Gut zum Druck / Bon à tirer
«PrimaryCare» ist eine Open-Access-Publikation von EMH. Entsprechend wird EMH allen Nutzern au...
PrimaryProfession PrimaryCare
PrimaryCare 2014;14: Nr. 3 1
Christina Bruder, Alexandrine Girardet, Emmanuelle Jaquet, Soni...
PrimaryProfession PrimaryCare
PrimaryCare 2014;14: Nr. 3 2
Einführungsmöglichkeiten der eKG:
Einige Experten schlugen vor,...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Draft allemand

24 Aufrufe

Veröffentlicht am

0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
24
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
4
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
0
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Draft allemand

  1. 1. Gut zum Druck / Bon à tirer «PrimaryCare» ist eine Open-Access-Publikation von EMH. Entsprechend wird EMH allen Nutzern auf der Basis der Creative-Commons-Lizenz «Namensnennung – Keine kommerzielle Nutzung – Keine Bearbeitung 2.5 Schweiz» das zeitlich unbeschränkte Recht gewähren, das Werk zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich zugänglich zu machen unter den Bedingungen, dass (1) der Namen des Autors genannt wird, (2) das Werk nicht für kommerzielle Zwecke verwendet wird und (3) das Werk in keiner Weise bearbeitet oder in anderer Weise verändert wird. «PrimaryCare» est une publication «open-acess» de EMH. Sur la base de la licence Creative-Commons License «Paternité – pas d'Utilisation – Pas de Modification 2.5 Suisse» EMH va accorder à tous les utilisateurs le droit, non limité dans le temps, de reproduire, distribuer et communiquer cette création au public, selon les conditions suivantes (1) il faut citer le nom de l'auteur, (2) ne pas utiliser cette création à des fins commerciales et (3) ne pas modifier, transformer ou adapter cette création. Copyright Das Copyright geht für die Dauer des gesetzlichen Urheberrechts auf den Verlag «EMH Schweizerischer Ärzteverlag AG, Basel», über. Der Verlag erhält damit das Recht, den Beitrag im In- und Ausland sowie zeitlich unbeschränkt zu verwenden, zu bearbeiten (z.B. zu Abstracts), zu übersetzen, zu vervielfältigen, zu übermitteln, weiterzuverwerten, zu veröffentlichen und zu vertreiben, in jeder Form und in jedem Medium (auch im Internet), sowie dem Autor selbst, Dritten als auch der Allgemeinheit die entsprechenden Nutzungsrechte auf Verwendung, Bearbeitung usw. einzuräumen. Die Autoren stimmen der Übertragung des Copyrights zu. Le copyright va aux Editions Médicales Suisses EMH SA, Bâle, pour la durée légale des droits d’auteur. Les Editions ont ainsi le droit d’utiliser l’article en Suisse ou à l’étranger pour une durée illimitée, de l’adapter (par ex. sous forme d’abstract), de le traduire, le résumer, le dupliquer, le transmettre, le publier et le commercialiser, sous quelque forme ou dans quelque média (par ex. Internet) que ce soit, ainsi que de transférer ces droits à l’auteur lui-même, à des tiers ou au public pour utilisation et mise à jour. Les auteurs approuvent ce transfert du copyright. Beitrag / article: Name / nom: Datum / date: Unterschrift / signature: EMH Schweizerischer Ärzteverlag AG Redaktion PrimaryCare Farnsburgerstrasse 8 CH-4132 Muttenz Tel. 061 467 85 58 Fax 061 467 85 56 E-Mail: primary-care@emh.ch EMH Editions médicales suisses SA Rédaction PrimaryCare Farnsburgerstrasse 8 CH-4132 Muttenz tél. 061 467 85 58 fax 061 467 85 56 E-Mail: primary-care@emh.ch
