Geschäftsbericht 2012

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Unsere Geschäftsberichte fassen stets die wichtigsten Entwicklungen und Ereignisse eines Kalenderjahres zusammen – und legen somit nicht nur Rechenschaft über „ihr“ Jahr ab, sondern bieten auch die Möglichkeit des Rückblicks in die jüngste Unternehmensgeschichte der Wiesbadener Verkehrsbetriebe.

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Geschäftsbericht 2012

  1. 1. 2012Geschäftsbericht2012
  2. 2. Inhalt1. Januarbis31.Dezember2012ZurVorlageinderOrdentlichenGesellschafterversammlungam11.Juni2013ESWEVerkehrsgesellschaftmbH,WiesbadeninhaltVorwort 4Lagebericht 6ZentraleThemendesJahres2012· ERRECHNET:Fahrgastzahlen-Rekorde 15· ERREICHT:10.000. Abonnementkunde 15· ERMITTELT:Kundenzufriedenheit 16· EINGESETZT:„EuropassaubersteDieselbusse“ 16· ERPROBT:„GTL“-Kraftstoff 17· EINGEFÜHRT:Umweltzone 17· ENTWICKELT:ElektronischerFahrausweis„eTicket“ 18· ERZIELT:DynamischeFahrgastinformationen 19InformationenausdenBetriebsbereichen· Fahrdienst 22· VerkehrsplanungundVerkehrssteuerung 24· TechnischerBetrieb 26· Vertrieb 28· Kundenkommunikation 30· Personal 34· Rechnungswesen 36· Nerobergbahn 38· ESWEVerkehrServicegesellschaft 40Jahresabschluss· Bilanz 44· Gewinn-undVerlustrechnung 45· Anhang 46BestätigungsvermerkdesAbschlussprüfers 57BerichtdesAufsichtsrates 58Kennwerte2012 59Impressum 59
  3. 3. 4 Vorwort 5Vorwortvorwort 2012 –Eine„magische“ZielmarkewurdeüberschrittenHaben Sie, verehrte Leserin, verehrter Leser, sich eigentlich schon einmal gefragt, warum wir MenscheninsobesonderemMaßaufrundeZahlenfixiertsind?WarumwirzumBeispiel einen40.Geburtstaggrößerfeiernalsetwaden39.oderden41.,oderwarumbeispielsweisedas 25.SaisontoreinesFußballspielersfürmehrSchlagzeilensorgtalsvielleichtdas24.oderdas26.?In jedem Fall sind runde Zahlen markant und einprägsam – und dass sie mehr Aufmerksamkeit aufsichziehenals„unrunde“Zahlen,rücktautomatischauchdenSachverhalt,fürdensiestehen,stärkerinsBlickfeld.Dankenswerterweiseistdiesso,sagenwirausSichtvonESWEVerkehr:Dennderstetige,teil-weisesehrdeutlicheZuwachsbeiderJahresgesamtzahlunsererFahrgäste,denwirseit 2006 alljährlichverzeichnen können, hat bislang in keinem Jahr so viel öffentliches Interesse aufsichgezogenwieimJahr2012;demJahr,indemdieFahrgastgesamtzahlerstmalsseit2002die„magische“50-Millionen-Markewiederüberschrittenhat.Genau50,4MillionenPassagierezählteESWEVerkehr2012;gegenüberden49,9MillionenFahrgästendesJahres2011istdaseinPlusvon0,5Millionen,waseinemZuwachsvonetwasübereinemProzent entspricht.Verglichen mit dem Jahr 2005 beträgt der Anstieg sogar mehr als neun Prozent (plus 4,2 MillionenFahrgäste).BeeindruckendeZahlen,aufdiejederundjedeEinzelneimUnternehmenstolzseinkannundfürdiees„Danke!“zusagengilt:natürlichallunserenFahrgästen,ebensoaberauchallenMitarbei-terinnenundMitarbeiternbeiESWEVerkehrundunsererSchwestergesellschaftWiBus,dieallesamtmitgroßemEngagementihrenBeitragzumErreichender50-Millionen-Zielmarkegeleistethaben.Diesnämlichistwichtigzubetonen:DieüberauspositiveEntwicklungistmitnichteneinZufalls-produkt!VielmehristsiedasResultatklugerunternehmerischerEntscheidungenunddestatkräftigenEinsatzeseinerhochmotiviertenBelegschaft.SoliegendieUrsachendererfreulichgestiegenenFahr-gastnachfrageimWesentlicheninunserenkontinuierlichverbesserten,andenKundenbedürfnissenorientiertenMobilitätsangebotenwieauchinderintensiviertenVermarktungunsererFahrscheinpro-dukte–nichtumsonstkonntenwirimJahr2012unseren10.000.Abonnementkundenbegrüßen.Außer-demhabensichunsereerheblichenInvestitionenininnovative Umwelttechnologien, zum Beispiel inmodernste „Euro VI“-Abgasfilterung und in praktisch rußfreien„GTL“-Kraftstoff,inFormsteigendenFahrgastinteressesausgezahlt:IstdochimmermehrMenschenbewusst,dasssieaktivenUmweltschutzbetreiben,wennsiemitdemBusstattmitdemAutofahren.ÜberalldiesegenanntenAspekte–undübervielesmehr–erfahrenSieinteressanteDetailsimvorlie-gendenGeschäftsberichtderESWEVerkehrsgesellschaftfürdasJahr2012,fürdessenLektürewirIhnenvielFreudeundErkenntnisgewinnwünschen.DaseingangserwähntegroßeöffentlicheInteresse,dasdierundeZahl„50Millionen“ausgelösthat,istübrigenskeinSelbstzweck.VielmehrgehtmitihmeinepositiveWerbewirkungfürdenWiesbadenerÖPNVeinher,diedenFahrgastzuspruchzumLinienangebotvonESWEVerkehrgewissstabilisieren,vielleichtsogarweitersteigernkann.UnddiesliegtimInteressevonganzWiesbaden:DennvonderverstärktenÖPNV-NutzungprofitiertjederinderStadt–undzwarinGestaltvonwenigerAbgas-,Lärm-undStau-belastungdurchdenPkw-Verkehr.NacheinerBerechnungdesBundesverkehrsministeriumsersetzen 50,4MillionenFahrtenmitöffentlichenVerkehrsmittelnrund 32,7 MillionenAutofahrten.Manstellesichein-malvor,wieesinWiesbadenaussähe,wennnichtsovieleMenschenTagfürTagmitunserenBussenfahrenwürden…(StefanBurghardt)KaufmännischerGeschäftsführerTechnischerGeschäftsführer, VorsitzenderderGeschäftsführung(UweCramer)UweCramerundStefanBurghardt,GeschäftsführerderESWEVerkehrsgesellschaft
  4. 4. LageberichtLagebericht6 7derESWEVerkehrsgesellschaftmbHfürdasGeschäftsjahr2012lageberichtAllgemeinesDasWirtschaftsjahr2012warfürdieESWEVerkehrsgesellschaftmbHgeprägtvonverschiedenenThemenstellungen.DiewesentlichenSchwerpunktederGesellschaftlageninfolgendenEntwicklungen:• FortsetzungderMaßnahmenzurVerbesserungderKundenori- entierungzurErreichungder50MillionenbefördertenFahrgäste• SicherstellungderQualitätsmerkmaleundZuverlässigkeit imLiniennetz• WeiterführendenachhaltigewirtschaftlicheKonso- lidierungdesÖffentlichenPersonennahverkehrs inWiesbaden• UnterstützungderSchwestergesellschaftWiBusim BereichderAufgabenstellungenVerkehrsleistungen• WeiterentwicklungvonSynergienimVerkehrsbereich• ÖkologischeundenergetischeErtüchtigungder BetriebseinrichtungenWieindenVorperiodenwurdendieaktuellenEntwicklungenderrechtlichenRahmenbedingungenfürdiezukünftigeEntwicklungdesÖffentlichenPersonennahverkehrsgenaubeobachtet.DieausdemJanuar2009vorliegendeGenehmigungsurkundenach§42PBefGi.V.m.§§2Abs.6,13PBefGfürdieLinienkonzessionenbesitztihreGültigkeitbiszum30.September2017.BiszudiesemZeitpunktistdiemittelfristigeZukunftderGesellschaftgesichert.DieVorbereitungenfürdiebevorstehendeKonzessionserteilungdesJahres2017wurdenvonseitenderGeschäftsführungderESWEVerkehrsgesellschaftinZusammenarbeitmitderSchwestergesell-schaftWiBusundderWVVWiesbadenHoldingGmbHaberbereitsindenVorjahreneingeleitet.DieZielsetzungdereingerichtetenProjektgruppebestehtdarin,frühzeitigdiewesentlichenRahmen-bedingungenfüreinerfolgreichesKonzessionsverfahren2017zuorganisieren.DieBetrauungsvereinbarungüberdiegemeinwirtschaftlicheVerpflichtungzurDurchführungdesaufGenehmigungennachdemPersonenbeförderungsgesetzberuhendenÖPNVsinderLandeshauptstadtWiesbadenzwischenderGesellschaftundderLandeshauptstadtWiesbadenwurdeam30.November2009un-terschriebenundgaltfürdasBerichtsjahrinunveränderterForm.WeiterführendeTeilbereichedieserVereinbarung,wiezumBeispieldieErstellungderjährlichenTrennungsrechnungunterdersoge-nannten„K4-Analyse“,wurdenweitervorangetriebenundwerdenseit2011inihrerperiodischenDurchführungintensiviert.AlsbedeutendesErgebnisdieserWirtschaftlichkeitsanalysenaufBasisderverschiedenenWirtschaftsplanberechnungenwurdedeutlich,dassdiezumTeilbereitsvorliegendenbzw.geplantenKostenentwicklungenbeiderSchwestergesellschaftundSubunter-nehmenWiBuszuerheblichenBelastungender„K4-Ergebnisse“ führenwerden.DieGeschäftsführunghatdieausihrerSichterfor-derlichenMaßnahmeneingeleitet,umdiesennegativenEntwick-lungengegenzusteuernundsomitdasKonzessionsverfahren2017nichtzugefährden.FürdenVerlaufdesJahres2013werdeneinestrukturelleNeuorganisationderÖPNV-UnternehmenundeineNeuregelungdergültigenVertragswerkezwischendenUnterneh-menbereitsvorbereitet,umeineRückkehrzudenpositiven „K4-Ergebnissen“zugewährleisten.WeiterewesentlicheRahmenbedingungenfürdasUnternehmenimGeschäftsjahr2012waren:• dervonderLandeshauptstadtWiesbadenbeschlossene Nahverkehrsplan• dieWeiterentwicklungdesFahrplanangebotesinenger AbstimmungmitderMainzerVerkehrsgesellschaft(MVG)im gemeinsamenVerkehrsverbundMainz-Wiesbaden(VMW)• dieVeränderungenindenAuswirkungendervertraglichen FinanzierungsinstrumenteimRhein-Main-Verkehrsverbund (RMV),wiezumBeispielInfrastrukturkostenzahlungen undEinnahmenaufteilungsverfahren• FortsetzungderLeistungsverlagerungvomunternehmens- eigenenFahrdienstzumFahrdienstdesSubunternehmens WiBusunterBerücksichtigungdergesamtwirtschaftlichen AusrichtungdesWiesbadenerÖPNVsDieGesellschafthatimBerichtsjahrzahlreicheMaßnahmenzurEffizienzverbesserungdurchgeführtundweitereProjektezur Kostenrationalisierungbzw.Einnahmensteigerungvorangetrie-ben.EinwesentlicherSchwerpunktliegtandieserStelleweiterhinindenEffizienzsteigerungenimFahr-undDienstplanbereich.DieserfolgtsowohlfürdiederGesellschaftselbst,aberauchalsDienst-leisterfürdasSchwesterunternehmenWiBusalsbeauftragtemSubunternehmenfürdieFahrdienstleistungen.ImZusammenhangmitdemEinsatzvoncomputergestütztenPlanungsmodellenwirddiegesamteFahrplanleistungimWiesbadenerÖPNVeinemkonti-nuierlichenVerbesserungsprozessunterworfen.DesWeiterenwurdenverschiedeneOptimierungsprozesseindenAnalysestrukturenderDienstplanungsauswertungeninZusammen-arbeitmiteinerWirtschaftsprüfungsgesellschaftfortgeführt.FürdasJahr2012konntenunterschiedliche,saisonalaktuelleEinflüsseindenPersonalbereichenderFahrdiensteerfolgreichbearbeitetwerden.ImZusammenhangmitPersonalfluktuationundKrankenstandsentwick-lungenkonntendurchkurzfristigeDispositionsarbeitenzwischendenFahrdienstbereichenwesentlichenegativeAuswirkungenimVerkehrsangebotweitestgehendverhindertwerden.WegweisendinSachenÖkologieEuropa-Premiere am 21. Mai2012 vor dem JagdschlossPlatte hoch über Wiesbaden: Mitder Inbetriebnahme der neuen „Euro VI“-Bussehat ESWEVerkehr nicht zum ersten MaleineVorreiterrolle im Umweltschutzeingenommen
