Kapital & Märkte: Ausgabe August 2013

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Herausforderung Portfoliodiversifikation

Viele vermeintlich gut diversifizierte Portfolien erleiden immer wieder hohe Verluste. Wie Anleger die Kursschwankungen ihres Portfolios langfristig reduzieren können und wie Sie unterschiedliche Anlagestrategien von verschiedenen Vermögensverwaltern zur Diversifikation nutzen können, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von Kapital & Märkte.

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Kapital & Märkte: Ausgabe August 2013

  1. 1. MF 1 Portfoliodiversifikation Grundlagen eines gut diversifizierten ­Portfolios Dass man bei der Geldanlage „nicht alle Eier in einen Korb legen“ soll, ist weithin bekannt. Trotzdem erleiden Investoren mit ihren vermeintlich gut diversifizierten Portfolien immer wieder hohe Verluste. Der Grund: Die Portfolien fokussieren sich meist nur auf einen kleinen Teil der möglichen Anlage- klassen. Infolgedessen werden viele Möglichkeiten zur Redu- zierung von Anlagerisiken nicht genutzt. Anleger gewichten darüber hinaus in ihren Wertpapierdepots oftmals bestimm- te Unternehmen oder Branchen sehr stark, zu denen sie aus persönlichen oder beruflichen Gründen eine Affinität haben. Die Wertentwicklung eines Portfolios ist neben den Renditen der einzelnen Anlagen auch von deren Korrelation unterein- ander abhängig. Die Korrelation gibt an, wie sich zwei Wert- papiere im Verhältnis zueinander bewegen. Gemessen wird dies mit dem Korrelationskoeffizienten, der sich zwischen +1 und -1 bewegen kann. Haben zwei Wertpapiere einen hohen Korrelationskoeffizienten, also mit einem Wert nahe 1, dann bewegen sich diese sehr ähnlich. Ein Beispiel hierfür sind zwei Versicherungsunternehmen, die auf Faktoren wie Groß- schadensfälle, Zinsniveaus und Regulierungsänderungen in ähnlicher Weise reagieren. Ist der Korrelationskoeffizient sehr niedrig, so verläuft die Wertentwicklung der beiden Wertpapiere überwiegend gegenläufig. Je weniger die Wertpapiere miteinander korrelieren, desto größer ist der Diversifikationsnutzen im Portfolio. ❚ Diversifikation unternehmensspezifischer Risiken Die Wertentwicklung einer Aktie wird sowohl vom Marktum- feld der jeweiligen Branche als auch von unternehmensspe- zifischen Entscheidungen oder Ereignissen beeinflusst. Letz- teres kann zu deutlichen Abweichungen der Wertentwicklung eines Unternehmens im Vergleich zu seinen Wettbewerbern führen. Ein Beispiel hierfür ist die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko 2010, als es nach einer Explosion auf der Ölbohrplatt- form Deepwater Horizon über mehrere Monate zum Austritt von Öl und folglich zu starken Umweltverschmutzungen kam. Aufgrund der hohen Folgekosten brach der Aktienkurs von BP um über 50 Prozent ein, während die Wettbewerber keinen derartigen Kurseinbruch zu verzeichnen hatten (Vergleich Abbildung 1). Wäre die Branche von Anlegern ausschließlich über BP abgedeckt worden, dann hätte dieses Ereignis die an sich gute Entwicklung des Sektors zunichte gemacht. Aus Diversifikationsaspekten ist es daher sinnvoll, mehrere Gesell- schaften einer Branche im Portfolio zu haben. ❚ Diversifikation von Branchenrisiken Oft bewegen sich die Aktienkurse von Unternehmen einer Branche sehr ähnlich, da sie denselben konjunkturellen, poli- tischen und regulatorischen Einflüssen unterliegen. Dies kann entweder nur für Unternehmen eines Landes oder aber auch global gelten und ist vom Globalisierungsgrad der Branche sowie der Art der Einflüsse abhängig. Abbildung 2 zeigt die Wertentwicklung von Automobilherstellern verschiedener Län- der. Trotz Unterschieden bei den Produktpaletten und Absatz- märkten sowie verschiedenen unternehmensspezifischen Problemen wie Rückrufaktionen verlief die Wertentwicklung Kapital & Märkte Ausgabe August 2013 Kapital & Märkte erhalten Sie sehr gerne auch per E-Mail. Wenn Sie hiervon Gebrauch machen möchten, senden Sie uns bitte eine kurze E-Mail an: KapitalundMaerkte@privatbank.de
