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Mag. Dr. Josef Eisner, 2011          Emotionen                                          Freude                            ...
Mag. Dr. Josef Eisner, 2011          Emotionen & Gefühle                               Freude       Belustigung, Fröhlichk...
Mag. Dr. Josef Eisner, 2011                                            Funktionalität &                                   ...
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Mag. Dr. Josef Eisner, 2011          (D) Entwicklungsbezogene          Determinanten                                      ...
Mag. Dr. Josef Eisner, 2011          Ontogenese der Emotionen            Alter Emotion                      Gefühl        ...
Mag. Dr. Josef Eisner, 2011          (E) Priorisierungsprimat                              Angst                          ...
Mag. Dr. Josef Eisner, 2011          (F) Relativierungsprimat                              Ärger                          ...
Mag. Dr. Josef Eisner, 2011          (G) Adaptive didaktische Designs              Beispiele:                             ...
Mag. Dr. Josef Eisner, 2011          (H) Einsatz affektiver          Lehrgrundlagen                    Primär-            ...
Mag. Dr. Josef Eisner, 2011          Mögl. nächste Schritte …           Qualitative Analyse von            Unterrichtssit...
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Affektive Unterrichtsgestaltung

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  • Affektive Unterrichtsgestaltung organisiert über methodische Ansätze die Ereignisse des Affektiven-Systems so, dass Lernen und Leisten damit geplant und absichtsvoll gefördert werden. Dabei wird Kognition und Affekt (i.S.v. Affektives-System) als Einheit komplementärer funktionaler Systeme betrachtet. (Eisner, 2010, S. 273f)
  • Die Lehrperson und ihre Lehrkompetenzen sind Dreh- und Angelpunkt der affektiven Unterrichtsgestaltung. Der Integrationsgrad professionsbezogener psychologischer, didaktischer und fachlicher Kompetenzen ist für die Gestaltung von Bedingungen, die für das affektive Erleben relevant sind, bedeutsam. Die affektiv wirksamen didaktischen Kompetenzbereiche beziehen sich auf das instruktionale Vorgehen, die Erfolgserwartung, die Zielstrukturen, die Rückmeldung und Leistungskonsequenzen sowie auf die Autonomieförderung und Wertevermittlung. (Eisner, 2010, S. 274)
  • In Anlehnung an die TZI (Themenzentrierte Interaktion) ist der Affektiven Unterrichtsgestaltung das Respektieren eigener und der Grenzen anderer voranzustellen. Dazu gehört auch das wechselseitige Ernstnehmen von Bedürfnissen auf Beziehungs- und Sachebene. (Eisner, 2010, S. 274)
  • Die Affektive Unterrichtsgestaltung erfordert die Beachtung entwicklungspsychologischer Fundamenta. Diese betreffen die gehirnorganische Entwicklung hinsichtlich der kognitiven und affektiven Verarbeitungs- und Integrationskapazitäten. Weiters sind neben anderen Punkten besonders die variierenden Autonomie- und Bindungsbedürfnisse als grundlegend anzusehen. Die Bedeutung dieser Bedingungen liegt im Bereich adaptiver Prozesse des Affektiven-Systems, welche auch für Lernen und Leisten ausschlaggebend sind. (Eisner, 2010, S. 274f)
  • Grundsätzlich sind im Hinblick auf die Beachtung und Bearbeitung von Emotionen Prioritäten zu setzen, wobei der Angst Vorrang vor der Traurigkeit und dem Ärger eingeräumt wird. Erst nach Bearbeitung dieser drei negativen Emotionen können Interventionen in Betracht gezogen werden, die auf positive Emotionen abzielen. (Eisner, 2010, S. 275)
  • Die grundsätzliche Vorgehensweise, welche gemäß (E) postuliert wird, ist unter folgender Maßgabe aufzuheben. Rückt eine Emotion auf Grund ihrer energetischen Dominanz in den Vordergrund, insbesondere aus dem negativen Valenzbereich, dann ist sich zuerst diesem situationsbezogenen Ereignis zuzuwenden. (Eisner, 2010, S. 275)
  • Adaptive didaktische Designs, wie z.B. Offenes Lernen, die Innere Differenzierung, Unterricht auf Basis komplementärer Lernziele oder der präferierte Einsatz affektiv relevanter Lehrkompetenzen, schaffen für die Affektive Unterrichtsgestaltung günstige Voraussetzungen. (Eisner, 2010, S. 275)
  • Die differenzierte und systematische Nutzung von affektiven Lehrgrundlagen, welche den Primär-Affekt, die Emotionen und Stimmungen betreffen, bilden den speziellen methodischen Bezugspunkt. Neben den drei neurologischen Prozessbereichen, die durch unterschiedliche Verhalten aktivierende Schemata gekennzeichnet sind, beziehen sich diese methodischen Ansätze auf zukunftbezogenes, prozessbezogenes und retrospektives affektives Gewahrsein. (Eisner, 2010, S. 275f)
  • Affektive Unterrichtsgestaltung

    1. 1. Mag. Dr. Josef Eisner, 2011 Affektive Unterrichtsgestaltung Acht technologisch orientierte Thesen
    2. 2. Mag. Dr. Josef Eisner, 2011 (A) Intention der Affektiven Unterrichtsgestaltung „Das Affektive-System energetisiert und steuert kognitive Prozesse und ist für Lernen und Leisten unabdingbar.“ Neokortex Kognition Affektives-System Limbisches System Emotion Stammhirn Affekt Theoretische Ableitungen: Ciompi (1997); Hüther (2004, 2005, 2006); Porges (2008, 2003); Porges und Barry (2001), Wimmer (2004) u.a.