  5. 5. LageberichtLagebericht8 9Vermögens- undFinanzlageDasInvestitionsvolumenindasAnlagevermögenbeliefsichimBerichtsjahrauf6,3Mio.a(Vorjahr:8,1Mio.a).DabeihandeltessichimWesentlichenumdieAnschaffungneuerOmnibusseinHöhevon5,4Mio.a.InsgesamtwurdenimaktuellenBerichtsjahr16neueOmnibusseinBetriebgenommen.ZurFinanzierungderOmnibusbeschaffungenwurdeeinDarlehenmiteinemNennbetragvon 5,0Mio.a aufgenommen.DasAnlagevermögenistzu9,8 Prozent(Vorjahr:9,9 Prozent)durchEigenkapitalsowiezu55,9 Prozent(Vorjahr:40,8 Prozent)durchEigenkapitalundmittel-bislangfristigesFremd-kapitalfinanziert.Finanz-undFördermittelderöffentlichenHandwurdenimBerichtsjahrimWesentlicheninFormvonZuwendungenzurFinanzierungdesÖffentlichenPersonennahverkehrsgemäßvertraglicherVereinbarungenaufRMV-EbeneinHöhevon2,6Mio.a,fürdieErstattungvonFahrgeldausfällengemäߧ§145ff.SGBIXinHöhevon2,2Mio.a (Vorjahr:1,9Mio.a)undfürdiepauschalierteAusgleichszahlungimAusbildungsverkehrgemäߧ45aPBefGinHöhevonunverändert2,0Mio.a vereinnahmt.DemnegativenCash-FlowausderlaufendenGeschäftstätigkeitvon-11,9Mio.a (Vorjahr:-8,8Mio.a)sowiedenAuszahlungenfürInvestitionenvon6,3Mio.aundfürdieTilgungvonBankverbindlichkeitenvon5,7Mio.a(Vorjahr:3,8Mio.a)stehenEinzahlungenderWVVWiesbadenHoldingGmbHausdemVerlustausgleichinHöhevon14,5Mio.a sowieDarlehensaufnahmenvon8,8Mio.a gegenüber.DieZahlungsfähigkeitderESWEVerkehrsgesellschaftmbHwarwährenddesganzenJahresaufgrundderAbschlagszahlungenderWVVWiesbadenHoldingGmbHaufdenzuüberneh-mendenVerlustausgleichuneingeschränktgegeben.AufgrunddesbestehendenErgebnisübernahmevertragesmitderWVVWiesbadenHoldingGmbHistdieEigenkapitalausstattungderGesellschaftnachhaltiggesichert.DieEigenka-pitalquoteimBerichtsjahrhatsichunteranderemaufgrundderDarlehensaufnahmezurFinanzierungderOmnibusbeschaffungenvon9,0 Prozentauf 8,6 Prozentverringert.DerAnstiegderBilanzsummeum2,4Mio.a auf42,1Mio.a resultiertaufderAktivseiteimWesentlichenausderZunahmederSachanlagen(+0,5Mio.a)undForderungengegenverbundeneUnternehmen(+1,9Mio.a).AufderPassivseitesankdieSummederRückstel-lungenum1,1Mio.a,währenddieSummederVerbindlichkeitenum2,2Mio.a stieg.Fahrausweisverkaufstiegum0,9 Prozentvon45,4Mio.auf45,9Mio.BeförderungsfällegegenüberdemVorjahran.InklusivederFahr-gastzahlenausSchwerbehinderten-undSchülerbeförderunginHöhe von 4,5Mio.BeförderungenwirddieGesamtsummevon 50,4Mio.Beförderungenerreicht.DiepositiveBeförderungsentwicklungderESWEVerkehrsgesell-schaftistausSichtderGeschäftsführungauchaufintensiveMarke-ting-undVertriebsmaßnahmenzurückzuführen.DieFortführungderwichtigstenMarketingkampagnendervergangenenJahrehatdazugeführt,demÖffentlichenPersonennahverkehrinWiesba-den weiterhineinpositivesImagezuverleihen.DieseerfreulicheEntwicklungwirdauchinderseit2009 jährlichdurchgeführtenKundenzufriedenheitsmessungdeutlich: DiegutenErgebnissederVorjahremitdenDurchschnittsnotenvon2,6 konntenmitAbschlussdesGeschäftsjahresundeinerNotevon2,5 nocheinmalverbessertwerden.ZumEndedesGeschäftsjahreskonntedieGeschäftsführungauchdenerfolgreichenStartdeselektronischenFahrausweisesverkünden: Seit dem1.Dezember2012werdenanalleJahresabonnementkun-dendie„eTickets“aufBasisdesgemeinsamenKonzeptesdesRhein-Main-Verkehrsverbundesausgegeben.EntwicklungdesVerkehrsangebotesDieVerkehrsleistungenimWiesbadenerLiniennetzwerdenüber-wiegendmitOmnibussenderESWEVerkehrsgesellschaftmbHerbracht.ImBerichtsjahrwurdenneben205unternehmenseigenenOmnibussen(Vorjahr:218)28angemieteteFahrzeugedesSchwes-terunternehmensWiBus(Vorjahr:28)eingesetzt.DieFahrleistungenwurdennebendenESWE-FahrernvorrangigdurchFahrerderSchwestergesellschaftWiBuserbracht.InfolgederzeitweisebegrenztenPersonalkapazitätenbeiWiBuswurdenzusätzlicheFahrdienstmitarbeiterbeidenGesellschaftenCityBusMainz(CBM),IntercityBus(VGF)undderFirmaFahrzeitangemietet.ImJahresdurchschnittwarenbeiESWEVerkehr264Fahrdienstmit-arbeiter(Vorjahr:275)beschäftigt.DieAnzahlderFahrdienstmit- arbeiterderSchwestergesellschaftundHauptsubunternehmers WiBusbetrugimDurchschnitt294Mitarbeiter(Vorjahr:256)undwurdezeitweiseumbiszu15MitarbeiterderanderenGesellschaf-tenergänzt.DiegefahrenenPlatzkilometerändertensichgegen-überdemVorjahrvon889Mio. Kilometernauf 892Mio.Kilometer.FürdasJahr2012setztedieGesellschaftdienachhaltigeEntwick-lungdesVerkehrsangebotesunterderPrämisseeinerwirtschaftli-chenErstellungderFahrleistungenimWiesbadenerÖPNVfort.AufdieserBasiswurdedasVerkehrsangebotpunktuellergänztbzw.verstärkt.EinSchwerpunktlaghierimBereichdessogenanntenWinterfahrplans,indemfüreinenZeitraumvonNovember2012bisBeginndesFolgejahreseinzelneBuslinienmithoherFahrgastnach-fragedurchzusätzlicheFahrtenverstärktwurden.EntwicklungderVerkehrsnachfrageImGeschäftsjahr2012konntederbereitsindenJahren2006bis2011eingeschlagenepositiveTrendfortgesetztwerdenundeinAnstiegderFahrgastzahlenverzeichnetwerden.DieimJahr2006verkündeteZielsetzungderErreichungvon50MillionenFahrgästenkonntemitAbschlussdesGeschäftsjahres2012erfülltwerden.DieZahlderbefördertenFahrgästeimVerkehrsgebietstiegum0,5Mio.aufinsgesamt50,4Mio.DieseEntwicklungistaufeineFüllevonerfolg-reichenMaßnahmendesUnternehmenszurückzuführen.DerSchwerpunktliegtindenvonseitenderGesellschaftseit2008beworbenenMaßnahmenzurSteigerungderKundenbindung.SowohlimBereichderErwachsenenfahrkartenwieauchimSchü-ler-undKinderbereichkonntenZuwachsratenbeidenlangfristigenZeitticketserreichtwerden.DiesdokumentiertsichauchinderZielerreichungbezüglichdes10.000stenAbonnementkunden,derbereitsimFrühjahrdesJahres2012begrüßtwerdenkonnte.InderGesamtbetrachtungkanneineweiterhinausgesprochenpositiveÖPNV-EntwicklungfürdasGeschäftsjahrinWiesbadenanalysiertwerden.DieBeförderungsentwicklungausdemBereichGesamtaufwendungen:67,7 Mio. eSummeLinienverkehr:44,2 Mio. eAufwandsstruktur2012PersonalaufwendungenMaterialaufwandSonstigebetriebliche AufwendungenAbschreibungenZeitkartenFreifahrerNerobergbahnBartarif Umsatzerlöse2012
  6. 6. LageberichtLagebericht10 11ErtragslageundErgebnisDerJahresfehlbetragvorVerlustübernahmeinHöhevon -16,4Mio.ahatsich genüberdemVorjahresergebnisvon -13,9Mio.a nachhaltigverändert.DieVerschlechterungdes JahresergebnissesresultiertausdengestiegenenKostender SubunternehmerleistungderSchwestergesellschaftWiBusunddenEntwicklungenderFinan- zierungsinstrumentedesRhein-Main-Verkehrsverbundes.DasausgewieseneJahresergebnisistabervordemHintergrunddieserungeplantenundvonderGeschäftsführungderGesellschaftkurz-fristignichtzubeeinflussendenEntwicklungenalsplanmäßigzubewerten.DieSummederUmsatzerlöseausVerkehrsleistungeninHöhevon44,3Mio.a beinhaltetdieEinnahmenausdemFahrausweisver-kauf sowieEinnahmenausderVermarktungvonBusaußenflä-chenundaus Fahrplanverkäufen.GegenüberdemVorjahrstiegdieserWertnurum0,1Mio. a,vorallembedingtdurchdiebilan-ziellenAuswirkungendesEinnahmenaufteilungsverfahrens mitdemRhein-Main-VerkehrsverbundinHöhevon1,6Mio.a.Dieum0,9Mio.a gesunkenensonstigenbetrieblichenErträgeresultierenimWesentlichenausniedrigerenErträgenausderAuflösungvonRückstellungen(-0,5Mio.a)undgeringerenMehrerlösenausAnlagenverkäufen(-0,2Mio.a).DerMaterialaufwandhatsichimWesentlichenaufgrundderimGeschäftsjahr2012gestiegenenTreibstoffpreise(+0,7Mio.a)unddergestiegenenFremdvergabevonFahrdienstleistungenandasSchwesterunternehmenWiBusundandereDrittunterneh-men(+3,1Mio.a)uminsgesamt2,6Mio. a auf 27,2Mio.a erhöht.DieReduzierungsonstigerFremdleistungeninHöhevon 0,6Mio. a konntedieserKostenentwicklunggeringfügigent-gegenwirken.DievergleichsweisegeringenAuswirkungenimBereichderTreibstoffaufwendungensindaufdieerfolgreichenMaßnahmenderDieselpreisabsicherungsgeschäftezurückzu-führen,dieimGeschäftsjahr2012erstmalsüberFestpreisliefer-verträgemitdenTreibstofflieferantenvorgenommenwurden.DenKostensteigerungenimBereichderSubunternehmerleis-tungenstehengesunkenePersonalaufwendungen(27,0Mio.a;Vorjahr:27,2Mio.a)gegenüber.TrotzderdurchgeführtenTarif-entgeltanpassungenkonntedurchdenfortgeführten konsequentenMitarbeiterabbauimFahrdienstderPersonal- aufwandum0,2Mio.averringertwerden.DieAbschreibungenstiegenimBerichtsjahr2012von5,5Mio.a€auf5,7Mio.a.DiesistimWesentlichenaufdiejährlichenInvesti-tionsmaßnahmenimRahmenderrollierendenBusbeschaffungzurückzuführen.ImBerichtsjahr2012wurdenneueFahrzeugeimWertvon5,4 Mio.a demAnlagevermögenzugeführt.DieSachaufwendungenkonntenvon8,8 Mio.a auf 7,9Mio.a reduziertwerden.WährenddieseEntwicklungvorrangigaufdieRisikenausFinanzinstrumentenDieGesellschaftistbezüglichihrerFinanzinstrumente,dieimGeschäftsjahr2012imWesentlichenForderungenundsonstigeVermögensgegenständesowieVerbindlichkeitenbetreffen,bestimmtenRisikenausgesetzt.DasAusfallrisikoausfinanziellenVermögenswertenbestehtinderGefahrdesAusfallseinesVer-tragspartnersunddahermaximalinderHöhederpositivenZeit-wertederbetreffendenForderungen.DurchWertberichtigungenfürForderungsausfälleistdastatsächlicheRisikoausoriginärenFinanzinstrumentenausreichendabgedeckt.SeitEndedesGeschäftsjahres2008bestehenverschiedeneGeschäfteimBereichvonRohwaren-Swap-GeschäftenzurDiesel-preisabsicherung.DerartigeAbsicherungsgeschäfteaufBasisvonDieselpreis-SwapswurdenausschließlichzurPlanungssicherheitderzeitweisestarkschwankendenDieselpreiseeingesetztunddecktenmaximal90 ProzentdererwartendenEinsatzmenge.FürdasGeschäftsjahr2012wurdeerstmalseinFestpreisvertragsmodellmiteinemTreibstofflieferantenabgeschlossen.DiesesVertrags-konstruktwurdeauchfürdasGeschäftsjahr2013unteraktuellerKonditionierungfortgeführt.bilanziellenAuswirkungendesEinnahmenaufteilungsverfahrensunterdensonstigenbetrieblichenAufwendungenzurückzufüh-renist,gabesimBereichderanderenSachkostenpositionenkeinebesonderenAuffälligkeiten.DasnegativeZinsergebnishatsichaufgrundderDarlehens-aufnahmezurFinanzierungderOmnibusbeschaffungendesBerichtsjahresum0,2Mio.a auf-0,9Mio.a verschlechtert.RisikomanagementDasRisikomanagementsystem(RMS)wurdeimBerichtsjahraufBasisderVorjahrefortgeführt.ZeitgleichwurdenaberbereitsdieVorkehrungenfürdieEinführungeinerneuenSystematikfürdasRMSderGesellschaftab2013vorbereitet.DasESWE-Risikomanage-mentistalsverbindlicheRegelungimUnternehmeneingeführtundbestehtausdeneinzelnenElementen:• StrategieundrisikopolitischeGrundsätze• Ziele,AufgabenundVerantwortlichkeiten• IdentifikationderRisikendurcheineRisikoinventur• RisikobewertungmiteinerDarstellungdesRisikoportfolios desUnternehmens• RisikosteuerungmitFestlegungvonFrühwarnindikatoren• RisikoberichtswesenzurDokumentationundKontrolleAlsgrundlegendesInstrumentariumfürdasRisikomanagement-systemwurdenimUnternehmendasHandbuchfortgeschriebenundeinRisikobeauftragterbenannt.DasnachBewertungderRisikoinventurerstellteRisikoportfoliofürdasUnternehmenwirdperiodischregelmäßigfortgeschrieben.Hiererfolgtdieregelmäßige InformationderGeschäftsführungsowiederUnternehmensbe-reicheimRahmeneinervierteljährlichenControlling-Information.ZurSteuerungderRisikenhatdasUnternehmenMaßnahmenergrif-fen,dieimWesentlichennebendemEinsatzinternerundexternerFachleuteeinumfangreichestechnischesRegelwerk,dieZertifizie-rungdesUnternehmens,einenumfassendenVersicherungsschutzsowieFührungsleitsätzeumfassen.DasRisikomanagementsystemistindasinterneKontrollsystemderGesellschafteingebettet.DaslangfristigbeiderESWEVerkehrsgesellschaftmbHvorliegendeHauptrisikobestehtnachwievorinderEntwicklungimeuropä-ischenVerkehrsrecht.AuchunterderBerücksichtigungdeserfolg-reichenKonzessionsverfahrensundderKonzessionsverlängerungbis2017bleibtdiesesRisikomittel-undlangfristigbestehen.DieBewertungdesRisikoszenariosinsgesamtführtaberzudemErgeb-nis,dassdurchdieergriffenenSteuerungsmaßnahmensowohlimBerichtsjahralsauchfürdieZukunftkeineRisikenerkennbarsind,diedenFortbestanddesUnternehmensgefährden.ZurkontinuierlichenSteuerungderChancenundRisikenausSiche-rungsgeschäftendienteinmonatlichesControlling-Tool,welchesderGeschäftsführungeinenpermanentenÜberblickzuraktuellenGeschäftsentwicklungverschafft.VonseitenderGeschäftsführungwirddieStrategiederSicherungvonDieselpreisentwicklungenweiterhinalsgroßerErfolgbewertet.NebenderhohenPlanungs-sicherheitfürdaslaufendeGeschäftsjahrkonnteimVergleichderDieselpreisentwicklungdeslaufendenGeschäftsjahres2012mitderKonditiondesFestpreisvertrageseinpositivesFazitausdemGeschäftsmodellgezogenwerden.