  2. 2. PrimaryProfession PrimaryCare PrimaryCare 2014;14: Nr. 3 1 Christina Bruder, Alexandrine Girardet, Emmanuelle Jaquet, Sonia Kerkour, Marie Vetterli Wenn die Krankengeschichte elektronisch wird Herausforderungen und Hürden bei der Nutzung der elektronischen Krankengeschichte hinsichtlich der Versorgung chronisch kranker Patienten Eine Arbeit des Moduls Gemeinschaftsprojekte der Medizinischen Fakultät Lausanne Angesichts der Überalterung der Bevölkerung sind chronische Krankheiten ein wichtiges Thema für die Volksgesundheit. Dank e-Health stehen heute neue Tools zur Verfügung, welche die Versorgung chronisch kranker Patienten erleichtern könnten. Problematik Im Rahmen der Strategie e-Health Schweiz hat sich der Kanton Waadt zum Ziel gesetzt, eine elektronische Krankengeschichte (eKG) zu entwickeln, die als virtuelle Plattform zum Datenaus- tausch (Austrittsberichte, Labordaten, Medikamente ...) zwischen den verschiedenen Gesundheitsfachleuten und dem Patienten dienen soll [1,2]. Letzterer verwaltet ihren Inhalt und entscheidet, wer Zugriff auf welche Informationen erhält. Nachfolgend möch- ten wir die Herausforderungen und Hürden bei der Nutzung der eKG hinsichtlich der Versorgung chronisch kranker Patienten auf- zeigen [2–4]. Ziele und Methodik Phase 1 Untersuchung der Herausforderungen und Einführungsmöglich- keiten der eKG anhand halbstrukturierter Interviews mit 6 Exper- ten des Gesundheitswesens (dem e-Health-Verantwortlichen des Kantons Waadt1 , dem Kantonsarzt, dem Forschungsverantwort- lichen am IUMSP2 , dem Leiter für Informationssysteme des CHUV3 , einem am Predimed-Projekt4 des CHUV beteiligten Krankenpfleger und einem Versicherer) Phase 2 Untersuchung der Erwartungen der Gesundheitsfachleute in Be- zug auf die eKG, der Hürden bei ihrer Einführung, ihrer potenti- ellen Vorteile hinsichtlich der Versorgung chronisch kranker Pati- enten sowie ihrer Auswirkungen auf die Teamarbeit anhand von Interviews mit 6 Pflegenden in Sozialmedizinischen Zentren (SMZ) (davon 3 in der Stadt und 3 in der Peripherie), 6 Apothe- kern (davon 3 unabhängigen und 3 einer Apothekenkette zuge- hörigen) sowie 6 Allgemeinmedizinern (davon 3 unter und 3 über 50 Jahre). Resultate Phase 1: Die Ansichten der Experten des Gesundheitswesens Herausforderungen: Bei der Entwicklung der eKG sind laut Aussage der Experten die Wahrung der ärztlichen Schweigepflicht bzw. der Datenschutz, die Kompatibilität der Computersysteme, übereinstimmende gesetzliche und semantische Grundlagen sowie die Unterstüt- zung des Patienten bei der Verwaltung seiner Krankengeschichte wichtige Herausforderungen. Ferner betonten sie die Wichtig- keit einer überzeugenden Kommunikation für eine positive An- nahme der eKG durch die Gesundheitsfachleute. 1 http://www.vd.ch/themes/sante/organisation/ehealth/ 2 Institut universitaire de médecine sociale et préventive (Institut für Sozial- und Präventivmedizin), Lausanne 3 Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (Waadtländisches Universitätsspital) 4 Verwaltungssoftware für die Arzneimittelverordnung und -dispensation Modul Gemeinschaftsprojekte (IMCO) Das Ziel des Moduls Gemeinschaftsprojekte, welches erst- mals im Jahr 2009 in Lausanne angeboten wurde, besteht darin, die Spitalmauern einmal zu verlassen, um herauszu- finden, wie das Gesundheitssystem und die Gesundheits- determinanten in der Gemeinschaft funktionieren und da- bei nicht nur den gesundheitlichen, sondern auch den ge- sellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Kontext zu beleuchten. Zu diesem Zweck untersuchen die Medizinstudenten und -studentinnen des dritten Studienjahres im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit vier Wochen lang ein frei gewähl- tes Gesundheitsthema. Jedes Jahr werden vier dieser Forschungsprojekte für die Publikation in PrimaryCare ausgewählt. Abbildung 1 Denken Sie, das elektronische Patientendossier wird die Rollen der Gesundheitsfachleute verändern? Nein Ja Pflegende in SMZ Allgemein- mediziner Apotheker 100%  80%  60%  40%  20%  0%
