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  1. 1. ISSN 2195-2469 April 2013 Ergonomie Business Health Impulse Gesundheitsmagazin für den Mittelstand 14 Führung: Fördern und Fordern 20 Mobilität: Theorie und Praxis 22 Körper | Psyche: Lärmschutz am Arbeitsplatz 24 Demografie: Jung und Alt im Team 28 Lebensstil: Schlafqualität und Schlafhygiene Herausforderung
  2. 2. Ergonomie oder Design? Beides.Ergonomie oder Design? Beides. Ergonomie und Design in Höchstform: Mit einem Handgriff vom Sitzen zum Stehen. Uber die renommierten Design- preise für unser iMOVE-Programm freuen wir uns, aber die eigentliche Anerkennung ist für uns die Begeiste- rung der vielen glücklich vom Dauer- sitzen befreiten Menschen im Büro. Die manuelle Verstellung der Tisch- ebene auf Stehhöhe geht schnell und komfortabel. Nie war es einfacher und lässiger, mal eben aufzustehen.
  3. 3. Bewegung und Belastung müssen sein, liebe Leser! Körper, Geist und Seele – nur wenn alle drei Komponenten „rund laufen“, können wir Leistung erbringen. Wenn wir ein System davon über- oder unterfordern, leiden gleich- zeitig auch die anderen beiden. Der Mensch ist eben ein komplexes Gebilde. Angesichts von Aufgabenverdichtung, Zeitdruck und Stress haben sich gerade im kognitiven und mentalen Bereich zunehmend „Überforderungen“ im Arbeitsleben durchgesetzt, die es dringend zurückzufahren gilt. Für den Körper allerdings gilt etwas völlig Anderes. Hier finden wir angesichts der zunehmenden „sitzenden“ Arbeitswelten eine deutliche biologische Unterforderung, die in Kombination mit der Überforderung der anderen Sys- teme fatal wirkt. Körperliche Systeme benötigen dauerhaft, regelmäßig und adäquat ziel- gerichtete Stimuli, die ihre Leistungsfähigkeit erhalten. Schonung oder eine noch weitere Minimierung der „abnehmenden“ physiologischen Belastungsreize werden nachhaltig die Gesundheit der Arbeitnehmer dauerhaft schädigen. Und hier kann die Ergonomie wunderbare Hilfestellungen leisten, indem sie Belastungen generiert und zulässt, aber Überforderungen z.B. durch monotone oder einseitige Beanspruchungen ge- gensteuert. Auf der anderen Seite lässt sie aber Bewegungs- reize zu, die notwendig sind, damit der Organismus belastbar bleibt oder wird. Denn für die meisten biologischen Systeme gilt: use it or loose it! Nur was genutzt wird, das entwickelt sich – was ungenutzt ist, das verkümmert. Ergonomie und Bewegungsför- derung sind somit zwei wesentliche Faktoren hin zu einer „gesun- den“ und fitten Belegschaft. Denn wer sich heute nicht ausreichend bewegt, wird sich schon recht bald sehr intensiv um seine Krankheiten kümmern müssen. Bewegungsmangel und Inaktivität verursa- chen Krankheiten und somit Ausfallzeiten und „Kompetenzverlust“ – es lohnt sich also, in die Aktivierung der Arbeitnehmer zu inves- tieren – denn langfristig zahlt es sich für alle aus! Ihr Univ.-Prof. Dr. Ingo Froböse 26 Lebensstil Schlaf – unerlässlich für die Gesundheit 22 Körper | Psyche Viel Lärm um … Arbeitsschutz 6 Ergonomie Konzepte und Produkte für den Arbeitsalltag 14 Führung Gesundheitsmanagement – welche Umsetzungsstrategie funktioniert? 20 Mobilität Erreichbarkeit rund um die Uhr – Fluch oder Segen Impressum Herausgeber/Verlag Zarbock Media GmbH & Co. KG Sontraer Straße 6, 60386 Frankfurt www.business-health-impulse.com Geschäftsführer Ralf Zarbock Verlagsleitung/Anzeigen Olaf Schneider Telefon 069/420903-71 olaf.schneider@zarbock.de Redaktion Danny Verdam (Projektleitung (V.i.S.d.P.) Telefon 069/420903-86 danny.verdam@zarbock.de Katharina Spanger Telefon 0 69/42 09 03-86 katharina.spanger@zarbock.de Ann-Katrin Jaeger Telefon 069/420903-58 ann-katrin.jaeger@zarbock.de Anzeigenverwaltung/Vertrieb Anette Kostrzewa Telefon 069/420903-75 anette.kostrzewa@zarbock.de Anzeigenpreisliste Nr. 1 vom 1. 10. 2012 Bildquellen: Thinkstock, Fotolia, Pixelio Bezugspreise Jahresabonnement 30,– Euro (inkl. MwSt.) inkl. Porto- und Versandkosten Erscheinungsweise: 2013: 5 x jährl. ISSN-Nr. 2195-2469 Druck Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG Sontraer Straße 6, 60386 Frankfurt Gerichtsstand Frankfurt /Main Mitgliedschaft Business Health Impulse/Zarbock Media ist Mitglied im Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement (BBGM) 24 Demografie Alt und Jung als gemischte Teams 3 Inhalt Editorialb www.business-health-impulse.com | Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand
  4. 4. Betriebliche Gesundheitsförderung speziell im Mittelstand: Corporate Health ist originäres Thema auf der FIBO Körperliche Gesundheit und seelisches Wohlbefinden der Mitarbeiter sowie Krankheitsvorbeugung am Arbeitsplatz stehen bei den meisten Konzernen mitt- lerweile ganz oben auf der Agenda. Doch Corporate Health wird gerade auch für Mittelständler immer wichtiger. Sich für die dauerhafte Gesundheit der Beleg- schaft einzusetzen, ist auch unter wirt- schaftlichen Gesichtspunkten relevant. Um Stress vorzubeugen, Unfallrisiken zu minimieren und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten, hat die körperliche Fitness einen entscheidenden Einfluss. Know-how für die Unternehmen liefert die FIBO, Internationale Leitmesse für Fitness, Wellness & Gesundheit, die vom 11. bis 14. April in Köln stattfindet. Angesprochen werden vor allem kleinere und mittlere Be- triebe, die etwas für die Gesunderhaltung ihrer Mitarbeiter tun wollen. Beispiele aus der Praxis und konkrete Lösungsvorschlä- ge stehen dabei im Mittelpunkt. Schon seit Jahren ist die FIBO die Schnitt- stelle zwischen dem Fitness- und Gesund- heitsmarkt. Immer mehr Aussteller richten ihre Produkte und Dienstleistungen auf den Gesundheitsmarkt aus – Functional Training zur Prophylaxe von Sport- und Alltagsverletzungen, Medical Fitness zur Prävention und Rehabilitation, Vorbeu- gung von Volkskrankheiten wie Diabetes, Rückenschmerzen, Herz-Kreislauferkran- kungen und Adipositas sind hier Stichwor- te. Angesprochen werden neben Ärzten und Physiotherapeuten Unternehmen aller Art, die etwas zur Gesundheit ihrer Mitarbeiter beitragen möchten. Betriebliches Gesundheits- management im FIBOmed Vortragsforum Betriebliches Gesundheitsmanagement ist auf der FIBO zum Beispiel Thema im FIBOmed Vortragsforum. Redner ist unter anderen Lars Schirrmacher Vorstandsmit- glied vom Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement (BBGM). Auf der FIBO spricht er über die Implemen- tierung von betrieblichem Gesundheits- management in Unternehmen mit dem Titel: „Mit 6+1 Schritten zum Erfolg!“ Viele Berufe werden vor allem sitzend ausge- führt – sei es hinter dem Steuer oder auf dem Bürostuhl. Ziel sollte es sein, Bewe- gung in den Alltag zu integrieren. Über den Umgang mit Stress referiert Claudia Ef- fertz. Die Initiatorin des Beraterverbundes gesunde Unternehmen bietet seit 1999 Kurse und Coachings für ganzheitliches Gesundheitsmanagement und aktives Stress-Management an. Zu Gast im FIBO- med Vortragsforum ist zum Beispiel auch Christiane Schwager. Die Autorin, Journa- listin und Trainerin ist Expertin auf dem Gebiet des demografischen Wandels. Ihr Vortragsthema: „Längere Lebensarbeits- zeit: Chancen erkennen – Arbeitsfähigkeit erhalten – Perspektiven entwickeln“. Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit stellt das betriebliche Gesundheitsmanagement in Zukunft vor weitere Herausforderungen. Produkte und Dienstleistungen für Corporate Health Zahlreiche Produkte und Dienstleistun- gen, die zur Gesundheitsförderung der Mitarbeiter beitragen, bieten die ausstel- lenden Unternehmen auf der FIBO. Einen ersten Überblick bietet die Website www. fibo.de/FIBOmed. Geführte Rundgänge vor Ort Einen Überblick über das Corporate Health- Angebot der FIBO bieten die ge- führten Rundgänge des Fachmagazins Business Health Impulse. Zielgruppe sind Unternehmer und Mitarbeiter, die sich über die Möglichkeiten und Chancen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements informieren möchten. www.fibo.de FIBO 2013 – Internationale Leitmesse für Fitness, Wellness & Gesundheit 11.–14. April 2013, Messegelände Köln 4 Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand | www.business-health-impulse.com b
  5. 5. Das Team von Business Health Impul- se organisiert geführte Rundgänge über die Gesundheitsmesse FIBO vom 11. bis 14. April 2013 in Köln. Ein Rund- gang von ca. zwei Stunden ermöglicht Ih- nen einen ersten Einblick und den inten- siven Austausch mit Experten. Sie treffen auf Spezialisten in der Gesundheits- und Fitnessbranche, die Ihnen erste Schritte für die Implementierung von Maßnahmen erläutern. Wie wichtig das Thema Mitarbeitergesund- heit für den Mittelstand ist, weiß heutzu- tage jeder Geschäftsführer eines Betrie- bes. Sei es die Leistungsfähigkeit älterer Mitarbeiter, die es zu erhalten gilt oder die Steigerung der Attraktivität des eige- nen Unternehmens bei der Mitarbeitersu- che – es gibt zahlreiche Gründe, sich als Manager Informationen zum so genannten Betrieblichen Gesundheitsmanagement zu beschaffen. Am besten aus erster Hand. Unsere Touren sind gedacht für Unter- nehmer oder deren Mitarbeiter, die sich über die Möglichkeiten und Chancen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements informieren möchten. Durch die kompe- tente Beratung und Führung sowie inte- ressante Vorträge bietet sich für den Teil- nehmer die Möglichkeit der unmittelbaren Kontaktaufnahme mit den Anbietern. Die Kosten für den Messeeintritt übernimmt „Business Health Impulse“. Gesundheit ist Chefsache BGM-Praxislösungen live und kostenfrei in Köln erleben Informieren Sie sich unverbindlich über die Produkte und Leistungen u.a. von Nur noch wenige Plätze vorhanden! Bitte melden Sie sich an unter 069/420903-84 b FIBO Niederlassung der Reed Exhibitions Deutschland GmbH · Völklinger Str. 4 · 40219 Düsseldorf · Germany · Tel. +49 211 90191-300 · E-Mail: info@fibo.de www.fibo.de FIBO – Internationale Leitmesse für Fitness, Wellness & GesundheitFIBO – Internationale Leitmesse für Fitness, Wellness & Gesundheit 11.-14. April 2013 | koelnmesse Mitarbeiter fit! Experten für Fitness und Gesundheit. Auf der FIBOfinden Sie die Machen Sie ihre 1st time in COLOGNE
  6. 6. Unsere Arbeitswelt verändert sich ra- pide. Mobilität wird großgeschrieben und sowohl die Unternehmen, als auch die Mitarbeiter müssen sich diesen Entwick- lungen stellen. Wurden mit Beginn des Computerzeitalters Arbeitsrichtlinien neu überdacht und festgelegt, so ergeben sich heute aufgrund von Multifunktionalität und neuen Arbeitskonzepten größtenteils völlig neue Anforderungsprofile. Dass diese Ent- wicklungen eine große Herausforderung darstellen, liegt in der Natur der Sache. Nicht alles „Alte“ ist „schlecht“ und muss über Bord geworfen werden. Pflichtübung eines jeden Unternehmens ist daher, im Dialog und in Interaktion mit seinen Mitarbeitern die optimalen Arbeitsplatzbedingungen zu finden und umzusetzen. Dazu gibt es viele detaillierte Vorschriften, Vorgaben und standardisierte Maßtabel- len. Leider helfen die nicht immer, die persönlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter, die neuen Arbeitskonzepte der Unterneh- men und die individuellen Anforderungen an den Arbeitsplatz zu erfüllen. Daher ist eine intensive Schulung der Ver- antwortlichen und die Sensibilisierung der Unternehmensführung für diese Themen eine wesentliche Voraussetzung für lang- fristigen Erfolg und das Wohlfühlen der Mitarbeiter. Wo liegt die Verantwortung? In jedem Unternehmen sollte ein Experte (oder – je nach Größe - ein Expertenteam) sich mit dem komplexen Thema Ar- beitsplatzergonomie auseinandersetzen. Schon heute nutzen viele Unternehmen das Know-how von Arbeitsmedizinern, um ihre Mitarbeiter zu sensibilisieren und deren Arbeitsplätze einzurichten. Vor allem für mittelständige und Kleinunter- nehmen kann eine gleichzeitige Beratung durch externe Experten oft sehr sinnvoll sein, weil keine Verantwortlichen zur Ver- fügung stehen. Die Verantwortung liegt immer bei der Geschäftsführung. Ein Betriebliches Ge- sundheitsmanagement funktioniert nur, wenn es „von oben“ gelebt wird. Jeder Geschäftsführer oder Inhaber sollte da- her Grundkenntnisse besitzen, den Start- schuss geben und dann entsprechend die Kompetenzen delegieren. Der heutige Arbeitsplatz Grundsätzlich gilt, dass jeder Arbeitsplatz individuell angepasst sein sollte. Steht dem Mitarbeiter kein auf ihn abgestimm- ter Platz zur Verfügung, sind oftmals Mus- kelverspannungen, Gelenk- und Rücken- beschwerden bis hin zu Migräne und Au- genproblemen die Folge. Vor allem Mo- tivation, Kreativität und Produktivität der Der Mitarbeiter am Arbeitsplatz – die ergonomische Herausforderung 6 Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand | www.business-health-impulse.com b Ergonomie