  7. 7. LageberichtLagebericht12 13zufriedenheitsmessungebenfallsverbessertwerden.DieZielset-zungderGeschäftsführungfürdiekommendenJahrebestehtinderBestätigungundFestigungdergutenEntwicklungen. MitdemBlickaufdieandauerndeWirtschafts-bzw.FinanzkrisekonntedieGe-schäftsführungfürdasGeschäftsjahrkeinewesentlichenAuswir-kungenfürdieGesellschaftfeststellen.AuchimGeschäftsfeldzurVermarktungvonBusaußenflächenkonntenwiederleichtepositiveImpulseinderWerbe-undMarketingbranchefestgestelltwerden. DieaktuellenTrendsaufdenRohölmärktenunterBerücksichtigungderaktuellenpolitischenEntwicklungenwerdennachAuffassungderGeschäftsführungfür2013weitestgehenderfolgsneutralfürdieGesellschaftbleiben.FortsetzungendieserGeschäftsmodellewerdengegebenenfalls untererheblichenKostenveränderungenzurealisierensein,könnenaberfürdieFolgejahrederzeitnichtabschließendbeurteiltwerden.ImVerlaufdesaktuellenGeschäfts-jahreswirddielängerfristigePreisbindungindenverschiedenenVertragsszenarienanalysiert.FürdasGeschäftsjahr2013liegtzumZeitpunktderJahresabschluss-prüfungeindurchdenAufsichtsratbeschlossenerWirtschaftsplanvor.DiePlanungsrechnungenfürdenPlanungszeitraumbis2017wurdenunterBerücksichtigungderdargestelltenEntwicklungenimBereichderSubunternehmerkostendurchdieSchwestergesell-schaftWiBusundderEntwicklungderRMV-Finanzierungsinstru-menteimFrühjahr2013durchdenAufsichtsratderGesellschaftbeschlossen.Wiesbaden,30.April2013ESWEVerkehrsgesellschaftmbH AusblickundZieleDieentscheidendeFragezurZukunftderESWEVerkehrsgesellschaftmbHkonntefürdieGeschäftsführungmitderErteilungderLinien-konzessionenbis2017positivbeantwortetwerden.SomitkannfürdieGesellschaftauchfürdiemittelfristigeZukunfteinpositiverAusblickgegebenwerden.ESWEVerkehrsiehtsichaberseitderzu-rückliegendenKonzessionsentscheidunginderVorbereitungspha-sefürdienächsteKonzessionsbeantragung.Dieverändertenrecht-lichenRahmenbedingungenzurVergabevonVerkehrsleistungenimÖPNVwerdenimStrategie-Projekt2017unterFederführungderWVVWiesbadenHoldingGmbHundBeteiligungderSchwester-gesellschaftWiBusberücksichtigt.DiezeitweiseunterbrochenenAktivitätenwerdenimVerlaufdesJahres2013wiederfortgeführt.AlsSchwerpunktederunternehmerischenAktivitätenwerdendieProzessoptimierungs-undRestrukturierungsmaßnahmenzurEffizienzsteigerungfortgesetzt.DiesesindnichtaufdieGesell-schaftkonzentriert,sondernwerdenauchaufdieArbeitsprozessederSchwestergesellschaftWiBusundderTochtergesellschaftESWEVerkehrServiceGmbHausgedehnt,umgegebenenfallsetwaigeSynergienzuerzielen.HierbeiwerdendieErgebnissedererneutenAnalysedessogenannten„ViertenKriteriums“fürdieGeschäfts-jahre2010und2011inZusammenarbeitmiteinerWirtschaftsprü-fungsgesellschafteinenwichtigenBeitragleisten.DieseAnalysenwurdenbereitsimVerlaufdesGeschäftsjahresauchaufdieWirt-schaftsplanzeiträumeausgedehnt.AlsweitererSchwerpunktwerdendieZielsetzungenderGesell-schaftzurErhöhungderFahrgastzahleninWiesbadenfortgeführt.NachErreichungderZielsetzungvon50MillionenFahrgästenimBerichtsjahrkonzentriertsichdieGeschäftsführungaufeineÜberarbeitungdieserZielsetzungimHinblickaufeinenachfrage-orientierteAusweitungderangebotenenVerkehrsleistungen.EineFortführungderpositivenFahrgastentwicklungenistaufgrundderhohenAuslastungsgradezudenHauptverkehrszeitennurdurcheinesukzessiveAusweitungderVerkehrsangebotemöglich.DurcheineverstärkteAusrichtungdesUnternehmensaufdieKundenbedürfnisseundeineVerbesserungdesÖPNV-ImagesinderhessischenLandeshauptstadtkonntendieErgebnissederKunden-(StefanBurghardt)(UweCramer) Dipl.-Ing. Dipl.-Verwaltungswirt FestverwurzeltinderheimatlichenRegionVon Frauensteins Reben im Westen Wiesbadensbis hin ins „Ländchen“ im Osten der Stadt: DieLinien von ESWE Verkehr schaffen Verbindungenzwischen Orten – und damit zwischen Menschen
  8. 8. ZentraleThemendesJahres2012ZentraleThemendesJahres201214 15 zentraleTHEMEN des JAHRES 2012ERRECHNET:Fahrgastzahlen-RekordeImJahr2012habenmehrals50MillionenFahrgästeimWiesbade-nerNahverkehrdieLinienbussederESWEVerkehrsgesellschaftge-nutzt.ZumerstenMalseitdemJahr2002wurdedamitdie„magische“50-Millionen-Markewiederüberschritten.Genau50,4MillionenPassagierezählteESWEVerkehrimJahr2012 – gegenüberdemJahr2011,indem49,9MillionenFahrgästeregistriertwurden,istdaseinPlusvon0,5MillionenoderguteinemProzent.Bereitsvon2010auf2011hatteESWEVerkehreinesignifikanteZunahmederJahresge-samt-Fahrgastzahlverzeichnenkönnen:nämlichebenfallsum0,5Millionen(von49,4auf49,9Millionen).DieaußerordentlichpositiveFahrgastentwicklungimWiesbade-nerÖPNVistumsohöherzubewerten,alsdiehiesigenZuwachsra-tenseitJahrenzumTeildeutlichüberdemBundesschnittliegen:Sostagnierte–währendESWEVerkehreinenAnstiegumrundeinProzentverzeichnete(sieheoben)–diebundesweitermittelteJahresgesamt-FahrgastzahlimBusliniennahverkehr2012unver-ändertbeirund5,3Milliarden.UndauchaufregionalerEbenesinddieWiesbadenerZahlenbeeindruckend:MitdemPassagierplusvon0,5MillionenhatESWEVerkehralleineinVierteldesGesamtzu-wachsesbeigesteuert,denderRhein-Main-Verkehrsverbund(RMV)inseinemGebietfürdasJahr2012errechnethat(derRMVermit-teltefür2012beieinerGesamtfahrgastzahlvonrund705MillioneneinenAnstiegumzweiMillionenFahrgästegegenüberdemJahr2011).AuchdievonESWEVerkehrbetriebeneNerobergbahn,Wiesba-densromantischstesundgleichzeitig„schrägstes“Wahrzeichen,konnteimBerichtsjahreineneindrucksvollenPassagierrekordverzeichnen:InsgesamtfuhrenvonAprilbisOktober2012genau292.510FahrgästemitDeutschlandsältesterundEuropaszweitäl-testerwasserballastbetriebenenDrahtseil-ZahnstangenbahnvomNerotalaushinaufaufWiesbadensHausbergundwiederherunter.ImVergleichzumVorjahrbedeutetedieseinenZuwachsummehrals22.500Passagiere;dieSteigerungsrategegenüber2011lagsomitbeieindrucksvollen8,3Prozent.ERREICHT: 10.000.AbonnementkundeAm29.Februar2012wurdeeinbesonderesJubiläumgefeiert:ESWEVerkehrkonntedie10.000.Abonnementkundinbegrüßen.MitderrundenZahl„10.000“blicktdasAbonnementvonESWEVerkehraufeineäußersterfolgreicheHistoriezurück:Bereitsindenfrühen90er-JahrenunterdembisheuteunvergessenenNamen„HimmelblaueJahreskarte“eingeführt,wurdedasTicketimJahr1995alswesentlichesElementindaseinheitlicheTarifsystemdesdamalsneugegründetenRhein-Main-Verkehrsverbundes(RMV)integriert.SeitdembietetdasAbonnementseinenNutzernjedeMengeVorteile:NichtnurderattraktiveAngebotspreis(„zwölfMonatefahren,nurzehnMonatezahlen“)sowiedieumfassendeGratis-MitnahmeregelungfürBegleitpersonensindhierzunennen,sondernauchdiePreisvergünstigungenbeizahlreichenkulturellen,sportlichenundtouristischenEinrichtungen,inderenGenussjederAbo-InhaberohneZusatzkostenkommt.WeiterwachsenderFahrgastzuspruch,weitersteigendePositivbewertung2006 2007 2008 2009 2010 2011 20124445494847465051SeitdemJahr2006istdieJahresgesamtzahlderESWE-FahrgästeumrundvierMillionengestiegenKleineFeierstundeam29.Februar2012inderMobilitätszentraleim WiesbadenerLuisenForum:Ana-GabrielaBrandusawurdeals10.000.AbonnementkundinbegrüßtEinDankeschönandieFahrgäste50,4 Millionen Fahrgäste im Jahr 2012: Aus diesembesonderen Grund – eslag genau zehn Jahrezurück, dass bei der Jahresgesamt-Passagierzahldie „magische“50-Millionen-Marke letztmaligüberschritten wurde – rief ESWEVerkehr zu einergroßen Mitmachaktionauf, als deren Ergebnisim Mai2013 der „50-Millionen-Dankeschön-Bus“präsentiert wurde
  9. 9. ZentraleThemendesJahres2012ZentraleThemendesJahres201216 17Soisteskaumerstaunlich,dassdieAbonnentenzahlenindenver-gangenenJahrenstetigangewachsensind–insbesondereseitESWEVerkehrimJahr2007eineKooperationmitdemRMVeinging,umgemeinsamdieBetreuungderAbo-Kundenzuverbessern.Zielwares,mittelsintensivierterMarketingaktivitätendieFahrgästenochumfassenderüberdasAbo-Angebotzuinformieren;außerdemwurdenbesondereKundenbindungsmaßnahmenrealisiert.DassESWEVerkehrimBerichtsjahrdiezehntausendsteAbo-Kundinbeglückwünschenkonnte,zeugtvomErfolgdereingeleitetenMaßnahmen.Seit2007registriertedasUnternehmeneinenAnstiegderZahlderAbo-Nutzervonrund6.500aufnunmehr10.000–eineSteigerungumfast54ProzentinfünfJahren!ERMITTELT: KundenzufriedenheitDassdasÜbertreffenderMarkevon50MillionenFahrgästenimJahr2012keinZufallwar,belegteineStudiederHochschuleRheinMaininWiesbaden.DiewissenschaftlicheRepräsentativuntersuchungderFahrgastzufriedenheitwirdeinMalproJahrvonESWEVerkehrinAuftraggegeben–nichtnurausnachvollziehbaremEigeninteresse,sondernauch,weildieVerkehrsgesellschaftdenstädtischenGremienjährlicheinenLeistungsberichtvorlegenmuss,derunteranderemeineaktuelleAnalysederKundenzufriedenheitbeinhaltet.SowurdenauchimBerichtsjahrunterderLeitungvonProf.Dr.Bern-hardHeidelinvierZeitintervallenPassantenanunterschiedlichenStandortenimWiesbadenerStadtgebietnachihrerZufriedenheitmitdemNahverkehrsangebotinderLandeshauptstadtbefragt.DabeisetztensichdieUmfrageteilnehmerabermalsausganzunter-schiedlichenGruppenzusammen:VonregelmäßigenBusnutzernübergelegentlicheÖPNV-KundenbishinzueingefleischtenAutofah-rernkamenauch2012allerelevantenZielgruppeninderStudiezuWort.Insgesamt1.680BefragungenführtedasstudentischeTeamderHochschuledurch;diePassantenkonntenhierbeiinunter-schiedlichenKategorienNotenvergeben,unteranderemfürdieServicequalität,denKomfortindenBussenunddasFahrplanangebot.UntermStrichstelltendieBefragtenESWEVerkehrfür2012eingutesZeugnisaus:2,5lautete,orientiertanderSchulnotenskalavoneinsbissechs,dieGesamtnote–eineVerbesserung um0,1Notenpunktegegenüber2011.DeutlichschlechterhingegenschnittbeidenUm-frageteilnehmerndiePkw-NutzunginWiesbadenab:Diesewurde2012nurnochmitderNote3,4bewertet,waseinAbsinkenum0,2NotenpunktegegenüberdemVorjahrbedeutet.DiegewachseneKundenzufriedenheitlässtsichlautStudiekonkretandreiPunktenfestmachen:VorallembeidenKriterien„Pünktlichkeit“,„Fahr-komfort“und„ZustandderBusse“konnteESWEVerkehrteilweisedeutlichzulegen.EINGESETZT: „EuropassaubersteDieselbusse“MitteMai2012kaminWiesbadendereuropaweitersteLinienbusmiteinerAbgasfiltertechnikgemäßderkünftigen„EuroVI“-NormindenVerkehr;kurzdanachwurdenzweiweitere„EuroVI“-BusseanESWEVerkehrausgeliefert,sodassseitherinsgesamtdreiExemplareder„sauberstenDieselbusseEuropas“aufdenStraßenderhessischenLandeshauptstadtunterwegssind.WiesbadensVerkehrsbetriebesinddamiteinmalmehrbeimEinsatzmodernsterAbgasfiltersys- temeinnovativvorangegangen.DieESWE-UmweltinitiativetrugfrühzeitigderTatsacheRechnung,dassabSeptember2014EU-weitdieneue„EuroVI“-Normgeltenwird–diestrengstejemalserlasseneAbgasvorschriftfürschwereNutzfahrzeugemitDieselmotor.Mitdendreineuen„EuroVI“-GelenkzügenvomTyp„Citaro2“(abgekürzt:„C2“;HerstelleristMercedes-Benz/EvoBus)warESWEVerkehrdaseuropaweitersteVerkehrsunternehmen,dasLinienbussemit„EuroVI“-Abgas- reinigungstechnikinBetriebgenommenhat.ErsteMessungenergabenimJahresverlauf,dassdieneue„EuroVI“-TechnologiebeiStickoxiden(NOx),alsobeijenenAbgasbestandteilen,dievonherkömmlichenRußpartikelfilternnuringeringemMaßerfasstwerdenkönnen,zueinerEmissionsreduzierungvoncirca 95Prozentführt!ERPROBT: „GTL“-Kraftstoff EbenfallsimMai2012wurdeinWiesbadeneineweiterewegwei-sendeInitiativefürnochwenigerAbgasbelastungimÖPNVausderTaufegehoben:GemeinsamstartetenESWEVerkehrundderMineralölkonzernShellimRahmeneinesPilotprojektsdendeutsch-landweiterstenkommerziellenEinsatzdessynthetischausErdgashergestelltenKraftstoffs„ShellGTLFuel“.DieserDieseltreibstoff– eristglasklarundgeruchsarmunderzeugtpraktischkeinenschwar-zenRauch–ermöglichteineweitereReduzierungdesAusstoßeslokalerEmissionenbeiderPartikelmasse(PM)undbeiStickoxiden(NOx),weilerimVergleichzukonventionellem,ausMineralöl gewonnenemDieselwesentlichschadstoffärmerverbrennt.„GTL“stehtfür„GastoLiquids“,alsofürdieVerflüssigungvonErdgasmittelseineschemischenUmwandlungsverfahrens,aufdessenBa-sisderneuartigeKraftstoffentwickeltwurde.ImZugedesvonESWEVerkehrgemeinsammitShellgestartetenPilotprojektswurdenzwölfderinsgesamt233ESWE-Busseabsofortnurnochmit„ShellGTLFuel“betankt.ErsteMessergebnisse,dieimVerlaufdesBerichts-jahreserhobenwurden,besagten,dassderEinsatzdes„GTL“-Kraft-stoffszueinerVerringerungdesNOx-Ausstoßesumrund16Prozentführt,währendsichdieKohlendioxid-,alsodieCO2-EmissionenumetwaelfProzentreduzierten.EINGEFÜHRT: UmweltzoneImBerichtsjahrbereitetesichESWEVerkehrintensivaufdasfürden1.Februar2013angesetzteInkrafttretendergemeinsamenUmweltzonederbeidenLandeshauptstädteWiesbadenundMainzvor.DenndadieentsprechendenRegelungennichtnurfürPkws,sondernbeispielsweiseauchfürLkwsundBussegelten,warundistdieEinführungderUmweltzonenatürlichauchfürWiesbadenskommunalenÖPNV-BetreibereinzentralesThema.ZumJahresende2012stelltesichdieSituationwiefolgtdar:• MehralsdreiVierteldesinsgesamt233dieselbetriebene BusseumfassendenESWE-undWiBus-Fuhrparkssind inpunctoAbgasfiltertechnikaufdemneuestenStand:Sie erfüllendieSchadstoffnormen„EuroIIImitPartikelfilter“, „EuroIV“,„EuroV“,„EEV“odersogar„EuroVI“(siehelinks: „EINGESETZT“),sodassdieseBusseproblemlosdievorge- schriebeneFeinstaubplaketteerhaltenkönnen.Rechtzeitig vordem1.FebruarwerdendiegrünenAufkleberanden FrontscheibenderBusseangebracht.• Für53BusseältererBaujahre,derenAntriebssystemenurden Anforderungender„EuroIII“-Abgasnormentsprechen,plant ESWEVerkehr,Ausnahmegenehmigungenzubeantragen, dieaufmaximaleinJahrbefristetseinsollen.Längeralsein JahrgültigeAusnahmenwerdennichterforderlichsein, dennfür25der53BussestehtimVerlaufdesJahres2013 ohnehinturnusgemäßdiealtersbedingteAusmusterung an,währenddieanderen28FahrzeugebiszumJahresende 2013miteinemRußpartikelfilter(inderFachwelt„CRT-Filter“ genannt)nachgerüstetseinwerden,woraufhinihnendie grüneFeinstaubplaketteebenfallszustehenwird.JeLinien- fahrzeugkostetderFiltereinbaurund8.000a,sodass diegesamteNachrüstaktionmitetwa224.000a zuBu- cheschlagenwird.AusSichtvonESWEVerkehrstelltdiese SummeeineweiterelohnenswerteInvestitionindenUm- weltschutzdar–dieVerkehrsgesellschaftbleibtdamitihrem Credotreu,mitihrerBusflottestetseinVorreiterin Sachen umweltverträglicheBusmotorenmithocheffizienterAbgas- filtertechnikzusein.FortschrittlicheUmwelttechnologienQuelle:Tiefbau-undVermessungsamt,LandeshauptstadtWiesbadenOffiziellerStartschusszum„GTL“-Pilotprojekt:Am30.Mai2012wurdeaufdemBetriebsgeländevonESWEVerkehrderEinsatzdesneuartigen Öko-KraftstoffseingeläutetNureinigeVororteblieben„außenvor“:AnsonstenwurdenahezudasgesamteStadtgebietvonWiesbadenundMainzam1.Februar2013zurUmweltzoneerklärt
