Infomobil 03/2012

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Infomobil 03/2012

  1. 1. INFO MOBILFAHRSCHEIN-ZuKuNFTeTicket: Wie der neue elektronische Fahrausweisan den Start geht heinMain eTicket RWEINoRT-ANKuNFTHaltestellenspaziergang: Wie man sich Hoch-heim „erlaufen“ kannNAmENS-HERKuNFTOrientierungshilfen: Wie Haltestellen zu ihrenBenennungen kommen 7557 0012 4598 03 2 012 Das Magazin der ESWE Verkehrsgesellschaft
  2. 2. nende taktikspiel das span ums busfahren in wiesbaden rund - G R ATIS ! D DO W N LOAmehr Informationen erhalten Sie unter: www.eswe-verkehr.de/eswemania bergbahn lä dt ein: berg! die Nero auf dem Nero fähr t it! die Nerobergbahn gruseln Sie m von 10 bis 19 uhr. ktober 201 2, ntag , 2 8 . o Kinder Alle kostümierten ! Son dürfen gratis fahren – Eintritt frei! 12 bis 18 u hr
  3. 3. WILLKommEN | INHALT WENN uNSPEKTAKuLÄRES in den Mittelpunkt rückt 4 – 6 E-TICKETDie neue INFOMOBIL-Ausgabe, die Sie, liebe dass es sich um etwas ganz Unspektakuläres 7 SoCIAL mEdIALeserin, lieber Leser, gerade vor sich haben, handelt? Genau dies ist die Frage, die den er-wartet mit einem Novum auf: Erstmals in der wähnten Zwiespalt ausmacht. Aus einem nahe- RUDIS GEBABBELnunmehr fast siebenjährigen Geschichte der liegenden Grund jedoch haben wir uns fürESWE-Verkehr-Fahrgastzeitschrift widmet die eine breit angelegte Kommunikation in Sachen 8 WEINFEST-bILANZRedaktion einem einzigen Thema gleich drei eTicket entschieden: Wir haben Ihnen gegen-ganze Seiten. Und was, werden Sie nun mit über eine Informationspflicht, die wir erfüllen bRETTSPIELRecht fragen, ist das für ein Thema, dessen müssen und möchten – ganz gleich, ob wirBedeutung derart groß ist, dass ihm bei der (oder ob Sie) die kommende Neuerung als gra-Heftplanung so viel Platz zugestanden wurde? vierend oder als unspektakulär bewerten. 9 SCHÜLERVERKEHRNun, es geht um das eTicket, den neuen elek- WINTERFAHRPLÄNE Übrigens: Unsere Pflicht (und unser Wille), Sietronischen Fahrausweis, der schrittweise bald regelmäßig und umfassend zu informieren,auch im Wiesbadener Nahverkehr Einzug hält. spiegelt nicht zuletzt der Name der Zeitschrift 10 NEULICH IM BUSAllerdings befinden wir uns in einem Zwiespalt, wider, die Sie gerade in Ihren Händen halten.den wir hier offen eingestehen: Einerseits Viel Freude bei der INFOMOBIL-Lektüre wün- HISTORISCHE LINIEN-stellt die Einführung des eTickets eine durch- schen Ihnen WEGE, TEIL 14aus gravierende Änderung dar – und zwar mit herzlichen Grüßen aus der Gartenfeld-hauptsächlich für die internen Arbeitsabläufe straße 11 gEWINNSPIELin unserer Kundenverwaltung und unsererBuchhaltung. Andererseits ist uns sehr darangelegen, Ihnen deutlich zu machen, dass sich Uwe Cramer Stefan Burghardt 12 HALTESTELLEN-für Sie, unsere „Stammkunden“-Fahrgäste, mit SPAZIERgANgdem Start des eTickets praktisch gar nichts geschaeftsfuehrung@eswe-verkehr.deändert – außer der Optik und dem MaterialIhres Fahrausweises. 13 ESWE VERKEHR HAuTNAHWenn dem aber so ist (wir erahnen Ihre nächsteFrage), warum dann ein dreiseitiges INFO-MOBIL-Schwerpunktthema, das zudem von 14 HALTESTELLENNAMENBroschüren, Kundenanschreiben und einereigenen Rubrik auf der ESWE-Internetseitebegleitet wird? Warum also ein Thema in den 15 AUSFLUGS- UNDMittelpunkt rücken, von dem wir doch sagen, AUSGEHTIPPS IMPRESSUM +++ newsticker +++ newsticker +++ newsticker ++++++ „Nightliner“-Fahrten: ESWEs „Nightliner“- +++ Mietradeln. „MVGmeinRad“, das neue Mietrad-Busse fahren unter der Woche ein Mal pro Nacht (je Angebot der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG), stehtnach Linie etwa um 0:30 Uhr) und in den Nächten vor an vielen Stationen im Mainzer Stadtgebiet sowie inSams-, Sonn- und Feiertagen drei Mal pro Nacht (je nach den Wiesbadener Stadtteilen Mainz-Kastel und Mainz-Linie um circa 0:30, 2:00 und 3:30 Uhr). Die Feiertags- Kostheim zur Verfügung. Für alle ESWE-Abonnentenregelung kommt also in der Nacht vom 2. zum 3. Oktober sowie für die Inhaber einer FirmenCard bzw. eineszum Zuge; sie greift hingegen nicht in der Nacht zum JobTickets für das Tarifgebiet 65 (Wiesbaden/Mainz)1. November, der ja nur in Rheinland-Pfalz Feiertag ist die Registrierung bei „MVGmeinRad“ kostenlos; erst(Allerheiligen) ist. bei tatsächlicher Nutzung eines Leih-Drahtesels fallen Gebühren an – und auch diese sind für die genannten+++ Abgabeschluss. Die Einreichungsfrist für ESWE-Kunden besonders günstig. Detail-Infos: eswe-Beiträge zum großen Filmwettbewerb aus Anlass des verkehr.de, Rubrik „Service“125. Geburtstags der Nerobergbahn im Jahr 2013 neigtsich dem Ende zu: Noch bis zum 12. Dezember können +++ Faktenkompendium. Der GeschäftsberichtFilmwerke eingesandt werden. Den Gewinnern winken von ESWE Verkehr für das Jahr 2011 ist vor einigen Wo-Einkaufsgutscheine im Gesamtwert von 1.000 Euro chen erschienen. Die 56-seitige Publikation voller Datensowie ein Jugendsonderpreis in Höhe von 200 Euro. und Fakten steht auf eswe-verkehr.de, Rubrik „DasAlles Weitere unter: eswe-verkehr.de/Filmwettbewerb Unternehmen“, zum Gratis-Download bereit.Und noch etwas: Nicht vergessen – das traditionelle Übrigens: Die ESWE-Website besitzt auch einen eng-Halloween-Fest auf dem Neroberg findet in diesem Jahr lischsprachigen Bereich. Zu finden unter: eswe-verkehr.am Sonntag, dem 28. Oktober, statt! de/english
  4. 4. 4 eTICKET„eTicket Rhein-main“:KLARmACHEN ZuR umSTELLuNgESWE Verkehr hat in Wiesbaden mit der schrittweisen Ein- Dass bei allen Vorgängen die strengen gesetzlichen Daten-führung des neuen elektronischen Fahrausweises namens schutzbestimmungen eingehalten werden, versteht sich von„eTicket RheinMain“ begonnen. In den kommenden Mona- selbst.ten erhalten zunächst alle Inhaber eines Abonnements Derzeit ist die Umstellung auf das eTicket vor allem für die In-(inklusive „9-Uhr-Abo“) nach und nach das neue, scheck- haber von Abonnements und „9-Uhr-Abonnements“ vonkartengroße eTicket mit integriertem Speicherchip automa- Bedeutung. Voraussichtlich im Lauf des Jahres 2013 werden dietisch per Post nach Hause geschickt – bequem, einfach und neuen elektronischen Fahrscheine dann auch sukzessive an allekostenlos. Für das Verkehrsunternehmen selbst bedeutet Inhaber des Schüler- und Auszubildendentickets „CleverCard“die Umstellung eine deutliche Veränderung in den Betriebs- sowie an alle Inhaber einer „FirmenCard“ ausgegeben. Wannabläufen. Die INFOMOBIL-Redaktion fast die wichtigsten weitere Zeitkarten von ESWE Verkehr, zum Beispiel die Monats-Punkte zusammen. karte, auf das eTicket umgestellt werden, steht momentan noch nicht fest.