  2. 2. relativ synchron: Die Absatzflaute in Folge der Finanzkrise hat die Kurse aller drei Gesellschaften massiv einbrechen lassen. Dies zeigt, dass eine gute Diversifikation innerhalb einer Bran- che zwar Schutz vor den Problemen einzelner Unternehmen bietet, aber vor Ereignissen, die die gesamte Branche betreffen, kaum schützt. Ein prominentes Beispiel hierfür ist auch der Neue Markt, als viele Investoren fast ausschließlich in „neue Technologien“ investiert haben. Das vermeintlich gut diver- sifizierte Portfolio an Wachstumstiteln hat jedoch nicht vor dem annähernden Totalverlust geschützt, da ein Großteil der Unternehmen keine Gewinne erwirtschaftete und in der damaligen Euphorie viele Gesellschaften ohne tragfähige Geschäftsmodelle an die Börse gingen. Mit einem ausge- wogeneren Portfolio, das neben Wachstumswerten auch substanzstarke Titel sowohl aus konjunkturzyklischen als auch defensiven Branchen enthalten hätte, wären starke Wertver- luste vermeidbar gewesen. Abbildung 3 zeigt die Wertentwicklung verschiedener Bran- chen des STOXX 600 Index. Es ist ersichtlich, dass alle Bran- chen vom Marktzyklus beeinflusst werden. Dennoch gibt es immer Phasen, in denen sich einzelne Branchen sehr unter- schiedlich entwickeln. So legten Technologiewerte um die Jahrtausendwende um über 200 Prozent zu, während gleich- zeitig der Genussmittelsektor etwa 25 Prozent an Wert verlor. Die Technologiewerte verloren die Gewinne jedoch bis 2002 wieder vollständig und notieren heute etwa 20 Prozent unter ihrem Wert von Anfang 1999. Der Genussmittelsektor hat sich hingegen in diesem Zeitraum etwa verdreifacht. Ein weiteres 0 50 100 150 200 250 300 0 50 100 150 200 250 300 Jan 00 Jul 01 Jan 03 Jul 04 Jan 06 Jul 07 Jan 09 Jul 10 Jan 12 Jul 13 Quelle: Bloomberg ABBILDUNG 2: WERTENTWICKLUNG VERSCHIEDENER AUTOMOBILKONZERNE Daimler (Euro, normiert) Renault (Euro, normiert) Toyota (Jap. Yen, normiert) siehe auch Hinweise im Impressum zu (2) und (3) 0 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200 0 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200 Jul 05 Jul 06 Jul 07 Jul 08 Jul 09 Jul 10 Jul 11 Jul 12 Jul 13 Quelle: Bloomberg ABBILDUNG 1: WERTENTWICKLUNG VERSCHIEDENER MINERALÖLKONZERNE BP (US-Dollar, normiert) Exxon Mobil (US-Dollar, normiert) Royal Dutch Shell (US-Dollar, normiert) siehe auch Hinweise im Impressum zu (2) und (3) 2
  3. 3. 2 3 Beispiel ist der Bankensektor, der bis zur Finanzkrise zu den Sektoren mit der besten Wertentwicklung gehörte, bevor er bereits 2007, und damit vor den anderen Branchen, massiv einbrach und sich seitdem kaum erholt hat. Der Sektor Pharma und Gesundheit zählte in den vergangenen Jahren zu den Branchen mit der geringsten Volatilität. Seit der Finanzkrise hat er sich im Branchenvergleich mit am besten entwickelt, was darauf zurückzuführen ist, dass dividendenstarke Unter- nehmen mit stabilen Erträgen im Fokus der Anleger sind. Daher ist es aus Risikogesichtspunkten sinnvoll, über mög- lichst viele verschiedene Sektoren diversifiziert zu sein. Auf diese Weise wird verhindert, dass immer wieder