    3. 3. Mag. Dr. Josef Eisner, 2011 Emotionen Freude Ärger Traurigkeit Liebe Angst Shaver et al. (1987)
    4. 4. Mag. Dr. Josef Eisner, 2011 Emotionen & Gefühle Freude Belustigung, Fröhlichkeit, Lust, … Liebe Verehrung, Anziehung, Fürsorge, … Traurigkeit Bedrückung, Unmut, Bedauern, … Ärger Feindseeligkeit, Empörung, Zorn, … Angst Schrecken, Befürchtung, Sorge, … Shaver et al. (1987)
    5. 5. Mag. Dr. Josef Eisner, 2011 Funktionalität & qualitative Merkmale nicht instruktional Primär-Affekt Flucht/Angriff/Erstarrung Affektives-System Wohlbefindensforschung Affektive Gregory & Perry (2006), Gläser-Zikuda et al. (2005), EMOTION Grundemotionen Unterrichts- (Liebe, Freude, Angst, Ärger, Traurigkeit) gestaltung (Eisner, 2010) Ausdifferenzierte Instruktion bezogen FEASP Gefühle Emotionsbeschreibungen (sympathy, pleasure, fear, Vail (1994) it S anger,envy) bzw. Gefühlsbegriffe m (Astleitner, 2000) um gn Werte und Ziele, ARCS K/A Motivation Primäre Antriebe (Keller, 1999) (z.B.: Explorationsverhalten…) kognitives, Aufgaben- orientiertes, adaptives oder komplementäres Inhalte Kog. U-Design,… Kognition (Erkennen, Analyse, (z.B. Astleitner (2009), Herber & Vásárhelyi (2002), Gagné (1980), Konstruktion, Integration, …) Bloom et al. (1972)…) (+++) instruktionale Nähe (+)
    6. 6. Mag. Dr. Josef Eisner, 2011 Lern- und Leistungsrelevante Kategorien des Affektiven-Systems Individuell Positive Negative Valenz Valenz Traurigkeit, Retrospektiv Freude Ärger Erfolgsfreude, Ergebnisfreude, Scham, Traurigkeit, Stolz, Entspannung, Enttäuschung, Schuld, Erleichterung, Zufriedenheit Ärger, Frustrationen, Unzufriedenheit Prozess Freude Angst, Ärger Lernfreude, Vergnügen Angst, Ärger Angst, Prospektiv Freude Traurigkeit Hoffnung, Vorfreude Ängstlichkeit, Hoffnungslosigkeit
    7. 7. Mag. Dr. Josef Eisner, 2011 Lern- und Leistungsrelevante Kategorien des Affektiven-Systems Sozial Positive Negative Valenz Valenz Keine zeitliche Differenzierung Keine zeitliche Liebe, Freude Ärger Bewunderung, Sympathie, Eifersucht, Ärger, Differenzierung Liebe, Dankbarkeit, Empathie, Missachtung, Neid, Keine zeitliche Sicherheit, Geborgenheit Abneigung, Hass Differenzierung Strukturmodell lern- und leistungsbezogener Komponenten des Affektiven-Systems (adaptiert und erweitert nach Goetz et al., 2003; Götz, 2004)
    8. 8. Mag. Dr. Josef Eisner, 2011 (B) Lehrperson und (Integrations- level von) Lehrkompetenzen Sozial und individuell Kompetenzbezogene wirksame Elemente Subkategorien der der Unterrichtsgestaltung Unterrichtsgestaltung Leistungsdiagnostik, Aufgabendar- Bezugsnorm, bietung, Bedeutsamkeit, Instruktionales Motivierungs- Anspruch, Klarheit, Vorgehen qualität, soziale Diagnostik, Förderung von Fürsorge, Wohlbefinden Beziehung, Stimmung der Lehrperson Autonomie und „Die Lehrperson und der Inte- Autonomieförderung Selbstkontrolle, grationsgrad ihrer professi- Kompetenz- unterstützung onellen Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen sowie damit Ziele, Erfolg & verbundenen Grundhaltungen Rückmeldung sind für das affektive Erleben Wertevermittlung Lernender von zentraler Bedeutung.“