„Ihr Fahrausweis wird elektronisch“ – so einfach ist die bevor-stehende Neueinführung des „eTicket Rhein-Main“ erklärt. Organisatorische Detailarbeit: Ganz ESWE Verkehr istUnd um es ganz direkt zu sagen: Eigentlich ändert sich für den involviertFahrgast kaum etwas! Lediglich das Aussehen der gewohnten So einfach die eTicket-Einführung aus Fahrgastsicht auch ver-Papierfahrscheine, die die Inhaber eines Abonnements seit läuft, so komplex stellt sie sich für das VerkehrsunternehmenJahren kennen und die sie bislang drei Mal pro Jahr zugeschickt selbst dar – und umso akribischer wird hinter den Kulissen anbekommen haben, ändert sich. Künftig erhalten die Nutzerdieses ESWE-Vorteilstickets einmalig ein scheckkartengroßes,volle fünf Jahre lang gültiges Plastikmedium mit integriertem GANZ WICHTIG:Elektrochip zugesandt – und zwar rechtzeitig vor Ablauf der VORFAHRT FÜR DEN DATENSCHUTZGültigkeit des derzeitigen Fahrausweises und somit genau Der Schutz persönlicher Daten ist ein hochsensiblesdann, wenn der individuelle Abrechnungszeitraum für das Abon- Thema. Aus diesem Grund werden beim „eTicket Rhein-nement neu beginnt. So erhalten beispielsweise jene Kunden, Main“ selbstverständlich die strengen gesetzlichendie ihr Abo einst im Monat März abgeschlossen haben, ihr Datenschutzbestimmungen Hessens und DeutschlandseTicket im März 2013 übersandt, ganz automatisch und völlig eingehalten:kostenlos. • Auf dem Elektrochip, der in die Ticketkarte integriertAuch was den Preis und die Produktwahl angeht, ändert sich ist, werden keinerlei persönliche Kundendaten hinter-nichts. So gibt es nach wie vor sowohl ein unpersönliches und legt! Es werden nur die wichtigsten Daten wie Fahr-somit übertragbares Ticket als auch die personalisierte, daher kartenart, Gültigkeitszeitraum und Tarifgebiete aufnicht übertragbare Variante mit aufgedrucktem Lichtbild. Neu ihm gespeichert.ist allerdings, dass registrierten Kunden nun beide Fahrschein-varianten ersetzt werden können, wenn das eTicket zum • Bei persönlichen Abonnements werden der Name desBeispiel einmal verloren geht. Dies stellt einen echten Vorteil Kunden und dessen Lichtbild außen auf der Rückseitegegenüber dem alten Papierfahrschein dar, denn bislang stand des eTickets aufgedruckt; eine Speicherung dieserdie Ersatzoption nur den Inhabern eines persönlichen Abos Daten auf dem Chip findet nicht statt!offen. Möglich macht diese Erweiterung der in den neuen • Zu keinem Zeitpunkt werden beim Auslesen eineselektronischen Fahrausweis integrierte Elektrochip, der sich je- eTickets durch ein Kontrollgerät – beispielsweise beimderzeit innerhalb von 24 Stunden sperren lässt und dadurch für Einsteigen in den Bus – irgendwelche Fahrtinforma-Missbrauch unbrauchbar wird. Ersetzt wird das eTicket natür- tionen abgespeichert!lich auch dann, wenn es einmal einen Defekt haben sollte.
  5. 5. eTICKET 5den Abläufen gearbeitet. Nicht weniger als zehn Mitglieder ge-hören der bei ESWE Verkehr federführenden Projektgruppe an, GANZ EINFACH: DAS ETICKET IN DER PRAXISdie sich aus Mitarbeitern der Unternehmensbereiche Vertrieb, Im Alltag wird sich für die Nutzer des neuen eTicketsInformationstechnik, Technischer Betrieb, Rechnungswesen kaum etwas ändern. Hier die beiden wichtigsten Anwen-und Betriebssysteme zusammensetzt. Die zehn Fachleute dungsfälle:arbeiten wiederum eng mit ihren jeweiligen Abteilungskol-legen zusammen, um das Projekt zu stemmen. Faktisch sind • Einsteigen in den Bus:also nahezu alle Betriebsbereiche involviert; schließlich will ein Immer abends ab 20:00 Uhr sowie sonn- und feiertagssolches Vorhaben gut organisiert sein. Im August und Septem- bis 12:00 Uhr gilt in Wiesbaden: „Bitte nur vorne beimber haben bzw. werden zunächst nur erste Testkunden den Fahrer einsteigen!“ Dabei wird künftig – wie bisherneuen e-Fahrausweis erhalten; auf diese Weise können die auch – der Fahrausweis kontrolliert. Da sich die Infor-Abläufe sowohl für die Fahrgäste als auch für das Unternehmen mationen zur Gültigkeit des Tickets nun nicht mehrerprobt werden. Im vierten Quartal soll dann mit der regulären sichtbar auf dem Fahrschein, sondern im Innern desAusgabe der eTickets begonnen werden – vorausgesetzt, die eTicket-Speicherchips befinden, muss das eTicket zurTests sind erfolgreich verlaufen. Kontrolle an das kleine Lesegerät am Bordcomputer des Fahrers gehalten werden. Das grüne Licht bestätigt dieSeit Beginn der praktischen Vorbereitungen zur eTicket-Einfüh- Gültigkeit des Fahrausweises; ein rotes Licht meldetrung vor mehr als einem Jahr mussten alle rund 235 ESWE- und sich, falls ein eTicket ungültig ist.WiBus-Busse mit einem festinstallierten Fahrscheinprüfgerätausgerüstet werden. Auch mobile Kontrollgeräte, die fortan • Kontrolle durch einen Fahrausweisprüfer:bei den Fahrausweisprüfern zum Einsatz kommen, wurden Jeder Fahrausweisprüfer ist mit einem Lesegerät fürangeschafft. Da zudem auch die Kommunikation zwischen den die Kontrolle der eTickets ausgestattet. Wenn ein PrüferPrüfgeräten und den zentralen Datenrechnern digital vonstat- um das Vorzeigen des Fahrscheins bittet, muss mantengeht – ein Kontrollgerät muss schließlich wissen, welche ihm das eTicket einfach nur hinhalten: Mit seinemeTickets gültig sind und welche nicht –, wurde der gesamte mobilen Lesegerät kann der Prüfer die Gültigkeit desESWE-Betriebshof in der Gartenfeldstraße mit einem großflä- elektronischen Fahrausweises ganz leicht kontrollieren.chigen WLAN-Netz überzogen, das den drahtlosen Austauschzwischen den Rechnern und den Bussen ermöglicht.RMV-weite Einführung: Die Startphase ist die größte Heraus- Im Zuge der eTicket-Einführung und der damit einhergehendenforderung Fahrscheinkontrollen wurden alle Fahrausweisprüfer speziellESWE Verkehr führt das „eTicket Rhein-Main“ übrigens nicht geschult, um eine möglichst reibungslose Startphase zu ge-alleine ein: Im gesamten Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsver- währleisten.bundes (RMV) findet derzeit die entsprechende Umstellung Hinter der Einführung des neuen elektronischen Fahrausweisesstatt. Für den hiesigen Fahrgast bedeutet dies, dass er, ein steckt also jede Menge Detailarbeit, die unterm Strich – undentsprechend gebuchtes Tarifgebiet vorausgesetzt, beispiels- das ist das Entscheidende – mit einer deutlichen Serviceverbes-weise auch in Frankfurt oder Darmstadt mit seinem eTicket serung für die Fahrgäste einhergeht. Auch wenn in den erstenunterwegs sein kann. „Bei der Einführung eines solch hochkom- Wochen vielleicht noch nicht alles perfekt funktioniert, ist dieplexen Systems, das darüber hinaus auch mit den Komponen- ESWE-Projektgruppe doch sehr zuversichtlich, alles gut vorbe-ten des RMV zusammen funktionieren muss, kann es immer reitet zu haben. Holger Elze bringt es auf den Punkt: „Na dann:zu Komplikationen kommen, die wir aber nicht zum Nachteil Viel Glück, eTicket!“unserer Kunden auslegen werden“, kündigt ESWE-Verkehr-Pressesprecher Holger Elze, der im Unternehmen auch für dasRechnungswesen zuständig ist, eine Übergangsregelung einMain eTicket Rhan: „Jeder, der von uns ein eTicket erhält, kann damit auchdann fahren, wenn es im Einzelfall zu einem Problem mitder Überprüfung der Gültigkeit kommen sollte.“ 7557 0012 4598