auftretende negative Entwicklungen in einem Sektor zu großen Vermögens- verlusten führen. ❚ Diversifikation von Länderrisiken Kursentwicklungen können sich nicht nur zwischen den ver- schiedenen Branchen eines Landes, sondern auch zwischen verschiedenen Ländern deutlich unterscheiden. Zum einen kann sich der gesamte Aktienmarkt eines Landes aus politi- schen oder makroökonomischen Gründen von der Entwick- lung in anderen Ländern loslösen. Zum anderen können sich einzelne Branchen in den jeweiligen Ländern durch abwei- chende Rahmenbedingungen stark unterscheiden. In Abbildung 4 ist die Wertenwicklung der deutschen, schwei- zerischen und griechischen Leitindizes dargestellt. Während sich der deutsche und der schweizerische Aktienindex ab 0 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200 0 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200 Jan 00 Jul 01 Jan 03 Jul 04 Jan 06 Jul 07 Jan 09 Jul 10 Jan 12 Jul 13 Quelle: Bloomberg ABBILDUNG 4: WERTENTWICKLUNG EUROPÄISCHER AKTIENMÄRKTE DAX TR (Euro, normiert) Athens Stock Exchange General Index TR (Euro, normiert) Swiss Market Index TR (Schw. Franken, normiert) Swiss Market Index TR (Euro, normiert) siehe auch Hinweise im Impressum zu (2) und (3) 0 50 100 150 200 250 300 350 0 50 100 150 200 250 300 350 Jan 99 Jun 01 Nov 03 Apr 06 Sep 08 Feb 11 Jul 13 Quelle: Bloomberg ABBILDUNG 3: WERTENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER BRANCHEN DES STOXX 600 INDEX STOXX 600 Versorger TR (Euro, normiert) STOXX 600 Banken TR (Euro, normiert) STOXX 600 Nahrungs- & Genußmittel TR (Euro, normiert) STOXX 600 Gesundheitswesen TR (Euro, normiert) STOXX 600 Technologie TR (Euro, normiert) siehe auch Hinweis im Impressum zu (2) 3
  4. 4. Eigentümer der Reaktoren von Fukushima, sondern auch die Titel der anderen Kraftwerksbetreiber deutlich nachgaben. Etwas zeitverzögert fielen auch die Kurse der europäischen Betreiber, weil sich die Ertragssituation vieler Versorger mit den Kosten für die Nachrüstung der bestehenden Kernkraftwerke und insbesondere dem deutschen Atomausstieg deutlich ver- schlechtert hatte. In den USA blieben dagegen große Reak- tionen aus, da an der Kernenergie festgehalten wurde und die Kosten für Nachrüstungen vergleichsweise gering waren. Mit der Diversifikation über viele Länder können länder- oder regionenspezifische Risiken sowohl auf Gesamtmarkt- als auch auf Sektorebene besser ausgeglichen werden. Um aber nicht dem Risiko großer Verluste aus Währungsschwankungen aus- gesetzt zu sein, empfiehlt es sich, den Fremdwährungsanteil über viele Währungen hinweg zu verteilen. ❚ 2009 deutlich vom Einbruch im Zuge der Finanzkrise erholten, verlor der Aktienmarkt in Griechenland nach einer kurzen Erholungsphase weiter massiv an Wert. In Euro gerechnet konnten die Aktien aus der Schweiz die deutschen Titel deut- lich hinter sich lassen, da wegen der Eurokrise zeitgleich der Schweizer Franken gegenüber dem Euro massiv aufgewertet hat. Wie die Beispiele zeigen, hat die Schuldenkrise somit zu deutlich unterschiedlichen Wertentwicklungen innerhalb der europäischen Aktienmärkte geführt. Abbildung 5 veranschaulicht die Wertentwicklung der Ver- sorgerwerte aus den USA, Europa und Japan. Diese tenden- ziell sehr defensive Branche wurde durch den Reaktorunfall in Fukushima unterschiedlich getroffen. Der stärkste Kursein- bruch war in Japan zu beobachten, wo nicht nur Tepco als 0 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200 0 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200 Jun 09 Jan 10 Aug 10 Mrz 11 Okt 11 