  10. 10. ZentraleThemendesJahres2012ZentraleThemendesJahres201218 19ENTWICKELT: ElektronischerFahrausweis„eTicket“„IhrFahrausweiswirdelektronisch“:SoeinfachistdieNeueinfüh-rungdes„eTicketRhein-Main“erklärt,diedasgesamteBerichtsjahrübereinesderbeherrschendenArbeitsthemenbeiESWEVerkehrwar–obgleichsichmitderEinführungdeselektronischenFahr-ausweisesfürdenFahrgastaußerderTicket-Optikpraktischkaumetwasänderte.StattdergewohntenPapierfahrscheine,diedieInhaberbeispielsweiseeinesAbonnementsbislangdreiMalproJahrzugeschicktbekamen,erhaltendieNutzernuneinmaligeinscheckkartengroßes,fünfJahrelanggültigesPlastikmediummitintegriertemElektrochipzugesandt–undzwarrechtzeitigvorAblaufderGültigkeitihresderzeitigenFahrausweises.AuchwasdenPreisunddieProduktwahlangeht,ändertesichmitdem„eTicket“nichts.SogibtesvomAbonnementnachwievorsowohleinunpersönlichesundsomitübertragbaresTicketalsauchdiepersonalisierte,dahernichtübertragbareVariantemitaufge-drucktemLichtbild.Neuist allerdings,dassregistriertenKundennunbeideFahrscheinvariantenersetztwerdenkönnen,wenndas„eTicket“zumBeispieleinmalverlorengeht.DiesstellteinenechtenVorteilgegenüberdemaltenPapierfahrscheindar,dennbislangstanddieErsatzoptionnurdenInhaberneinespersönlichenAbosoffen.MöglichmachtedieseErweiterungderindenneuenelek-tronischenFahrausweisintegrierteElektrochip,dersichjederzeitinnerhalbvon24StundensperrenlässtundsovorMissbrauchgeschütztwird.Ersetztwirddas„eTicket“natürlichauchdann,wenneseinmaleinenDefekthabensollte.DassbeiallenVorgängendiestrengengesetzlichenDatenschutzbestimmungeneingehaltenwerden,verstehtsichvonselbst:SosindaufdemElektrochipdesTicketskeinerleipersönlicheKundendatenhinterlegt(nurFahr-kartenart,GültigkeitszeitraumundTarifgebietewerdenaufihmgespeichert),undbeimAuslesendesTicketsdurcheinKontrollgerätwerdenkeinerleiFahrtinformationenabgespeichert.Soeinfachdie„eTicket“-EinführungausFahrgastsichtauchverläuft,sokomplexstelltesiesichfürESWEVerkehrdar;akribischundenga-giertwurdehinterdenKulissenandenAbläufengearbeitet.Nichtwenigeralself MitgliedergehörtenderfederführendenProjekt-gruppean,diesichausMitarbeiternderUnternehmensbereicheVertrieb,Informationstechnik,TechnischerBetrieb,Rechnungs-wesenundBetriebssystemezusammensetzte.ZudengrößtenHe-rausforderungen,diesichdenelfFachleuten–dieparallelnatürlichauchihreeigentlicheArbeitnichtvernachlässigendurften–stellten,zähltediefürdenStartdes„eTicket“notwendigeKomplettumstellungundteilweiseNeuentwicklungderinternenVerwaltungs-undAbrechnungs-Software.DassdiesbeilaufendemBetriebdurch-geführtwerdenmusste,stellteeinezusätzlicheBelastungdar.ImVerlaufdesJahres2012erwiessichinsbesonderedieUmstellungderAbonnentenverwaltungaufdasneue,„eTicket“-gemäßeSystemeinschließlichdes„Datenumzugs“vonalterzuneuerSoftwarealsschwierigeralsursprünglicherwartet,waszu–angesichtsderGrö-ßenordnungdesProjektsnachvollziehbaren–vereinzeltenKompli-kationenundVerzögerungenindenProzessabläufenführte.TopthemaimFahrgastmagazinINFOMOBIL,Ausgabe1/12:Wasserspender,Namensgeber,FunkstationDerBingert-WasserturmspieltinderESWE-Historie,voralleminderGeschichtedesFunkverkehrs,eineganzbesondereRolle.DerUrsprungdes knapp28MeterhohenTurmsgehtaufdenindenJahrennachdemEndedesZweitenWeltkriegsauchinWiesbadenexpandierendenWohnungsbaufürUS-SoldatenundderenFamilienzurück.Esgalt,dierund600Wohnein-heiten,diedamalsoberhalbdesBierstadterAukammtalsneuentstandenundwenigspäterdieAukamm-Siedlungbildeten,mitWasserzuversorgen.Das1956/57aufeinemLandrückennamens„Bingert“errich-teteBauwerkhattesichinseinerFunktionals„Wasserspen-der“fürdierundanderthalbKilometerentfernteundetwa 80MetertieferliegendeAukamm-Siedlunglängstetabliert,alsderTurmEndeder60er-undAnfangder70er-Jahrezu-sätzlichzumNamenspatengemachtwurde–unddasgleichindoppelterHinsicht:ZumeinenwurdedieimJahr1969insLebengerufeneFirmenzeitschriftderWiesbadenerStadtwer-keaufdenNamen„bingert“getauft;zumzweitenbenötigtemanfürden1970/71gestartetenFunkverkehrdesstädtischenLinienbusbetriebseinunverwechselbaresKennwort–undfandesimbisheuteexistierendenFunkrufwort„Bingert“. DerGrundhierfüristklar:DiezentraleSendeanlagedesFunk-verkehrsbefandsich(undbefindetsichnochheute)aufdemBingert-Turm.ImZugederVorbereitungender„eTicket“-EinführungwurdenimBerichtsjahralle233ESWE-undWiBus-Bussemiteinemfestinstal-liertenFahrscheinprüfgerätausgerüstet,zudemwurdenmobileKontrollgerätefürdenEinsatzdurchFahrausweisprüferange-schafft.DadieKommunikationzwischendenPrüfgerätenunddenzentralenDatenrechnerndigitalvonstattengeht,wurdeaußerdemdergesamteESWE-BetriebshofmiteinemgroßflächigenWLAN-Netzüberzogen,dasdendrahtlosenAustauschzwischenRechnernundBussenermöglicht.DieEinführungdes„eTicketRhein-Main“fandundfindetübrigensimgesamtenGebietdesRhein-Main-Verkehrsverbundes(RMV)statt.FürdenWiesbadenerFahrgastbedeutetdies,dasser,einentsprechendgebuchtesTarifgebietvorausgesetzt,mitseinem„eTicket“beispielsweiseauchinFrankfurt,MarburgoderDarmstadtunterwegsseinkann.ERZIELT: Dynamische FahrgastinformationenUnterdemStichwort„DynamisierungderFahrgastinformation“warbereitsimJahr2011aufeinigenLinienmitderErprobungeiner„Aktualisierungs-Software“fürdieBus-Zielanzeigenbegonnenworden;imBerichtsjahrwurdediesesVerfahrennunindenRegel-betriebüberführt.DankderneuenSoftwarekönnendieZielanzei-gen–alsojenenachaußengerichtetenDisplays,dieoberhalbderFrontscheibeeinesjedenBussesangebrachtsind–ihreInschriftenselbsttätigundautomatischaktualisieren.DieSoftware„befiehlt“dervomBus-BordrechnergesteuertenZielanzeigebeispielsweiseabeinembestimmtenPunktdesFahrtwegs,einenbestimmtenHinweisauszublenden.SokannetwaeinBusderLinie8seineFahrtinBiebrichmitderZielanzeigeninschrift„Eigenheim/überHauptbahnhof“beginnen,undsobalddasFahrzeugdenHauptbahnhofhintersichgelassenhat,erlischtimZielanzeigen-Displayautomatischdie–nunja„erledigte“–Zusatzinformation„überHauptbahnhof“.TechnischeInnovationenfürdieFahrgästeFachübergreifendeKooperation:ExpertenausverschiedenenUnternehmensbereichenbildetendiezurEinführungdes„eTicket“ eingerichteteProjektgruppe
  11. 11. BetriebsbereicheBetriebsbereiche20 21ZweiunverwechselbareWahrzeichenWiesbadensAuch sie prägen das Stadtbild: DieBussevon ESWEVerkehr sind aus demWiesbadener Leben ebenso wenigwegzudenken wie etwa das Kurhaus
  12. 12. BetriebsbereicheBetriebsbereiche22 23FahrdienstSonderfahrtenSeitderEröffnungdesneuenMainzerFußballstadions„Coface-Are-na“imSommer2011unterstütztderFahrdienstvonESWEVerkehrdieKollegenderMainzerVerkehrsgesellschaft(MVG)anallenHeimspiel-tagendesBundesligistenMainz05mitFahrzeugenundFahrern;auchimBerichtsjahr2012wardieswiederderFall.Dabeiwurdendierund75MVG-Busse,diedieFußballfansjedesMalzurArenabringen,stetsumrundzehnWiesbadenerGelenkbusseergänzt. BesonderspraktischfüralleSchlachtenbummlervonderhessischenRheinseite:SiekonntendirektamWiesbadenerHauptbahnhofindieunterderBezeichnung„E6“verkehrendenSonderbusseeinsteigen.ÜberdieFahrtenzur„Coface-Arena“hinausfandenimBerichtsjahrzahlreicheweitereSonderfahrtenstatt,etwazuKonzertendesRheingau-Musik-Festivals.AuchSchulen,KindergärtenundandereEinrichtungenmietetenimJahr2012wiedersomanchenESWE-BusfürdiverseAusflugs-undandereFahrtenan.FahrerehrungImFebruar2012wurdenwiedereinmaljeneESWE-Fahrerausge-zeichnet,dieihreBussejahrzehntelangunfallfreidurchdenWiesba-denerStraßenverkehrgesteuerthaben– was angesichtsdesständigzunehmendenundzudemimmerhektischer werdendenVerkehrsge-schehenseinewirklichbeachtenswerteLeistungdarstellt.INFORMATIONEN AUS DEN BETRIEBSBEREICHENImRahmeneinerkleinenFeierstunde,dieüblicherweiseallezweiJahrestattfindet,wurdeninsgesamtelflangjährigeFahrerindenKategorien„30JahreUnfallfreiheit“,„25JahreUnfallfreiheit“und„10JahreUnfallfreiheit“ausgezeichnet;sieerhieltenrepräsentativeUrkundensowiewertvolleSachpreise.Zusammengerechnetbrach-tenesdieelfKollegenamTagihrerEhrungaufsageundschreibe195unfallfreieJahre.WiBus-BetriebsleitungSeitdem1.OktoberdesBerichtsjahresübtderFachbereichsleiterdesESWE-FahrdienstesinPersonalunionauchdasAmtdesBetriebs-leitersbeiderSchwestergesellschaftWiBusaus.MitdieserneuenpersonellenKonstellationkonnten,insbesondereaufderoperativenEbene,wichtigeSynergieeffekteerreichtwerden,dennderAbstim-mungsbedarfzwischendenFahrdienstenbeiderUnternehmenhatsicherheblichverringert.ImErgebnisprofitiertvondieserEntschei-dunggeradeauchderFahrgast,derzuRechterwartet,dassdieLeistung,diederÖPNVinWiesbaden„draußenaufderStraße“zuerbringenhat,bestmöglichorganisiertist–ohneReibungsverlustezwischenzweiUnternehmen,dievondenmeistenFahrgästenohne-hinnuralseinAnbieterwahrgenommenwerden.DarüberhinausbesitztdiePersonalentscheidungaucheinewirtschaftlicheKomponente:SchließlichsindoptimalgestalteteBetriebsabläufeeinezentraleVoraussetzungfüreinerfolgreichesAbschneidenimWettbewerbmitanderenVerkehrsanbietern–unddamitsindsieaucheinwichtigerFaktorderArbeitsplatzsicherheit.Last,notleastverbindetsichmitderStellenbesetzungaucheinesymbolischeBedeutung:DieDoppelfunktionESWE-Fahrdienstchef/WiBus-BetriebsleiterstehtfürdiezunehmendeDurchlässigkeitzwischendenbeidenUnternehmen.Zivilcourage-SeminareNachdemESWEVerkehrbereitsimJahr2010ersteundseitherregel-mäßigeDeeskalationstrainingsfürFahrdienstmitarbeiterinsLebengerufenhatte–diesebesonderenAusbildungensollendenFahrernzumehrSicherheitimUmgangmitbrenzligenSituationenindenBussenverhelfen–,wurdenimJahr2011erstmalsauchZivilcourage-TrainingsfürFahrgästeangeboten.ImBerichtsjahr2012wurdedie„Zivilcourage:Ja!Aberwie?“betitelteSeminarreihefortgesetzt.Initiiert,organisiertundgemeinsamdurchgeführtvomPolizei-präsidiumWesthessen,demWiesbadenerPräventionsrat,demhessischenLandesprojekt„NetzwerkgegenGewalt“,demauchdieStadtWiesbadenangehört,sowiedemFahrdienstvonESWEVerkehrwidmetensichdiejeweilsvierstündigenVeranstaltungenauch2012wiederdemThema„Gewaltprävention“.ZielderInitiativewarundistes,interessierteBürgerdarinzuschulen,wiesieinKonfliktsituati-onen–etwawährendderFahrtineinemöffentlichenVerkehrsmittel–deeskalierend,alsoentschärfendreagierenkönnen.DabeigingesindenSeminarenkeineswegsumSelbstverteidigung;denTeilnehmernwurdevielmehrerklärtundinRollenspielenauchdemonstriert,wiemananderePersonenauspotenziellgefährlichenSzenarienbefreienkann.ZudenpraktischenHandlungsanlei-tungen,diedemMotto„Menschenmöchtenhelfen–siewissenhäufignurnichtwie!“folgten,gehörteesbeispielsweise,ineinerKonfliktsituationganzgezieltÖffentlichkeitherzustellen,umaufdieseWeisedermöglichenBedrohungentgehenzukönnen.AuchdasSich-AbwendenvomAngreifer,deneszuisolierengiltundausdessen„Magnetfeld“mansichbefreiensoll,unddasSich-KonzentrierenaufdieSituationdes(potenziellen)OpferszähltenzudenLerninhalten.DiegroßeunddurchwegäußerstpositiveResonanzaufdasfürdieTeilnehmerkostenloseSeminarangebotzeigte,dassbeivielenMen-scheneinstarkesInteressevorhandenist,richtigesHelfenzulernen.UmdiesemInteressegerechtzuwerden,wurdeentschieden,dieSeminarreiheauchimJahr2013fortzusetzen.„EuropassaubersteDieselbusse“– jetztaufWiesbadensStraßenDereuropaweitersteLinienbusmiteinerAbgasfiltertechnikgemäßderkünftigenEuro-VI-NormistMitteMaiindenVer-kehrgekommen–undzwarbeiESWEVerkehr.InzwischensindzweiweitereEuro-VI-BussedesneuenMercedes-Typs„Citaro2“andasVerkehrsunternehmenausgeliefertworden,sodassnuninsgesamtdreiExemplareder„sauberstenDieselbusseEuro-pas“aufdenStraßenderLandeshauptstadtunterwegssind.WiesbadensVerkehrsbetriebegehendamiteinmalmehrbeimEinsatzmodernsterAbgasfiltersystemeinnovativvoran.EinkleinerBlickindieZukunft:AbSeptember2014wirdEU-weiteineneueAbgasvorschriftfürLkwsundBussegelten–dieso-genannteEuro-VI-Norm.Siewirddanndiestrengstejemalserlassene Abgasvorschrift für schwere Nutzfahrzeuge mitDieselmotorsein.Dochbereitsjetzt,alsorundzweieinviertelJahrevordemInkrafttretenderEuro-VI-Norm,sinddieerstenLinienbusseaufdenMarktgekommen,dieeinehochmoderneAbgasfiltertechnikeingebauthaben,mitderschonheutediestrengenEuro-VI-Vorgabenerfülltwerden.Am21.Mai2012wurdederersteEuro-VI-BusvomTyp„Citaro2“ (HerstelleristMercedes-Benz/EvoBus)aufdemGeländedesWiesbadenerJagdschlossesPlatteandieESWEVerkehrsgesell-schaftübergeben.ESWEVerkehristdamiteuropaweitdasersteVerkehrsunternehmenüberhaupt,daseinenLinienbus,derbereitsüberdiekünftigeAbgasreinigungstechnikverfügt,inBetriebgenommenhat.WeitereInformationenzudiesemThemahältdervorliegendeGeschäftsberichtaufSeite16bereit.
