Unser Ansatz für eine angemessene Umsetzung nach BCBS 279
Dr. Dimitrios Geromichalos
Standardised Approach for Measuring
C...
2016 SA-CCR (BCBS 279) 2
EXXETA auf einen Blick
Ganzheitlicher BeratungsansatzUmsatzverteilung 2015 (Branchen)
Unternehmen...
2016 SA-CCR (BCBS 279) 3
Inhalt
1. Herausforderungen im Risk Management
2. SA-CCR – Unser Verständnis
3. EXXETA Vorgehensm...
2016 SA-CCR (BCBS 279) 4
Financial Services – Risk Management
Das Risikomanagement – Aufgaben und Herausforderungen
Das Ma...
2016 SA-CCR (BCBS 279) 5
Financial Services – Risk Management
Das Risikomanagement – Herausforderungen und Treiber
Reputat...
2016 SA-CCR (BCBS 279) 6
Inhalt
1. Herausforderungen im Risk Management
2. SA-CCR – Unser Verständnis
3. EXXETA Vorgehensm...
2016 SA-CCR (BCBS 279) 7
Ansätze zur Ermittlung des Counterparty
Credit Risks (CCR)
Unterschätzung von
Risiken durch
inter...
2016 SA-CCR (BCBS 279) 8
Bisherige regulatorische CCR-Ansätze im
Überblick
 Bisherige regulatorische Methoden werden durc...
2016 SA-CCR (BCBS 279) 9
Vergleich des derzeitigen Standards mit
dem neuen Ansatz (SA-CCR)
Exposure at Default = RC + PFE
...
2016 SA-CCR (BCBS 279) 10
Berechnung der Wiederbeschaffungskosten
(RC) auf Netting-Ebene
RC: Verlust wenn Counterparty sof...
Netting-
Ebene
Asset-
Klassen
Hedging-
Ebene
Trade-
Ebene
Bildung von
Netting-Sets Ni als
Ausgangspunkt
Aufsplittung auf
A...
2016 SA-CCR (BCBS 279) 12
Wichtige Parameter in der Berechnung
des PFE
Laufzeitfaktor MFi
Aufsichts-Delta δi
Gibt die Sens...
2016 SA-CCR (BCBS 279) 13
Inhalt
1. Herausforderungen im Risk Management
2. SA-CCR – Unser Verständnis
3. EXXETA Vorgehens...
EXXETA Vorgehensmodell
Unser Vorgehensmodell sieht eine Durchführung in zwei Stufen vor.
Zunächst wird eine Begutachtung d...
EXXETA.com
“Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen,
sondern möglich machen.” - Antoine de Saint-Exupéry
2016 SA-CCR...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

EXXETA AG: Standardized Approach for Measuring Counterparty Credit Risk Exposures (SA-CCR; BCBS 279)

220 Aufrufe

Veröffentlicht am

Gemäß Basel III können Banken bei der Ermittlung des Kontrahentenrisiko-Exposures (Counterparty Credit Risk Exposure) zwischen zwei Ansätzen wählen. Während Großbanken sich im Allgemeinen für den IMM-Ansatz (Internal Model Method) zur Kapitalsteuerung entschieden haben, verwenden kleinere Banken in der Regel einen der folgenden regulatorischen Ansätze:

- Current Exposure Method (CEM): Diese in der Praxis am weitesten verbreitete regulatorische Methode sieht die Berechnung des Exposures durch Hinzufügen eines Add-on-Faktors zum derzeitigen Marktwert vor.

- Standardised Method (SM): Diese Methode darf nur bei OTC-Derivaten und Geschäften mit langer Abwicklungsfrist verwendet werden und findet in der Praxis kaum Anwendung.

- Original Exposure Method (OEM): Die als Erleichterung für Institute mit besonders kleinem Handelsbuch konzipierte Methode ist ebenfalls kaum verbreitet.

Der Vorteil der bisherigen regulatorischen Verfahren liegt in ihrer einfachen Berechnung. Allerdings sind sie kaum risikosensitiv und berücksichtigen Margin Agreements, Hedging/Netting-Sets sowie Überbesicherungen nicht.

Der neue Standardansatz zur Ermittlung von Kontrahentenrisiken (SA-CCR; BCBS 279) ist als Lösung für die genannten Nachteile konzipiert und wird ab 2017 alle bisher verwendeten regulatorischen Ansätze ersetzen.

Obwohl interne Modelle (IMM) nicht tangiert werden, soll der SA-CCR auf jeden Fall als Fallback-Lösung für die IMM-Methoden zusätzlich gerechnet werden und möglicherweise auch als Grundlage für die Berechnung eines Eigenkapital-Floors dienen.