Mai 12 Dez 12 Jul 13 Quelle: Bloomberg ABBILDUNG 5: WERTENTWICKLUNG DER VERSORGERBRANCHE IN EUROPA, JAPAN UND DEN USA STOXX 600 Versorger TR (Euro, normiert) S&P 500 Versorger TR (US-Dollar, normiert) MSCI Japan Versorger TR (Jap. Yen, normiert) siehe auch Hinweise im Impressum zu (2) und (3) 60 80 100 120 140 160 180 200 220 240 60 80 100 120 140 160 180 200 220 240 Jan 99 Feb 01 Mrz 03 Apr 05 Mai 07 Jun 09 Jul 11 Aug 13 Quelle: Bloomberg ABBILDUNG 6: WERTENTWICKLUNG VON EUROPÄISCHEN AKTIEN UND ANLEIHENSEGMENTEN Unternehmensanleihen TR (Euro, normiert) Staatsanleihen Deutschland TR (Euro, normiert) Staatsanleihen Italien TR (Euro, normiert) STOXX 600 TR (Euro, normiert) siehe auch Hinweis im Impressum zu (2) 4
  5. 5. 4 5 dingt. Mittelfristig sollten die Renditen der Aktienmärkte wieder über denen der Anleihen liegen. Abbildung 7 stellt die Wertentwicklung von Rohstoffen im Vergleich zum europäischen Aktienmarkt dar. Die meisten Rohstoffe wie Industriemetalle und Energieträger, insbeson- dere Rohöl, sind konjunkturabhängig und daher stärker mit Aktien korreliert als mit Anleihen. Indes haben auch andere Faktoren wie Ausbau oder Verringerung der Förderkapazitäten, konjunkturunabhängige Nachfrageveränderungen durch die Industrialisierung in den Schwellenländern sowie Angebots- schwankungen durch politische Ereignisse oder Naturkata- strophen Auswirkungen auf die Rohstoffpreise. Gold – aber auch andere Edelmetalle – sind insbesondere in Krisenzeiten, sei es aus Angst vor Inflation, Währungskrisen oder Rezessionen, sehr gefragt und daher mit anderen Vermögensklassen nur gering korreliert. Damit sind sowohl Edelmetalle als auch Energieträger, Industriemetalle und andere Rohstoffe ein nütz- licher Baustein der Vermögensanlage, um Schwankungen des Portfolios zu reduzieren. ❚ Diversifikation der Anlagestrategien Eine breite Streuung nach Anlageklassen, Branchen, Ländern und Unternehmen führt insgesamt zu einer wesentlich steti- geren Entwicklung des Depots und verringert das Risiko grö- ßerer Kursausschläge. Um diese breite Diversifikation in der Praxis umzusetzen, ist es häufig sinnvoll, die Verantwortung einem professionellen Vermögensverwalter zu übertragen, der mit seiner Strategie und Erfahrung die Verwaltung des Kundenvermögens übernimmt. Diversifikation mittels verschiedener Asset- klassen Die bisherige Betrachtung war auf den Aktienmarkt begrenzt. Neben Aktien gehören im Rahmen einer Vermögensverwal- tung auch die Vermögensklassen Anleihen und Rohstoffe in ein gut diversifiziertes Portfolio. Abbildung 6 zeigt die Wert- entwicklung verschiedener europäischer Anleihensegmente mit einer Laufzeit von jeweils sieben bis zehn Jahren sowie des europäischen Aktienmarktes. Dabei wird ersichtlich, dass sich die einzelnen Anleihensegmente in Abhängigkeit von politischen und wirtschaftlichen Ereignissen unterschiedlich entwickeln. So sind Unternehmensanleihen mit Ausbruch der Finanzkrise gefallen, wogegen Staatsanleihen als vermeintlich sichere Anlage an Wert gewonnen haben. Zwischen 2011 und 2012 haben italienische Staatsanleihen durch die Eurokrise deutlich an Wert verloren, während deut- sche Staatsanleihen weiter gestiegen sind und Unternehmens- anleihen nach besseren Konjunkturaussichten ebenfalls hin- zugewonnen haben. Die Beispiele verdeutlichen, dass auch bei Anleihen, analog zu Aktienanlagen, über viele Segmente und Länder hinweg diversifiziert werden sollte. Daneben zeigt die Abbildung, dass Anleihen und Aktien im Zeitablauf eine geringe Korre- lation aufweisen, so dass ein hoher