  13. 13. BetriebsbereicheBetriebsbereiche24 25NachfrageanalysederLinien45und47DiebeidenMainz-WiesbadenerGemeinschafts-Buslinien45und47,dieseitdenFahrplanwechselnimDezember2008bzw.Dezember2010diebeidenLandeshauptstädteaufihrerwichtigstenStraßenverbin-dung–derSchiersteinerAutobahnbrücke–miteinanderverknüpfen,schriebenimBerichtsjahrihreErfolgsgeschichteweiter.DieErgebnisseeinerzumJahresendevorgestelltenFahrgastzahlenanalysezeigten,dassimJahr2012einweitererNachfragezuwachsverzeichnetwerdenkonnte.MittlerweilenutzenaneinemdurchschnittlichenWochentagaußerhalbvonFerienzeiteninsgesamtetwa1.100Fahrgästedie45er-unddie47er-BusseinbeidenFahrtrichtungen.InSummesindesjährlichrund325.000Passagiere,dieimöffentlichenNahverkehrdenRheinaufderA643überqueren.„Dievor2008nochweitverbreitetenZweifel,obeinÖPNV-AngebotüberdieSchiersteinerBrückeaufeinausreichendgroßesFahrgastinteres-sestoßenwerde,sindmittlerweilegroßerZufriedenheitgewichen“,bilanziertdie AnalysedieerfreulicheEntwicklungderNutzungszahlen.ErwartungsgemäßhatsichdieLinie45alsdiestärkereVerbindungeta-bliert,aberauchdieLinie47,dieals„kleineSchwester“2012ihrzweitesvollesBetriebsjahrerlebte,hatsicheinedauerhafte,solideNachfrageerarbeitet.NeueVerkehrsmeisterImBerichtsjahrkamenbeiESWEVerkehrerstmalsdreiVerkehrsmeisterneuzumEinsatz,diezuvorbeiderSchwestergesellschaftWiBusalsBusfahrergearbeitethatten.NachdemsieseitHerbst2011eineinterneWeiterbildungdurchlaufenhatten,konntendiedreiMitarbeiter2012ihreneueTätigkeitaufnehmen.DassVerkehrsmeisterausdemKreisderBusfahrerkommen,istallesanderealsungewöhnlich–imGegenteil:LangjährigeErfahrung,dasWissenumdieBetriebsabläufeundnichtzuletztumfangreicheKennt-nissedesLiniennetzessindseitjeherGrundvoraussetzungenfürdieverantwortungsvolleArbeiteinesVerkehrsmeisters.Neuallerdingswar,dassderNachwuchsausdenReihenvonWiBusstammte.DiesedreierstenPersonalwechselvonWiBuszuESWEVerkehrdokumentierendenBeginneinerzunehmendenDurchlässigkeitzwischendenbeidenUnternehmen.TerminlichflexibleAngebotsoptimierungen„ZwecksAnpassungdesFahrtenangebotsandiegestiegeneNachfrage“–immerhäufigeristdieseFormulierungdieerfreulicheBegründungfüreineErweiterungvonFahrtzeiten,füreineVerengungvonFahrtentak-tungenoderfüreineAusweitungdesLiniennetzes.DasÜberschreitender50-Millionen-GrenzebeiderGesamtfahrgastzahldesJahres2012sprichtindiesemZusammenhangeinedeutlicheSprache.Gleichzei-tigverstärktsichseitJahrenderTrend,imSinneeineszeitnahenundflexiblenReagierensaufSchwankungeninderFahrgastnachfragemitderUmsetzungvonFahrplanänderungennichtbiszumalljährlichenFahrplanwechsel-StichtagMitteDezemberabzuwarten,sondern solcheÄnderungenbereitsimJahresverlauf,also„unterjährig“inKraftzusetzen.SogabesimBerichtsjahr2012gleichdreiStichtage,andenenzahl-reichekundenorientierteAngebotsoptimierungenimWiesbadenerLiniennahverkehrwirksamwurden:den16.April(ersterSchultagnachdenOsterferieninHessenundRheinland-Pfalz),den13.August(ersterSchultagnachdenSommerferieninHessenundRheinland-Pfalz)sowieden5.November(BeginndererstenvollenArbeitswochenachdenHerbstferieninHessenundRheinland-Pfalz).Dieam5.NovemberinKraftgetretenenFahrplanänderungenbildetenzusammenmitweiterenÄnderungen,dieaufden11.Februar2013terminiertwurden,dieMaßnahmendeserstmalsaufzweiStichtageaufgeteiltenFahr-planwechsels2012/2013.Linie 6WassichineinemJahrerfolgreichbewährthat,wirdimnächstenJahrfortgesetzt–undsogarerweitert.DiesesPrinzipgaltimBerichtsjahrfürden2011erstmalsrealisierten„Winterfahrplan“derLinie6,derdienstäl-testenGemeinschaftslinievonESWEVerkehrundMainzerVerkehrsge-sellschaft(MVG).Soverkehrtenabdem5.November2012die6er-Bussestattimtraditionellen10-Minuten-Taktwiederineinem7,5-Minuten-Takt.StattstündlichsechsBussenverbandennunalsoachtBussejeStun-dediebeidenLandeshauptstädteaufderLinie6miteinander–undzwarunterderWochezwischencirca7undcirca19Uhr.DieTaktverdichtungendetam21.Dezember,demFreitagvorWeihnachten;siewurdeaber–andersalsimVorjahr–nachdemEndederWeihnachtsferienam 7.Januar2013wiederaufgenommen,umdannbiszumFastnachtsfreitag(8.Februar)anzudauern.DiesaisonalenTrendsinderFahrgastnachfrage,aufdieESWEVerkehrinGestaltder„Winterfahrplan“-Taktverdichtungflexibelreagierte,habenihreUrsachenindenVorlesungszeitenanderMainzerUniversitätundderHochschuleRheinMaininWiesbadensowieindererhöhtenZahlvonVerkehrsteilnehmern,die–ansonstenperFahrradoderAutounterwegs–inderungemütlichenJahreszeitgerneaufdenBusumsteigen.UndmitBlickaufdenMonatDezemberspieltenatürlichauchdieVorweihnachts-zeiteineRolle,dieWeihnachtseinkäuferwieauchWeihnachtsmarkt-besucherausMainzundausWiesbadenoftmalsaufdiejeweilsandereRheinseitelockt.Linie 47Seitdem16.April2012nimmtdieLinie47,diejüngste,seitEnde2010bestehendeGemeinschaftslinievonESWEVerkehrundMVG,imMainzerStadtteilGonsenheimeinenteilweiseneuen,injedemFallverlängertenVerlauf.DiebislangimUhrzeigersinngefahreneSchleifeüberdieimNor-denGonsenheimsgelegeneElsa-Brändström-Straßeentfiel,infolgedes-senwerdendieHaltestellen„Wildpark“und„Elsa-Brändström-Straße“nunnichtmehrbedient.Stattdessenfahrendie47er-BusseausRichtungWiesbaden/SchiersteinerBrücke/Mainz-MombachkommendnunweiternachGonsenheimhinein,wosienacheinanderandenHaltestel-len„AmGonsenheimerWald“,„Kapellenstraße“,„Nerotalstraße“und„Wilhelm-Raabe-Straße“stoppen–dieletztgenannteHaltestelleistdannauchdieneueEndstelle(einzelneFahrtenendenallerdingsschonanderHaltestelle„Kapellenstraße“).Derneue47er-FahrtwegbietetdenFahrgästeneineReihevonVorteilen:SoistvonderneuhinzugekommenenHaltestelle„AmGonsenheimerWald“ausderzuSpaziergängeneinladendeGonsenheimerWaldebensoguterreichbarwiedasangrenzendeNaturschutzgebiet„AmGroßenSand“.AnderHaltestelle„Kapellenstraße“könnendieFahrgästezudemindieMainzerBuslinie64inRichtungBudenheimumsteigen;undandenHaltestellen„Kapellenstraße“,„Nerotalstraße“und„Wilhelm-Raabe-Straße“kannvonderLinie47ausdirektindieStraßenbahnlinien50und51umgestiegenwerden,dieimMainzerWestenbisFinthenundimSüdenbisHechtsheimverkehren.Linie 48Für alle Studierenden der Hochschule RheinMain war der 5.November2012einwichtigesDatum:SeitdiesemTagnämlich sinddiedreiWiesbadenerStandortederHochschule–„Kurt-Schuma-cher-Ring“,„Bleichstraße“und„UnterdenEichen“–erstmalsaufeinerNahverkehrsliniemiteinanderverbunden.MöglichmachtediesdieVerlängerungdesFahrtwegsderLinie48biszumNordfriedhof,vonwoausderHochschulstandort„UnterdenEichen“nurwenigeGehmi-nutenentferntist.DiebeidenanderenStandorteliegenohnehinseitjeheram48er-Linienweg.KonkretbedeutetdieLinienwegverlängerung,dasseinzelneFahrtenderLinie48nichtwiebisheramPlatzderdeutschenEinheitendenbzw.beginnen,sondernerstbzw.schonamNordfriedhof.DiebessereVernetzungderdreiHochschulstandortewurdevonESWEVerkehraufWunschderHochschulleitungrealisiert;dieentstehendenKostenwerdenvonderHochschulegetragen.DieVerlängerungdes48er-LinienwegsistalsProbebetriebkonzipiertundwirdzunächstbiszumDezember2013angebotenwerden.ImÜbrigengingauchmitderam13.AugustdesBerichtsjahresimZugederOptimierungenimSchülerverkehrwirksamgewordenenLinienwegverlängerungderE-WagenüberdieHaltestelle„Zieten-ring“hinausbiszurHaltestelle„Nordfriedhof“(sieherechts:„Schüler-verkehr“)einedeutlicheVerbesserungderÖPNV-AnbindungdesHochschulstandorts„UnterdenEichen“einher.SchülerverkehrMitdemSchulbeginnnachdenSommerferienam13.AugustdesBerichtsjahressetzteESWEVerkehreinoptimiertesAngebotan E-Wagen-und„Schulbus“-Fahrten(hierbeihandeltessichnichtumausschließlicheSchülerfahrten,sonderninderRegelumreguläre Linienfahrten,dieallerdingsüberwiegendvonSchülerngenutzt werden)inKraft.InabermaligerengerAbstimmungmitdemstäd-tischenSchuldezernatunddenjeweiligenSchulleitungenkonntesoaufnachdenFerienwirksamgewordeneVeränderungenderUnter-richtszeitenreagiertwerden.Insgesamtwurdenper13.AugustfolgendeÄnderungenwirksam:• Linie37zwischendenHaltestellen„Wielandstraße“und „Egerstraße“sowieinderGegenrichtung• LinieEzwischendenHaltestellen„NordstranderStraße“ und„KarlsbaderPlatz“bzw.zwischendenHaltestellen „DernschesGelände“und„NordstranderStraße“• LinieEzwischenAmöneburg(Haltestelle„Dyckerhoff- straße“)undErbenheim(Haltestelle„Egerstraße“)sowie inderGegenrichtung• Schulbusfahrtenzurbzw.vonderTheodor-Fliedner- SchuleinBierstadtsowiezurbzw.vonderHermann- Ehlers-SchuleinErbenheim• LinieEzwischendenHaltestellen„Nordfriedhof“(bisher nurabHaltestelle„Zietenring“)und„Gymnasium Mosbacher Berg“sowiezwischendenHaltestellen„PlatzderDeutschenEin- heit“bzw.„GymnasiumMosbacherBerg“und„Nordfriedhof“ (bishernurbisHaltestelle„Zietenring“)WeitereÄnderungenimSchülerverkehrwurdenzumFahrplanwechselam5.Novemberrealisiert:• Linie27/E27:MontagsbisdonnerstagsfährtanSchul- tagennuneinzusätzlicherBusalsLinieE27vonder Haltestelle„Berufsschulzentrum“biszurHaltestelle „Gartenfeldstraße“.HierdurchkonntedieUmsteige- möglichkeitzudenRegionalbussenamHauptbahnhof verbessertwerden.• Linie37:Montagsbisfreitagsfinden,außerwährendder Schulferien,diebisherigenAbfahrtenum14:46Uhrund um15:46UhrabHauptbahnhofinRichtungBierstadt undErbenheimnunjeweilsfünfMinutenspäterstatt.• Linie43:DieAbfahrtamHauptbahnhofinFahrtrichtung Breckenheimum8:44Uhr(montagsbisfreitags)wurde umfünfMinutennachvorneverschoben.• LinieE(„Schulbus“)zwischen„Egerstraße“und „Dyckerhoffstraße“:DieFahrten,diebisherum15:09Uhr undum16:09UhranderHaltestelle„Egerstraße“in Erbenheimstarteten,wurdenumfünf Minutennach hintenverschoben.• LinieE(„Schulbus“)abTheodor-Fliedner-Schule:Die„Schulbusse“ fahren freitagsnunwiederum13:20Uhr bzw.um13:21Uhr.VerkehrsplanungundVerkehrssteuerung
  14. 14. BetriebsbereicheBetriebsbereiche26 27NeueBusseFastjedesJahrimFrühlingrollenbeiESWEVerkehrfabrikneueBusseaufdenBetriebshof;andereBusse,dieschonvielehunderttausendKilometeralsFahrleistungabgelieferthaben,werdendafür„inRentegeschickt“.EinenGesamtbestandvonexakt233Bussen,beste-hendaus135Solowagenund98Gelenkzügen,wiesderFuhrparkderbeidenVerkehrsunternehmenESWEundWiBusamJahresende2012auf.Davongehörten205BussezuESWEVerkehr,28befandensichimWiBus-Eigentum.ImBerichtsjahrgingmitderturnusgemäßenBusneuanschaffungeineBesonderheitinpunctoInnenausstattungeinher.Unterdeninsgesamt21Fahrzeugen(18SolowagenunddreiGelenkzüge),dieimZeitraumMärzbisJuni2012nachundnachneuaufdieStraßekamen,befandensichdreiSolo-Busse,die–einePremierefürWiesbaden–nachdem„LowEntry“-Prinzipkonstruiertsind.DieseBauart,eineWeiterentwicklungderseitvielenJahrenbewährtenNiederflurtechnik,istdadurchgekennzeichnet,dassderBusnied-rige(„low“),vollkommenstufenloseEinstiege(„entry“)besitztundimvorderenWagenteileinenebenfalls„niederflurigen“Innenraumaufweist–währendderHeckbereichdesFahrgastraumsüberzweiStufenimMittelgangverfügt.WeitereNeuerungder„LowEntry“-Busse:ImhinterenWagenteilsindalleSitzplätzeinFahrtrichtungangeordnet.WiebeiESWEVerkehrseitlangemselbstverständlich,genügt jedesderneuangeschafftenFahrzeugeinSachenAbgasfiltertechnikdem„EEV“-Standard(„EnhancedEnvironmentallyFriendlyVehicle“),derdiegegenwärtiganspruchsvollsteeuropäischeRichtschnurfürdenSchadstoffausstoßvonBussenundLkwsist.EineAusnahmebildennatürlichdiedreineuenGelenkzüge,diesogarschondie„EuroVI“- Abgasnorm,dieerstimJahr2014EU-weitinKrafttretenwird,erfül-len(siehehierzuSeite16).Digitale Fahrtenschreiber und VideoanlagenDieinsgesamt21neuenBussedesJahres2012warendieerstenFahrzeugeinWiesbadensÖPNV-Fuhrpark,dieübereinendigitalenFahrtenschreiberverfügen.AuchallekünftigenFahrzeugneuan-schaffungenwerdenmitsolchenhochmodernenTachographenausgerüstetsein.DerGrundfürdieseAusstattungsmaßnahmeisteinrechtlicher:nämlicheineEU-VerordnungausdemJahr2006,diefürdengewerblichenGüter-oderPersonenverkehrdieLenk-und