  7. 7. Mitarbeiter leiden massiv darunter. Leider werden vor allem diese Folgen massiv un- terschätzt. Wie ein Arbeitsplatz eingerichtet sein soll- te, ist im Arbeitsschutzgesetz und in der Bildschirmarbeitsverordnung geregelt. Dennoch muss der Spielraum für indivi- duelle Gestaltung gegeben sein: die klas- sische DIN-Norm der Arbeitstischhöhe von 72 cm ist bereits ab einer Körpergrö- ße von 173 cm nicht mehr ausreichend! Herausforderung des modernen Arbeits- platzes Arbeitsplatz - platz, sondern lediglich Docking-Statio- nen für Notebooks und Mobiltelefone als Arbeitsgerät die Einrichtung mobil sein Die sich daraus ergebenden Aufgaben müssen gelöst werden. Unterschiedlich große und schwere Mitarbeiter haben ganz zwangsläufig auch unterschiedliche Anforderungen an ihren Arbeitsplatz – es liegt auf der Hand, dass eine Einheitsaus- stattung nicht funktionieren kann. Weder ist einem Mitarbeiter zuzumuten, vor Arbeitsbeginn stets den Werkzeug- koffer herbeizuholen, noch kann alles doppelt angeschafft werden. Hier hilft die sinnvolle Investition in einen elektrisch höhenverstellbaren Tisch (bis hin zum Stehtisch) und einen multifunktionalen Stuhl, der die komplette Bandbreite der Anforderungen abdeckt. In vielen Firmen erhalten die Mitarbeiter allerdings keiner- lei Einweisungen in die Funktionalität ih- res Arbeitsstuhles. Der „Aha-Effekt“ nach einer individuellen Einweisung ist in sol- chen Fällen enorm. Arbeiten im Großraumbüro Der Trend zum Großraumbüros ist nach wie vor vorhanden. Großraumbüros ha- ben sicherlich ein großes kommunikati- ves Potenzial, führen aber auch zu einer extremen Geräuschkulisse. Stressfreies und kreatives Arbeiten ist oft unmöglich. Befragungen von Mitarbeitern in Groß- raumbüros ergeben häufig, dass sich viele Mitarbeiter mit ihrem Arbeitsumfeld nicht wohlfühlen und es eher als unange- nehm empfinden. Hier hilft meist schon die Einrichtung von „Rückzugsflächen“, wo ungestört telefoniert werden kann. bErgonomie Verhindert Ihr Unternehmen arbeitsbedingte Beschwerden? Fußstützen Handgelenkauflagen Monitorständer Rückenstützen Laptopständer Besuchen Sie www.ergo.fellowes.com für Ihre kostenlose Arbeitsplatzanalyse und erfahren Sie mehr über die 4 ERGONOMISCHEN ZONEN. Finden Sie Ihre ergonomische Lösung. Rückenschmerzen verhindern Handgelenkbeschwerden vermeiden Nackenverspannungen lindern Organisiert bleiben
  8. 8. Ziel sollte immer sein, die Belastungen der Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten. Unternehmen haben im eigenen Interesse die Pflicht, auf technische, me- dizinische, psychologische sowie soziale und ökologische Erkenntnisse zurück- greifen, um die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt zu meistern. Checkliste Der klassische Computer-Arbeitsplatz Die nachfolgende Aufstellung gibt einen Überblick über die Mindestanforderun- gen an einen Arbeitsplatz. Diese gelten übrigens ebenso für einen „Home-Ar- beitsplatz“ (siehe Office-Tipp Seite 27). und Stärke der Rückstellkraft der Rü- ckenlehne einstellbar kung) einstellbar tisch wohl als Sitz- als auch als Stehtisch ge- nutzt werden kann als auch unter dem Arbeitstisch cher Auflagefläche auf dem Tisch auf- gelegt werden in den Wintermonaten tingspoints beitsplatz Unser Tipp Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter in Ihre (Büro-)Planungen mit ein. Fragen Sie sie nach deren Meinung und Wünschen. Bieten Sie ebenso Platz und Raum für Erholung und Abwechslung. So ergänzen z.B. ein kleiner firmeninterner Fitness- raum und mobile Massagen nicht nur den allem zur größeren Zufriedenheit und Identifikation der Mitarbeiter mit Ihrem Unternehmen bei. AUTOR Eginhard Kieß Die ergonomische Selleo-Stuhlserie bietet den Nutzern Komfort, Sicher- duelle Anpassungsfähigkeit bei allen Be- wegungsabläufen am Arbeitsplatz. Hierzu zählt insbesondere eine speziel- le Bandscheibenstütze, die dem Nutzer spürbare Entlastung bringt. Beim Zu- gestützt, gleichzeitig durch die Öffnung des Brustbereiches eine Streckung be- hochwertige Polsterung sorgt für ermü- dungsfreien und entspannenden Sitz- tungsfähigkeit auswirkt. Zuschuss aus der Rentenkasse Ein weiteres Modell aus dieser Serie bietet Personen mit größerem Sitzkomfort. Die Multifunktions- Synchronmechanik erlaubt die Einstellung auf ein Kör- Das Zentrum für Prä- in Bad Kissingen hat die Bandscheiben schonende Stuhlserie als Ergonomiepro- dukt mit dem Vertrau- enssiegel „Gesund- heitsprodukt – emp- sicherung (DRV) gewährt Euro für den Selleo, sofern bestimmte Voraussetzun- gen erfüllt sind. Mehr Informationen finden Sie unter www.koehl.com Neben dem ZPmed trägt der Selleo von Köhl GS-Zeichen, das Ergonomie–Zertifikat und das Zertifikat „Schadstoff geprüft“ der LGA-Nürnberg. 8 Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand | www.business-health-impulse.com b Ergonomie Promotion
  9. 9. Wenn Kartons und ähnliche Verpa- ckungen nicht als Aufreißpackun- gen geliefert werden, benötigt man zum Öffnen ein Kartonmesser, auch „Cutter“ genannt. Man erhält im Handel Messer in verschiedenen Ausführungen und Güten, die im Hinblick auf die Arbeitssicherheit sehr unterschiedlich zu bewerten sind. Jährlich ereignen sich mehrere tausend Arbeitsunfälle mit Kartonmessern, denen eine Arbeitsunfähigkeit von durchschnitt- lich mehr als drei Tagen folgt. Die Zahl der Unfälle mit Kartonmessern, die keine oder eine kürzere Arbeitsunfähigkeit nach sich ziehen, ist um ein Vielfaches höher. Diese Unfälle sind für die Betroffenen ge- nauso schmerzhaft, auch wenn sie nicht in der Statistik aufgeführt werden. Sie kosten Zeit und Geld, und sie führen zu Störungen im Betriebsablauf. Eine Auswertung von 425 untersuchten Unfällen mit Messern (Quelle: BGHW), die zum Kartonöffnen benutzt wurden, führte zu folgenden Erkenntnissen: Fast alle Unfälle (96 Prozent) ereigneten sich mit Kartonmessern, die nicht über eine selbsttätige Klingensicherung verfüg- ten. Es wurden ungeeignete Schneidwerkzeu- ge (z.B. Küchen-, Deko- und Taschen- messer, Scheren u.ä.) benutzt. Unge- eignete Kartonmesser (mit feststehender Klinge) werden häufig auch von Lieferan- ten als Werbegeschenke kostenlos den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Die Mitarbeiter werden oft nicht über die sichere Handhabung der verwendeten Messer unterwiesen. Daraus ergeben sich als Maßnahmen die Beschaffung geeig- neter Kartonmesser und die regelmäßige Unterweisung der Beschäftigten. Beschaffung geeigneter Kartonmesser Die wirksamste Methode zur Vermeidung von Unfällen mit Kartonmessern ist, nur Messer zu beschaffen, die: sich an der Klinge beim Schneidevor- gang nicht verletzen kann (mit selbsttä- tiger Klingensicherung) einen nach ergonomischen Gesichts- punkten gestalteten Griff haben und das GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit) tragen Diese Eigenschaften erfüllt der Safety Cutter Premium von WEDO: Der ergono- misch geformte Metallgriff mit gummierter Griffzone liegt sicher in der Hand. Durch die Positionierung des Klingenschiebers auf dem Messerrücken kann der Cutter sowohl von Rechts- als auch von Links- händern benutzt werden. Das Messer ist TÜV/GS-geprüft und verfügt über eine fe- derbelastete Klinge mit einem extralangen Klingenaustritt von 25 mm. Mehr Informationen unter www.wedo.de Neue Premium-Kartonmesser sorgen für mehr Sicherheit www.business-health-impulse.com | Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand Ergonomie Mehr Infos unter: www.ptroom.de Bringen Sie Bewegung ins Büro! Das innerbetriebliche Bewegungsangebot Optimale Flächennutzung für ein funktionelles, präventives und rehabilitatives Training Geringe Investition, die sich schnell bezahlt macht Sporttherapeutisch basiertes Übungsprogramm FIBO in Köln 11.-14. April | Halle 7, D10 Corporate Health Convention 23.-24. April in Stuttgart
  10. 10. AUTOR ist als Produkt- Leuchten-Sortiment des deut- Bad König Zu einem ergonomischen Arbeitsplatz gehört die richtige Beleuchtung. Opti- mal eingesetzt, ist Licht leistungsfördernd und kostensparend. Trübes Licht – trübe Stimmung Was war das für ein Winter: Mit nur knapp zwei Dritteln der üblichen Sonnenschein- stunden haben wir die Sonne so selten gesehen wie noch nie seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnun- gen. Zu wenig Tageslicht hat Einfluss auf unseren Hormonhaushalt und verändert damit unseren Biorhythmus. Bei vermin- derter Lichtaufnahme sinkt die Bildung des Stimmungshormons Serotonin, die Antriebs- und Lustlosigkeit steigt. Gleich- zeitig wird nachts der Abbau des Schlaf- hormons Melatonin verringert. Ergebnis: Viele Menschen fühlen sich schlapp und ohne Antrieb. Bei falscher Beleuchtung sinkt die Leistung Vor allem im Büro hat die Qualität des Lichts Einfluss auf unsere Motivations- und Leistungskurve. Falsche oder fehlende Be- leuchtungssituationen können zu gesund- heitlichen Beeinträchtigungen führen. Bildschirmarbeit fordert die Augen, denn Gutes Licht bringt gute Leistung sie müssen sich ständig an wechselnde Helligkeiten und Sehabstände anpassen. So klagen rund 40 Prozent aller Beschäf- tigten mit Bildschirmen über regelmäßige Augenbeschwerden und sogar 60 Pro- zent über regelmäßige Kopfschmerzen. Störende Reflexionen am Monitor werden mit Fehlhaltungen ausgeglichen, die zu Haltungsproblemen und Verspannungen führen. Die Mitarbeiter ermüden schneller und sind weniger motiviert, die Fehlerquo- te steigt, die Produktivität sinkt. Welches Licht ist richtig? Je individueller Sie das Licht an die Arbeitsplatzsituation anpassen, desto besser ist das Ergebnis. Die Anforde- rungen sind sehr unterschiedlich, denn je nach Seh-Aufgabe sind verschiedene Beleuchtungsstärken erforderlich. Bei Tätigkeiten wie Lesen, Notieren und Be- sprechen sind 500 Lux Beleuchtungs- stärke richtig, ein technischer Zeichner benötigt sogar 750 Lux. Zum Kopieren oder in den Verkehrszonen reichen da- gegen 300 Lux. Dazu kommt, dass je- der Mensch ein Individuum ist. Mit 60 Jahren braucht man doppelt so starkes Licht zum Lesen wie noch mit 20 Jah- ren. Und letztendlich wechselt – je nach Tages- und Jahreszeit – der Bedarf nach zusätzlicher Beleuchtung. Neben der Beleuchtungsstärke sind Fak- toren wie Farbtemperatur und Farbwieder- gabe relevant. So wirken warmweiße Licht- farben eher beruhigend, kühle Farben anregend. Die Farbwiedergabe beschreibt, wie ein beleuchteter Gegenstand, vergli- chen mit Tageslicht, dargestellt wird. Der Mix macht's Ideal ist natürliches Tageslicht, das von außen einfällt. Zudem zieht es die Men- schen ans Fenster, das wirkt sich positiv auf die Psyche aus. Meistens jedoch ist das Tageslicht begrenzt und leuchtet nur Teile des Arbeitsplatzes aus. Deshalb ist eine ausgewogene Kombination von Ta- geslicht, allgemeiner Grundbeleuchtung und individuell steuerbarer Beleuchtung am Arbeitsplatz die optimale Lösung. Mit der Zwei-Komponenten-Beleuchtung werden auf einfachem Weg sehr gute Er- gebnisse erzielt. Hier wird eine indirekte Allgemein- mit einer direkten Arbeits- platzbeleuchtung kombiniert. Vorteil: Die Beleuchtungsstärke kann in Abhängigkeit von der Tätigkeit individuell eingestellt werden. Bei räumlichen Veränderungen kann die Beleuchtung der neuen Situati- on schnell angepasst werden. Geld sparen und nachhaltig entscheiden Zwei-Komponenten-Lösungen sparen ba- res Geld, denn die Leuchten werden nur bei Bedarf angeschaltet. Daneben bietet die Auswahl des Leuchtmittels enorme Sparpotenziale. LED-Leuchtmittel sind aktuell die größte Revolution in der Be- leuchtungstechnologie seit Erfindung der Glühlampe und herkömmlichen Leucht- mitteln in Sachen Lichtausbeute und Le- bensdauer bei Weitem überlegen. Intelligentes Lichtmanagement: Mit ei- nem optimal beleuchteten Arbeitsplatz sind Mitarbeiter motivierter und bleiben gesund – das steigert die Produktivität und schont den Geldbeutel. Dazu noch ein paar Minuten an der frischen Luft um die Mittagszeit, dann verliert auch der dunkelste Winter seinen Schrecken. Zwei Komponenten-Beleuchtungssystem: Flexible direkte und indirekte Beleuchtung mit Steh- und Schreibtischleuchte. 10 Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand | www.business-health-impulse.com b Ergonomie