  6. 6. 6 eTICKET 3 FRAgEN AN ... 1 Einige Verkehrsunternehmen im RMV gültigen Fahrschein eingesteckt zu haben. haben, anders als ESWE Verkehr, bereits Dass jetzt auch eine nicht personifizierte, am Jahresbeginn oder im Frühjahr mit der also übertragbare Karte nach vorheriger Einführung des eTickets begonnen. Welche Registrierung bei Verlust gesperrt werden Erfahrungen wurden dort gemacht? Was kann, begeistert ebenfalls – immerhin war mit dem Verlust der bisherigen Papierfahr- hat problemlos geklappt, wo hat’s anfangs karte ein hohes finanzielles Risiko verbun- „gehakt“? den. Gewöhnungsbedürftig ist offensicht- Wir haben die Umstellung bewusst schritt- lich die Tatsache, dass die Kunden nicht weise vollzogen, also immer nur für jene sofort die räumliche und zeitliche Gültigkeit ·> WALTER NOÉ Jahreskartenverträge, deren Laufzeit zu ihres Fahrausweises vor Augen haben, weil Ende ging. Wir haben die Kunden rechtzeitig diese Daten ja nur im Chip gespeichert Walter Noé ist beim Rhein- zuvor zwei Mal über das informiert, was an sind. Die Kunden können den Inhalt ihrer Main-Verkehrsverbund (RMV) Neuerungen auf sie zukommt – daher ver- Chipkarte aber an immer mehr Automaten für den Vertrieb zuständig lief die Umstellung für die Kunden nahezu auslesen oder sich komfortabel online infor- und verantwortet feder- „geräuschlos“. Für die Vertriebs- und Ser- mieren. Auch das Anschreiben auf Papier, führend die verbundweite vicemitarbeiter der Verkehrsunternehmen das wir mit jeder Chipkarte versenden, Einführung des eTickets. hingegen war es durchaus eine größere Um- leistet Aufklärung. stellung: Das Hintergrundsystem ist eine komplexe IT-Anwendung, die ein gewisses 3 Gibt es bei Ihnen Ideen oder vielleicht Umdenken gegenüber den gewohnten sogar schon konkrete Planungen für künf- Prozessen erfordert. Der eine oder andere tige weitere Nutzungsmöglichkeiten des Datenexport aus den „Altsystemen“ bedurf- eTickets? Anders gefragt: Wie sieht Ihr te anfangs einiger Improvisation, doch Zukunftsszenario für den elektronischen zum Glück hat‘s der Kunde meist nicht Fahrausweis aus? gemerkt. Zunächst möchten wir neben der Jahreskar- te auch alle anderen Zeitkarten umstellen; 2 Wie sehen die Rückmeldungen vonseiten zudem wollen wir den Kauf elektronischer jener Fahrgäste, die das eTicket bereits Anschlussfahrkarten möglich machen, nutzen, aus? Es hat doch gewiss jede Men- was dann für all jene, die hin und wieder ge Fragen und im Vorfeld vermutlich auch außerhalb ihrer Heimatregion fahren, ein manche Vorbehalte gegeben, oder? deutliches Komfortplus bedeutet. Und na- Die meisten Fragen drehten sich um den türlich werden die heute schon vorhandenen Datenschutz und um die Angst, es könne Nutzungsmöglichkeiten für Car-Sharing und nun nachvollzogen werden, wann und wo Fahrradverleihsysteme weiter ausgebaut. man gefahren ist. Diese Ängste konnten wir Mittelfristig wird das „eTicket RheinMain“ aber durch eine umfassende Information zur Mobilitätskarte entwickelt, mit der man entkräften. Hilfreich war dabei auch der vielfältige Dienstleistungen rund um die Hinweis auf die gute Zusammenarbeit mit Mobilität einfach nutzen kann – und das der hessischen Datenschutzbehörde. Die nicht nur im Rhein-Main-Gebiet, sondern in Kunden schätzen es sehr, am Monatsende ganz Deutschland! nicht mehr darauf achten zu müssen, den elektronisch. einfach. eTicket. Weitere Infos: www.eswe-verkehr.de/eTicket
  7. 7. SoCIAL mEdIA | RudIS gEbAbbEL 7GEBURTSTAG: ESWE Verkehr ein Jahr auf Facebook Vor etwas mehr als einem und dem Verkehrsunternehmen. „Als etwa im vergangenen Jahr schaltete ESWE Verkehr März der Busverkehr streikbedingt an einem Tag vollständig seine Fanpage im sozialen zum Erliegen kam, schätzten die Kunden die schnellen und aus- Online-Netzwerk Facebook führlichen Informationen, die sie auf unserer Fanpage finden frei. Damals bildete das konnten“, nennt Thorsten Kurz ein Beispiel. „CleverCard-CoverCasting“, bei Aber auch jenseits der kurzfristigen, gewissermaßen das Tages- dem das neue Gesicht für eine geschäft betreffenden Linienbetriebsnachrichten hält ESWEwww.facebook.com/esweverkehr Werbekampagne der Jahres- Verkehr für die Nutzer des weltweit größten Internet-Netzwerks karte für Schüler und Auszubil- ein spannendes inhaltliches Angebot bereit. So stellt das Unter-dende gesucht wurde (siehe INFOMOBIL 03/2011), den Auftakt nehmen kontinuierlich interessante Hintergrundinformationenzu einer wahren Erfolgsgeschichte der Verkehrsgesellschaft. in die Facebook-Chronik ein, regelmäßig finden GewinnspieleHeute, gut zwölf Monate später, haben sich bereits mehr als statt, allerlei Wichtiges über zentrale Veranstaltungen wie3.700 Facebook-Mitglieder mit der Fanseite von ESWE Verkehr beispielsweise das Wiesbadener Weinfest ist zu finden – undverbunden. „Das ist ein toller Erfolg“, freut sich Thorsten Kurz, abgerundet wird das Ganze von Daten und Fakten zur Firmen-der Internet- und Social-Media-Manager des Unternehmens, historie der Verkehrsbetriebe.und ergänzt: „Täglich kommen neue Fans hinzu!“ Perspektivisch soll, so sehen es Thorsten Kurz‘ Planungen vor,Dass der Erfolg nicht von ungefähr kommt, liegt für Kurz auf die Facebook-Präsenz von ESWE Verkehr weiter ausgebautder Hand: „Unsere Facebook-Seite ermöglicht es unseren werden: „Wir möchten unseren Fahrgästen künftig einen nochKunden, direkt mit uns in Kontakt zu treten. Im Gegenzug be- tieferen Einblick in unseren Arbeitsalltag ermöglichen“, richtetmühen wir uns, die Antwortzeiten so gering wie möglich zu der Internet- und Social-Media-Manager den Blick in die näherehalten.“ Dies mache ESWEs Facebook-Präsenz zu einem beson- Zukunft.ders schnellen Kommunikationskanal zwischen den Fahrgästen Ei Gude, Ihr Leut, wart Ihr letztens aach uff Faißbugg unnerwegs als wie unn annere Ferz informiern. Des beste is abber de direggte isch? Neulisch hatt isch zum Geburtsdaach vom Rüdischä, Kondakt mit dene von de ESWE: Wenn isch e Fraach hab, meim Sohn, en neue Läpptopp geschenkt bekomme. Unn pinn isch des bei dene ans Wändsche unn krie in nullkom- des ersde, was isch gemacht hab, war, misch bei Faißbugg manix e Antword – e Messitsch, wie mer heut saache tut. aazumelde. Des is des soziale Netzwersch, wo Millione Unn leike kann isch da aach: Immer wenn mer was gefalle von Mensche allweil ihr Paadiehs ankündische tue, wo se tut, tu isch des leike, was immer des aach heiße mag ... schreibe, ob es Zähnebutze erfolgreisch war, unn wo mer Da fälld mir ein: Isch muss gleich noch was uff mein BrohfilZuRÜCK IN dER SPuR: Die 2er-Busse sindEs Roswidda, mei Fraa, hat mer nämlisch neulisch e dippe. wieder da blötzlisch mehr Freunde hat als wie mer eischendlisch kenne tut … subbergude Wizz erzähld, den ischSie