Diversifikationsnutzen besteht. Die vergleichsweise gute Wertentwicklung der An- leihen relativ zum Aktienmarkt in den vergangenen zehn Jahren ist durch die immer weiter gesunkenen Nominalzin- sen aufgrund der überwiegend expansiven Geldpolitik der Notenbanken sowie der sehr niedrigen Inflationsraten be- 0 100 200 300 400 500 600 700 0 100 200 300 400 500 600 700 Jan 99 Feb 01 Mrz 03 Apr 05 Mai 07 Jun 09 Jul 11 Aug 13 Quelle: Bloomberg ABBILDUNG 7: WERTENTWICKLUNG VON EUROPÄISCHEN AKTIEN SOWIE ROHSTOFFEN STOXX 600 TR (Euro, normiert) DJ Rohstoffindex TR (Euro, normiert) Gold (Euro, normiert) siehe auch Hinweise im Impressum zu (2) und (3) 5
  6. 6. sein möchte, ist gezwungen, sich in regelmäßigen Abständen mit den Reportingunterlagen seiner Anlageportfolien zu be- schäftigen. In der Regel wählt jeder Anbieter hier seine eigene Darstellung und weist häufig auch unterschiedliche Kennzahlen aus. Wer diese Auswertungen aussagekräftig vergleichen will, muss versuchen, die Einzelreportings zu vereinheitlichen. Hierzu sind vertiefte finanzwirtschaftliche Kenntnisse und viel Zeit nötig. Zudem ist es sinnvoll, in regelmäßigen Abständen das Ge- spräch mit den Vermögensverwaltern zu suchen. Wer sein Vermögen breit diversifiziert hat, kommt so schnell auf zehn bis 20 Gesprächstermine im Jahr. Die Alternative könnte sein, ein Family Office mit dieser Aufgabe zu betrauen, was erheb- liche zusätzliche Kosten nach sich zieht und daher häufig erst bei sehr großen Vermögen sinnvoll ist. Zu einer professionell diversifizierten Vermögensverwalter- strategie gehört es auch, sich regelmäßig kritisch mit den Ergebnissen seiner Vermögensverwaltung zu beschäftigen und bei längerfristig unterdurchschnittlichen Entwicklungen einen Wechsel des Vermögensverwalters zu überdenken. Ein weiterer Aspekt, der bei diesem Ansatz nicht vernachlässigt werden darf, sind die Mindestanlagebeträge, die bei einzelnen Vermögensverwaltungsmandaten notwendig sind. ❚ In eigener Sache: Die E&G Vermögens­strategie Premium Unsere Portfoliomanager haben sich diesen Schwierigkeiten gestellt und ein innovatives Vermögensverwaltungskonzept entwickelt: 8 plus 1 Acht herausragende Vermögensverwalter, ausgewählt von einer Privatbank. Die Spezialisten von ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers wählen aus den verschiedenen Vermögensverwaltern am Markt die besten acht für Ihr Portfolio aus. Für diese hochkom- plexe Zusammenstellung bedarf es Kompetenz, Erfahrung und vor allem Unabhängigkeit. Genau dafür stehen wir seit 1912. Durch die Verteilung des Vermögens auf mehrere Vermögens- verwalter, die wiederum in zahlreiche unterschiedliche An- lageklassen, Regionen und Instrumente investieren, ergibt sich eine Risikodiversifikation, die ihresgleichen sucht. Die exemplarische Darstellung des Portfolios (siehe Abbildung 8) verdeutlicht diesen Effekt: Anlegern, denen an einer besonders breiten Diversifikation ihres Vermögens gelegen ist, bietet sich noch eine weitere Dimension der Risikostreuung: Indem sie ihr Vermögen nicht nur einem, sondern mehreren verschiedenen Vermögensver- waltern anvertrauen, reduziert sich das Risiko einer einzelnen Anlagestrategie. Jeder Vermögensverwalter verfolgt bei seinen Mandaten eine bestimmte Strategie. Naturgemäß kann diese je nach Markt- phase mehr oder weniger erfolgreich sein. Insbesondere Ver- mögensverwalter, die stark von ihrer definierten Benchmark abweichen und sehr fokussiert auf einzelne Entwicklungen setzen, unterliegen häufig starken Schwankungen. Exemplarisch zeigt sich dies an dem