  11. 11. Promotion AUTORIN B. ed. Christin Hafner Studentin an der Technischen Universität München (Master Berufliche Bildung, Erstfach Gesundheits- und Pflegewissenschaften). Bachelorarbeit: „Nutrigenetische Tests als Basis der Ernährungsbe- ratung im Betrieblichen Gesundheitsmanage- ment – eine empirische Bedarfsanalyse“ Koordinator für Betriebliches Eingliederungs- management. Auch der erwerbstätige Teil der Bevöl- kerung ist von dieser Veränderung betroffen. Aus diesem Grund ist es un- bedingt notwendig, Maßnahmen zu er- greifen, die dafür sorgen, die Gesundheit der Erwerbstätigen so lange wie möglich zu bewahren, um deren Arbeitskraft zu erhalten und gleichzeitig die Kosten der Betriebe für krankheitsbedingte Ausfälle möglichst gering zu halten. Das Thema Übergewicht spielt hierbei eine große Rolle. Die for me do GmbH hat ein innovatives Analyseinstrument entwickelt, das Men- schen dabei unterstützt, bis zu 2,5-mal mehr an Gewicht zu verlieren als mit bekannten Diäten: der MetaCheck fit- ness® . Es bietet sich an, diesen nutrige- netischen Test als Unterstützung bei der Ernährungsberatung im betrieblichen Gesundheitsmanagement einzusetzen. Bei den Mitarbeitern im Betrieb wird die Effizienz der Verwertung der Makronähr- stoffe Kohlenhydrate, Proteine und Fette, sowie die Sporttypen (Ausdauer, Kraft) getestet. Danach werden sie vier MetaTy- pen zugeordnet und erhalten einen dem- entsprechend konkret ausgearbeiteten Ernährungsplan. Das Kantinenessen im Betrieb kann dann gemäß diesen Ernäh- rungsplänen der verschiedenen MetaTy- pen angepasst werden. Desweiteren kann in Kooperation mit Fit- nessstudios ein individuelles Sportpro- gramm entwickelt werden. Im Rahmen einer Bachelorarbeit an der TU München wurde im Sommer 2012 eine empirische Bedarfsanalyse bei Unternehmensleitun- gen zum Thema nutrigenetische DNA- Tests als Basis der Ernährungsberatung in der betrieblichen Gesundheitsförderung durchgeführt. An der Umfrage beteilig- ten sich 30 Unternehmensleitungen von kleinen und großen Kapitalgesellschaften. Die Auswertung der Online-Umfrage hat ergeben, dass 65,5 % der befragten Un- ternehmensleitungen interessiert sind an einem innovativen Analyseinstrument wie dem MetaCheck fitness® . Bei der Analyse der Umfrage hat sich herausgestellt, dass das Interesse an einem derartigen Test unabhängig ist von der Innovativität des Betriebes, von der Mitarbeiterzahl und von einem betrieblichen Gesundheitsma- nagement. Den größten Nutzen in der Verwendung des Analyseinstruments sehen die Unter- nehmensleitungen in der besseren Moti- vation der Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Bei der Einführung eines nutrigenetischen Tests muss der Datenschutz beachtet werden, welcher eine große Auswirkung auf die Akzeptanz der Mitarbeiter haben kann. Deswegen legt die for me do GmbH großen Wert auf dieses Thema und co- diert alle Daten sorgfältig. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Kooperation von Fitnessstudios und Unternehmen im Rahmen des Me- taCheck fitness® eine effektive Möglich- keit darstellt, die Gesundheit der Erwerbs- tätigen längstmöglich zu erhalten. Der MetaCheck fitness® im betrieblichen Gesundheitsmanagement Bereits im Jahr 2050 wird unsere Bevölkerungszahl laut Experten von 82 Millionen auf 69 bis 74 Millionen Einwohner geschrumpft sein und unsere Gesellschaft wird immer älter. 11www.business-health-impulse.com | Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand b
  12. 12. Seit 150 Jahren wird Ergonomie betrie- ben, um die körperlichen Belastun- gen der Arbeitnehmer immer weiter zu re- duzieren. Oft ist nur noch die Bewegung der Finger zur Bedienung von Tastatur und Maus gefordert, um die Büroarbeit zu bewältigen. Und das Ergebnis? Die Menschen im Büro werden immer kran- ker! Die Bertelsmannstiftung errechnete 75 Milliarden Euro Verlust für die deut- sche Volkswirtschaft durch krankheitsbe- dingte Fehltage und Fehlleistungen. Und laut Krankenversicherungen verursachen alleine Rückenschmerzen 3,37 Krank- heitstage pro Jahr und Versichertem, was wiederum bei den Unternehmen mit Zusatzkosten von knapp 1.000 EUR je Mitarbeiter zu Buche schlägt. Laut WHO gelten Rückenschmerzen weltweit als Volkskrankheit Nummer eins, obwohl der Anteil schwerer, körperlicher Arbeit im- mer stärker zurückgeht. Unterforderung durch Bewegungsmangel Prof. Ingo Froböse, Leiter des Zentrums für Gesundheit der Deutschen Sport- hochschule Köln, erläutert, warum die körperliche Entlastung im Büro zum Bumerang geworden ist: „Ein lebendi- ger Organismus basiert auf dem Prinzip von Reiz und Reaktion: ohne Durst kein Trinken, ohne Hunger kein Essen, ohne Stimulanz keine Fortpflanzung. Alle bio- logischen Kompetenzen benötigen Reiz- setzungen, um aktiviert zu werden. Ohne solche Herausforderungen verkümmern die Fähigkeiten, über die wir verfügen.“ Bei über 80 Prozent der Rückenpatienten sei inzwischen Unterforderung die Haup- tursache der Beschwerden. Mehr noch: amerikanische Forscher haben herausge- funden, dass Bewegungsmangel für bis zu zehn Prozent der weltweiten Fälle von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Brust- und Darmkrebs verantwortlich ist. Märchen vom „richtigen“ Sitzen Dass die aufrechte Sitzhaltung „richtig“ und gesund sei, entstammt dem 19. Jahrhundert. Schüler und Büroangestell- te hatten „stramm“ zu sitzen, um Respekt zu signalisieren und Disziplin und Kont- rolle zu erleichtern. Biologisch betrachtet ist aber jede Sitzhaltung, die der Körper schmerzfrei einnehmen kann, richtig und wichtig, um die Gelenkfunktionen und die Vielfalt der Muskulatur zu stimulieren. Nicht die Haltung, sondern der Haltungs- wechsel ist deshalb der Schlüssel für das Wohlbefinden. Auch die Behauptung, dass sich nur konzentrieren kann, wer sich nicht bewegt, ist längst widerlegt: Langes Stillsitzen schaltet den Organis- mus auf Sparflamme. Der reduzierte Stoffwechsel schwächt neben der Musku- latur auch die mentale Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit. Mehr Bewegung rechnet sich Gerade im Büro ist die körperliche Aktivi- tät oft auf Fingerbewegungen zur Bedie- nung von Tastatur und Maus reduziert. Hier setzen neuartige Sitzkonzepte an, die vielfältige Bewegungen fördern. Das Zentrum für Gesundheit hat die Auswir- kungen auf Leistungsfähigkeit und Ge- sundheit jetzt genau untersucht. Mit 80 Probanden im Bürokomplex einer Versi- cherung wurde dazu eine vergleichende Feldstudie durchgeführt. Die Ergebnisse sind eindeutig: Die Gruppe auf den drei- dimensional beweglichen Bürostühlen hatte sich bereits nach drei Monaten in allen Konzentrationsparametern (Ge- schwindigkeit, Genauigkeit und Homoge- nität) deutlich gesteigert. Den objektiven Ergebnissen entsprach das subjektive Empfinden: 58 Prozent gaben an, dass sich ihr Wohlbefinden verbessert habe. Die Kontrollgruppe dagegen verblieb auf dem Niveau der Erstmessung. Fazit: Drei- dimensionales Bewegungssitzen tut gut – und rechnet sich schon nach kurzer Zeit! Mehr Bewegung zu integrieren, erschöpft sich aber nicht in der Gestaltung des Ar- beitsplatzes. Auch organisatorisch lässt sich der Körper mobilisieren: Nicht der kürzeste, sondern der längste Weg ist der Beste, „Stehungen“ statt Sitzungen steigern die Effizienz und Treppensteigen statt Aufzug Fahren stellt ein zusätzliches Fitnessprogramm dar. Neue Bürokonzep- te stellen nicht mehr den festen Arbeits- platz sondern den Umgebungswechsel in den Mittelpunkt. Das Büro zum Bewegungsraum machen AUTOR Jahrgang 1960, studierte Germanistik und Geschichte. Seit 1995 verschiedene Leitungsfunk- tionenim Bereich Marketing, Presse und Public Relations bei Wilkhahn. Publizierte zahl- ge zu Nachhaltigkeit, Ergono- mie, Kommunikation und Raum. Foto:Wilkahn 12 Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand | www.business-health-impulse.com b Ergonomie
  13. 13. AUTOR Jens Eckes ist Sparkassen- betriebswirt und befasst sich in seiner Funktion als Teamleiter Betriebs- und Ge- bäudemanagement mit der zukunftsweisenden Konzep- tion der Arbeitsplätze in der Sparkasse Rhein-Nahe. Die Sparkasse Rhein-Nahe hat in ihrer Hauptstelle Bad Kreuznach mit dem „Active Office“ ein zukunftsweisendes Bürokonzept umgesetzt, welches neben den Anforderungen des Immobilienma- nagements wie optimale Flächeneffizienz bei hoher Flexibilität und einer innovati- ven und Arbeitsumgebung das Thema Gesunderhaltung und Ausgleich von Be- wegungsmangel der Mitarbeiter vereinigt und damit einen entscheidenden Beitrag zur innerbetrieblichen Gesundheitsvor- sorge darstellt. Durch das innovative Konzept werden Krankheitsausfälle der Mitarbeiter redu- ziert, gleichzeitig kann sich die Sparkasse als attraktiver und innovativer Arbeitgeber positionieren. Unternehmen und Mitar- beiter profitieren gleichermaßen von die- ser Win-Win-Situation. Erreicht wurde dies durch Organisationsflexibilität Die Bürolandschaft setzt sich fließend aus Gruppenarbeitsplätzen, raumstrukturie- renden Teamleiter-Einzelbüros mit Glast- rennwänden und zentralen Funktionsmo- dulen zusammen. Die Funktionsmodule können von allen Mitarbeitern frei genutzt werden und bieten Rückzugsmöglich- keiten, körperlichen Ausgleich oder Ent- spannung. Kommunikationsflexibilität – Neben dem Besprechungsraum dienen die zen- tralen modularen Bereiche vor allem der informellen Kommunikation und regen die Mitarbeiter zu einem ungezwunge- nem Informationsaustausch an. Mit der Kombination von Gruppenbüros und Rückzugsmöglichkeiten für diskrete Be- sprechungen ist eine hohe Kommunika- tionsflexibilität erreicht worden. Möblierungsflexibilität – hochwertige ergonomisch ausgereifte Standardmö- bel wurden ergänzt durch speziell ange- fertigte Sondermöbel, die einem hohen Design-Anspruch gerecht werden und zahlreiche ergonomische Funktionen erfüllen, die medizinisch auf den Bewe- gungsmangel im Büroalltag abgestimmt sind. Das ausgefeilte Möblierungskonzept wird durch ein technisch durchdachtes Infrastrukturmanagement versorgt und soll die Mitarbeiter während des Büroall- tags dazu animieren, Körper und Geist zu mobilisieren. Haltungsflexibilität – Jeder Mitarbeiter kann seinen Büroalltag entsprechend seiner individuellen Bedürfnisse in sitzen- der oder stehender Haltung organisieren und muskulären Verspannungen gezielt vorbeugen. Durch die ergonomischen Funktionen der zentralen Module und der eigens angefertigten Sondermöbel werden vielfältige selbstanimierende Be- wegungsangebote in die bestehenden Büroprozesse eingebunden. In einem Ak- tiv-Besprechungsraum gibt es sogar eine Sprossenwand und Ringe zum Aushän- gen, alternativ kann der Mitarbeiter beim Kopieren bzw. Drucken auf einer Vibrati- onsplatte seine Muskulatur entspannen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ha- ben das neue Konzept sehr positiv ange- nommen, denn trotz optimierter Flächen- ausnutzung hat sich die Qualität des Ar- beitsumfeldes erheblich verbessert. Best practice: Das „Active Office“- Bürokonzept der Sparkasse Rhein-Nahe 13www.business-health-impulse.com | Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand bErgonomie