Abber uff FaißbuggBuslinien Wiesbadens, derengut Jährsche ist eine der ältesten tuts ja aach schon seit em Ursprung bis jetztein: Zwecks Anpassung des Fahrtenangebots an die gestiegene de mit all maane Faißbugg-Freundein die 1880er-Jahre zurückreicht: Damals zählte dieAlso hab den so e Fänpäidsch von de ESWE Verkehr gebbe. Linie 2 zu deile wollt. Basst emol Linie „WasSchultagen im Nachmittagsverkehr Nachfrage wurde die uff: 2 anHauptverbindungenmein Brauser eigegebbe: weh weh weh isch des emol in im Nahverkehrsnetz der Kurstadt. Doch seit aus der Innenstadt heraus in Fahrtrichtung Klarenthal wieder ein- habbe Beamde unn de Robinsonihren Hoch-Zeiten in der Mitte der 1970er-Jahre waren die 2er-Busse Crusoe gemeinsamm? Sedie neuen Fahrten der Linie 2 nachmittags Pünktsche Faißbugg Pünktsche komm släsch esweverkehr. gesetzt. Konkret starten waddedurchweg von Reduzierungen des Strecken- und Fahrtenangebots all uffzehn Minuten bereits an der Haltestelle „Webergasse“ und Ei, isch war ja dodaal verdaddert, was es da all gebbe tut. alle de Freidaach!“ Ma gugge,betroffen, bis sie zuletzt ein geradezu stiefmütterliches Dasein E Grohnigg zum Beispiel, wo mer alles nachlese kann: von wie vieleeine umsteigefreie Verbindung in die Friedrich- und die stellen den Wizz jetz leike tun.führten. Nahezu komplett die durch Wissbade getrabbelt sinn, de erste Pferdebaane, abgelöst von der neuen Hauptlinie 14, Bleichstraße sowie ins Westend und weiter bis nach Klarenthal her.fungierte die Linie 2 nur noch zu Hauptverkehrszeiten als Ergän- Also machts gut, unn wenn IhrGelände“ ergänzen die 2er-Fahrten Ab der Haltestelle „Dernsches über de Gasbusse, die danaach ihr Fahrgäsd über die Schos-zungslinie zwischen den Stadtteilen Klarenthal und Sonnenberg. aach ebenfalls alle zehn Minuten verkehrende Linie 14 zu einem die emol mit mir befreund sees getuckert ham, bis zu de moderne Omnibusse, die woDerheut uff de Gass unnerwegs sinn. nun jedoch eine Trendwen- Fahrplanwechsel 2011/2012 läutete sei wolld, dann kliggt misch Fünf-Minuten-Takt bis zur Endhaltestelle „Graf-von-Galen-Straße“. ruhisch an – denn uff misch Unn aach sonst gibts allerhand zu entdegge: Die ESWEler könnt Ihr Eusch immer verlasse! pohste Foddos von dene ihrn Abbeid, kündische Fesde wie Euern Rudi die Rheigauer Weiwoch aa, zeische ihre Jutiub-Filmscher, veranstalde Gewinnspielscher unn tun über Umleidunge
  8. 8. 8 WEINFEST-bILANZ | bRETTSPIEL„HoCHPRoZENTIgE“ WEINWoCHE: 13,6 % mehr „WeinfestTickets“ verkauftHätte der Abschlusssonntag mit seiner 37-Grad-Hitze nicht man- SCHORLEPP: Alle Bands waren klasse, und der Mix aus Musik undchen Wein-Fan vom Besuch der Rheingauer Weinwoche abge- Talk-Elementen war wieder stimmig. Natürlich zogen auch unserehalten, wäre wohl die 25.000er-Marke „geknackt“ worden … prominenten Gäste das Interesse auf sich: Von Oberbürgermeisteraber auch mit rund 24.200 verkauften „WeinfestTickets“ kann Dr. Müller bis zu Bundesfamilienministerin Dr. Schröder war allessich die diesjährige Weinfest-Bilanz von ESWE Verkehr mehr da, was Rang und Namen hat.als sehen lassen. Vertriebschef Patrick Schorlepp zeigt sich im INFOMOBIL: Herr Schorlepp, Sie sind seit Januar bei ESWE be-INFOMOBIL-Interview hochzufrieden. schäftigt; Wiesbaden und sein Weinfest kannten Sie zuvor nur vom Hörensagen. Wie haben Sie ganz persönlich Ihre ersteINFOMOBIL: Herr Schorlepp, das „WeinfestTicket“ war auch in Weinwoche erlebt?diesem Jahr ein Renner, richtig? SCHORLEPP: Ich fand’s grandios. Ich war tatsächlich jeden TagSCHORLEPP: Das kann man wohl sagen. Dass wir gegenüber bzw. Abend vor Ort; mal dienstlich, mal privat. Mein Fazit lautet:dem Vorjahr, in dem wir ja bei den Verkaufszahlen erstmals die Genuss pur! Und übrigens: Im nächsten Jahr knacken wir beim20.000er-Schallmauer durchbrochen hatten, noch mal um beinahe „WeinfestTicket“-Verkauf die 25.000er-Marke, wetten?3.000 Stück, das sind rund 13,6 Prozent, zugelegt haben, zeigt einessehr deutlich: Das Konzept, zu solchen Großveranstaltungen einspezielles Ticket anzubieten, das nicht nur besonders preisgünstigist, sondern dem Nutzer auch den Parkplatzsuchstress und daspromillebedingte Führerscheinrisiko erspart, ist goldrichtig. Ganzzu schweigen von dem Wein- oder Sektgutschein, den jeder Käuferdes „WeinfestTickets“ an unserem Stand gratis erhält.INFOMOBIL: Apropos Gutschein: Die Zahl der Partnerweingüter,bei denen sich die Ticketkäufer ihr Gratisgetränk einschenkenlassen konnten, lag mit 19 diesmal so hoch wie nie.SCHORLEPP: Genau, und unsere Partnerwinzer waren durchwegsehr zufrieden. Seit 2007, als wir mit nur einem Weingut begannen,ziehen wir auf dem Dern’schen Gelände von Jahr zu Jahr immergrößere Kreise …INFOMOBIL: Wie kam das Bühnenprogramm an? Die Bühne am Bei Sommerhitze heizten „Playground“ noch zusätzlich ein: Auf der gemeinsamen ESWE- und Rockland-Radio-Bühne am Dern’schen Gelände ging’s heiß zuDern’schen Gelände wurde ja wieder von ESWE Verkehr undRockland-Radio gemeinsam bespielt.„ESWEmANIA“: Kostenloses Taktikspiel rund ums BusfahrenDie Welt von ESWE Verkehr kann ab sofort jeder selbst nach- 40 Minuten. Der besondere Clou: Das Spiel gibt‘s kostenlos zumspielen: Mit „ESWEMANIA“ holt man sich ein spannendes Tak- Online-Download unter www.eswe-verkehr.de/eswemania!tikspiel rund ums Busfahren in Wiesbaden nach Hause. Bis zu Nach dem Herunterladen des 13-seitigen PDF-Dokuments müs-vier Spieler können darum wetteifern, wem es als „Bestem Bus- sen die A4-Bögen mit den diversen Spielelementen bloß farbigfahrer Wiesbadens“ gelingt, mit zwei Bussen mindestens ausgedruckt und dann zusammengeklebt bzw. auseinander-30 Fahrgäste an acht Haltestellen im Wiesbadener Liniennetz geschnitten werden. Sogar die Spielfiguren zum Selberbastelnaufzusammeln und die Passagiere schnellstmöglich zum sind in der Ausdruck-Variante von „ESWEMANIA“ enthalten;Hauptbahnhof zu bringen. Zu diesem Zweck besitzt jeder Spie- lediglich einen handelsüblichen Würfel muss man selbst nochler zwei Spielfiguren, die seine beiden Busse darstellen. Der beisteuern.Spielplan in A2-Größe ist dem Wiesbadener Stadtbild nachemp- Wer sich das Ausdrucken ersparen möchte, kann in der Mobili-funden und enthält unter anderem die Haltestellen „Rhein- tätszentrale im LuisenForum eine vorgefertigte „ESWEMANIA“-ufer“, „Kirchgasse“ und „Nerotal“. Version kaufen – zum Preis von nur 4,95 Euro. Neben „echten“„ESWEMANIA“ stellt eine gelungene Mischung aus beliebten Spielfiguren und einem Würfel enthält die Verpackung hier denSpieleklassikern wie „Monopoly“ (es gibt „Ereigniskarten“!) und fertigen A2-formatigen Spielplan in Farbe; auch die anderen„Mensch ärgere Dich nicht“ (man kann rauswerfen und raus- Spielelemente sind im Vergleich zur Selbstdruckversion in einergeworfen werden!) dar. Eine Partie des Brettspiels dauert rund etwas hochwertigeren Ausführung vorhanden.