RuhezeitenfürFahrervonFahrzeugenmiteinemzulässigenGe-samtgewichtvonüber3,5Tonnenregelt.AllerdingsgiltdieseVorschriftausdrücklichnichtfürdenBuslinien-verkehrmiteinerStreckenlängevonbiszu50Kilometern,alsofürdenklassischenPersonennahverkehr,weshalbESWEVerkehraufdenEinbauderdigitalenFahrtenschreibereigentlichhätteverzichtenkönnen–würdenESWEsBussenichtmanchmalauchFahrtenun-ternehmen,beidenengrößereStreckenlängenalsnur50KilometerabsolviertwerdenoderdiealsSonder-bzw.GelegenheitsverkehrenichtzudenregulärenLiniennetzfahrtenzählen.SolcheFahrtenfal-lenbeidenWiesbadenerVerkehrsbetriebengarnichtmalsoseltenan:MandenkebeispielsweiseandievielenSchul-oderKindergar-tenausflugsfahrtensowieetwaandenalljährlichenShuttlebus-ServicefürKonzertbesucherdesRheingau-Musik-Festivals.FürderartigeFahrtenbesitztdieobengenannteEU-VerordnungGültigkeit.DerausdiesemGrunderfolgteEinbauderdigitalenTachographenindie21neuenBusseermöglichtesdenBusfahrernnunganzoffiziell,mitihrerjeweiligenFahrerkarteauchFahrtenimSonder-oderGelegenheitsverkehrzuabsolvieren.Jederder21Busse,die2012neuinDienstgestelltenwurden,ver-fügtaußerdemübereineVideoüberwachungsanlage.DiesekannimFallkritischerSituationenimBus,etwabeiGewalttätigkeitenzwischenFahrgästenoderbeiÜbergriffenaufdenFahrer,dieTäter-ermittlungerheblicherleichtern.AberauchohnedassestatsächlichzusolcheinemVorfallkommt,dienendieVideokameras–derenEinsatzselbstverständlichallendatenschutzrechtlichenBestim-mungenunterliegt–demSicherheitsgefühlderFahrgäste.InsgesamtwarenamJahresende2012130WiesbadenerLinienbussemiteinerVideoanlageausgerüstet.ZusätzlicherBusparkplatzGenau233FahrzeugeumfassteWiesbadensLinienbus-FuhrparkamJahresende2012.SowohlderFahrzeuggesamtbestandalsauchderprozentualeAnteilderGelenkbussesindindenvergangenenJahrenangestiegen–einErgebnisdererfreulicherweisestetigzuneh-mendenFahrgastzahlen.MehrundgrößereBussebenötigenallerdingsauchmehrStellfläche.ImJahr2004,alsimZugederWiBus-GründunginnerhalbkurzerZeitfürrund40zusätzlicheBusseRaumaufdemESWE-Betriebs-geländeanderGartenfeldstraßegefundenwerdenmusste,konntedasPlatzproblemnochdadurchgelöstwerden,dassdiedamaligeParkordnunggemäß„Fischgrätenmuster“ineinBlockaufstellungs-systemumgewandeltwurde.DochnurwenigeJahrespätergabesabermals„parkplatzlose“Busse–eineEntwicklung,diesichnochverschärfte,seitkonsequentdaraufgeachtetwerdenmuss,dassdieWerkstatthallenausFeuerschutz-undanderenSicherheitsgründenausdrücklichnuralsReparatur-,nichtaberalsAbstellhallenzu-gelassensind.DieLösungdesProblemsbrachteimAugustdesBerichtsjahresdieFertigstellungdesneuenBusparkplatzesanderWestseitedesBetriebsgeländes,genauer:anderHabsburgerstraße.NachetwahalbjährigerBauzeitwardorteineAbstellflächefürinsgesamt38Busse(21Gelenkzügeund17Solowagen)entstanden.ÜbersiebenParkspurenverfügtderneueParkplatz;vierdavonsindfürGelenk-zügevorgesehen,dreiSpurensindSolowagenvorbehalten.Außer36LinienbussenhabenanderHabsburgerstraßeauchdiebeidenESWE-FahrschulbussesowiedieFahrzeugedesStreckendienstes einneues,festesZuhausegefunden.DerbisherandieserStellegelegeneParkplatzfürPrivatautosvonBe-schäftigtenwarbereits2011imZugedesUmbausderHauptpforteanderGartenfeldstraßeteilweiseindendortigenMitarbeiterpark-platzintegriertworden,derzudiesemZweckneugestaltetundmiteinerneuenZufahrtversehenwordenwar.WerkstattsanierungNachdemimTechnischenBetriebdieJahre2010und2011vonum-fangreichenSanierungs-undUmbaumaßnahmenindenWerk-statthallengeprägtwaren,bliebenimJahr2012nurnochkleinereErgänzungsarbeitenzuerledigen.SomusstenneueBelüftungs-möglichkeitenfürdieKellerräumederBuswerkstattgeschaffenwerden,denndievorherigenLüftungswegekonnteninfolgeeinerausBrandschutzgründenvorgeschriebenenAbschottungderRäu-menichtmehrgenutztwerden.TechnischerBetrieb
  15. 15. BetriebsbereicheBetriebsbereiche28 29VertriebVertriebsaktivitätenBetreuungsroutineDasimFrühjahr2010inZusammenarbeitmitdemRhein-Main-Verkehrsverbund(RMV)gestarteteProjekt„Betreuungsroutine“,indemesumeinkontinuierliches,festenRegelnfolgendesVerfahrenderKundenbetreuunggeht,konnteimBerichtsjahr,gutzweiJahrenachseinemStart,einepositiveZwischenbilanzvorlegen.ESWE-Kunden,dieInhabereinesAbonnementssind,erhaltenimRahmendesProjektsinregelmäßigenAbständen–erstmalsvierbissechsWochennachAbschlussdesAbonnementsunddannnachzehnundnach22MonatenderAbo-Laufzeit–wichtigeZusatzinformationenrundumihrAboundwerdenaußerdemnachihrerZufriedenheitbefragt.DieZwischenbilanzergab,dassfast90Prozentdertelefonischkon-taktiertenKundensich„zufrieden“oder„weitestgehendzufrieden“sowohlmitdemAbonnementalsProduktalsauchmitderArtundWeisederKundenbetreuungzeigten.Gleichermaßenwünschtensichebenfallsknapp90ProzentweiteretelefonischeKontaktauf-nahmen.UnddrittenswirdvondenKundenauchdieMöglichkeitgeschätzt,imRahmenderAnrufeAnregungenoderKritikloswerdenzukönnen:EtwajederdritteKundeäußertesichimGesprächzumindestenseinemThemarundumESWEVerkehr,dasihnbewegte.BeiKunden,dieihrAbonnementkündigenwollten,konntedie„Betreu-ungsroutine“mittelsErforschungderGründeundAufklärungübermöglicheAlternativangeboteerreichen,dassderAnteiljenerKunden,dievonihrerursprünglichenKündigungsabsichtletztlichwiederAb-standnahmen,deutlichgesteigertwerdenkonnte.Neues TicketDievomRhein-Main-Verkehrsverbund(RMV)zum9.Dezember2012neueingeführte„65plus“-Jahreskarte,eineSpezialvariantedespersönlichenAbonnements,fandauchinWiesbadenraschAnklang.DasneueTicket,dessenInhaberüberalldort,woimRMV-GebietNahverkehrszügefahren,aufpreisfreistetsden1.-Klasse-Waggonnutzendarf,trägteinerwichtigengesellschaftlichenEntwicklungRechnung:Seniorensindheutzutageagiler,interessierterundunter-nehmungslustiger,kurz:mobilerdennje.VorverkaufsstellenImBerichtsjahrkonntedieZahlderexternenVorverkaufsstellenkonstantbeietwa70Stückgehaltenwerden.MitdieserVersor-gungsdichte–bisinalleVorortederLandeshauptstadthinein–liegtWiesbadenweiterhindeutlichüberdemNiveauvergleichbarerStädte.Als„niedrigschwelliger“ZugangzumFahrausweisangebotdesNahverkehrsstelltdasengmaschigeNetzderVorverkaufsstelleneinwichtigesWerkzeugimvertrieblichenInstrumentariumderESWEVerkehrsgesellschaftdar.MarketingaktivitätenVeranstaltungenBeieinerVielzahlvonVeranstaltungenundFestivitätenzeigtedieESWEVerkehrsgesellschaftauchimJahr2012Präsenzund untermauertedamiteinmalmehrihrSelbstverständnis,einfestes,sympathisch-„volksnahes“ElementdesöffentlichenLebensinWiesbadenzusein:• ZunennensindzumeinendieverschiedenenvonESWE VerkehreigeninitiiertenVeranstaltungen,etwadastra- ditionelle,besondersbeiFamilienbeliebteNeroberg- festEndeMaisowiedieKrimidinner-Erlebnistour„Krimi imBus“,dieimBerichtsjahrmitinsgesamt15Termineneine erfolgreichevierteSaisonhinlegteundalsattraktive Neuerungzudemmitzwei„Mottotagen“aufwartete.• ZumanderenbeteiligtesichESWEVerkehrauch2012wieder miteinemeigenenInfostandanderRheingauerWeinwoche imAugust.MehrWeinfest-Besucherdennjenutztendie Möglichkeit,alsKäuferdesspeziellen,besonderspreis- günstigen„WeinfestTickets“(dasmitrund24.200verkauf- tenExemplareneinAbsatzplusvon13,6Prozentgegenüber demVorjahrerzielte)oderaberalsAbo-Inhabereinen Gratis-Sektoder-Weinbeieinemdernunmehr19ESWE- Partnerwinzerzugenießen.• Auchdie„mobilenBürgersprechstunden“imRahmen dervonESWEVerkehrseitdemJahr2007gemeinsammit denWiesbadenerTageszeitungenorganisierten„VorOrt aufTour“-VeranstaltungsreihewurdenimBerichtsjahr fortgesetzt.2012standenbeispielsweisedieVororte Breckenheim,Nordenstadt,RambachundSchiersteinauf demTourplan;OberbürgermeisterDr.HelmutMüllerwar stetsmitvonderPartie.„Busverkehrsschule“SchonimviertenJahrinFolgeführteESWEVerkehr2012ihre „Busverkehrsschule“durch–abermalsinZusammenarbeitmitdemWiesbadenerSchulamt.EinmalmehrwurdedabeijungenBusnut-zernganzpraktischundlebensnaherklärtunddemonstriert,was esbeimFahrenmitdemBuszubeachtengilt.83Grundschul-sowiefünfteKlassenausinsgesamt24Wiesbade-nerSchulennahmenimBerichtsjahrdasAngebotder45-minütigen„Busschulstunden“wahr.Den25-bis30-köpfigenSchülergruppenwurdeninkurzerZeitdiewichtigstenInhaltevermittelt:Sozeigtendieals„Bus-Lehrer“fungierendenlangjährigerfahrenenESWE-FahrerbeispielsweiseanhandeineraufsicheremTerraindurchge-führtenGefahrenbremsungsehreindrucksvoll,warummansichbeiderFahrtimBusbesondersgutfesthaltensollte.Außergewöhnlicherfolgreichverliefdie„Busverkehrsschule“übri-gensmitjenenSchulklassen,denenauchkörperlichbeeinträchtigteSchülerangehörten.GeradehierkonntenvieleVorbehalterevidiertunddasSelbstvertrauenderKindergestärktwerden.BroschürenEineVielzahlgedruckterInformationsmaterialienwurdeimJahr2012neuentwickeltbzw.neuaufgelegt.HiereinigeBeispiele:• UnterdemMotto„KlarmachenzurUmstellung!“wurdein einemFaltblattderneueelektronischeFahrausweis„eTicket RheinMain“mitsamtseinenFunktionenundVorteilenvorge- stellt.EinenderwichtigstenInhaltebildetehierbeidiedeut- licheBetonungderSicherheits-undDatenschutzaspekte.• DieschrittweiseVerlegungdeseuropäischenHauptquar- tiersderUS-LandstreitkräftevonHeidelbergnachWiesba- den,dieimBerichtsjahrkonkretereFormenannahm,bildete denAnlassfürdieEntwicklungunddieProduktionderneu- en Broschüre„GoDowntown!“.Dasenglischsprachige FallblattinformiertdiesichneuinHessensLandeshauptstadt ansiedelndenSoldatenundderenFamiliennichtnurüber dashiesigeNahverkehrsangebotimAllgemeinenundüber diebestenVerbindungenvondenvierWiesbadener„Housing Areas“zumStadtzentrumimBesonderen,esstelltauchdie wichtigstenTicketangebotevorundpräsentiertzudemim RahmenvonAusflugstippseinigeattraktiveSehenswürdig- keiten.• EbenfallseineNeuerungdesJahres2012wardieBroschüre „BusfahrenvonWeihnachtenbisNeujahr:IhreESWE-Linien machenkeineFeiertagspause!“.Darinwurden,erstmalsin einemhandlichenFaltblattzusammengefasst,allebeson- derenFahrplanregelungen,dieinderZeitvom23.Dezember 2012biszum2.Januar2013zumTragenkamen,übersichtlich dargestellt–sowohlintextlicheralsauchintabellarischerForm.• „MehrBusfürWiesbadensStudenten“lautetederTitel einer2012ebenfallsneuproduziertenBroschüre,diedie bessereÖPNV-VernetzungderdreiWiesbadenerStandorte derHochschuleRheinMainzumInhalthatte.Ermöglicht wurdediebessereAnbindungdurchdieam5.November2012 inKraftgetreteneVerlängerungdesFahrtwegsderLinie48 biszumNordfriedhof,vonwoausderHochschulstandort „UnterdenEichen“nurwenigeGehminutenentferntist.„ESWEMANIA“DieWeltvonESWEVerkehrkannseitMitte2012jederInteressier-teselbstnachspielen:DasimUnternehmenselbstentwickelteBrettspiel„ESWEMANIA“isteinspannendesTaktikspielrundumsBusfahreninWiesbaden.BiszuvierSpielerwetteiferndarum,wemesals„BestemBusfahrerWiesbadens“gelingt,mitzweiBussenmindestens30FahrgästeanachtHaltestellenimWiesbadenerLiniennetzaufzusammelnunddiePassagiereschnellstmöglichzumHauptbahnhofzubringen.DerSpielplaninA2-GrößeistdemWies-badenerStadtbildnachempfundenundenthältunteranderemdieHaltestellen„Rheinufer“,„Kirchgasse“und„Nerotal“.„ESWEMANIA“stellteinegelungeneMischungausbeliebtenSpiele-klassikernwie„Monopoly“und„MenschärgereDichnicht“dar.DerbesondereClou:DasSpielstehtunter www.eswe-verkehr.de/eswemania zumkostenlosenOnline-DownloadzurVerfügung!NachdemHer-unterladendes13-seitigenPDF-DokumentsmüssendieA4-BögenmitdendiversenSpielelementenlediglichfarbigausgedrucktunddannzusammengeklebtbzw.auseinandergeschnittenwerden.SogardieSpielfigurenzumSelberbastelnsindinderAusdruck-Vari-antevon„ESWEMANIA“enthalten;lediglicheinenhandelsüblichenWürfelmussmanselbstnochbeisteuern.