  3. 3. PrimaryProfession PrimaryCare PrimaryCare 2014;14: Nr. 3 2 Einführungsmöglichkeiten der eKG: Einige Experten schlugen vor, die eKG schrittweise, beginnend mit lokalen Projekten, einzuführen [2]. Desweiteren befanden sie es für wichtig, Politiker und Verantwortliche des öffentlichen Ge- sundheitswesens von der Notwendigkeit der Einführung der eKG auf kantonaler Ebene zu überzeugen. Phase 2: Die Ansichten der Gesundheitsfachleute Erwartungen: Hinsichtlich der Versorgung chronisch kranker Patienten wird von der eKG aufgrund der besseren Datenübermittlung vor allem eine Zeitersparnis erwartet. Der Grossteil der Gesundheitsfach- leute hofft ferner auf eine bessere Versorgungskontinuität und eine grössere Sicherheit für die Patienten. Hürden: Die grösste Hürde ist laut Interviews das Fehlen einer einheitli- chen Definition der eKG. Dies kann das Vertrauen in ihre Nut- zung schmälern sowie eine gewisse Zurückhaltung bei der Wei- tergabe von Informationen bewirken. Folgende Befürchtungen werden als weitere Hürden gesehen: – fehlender Datenschutz; – Computerprobleme; – Schwierigkeiten bei der Umstellung (mental, technisch). Potentielle Vorteile: Als Hauptvorteil wurde von den Gesundheitsfachleuten eine bessere Versorgung chronisch kranker Patienten genannt. Weitere positive Punkte waren: – besserer ganzheitlicher Blick auf die Krankheit; – die Vereinfachung der Kommunikation und Zusammenarbeit; – die Förderung der Gesundheitserziehung. Auswirkungen auf die Teamarbeit: Einige Gesundheitsfachleute bedauern, zu wenig Informationen über die eKG erhalten zu haben, alle sind sich jedoch einig da- rin, dass diese die Zusammenarbeit und Kohärenz unter den Kol- legen verbessern könnte. Bezüglich der Veränderung ihres Be- rufsbildes gehen die Meinungen der Gesundheitsfachleute aus- einander: Während die Mitarbeiter der SMZ und die Apotheker der Auffassung sind, dass sich ihr Aufgabenspektrum verändern und um neue Berufsbilder erweitern wird, trifft dies für die Mehr- heit der befragten Allgemeinmediziner nicht zu. Schlussfolgerungen Die Einführung der eKG erfordert ein tiefgreifendes Umdenken und einen starken politischen Umsetzungswillen [2]. Mit der eKG wird der Patient in den Mittelpunkt der Versorgung gerückt, was zahlreiche Fragen aufwirft und eine Umstrukturierung des Ge- sundheitssystems erfordert. Um sie an den Versorgungsalltag chronisch kranker Patienten anpassen zu können, scheint eine begleitende, kontinuierliche Evaluierung der eKG ab ihrer Ein- führung unerlässlich. Danksagung Herzlichen Dank an unseren Tutor PD Dr. med. Arnaud Chiolero und alle Interviewteilnehmer! Literatur 1 www.e-health-suisse.ch 2 Santschi V, Bize R, Paccaud F, Burnand BC. Cybersanté dans le canton de Vaud : Propositions pour une stratégie d'implantation. IUMSP. Lausanne. 2013. (Raisons de santé, 212). http://www.iumsp.ch/en/node/1183. 3 Calman N, Hauser D, Lurio J, Wu WY, Pichardo M. Strengthening public health and primary care collaboration through electronic health records. Am J Public Health. 2012;102(11):e13-8. doi: 10.2105/AJPH.2012.301000. Epub 2012 Sep 20. 4 Rosemann T, et al. Utilisation of information technologies in ambulatory care in Switzerland. Swiss Med Wkly. 2010;140:w13088. Korrespondenz: ••••• ••••• •••••

×