  9. 9. SCHÜLERVERKEHR | WINTERFAHRPLÄNE 9Seit dem 13. August: Schülerfahrten-Angebot optimiertMit dem Schulbeginn nach den Sommerferien am 13. August • Linie E zwischen den Haltestellen „Nordfriedhof“ (bisher nur hat ESWE Verkehr ihr Angebot an E-Wagen und „Schulbus- ab Haltestelle „Zietenring“) und „Gymnasium Mosbachersen“* optimiert – und damit, in enger Abstimmung mit dem Berg“ sowie zwischen den Haltestellen „Platz der Deutschen städtischen Schuldezernat und den jeweiligen Schulleitungen, Einheit“ bzw. „Gymnasium Mosbacher Berg“ und „Nordfried- auf in Kraft getretene Veränderungen der Unterrichtszeiten hof“ (bisher nur bis Haltestelle „Zietenring“)reagiert. Hauptsächlicher Hintergrund der erforderlich gewor- Die letztgenannte Änderung kommt übrigens nicht nur Schü-denen Optimierungsmaßnahmen war diesmal der verstärkte lern, sondern auch Studenten zugute: Denn die Linienweg-Nachmittagsunterricht an der Bierstadter Theodor-Fliedner- verlängerung der E-Wagen über die Haltestelle „Zietenring“Schule. hinaus bis zur Haltestelle „Nordfriedhof“ bedeutet auch eineInsgesamt sind per 13. August folgende Änderungen wirksam verbesserte Anbindung des Standorts „Unter den Eichen“ dergeworden: Hochschule RheinMain. Wiesbadens Studenten können sich• Linie 37 zwischen den Haltestellen „Wielandstraße“ und „Eger- also über gleich doppelt optimierte Busverbindungen freuen – straße“ sowie in der Gegenrichtung siehe Infokasten auf dieser Seite unten.• Linie E zwischen den Haltestellen „Nordstrander Straße“ und „Karlsbader Platz“ bzw. zwischen den Haltestellen „Dernsches Gelände“ und „Nordstrander Straße“• Linie E zwischen Amöneburg (Haltestelle „Dyckerhoffstraße“) und Erbenheim (Haltestelle „Egerstraße“) sowie in der Gegen- richtung• Schulbusfahrten zur bzw. von der Theodor-Fliedner-Schule in Bierstadt sowie zur bzw. von der Hermann-Ehlers-Schule in Erbenheim* Die An- und Abführungszeichen beim Wort „Schulbus“ rühren daher, dass es sich nicht um ausschließliche Schülerfahrten, sondern in der Regel um reguläre Linienfahrtenhandelt. Diese werden zwar überwiegend von Schülern genutzt, wegen zahlreicher umsteigefreier Direktverbindungen sind sie jedoch auch bei Berufspendlern sehr beliebt.November bis Februar: Acht statt sechs 6er-Busse je StundeWas sich in einem Jahr erfolgreich bewährt hat, wird im nächs- lich auch die Vorweihnachtszeit eine Rolle, die Weihnachtsein-ten Jahr fortgesetzt – und sogar erweitert. Dieses Prinzip gilt käufer wie auch Weihnachtsmarktbesucher aus Mainz und ausauch für den 2011 erstmals realisierten „Winterfahrplan“ der Wiesbaden oftmals auf die jeweils andere Rheinseite lockt.Linie 6, der dienstältesten Gemeinschaftslinie von ESWE Verkehrund Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG). So verkehren ab dem5. November 2012, dem Beginn der ersten vollen Arbeitswoche Linie 48 verlängertnach den Herbstferien in Rheinland-Pfalz und Hessen, die 6er-Busse statt im traditionellen 10-Minuten-Takt wieder in einem Nicht nur für die Linie 6, auch für die Linie 48 ist der 5. No-7,5-Minuten-Takt. Statt stündlich sechs Bussen verbinden dann vember 2012 ein wichtiges Datum: Ab diesem Tag nämlichalso acht Busse je Stunde die beiden Landeshauptstädte auf der wird der Fahrtweg der Linie 48 verlängert – und zwar bisLinie 6 miteinander – und zwar unter der Woche zwischen circa zum Nordfriedhof. Auf Wunsch der Hochschule RheinMain,7 und circa 19 Uhr. Die Taktverdichtung endet am 21. Dezember, der an einer besseren Verbindung ihres Hauptsitzes amdem Freitag vor Weihnachten; sie wird aber – und das ist das Kurt-Schumacher-Ring mit ihrem Standort „Unter denNeue in diesem Winter – am 7. Januar wieder aufgenommen,um dann bis zum Fastnachtsfreitag (8. Februar) anzudauern. Eichen“ gelegen war, enden bzw. beginnen einzelne 48er- Fahrten dann nicht wie bisher am Platz der deutschen„Wir reagieren flexibel auf saisonale Trends in der Fahrgast- Einheit, sondern erst bzw. schon am Nordfriedhof.nachfrage“, erklärt Dr. Martin Pächer. Als Gründe für dieTaktverdichtung nennt ESWEs Verkehrsplanungs-Chef die Vor- Von einem „Winterfahrplan“ kann bei dieser Maßnahmelesungszeiten an der Mainzer Universität und der Hochschule allerdings nicht gesprochen werden, denn die von derRheinMain in Wiesbaden sowie die erhöhte Zahl von Verkehrs- Hochschule finanzierte Linienwegverlängerung wird –teilnehmern, die – ansonsten per Fahrrad oder Auto unterwegs – zunächst im Probebetrieb – durchgängig bis zum Dezem-in der ungemütlichen Jahreszeit gerne auf den Bus umsteigen. ber 2013 angeboten werden.Und was den Dezember angeht, so spielt laut Dr. Pächer natür-
  10. 10. 10 NEULICH IM BUS | HISToRISCHE LINIENWEgE, TEIL 14 LANgE LEINE ALS TRENNuNgSuRSACHENeulich im Bus … erlebten Hundchen und Frauchen eine reagiert schnell: Er spurtet in den hinteren Teil seines Busses,Schrecksekunde – und das kam so: drückt an der dritten Tür den Öffnungsknopf und „befreit“ aufDie ältere Dame im Bus der Linie 4 hält ihren Hund an einer diese Weise den Vierbeiner, der draußen von seiner Halterinlangen, einer sehr langen Leine: Gut fünf Meter misst das dün- freudig und erleichtert in Empfang genommen wird.ne Führungsseil. An der Haltestelle „Landesdenkmal“ steigt die Merke: Wegen der „Knick-Konstruktion“ eines Gelenkbusses kannPassagierin aus; sie nimmt die hinterste Tür des Gelenkbusses. dessen hinterste Tür vom Busfahrer nicht beobachtet und kon-Die Frau steht schon auf dem Gehsteig der Biebricher Allee, als trolliert werden. Daher kann und muss diese dritte Tür – anderssich ihr kleiner, etwas träger Vierbeiner noch mitten im Bus als die vom Fahrer gesteuerten vorderen Türen – von den Fahr-befindet – „leinenlängenbedingt“, sozusagen. Und so kommt, gästen selbst bedient werden. Sobald also ein Fahrgast an einerwas beinahe kommen muss: Haltestelle den vom Fahrer zuvor freigeschalteten ÖffnungsknopfDie dritte, vollautomatische Tür erkennt zutreffend, dass sich im Businnern oder außen am Fahrzeug drückt, geht die drittekein aus- oder einsteigewilliger Fahrgast mehr im Türbereich Tür auf. Sie schließt sich danach – ohne Einflussmöglichkeit desaufhält, die schmale Hundeleine jedoch kann sie nicht erken- Fahrers – wieder von selbst, nachdem sich kein ein- oder aus-nen, und so beginnt sie folgerichtig, sich zu schließen. Der Hund steigender Passagier mehr in ihrem Bereich aufhält. Allerdings(im Bus) blickt irritiert um sich, bleibt aber ruhig; sein Frauchen springt sie dank einer „Reversiervorrichtung“ sofort und vollauto-hingegen (vorm Bus) reagiert auf die unerwartete Trennung matisch wieder auf, falls sie beim Schließen auf einen Widerstandleicht panisch und ruft lauthals nach dem Busfahrer. Dieser trifft und zum Beispiel jemand eingeklemmt zu werden droht.mIT dER 1 FINg ALLES AN … Albrecht-Dürer-Schule), freigegeben hatte, wurde der Busver- kehr zwischen dem Dürerplatz und der Fasaneriestraße am 1. Oktober 1956 wieder aufgenommen – als Zweig der Linie 3. Eine Veränderung ihres Fahrtwegs erfuhr die Linie 3 auch im Mai 1961, als die Friedrich- und die Luisenstraße zu Einbahnstraßen in gegenläufiger Richtung erklärt wurden. Zur Zeit der mit Pendelschaffnern besetzten Busse endete werktags jeder zweite 3er-Bus an der Haltestelle „Lindenhof“, die sich in der Nähe der heutigen Kreuzkirche befand. Da in bei- den Fahrtrichtungen durch die Albrecht-Dürer-Straße gefahren wurde, mussten die Busse hier zurückstoßen. Das Wendema-Wiesbadens Stadtzentrum vor fünf Jahrzehnten: Ein 3er-Bus Anfang der 60er-Jahrein der – fast nicht wiederzuerkennenden – Schwalbacher Straße növer wurde stets von der Schützenstraße zur Walkmühlstraße durchgeführt, wobei gemäß