  16. 16. BetriebsbereicheBetriebsbereiche30 31DiehiereingeklebteDVDenthältdieelf ESWE-Verkehr-Unternehmens- videos,dieimJahresverlauf2012indenYouTube-KanalvonESWEVerkehr (www.youtube.com/esweverkehr) eingestelltwurden.AußerdemistaufderDVDdasimFrühjahr2013erstellteVideozumThema„50MillionenFahrgästein2012“zufinden.Darinistunteranderemdokumentiert,wiedasTitelbilddiesesGeschäfts-berichtsentstandenist. VielSpaßbeimAnschauen!KundenkommunikationInternet-undSocial-Media-AktivitätenDieinteraktiveKommunikationmitdenFahrgästenaufdiversenOnline-KanälenwurdeimBerichtsjahrweiterausgebautunddeut-lichintensiviert.HierdasWichtigsteimÜberblick:E-Mail-NewsletterDerkostenloseE-Mail-NewsletterfürESWE-FahrgästeerschienimBerichtsjahrin13regulärenAusgaben,diejeweilsetwafünfNach-richtenmeldungenenthielten,sowieineinermonothematischenSonderausgabezumwarnstreikbedingtenÖPNV-Ausfallam20.März2012.DieAnzahlderNewsletter-AbonnentenstiegvonderAus-gabe01/2012biszurAusgabe14/2012von597auf997.DieserZuwachsumbeachtliche67Prozentisthauptsächlichdaraufzurückzuführen,dassdieMöglichkeitfürNutzer,denNewsletterzubeziehen,ohnegleichzeitigMitgliedder„MeineESWE“-Online-Communityzusein,deutlichintensiverbeworbenwurde–beispielsweiseindenKontakt-formularenaufeswe-verkehr.desowieimZusammenhangmitdenGewinnspielenderFahrgastzeitschriftINFOMOBIL.YouTube-Videos DerimFrühjahr2011 ausderTaufegehobeneeigeneESWE-Verkehr-KanalaufderOnline-VideoplattformYouTubeentwickeltesichimJahr2012weiterhinäußersterfolgreich.DieebensounterhaltsamenwieinformativenUnternehmensfilme,diemansichkostenlosansehenkann,bietenstetsinteressante,manchmalauchüberra-schendeEinblickehinterdieKulissenvonESWEVerkehr.RegelmäßigimMonatsturnus–mitAusnahmedesJanuars–kamimBerichts-jahrjeweilseinneuerFilmhinzu.ZummitAbstandamhäufigstenangeklickten2012er-VideoentwickeltesichderimFebruareingestell-teClip„NachtsbeiESWEVerkehr“,derzeigt,wasinSachenBusrei-nigungundBusbetankungallesgeschieht,währenddiemeistenMenschenschlafen. AlsNeuerungwurdeimBerichtsjahrdieKategorieder„Hautnah- Videos“kreiert.DiesesindTeileinesbimedialenProjekts,indasne-benESWEsYouTube-KanalauchdieFahrgastzeitschriftINFOMOBILeingebundenist.StellvertretendfürdieFahrgästebegebensichfürdieReihe„ESWEVerkehrhautnah“einVideo-undeinPrintreporterinSituationen,diemaninderRegelnur alsESWE-Mitarbeitererlebt–beispielsweisealsBusfahreroderalsFahrerderNerobergbahn.Dieexklusiven,persönlichen,eben„hautnahen“ErlebnisschilderungenwerdendannaufdoppelteWeiseveröffentlicht:Jeder„Hautnah“-FilmwirdvoneinergedrucktenReportagezumselbenThemabeglei-tet,diegleichzeitigimINFOMOBILerscheint.>>www.youtube.com/esweverkehrFacebookImAugust2012jährtesichderStartderESWE-Verkehr-Fanpageim sozialenOnline-NetzwerkFacebookzumerstenMal.Dieseither stetigwachsendeFan-Zahlbeweist,dassdieHauptzielederFahrgast-kommunikationviaFacebook–persönlichesundauthentischesKom-munizierenmitdenKunden,verknüpftmitdemVersprechen,ihreFragenzeitnahundkompetentzubeantworten–erreichtwurden.NebenautomatischveröffentlichtenThemen,beispielsweiseaktuellenNewsvonderESWE-WebsitesowieHinweisenaufneueYouTube-Videos,werdenaufderFacebook-FanpageauchvielfältigeeigenständigeInhaltekommuniziert,diesichdannviralweiterver-breiten.HierzuzählenetwaGewinnspiele,aberauchThemen,die–ursprünglichauseinemderanderenMedienkanälestammend–aufFacebook„verlängert“werden.BestesBeispielistdieimJahr2012imFahrgastmagazinINFOMOBILgestarteteArtikelreihe„Haltestellen-namen-Herkunftserläuterungen“,dienachzweiFolgenimgedrucktenHeftschließlichaufderFacebook-Seitefortgesetztwurde.SeithererfreuensichdortdievonderESWE-RedaktionselbstrecherchiertenHinweisezurHerkunftvon„Schelmengraben“,„ImHahn“,„Armen-ruhstraße“etc.großerBeliebtheitbeidenNutzern.ImmermittwochswirdbeiESWEVerkehraufFacebookeinneuerNamensursprungauf-gedeckt,undselbstverständlichkönnenhierauchWünschenachEr-mittlungganzbestimmterHaltestellennamen-Herkünftegeäußertwerden–wovonESWEsFacebook-FangemeinderegeGebrauchmacht.>>www.facebook.com/esweverkehr„Social-Media-Guidelines“DieimFrühjahr2011erstmalsunternehmensinternveröffentlichten„Social-Media-Guidelines“wurdenimBerichtsjahrinerweiterterFormneuaufgelegtundanalleMitarbeitervonESWEVerkehr,WiBusundEVSverteilt.Die24-seitigeBroschüre„WissenswertesüberFacebook,YouTubeundCo.“gibtwichtigeHinweiseundHandlungs-empfehlungenfürdieberuflichewieauchdieprivateNutzungvonsozialenOnline-NetzwerkenwieFacebook,FlickroderTwitter.GegenüberdererstenAuflagewurdeindenneuen„Social-Media-Guidelines“insbesonderedasKapitel„PraktischeTipps“deutlichumfangreicherausgestaltet.DiesesbietetjedeMengeDetail-Infos,dieesdemLeserermöglichen,dasOptimumausdensozialenOnline-Dienstenfürsichherauszuholen,ohnedabeibestimmteRisiken– beispielsweisedasungewollteZugänglichmachenpersönlicherDatengegenüberDritten–einzugehen.DVDTopthemaimFahrgastmagazinINFOMOBIL,Ausgabe3/12:„eTicketRhein-Main“:KlarmachenzurUmstellungESWEVerkehrhatinWiesbadenmitderschrittweisenEinfüh-rung des neuen elektronischen Fahrausweises namens„eTicketRheinMain“begonnen.IndenkommendenMonatenerhaltenzunächstalleInhabereinesAbonnements(inklusive„9-Uhr-Abo“)nachundnachdasneue,scheckkartengroße„eTicket“mitintegriertemSpeicherchipautomatischperPostnachHausegeschickt–bequem,einfachundkostenlos.FürdasVerkehrsunternehmenselbstbedeutetdieUmstellungeinedeutlicheVeränderungindenBetriebsabläufen.„IhrFahrausweiswirdelektronisch“–soeinfachistdiebevor-stehendeNeueinführungdes„eTicketRhein-Main“erklärt.Undumesganzdirektzusagen:EigentlichändertsichfürdenFahrgastkaumetwas.LediglichdasAussehendergewohntenPapierfahrscheine,diedieInhabereinesAbonnementsseitJahrenkennenunddiesiebislangdreiMalproJahrzugesen-detbekommenhaben,ändertsich.KünftigerhaltendieNut-zerdiesesESWE-Vorteilsticketseinmaligeinscheckkarten-großes, volle fünf Jahre lang gültiges Plastikmedium mitintegriertemElektrochipzugesandt–undzwarrechtzeitigvorAblaufderGültigkeitdesderzeitigenFahrausweisesundsomitgenaudann,wennderindividuelleAbrechnungszeit-raumfürdasAbonnementneubeginnt.AuchwasdenPreisunddieProduktwahlangeht,ändertsichnichts.WeitereInformationenzudiesemThemahältdervorliegendeGeschäftsberichtaufSeite18 bereit.
  17. 17. BetriebsbereicheBetriebsbereiche32 33ZeitschriftINFOMOBILDiekombinierteFahrgast-undMitarbeiterzeitschriftINFOMOBIL,dieauchimBerichtsjahr–demsiebtenJahrihresBestehens–regelmäßigeinMaljeQuartalerschien,wartete2012miteinerneuenThemen-rubrikauf:StellvertretendfürdieLeserbegibtsichindenArtikelnderneuenReihe„ESWEVerkehrhautnah“einReporterjedesMalineineSituation,diemannormalerweisenuralsESWE-Mitarbeitererlebt–seiesalsBusfahrer,alsFahrerderNerobergbahnoderalsMobilitätsberater.Die„Hautnah“-ReiheisteinbimedialesProjekt:JedeReportageimINFOMOBILwirdvoneinemVideofilmzumselbenThemabegleitet,dergleichzeitigimYouTube-KanalvonESWEVer-kehrveröffentlichtwirdsiehe(Seite30:„YouTube-Videos“).EinenderinhaltlichenINFOMOBIL-SchwerpunktebildeteimBe-richtsjahrdasThema„eTicket“:ÜberdieEinführungdesneuenelek-tronischenFahrausweiseswurdeinjederdervier2012er-Ausgabenberichtet.PressestelleDiePressestellevonESWEVerkehrhatimBerichtsjahrinsgesamt95PressemitteilungenverfasstundanJournalistenversendet,außer-demhatsiezahlreichePresseterminevorbereitetunddurchgeführt.Hinzukamauch2012wiedereineVielzahltelefonischundschriftlichbeantworteterJournalistenanfragen–auchdieseinimmenswich-tiger,weilganzunmittelbarerInformationsservicegegenüberdenMedien,dervondiesensoerwartetwird.EineAnalysederMedienresonanzergab,dass–wieschonindenJahrenzuvor–dieallermeistenPresseveröffentlichungeninLokal-undRegionalmedieninWiesbadenundUmgebungunmittelbaraufAussendungendurchdiePressestellezurückzuführenwaren.Diesbelegt,dassdiedurchgeführtenPresseaktivitäteneinmalmehrsehrgenauderErwartungshaltungderadressiertenMedienvertreterentsprachen.VerbesserungsmanagementDasebenfallszumBereichKundenkommunikationgehörendeArbeitsgebietVerbesserungsmanagementverzeichneteimBerichtsjahreinenleichtenAnstiegderZahldervonFahrgästeneingereichtenVerbesserungswünsche.Zumeinenistdiesdaraufzurückzuführen,dassauchfürdieAnsprachedesVerbesserungs-managementsseiteinigerZeitmoderneelektronischeKommunika-tionskanälezurVerfügungstehen,dieschnellundeinfachgenutztwerdenkönnenundsomitalsbesonders„niedrigschwellig“anzu-sehensind.ZumanderenzeigtsichhieretwassehrNaheliegendes:DerstetigeZuwachsderFahrgastzahlen,mithinderzahlenmäßigeAnstiegder„Beförderungsfälle“,führtgewissermaßenautomatischzuderSituation,dassdieZahljenerFahrgäste,dieeinbestimmtesVorkommniszumAnlasseinerBeanstandungnehmen,ebenfallszunimmt–ganzeinfachweildieZahldervoneinunddemselbenkon-kretenVorkommnis,etwaderVerspätungeinesBusses,betroffenenFahrgästeheuteoftgrößeristalsnochvoreinigenJahren.ImBerichtsjahr2012führtedasVerbesserungsmanagementeinekleineFeldstudiedurch,inderenRahmenmithilfevon„Testbe-schwerdefällen“untersuchtwurde,wieandereUnternehmenderÖPNV-BrancheaufkritischesFahrgast-Feedbackreagieren.Anre-gungenhierausflossenindieArbeitdesESWE-Verbesserungsma-nagementsein.DiebereitsvoreinigenJahrenerfolgteUmbenennungdeseinstigen„Beschwerdemanagements“in„Verbesserungsmanagement“stehtimÜbrigenfüreinensehrpraxisorientiertenUmgangmitFahrgast-Rückmeldungen:Heutegiltes,dieInhaltesolcherRückmeldungenzügigzuoperationalisierenundinkonkreteServiceoptimierungenumzusetzen.EinrollenderKommunikationsvermittlerOb mit, wie hier, einer Dankeschön-Botschaftan die 50,4 Millionen Fahrgäste des Jahres 2012,oder obmitklassischer Firmenwerbung fürProdukte oder Dienstleistungen: Der ESWE-Busbefördert nicht nur Passagiere, er transportiertauch Kommunikation jedweder Art
  18. 18. BetriebsbereicheBetriebsbereiche34 35Dankund Würdigung2012verließeninsgesamt24BeschäftigtedasUnternehmen: 19gingeninRente,fünfschiedeninfolgevonKündigungaus.24MitarbeiterkonntenimBerichtsjahrihr25-jährigesDienst-jubiläumfeiern,vierMitarbeiterblicktensogarauf40JahreBetriebszugehörigkeitzurück.Allihnen,wieauchdenMit-gliederndesBetriebsrates sowie der gesamten Belegschaft,gilt der Dank des UnternehmensfürihreLeistungenundihrEngagement.ImJahr2012musstedieESWEVerkehrsgesellschaftdenTodvondreiaktivenMitarbeiternsowievonzehnPensionärenbetrau-ern.DasUnternehmenwirddenVerstorbeneneinehrendesGedenkenbewahren.AllgemeinesDerPersonalbereich,derinnerhalbdesUnternehmenseineklassischeQuerschnittsaufgabedarstellt,indemerumfassendeinterneDienstleistungenfürandereFachbereichesowiefürdieGeschäftsführung – und auch für die SchwestergesellschaftWiBus–erbringt,erfüllteimBerichtsjahreineVielfaltvonAufgaben,diemithohemzeitlichenEinsatzverbundenwaren.HierzuzählteunteranderemeinumfangreicherPrüfaufwandimHinblickaufdiekontinuierlicheAbstimmungmitFinanz-ämternundBerufsgenossenschaften.AuchdieregelmäßigeAufbereitungundDarstellungvonPersonalkennzahlen,deneneinewichtigeAussagekraft bezüglich der Wirtschaftlichkeitdes Unternehmenszukommt,zähltenimJahr2012zuden zentralenLeistungendesPersonalbereichs.PersonalakquisitionUmrechtzeitigundproaktivdafürSorgezutragen,dassESWEVerkehr auch künftig ihre Ausbildungsplätze im technischen undimVerwaltungsbereichbesetzenkann,nahmdasUnternehmenimBerichtsjahrzumzweitenMalinFolgeandervonderWiesbadenerIndustrie-undHandelskammerjährlichveranstaltetenAusbil-dungsmesseindenRhein-Main-Hallenteil. Am 7. und 8. Märzkonnten sich interessierte Schülerinnen und SchülerimAlterab14 JahreamESWE-eigenenPräsentationsstandüber die Inhalte dervon den Verkehrsbetrieben angebotenen Berufsausbildungeninformieren.DieMessefand2012gutdreiMonatefrüherstattalsimVorjahr;ZieldieserVorverlegungwares,denteilnehmendenUnternehmendieMöglichkeitzubieten,eventuellnochfreieAusbil-dungsplätzefürdaslaufendeJahrzubesetzen.Nicht nur die für die Ausbildung zuständigen Mitarbeiter,sondernaucheinigederzeitigeAuszubildendedesUnternehmensstandendenBesuchernvorOrtRedeundAntwort.Wieschon2011verstandsichdieESWE-MessepräsenzdabeinichtnuralsbloßeOrien-tierungshilfefürJugendliche,diesichnochunschlüssig sind, welchenBeruf sie später einmal ergreifen möchten; der Infostand sollteauch ganz konkret potenzielle Bewerbervonmorgenansprechen.Besondersgutgelangdiesmithilfeeinerebensooriginellenwieauf-merksamkeitsstarkenWerbemaßnahme: Jeder Besucher durftesich einen individuellenWunschtextaussuchen,derdannineineamMessestandaufgebaute Bus-Zielanzeige eingegeben wurde.Nun konnte sichder„Textwünscher“vor„seiner“Zielanzeigefoto-grafierenlassenunddasdaraufhinvorOrtausgedruckteFoto