  14. 14. „Gesundheitliche Beeinträchtigun- gen ihrer Mitarbeiter bremsen die Unternehmen stärker aus als je zuvor.“ So der Einstieg zum Thema BGM (Betrieb- liches Gesundheitsmanagement) in der Fachzeitschrift QZ (Qualität und Zuver- lässigkeit – Ausgabe 2/2013) von Katrin Schiller. Die krankheitsbedingten Fehlzei- ten werden für 2010 mit über 400 Millio- nen Tagen beziffert. Das entspricht einem Ausfall an Bruttowertschöpfung in Höhe von 68 Mrd. Euro (www.baua.de – Stand 2012). Die psychischen Erkrankungen haben laut „Fehlzeitenreport 2012“ um knapp 60 Prozent zugenommen. Zwar sehen 80 Prozent der deutschen Unternehmen die Vorteile eines Betrieb- lichen Gesundheitsmanagements (BGM), doch weniger als die Hälfte davon setzt entsprechende Maßnahmen laut einer Roland-Berger-Studie zum Gesundheits- management (Pressebericht Mai 2012) um. Selbstverständlich können nicht in allen Unternehmen spezielle „Gesund- heitsbotschafter“ wie beispielsweise in der BMW Group aktiv werden. Dennoch können viele wertvolle Impulse auch auf die kleinen und mittleren Betriebe ihre Anwendung finden. Mit dem Wandel zur Wissens-/Informa- tionsgesellschaft nehmen Komplexität, Dynamik, Mobilität und Leistungsanfor- derungen in der Arbeitswelt zu. Gesund- heit, Motivation, Kompetenz und Leistung bedingen sich gegenseitig. Und gute Führungskräfte wissen das. Wer führt, muss auch „fürsorgen“. Sie steuern die „richtigen“ Dinge, um das Potenzial, das Human- und Netzwerkkapital effektiv und effizient zu nutzen. Das wiederum ist ein Garant für ausgezeichnete Schlüsseler- gebnisse (Kundenbindung, Attraktiver Ar- beitgeber, Gewinn, Umsatz, Rendite). Ge- rade die Eliminierung von Verschwendung (Lean Management/KVP/TQM) beinhaltet beispielsweise die Nichtnutzung und Un- terschätzung der Fähigkeiten von Mitarbei- tern. In der Zeitschrift Automobilproduktion (Ausgabe 12/2012) schreibt Bettina May- er: „Das BMW-Werk Leipzig besticht durch Effizienz, Qualität, Ergonomie der Arbeits- plätze sowie eine bis dato ungewöhnliche Offenheit und Transparenz der Strukturen in der gesamten Produktion.“ Das Fazit von Produktionsvorstand Arndt lautet: Wer strategisch langfristig in seine Prozesse und Mitarbeiter investiert, dem fallen die Ergebnisse eines Tages wie reife Früchte in den Schoß“. Auch der weltweit bekannte Managementguru Peter Drucker schreibt zur Führungskompetenz treffend: „Es geht darum, Menschen in die Lage zu verset- zen, als Gruppe Leistungen zu erbringen, indem man ihnen gemeinsame Ziele und Gesundheit fördern und fordern – Impulse geben Führung 14 Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand | www.business-health-impulse.com b
  15. 15. Werte sowie kontinuierliche Lern- und Ent- wicklungsmöglichkeiten gibt.“ Problemerkennungskompetenz als Herzstück im BGM-Projekt Unternehmen benötigen neue Schlüssel- qualifikationen und Kompetenzen. Gera- de die Metakompetenz „Führung“ nimmt eine Schlüsselrolle ein. Das Führungsver- halten gilt als entscheidender, maßgebli- cher Treiber für die ganzheitliche Gesund- heit und deren Folgen. Hemmnisse bei der Einführung sind beispielsweise: - ne Unternehmen Gesundheit Klein- und Mittelbetrieben Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige Implementierung von BGM ist ein eindeutiges Bekenntnis der externen Beratern, Betriebsrat, Betriebs- arzt oder Mitarbeitern aus dem Personal- wesen initiiert werden kann. Es muss im - - sichtigung wichtiger Schlüsselpersonen (Betriebsrat etc.) vorgenommen werden. In einem weiteren Schritt werden mögli- - berichte, Fehlzeitenbericht, Unfallstatis- tik, Bisherige Gesundheitsmaßnahmen etc.) professionell zum Einsatz gebracht. Eine - für weitere unternehmensspezifische exemplarisch das Ergebnis einer Mit- der Befragten (Mitarbeiter, Manager etc.) soll dem Unternehmen aufzeigen, wo aus und Lücken allgemein und speziell vorlie- - Führung Motivierte und gesunde Mitarbeiter – MADE IN GERMANY ½ Zertifizierte Medizinprodukte ½ ½ ½ ++ Krankenstand senken ++ – Blocksbergstraße 165 – 66955 Pirmasens – Tel.: 06331 2461-0 – info@ergo-fit.de – www.ergo-fit.de Gesunde und motivierte Mitarbeiter sind eine Grundlage für den Erfolg Ihres Unternehmens. Investieren Sie in die Fitness Ihrer Beschäftigten und bieten Sie einen eigenen Trainingsbereich an – für ein effektives und gesundheitsförderndes Training. b
  16. 16. führung von Befragungen sind Freiwillig- keit, Anonymität und Vertraulichkeit. Der Erfolg einer Befragung hängt maß- geblich davon ab, ob der Inhalt und die Zielsetzung für die befragte Zielgruppe verständlich und von Relevanz sind. Eine hohe Beteiligungsquote dient einerseits der Sensibilisierung der Befragten für das Thema und erhöht andererseits die Aus- sagekraft der Ergebnisse. Insgesamt führt ein guter Mix der oben angeführten Analyse-Tools zu relativ ob- jektiven Erkenntnissen. Einzelne Kerner- gebnisse einer Unternehmensanalyse wie bei der oben angeführten Zweigniederlas- sung haben vor 2 Jahren auszugsweise so ausgesehen: - durchschnittlich hohe Ausfallstage zum üblichen Branchendurchschnitt. Sie werden mit rund 80.000 Euro beziffert. Unternehmen X eine überdurchschnitt- liche hohe Fluktuation von guten Mit- arbeitern. Sehr schmerzhaft war der Abgang von zwei Schlüsselkräften. Die Kosten werden mit mindestens 160.000 Euro pro Jahr angegeben. - men X ist mit 4,23 Punkten in der Ab- bildung 1 (unter 8. „Ich und das Unter- nehmen“) als kritisch einzustufen. Die Attraktivität als Arbeitgeber wird tenden- ziell negativ bewertet. und in der Führungsetage hat sich verschärft. Schlafstörungen, Energielo- sigkeit und „Nicht-abschalten-können“ wurden häufig in Punkt 10 angegeben. Dieser Punkt wurde mit durchschnitt- lich 4,71 von möglichen 10 Punkten bewertet. Jahren um durchschnittlich 2 Prozent- Punkte verschlechtert. Zwei gute Kun- den sind zur Konkurrenz abgewandert. Eine konkrete Ursachenanalyse und eine Schadensberechnung liegen noch nicht vor. - halten als Punkt 6 in der Abbildung 1 beträgt 4,67 Punkte. Mangelnde Wert- schätzung, fehlende Rückmeldung, häufige (unnötige) Kontrolle der Auf- gabenerledigung und „unglücklicher“ Umgang mit Spannungen und Ausein- andersetzungen sind häufig angegebe- ne Statements. Die erhobenen Ergebnisse der Analyse- phase und der mögliche Optimierungs- bedarf werden idealerweise der gesamten Geschäftsführung präsentiert. Die Aus- wertungen aus dem Management-Fra- Leitbild „Gesundes Unter- nehmen“ – So soll es sein Herr O ist Leiter einer Zweigniederlas- sung mit knapp 300 Mitarbeitern und hat erheblich dazu beitragen, BGM zu implementieren, da er schon früher in einem anderen Unternehmen mit den Vorteilen von BGM „vertraut“ war. In der Vergangenheit gab es in dieser Niederlassung durchaus noch Proble- me, ausreichend qualifizierte Mitarbei- tende zu rekrutieren und zu binden. Heute gilt die Niederlassung als ein äußerst attraktiver Arbeitgeber. Die Fluktuationsrate der Mitarbeitenden ist gleich Null. Die Fehlzeiten aus Krank- heitsgründen liegen erheblich unter dem Firmendurchschnitt. Die Produk- tivität liegt erheblich über dem internen Durchschnitt der anderen Niederlas- sungen und ist somit ein Benchmark. Auch in Branchenvergleichen liegt die Niederlassung im Topbereich. Für Besucher im Unternehmen wird rasch die hohe Konzentration und Effizienz bei der Arbeit sichtbar. Alle Mitarbeitenden erledigen mit großem Engagement ihre Aufgaben. Der Leiter O geht mit gutem Beispiel voran. Sein Motto: „Lebe was Du lehrst und lehre was Du lebst!“ Die Initiative und das Verantwortungs- bewusstsein ist beim Erkennen von Abweichungen, Fehlern und Finden von kreativen Lösungen sehr ausge- prägt. Einer für alle und alle für Einen. TEAM steht für „Tolle-Entfaltung- aller-Möglichkeiten“. Das Arbeitskli- ma zeichnet sich ein durch hohes Vertrauen, wertschätzende gegensei- tige Unterstützung und entspanntes Arbeiten. Selbst wenn sehr hohe Arbeitsbelastungen aufkommen, ist von Hektik kaum etwas zu spüren. Im Umgang mit Stress, Resilienzfaktoren ist die gesamte Mannschaft bestens vertraut. Die Kommunikation, der Respekt und der Umgangston im gesamten Zweigniederlassungs-Team – ist unabhängig von der Hierarchie und vom Ausbildungsgrad – vorbildlich geworden. Auch der Leistungsstolz ist unverkennbar bei allen Mitarbeitern sichtbar. Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung Skala von 1 (extrem schwach/negativ – minimale Punkte) bis 10 (sehr gut/positiv – maximale Punkte) Körp. Beanspruch./Arbeitsumgebung 6,21 10 Arbeitsaufgabe und -anforderung 6,05 10 Arbeitszeit und Freizeit 5,20 10 5,57 10 Information/Mitarbeiterbeteiligung 4,89 10 4,67 10 Betriebsklima 5,01 10 4,23 10 Körperliche Beschwerden 5,78 10 4,71 10 Gesamt 52,32 100 52,3 100 Kriterien nach KMU-Vital 16 Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand | www.business-health-impulse.com b Führung
  17. 17. Auf der diesjährigen FIBO wird Tech- nogym, als weltweit einer der führen- den Anbieter erstklassiger Fitness-Geräte, in Halle 7 Stand C/35 und D/35 seine um- fassenden und innovativen Produktneu- heiten präsentieren. Der Besucher darf gespannt sein! Neben dem Hauptstand in Halle 7, wird Technogym aber auch im Bereich Corpo- rate in Halle 9 Stand D 01-5 auf der FI- BOmed ausstellen und seine Entwicklung im medizinischen Segment verdeutlichen. Mit dem Ziel die Kampagne „Exercise is Medicine“ vom wissenschaftlichem Kon- zept bis zur praktischen diagnostischen sowie therapie- und trainingsbezogenen Umsetzung darzustellen, wird Technogym dieses Jahr erstmals das Training an sei- nen medizinischen Geräten indikations- bezogen vorzeigen und die Forschungser- gebnisse der weltweiten Kampagne „Exer- cise is Medicine“ abbilden. Als starken Partner an seine Seite begrüßt Technogym bei der Umsetzung der Kampagne die „Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention“, mit welcher Technogym in vielfältigen Bereichen für das Jahr 2013 Projekte fortschreibt. Auf dem Technogym-Stand der FIBOmed werden Unternehmen ebenso hilfreiche Informationen für ihr betriebliches Ge- sundheitsmanagement erhalten. Techno- gym bietet seine Komplettlösungen und Geräte gleichermaßen für den Firmen- fitness-Bereich an und richtet sich auch hierbei nach den jeweiligen Bedarfsstruk- turen der einzelnen Unternehmen. Weitere Informationen finden Sie unter www.fibo.de/fibomed Besuchen Sie Technogym auf der FIBO- med und sichern Sie sich jetzt Freikarten unter 0800/0556633 oder unter der E-Mail-Adresse info_d@technogym.com Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Technogym auf der FIBO und FIBOmed Technogym präsentiert sich vom 11. bis 14. April 2013 nicht nur auf der FIBO in Köln – der internationalen Leitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit – sondern erstmals auch auf der FIBOmed. gebogen sind auch sehr aufschlussreich, um die generelle Haltung der Geschäfts- führung gegenüber BGM einzuschätzen. Die einzige Konstante ist die Veränderung In dieser Phase wird grundsätzlich über das weitere Vorgehen entschieden. Mög- liche kritische Einwände als berechtigte Fragen müssen sauber abgearbeitet wer- den. Nur die offene Auseinandersetzung zur Thematik eröffnet die besten Chancen zum nachhaltigen Erfolg. Die Pluspunkte für den innovativen Managementansatz BGM müssen die Geschäftsführung über- zeugen. Einwände und auftretende Konflik- te müssen produktiv abgearbeitet werden. Die Return-On-Investment-Betrachtung (ROI) für den BGM-Ansatz muss eindeu- tig positiv sein. Die präsentierten Zahlen, Daten, Fakten müssen unternehmensspe- zifisch fundiert die Bedeutung eines her- beigeführten Wandels für BGM glaubhaft untermauern. Alleine die oben angeführ- ten „überdurchschnittlichen“ Kosten im Unternehmen X betrugen vor zwei Jahren mindestens 240.000 Euro. Der Vergleich mit den Branchenbesten ergab möglicher- weise ein weiteres Kostenoptimierungs- potenzial von knapp 200.000 Euro. Die Produktivitätsverluste sind hier noch nicht berücksichtigt. Da kann schon eine Menge investiert werden, um einen guten ROI zu erzielen. Die Projektleitung schafft mög- lichst überzeugend ein Bewusstsein für die Dringlichkeit des Wandels. Der Status quo muss gefährlicher erscheinen als die Veränderungmaßnahmen. Ohne dieses Gefühl von Dringlichkeit bewegt sich in der Regel nichts. Eine aktive Unterstützung durch die höchsten Enscheidungsträger („Promotoren“) ist für den weiteren Erfolg von höchster Bedeutung. Je mächtiger die Koalition der „Veränderer“, desto erfolgrei- cher der Wandel. Projektleiter sollten bes- tens mit Change-Management-Prozessen vertraut sein. Weiterführende Change-As- pekte in Verbindung mit Interventionspla- nung und Maßnahmenumsetzung erfol- gen in der nächsten Ausgabe. AUTOR Karl Drack ist als Magister der Wirtschafts- und Sozial- wissenschaft seit 1998 auch BSA-Akademie und Deutschen Prävention (DHfPG) tätig. Infos: www.emkarldrack.de 17www.business-health-impulse.com | Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand bFührung Promotion