Dienstanweisung der SchaffnerIm letzten Heft beschrieb die INFOMOBIL-Artikelserie „Histo- den Bus verlassen musste, um die Kreuzung zu sichern undrische Linienwege“ die Geschichte der Linie 3 bis zum Jahr den Fahrer per Signalpfeife zu informieren, dass er gefahrlos1949. Diesmal stehen die 50er- und der Beginn der 60er-Jahre zurückfahren konnte. Ab und an wurde die Dienstanweisungim nahverkehrsgeschichtlichen Fokus. etwas legerer ausgelegt: Der Schaffner stieg nicht aus, son- dern blieb hinten im Bus stehen und gab dem Fahrer das „FreieAm 1. Mai 1955 ging die Ära der Straßenbahnen in Wiesbaden Fahrt“-Zeichen per Zuruf. Dennoch scheint an der „Lindenhof“-zu Ende; der Verkehr auf den bis dato noch von diesem Ver- Haltestelle stets vorschriftsgemäß – und zudem recht laut –kehrsmittel betriebenen Linien 6, 8 und 9 wurde eingestellt. gepfiffen worden zu sein: Ist doch verbürgt, dass ein pensio-In der Folge übernahm die Omnibuslinie 3 den Fahrtweg der nierter Major, der an der Ecke Schützen-/WalkmühlstraßeStraßenbahnlinie 8, der vom Hauptbahnhof zum Hallenbad und wohnte, sich des Öfteren, vor allem in der Mittagszeit, über dasweiter über die Breslauer Straße (damals: Frankfurter Straße) Pfeifen beschwerte.zum Biebricher Rheinufer führte. Die Linie 3 wurde so zu einerdie ganze Stadt durchquerenden „Durchmesserlinie“ zwischen Mit den störenden Signalpfiffen hatte es ein Ende, als mit derUnter den Eichen und Biebrich. Einführung der Gelenkomnibusse die Zwischenendhaltestelle „Lindenhof“ verlegt wurde: Fortan befand sie sich im Anlie-Nachdem die US-Militärverwaltung die von ihr nach dem gerteil der Albrecht-Dürer-Straße, was eine Wendefahrt ohneZweiten Weltkrieg besetzten Häuser in der Lahn- und der Zurückstoßen möglich machte.Fasaneriestraße, darunter auch die Lahnstraßenschule (heute:
  11. 11. GEWINNSPIELSuchen und gewinnen – U N D SO G EH T’ S:mit dem Weinfest-Fehlerbild Markieren Sie im unterKleine Reminiszenz an die Rheingauer Weinwoche gefällig? Dann schauen Sie en Foto die acht Fehler – einfach per Stifsich die beiden Weinfestfotos ganz genau an – Sie werden sehen, dass sich das t ankreuzen oder einkringeln.untere Bild an acht Stellen vom Originalfoto darüber unterscheidet. GewinnenSie einen wertvollen Sachpreis, indem Sie die Bildfehler finden! Tragen Sie rechts neben dem FehlerbildUnter allen Teilnehmern, die die acht Bildfehler gefunden und korrekt markiert Ihren Namen und Ihre Adressdaten ein,bzw. angeklickt haben, werden zehn Weinfest-Präsentkörbe verlost. Die schneiden Sie das Foto samt Adressfeld aus,INFOMOBIL-Redaktion wünscht viel Spaß beim Fehlersuchen und viel Erfolg bei und senden Sie alles in einem frankiertender Verlosung! Briefumschlag an : ESW E Verkehr, Redaktion INFOMOBIL, Gartenfelds traße 18, 65189Teilnahmebedingungen: Der Rechtsweg ist bei diesem Gewinnspiel ausgeschlossen; die Barauszah- Wiesbadenlung eines Gewinns ist nicht möglich. Mitarbeiter von ESWE Verkehr, WiBus und EVS sowie derenAngehörige dürfen nicht teilnehmen. Pro Teilnehmer ist nur eine Antwort erlaubt. Gültig sind nur Alternativ können Sie auc h online anEinsendungen, die von den Teilnehmern eigenhändig geschrieben und versendet wurden; Einsen- dem Suchspiel teilnehmdungen, die stellvertretend für Teilnehmer von Dienstleistern vorgenommen werden, sind ungültig. en. Die interaktive Mitmachmöglichkeit fiEinsendeschluss ist der 31. Oktober 2012 (23:59 Uhr bei Online-Einsendungen, Datum des Poststem- nden Sie auf:pels bei postalischen Einsendungen). Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und in der ww w.eswe-verkehr.d e/gewinnspielnächsten INFOMOBIL-Ausgabe bekanntgegeben. Auflösung des Such- und Gewinnspiels im INFOMOBIL 02/2012 Aus allen richtigen Einsendungen – die korrekte Lösungszahl lautete übrigens 56 – wurden folgende Gewinner ausgelost: Einsendungen per Post Günther-Ludwig Haelke, Walter Krebs, Annelore Kuhfeld, Dieter Langnickel und Margot Streiber Online-Einsendungen Markus Bungert, Knut Henes, Gerhard Kosack, Günter Tiepke und Jennifer Wolf Herzlichen Glückwunsch zu einer Teilnahme am „Busfahren für jedermann“! Vorname, Name Straße, Hausnummer PLZ, Ort E-Mail-Adresse (freiwillige Angabe)
  12. 12. 12 HALTESTELLENSPAZIERGANGKULINARIK UND KUNST, FACHWERK UND WEIN: Hochheim lädt einLebens- und liebenswert: Der besondere Altstadt-Charme wird vom Fachwerk Sehens- und anbetenswert: Die Hochheimer Madonna zählt zum Kulturerbebestimmt der WeinstadtKnapp zwei Jahre nach ihrem Start wird es für die INFOMOBIL- Altstadt, in deren Herz man sich nun befindet. Hier, wo der Spa-Artikelserie „Haltestellenspaziergänge“ Zeit, erstmals das ziergang in die Mainzer Straße mündet, sollte man nach etwaWiesbadener Stadtgebiet zu verlassen – natürlich aber nicht 300 Metern linker Hand am Hochheimer Hof Halt machen.das Liniennetz von ESWE Verkehr, das ja auch so manchen Ort Das Gebäude, zwischen 1979 und 1982 aufwändig restauriert,außerhalb der Grenzen der Landeshauptstadt erreicht. Dies- beherbergt unter anderem die im Jahr 2007 eröffnete „Hofbüh- ne“. Das kleine Theater bietet knapp 100 Gästen Platz, denenmal also ist die Wein- und Sektstadt Hochheim am Main an Kabarett, Kleinkunst, Comedy und mehr präsentiert wird. Dieder Reihe, einige ihrer „verborgenen Schätze“ zu präsentieren. Gastronomie im Hochheimer Hof sorgt dafür, dass neben demESWE-Linie 46, Fahrtziel Hochheim: Seinen Rundgang durch die unterhaltsam-kulturellen Angebot auch in kulinarischen Belan-sehenswerte Hochheimer Altstadt beginnt der Spaziergänger gen keine Wünsche offenbleiben.am besten an der Endhaltestelle „Berliner Platz“. Bevor man von Nur einige Gehminuten entfernt kann der Gaumen ebenfallsdieser zentralen Stelle aus losläuft, kann man sich im nahege- im renommierten Weingut Künstler verwöhnt werden. Seitlegenen Eiscafé „Orchidea“ mit einem leckeren Espresso für den 1648 im Familienbesitz, damals in der Nähe von Wien angesie-Fußweg stärken. Der Berliner Platz führt direkt in die Flörshei- delt, gründete Franz Künstler das Weingut 1965 in Hochheimmer Straße, über die man zur Alten Malzfabrik gelangt. Dieser neu. Überhaupt ist Hochheim die Heimat zahlreicher nationalweitläufige Marktplatz wird vom Restaurant „Frankfurter Hof“ wie international bekannter und anerkannter Weingüter. Apro-und dem Hotel „Rebe“ flankiert. pos Wein: An dieser Stelle des Spaziergangs darf, nein: mussDer Spaziergang führt weiter in Richtung Altstadt. In der Frank- man innehalten und seinen Blick schweifen lassen – denn hier,furter Straße grüßt von der rechten Seite das traditionsreiche trotz der hörbaren Nähe zur Autobahn 671, wird man Zeuge„Weinhaus Müller“; dennoch sollte man auf der gegenüber- einer herrlichen Aussicht über die Hochheimer Weinberge.liegenden Straßenseite der Hintergasse folgen – denn nach Schlendert man weiter, wartet nach nur wenigen Meternwenigen Metern kann hier die Pfarrkirche St. Peter und Paul auf der rechten Seite die nächste Sehenswürdigkeit: die „Villabesichtigt werden. In den Jahren 1730 bis 1732 erbaut, ist die Burgeff“. Das stattliche Anwesen birgt viele Schätze in sich,Kirche nicht nur das weithin sichtbare Wahrzeichen Hochheims; ist hier doch die Hochheimer Kunstsammlung zu Hause. Diedas Gotteshaus kann auch mit reichem Barockschmuck und der frühere Eigentümerin Eugenie Hummel vermachte die annoTatsache, dass es Hessens einzige spätbarocke Freskokirche ist, 1904 erbaut Villa im Jahr 2002 der Stadt Hochheim; im selbenglänzen. Jahr erhielt die Stadt eine aus Privatbesitz stammende Dauer-Derart inspiriert nimmt der Spaziergänger nun den Weg wie- leihgabe moderner und zeitgenössischer Kunst. Seither werdender zurück in die Frankfurter Straße, um in Richtung Mainzer die bedeutenden Exponate im Souterrain der Burgeff-VillaStraße zu schlendern. Am ehemaligen Marktplatz trifft man (Adresse: Mainzer Straße 35) gezeigt. Kunstkenner und -liebha-auf die Hochheimer Madonna: Die Statue wurde 1767 in Bieb- ber schnalzen mit der Zunge, sind in der Gemälde- und Skulp-rich gefunden und erhielt drei Jahre später ihren Ehrenplatz turensammlung doch so namhafte Meister wie Pablo Picasso,in Hochheim. Wie schon zuvor wird das Auge des Betrachters Marc Chagall, Salvador Dali und Max Ernst vertreten.auch im weiteren Verlauf des Spaziergangs von liebevoll restau- Links gegenüber der Kunst-Villa liegt die zur ESWE-Linie 48 ge-rierten Fachwerkhäusern und malerischen Gässchen gefangen hörende Bushaltestelle „Mainzer Straße“. Von hier aus kann sichgenommen. Für hungrige Zeitgenossen sind die altehrwürdige der Spaziergänger am Ende seines Hochheim-Besuchs nach„Altstadt-Theke“ und das italienische Spezialitätenrestaurant Wiesbaden zurückchauffieren lassen.„La Grotta“ empfehlenswerte Anlaufpunkte in der historischen
