„Systemische Organisationsberatung ist Herzenssache“
Ein Fallbeispiel zur Einstellungsänderung im Unternehmen
von Dieter A...
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Ein Fallbeispiel zur Einstellungsänderung im Unternehmen
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Ein Fallbeispiel zur Einstellungsänderung im Unternehmen
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„Systemische Organisationsberatung ist Herzenssache“
Ein Fallbeispiel zur Einstellungsänderung im Unternehmen
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PapkeConsult-Sicherheit ist Herzenssache (2016.05.30)

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PapkeConsult-Sicherheit ist Herzenssache (2016.05.30)

  1. 1. „Systemische Organisationsberatung ist Herzenssache“ Ein Fallbeispiel zur Einstellungsänderung im Unternehmen von Dieter Armin Papke © 2016 Dieter Armin Papke, PapkeConsult Seite 1 Das Thema Einstellung und das vorgestellte Fallbeispiel Voranstellen möchte ich ein Zitat von Robert D. Laing: „Was wir sehen und tun können, wird durch das begrenzt, was uns entgeht. Und weil uns entgeht, was uns entgeht, gibt es wenig, was wir tun könnten, etwas zu ändern. Bis es uns auffällt, dass das, was uns entgeht, unser Denken und Handeln beeinflusst.“ Das heißt, dass wir vieles für Selbstverständlich halten und im Alltag das nicht hinterfragen, was ganz wesentlich ist, für die Art, wie wir mit Menschen, Dingen und Situationen umgehen. Ein Zugang zu neuen Sichtweisen zu den verborgenen Aspekten unseres Denken und Handelns sind Emotionen. Und wenn wir als Führungsraft oder Berater in sozialen Systemen agieren, dann können wir mit dem Fokus auf Emotionen helfen, die Einschränkungen zu entdecken und neue Möglichkeiten zu gewinnen. Das nenne ich „Heartbeats for Leadership“. Für Berater heißt dass, 4 Phasen zu folgen, um auf den eigentlichen Kern zu kommen:
  2. 2. „Systemische Organisationsberatung ist Herzenssache“ Ein Fallbeispiel zur Einstellungsänderung im Unternehmen von Dieter Armin Papke © 2016 Dieter Armin Papke, PapkeConsult Seite 2 Beim vorliegenden Fall geht es genau um so ein Thema, das oft in eingefahrenen Gleisen läuft und in dem der Blick auf „Heartbeats“ helfen soll, Einstellungen zu verändern und neuen Schwung hinein zu bringen – es geht um Arbeitssicherheit. Der Auftrag lautet “Die Wirksamkeit der Kommunikation zu Arbeitssicherheit in einem großen Konzern zu stärken – die Sicherheitsgemeinschaft zu beflügeln“. Das Vorgehen folgt dabei 4 Phasen in Anlehnung an die Schritte im Heartbeat-Konzept:  Diagnose und Erkenntnisse  Zielsetzung der Sicherheitsgemeinschaft beflügeln  Entwicklung des Konzepts „Sicherheit ist Herzenssache“  Umsetzung im sozialen System Phase 1: Diagnose und Erkenntnis Für die Diagnose des Systems habe ich ausgewählte Teilnehmer des Systems genutzt:  100 betriebliche Führungskräfte, weil gerade deren Einstellungen eine besondere Relevanz für das Thema im gesamten System hat  15 Sicherheitsbeauftragte, ein Sicherheitsmeister und 2 Sicherheitstrainer als Experten für das Thema Gemeinsam haben wir analysiert, welche Wirkungen die Sicherheitsarbeit bzgl. der Präsenz des sicheren Verhaltens in den Köpfen und zur Verstärkung des sicheren Verhaltens mit sich bringt. Grundlage der Diagnose sind dabei zwei Konzepte:
  3. 3. „Systemische Organisationsberatung ist Herzenssache“ Ein Fallbeispiel zur Einstellungsänderung im Unternehmen von Dieter Armin Papke © 2016 Dieter Armin Papke, PapkeConsult Seite 3 Zentral für das Vorgehen in der Diagnose sind die Fragen, die über einen Prozess allmählich die beteiligten Emotionen deutlich machen und dann zu Erkenntnissen führen, die in der nächsten Phase dann Grundlage sind Als ein Beispiel hier einmal eine Arbeit aus der Anfangsphase der Diagnose: Ergebnisse aus dieser Phase waren dann solche ersten Erkenntnisse: In dem Prozess wurde klar, wie zentral Arbeitssicherheit als „Überlebensthema“ im betrieblichen Alltag ist, welche Emotionen da eigentlich als Lebensthema hinein gehören und wie groß die Gefahr ist, dass das das im alltäglichen Berufsalltag untergeht. In der Diagnosephase steckt also ein Prozess der Bewusstwerdung und der Einstellungsänderung der Beteiligten. Fazit: „Sicheres Arbeiten“ als gemeinsame Herzensweisheit  Achtsames Miteinander und der Einfluss auf Gesundheit und sicheres Arbeiten  Zwischenmenschliches Verhalten, das stetig sicheres Arbeiten fördert  Sicherheitsregeln und Herzlichkeit bilden gemeinsam die „Ratio des Herzens“  Die Sicherheitsbeauftragten als Botschafter für achtsames und gesundes Miteinander
  4. 4. „Systemische Organisationsberatung ist Herzenssache“ Ein Fallbeispiel zur Einstellungsänderung im Unternehmen von Dieter Armin Papke © 2016 Dieter Armin Papke, PapkeConsult Seite 4 Phase 2: Zielsetzung „Sicherheitsgemeinschaft beflügeln“ Die Ergebnisse der Diagnosephase und die Erkenntnisse galt es dann intern abzustimmen und das weitere Vorgehen abzustimmen. Denn natürlich gab es in diesem Unternehmen schon Ziele und Konzepte zur Arbeitssicherheit: Ein Schwerpunkt war hier z.B. das Sicherheitskonzept zum Thema Lernen: Wichtig war dabei, Arbeitssicherheit als Herzenssache nicht als etwas völlig Neues gegen die bisherigen Konzepte zu positionieren, sondern es in die bereits bestehenden Konzepte zu integrieren, was dann auch gelungen ist.
  5. 5. „Systemische Organisationsberatung ist Herzenssache“ Ein Fallbeispiel zur Einstellungsänderung im Unternehmen von Dieter Armin Papke © 2016 Dieter Armin Papke, PapkeConsult Seite 5 Entsprechend wurde der Auftrag auf der Basis konkretisiert: Phase 3: Entwicklung des Konzepts „Sicherheit ist Herzenssache“ In dieser Phase geht es darum, mit den Mitarbeitern selbst in einer Reihe von Workshops das Konzept zu entwickeln. Als Ziele der Workshops wurde definiert: Auch hier geht es darum, Einstellungen der Mitarbeiter zu den Themen sichtbar zu machen, dabei in besonderer Weise Emotionen zu nutzen und auf diese Weise ein Kommunikationskonzept zu entwickeln, dass Arbeitssicherheit zur Herzenssache macht. Ein typischer Einstieg war etwa über Bilder entsprechend des analoge Verfahrens. Aufgabe war hier z.B. die Frage: Was halten Sie von folgendem Satz: „Wir können Sicherheitsvorschriften und die Verpflichtung, uns gegenseitig auf Sicherheitsmängel hinzuweisen, nichts ändern“
  6. 6. „Systemische Organisationsberatung ist Herzenssache“ Ein Fallbeispiel zur Einstellungsänderung im Unternehmen von Dieter Armin Papke © 2016 Dieter Armin Papke, PapkeConsult Seite 6 Die Workshop-Teilnehmer wählten aus einem breiten Angebot dazu Bilder aus, die dann vom jeweiligen Teilnehmer erläutert wurden Ein Ausschnitt aus einem Workshop sah dann so aus: Kernstück der Workshops war dann eine Reihe von Gruppenarbeiten Gruppenarbeit 1: „Collagen“ zu positiver Führung Was macht für uns eine Herzenssache aus  Collagen zu den Eigenschaften positiver Führung gestalten  Benennung von positiven Gefühlen, die unsere Collagen abbilden  Jede Collage mit einem Titel versehen Das Ergebnis sah dann z.B. so aus:
  7. 7. „Systemische Organisationsberatung ist Herzenssache“ Ein Fallbeispiel zur Einstellungsänderung im Unternehmen von Dieter Armin Papke © 2016 Dieter Armin Papke, PapkeConsult Seite 7 Gruppenarbeit 2: Herzensangelegenheiten, die in den Collagen zum Ausdruck kommen, herauskristallisieren Übertragung der Eigenschaften positiver Führung in emotionale Botschaften mit Relevanz zu sicherem Arbeiten. Z.B. zu Wertschätzung, Achtsamkeit, Fürsorge,… Gruppenarbeit 3: Situation Beschreibung“ Situationen beschreiben, die Anweisungen zur Sicherheit erforderlich machen z.B. mit folgenden Ergebnissen in einer Gruppe: Gruppenarbeit 4: „Herzenssätze“ auf die Situationsbeschreibung übertragen Dabei gab es zwei Aufgaben:  Die Collagen und Herzenssätze zu positiver Führung nutzen und zu den Situationen Headlines entwickeln, die eine Sicherheitsgemeinschaft fördern  Möglichkeiten sammeln, Anweisungen auf herzliche und fürsorgliche Art zu kommunizieren: Wie können wir Anweisungen zu sicherem Arbeiten emotionsbetont ausdrücken? Gruppenarbeit 5: „Ideen für Bilder“ Dazu gab es die Aufgabe, zu den Situationen mit den jeweiligen Headlines jeweils Ideen zur visuellen Gestaltung durch Bilder zu entwickeln Gruppenarbeit 6: Zusammenführung einer Galerie von Motiven  Gegenseitige Vorstellung unserer kreativen Ideen  Austausch von Ergänzungsideen  Zusammenführung unserer Ergebnisse in einem Gesamtprotokoll
  8. 8. „Systemische Organisationsberatung ist Herzenssache“ Ein Fallbeispiel zur Einstellungsänderung im Unternehmen von Dieter Armin Papke © 2016 Dieter Armin Papke, PapkeConsult Seite 8 Nächste Schritte Entscheidend für den Erfolg solcher Workshops sind dann natürlich die Folge-Aktivitäten und hier insbesondere die enge Einbindung der Mitarbeiter in den Umsetzungsprozess. Die nächsten Schritte waren also:  Austausch zu den Ergebnissen des Workshops mit … o inhaltlicher Vorentscheidung für die „Sicherheit ist Herzenssache“ Kommunikationskampagne o Einbindung der Design Agentur und entsprechende Auftragsklärung  Bildung einer Projektgruppe zur Abstimmung und Durchführung von Foto-Shootings und Plakatgestaltung mit der Agentur  Ein „Roll-Out“-Workshop mit den Beteiligten Phase 4: Umsetzung im System Spannend im Zusammenhang mit dem Thema Einstellung war, dass sich tatsächlich an der Einstellung der Beteiligten zur Sicherheit in den Workshops etwas verändert hat. Arbeitssicherheit ist weg gekommen von nur einer aufpassenden, mahnenden Haltung auch im Alltag.
  9. 9. „Systemische Organisationsberatung ist Herzenssache“ Ein Fallbeispiel zur Einstellungsänderung im Unternehmen von Dieter Armin Papke © 2016 Dieter Armin Papke, PapkeConsult Seite 9 Ein wesentlicher Aspekt war dabei sicher die Beteiligung der Teilnehmer über den Workshop hinaus, d.h. die konkreten Produkte wie die Plakatkampagne wurden mit den konkreten Akteuren vor Ort umgesetzt (Mitarbeiter als Fotomodelle) Das hat nach innen und außen eine wesentlich längere Wirkung. Ein besonderes Highlight war da noch der Preis für die Kampagne beim „Sichermacher Team Award Europa 2015“ (3. Platz) Es gibt zu unterschiedlichen Themen in den Betrieben Plakate wie diese hier:
  10. 10. „Systemische Organisationsberatung ist Herzenssache“ Ein Fallbeispiel zur Einstellungsänderung im Unternehmen von Dieter Armin Papke © 2016 Dieter Armin Papke, PapkeConsult Seite 10 Wichtig für die Nachhaltigkeit der Einstellungsänderung ist auch die Rückkopplung und weitere Einbindung in die Gesamtstrategie zur Arbeitssicherheit im Unternehmen Und wichtig für die Nachhaltigkeit ist natürlich, dass es weiter geht:  Begonnen mit der Diagnose in 2013  Entwicklung der ersten Kampagne 2014 Roll-Outs liefen in 2015 in zwei Betrieben mit 400 Mitarbeitern  Drei weitere Kampagnen wurden in 2015 entwickelt Die Roll-Outs werden in 2016 eingeführt mit der Einbindung von 300 Mitarbeitern  Das Design für 4 weitere Kampagnen in 2016 für den Roll-Out in 2017 ist geplant, so dass die Kampagne 2017 sieben Betriebe mit ca. 1200 Mitarbeitern umfassen wird.

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