Veröffentlicht in: Wirtschaft & Finanzen
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
220
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
129
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
0
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

EXXETA AG: Standardized Approach for Measuring Counterparty Credit Risk Exposures (SA-CCR; BCBS 279)

  1. 1. Unser Ansatz für eine angemessene Umsetzung nach BCBS 279 Dr. Dimitrios Geromichalos Standardised Approach for Measuring Counterparty Credit Risk Exposures (SA-CCR)
  2. 2. 2016 SA-CCR (BCBS 279) 2 EXXETA auf einen Blick Ganzheitlicher BeratungsansatzUmsatzverteilung 2015 (Branchen) Unternehmensüberblick Regionale Präsenz – Internationale Projekte AUTOMOTIVEENERGY FINANCIAL SERVICES OPPORTUNITIES TRANSPORT & LOGISTICS Vision Strategy Processes Organization Business Applications Application Landscape Hardware / Network 4% 31% 33% 14% 18% BÜROS Projekte Unabhängiges, mittelständisches und mitarbeitergeführtes Beratungshaus Management-, Fach-, Methoden- und IT-Beratung Werteorientierte Unternehmensführung Gegründet 2005 Mitarbeiter 500 Umsatz* 60 Mio. *geplant in 2016 Frankfurt, Karlsruhe, Stuttgart, Leipzig, Berlin, München Zürich Bratislava
  3. 3. 2016 SA-CCR (BCBS 279) 3 Inhalt 1. Herausforderungen im Risk Management 2. SA-CCR – Unser Verständnis 3. EXXETA Vorgehensmodell
  4. 4. 2016 SA-CCR (BCBS 279) 4 Financial Services – Risk Management Das Risikomanagement – Aufgaben und Herausforderungen Das Management von Risiken Ein funktionales Risikomanagement erfordert einen Risikomanagement- Zyklus mit den Komponenten: Risiko-Strategie und Limitierung: Allgemeine Vorgaben und quantitatives Herunterbrechen auf Einzelrisiken und -positionen Überwachung und Bewertung: Turnusmäßige Beobachtung aller signifikanten Risiken und quantitative Einstufung der Auswirkungen Bewältigung: Minderung, Vermeidung, Akzeptanz oder Absicherung Zusammensetzung der Risiken Generell sind folgende Risikoarten ausschlaggebend Kreditrisiken: Aus Ausfällen oder Rating-Änderungen von Kreditnehmern, Emittenten, Kontrahenten sowie Länderrisiken Marktrisiken: Risiken aus Marktpreisänderungen, etwa wg. Zins-, Wechselkurs- oder Credit-Spread- Änderungen Liquiditätsrisiken: Refinanzierungs- und Liquidations-Risiken Operationelle Risiken: Menschen, Prozesse, Systeme als Urs. Reputationsrisiken: (Kaum messb.) Auswirkungen auf Ansehen
  5. 5. 2016 SA-CCR (BCBS 279) 5 Financial Services – Risk Management Das Risikomanagement – Herausforderungen und Treiber Reputations- risiko Operationelles Risiko LiquiditätsrisikoMarktrisikoKreditrisiko Methoden Prozesse Systeme Ganzheitliche Betrachtung Eine übergreifende Risiko-Betrachtung erfolgt oft erst im Zusammenhang mit der Ermittlung des ökonomischen Eigenkapitals und wird durch die Heterogenität von Methoden, Prozessen und Systemen erschwert Die Risikomanagement-Verfahren von Finanzdienstleistern befinden sich im Spannungsfeld unterschiedlicher Anforderungen und sind permanenten Änderungen im Rahmen groß- und kleinskaliger Projekte unterworfen Finanzmarkt-Entwicklung: Änderungen seit der Finanzkrise, wie z.B. negative Zinsen oder Multicurve-Bewertungen Regulatorik: Permanent neue Anforderungen wie Basel III, BCBS 239, BCBS 279, FRTB oder SA-CCR Technologie: Fintechs als neue Akteure, Cyber und Social Media Risks, aber auch neuartige Big Data-Verfahren Haupttreiber für Änderungen und Verbesserungen des Risikomanagements
  6. 6. 2016 SA-CCR (BCBS 279) 6 Inhalt 1. Herausforderungen im Risk Management 2. SA-CCR – Unser Verständnis 3. EXXETA Vorgehensmodell