  18. 18. BHI: Herr Fischer, Sie bieten Ihren Mit- arbeitern betriebliche Gesundheitsförde- rung an. Wie sieht dieses Angebot kon- kret aus? Fischer: Unter dem Motto „wir sind fit" etablierten wir die betriebliche Gesund- heitsförderung als festen Bestandteil in unsere Unternehmenskultur. „wir sind fit“ besteht dabei aus zahlreichen Bausteinen bzw. Maßnahmen, mit dem Ziel, jedem Mitarbeiter ein Angebot entsprechend seiner gesundheitlichen Belastung und Interessen bieten zu können. Mit beson- derem Engagement unterstützt werden wir seit dem Start in 2008 durch die ört- liche AOK und das Trainings- und Thera- piezentrum (TZ) in Eggenfelden. Das vom TZ entwickelte Programm „work and move (wove) – Rückenprävention und Bewegung in Unternehmen“ ermög- licht unseren Mitarbeitern, während der Arbeitszeit in nur 15 Minuten ein effekti- ves Training zu absolvieren. Sportkleidung ist dabei nicht erforderlich. Starten kann jeder nach einem Eingangstest durch ei- nen Sporttherapeuten, der einen indivi- duellen Trainingsplan erstellt, welcher in regelmäßigen Abständen aktualisiert und angepasst werden kann. Unser Gesundheitsraum, in dem an hochmodernen Trainingsgeräten trainiert werden kann, wird auch vor und nach den regulären Arbeitszeiten sehr gut be- sucht. So konnten wir im Jahr 2012 1.800 Belegungen verzeichnen. BHI: Ist Ihr Gesundheitsraum die einzi- ge Förderungsmaßnahme? Fischer: Nein. Nicht nur der Gesundheits- raum in Eggenfelden, sondern auch viele weitere Maßnahmen sind entscheidend für den Erfolg unseres betrieblichen Ge- sundheitsmanagements „wir sind fit“. Wir bieten unseren Mitarbeitern verschiedene Kurse zur aktiven Steigerung des Wohl- befindens an, wie z.B. Pilates und Auto- genes Training. Mit der AOK informierten wir im Vortrag „Gesund genießen – der Mix macht’s“ unsere Mitarbeiter über richtige Ernährung und worauf es beim Essen und Trinken wirklich ankommt. Alle Kurse bzw. Vorträge sind kostenlos und finden teilweise in den Räumen unserer Sparkasse statt. Darüber hinaus stellen wir unseren Mit- arbeitern regelmäßig Informationen über Gesundheit, Fitness und Ernährung in unseren „Gesundheitstipps“ zur Ver- fügung. So wurde z.B. über effektive Übungen zur Linderung und Vorbeu- gung von Verspannungen oder auch über die optimale Arbeitsplatzgestaltung berichtet. BHI: Wie motivieren Sie die Mitarbeiter, die Angebote zu nutzen? Fischer: Als besondere Anerkennung für keine oder sehr geringe krankheits- bedingte Abwesenheit belohnen wir unsere Mitarbeiter jährlich mit einem kleinen Präsent. Das motiviert zusätz- lich, ist aber nur ein Sahnehäubchen, denn das Angebot selbst ist für unsere Mitarbeiter attraktiv. Wir sind fest davon überzeugt, dass sich all diese Maßnah- men unseres betriebliches Gesund- heitsmanagements nicht nur auf die Gesundheit auswirken, sondern auch zur Motivation und Zufriedenheit unse- rer Mitarbeiter beitragen. BHI: Konnten Sie Veränderungen bei den Krankenständen feststellen Fischer: In den Jahren 2011 und 2012 sind die krankheitsbedingten Fehlzeiten pro Mitarbeiter im Vergleich mit den bay- erischen und niederbayerischen Sparkas- sen unterdurchschnittlich. Außerdem hat sich die Fluktuationsquote deulich redu- ziert. Diese positive Entwicklung führen wir auf unser Investment in die Arbeitge- berattraktivität zurück, das die Maßnah- men zu „wir sind fit“ beinhaltet. BHI: Wie begegnen Sie dem Phänomen Burnout? Fischer: Seit 2011 steht im Intranet für unsere Mitarbeiter eine Informationsbro- schüre zur Verfügung. Diese informiert „Wir sind fit“ steigert die Motivation der Mitarbeiter Ein Interview mit Johann Fischer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rottal-Inn Johann Fischer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rottal-Inn Für das vorbildliche Engagement in der betrieblichen Gesundheitsförderung wurde die Sparkasse von der AOK Rottal-Inn mit dem Zertifikat „Gesundheitsmanagement“ ausgezeichnet. 18 Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand | www.business-health-impulse.com b Führung
  19. 19. BHI: Wie ist das Fazit Ihrer Investitionen in Ihr betriebliches Gesundheitsmanage- ment? Fischer: Auf Grund unserer positiven Er- fahrungen sind wir sehr zuversichtlich, dass es uns durch die Gesundheitspro- jekte weiter gelingen wird, die unterdurch- schnittliche Krankheitsquote bei unseren Mitarbeitern zu halten und dauerhaft die Gesundheit und Leistungsfähigkeit un- serer Mitarbeiter zu stärken. Denn nur gesunde und fitte Mitarbeiter entfalten ihre volle Kraft und Leistungsstärke und sichern somit den Vorsprung im Wettbe- werb. über die Themen Krisen, Sucht und Prä- vention und beschreibt mögliche Anzei- chen einer Suchterkrankung bzw. eines Burnouts. Mit dieser Broschüre möchten wir unserer sozialen Verantwortung ge- recht werden und unsere Mitarbeiter bei Problemen unterstützen und Hilfestellung geben. Der Gesundheitsraum der Sparkasse Rottal-Inn steht allen Mitarbeitern zur Verfügung. Das Trainings- und Trainingszentrum Eggenfelden unter- stützt die Aktivitäten fachlich und bietet das Programm wove mittlerweile auch überregional an. ERFOLGREICHE WERBUNG IN BUSINESS HEALTH IMPULSE Dann sollten wir telefonieren! Olaf Schneider freut sich auf Ihren Anruf. BETRIEBLICHE GESUNDHEITSVORSORGE - FIT4BUSINESS www.cellinfomed.de - Tel. 08706 9477 115 Schwingungstrainer mit System Entspannungs- und Leistungssteigerung Mobilisiert die Gelenke und aktiviert den Stoffwechsel Harmony Swing 19www.business-health-impulse.com | Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand bFührung Green Page ERGONOMISCHE OFFICEPRODUKTE Vermeidung von Nacken- und Rückenschmerzen motivierte und zufriedene Mitarbeiter Reduzierung von Krankenausfalltagen Nutzen Sie unsere digitale Arbeitsplatzanalyse, überzeugend, nachhaltig und kostensparend. www.buerocenter-butzbach.de Bürocenter Butzbach Andreas Chrometz & Annette Klaus GbR 35510 Butzbach · Zum Bahnhof 12 · Telefon (0 60 33) 160 17 Telefax (0 60 33) 160 10 · info@buerocenter-butzbach.de BETRIEBLICHE GESUNDHEITSFÖRDERUNG – WORK AND MOVE wove – work and move Das effektivste Rückentraining mit minimalem Zeiteinsatz für modernes betriebliches Gesundheitsmanagement. Fordern Sie sich gleich Ihr Infopaket an oder besuchen Sie uns unter www.tz-eggenfelden.de TZ Therapie und Trainingszentrum (oHG) Helmut Speckmaier/Gerhard Vilsmeier/Hans Stummer Karl-Rolle-Straße 54 · 84307 Eggenfelden · Fon 08721 4545 www.tz-eggenfelden.de
  20. 20. Der Fluch kam mit der Erfindung des Handys: Seit diese technische Errun- genschaft als unverzichtbares Accessoire die ständige Ausstattung eines Mitarbei- ters ergänzt, ist es mit der Ruhe endgültig vorbei. Permanente Erreichbarkeit zu je- der Zeit, an jedem Ort ist seither oberste Arbeitnehmerpflicht. Wirklich? Damit aus der vertraglich geschuldeten Arbeitsleis- tung kein Rund-um-die-Uhr-Service – ohne Freizeitausgleich wird, sollten Ar- beitgeber Ihre Pflichten kennen. Klare Regelungen, wann, wo und vor allem wie lan- ge Mitarbeiter „online“ sein müssen, gibt es in Unter- nehmen selten. Vielmehr setzt sich die unterschied- liche Anspruchshaltung der Vorgesetzten schnell auf subtile Weise durch: Im besten Fall sieht es der Chef als ein praktisches Hilfsmittel für die effektive Nutzung der Arbeitszeit auch jenseits des Büros – und die Mitarbeiter können die ganzen Vorzüge genie- ßen, die ein Smartphone zweifellos bietet. Sogar bei der Mitarbeitersuche wird das „all inklusive Paket“ mit Smart Phone und Lap- top im Basis Paket angebo- ten. Ein Tipp: sofort klären, wie die ‚Spielregeln‘sind und dies schriftlich fixie- ren. Ob Handwerker oder Außendienstmitarbeiter im Vertrieb, legen Sie fest, wie die Erreichbarkeit gehand- habt wird. Noch geben die Erreichbarkeit rund um die Uhr: Fluch oder Segen? Was Sie von Ihren Mitarbeitern verlangen können Gesetzgeber keine klare Richtlinien vor, die Politik hat die Thematik allerdings schon auf der Tagesordnung. Bundes- arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mahnte Arbeitgeber, die geltenden Arbeitszeitgesetze einzuhalten. Regelun- gen verschärfen will sie dagegen nicht. Die Rechtslage Das würde auch nichts bringen, denn die bestehenden Grenzen sind eindeutig und fair: Maximal 48 Wochenstunden darf der durchschnittliche Arbeitnehmer ohne Führungsfunktion in Deutschland arbei- ten. Mehr nicht. Dass viele Beschäftigte trotzdem auch über längere Zeiträume mehr arbeiten, liegt neben der persön- lichen Einsatzfreude auch daran, dass sie ihre Rechte nicht kennen und die Ar- beitgeber diese Unwissenheit ausnutzen. Erreichbarkeit außerhalb der normalen Arbeitszeiten schuldet der Arbeitnehmer nur bei ausdrücklicher Anweisung – und auch dann darf die tatsächlich geleistete Ar- beitszeit die Grenzen der 48-Stunden-Woche nicht überschreiten. Die neue Praxis Volkswagen war die neue Flexibilität schon nach kurzer Zeit nicht geheuer: Dort setzte der Betriebsrat durch, dass E-Mails nur in der Hauptarbeitszeit zugestellt werden. So viel Mitarbeitermitbestimmung könnte in vielen mittel- ständischen Unternehmen nicht praktikabel und so- gar kontraproduktiv sein. Die Beschäftigten müssen selbst die Reißleine ziehen, wenn die Entlastung in eine Belastung umschlägt. Ge- hen Sie mit gutem Beispiel voran und stellen Sie kla- re Regeln im Betrieb auf, die Ihre Mitarbeiter weder überfordern noch die neu gewonnene Flexibilität un- nötig einschränken 20 Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand | www.business-health-impulse.com b Mobilität