US-Hedgefondsmanager und Vermögensverwalter John Paulson. Während er seinen Anlegern einerseits durch die gezielte Wette auf den Zusam- menbruch der US-Hypothekenmärkte im Jahr 2007 enorme Gewinne bescherte, mussten sie andererseits aufgrund seiner starken Fokussierung auf Gold in diesem Jahr bereits erheb- liche Verluste hinnehmen. Daraus wird deutlich, dass die ausschließliche Investition in die Strategie eines bestimmten Vermögensverwalters neben Chancen auch deutliche Risiken bergen kann. Wer sein Ver- mögen auf verschiedene Vermögensverwalter streut, vermeidet diese Risiken und reduziert langfristig die Kursschwankungen seines Portfolios. Was in der Theorie sehr einfach klingt, ist in der Praxis mit erheblichem Aufwand für den Anleger verbunden: •• Auswahl der geeigneten Vermögensverwalter •• Überwachung der Managementleistung •• Vielzahl von Ansprechpartnern •• Hohe Mindestanlagebeträge pro Vermögensverwaltungs- mandat Bereits die Auswahl der geeigneten Vermögensverwalter er- fordert gute Finanzmarktkenntnisse und einen hohen Zeit- aufwand. Wie das obige Beispiel zeigt, sollte der Anleger hierbei nicht nur die Ergebnisse der Vergangenheit betrach- ten, sondern sich dezidiert mit der Strategie, den möglichen Anlageklassen und der Person des Vermögensverwalters be- schäftigen. Da es mit der einmaligen Auswahl nicht abschließend getan ist, ergeben sich durch die Mehrzahl von Anlageportfolien auch nach der Investition einige Fallstricke. Wer die Leistung seiner beauftragen Vermögensverwalter überwachen und über die Entwicklung seines Vermögens auf dem Laufenden 6
  7. 7. 6 7 garantiert ein Höchstmaß an Objektivität und Transparenz und gibt Anlegern die Sicherheit, ihr Vermögen nur ausge- suchten Vermögensverwaltern anzuvertrauen. Neben der Auswahl der Zielinvestments übernimmt ­ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers auch die laufende Analyse und Überwachung. Hierzu werden die Ergebnisse zusammengetragen, detailliert überprüft und in einem profes- sionellen und nachvollziehbaren Reporting aufbereitet. Hinzu kommen eine Betrachtung des Gesamtportfolios sowie ein aktueller Ausblick auf die Kapitalmärkte. Durch das transparente Reporting kann der Anleger die Wertentwicklung seiner Ver- mögensverwaltungen jederzeit nachvollziehen. Neben einer erheblichen zeitlichen Entlastung zeichnet sich die E&G Vermögensstrategie Premium auch durch ein hohes Maß an Flexibilität aus. Bereits ab Anlagebeträgen von 150.000 Euro sind Investitionen in dieses breit diversifizierte Anlageportfolio möglich. Zudem können regelmäßige An- spar- oder Entnahmepläne eingerichtet werden. Für jeden Anleger findet sich somit eine maßgeschneiderte Lösung für seine persönliche Vermögens- und Liquiditätsplanung. ❚ Ergänzende Hinweise: Diese Informationen sind keine Anlageberatung oder Empfehlung. Für individu­ elle Anlageempfehlungen und eine umfassende Beratungen stehen Ihnen die Berater unseres Hauses gerne zur Verfügung. Die vorstehenden Informationen sind keine Finanzanalyse im Sinne des Wert­ papierhandelsgesetzes und genügen nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht einem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Der Auswahlprozess Im Rahmen des Auswahlprozesses werden die am Markt verfügbaren Vermögensverwaltungen in vier verschiedene Risikoklassen eingeteilt: •• defensiv: Aktienquote von maximal 35 Prozent •• ausgewogen: Aktienquote zwischen 35 und 60 Prozent •• offensiv: Aktienquote von mehr als 65 Prozent •• flexibel: keine definierten Anlagegrenzen Nach einem quantitativen