch man bekommt schneller den Durchblick als man denkt. Kostenlos Sprachen lernen, fremde Kulturen entdecken, sich mit Gleichgesinnten aus anderen Ländern treffen – da hab ich schon was zu erzählen. Deshalb freue ich mich auf meine Projekte in den Schulen und Jugendzentren. Meine Ziele? Lust aufs Ausland machen und den Mut zum Ausprobieren wecken. Ob die EuroPeers internationaler werden sollen? Flora: Auf jeden Fall. Und wir sind auch schon mittendrin. Das Netzwerk soll schrittweise auf ganz Europa ausgeweitet werden. Die Idee: EuroPeers aus Deutschland, Luxemburg, Österreich und Polen laden ehemalige Freiwillige aus ihren jeweiligen Nachbarländern ein, um das Projekt vorzustellen. Und damit die Vernetzung noch besser gelingt, sollten auch immer mehr EuroPeers als TeamerFlora Cammerlander(21, Österreich) arbeiten. Peer-to-peer-Schulungen sozusagen. s tudiert „Internationaleè  E ­ ntwicklung“ in Wien Was mich derzeit an der Europaberichterstattung nervt? neun Monate Freiwilligen-è Flora: Die Ökonomie. Da liegt viel zu stark der Fokus drauf. Natürlich war die dienst in Balteni/ Rumänien EU ursprünglich eine Wirtschaftsgemeinschaft, aber mittlerweile geht es doch (09/10 – 06/11) um weitaus mehr. Ich glaube, das ist auch einer der Gründe, warum viele Jugend- Entwicklungsprojekt mitè J ­ ugendlichen auf dem Land liche den Bezug zur EU verlieren – wer durchschaut heutzutage schon die Kom- plexität der Wirtschaft und der Krise?
  33. 33. Was sind EuroPeers? EuroPeer werden EuroPeer sein EuroPeer-Veranstaltungen ausblick 33 Drei Fragen an: Ilona KuzakWarum in Richtung Osten blicken?Ilona: Ganz klar: Die osteuropäischen Länder werden das EuroPeer-Team be-reichern. Man sollte bei der Zusammenarbeit aber nicht zu ungeduldig sein. Ko-operation braucht manchmal Zeit. Ich selbst habe viel Mut gebraucht, um nachmeinem BA-Studium in Krakau für den EFD nach England zu gehen. Die Ideeder Freiwilligenarbeit wird in Polen manchmal noch ein bisschen kritisch beäugt.Was ich als EuroPeer noch gerne lernen würde?Ilona: Ganz ehrlich: Wir haben ja schon eine Menge Tipps mit an die Hand be-kommen. Aber für die Durchführung von eigenen Trainings wüsste ich gerne noch Ilona Kuzak (26, Polen)mehr über den Umgang mit Konflikten, Gruppendynamik oder Management im k ommt aus der Nähe von è Jugendbereich. Auch Mediation in Europa wäre sicherlich ein spannendes Thema. Krakau, jetzt in Berlin è aster „Interkulturelle M Mein Wunsch für ein neues Jugend-Programm? Kommunikation“ an der Viadrina-Universität inIlona: Tut endlich mehr für die sozial Schwächeren. Schulabbrecher zum Beispiel, Frankfurt/Oderwer soll sich um diese Gruppe kümmern? Das familiäre Umfeld ist ­ icherlich oft s è  in London: Arbeit mit E FDüberfordert. Das geplante Programm „Erasmus for all“ mag schön klingen. Ob geistig und körperlich b ­ ehinderten Kindernes aber auch diejenigen Jugendlichen erreicht, die wirklich „Europa-Aufklärung“brauchen, da habe ich meine Zweifel. Drei Fragen an: Stéphane SchmitzWie ich mich nach der Schulung fühle? Stéphane SchmitzStéphane: Aufgeputscht. Ich möchte den Elan aus dem Training mitnehmen und (20, Luxemburg)gleich mit der Planung meines ersten Projekts beginnen. In Luxemburg ist das s tudiert Erziehungswissen- è Bewusstsein für freiwilliges Engagement bislang leider noch sehr schwach ausge- schaften in Kölnprägt. Das finde ich schade. Gemeinsam mit zwei weiteren EuroPeers will ich dazu n eun Monate EFD in è  Santiago de Compostelabeitragen, dass junge Menschen freiwillige Dienste als ernsthafte Alternative zum (Spanien)sofortigen Studien- bzw. Ausbildungsbeginn in Betracht ziehen. p lant in Luxemburg è  Infoveranstaltungen zu JUGEND IN AKTIONWas es für mich heißt, ein EuroPeer zu sein?Stéphane: Ständig etwas hinzuzulernen, würde ich sagen. Natürlich bekommst