  21. 21. Das mobile Büro ist heute auch in vielen Servicebetrieben oder im Handwerk Realität. Per Smart- phone oder Tablet-PC lassen sich unter- wegs Text- oder Bilddateien öffnen und bearbeiten, Mails schreiben oder mit spe- ziellen Apps sogar Aufgaben beim Kun- den schneller erledigen. Doch die schö- nen Seiten der Technik haben für den einen oder anderen Arbeitnehmer auch Nachteile. So nutzen einige Arbeitgeber die ständige Erreichbarkeit ihrer Mitar- beiter aus und missachten dabei Arbeits- schutzrichtlinien. Smartphones, Handys und Computer sind sicherlich kein Prob- lem für die Gesundheit, allerdings müs- sen Arbeitgeber wie Arbeitnehmer noch lernen, vernünftig damit umzugehen. Das Arbeitsschutzgesetz sieht unter Strafan- drohung vor, dass Körper und Geist der Mitarbeiter geschützt werden – werktags und am Wochenende. Hier kann der Di- alog zwischen Mitarbeiter und Unterneh- mer für Entspannung sorgen. Mobile Erreichbarkeit in der Freizeit – welcher Handlungsbedarf besteht? Im Interesse des Unternehmers sollte lie- gen, Arbeitnehmer zu erkennen, die sich von dem Problem betroffen fühlen, eine klare Grenze zwischen Beruf- und Privat- leben ziehen und das Mitarbeiter-Handy außerhalb der Arbeitszeiten auch mal ausschalten lassen. Psychische Erkran- kungen wie ein Burnout können auch durch den Stress in einer zunehmend digitalisieren Welt ausgelöst werden, sind sich viele Forscher einig. Immerhin 35 Prozent der Personalmanager halten ex- plizite Regelungen für unnötig und ver- trauen auf die Eigenverantwortung von Mitarbeitern und Führungskräften. Das geht aus einer empirischen Studie der DGFP zum Thema „Mobile Erreichbarkeit in der Freizeit" hervor, deren Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden. Der Ergebnis- bericht ist spannend – so wie dieses The- ma insgesamt. Dauerhafte Erreichbarkeit als ein Risikofaktor für das Burnout-Syndrom 49 Prozent der befragten Personalmana- ger denken, dass die ständige Erreichbar- keit in der Freizeit ziemlich wahrschein- lich oder ganz sicher einen Beitrag zur Entstehung eines Burnout-Syndroms leistet. Mit 37 Prozent ist ein vergleichs- weise großer Teil der Personalmanager unentschlossen, während nur 15 Prozent denken, dass (wahrscheinlich) kein Zu- sammenhang besteht. Personalmanager, die einen Zusammenhangen zwischen Burnout und ständiger Erreichbarkeit ver- muten, stimmen insgesamt häufiger einer Regulierung zu. 13 Prozent der Befragten äußern sich zu diesem Thema ausführlicher. Sie sehen in der permanenten Erreichbarkeit von Mit- arbeitern in ihrer Freizeit keinen alleini- gen Grund für eine Burnout-Erkrankung. Vielmehr hänge diese von weiteren, indi- viduellen Faktoren ab, die beeinflussen, wie sehr die Erreichbarkeit als belastend wahrgenommen wird. Eine Erkrankung entstehe nur in Kombination mit anderen Faktoren wie einem schlechten Arbeits- klima, einer hohen Leistungsverdichtung oder einer hohen Gesamtbelastung in Beruf und Freizeit. Fünf Personalmana- ger weisen explizit darauf hin, dass durch die Entgrenzung von Arbeitsort und -zeit auch positive Effekte entstehen und eine strikte Regulierung im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf und privaten Be- langen nachteilig sein kann. Mehr zu der Studie lesen Sie unter http://www.dgfp.de/wissen/empirische- studien/dgfp-kurzumfrage-mobile-er- reichbarkeit-in-der-freizeit-3676 AUTOR Danny Verdam, Dipl.-Betriebs- wirt, Spezialist für Gesundheits- prozessberatung, beschäftigt sich seit Jahren mit dem The- menkomplex gesunde Mitarbei- ter, demographischer Wandel und deren Auswirkungen auf Unter- nehmen. www.business-health-impulse.com | Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand Mobilität iPad* -Organizer mit multifunktionaler Ausstattung Werner Dorsch GmbH · Dieselstraße 13 · 64807 Dieburg 9,7“-Display, wie iPad 1* bis iPad 4* analoge und digitale Welt wedo.de * -Mappe ein modernes, hochwertiges Outfit. *eingetragene Marke der Apple Inc. unter www.wedo.de oder bei ohne Dekoration EU Design 001 326 714
  22. 22. Arbeitsschutz ist gesetzliche Pflicht und übergibt hinsichtlich aller mit der Arbeit in Verbindung stehender As- pekte den Arbeitgebern die Verantwor- tung für die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer. Viele Betriebe haben bereits Verfahren eingesetzt, um ihrer Verpflichtung der Gefährdungsbeurtei- lung Rechnung zu tragen. Meist werden dabei die „offensichtlichen Faktoren“ untersucht und Maßnahmen zur Behebung eingeleitet. Der Bereich Arbeits- platz-Ergonomie ist mittlerweile meist gut abgedeckt. In diesem Arti- kel wollen wir die Aspekte der weniger of- fensichtlichen und daher auch nicht sofort mess- baren Belastungen und einfacher Hilfe- Ansätze aufzeigen. Manager jeder Unternehmensebene müssen über die Entwicklungen im Be- reich Sicherheit und Gesundheitsschutz stets auf dem Laufenden sein. Dies trifft vor allem auf kleine und mittlere Un- ternehmen zu, wo in der Regel weniger Experten im Bereich Sicherheit und Ge- sundheitsschutz bei der Arbeit beschäf- tigt sind. In den letzten Jahren ist dies im- mer einfacher geworden, da mittlerweile eine Reihe von kostenfrei verfügbaren Online-Tools, Software und Toolkits sowie anderen Ressourcen erhältlich ist. Für die Mitarbeiterführung und Arbeit- nehmerbeteiligung im Bereich Sicher- heit und Gesundheitsschutz bei der Ar- beit empfehlen wir Ihnen die folgenden Werkzeuge. Viele der aufgeführten Res- sourcen zielen direkt darauf ab, die Mitar- beiterführung im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu ent- wickeln oder eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung und -kultur zu fördern. http://www.healthy-workplaces.eu Die Dimensionen der Belastung – direkte und indirekte Wirkung von Lärm Als Lärm wird derjenige Schall bezeichnet, der das kör- perliche, seelische und soziale Wohlbefin- den von Menschen beeinträchtigt. Das Lärmempfinden ist subjektiv und von Mensch zu Mensch sehr un- terschiedlich aus- geprägt und Lärm- belastungen können vielfältige psychische und physische Wirkungen haben. Man unterscheidet bei den Lärmwirkun- gen zwischen direkten und indirekten Wirkungen. Ausschlaggebend für die gesundheit- lichen Folgen sind Einwirkdauer und -häufigkeit, Frequenzzusammensetzung und Schallpegel. Lärm verursacht erst bei sehr hohen Pe- geln direkte körperliche Schäden, jedoch können auch weniger laute Geräusche zu Beeinträchtigungen des Wohlbefindens bis hin zu Erkrankungen führen. Wäh- rend der Betroffene die Belästigungswir- kung meist unmittelbar spürt, sind die gesundheitlichen Folgen des Lärms oft nicht direkt zuzuordnen. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf chronische Geräuschbelastungen. Hierbei sind die gesundheitlichen Auswirkungen auch abhängig vom subjektiven Lärmempfin- den. So wirkt sich Lärm beispielsweise während Schlaf, Entspannung und Kom- munikation bei gleicher Intensität wesent- lich stärker aus als während körperlicher Arbeit. Solche Auswirkungen auf den Or- ganismus bezeichnet man auch als extra- aurale Wirkungen. Gesundheitliche Risiken chronischer Lärmbelastung sind: verringerte Konzen- trationsfähigkeit und verminderte Qualität der Nachtruhe, Stress, da Lärm als Stress- faktor auf den menschlichen Organismus wirkt, unabhängig davon, ob der Mensch schläft oder wacht (bei negativer Grund- einstellung zum einwirkenden Geräusch erhöht sich die Stressbelastung durch den subjektiv empfundenen Ärger), beschleu- nigte Alterung des Herz-Kreislaufsystems durch chronische Lärmbelastung. Bei allen genannten negativen Auswir- kungen auf die Gesundheit ist das Risiko einer Erkrankung um so größer, je höher der Geräuschpegel ist. Die chronischen Wirkungen auf den Organismus erfolgen in der Regel über im Körper ablaufende Stressreaktionen, die selbst während des Schlafes nicht vermieden werden können. Daher kann eine positive oder neutrale in- nere Einstellung zur Geräuschquelle die negativen Effekte zwar nicht vollständig vermeiden, sie jedoch durchaus vermin- dern. Außerdem kommt es naturgemäß zur Be- einflussung der Leistungsfähigkeit, z.B. durch Ablenkung der Aufmerksamkeit, Erhöhung der Fehlerhäufigkeit, Minde- rung der Konzentration und Störung der Kommunikation. Daraus resultiert nicht selten eine erhöhte Unfallgefahr am Ar- beitsplatz, im Straßenverkehr und in der Freizeit. Viel Lärm um … Arbeitsschutz Wo aus Geräusch physische oder psychische Belastung wird 22 Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand | www.business-health-impulse.com b Körper | Psyche
  23. 23. 30 Prozent der Arbeitnehmer fühlen sich belästigt Nach einer repräsentativen Emnid- Umfrage im Auftrag des Forums Besser Hören und der Barmer Ersatzkasse fühlt sich jeder dritte Berufstätige durch Lärm am Arbeitsplatz in seiner Konzentration gestört und reagiert darauf gereizt und angespannt. Das gilt für alle Wirtschafts- zweige. Insbesondere Angestellte fühlen sich belästigt, 22 Prozent der Befrag- ten in Büros machten ihre Kollegen als größte Lärmquelle aus. „Lärm verursacht Stress, beeinträchtigt die Konzentration und führt zu Anspannung und Gereizt- heit am Arbeitsplatz“, so die Barmer. In Gruppen- und Großraumbüros wird Lärm mittlerweile als einer der zentralen Stress- faktoren benannt. Vor dem Hintergrund der gestiegenen Arbeitsintensität, der immer komplexer werdenden EDV-Programme und hoher Leistungsvorgaben ist Lärmmin- derung auch angesichts des Trends zu gro- ßen Büroräumen zu einer neuen ergonomi- schen Herausforderung des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes gewor- den. Es lohnt sich also, dies in Arbeitsplatz- befragungen nicht nur zu messen, sondern auch die subjektive Wahrnehmung zu er- fragen und zu eruieren. Darüber hinaus gibt es zwischenzeitlich Ansätze, die auch die Auswirkung der „emotionalen-Wahrnehmungs-Überrei- zung“ als Stress-Faktor benennen; gera- de sehr emphatische Menschen können nicht mehr abschalten und „spüren“, wie es allen geht, das führt entweder zum „Dicht-Machen-Müssen“, um sich zu schützen oder dazu, dass die Vielzahl der Eindrücke kaum verarbeitet werden kann. Schlafstörungen, Überreizung, Aggressi- on und Konzentrationsmangel sind meist unweigerliche Folge. Neben leicht erlernbaren mentalen Übun- gen, die helfen, sich in solchen Phasen zu schützen und wieder eine „gesunden Schlaf“ zu finden gibt es innovative und leicht machbare Lösungen, um dies er- gründen und nachweisen zu können. AUTORIN Claudia Effertz weist mehr als 25 Jahre Erfahrung im Umgang und der Begleitung von Men- schen und Teams, im Vertrieb, als Coach und mit dem Fokus auf gesundes und balanciertes Leben und Arbeiten auch und ge- rade im Veränderungsprozess vor. Anzeige 23www.business-health-impulse.com | Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand bKörper | Psyche
  24. 24. Die Sorge vieler Unternehmen, älter werdende Belegschaften könnten ihre Innovationskraft schwächen, hat sich bisher nicht bestätigt. Stattdessen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Unter- nehmen dann erfolgreich sind, wenn sie das Potenzial aller Mitarbeiter optimal nutzen. Dabei setzen viele Betriebe auf altersgemischte Teams. Spitzenleistun- gen sind allerdings nur dann zu erwarten, wenn die Zusammensetzung stimmt und sich im Unternehmen eine Kultur der ge- genseitigen Wertschätzung etabliert. Die betriebliche Altersstruktur-Analyse hat sich als primäres Demografie-Instrument weitgehend durchgesetzt. Das zahlenba- sierte Wissen über das Durchschnittsalter der Beschäftigen und die Verteilung der Altersgruppen im Unternehmen hat vie- len Führungskräften bewusst gemacht, dass die demografischen Veränderungen bereits heute spürbar sind. Um von dieser Entwicklung zu profitieren, werden Unter- nehmen in Zukunft mehr in eine langfris- tige Personalentwicklung investieren und dabei vor allem auch ältere Mitarbeiter besser einbinden und fördern müssen. Nur 15 Prozent der Arbeit- nehmer fühlen sich an ihr Unternehmen gebunden Vor diesem Hintergrund müssen die jetzt vom Gallup-Institut veröffentlich- ten Ergebnisse des „Engagement Index Deutschland 2012“ alarmieren. Bei der repräsentativen telefonischen Befragung von 2.198 Arbeitnehmern im Zeitraum von August bis Dezember 2012 stellte sich heraus, dass rund 85 Prozent der Befragten sich nicht mit ihrem Unterneh- men verbunden fühlen. Besonders demo- tiviert zeigt sich laut Umfrage die mit rund 29 Prozent größte Gruppe der angestellt Beschäftigten: die Babyboomer. 57 Pro- zent der über 50-Jährigen erkennt, so ein Ergebnis, nur eine „geringe“ und 29 Pro- zent „keine emotionale Bindung“ an ihr Unternehmen. In Hinblick auf die für die emotionale Mitarbeiterbindung zentralen Faktoren wie Feedback von Vorgesetzten sowie das Gefühl unterstützt und geför- dert zu werden und sich weiterentwickeln Alt und Jung als gemischte Teams: Dynamik und Erfahrung fördern Spitzenleistungen 24 Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand | www.business-health-impulse.com b Demografie