Scoring-Modell wählt ELLWANGER & GEIGER Privatbankiers aus jeder Kategorie die beiden Besten aus. Grund­lage hierfür sind detaillierte Reportings, die sonst institutionellen Kunden vorbehalten sind. In persönlichen Gesprächen mit den ausgewählten Vermögensverwaltern werden die Anlage­strategie und der Anlageprozess ausführlich besprochen. Die bisherige Wertentwicklung der einzelnen Fonds wird analysiert, die Portfoliozusammensetzung über- prüft und anhand des Scoring-Modells laufend überwacht. Sollten die Anlagekriterien nicht mehr erfüllt sein, kann zeit- nah reagiert und ein Austausch durchgeführt werden. Die gezielte Investition in die Strategien der acht ausgewählten Vermögensverwalter steigert die Anlagechancen und reduziert gleichzeitig das Risiko gegenüber Investitionen in nur eine Vermögensverwaltung. Anleger erhalten zudem Zugang zu neuen Anlagestrategien und profitieren von der nachgewie- senen Kompetenz herausragender Portfoliomanager mit langjähriger Erfahrung. Der hochkomplexe Auswahlprozess Abbildung 8: Das Ellwanger & Geiger Privatbankiers Strategiedepot Premium im Überblick Privatanleger ELLWANGER & GEIGER VERMÖGENSSTRATEGIE PREMIUM vielfältige Instrumente (auch zur Absicherung) und etwa 500 bis 1.000 Einzeltitel Verwalter 1 Verwalter 2 Verwalter 3 Verwalter 4 Verwalter 5 Verwalter 6 Verwalter 7 Verwalter 8 Quelle: Ellwanger & Geiger Privatbankiers 7
  8. 8. DIE BEStE StRAtEGIE. MASSGESCHnEIDERtE FInAnZIERUnGEn. Konditionen sind bei Finanzierungen wichtig, doch entscheidend ist das richtige Konzept. Tilgungsvarianten, Sondertilgung, Berücksichtigung von staatlichen Förderprogrammen – all dies macht eine gute Finanzierung aus. Sprechen Sie mit unseren Beratern. BANKHAUS ELLWANGER & GEIGER KG Börsenplatz 1, 70174 Stuttgart www.privatbank.de Anzeige für die Rückseite KuM 190 x 162 mm Bankhaus Ellwanger & Geiger KG Börsenplatz 1, 70174 Stuttgart Amtsgericht Stuttgart HRA 738 Persönlich haftende Gesellschafter:
 Dr. Volker Gerstenmaier, Mario Caroli

 Ihr Ansprechpartner: Michael Beck Leiter Portfolio Management Telefon 0711/2148-242, Telefax 0711/2148-250 Michael.Beck@privatbank.de Redaktion: Patrick Nass, Fondsmanagement Institutional Banking Björn Lenzner, Vermögensberater www.privatbank.de/kapitalmarkt Die Darstellungen geben die aktuellen Meinungen und Einschätzungen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokuments wieder. Sie können ohne Voran- kündigung angepasst oder geändert werden. Die enthaltenen Informationen wurden sorgfältig geprüft und zusammengestellt. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann nicht übernommen werden. Die Informationen sind keine Anlageberatung, Empfehlung oder Finanzanalyse. Für individuelle Anlage- empfehlungen und umfassende Beratungen stehen Ihnen die Berater unseres Hauses gerne zur Verfügung. Die Urheberrechte für die gesamte inhaltliche und ­graphische Gestaltung liegen beim Herausgeber und dürfen gerne, jedoch nur mit schriftlicher Genehmigung, verwendet werden. Ergänzende Hinweise: (1) Angaben zur steuerlichen Situation sind nur allgemeiner Art. Für eine individuelle Beurteilung der für Sie steuerlich relevanten Aspekte und ggf. abweichende Bewertungen sollten Sie Ihren ­Steuerberater hinzuziehen. (2) Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Entwicklungen. (3) Finanzinstrumente oder Indizes können in Fremdwährungen notiert sein. Deren Renditen können daher auch aufgrund von Währungs- schwankungen steigen oder fallen. Impressum Stand: August 2013 8

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