  13. 13. ESWE VERKEHR HAuTNAH 13 FAHREN = BREMSEN: Eine Kurbel für alle Fälle Noch mehr Fakten gefällig? Der Clou ist natürlich die heute wie vor 124 Jahren wegweisende, weil geräuscharme und vollkom- men schadstofffreie Antriebstechnik: Der talwärts fahrende Wagen wird an der Bergstation mit bis zu 7.000 Litern Wasser befüllt und zieht an einem gut 451 Meter langen, knapp drei Zentimeter dicken Stahlseil den anderen Wagen bergauf. Unten angekommen, wird das Wasser abgelassen; es fließt in ein circa 250 Kubikmeter fassendes Erdreservoir, aus dem das Wasser bei Bedarf wieder den Berg hinaufgepumpt wird (was einst per Dampfmaschine geschah, seit 1916 jedoch von einer Elektro- pumpe erledigt wird). „Bei Bedarf“? Peter Rauch erklärt mir, was das bedeutet: Nicht nur an der Tal-, auch an der Bergstation gibt es ein Wasserreservoir; dieses fasst sogar 370 Kubikmeter. Hieraus bezieht der zu Tal fahrende Wagen seinen flüssigen Ballast; von unten nach oben gepumpt wird immer dann, wennKonzentration + Kraft = Können: Ebenso wohlwollend wie kritisch beäugt auf dem Berg der Wasservorrat zur Neige geht.Nerobergbahn-Profi Peter Rauch (rechts) die recht laienhaften Fahr- undBremskünste des INFOMOBIL-Reporters Je nach Besetzung des bergfahrenden Wagens wird die Wasser- menge, die in den Tank des oberen Wagens eingefüllt wird,Für die Artikelreihe „ESWE Verkehr hautnah“ hat sich INFO- bemessen; Sprechfunkkontakt zwischen der Berg- und der Tal- station sowie ein Wasserstandsanzeiger an jedem WagenMOBIL-Reporter Karl-Ludwig Mehl wieder an eine Aufgabe helfen bei der Dosierung. Den Wasserschieber betätige ich mitherangewagt, die sonst nur ESWE-Mitarbeitern vorbehalten ist: einer mobilen Handkurbel, die sich als wahres Multifunktions-Er durfte die Nerobergbahn fahren – wobei „fahren“ hier eher instrument erweist – kommt sie doch auch direkt anschließend„bremsen“ bedeutet. zum Einsatz, als ich endlich eigenständig losfahren darf: DieAlles beginnt mit einem Aufstieg. Bevor nämlich die Neroberg- Nerobergbahn zu steuern, heißt nämlich eigentlich „nur“, imbahn ihren Tagesbetrieb aufnehmen kann, muss allmorgend- talwärts fahrenden Wagen die per erwähnter Handkurbel betä-lich jener der beiden Wagen, der die Nacht in der Bergstation tigte Bremse so wohldosiert freizugeben oder anzuziehen, dassverbracht hat, startklar gemacht werden – und das bedeutet: die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 7,3 Stundenkilometernkraxeln. Also erklimme ich an der Seite von Peter Rauch, dem nicht überschritten wird.Vize-Chef der Nerobergbahn, den Wiesbadener Hausberg – zu Erklär- und gewöhnungsbedürftig finde ich, dass man alsFuß, direkt an den Gleisen entlang. Während ich ab der Mitte Chauffeur des Bergab-Wagens auch die volle Verantwortungdes 438 Meter langen Gleiswegs das an diesem sonnigen Mor- für den Bergauf-Wagen hat – denn beide sind ja durch dasgen besonders schöne Landeshauptstadtpanorama genieße, Stahlseil „zwangsweise“ aneinandergebunden. Auf der Brems-vergegenwärtige ich mir die Fakten: kurbel des talwärts fahrenden Wagens lastet also stets dasSie ist Deutschlands älteste und Europas zweitälteste wasser- volle Gewicht beider Wagen, was ich respektvoll in Gestalt einesballastbetriebene Drahtseil-Zahnstangenbahn; ihre beiden mächtigen „Rückdrehdrucks“ deutlich in den Händen spüre.Wagen (der Begriff „Waggons“ ist hier unüblich) rumpeln seit Wohlbehalten unten angekommen, entnehme ich der am Ge-dem 25. September 1888 auf 1.000 Millimeter Spurbreite zu- bäude der Talstation angebrachten Infotafel, dass die Tragkraftverlässig und unfallfrei den 245 Meter hohen Neroberg hinauf des Seils auf eine Gesamtlast von mehr als 74 Tonnen ausgelegtund hinunter; rund dreieinhalb Minuten dauert eine Fahrt; ist … was mich nachträglich ziemlich beruhigt.die Bergstation (einst hieß es gar „Bergbahnhof“) ist knapp84 Meter höher gelegen als ihr Pendant im Tal; die unterwegszu bewältigende Steigung beträgt durchschnittlich 19, stellen- VIDEO-TIPPweise sogar fast 26 Prozent; 40 bis 50 Personen finden in jedemder beiden Wagen Platz; leer wiegt jeder Wagen 8,1 Tonnen, Wie zu jeder INFOMOBIL-Reportage aus der Serie „ESWEinklusive Passagiere und Wasserlast kann er auf ein Gewicht Verkehr hautnah“ gibt es auch zum Nerobergbahn-Fahrenvon über 18 Tonnen kommen – womit er deutlich schwerer ist ein Video im ESWE-Kanal auf der Online-Videoplattformals ein vollbesetzter ESWE-Bus! YouTube. Zu finden unter: www.youtube.com/esweverkehr
  14. 14. 14 HALTESTELLENNAmENVoN WEgEN „nur Schall und Rauch“ petenzen überschritten: Denn nur die südliche Straßenseite der Taunusstraße befindet sich auf seinem Territorium, während die Nordseite zum Ortsbezirk Nordost gehört. Dessen Ortsbei- rat fühlte sich zu Recht übergangen, weshalb schon ein Jahr später, zum Fahrplanwechsel im Juni 1997, die Haltestelle „Hein- richsberg“ in Fahrtrichtung Nerotal (Ortsbezirk Nordost) wieder in „Kriegerdenkmal“ zurückbenannt wurde, während in der Ge- genrichtung (Ortsbezirk Mitte) die Bezeichnung „Heinrichsberg“ erhalten blieb. Wiederum ein Jahr darauf, zum Fahrplanwechsel im Mai 1998, erfolgte die Umtaufe der verbliebenen Haltestelle „Heinrichsberg“ (Fahrtrichtung Innenstadt, also Ortsbezirk Mit- te) auf den Namen „Pagenstecherstraße“. Das ungewöhnlicheUngleiches Paar am nordwestlichen Ende der Taunusstraße: Seit Mitte der 90er- Namensduo in der Taunusstraße existiert noch heute.Jahre trägt das Haltestellenpaar am Kriegerdenkmal unterschiedliche Namen Mit Erläuterungen und Superlativen aus der Welt der Halte-Rund 800 Haltestellen weist das ESWE-Liniennetz auf; jede stellennamen geht’s weiter im nächsten INFOMOBIL!davon hat einen eigenen, unverwechselbaren Namen. Dochwer legt eigentlich fest, wie eine Bushaltestelle heißen soll,muss oder darf? Die INFOMOBIL-Redaktion hat sich in Sachen AKTUELL: NAMENSZUSATZ BESCHLOSSENNamensfindung einmal schlau gemacht. Nach langjährigen Diskussionen wird die HaltestelleAls Goethe seinen Faust ausrufen ließ, Namen seien „nichts als „Dernsches Gelände“ zum nächsten FahrplanwechselSchall und Rauch“, kann er die Namen von Haltestellen im öf- am 9. Dezember 2012 einen Namenszusatz erhalten. Umfentlichen Nahverkehr nicht gemeint haben. Denn ein Haltestel- Wiesbaden-Besuchern die touristische Orientierunglenname muss Wichtiges leisten, nämlich: Orientierung geben. zu erleichtern, soll die Haltestelle gemäß Beschluss desEin Busnutzer muss angesichts des Namens der Haltestelle er- Ortsbeirates Mitte fortan „Dernsches Gelände, Rathaus/kennen können, wo er sich gerade befindet. Daher richten sich Schloßplatz“ heißen.die allermeisten Haltestellennamen nach markanten Orientie-rungspunkten im unmittelbaren Umfeld der Haltestelle: Oft istdies die nächstgelegene Querstraße; aber auch Krankenhäuser, NACHTRÄGLICH: ANSAGEN KORRIGIERTSchulen, Fried- oder Bahnhöfe sowie vor Ort ansässige Unter-nehmen können Namensgeber sein. Dem Ziel der Orientierung Kürzlich sind ESWEs Haltestellenansagen komplett neudient außerdem, dass ein Haltestellenpaar – also zwei Haltestel- vertont worden. Nach Rückmeldungen von Fahrgästenlen, die sich an einer Straße in gegensätzlichen Fahrtrichtungen und aus Ortsbeiräten wurden einige der Ansagendirekt gegenüber liegen – in aller Regel denselben Namen trägt. zwischenzeitlich noch mal nachkorrigiert. So musste bei der Haltestelle „Karl-Legien-Straße“ die Betonung von Die Entscheidung, welchen Namen eine Haltestelle trägt, ist in „Legien“ auf „Legien“ umgeändert werden; bei „Langen- Wiesbaden Sache des jeweiligen Ortsbeirates; 26 dieser „Stadt- beckplatz“ war versehentlich der Namenszusatz teilparlamente“ gibt es in der Landeshauptstadt. Gemäß den „St.