  25. 25. zu können, sprechen die Wissenschaft- ler von einer „vergessenen Generation“, die immer mehr in die innere Kündigung abdrifte. Um das zu verhindern, hat sich die Arbeit in altersgemischten Teams be- währt. Kompetenzen im Altersvergleich Jüngere Mitarbeiter Ältere Mitarbeiter hohe Lernfähigkeit Erfahrungswissen körperliche Belastbarkeit Prozesswissen schnellere Informati- onsverarbeitung Ergebnisorientierung Risikobereitschaft Problemlösungs- kompetenz Innovationsfähigkeit Organisations-/ Betriebswissen aktuelles Fachwissen Arbeitsökonomie Medienkompetenz emotionale Stabilität Internationalität Zuverlässigkeit Flexibilität und Multitasking Qualitätsbewusstsein Veränderungsdrang Seriosität Loyalität Vorteile altersgemischter Teams Altersgemischte Teams zeichnen sich dadurch aus, dass das Alter der Team- mitglieder deutlich (mindestens 25 Jah- re) voneinander abweicht, so dass Jung und Alt ihre unterschiedlichen Kompe- tenzen optimal einbringen können. Zu den besonderen Stärken jüngerer Mit- arbeiter zählen neben einer höheren physischen Belastbarkeit vor allem eine hohe Lernfähigkeit, Flexibilität und Ri- sikobereitschaft. Für Global Player stel- len darüber hinaus Internationalität und Medienkompetenz unterlässliche Kom- petenzen jüngerer High Potentials dar. Ältere Mitarbeiter dagegen sind Träger des personenbezogenen Wissens und punkten mit klassischen Arbeitstugen- den wie Zuverlässigkeit und Loyalität. Wo jüngere mit Schnelligkeit in der Informa- tionsverarbeitung und Risikobereitschaft Dynamik ins Team bringen, können rei- fe Mitarbeiter mit ihrer ausgeprägten Arbeitsökonomie und dem Sinn für das Machbare Prozesse effizienter und leis- tungsorientierter gestalten. Spitzenleistungen erzielen durch altersgemischte Teams Modelle für altersgemischte Teams wicklung Für die Arbeit in gemischten Teams gibt es unterschiedliche Modelle, die je nach Art der Aufgabenstellung sinnvoll sind. Alters- gemischte Tandems eignen sich gut in al- len Bereichen der Wissensvermittlung, da der Transfer gleichberechtigt durch beide Seiten erfolgt. Je ein erfahrener und ein junger Mitarbeiter bilden dabei ein Team. Der jüngere Kollege erhält eine optima- le, praxisorientierte Einarbeitung „on the Job“, der ältere aktualisiert sein Fachwis- sen und erweitert seine Methodenkompe- tenz. Tandems werden auch erfolgreich in der Kundenberatung und im Außendienst eingesetzt, da langjährige ältere Mitarbeiter die Produkt- und Kundengeschichte bes- ser kennen und im Gespräch häufig bes- ser durch Seriosität und Professionalität überzeugen können. Weitere Formen des Tandems sind Lerntandems in der Wei- terbildung, Patenschaften für Azubis oder Mentoring-Modelle, bei denen erfahrene Kolleginnen und Kollegen Berufsanfängern an die Seite gestellt werden. Im Bereich Forschung, Entwicklung und Produktion haben sich altersgemischte Projektteams und Qualitätszirkel durchgesetzt. Im Un- terschied zum Tandem erfolgt die Zusam- menarbeit rein aufgabenbezogen mit dem Ziel, Arbeitsabläufe zu optimieren und eine Kompetenzerweiterung des gesamten Teams zu erzielen. Bei der Zusammenset- zung von Teams ist Heterogenität ein zent- rales Kriterium für den Erfolg. Neben dem Altersunterschied sollten Führungskräfte vor allem auf die unterschiedlichen Fähig- keiten und Fachkenntnisse der Mitarbeiter achten, um einen Kompetenzuwachs des gesamten Teams zu gewährleisten. Im Ver- lauf der Projektarbeit ist es zudem wich- tig, die Vorteile der Altersmischung klar zu kommunizieren und den Wissenstransfer aktiv zu unterstützen. Veränderungschancen erhöhen die Mitarbeiterbindung Die Arbeit in altersgemischten Teams wirkt sich positiv auf die gesamte Un- ternehmenskultur aus, da Offenheit und gegenseitige Wertschätzung in der Beleg- schaft steigen und Handlungsspielräume besser genutzt werden können. Hinzu kommt, dass das klassische Senioritäts- prinzip von Betriebszugehörigkeit und Alter ersetzen wird durch die Chance, un- abhängig vom Alter Wertschätzung zu er- fahren und sich weiter zu entwickeln. Mit dieser Aussicht wird auch die Generation 50+ aktiv nach neuen Herausforderun- gen im eigenen Betrieb suchen, anstatt in die innere Kündigung zu flüchten oder den Arbeitsplatz zu wechseln. AUTORIN arbei- tet als freie Journalistin, Beraterin und Trainerin. Sie ist seit 2006 auf den demografischen Wandel spezialisiert. Literaturhinweis: Gallup Engagement Index Deutsch- land 2012 http://www.gallup.com/strategiccon- sulting/158162/gallup-engagement- index.aspx Potenziale für die Arbeitswelt nut- zen. Wie Unternehmen und ältere Beschäftigte profitieren. Hg. Bundes- arbeitskreis ARBEIT UND LEBEN, März 2011 http://www.arbeitundleben.de/html/ aktuell/files/Potenziale_fuer_die_ar- beitswelt.pdf 25www.business-health-impulse.com | Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand bDemografie
  26. 26. Gesundheitsfördernde Ernährung ist neben Bewegung und Stressma- nagement eines der Top-Themen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Denn Gesundheit trägt nicht nur zum per- sönlichen Wohlbefinden bei, sie ist auch ein Wettbewerbsfaktor. Gesunde Arbeits- kräfte fehlen seltener und sind leistungs- fähiger. Ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement beinhaltet ziel- gerichtete Maßnahmen sowohl der Ver- hältnis- als auch der Verhaltenspräven- tion. Eine ausgewogene Betriebsverpfle- gung kann beiden Ansprüchen dienen. Welche Bedeutung mangelndes Ernäh- rungswissen und ein ungünstiges Essver- Betriebsverpflegung als Baustein der betrieblichen Gesundheitsförderung halten hat, zeigen Studien. Demnach sind in Deutschland 66 Prozent der Männer und gut 50 Prozent der Frauen überge- wichtig, jeder Fünfte ist adipös. Sie sind in besonderem Maße einem erhöhten Risiko für ernährungsmitbedingte Erkran- kungen ausgesetzt. Da hier Berufstätige keine Ausnahme darstellen, gelten als Folge dieser Ernährungssituation erhöhte Arbeitsausfälle und das vorzeitige Aus- scheiden vor dem Verrentungsalter. Damit ergibt sich die Forderung nach einer ge- sundheitsfördernden, nährstoffoptimier- ten Mittags- und Zwischenverpflegung. DGE-Programm JOB&FIT – Mit Genuss zum Erfolg! Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat sich im Rahmen des Nationalen Ak- tionsplans „IN FORM – Deutschlands In- itiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ auch die Verbesserung der Außer-Haus-Verpflegung auf die Fahnen geschrieben. Unter dem Titel „JOB&FIT – Mit Genuss zum Erfolg!“ führt die Deut- sche Gesellschaft für Ernährung e.V. DGE ein Projekt für eine gesundheitsfördernde Verpflegung in Betriebsrestaurants durch. Der „DGE-Qualitätsstandard für die Be- triebsverpflegung stellt dabei die Grund- lage für eine optimierte Verpflegung am Arbeitsplatz dar. Der Qualitätsstandard verfolgt keinen re- striktiven Ansatz. Er soll Verantwortliche für die Verpflegung in Betriebsrestaurants und Kantinen bei der Umsetzung einer bedarfsgerechten und ausgewogenen Verpflegung unterstützen und damit den Tischgästen die Auswahl aus einem voll- wertigen Angebot ermöglichen. Folgende Aspekte sollen besondere Berücksichti- gung finden. - genes Essensangebot für die Mittags- und Zwischenverpflegung. ausreichenden Versorgung mit Flüssig- keit, die idealerweise vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wird. - sensräume und eine angenehme Essat- mosphäre für eine gesteigerte Akzep- tanz des Essensangebots. - arbeiter in Küche und Ausgabe. Großteil der Beschäftigten ermöglicht, an einer gesundheitsfördernden Be- triebsverpflegung teilzunehmen. Betriebsrestaurants, die den Qualitäts- standard von JOB&FIT umsetzen, kön- nen sich zertifizieren lassen. Damit ist es möglich, das Engagement für ein gesund- heitsförderliches Verpflegungsangebot nach außen hin sichtbar zu machen und öffentlichkeitswirksam zu nutzen. Seit der Entwicklung des Qualitätsstandards vor knapp sechs Jahren wurden mehr als 100 Betriebe für ihre vorbildliche Betriebsver- pflegung von der DGE ausgezeichnet. Seit 2011 sind zudem alle Kantinen im Ge- schäftsbereich des Bundes verpflichtet, den Qualitätsstandard für die Betriebsver- pflegung anzuwenden. Seminarangebot für die Gemeinschaftsverpflegung und Unterstützung bei Veranstaltungen vor Ort Die Deutsche Gesellschaft für Ernäh- rung e.V. (DGE) bietet Seminare für Fachkräfte und ein Seminar für ange- lernte Mitarbeitende in der Gemein- schaftsverpflegung an. Die Seminare haben das Ziel, Einrichtungen bei der Umsetzung einer vollwertigen Ernäh- rung in der Gemeinschaftsverpflegung praxisnah und zielgruppengerecht zu unterstützen. Die Seminare werden in Akademien angeboten; können aber auch als Inhouse-Seminare gebucht werden. Darüber hinaus können für interne Veranstaltungen, wie z.B. Ge- sundheitstage oder Tage der offenen Tür Unterstützung in Form von einem betreuten Medienstand oder von Vor- tragstätigkeiten gebucht werden. www.jobundfit.de Broschüre Der DGE-Qualitätsstandard für die Betriebsverpflegung ist als Broschüre zurzeit in der dritten Auflage erhältlich und steht unter www.jobundfit.de zum Download bereit. 26 Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand | www.business-health-impulse.com b Lebensstil
  27. 27. Umsetzung von Qualitätsstan- dards in der Betriebsverpflegung Auf einem Symposium zu Betriebsver- pflegung, das im September 2012 im Rahmen von IN FORM in Bonn stattfand, stellten Vertreter aus unterschiedlichen Betrieben ihre Unternehmen vor und be- richteten über ihre Erfahrungen bei der Umsetzung des Qualitätsstandards. Dazu gehörte die OBI Services GmbH, deren drei Standorte in Wermelskirchen durch einen Caterer bewirtschaftet wer- den. Die Zertifizierung passte genau in die Planung zum Gesundheitsmanagement, welches bei OBI implementiert wurde, erkläre Stephan Grebel von OBI Servi- ces. Alle drei Betriebsrestaurants haben bereits Ende 2011 die JOB&FIT-PREMI- UM-Zertifizierung bestanden. Die positi- ve Resonanz der Mitarbeiter und weiter steigende Essenszahlen seien der Beweis dafür, dass die Umsetzung des Konzeptes dem Zeitgeist entspreche und die richtige Maßnahme war, die Betriebsrestaurants weiter zu entwickeln. Auch das Betriebsrestaurant der Aachen- Münchener Lebensversicherung, das am Kölner Standort in Eigenregie betrieben wird, ist JOB&FIT-PREMIUM-zertifiziert. Die Umstellung und die Einführung ei- ner neuen Menülinie haben rund drei Monate gedauert. Auf der wöchentlichen Menükarte stehe JOB&FIT im Zentrum, die Gästekommunikation per Mail und in einem gesonderten Briefkasten wird for- ciert. Die Mitarbeiter werden persönlich in Fragen rund um das Essen beraten und erhalten Rezepte mit Zubereitungshinwei- sen, die zum Nachkochen ermuntern. Jüngstes Beispiel für eine erfolgreich be- standene Zertifizierung ist die Merck AG in Darmstadt, die im Februar 2013 das JOB&FIT-PREMIUM-Logo verliehen be- kam. Hatte im vergangenen Jahr noch das Outsourcing der Verpflegung zur Dis- kussion gestanden, entschied sich das Unternehmen für die Beibehaltung der Frischeküche. Die täglich zirka 3.200 Es- sen beinhalten nun auch eine JOB&FIT- Linie. Die Rezepte der zubereiteten Ge- richte sind entsprechend gekennzeichnet und können über den Speiseplan im Int- ranet eingesehen werden. Home-Office-Arbeitsplätze optimieren Flexible Arbeitszeiten und moderne Kom- munikationstechnik machen es möglich: Immer mehr Menschen arbeiten von zu Hause aus. Das Arbeiten im Home-Office bietet viele Vorteile, erfordert aber immer auch ein großes Maß an Selbstdisziplin. Wenn Sie folgende Tipps zur Gestaltung Ihres Home-Office-Arbeitsplatzes beach- ten, können Sie oder Ihre Mitarbeiter auch zu Hause motiviert und beschwer- defrei an die Arbeit gehen. Wohn- und Arbeitsbereich sollten streng getrennt sein. Am besten wählen Sie für Ihr Home Office ein separates Zimmer oder eine ruhige, helle Ecke, die Sie vom übrigen Wohnraum abgrenzen können. Beachten Sie bei der Wahl Ihres Raumes, dass Sie genügend Platz für Regale oder Sideboards einplanen und dass Ihr Arbeits- platz Ihnen ausreichend Beinfreiheit von mindestens 80 Zentimetern gewährleistet. Sparen Sie nicht bei der Anschaffung Ih- rer Büromöbel. Ein guter Bürostuhl ist kein Luxus, sondern eine sinnvolle Anschaffung für Ihren Körper, um Verspannungen und Nackenschmerzen zu vermeiden. Achten Sie bei Ihrem Bürostuhl, dass er Ihnen ein „dynamisches Sitzen“ ermög- licht. Richten Sie Ihren Bürostuhl so ein, dass Ihr Sitzwinkel von Ober- und Unter- körper mindestens 90 Grad beträgt. Pas- sen Sie dann die Höhe des Schreibtisches an, so dass Ober- und Unterarme einen Winkel von mindestens 90 Grad bilden. Dabei sollten die Unterarme locker auf der Arbeitsfläche aufliegen, die Schultern dabei entspannt sein und die Oberarme locker herab hängen. Ein Tisch sollte sich an Ihre Körpergröße und Sitzgewohnheiten anpassen lassen. Am besten ist natürlich ein Steh-/Sitzar- beitsplatz mit einem elektrisch höhenver- stellbaren Schreibtisch. Der Sehabstand zum Bildschirm soll je nach Bildschirmdiagonale zw. 50 und 80 cm betragen. Nutzen Sie Tastaturen mit Handballenauflage und eine ergonomisch geformte Maus. Gutes Arbeitslicht ist im Home Office unerlässlich! Die Lichtquelle(n) sollte(n) möglichst seitlich zum Monitor platziert sein um Spiegelungen im Monitor bzw. zu starke Kontraste zwischen Monitor und Hintergrund zu vermeiden. Obwohl der Arbeitsplatz vor allem zweck- mäßig und funktional sein sollte, dürfen ein paar persönliche Gegenstände nicht fehlen, sie machen den Raum wohnlich und erhöhen das Wohlbefinden. Beachten Sie im Interesse Ihrer Mitarbei- ter: zu Hause arbeiten, sorgt für weniger Stress beim Arbeitsweg. Sind die Arbeits- mittel des Mitarbeiters unzureichend, kehren sich die positiven Effekte der Ar- beit von zu Hause oft ins Gegenteil um! Office-Tipp AUTORIN Hochbau (FH) und Dipl.