    9. 9. Mag. Dr. Josef Eisner, 2011 (C) Humanistischer Ausgangspunkt Umfeld (Globe) Grundlage für individuelle und soziale Reflexion (gemäß einem Balanceprinzip i.S. der TZI) „Affektives Erleben (Primär-Affekt, Emotion, Stimmung) steht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit Beziehungs- bedingungen und Sachaspekten.“
    10. 10. Mag. Dr. Josef Eisner, 2011 (D) Entwicklungsbezogene Determinanten Balance zwischen: Schutz (Fürsorge) versus Autonomie (Freiheit) „Das Zusammenwirken von Kognition und Affekt unterliegt, insbesondere in den frühen Lebensjahren, intensiven qualitativen Veränderungen und einer erst allmählich wachsenden affektiven Verarbeitungsfähigkeit.“
    11. 11. Mag. Dr. Josef Eisner, 2011 Ontogenese der Emotionen Alter Emotion Gefühl Funktion Motiv Liebe, Sicherheit, Exploration/ 0–1 Freude, Trennungsangst, Erregung, Neugier, Jahr Ärger, Furcht, Vorsicht Gefühlsan- Interesse, Traurigkeit, Überdruss steckung, rudimentäre Angst Autonomie Funktionslust weitere Aus- Bedauern, Funktions- 2–6 formung des Mitleid, Stolz, Empathie, lust, Kompe- Emotions- Triumph, Perspektiven- tenz, Jahre erlebens Verlegenheit, übernahme, Leistungs- Scham motivation ambivalente Ge- fühle, selbstbe- wertende Emoti- 7 – 12 Hoffnung, Soziale onen, affektive Jahre Befürchtung Motive, Perspektiven- Wunsch übernahme, Zeitverständnis, Selbstkontrolle
    12. 12. Mag. Dr. Josef Eisner, 2011 (E) Priorisierungsprimat Angst Ärger Liebe Traurigkeit Freude „Emotionen haben im Sinne ihres qualitativen Spektrums interventionsbezogen unterschiedliche Bedeutung und Dringlichkeiten, in einer (i.d.R.) abfallenden Linie von negativen zu positiven Valenzen.“
    13. 13. Mag. Dr. Josef Eisner, 2011 (F) Relativierungsprimat Ärger Angst Liebe Freude Traurigkeit „Die energetische Ladung eines emotionalen oder allgemein affektiven Ereignisses kann die qualitative Priorisierungsreihe aufheben.“
    14. 14. Mag. Dr. Josef Eisner, 2011 (G) Adaptive didaktische Designs Beispiele: VAKE Offenes Lernen Komplementäre Lernziele Innere Differenzierung „Adaptiv orientierte didaktische Designs, Lehrkompetenzen und die Gestaltung der Lernumgebung können affektiv relevant ausgewählt und eingesetzt werden.
    15. 15. Mag. Dr. Josef Eisner, 2011 (H) Einsatz affektiver Lehrgrundlagen Primär- Stimmung Emotion Affekt Gregory & Perry (2006) Prävention Strategien der Stimmungsregulation Astleitner (2000) Gläser-Zikuda et al. (2005) Krisenintervention Eisner (2010) Vail (1994) >>>>>>>>>>> Designrelevanz >>>>>>>>>> „Affektives Befinden kann lern- und leistungsrelevant beeinflusst werden, indem parallel und integrativ zu kognitiven didaktischen Ansätzen affektive Lehrgrundsätze sowie Lehrstrategien Anwendung finden.“
    16. 16. Mag. Dr. Josef Eisner, 2011 Mögl. nächste Schritte …  Qualitative Analyse von Unterrichtssituationen und damit gekoppelter Ereignisse die dem Affektiven- System zuzuordnen sind; nach Maßgabe der 8 Thesen (A-H) – Ziel: Anreicherung und Prüfung der bestehenden Aussagen  Dekonstruktion von bestehenden Ansätzen und deren Neuintegration gemäß der 8 Thesen (A-H) – generieren von um/zu- Aussagen die wiederum der empirischen Prüfung zugeführt werden sollen

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