-Josefs-Hospital“ vergessen worden; und bei der Hal-„Richtlinien über die Beteiligung der Ortsbeiräte“ zählt die Be- testelle „Dresdener Ring“ war das „e“ in der Wortmitte nennung und Umbenennung von Straßen und Plätzen zu jenen nicht deutlich genug zu hören gewesen. Themen, bei denen die Ortsbeiräte zu beteiligen sind. Dass der Begriff „Straßen und Plätze“ auch Haltestellen mit einbezieht, ist ESWE Verkehr vom städtischen Rechtsamt vor einigen Jahren auf Anfrage bestätigt worden. KÜNFTIG: HALTESTELLENNAMEN ERKLÄRTEine Anekdote aus den 90er-Jahren zeigt, dass durchaus nicht Nach welcher Luise sind der Luisenplatz und somit dieimmer Einigkeit besteht, wenn es um die Benennung von dortige Haltestelle benannt? Woher stammt der NameHaltestellenpaaren geht, deren beide Teile in benachbarten der Straße Im Herzen, der auch der Name einer ESWE-Ortsbezirken liegen: Haltestelle ist? Bedeutung und Herkunft zahlreicher Wiesbadener Straßennamen, die Haltestellennamen alsAuf Beschluss des Ortsbeirates Wiesbaden-Mitte wurde zum Vorlage dienten, erläutert ESWE Verkehr künftig in regel-Fahrplanwechsel im Juni 1996 die am Übergang von der Tau- mäßigem Turnus auf ihrer Facebook-Fanseitenusstraße zum Nerotal gelegene Haltestelle „Kriegerdenkmal“ (www.facebook.com/esweverkehr). Auszüge darausin „Heinrichsberg“ umbenannt – und zwar in beiden Fahrtrich- gibt’s im nächsten INFOMOBIL.tungen. Allerdings hatte der Ortsbeirat Mitte damit seine Kom-
  15. 15. AuSFLugS- uNd AuSgEHTIPPS 15 mIT ESWE VERKEHR durch den Herbst FÜR WIESBADEN-FANS: DAS STADTFEST – DIE „4 IN 1“-FESTIVITÄT Vom 27. bis zum 30. September präsentiert sich Wiesbaden beim alljährlichen Stadtfest. Wie immer ist der Eintritt frei, und wie immer gibt‘s für Groß und Klein jede Menge zu entdecken. Das Beson- dere auch in diesem Jahr ist der „4 in 1“-Charakter der Veranstaltung – besteht das Stadtfest doch aus dem bunten Herbst- und Kunsthandwerkermarkt in der Fußgängerzone (Freitag bis Sonntag), der von einem verkaufsoffenen Sonntag am 30. September gekrönt wird, sowie aus der großen Automobil- ausstellung auf dem Schlossplatz (Freitag bis Sonntag) und dem traditionellen Erntedankfest in den Grünanlagen des Warmen Damms an der Wilhelmstraße (Samstag und Sonntag). Hinzu kommt ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, das an Wiesbadens schönsten Plätzen unter anderem mit musikalischen wie auch kulinarischen Genüssen aufwartet. Auch ESWE Verkehr ist mit von der Partie: mit dem ebenso günstigen wie bequemen Veranstaltungs- ticket*, das sich an den vier Festtagen naheliegenderweise „StadtfestTicket“ nennt. www.wiesbaden.de/stadtfest FÜR TRADITIONSBEWUSSTE: DER HOCHHEIMER MARKT – ZUM 528. (!) MAL Vom 9. bis 13. November öffnet der Hochheimer Markt seine Pforten. Der Markt, der auf eine mehr als 500-jährige Tradition zurückblicken kann, gehört zu den größten Jahrmärkten in Deutschland und hält auch 2012 wieder ein vielfältiges Angebot für die ganze Familie bereit. Zahlreiche Verkaufsstände bieten eine breite Warenpalette an, und im großen Festzelt kann man sich bewirten lassen, während renom- mierte Kapellen und Bands die Gäste musikalisch unterhalten. Am Dienstagabend bildet ein imposantes Feuerwerk Höhepunkt und Finale zugleich. Allen Besuchern bietet ESWE Verkehr an den fünf Markttagen das preisgünstige Veranstaltungsticket* als „HochheimTicket“ an. In die Weinstadt gelangt man mit den Linien 46 und 48. www.hochheim-feiert.de FÜR CINEASTEN: DAS „EXGROUND FILMFEST“ – 25 JAHRE ALT Wiesbadens renommiertes Kinofestival präsentiert vom 16. bis zum 25. November einmal mehr die Höhepunkte des internationalen Independent-Films. In der Caligari-Filmbühne, die für nicht wenige Cineasten Deutschlands schönstes Kino ist, und in weiteren Spielstätten zeigt das „exground filmfest“ im Jahr 2012 – dem Jahr, in dem das Festival 25 Jahre alt wird – etwa 300 Lang- und Kurzfilme aus aller Welt, wobei der Nationenfokus diesmal auf die Schweiz gerichtet ist. Alle Kinoeintrittskarten mit dem Aufdruck „KombiTicket/KulturTicket“ gelten vor und nach der jewei- ligen Aufführung als Gratis-Nahverkehrsfahrschein für Busse und Bahnen im gesamten Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). www.exground.com * Das Veranstaltungsticket von ESWE Verkehr … … kostet nur 3,95 Euro für Erwachsene bzw. 2,50 Euro für Kinder und ist im gesamten Tarifgebiet 65 (Wiesbaden/Mainz) gültig für eine Hin- und Rückfahrt am selben Betriebstag, also bis etwa 4 Uhr am nächsten Morgen. Das Ticket ist in der Mo- bilitätszentrale im LuisenForum, in den Mobilitätsinfos am Hauptbahnhof und am Luisenplatz, in allen Vorverkaufsstellen, an den Fahrausweisautomaten sowie direkt beim Busfahrer erhältlich. Wichtig: Beim Einsteigen das Abstempeln des Tickets im Entwertergerät des Busses nicht vergessen!ImPRESSum Herausgeber und verantwortlich Redaktion Redaktioneller Hinweis Druck für den Inhalt Karl-Ludwig Mehl, Micha Spannaus Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichtet Claus Fischer ESWE Verkehrsgesellschaft mbH, (textstark.de) INFOMOBIL darauf, personenbezogene Substantive Agentur für Druck und Produktion Gartenfeldstraße 18, 65189 Wiesbaden, Holger Elze, Melanie Schauß, außer in der männlichen immer auch in der weib- www.eswe-verkehr.de Thorsten Kurz lichen Form zu verwenden. Mit der männlichen Wortform sind stets beide Geschlechter gemeint. Gestaltung und Produktion www.99grad.de Die nächste INFOMOBIL-Ausgabe erscheint Anfang Dezember 2012.
  16. 16. bALd AuCH IN WIESbAdEN: das „eTicket Rheinmain“ heinMain eTicket R Rhein-Main-Verkehrsverbund Es gelten die Gemeinsamen Beförd erungsbedingungen und Tarifbestimmu karte bleibt Eigentum der herausgebend ngen des RMV. Diese Chip- en Stelle und ist auf Verlangen und diese zurückzugeben.n auf Kosten des Nutzers an Vorname Mustermann Lichtbild Falls Sie diese Karte finden, 31 x 24,1 bitte in einer RMV-Vertriebsstelle (Höhe x Breite) abgeben. 7557 Informationen und Fahrkarten bei:0012 4598 www.rmv.de • ist der neue elektronische Fahrausweis von ESWE Verkehr in Form einer Scheck- karte mit Chip. • ersetzt nach und nach alle ESWE-Vorteilstickets und -Zeitkarten wie z. B. das Abonnement oder die CleverCard. • kann bei Verlust oder Defekt gesperrt und ersetzt werden. • unterliegt höchsten Sicherheits- und Datenschutzbestimmungen und speichert keinerlei persönliche Daten! • kommt ganz bequem und kostenlos per Post zu Ihnen nach Hause. elektronisch. einfach. eTicket. Weitere Infos: www.eswe-verkehr.de/eTicket

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