alsErinnerungmitnachHausenehmen.PersonalPersonalstrukturund-statistik• Belegschaftsstärke:499Mitarbeiter• BelegschaftsstärkeimJahresmittel:504Mitarbeiter• Vollzeitarbeitsverhältnisse:468• Teilzeitarbeitsverhältnisse:31• NeuhinzugekommeneMitarbeiter:6• AusländischeMitarbeiter:28(5,6Prozent)• SchwerbehinderteMitarbeiter:60(12,0Prozent)• DurchschnittsalterderBeschäftigten:50Jahre• NeueingestellteAuszubildende:5• NachAusbildungübernommeneAuszubildende:3• KrankheitsbedingteFehlzeiten(Jahresdurchschnitt):11,0Prozent• BezahlteÜberstunden:13.111(InformationenzumPersonalaufwand:sieheSeite53)ZugehörigkeitderMitarbeiterzuden Fachbereichen,StabsstellenundanderenUnternehmensbereichen  (Stand:31.12.2012)Fahrdienst: 271 Mitarbeiter*Technischer Betrieb: 86 Mitarbeiter**Rechnungswesen: 22 Mitarbeiter***Vertrieb: 25 MitarbeiterVerkehrsplanung und Verkehrssteuerung: 35 MitarbeiterPersonal: 19 MitarbeiterGeschäftsführung: 4 MitarbeiterBetriebsrat: 3 MitarbeiterNerobergbahn: 4 Mitarbeiter****Lokale Nahverkehrsaufgaben (LNO): 2 MitarbeiterArbeitssicherheit/Umweltschutz: 1 MitarbeiterStabsstelle „Innovative Projekte“: 1 Mitarbeiteran die ESWE Verkehr Service GmbH gestellt:26 Mitarbeiter*****Summe: 499 Mitarbeiter PersonalqualifizierungFürdieimHerbst2011gestartetezweijährigeWeiterbildungzum„GeprüftenVerkehrsfachwirt“,anderinsgesamt14MitarbeiterausverschiedenenFachbereichenderESWEVerkehrsgesellschaftsowieder Schwestergesellschaft WiBus teilnehmen, war im Herbst desBerichtsjahres gewissermaßen „Halbzeit“. Am 10. Oktober2012absolviertendieTeilnehmerdieschriftlichePrüfungindenFächern„KaufmännischeSteuerungundPersonalwirtschaft“ sowie „Ver-kehrswirtschaftundVerkehrsdienstleistungen“;imDezemberfolgtediemündlichePrüfung.WährendesimerstenTeilderWeiterbil-dungumtheoretischeGrundlagenging,istderzweiteTeildernochbiszumAugust2013dauerndenMaßnahmeankonkretenbetriebs-spezifischenSachthemenundFragestellungenorientiert.DieberufsbegleitendeWeiterbildungzumVerkehrsfachwirt,dieauchalsIHK-Abschlussanerkanntist,wirdinZeitblöckenfreitagsundsamstagsimUnternehmenselbst,also„inhouse“angeboten,undzwarinKooperationmitderAkademiedesVerbandesDeutscherVerkehrsunternehmen(VDV).Mitausschlaggebenddafür,dieQualifizierungsmaßnahmeanzubieten,warfürESWEVerkehr imJahr 2011 unter anderem gewesen, dass mit der EinführungdesGruppenleitermodellsimFahrdienstneueStellenmitFührungsverant-wortungunddamitauchneueAufgabengebietemitneuenAnforde-rungenentstandenwaren.PersonalaufbauFünfjungeLeutetratenimBerichtsjahrihreBerufsausbildungbeiESWE Verkehr an: Drei von ihnen werden in der unternehmensei-genenBuswerkstattzuKfz-Mechatronikernausgebildet(darunterdieersteweiblicheWerkstatt-Auszubildendeseit21 Jahren), zweiabsolvieren im Verwaltungsbereich ihre Ausbildung zur Indus-triekauffrau bzw. zum Industriekaufmann.BeimFahrpersonalkames2012 zuinsgesamt80 Neueinstellun-gen(inklusiveAushilfen).Darunterbefandensich46 Personen,dieinKooperationmitderKommunalenArbeitsvermittlungderLandeshauptstadtWiesbadenunddenSozialversicherungsträgerninderESWE-eigenenFahrschulezuBusfahrernausgebildetwurden,umanschließendimFahrdienstderSchwestergesellschaftWiBuseingesetztzuwerden.Fahrer-Aus-undFortbildungNebenderAusbildungvon46Berufsneueinsteigern(sieheoben:„Personalaufbau“)standfürdieTÜV-zertifizierteFahrschulederESWEVerkehrsgesellschaftimBerichtsjahrabermalsdieFortbildungderBusfahrerimMittelpunktihrerTätigkeit.Dievondem seit2008 EU-weitgeltendenBerufskraftfahrerqualifizierungsgesetz(BKr-FQG)definiertenSchulungsmodulestelltenhierbeidiezentralenLerninhaltedar.EinspeziellesAugenmerkgaltindiesemZusam-menhangauchderEinhaltungdervorgegebenenFristen:DasBKrFQGschreibtvor,dassjederInhabereinesLkw-oderBusführer-scheinssichfortbildenmuss–anderenfallsdrohtihmdieGefahr,dassdieGültigkeitseinesFührerscheinseinesTagesnichtmehrverlängertwird.DieGesetzesvorschriftgiltdabeinichtnurfüraktiveBusfahrer,sondernfürjedenBesitzereinerentsprechendenFahrerlaubnis.BeiESWEVerkehrundderSchwestergesellschaftWi-Bussind–alljeneFührerscheininhabermiteingerechnet,dieinderWerkstattoderinderVerwaltungarbeiten–rund650 PersonenvonderWeiterbildungspflichtbetroffen.LautGesetzmussinnerhalbvonfünfJahreneineinsgesamt35-stün-digeWeiterbildungabsolviertundbeiderBeantragungdernächstenFührerscheinverlängerungnachgewiesenwerden.DieFortbildung,dieübrigenskeinerAbschlussprüfungbedarf,istmodularaufgebaut;jedesderinsgesamtfünfModulewidmetsicheinemeigenenThema,zumBeispiel„Eco-Training“,„MarktundImage“oder„Fahrgastsicher-heitundGesundheit“.JeModulisteineSchulungsdauervonsiebenStundenvorgesehen.AusdidaktischenGründenempfehlendie meistenFachleute,soauchdieExpertenderESWE-Fahrschule,denFünfjahreszeitraumvollauszuschöpfenundsomitjedesJahreinMo-dulzuabsolvieren–waseinenTagWeiterbildungproJahrbedeutet.JederFührerscheininhaberwurdeimBerichtsjahrandieeinzuhal-tendenFristenundanseinegegebenenfallsnochfehlendenFortbil-dungsmoduleerinnert.Dabeigiltfüralljene,dieihrenFührerscheinvordem9.September2008erworbenhaben,dasssiedie35-stündigeWeiterbildunginnerhalbderobenerwähntenfünfJahredurchlau-fenhabenmüssen, alsobisspätestenszum9.September2013.UmjedochdieGültigkeitsdauerderFahrerlaubnismitderAbsolvierungderModul-FortbildungterminlichinEinklangzubringen,gilt–jenachDatumdernächstenFührerscheinverlängerung–einezweiJahrelängereÜbergangsfrist.Diesbedeutet: Der 9.September2015istderallerletzteTermin,biszudemjederFührerscheininhaber,derauchkünftiggewerblichBusfahrenmöchte,denNachweisderdurchgeführtenBKrFQG-Weiterbildungerbrachthabenmuss.* Weitere345BusfahrerwarenzumStichtagbeiderSchwestergesellschaftWiBusGmbH angestellt,dieinsgesamt357Mitarbeiterbeschäftigte.** zuzüglich13Auszubildende(Kfz-Mechatroniker)*** zuzüglich6Auszubildende(kaufmännischeBerufe)**** zuzüglich21saisonalbeschäftigtestudentischeAushilfskräfte***** ZusätzlichwarenbeiderESWEVerkehrServiceGmbHzumStichtag39eigene Mitarbeiterangestellt.(Stand:31.12.2012,sofernnichtandersangegeben)
  19. 19. BetriebsbereicheBetriebsbereiche36 37LuxemburgerUrteilaufUnternehmen,diezumBeispielihrerGrößeundLeistungspalettenachdemBranchendurchschnittentsprechenundzudem gutgeführtwerden.DieVoraussetzung,ein„durchschnittliches,gutgeführtesUn-ternehmen“ zu sein, hat die ESWE Verkehrsgesellschaft in denzurückliegenden Jahren stets erfüllt. Und obschon die Wirt-schaftlichkeitsuntersuchungen gemäß dem „K 4“-KriteriumnurimDrei-Jahres-Turnusvorgeschriebensind,unterzieht sich ESWEVerkehr in jedem Jahr dem aufwändigen Prüfverfahren. Haupt-sächlich geschieht dies, um praktisch jederzeit Gewissheit überdie wichtigsten wirtschaftlichen Kenndaten zu besitzen und soauf eventuelle wirtschaftliche Risiken möglichst früh reagierenzu können.DamitdasbeauftrageWirtschaftsprüfungsunternehmendie „K4“-BeurteilungdurchführenunddaraufhindaserforderlicheTestatausstellenkann,müssenvomRechnungswesenzuvorsämt-licherelevantenDaten,insbesonderedieProduktivitätskennzahlen,aufwändigaufbereitetwerden.DieseumfassendeAufgabewurdeauch2012erfolgreichbewältigt.RechnungswesenControllingundFinanzbuchhaltungImRechnungswesenführtenimBerichtsjahrverschiedenebesondereHerausforderungenzueinemgegenüberdenVorjahrendeutlicherhöhtenArbeitsaufwand.Beispielsweiseerfordertedieintensi-vierteBearbeitungderWirtschaftsplanprozesse,dieinfolgeaktuellentstandenerAufgabenstellungennotwendiggewordenwar,eingrößeresZeitkontingent.AuchdieFüllevonGeschäftsprozessen,dieimZusammenhangmitderEinführungdeselektronischenFahraus-weises„eTicket“zuregelnundzukoordinierenwaren–hierbeiistinsbesonderedieSoftware-Einführungzuerwähnen–,bandimJahr2012vielArbeitskraftund-zeit.EbenfallseineNeuerunggegenüberdenVorjahrenstellteeinimBerichtsjahrinitiiertesundaufdenWeggebrachtesoffenesBenchmarking-Projektdar,indessenRahmendieESWEVerkehrs-gesellschaftzusammenmitetwazehnanderenVerkehrsunterneh-menähnlicherGrößebestimmteWirtschaftsdatenaufBasisderKennzahlendesJahres2011einerüberregionalenVergleichsanalyseunterzog.ZusätzlicheBearbeitungszeitbeanspruchteschließlichauchderMehraufwandbeimVerbuchenvonEinnahmen,dermitdemüberauserfreulichenÜberschreitender50-Millionen-GrenzebeiderJahresgesamtzahlderFahrgästeeinherging.EineHerausforderungganzandererArt,zumaleinemitbesonderstraurigemHintergrund,entstandimApril2012durchdenplötz-lichenToddesLeitersderArbeitsgruppeFinanzbuchhaltung.MitihmgingeinimmenswichtigesBindegliedfürdieArbeitsprozesseimRechnungswesenverloren;vorallemaberhinterließderallseitsgeschätzteMitarbeitermenschlicheinenichtzuschließendeLücke.„K4“-UntersuchungDieUntersuchungderWirtschaftlichkeitderESWEVerkehrsgesell-schaft–einederzentralenAufgabendesRechnungswesens,diestetsinengerZusammenarbeitmitdenvomUnternehmenbeauftragtenex-ternenWirtschaftsprüfernerbrachtwird–fandimBerichtsjahreben-fallsunterintensiviertenAnforderungenstatt.Einmalmehrspieltehierbeidassogenannte„VierteKriterium“eineentscheidendeRolle.DiesesKriterium,dasmeistabgekürztals„K4“-KriteriumbezeichnetwirdundeinemimJahr2003vomEuropäischenGerichtshof(EuGH)inLuxemburggefälltenUrteilentstammt,definierteinenRechtsrahmen,andemsichVerkehrsunternehmenwieESWEVerkehrzuorientierenhaben,wennsieimschärferwerdendenWettbewerbderVerkehrsan-bieterbestehenundsomitihreArbeitsplätze sichern wollen.Das„K4“-Kriteriumlegtfest,dasseinVerkehrsunternehmenals„durchschnittliches, gut geführtes Unternehmen“ anerkanntsein muss, wenn es ÖPNV-Leistungen erbringen möchte. DasKommaindervomEuGHgewähltenFormulierungistdabeivongroßerBedeutung:GemeintistnämlichmitnichteneinUnterneh-men,dasnur„durchschnittlichgut“geführtwird;vielmehrzieltdasDieselpreis-AbsicherungAngesichtsvonrundsechsMillionenLiternDieselkraftstoff,diedieknapp235FahrzeugedesBus-FuhrparksvonESWEVerkehrundWi-BusinjedemJahrverbrauchen,stelltPlanungssicherheitbezüglichdesKraftstoffpreiseseinenenormenwirtschaftlichenVorteildar–zumalsichdiesprunghafteunddahernurschwerkalkulierbareEntwicklungderBenzin-undDieselpreise auchimJahr2012fort-setzte.HatteESWEVerkehrindenJahren2009,2010und2011zwecksAbsicherungdesDieselpreisesnochaufsogenannte„Swap“-Verträgegesetzt,diemitverschiedenenBankhäusernabgeschlossenwordenwarenunderfolgreichdazuführten,dassdieKraftstoffkostensi-tuationineinemkalkulierbarenRahmengehaltenwerdenkonnte,beschrittdasUnternehmenimBerichtsjahreinenneuenWeg:MiteinemDiesel-LieferantenwurdefürdieDauerdesgesamtenKalen-derjahreseinkonkreterFestpreisproLitervertraglichfestgeschrie-ben.ImVergleichmitden„Swap“-GeschäftenbietetdasFestpreisverfah-renbetriebswirtschaftlicheVorteile;gleichzeitigbleibtderPositiv-effektunveränderterhalten:ESWEVerkehrkonnteundkannübereinenlangenZeitraummiteinemunverändertenEinkaufspreiskalkulierenundgewinntdadurcheinMehranPlanungssicherheit,wasmaßgeblichzurwirtschaftlichenSoliditätdesUnternehmensbeiträgt.TopthemaimFahrgastmagazinINFOMOBIL,Ausgabe4/12:NeuesimFahrplan–diesmalauchamRosenmontagEs ist wie in jedem Jahr: Dem Jahreswechsel geht drei Wo-chen zuvor, am zweiten Sonntag im Dezember, der Fahr-planwechsel im öffentlichen Nah- und Fernverkehr voran.Diesmal ist der 9. Dezember der entscheidende Stichtag;er gilt bundes-, teils sogar europaweit, und somit auch imRhein-Main-Verkehrsverbund und in Wiesbaden. Allerdingsgibt‘s für die Landeshauptstadt diesmal eine terminlicheBesonderheit. Die üblicherweise mit dem Fahrplanwechsel-Stichtag einhergehenden Fahrplananpassungen werdenbzw. wurden bei ESWE Verkehr diesmal auf zwei Termineverteilt: Der erste Teil der Änderungen ist bereits in Kraft getreten, nämlich am 5. November 2012; der zweite Teil wirdam 11. Februar 2013, also am Rosenmontag, wirksam werden.Daher gilt: Bis zum 10. Februar 2013, dem Fastnachtssonntag,besitzt für alle ESWE-Linien weiterhin der 2012er-FahrplanGültigkeit! Diese Sonderregelung gilt auch für die zwischenWiesbaden und Mainz verkehrenden Linien 6, 28, 33, 45, 47und N7, aber – Achtung! – nicht für die Linie 9, obgleich sieebenfalls zu den Wiesbaden-Mainzer Gemeinschaftsliniengehört.FremdleistungenInseinerEigenschaftalsklassischeQuerschnittsaufgabeoblagesdemRechnungswesenauchimJahr2012,alsinternerDienstleisterdieanderenFachbereicheundStabsstellenderESWEVerkehrsgesellschaft– undinsbesonderenatürlichauchdieGeschäftsführung–beiderErfüllungihrerjeweiligenAufgabenzubegleitenundzuunterstützen.EbenfallsgehörtenzudenvomRechnungswesenerbrachtenunter-stützendenTätigkeitenauch2012wiederdievondiversenexternenStelleninAnspruchgenommenenkaufmännisch-buchhalte-rischenServices.ZudenexternenKundenzähltenimBerichtsjahrabermalsdasTochterunternehmenESWEVerkehrServicegesell-schaft(EVS),dasSchwesterunternehmenWiBus,derVerkehrsver-bundMainz-Wiesbaden(VMW)sowieverschiedeneÄmterundEinrichtungenderWiesbadenerStadtverwaltung.WeitereInformationenzudiesemThemahältdervorliegendeGeschäftsberichtaufSeite24 bereit.

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