  7. 7. 2016 SA-CCR (BCBS 279) 7 Ansätze zur Ermittlung des Counterparty Credit Risks (CCR) Unterschätzung von Risiken durch interne Modelle Vergleichbarkeit der Modelle verschie- dener Banken schwierig Banken verwenden für die Ermittlung der CCR-RWs eigene Modelle zur Er- mittlung des Potential Future Exposure und des erforder- lichen (ökonomischen) Eigenkapitals Banken verwenden regulato- risch vorgegebene Formeln zur Ermittlung der erforderli- chen (regulatorischen) Eigenkapitals zur Deckung von Counterparty Credit Risks Regulato- rische Ansätze Interne Modelle (IMM) Übersicht Mögliche Nachteile Zu geringe Risiko- sensitivität Keine Berücksichti- gung von Nettings Keine Berücksichti- gung von Margi- nings Gemäß Basel III können Banken bei der Ermittlung des Counterparty Credit Risks zwischen zwei Ansätzen wählen. Während Großbanken sich für den IMM-Ansatz (Internal Model Method) zur Kapitalsteuerung entschieden haben, verwenden kleinere Banken i.d.R. regulatorische Ansätze Erhöhung der Risiko- sensitivität regulatori- scher Ansätze Berücksichtigung von Netting-Sets Berücksichtigung von Margin-Agreements Annäherung an Methoden interner Modelle Ziele SA-CCR
  8. 8. 2016 SA-CCR (BCBS 279) 8 Bisherige regulatorische CCR-Ansätze im Überblick  Bisherige regulatorische Methoden werden durch neuen Standardansatz ersetzt  IMM-Methoden werden nicht tangiert, allerdings besteht die Möglichkeit einer regulatorischen Kapital-Untergrenze (Floor) Current Exposure Method (CEM) Standardised Method (SM) Ansatz mit den größten Einschränkungen in Bezug auf seine Anwend- barkeit Darf nur bei OTC-Deriva- ten und Geschäften mit langer Abwicklungsfrist verwendet werden Aufgrund dieser Ein- schränkung und der kom- plexen Berechnung des Risikowertes besteht kein Anreiz für Institute diesen Ansatz zu wählen Original Exposure Method (OEM) In der Praxis am weitesten verbreitete regulatorische Methode Berechnung erfolgt durch hinzufügen eines Add-on- Faktors zum derzeitigen Marktwert Add-on-Faktor ergibt sich anhand des Nominal- betrags, der Asset-Klasse und der Restlaufzeit Erleichterung für Institute mit besonders kleinem Handelsbuch Bei insignifikanter Größe des Handelsbuches ver- ringert sich der Aufwand für Risikoberechnung Aufgrund seiner starken Restriktionen, findet er bei den meisten Institu- ten keine Anwendung
  9. 9. 2016 SA-CCR (BCBS 279) 9 Vergleich des derzeitigen Standards mit dem neuen Ansatz (SA-CCR) Exposure at Default = RC + PFE RC: Wiederbeschaffungskosten die sich aus aktuellem Marktwert vermindert um Sicherheiten ergeben PFE: Potenzielle zukünftige Anstieg der Wiederein- deckungskosten (Potential Future Exposure) AddOn = Nominalbetrag * Aufsichtsfaktor Hedging wird nur auf Netting-Ebene durch Verhältnis von Brutto/Netto Credit Exposure berücksichtigt Sicherheiten werden berücksichtigt und vom Marktwert abgezogen Nachteile Keine Differenzierung zwischen margined/unmargined Transaktionen Keine Hedging/Netting-Berücksichtigung Keine Berücksichtigung von Überbesicherungen Aufsichtsfaktor nicht geeignet für Stresszeiten Exposure at Default = α (RC + PFE) Faktor α = 1,4 (festgelegt vom Basler Ausschuss) RC: Zusätzliche Berücksichtigung von Sicherheiten und Marginvereinbarungen PFE wird für fünf Asset-Klassen wie folgt berechnet: Nominalbetrag * Delta * Laufzeitfaktor * Aufsichtsfaktor Hauptpunkte Berücksichtigung von Margin Agreements Hedging/Netting-Sets Überbesicherungen und dadurch mögliche Exposurereduzierung Risikosensitiver als bisherige regulatorische Ansätze Einfacher zu implementieren als Interne Modelle Verringert Ermessenspielraum der nationalen Aufsichten Derzeitiger Standard Current Exposure Method (CEM) Neuer Ansatz Standardised Approach (SA-CCR)