  34. 34. 34 Was sind EuroPeers? EuroPeer werden EuroPeer sein EuroPeer-Veranstaltungen ausblick du durch Schulungen mehr Know-How. Aber was doch eigentlich zählt, ist die richtige Praxis. Alles einfach mal ausprobieren. Ich finde, neue EuroPeers sollten erst einmal möglichst viele Veranstaltungen selbst planen und durchführen. Das gibt dann hoffentlich schon bald die nötige Sicherheit. Europa in den Medien? Stéphane: Ich finde es auffällig, dass die Berichterstattung über Europa in den letzten Monaten extrem zugenommen hat. Es vergeht kaum ein Tag, ohne dass in irgendeiner Form über Europa und den Euro berichtet würde. Als durchschnitt-Stéphane lichem Bürger fällt es aber oft auch schwer, die aktuellen Ereignisse richtig zu durchschauen. Drei Fragen an: Nora Schröder Was ich mir jetzt als EuroPeer vorgenommen habe? Nora: Pünktlich zum Europatag am 5. Mai werde ich in einer Schule ein Planspiel zur „Europäischen Identität“ durchführen. Europa als Wertegemeinschaft – das kommt durch die Eurokrise doch gerade alles ein bisschen kurz. Und natürlich helfe ich mit, die EuroPeers auch in anderen Ländern bekannter zu machen. Dazu wollen wir mit anderen ehemaligen Freiwilligen eine internationale Jugendiniti- ative beantragen. Welches Know-How ich noch gebrauchen könnte? Nora: Hilfe bei der Antragstellung, ganz klar. Die Formalitäten werden uns si- cherlich noch mal ins Schwitzen bringen. Welche Dokumente müssen einge- schickt werden? Wie kann ich meine Chancen auf Bewilligung erhöhen? Das sindNora Schröder so Fragen, die ich mir gerade stelle. Aber wir sind ja mehrere EuroPeers. Gemein-(22, Deutschland) sam werden wir das schon hinbekommen. s tudiert Angewandteè  Kulturwissenschaft und Politik in Lüneburg Wenn ich mir zurzeit die Nachrichten anschaue …? Nora: Dann nervt mich die Angst vor einer Homogenisierung der nationalen s echs Monate EFD in einemè  Kulturzentrum in Cadouin Kulturen durch Europäisierung. Die Annäherung der Mitgliedsstaaten bedeutet nahe Bordeaux doch nicht zwangsläufig, dass kulturelle Eigenheiten ausgelöscht werden, son- k ommt ursprünglichè  aus Ulm dern vielmehr, dass ein kultureller Austausch stattfindet, der Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede erfahrbar macht.
  35. 35. Was Klar, ich habe mich persönlich weiter­ nt­ e hat sich wickelt. Es ist schön zu sehen, wie sich alles für dich entwickelt hat. Man lernt viel leichter Leute kennen und ist offener zu ­ llen Seiten. ageändert ? Mit dem EuroPeer-Netzwerk haben wir viele Ideen entwickelt. Die Aktionen, die wir gestaltet haben, hätte ich sonst nie gemacht. Wasmöchtest du Nutzt die Möglichkeiten, die euch gegeben sind, um insAnderen Ausland zu gehen. Lernt andere Länder und Kulturen kennen, baut euch euer eigenes Urteil über diese auf mitgeben ? und seid tolerant! Man muss sich e ­ twas trauen, um etwas zu erreichen. Ja, schaut über e ­ uren Tellerrand hinaus!
  36. 36. Jugend für Europa Deutsche Agentur für das EU-Programm jugend in Aktion Kontakt JUGEN D für Euro pa Deutsche A gent ur für das EU-­Mehr Infos? Prog ramm JUGEN R icht linien zu D IN A KTIONA lle Infos und Godesberger A llee KTION 142 –148JUGEN D IN A de 53175 Bonn nd-in-aktion.  www.juge pa,  europeers@jfe GEN D für ­Euro mail.de Info rmationen zu JU rbeit, A ndreas K lünter kten unserer ­A den Schwer pun und Telefon 0228 9506 ungsangeboten -232 ­unseren For tbild ettern Hei ke Zimmer man ­unseren Newsl e n fuereuropa.d Telefon 0228 9506 www.jugend -270 ND Barbara Schmidt eiten von JUGE A lle Internet-S Telefon 0228 9506 en Sie unter -264 für Europa fi nd nd.de rum-ju ge  www.webfo

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