  10. 10. 2016 SA-CCR (BCBS 279) 10 Berechnung der Wiederbeschaffungskosten (RC) auf Netting-Ebene RC: Verlust wenn Counterparty sofort ausfällt PFE: potentieller Anstieg des Exposure in einem Jahr RC = max(V - C; 0) V: Wert der Transaktion bei Netting C: Wert der Sicherheiten Unmargined Transaktionen Margined Transaktionen RC: Verlust wenn Counterparty sofort oder in Zukunft ausfällt PFE: potenzielle Veränderung des Handelswertes während der Glattstellungszeit (MPOR) RC = max(V - C; TH + MTA – NICA; 0) Term Threshold (TH) + Minimum Transfer Amount (MTA) = größtes Exposure das keinen Margin Call auslöst Net Independent Collateral Amount (NICA): zusätzliche Sicherheiten der Gegenpartei abzüglich weiterer eigener Sicherheiten
  11. 11. Netting- Ebene Asset- Klassen Hedging- Ebene Trade- Ebene Bildung von Netting-Sets Ni als Ausgangspunkt Aufsplittung auf Asset-Klassen Ai Aufsplittung auf Hedging-Paare Hi Add-on zur Berück- sichtigung der Aufsichtskorrelation ρi  Netting-Set- Zuschlag Multiplikator bei Übersicherung  PFE Berechnungsschema für das Potential Future Exposure (PFE) 2016 SA-CCR (BCBS 279) 11 Aufsplittung auf Trades Ti Summe über Asset-Klassen Aggregation über Trades Aggregation über Hedging-Sets Ermittlung des adjustierten Nominals di Anpassung von di mit aufsicht-lichem Delta δi Weitere Anpas- sung von di mittels Laufzeitfaktor MFi Anwendung des aufsichtlichen Zins- Add-ons SFj  Asset-Klassen- Zuschlag Effektiver Nominalwert
  12. 12. 2016 SA-CCR (BCBS 279) 12 Wichtige Parameter in der Berechnung des PFE Laufzeitfaktor MFi Aufsichts-Delta δi Gibt die Sensitivität einer Transaktion gegenüber dem Risikofaktor an Positives (negatives) Delta bedeutet das sich der Wert des Derivates mit (gegen den) Risiko- faktor bewegt Laufzeitparameter bei kurzen Laufzeiten und Margin-Agreements Kann zu starker Reduk- tion des effektiven Nomi- nalwerts führen Angepasster Nominalwert di Bei Zins- & Kredit-Deriva- ten: Produkt aus Nominal- wert & Aufsichts-Duration Bei FX-Deriv.:Nominal des Fremdwährungs-Legs Equity-/Commodity-Deriv.: Prod. aus Kurs & Anzahl Aufsichtsfaktor SFi Effektiv Nominalwert wird mit SFi gewichtet Wird von Aufsicht be- stimmt und anhand der Volatilität des jeweiligen Risikofaktors eingestellt Multiplikator M Ermöglicht Berücksich- tigung einer Übersiche- rung oder eines negati- ven Marktwerts innerhalb eines Nettingsets M kann Werte zwischen 0,05 und 1 annehmen Aufsichtskorrelation ρi Wird nur für Equity-, Credit- und Commodity- Derivate verwendet Aufsicht legt fest welcher Hedging-Effekt zwischen den Risikotreibern besteht
  13. 13. 2016 SA-CCR (BCBS 279) 13 Inhalt 1. Herausforderungen im Risk Management 2. SA-CCR – Unser Verständnis 3. EXXETA Vorgehensmodell
  14. 14. EXXETA Vorgehensmodell Unser Vorgehensmodell sieht eine Durchführung in zwei Stufen vor. Zunächst wird eine Begutachtung der Umsetzungswahrscheinlichkeit relevanter Bestimmungen zu SA-CCR durchgeführt, der die eigentliche Implementierung folgt Zeit Stufen  Anforderungsanalyse  Analyse der regulatorischen Anforderungen  Business Designs  Auswirkung auf Prozesse  Technische Designs  Auswirkung auf IT  IT Build-up Phase  Realisierung Begutachtung des SA-CCR- Umsetzungs- standes Strategie / Bewertung “Readiness Assessment” 1 Implementierung2  Impact- und Gap Analysis  Identifizierung der betroffenen Bereiche und Prozesse  Bewertung des aktuellen Erfüllungsgrades  Strategische Optionen / Gesamtfahrplan 2016 SA-CCR (BCBS 279) 14
  15. 15. EXXETA.com “Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.” - Antoine de Saint-Exupéry 2016 SA-CCR (BCBS 279) 15 Alle Informationen, wie EXXETA Sie im Bereich Risk Management unterstützen kann, finden Sie unter: EXXETA.com/risk-management Sprechen Sie uns an!

×