-Wirtsch- Ing. (FH), arbeitet seit 1990 im Vertrieb, seit 2001 ist sie Butzbach. Seit drei Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit dem Thema Ergonomie am Arbeitsplatz und hat zahlreiche Weiterbildungen zu diesem The- ma erfolgreich absolviert. AUTORIN ist seit 1995 mit einem eigenem ständig. Ernährung und Verpflegung sind ihre Spezi- algebiete als Fachjournalistin und Dipl.-Oecotrophologin. 27www.business-health-impulse.comwww.business-health-impulse.com | Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand bLebensstil
  28. 28. Neuen Statistiken zu Folge leidet etwa ein Viertel aller Erwachsenen an Schlafstörungen, und für rund ein Zehn- tel ist der der Schlaf keine Erholung. Ur- sachen für derartige Schlafstörungen gibt es viele, oft sind sie mit der nächtlichen Verarbeitung des Arbeitsalltags verbun- den. Nur bei wenigen Patienten können besondere schlafmedizinische Erkran- kungen diagnostiziert werden. Sehr vielen Betroffenen kann ohne gro- ßen Aufwand geholfen werden. Oft lassen sich Schlafstörungen identifizieren, die ihre Ursache in Verhaltensweisen haben, die den Schlaf-Wach-Rhythmus oder den erholsamen Nachtschlaf stören oder die auf psychischen oder organischen Er- krankungen beruhen. Werden Schlafstörungen frühzeitig richtig erkannt, so bestehen heute gute Erfolgs- aussichten für eine ursachengerichtete Wenn der Stress den Schlaf raubt Schlafstörungen zählen zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden in der Bevölkerung. Prävention, Behandlung und Rehabilita- tion. Bei falscher Behandlung verursacht dies neben dem Leiden der Betroffenen häufig auch hohe volkswirtschaftliche Kosten, beispielsweise durch Unfälle, Leistungseinschränkung, Krankschrei- bung und Frühverrentung. Nicht erholsa- mer Schlaf kann ursächlich sein für Pro- duktionsfehler, für Fehler bei Steuer- und Überwachungstätigkeiten und für das Ein- schlafen am Steuer von Kraftfahrzeugen. Schlafstörungen und schlafmedizinische Erkrankungen beeinflussen maßgeblich Betroffene, private und berufliche Ziele zu erreichen. Schlafstörungen haben damit weitaus gravierendere Folgen als Schlaf- losigkeit, Schläfrigkeit oder Müdigkeit. Schlafbezogene Beschwerden Ein- und Durchschlafstörungen werden als Insomnie bezeichnet. Solche Stö- rungen des Schlafvorgangs werden vom Betroffenen unmittelbar erlebt und ge- meinhin als „Schlafstörungen“ beklagt. Schlafunterbrechungen und der daraus resultierende Schlafmangel beeinträch- tigen die Erholungsfunktion des Schlafs und haben direkte Auswirkungen auf das Befinden am Tage. Konzentrati- onsstörungen, Reizbarkeit, vermehrte Tagesmüdigkeit, eingeschränkte Leis- tungsfähigkeit, Probleme am Arbeits- platz und verminderte Lebensqualität sind die Folge. Was man beim Schlafen falsch machen kann Eine Reihe von Verhaltensweisen beein- flussen die Schlafqualität maßgeblich. Man spricht in den unten genannten Fäl- len von Mangelnder Schlafhygiene bei: zweimal wöchentlich) als 15 Minuten) gehzeiten im Bett Alkohol, Nikotin oder Koffein vor dem Zubettgehen vor dem Zubettgehen den Aktivitäten vor dem Zubettgehen fremden Aktivitäten wie Fernsehen und Essen (ausgenommen sexuelle Betäti- gung) kurz vor dem Zubettgehen 28 Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand | www.business-health-impulse.com b Lebensstil
  29. 29. Feuchtigkeit, Lärm, Lichteinfall, Vibrati- onen u. a.) (Quelle: Riemann et al. 2003 [20]) Kosten Die volks- und betriebwirtschaftIichen Folgen der durch Schlafstörungen aus- gelösten Krankheiten, Fehlzeiten, Pro- duktions- und Kreativitätsausfällen sind beachtlich: die Krankheitskostenrech- nung des Statistischen Bundesamts 2002 schätzt die direkten Kosten für »Schlaf- störungen« in Höhe auf ca. 700 Mio. Euro vor. Die direkten Krankheitskosten um- fassen die Kosten für Behandlung, Pflege und Rehabilitation. Die Kostensituation bei der Versorgung schlafmedizinischer Patienten ist durch Widersprüchlichkeiten gekennzeichnet. Schwer beeinträchtigende und folgen- schwere schlafmedizinische Erkrankun- gen werden häufig nicht erkannt oder inadäquat behandelt, so dass durch Krankschreibung, Arbeitsunfähigkeit, Frühverrentung und Unfälle auf Seiten der Betroffenen hohe indirekte Kosten entstehen. Oberstes Ziel bleibt die Prävention. Die Bevölkerung, insbesondere die beson- ders gefährdeten Personengruppen wie Kraftfahrzeugführer, Nacht- und Schicht- arbeiter und Personal mit Steuer- und Überwachungstätigkeiten, muss ausrei- chend über Ursachen, Erscheinungsfor- 1 10. und 11. Juni 2013, Essen Der Kongress „Gesundheit & Marke“ stellt erstmals ein Forum für Marketingentscheider im Themenfeld Gesundheit dar. Wie bildet man Marken im Gesundheitswesen? Welche Compliance- Probleme bestehen beim Medizinsponsoring? Wie profitieren Marken optimal von Betrieblicher Gesundheitsförderung? Auf diese und weitere Fragen liefert der Kongress „Gesundheit & Marke“ Antworten. Jetzt anmelden uunter: www..gesunndheitt-markke.de ESB Europäische Sponsoring-Börse Tel.: +41 (0)71 223 7882 E-Mail: info@esb-online.com * Bei Karten-Bestellung das Stichwort „Business Health Impulse“ angeben. Gesundheit &Marke 100€ Rabatt für Business Health Impulse- Leser* Die wichtigsten Schlaf-Erkrankungen Insomnie Insomnien sind Ein- und Durchschlaf- störungen. Sie sind am häufigsten verbreitet. Betroffene können nicht einschlafen und wachen nachts oft auf. Hypersomnie Hypersomnie bezeichnet eine übermä- ßige Schläfrigkeit am Tag. Die Betroffe- nen kämpfen tagsüber mit Müdigkeits- anfällen. Narkolepsie Narkolepsie – auch Schlaffallsucht ge- nannt – lässt Betroffene ihre Müdigkeit nicht steuern. Die Krankheit tritt eher selten auf. Parasomnie Parasomnien sind Störungen, die wäh- rend des Schlafens auftreten. Zu ihnen gehören Alpträume, Schlafwandeln oder nächtliches Aufschrecken. Meistens sind Stress oder seelische Belastungen die Gründe dafür. Schlafapnoen Schlafapnoen sind nächtliche Atem- stillstände. Sie sind in Deutschland die zweithäufigste Schlafstörung und sogar lebensgefährlich. Betroffen sind über- wiegend Männer, die übergewichtig sind und auf dem Rücken schlafen. (Quelle:DAK) men und Folgen des nicht erholsamen Schlafs informiert sein. Neben den Ge- sundheitsrisiken, die insbesondere von der Tagesschläfrigkeit ausgehen, müssen die präventiven Möglichkeiten besser be- kannt gemacht werden, insbesondere die Regeln der Schlafhygiene. Jedem sollte klar sein, dass das Arbeiten oder Auto- fahren im unausgeschlafenen Zustand ähnlich risikobeladen ist wie unter Alko- holeinfluss. Jedem Arbeitgeber muss bewusst sein, dass beispielsweise Ruhezeiten ein Muss sind und die Erholungszeit nach einer an- strengenden Dienstreise oder mehrtägigen Messe kein Luxus sind, sondern eine zwin- gende Notwendigkeit, um die Arbeitsfähig- keit eines Mitarbeiters zu erhalten. bLebensstil
  30. 30. In welchem Maß hängt unternehme- rischer Erfolg mit dem Wohlergehen und der Lebensqualität der Mitarbei- tenden zusammen? Seit vielen Jahren untersucht Dr. med. Walter Kromm die Nahtstelle zwischen Gesundheit und Un- ternehmensführung. Auf der Corporate Health Convention, die am 9. und 10. April in der Messe Zürich, Halle 3, statt- findet, präsentiert der Master of Public Health in seinem Keynote-Vortrag, wie Führungskräfte die Produktivitätsreser- ven und die Lebensqualität, die in ihrem Unternehmen schlummern, wecken kön- nen. Dabei unterstreicht er, wie wichtig es ist, dass Führungskräfte und Mitarbeiter aneinander und miteinander wachsen. Einzigartige Hilfestellungen zum Thema „Schutz vor Überlastung am Arbeitsplatz“ erfahren Interessierte auf der Corporate Health Convention in Stuttgart, die sich am 23. und 24. April mit mehr als 120 Ausstellern und rund 80 Programmpunk- ten dem Fachpublikum präsentiert. Unternehmen müssen sich heutzutage intensiver denn je damit auseinanderset- zen, wie sie das Wohlbefinden ihres wich- tigsten Erfolgsfaktors, den Mitarbeitenden, erhalten und stärken können. Ideen und Inspirationen hierzu finden sie auf der Europäischen Fachmesse für betriebliche Gesundheitsförderung und Demografie. Führungskräfte und Gesundheitsmanager finden hier nachhaltige Lösungsansätze für die Bereiche Prävention, Ergonomie und betriebliche Gesundheitsförderung. Dabei ist Walter Kromm nur ein Experte, der inhaltlich zum Gelingen der Messe beiträgt: Ein buntes Rahmenprogramm mit Vorträgen und Diskussionsrunden in CorporateHealthConventionZürichundStuttgart: Anregungen für mehr Gesundheit im Unternehmen Einen zusätzlichen Mehrwert ver- sprechen die parallel stattfindenden Fachmessen Personal Swiss und Swiss Professional Learning, sowie am 10. April ein Besuch der Swiss Online Marketing. Weitere Informationen so- wie die Möglichkeit, sich vorab online zu registrieren, sind unter www.corporate-health-convention.ch zu finden. 30 Das Gesundheitsmagazin für den Mittelstand | www.business-health-impulse.com b 9.–10. April 2013 | Messe Zürich 3. Europäische Fachmesse für betriebliche Gesundheitsförderung und Demografie SEHEN SIE ROT? www.corporate-health-convention.ch Jetzt sparen: www.corporate-health-convention.ch/registrierung
  31. 31. den Praxisforen und weiteren Mitmach- aktionen sorgen neben den Aussteller- ständen für Informationen, Austausch und die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen. Mit Blick auf die zunehmenden psychischen Belastungen am Arbeitsplatz erhalten auch der Umgang mit Stress und Burn-out viel Raum auf der Fachmesse. Als neues Element präsentiert die Corpo- rate Health Convention die Test- und Erleb- nisinsel „Gesundheit am Arbeitsplatz“: An verschiedenen Stationen können sich die Fachbesucher zu Themen wie Rauchent- wöhnung, Fitness oder ergonomische Bü- rogestaltung beraten lassen oder sich Un- tersuchungen wie Blutzucker- und Choles- terinmessungen unterziehen. Mitmachen lautet das Motto auch am Gesundheitsp- arcour und an der Aktionsfläche Training animiert: An den Teilnehmerständen des Gesundheitsparcours können sie Produkte und Dienstleistungen ausprobieren und in interaktiven Komponenten neue Erkennt- nisse für einen gesundheitsförderlichen Arbeitstag gewinnen. Auf der Aktionsflä- che präsentieren Trainer Ausschnitte aus ihrem Schulungsprogramm. Die moderne Arbeitswelt fordert ihren Tri- but: Um wirtschaftlich erfolgreich zu blei- ben, benötigen Unternehmen Konzepte zur Prävention psychischer Überlastung und zum Umgang mit alternden Beleg- schaften. Wie bleiben Mitarbeiter langfris- tig gesund? Diese Frage gewinnt an Prio- rität, wie der jüngst erschienene „Stress- report Deutschland 2012“ der Bundesan- stalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) beweist. Dr. Götz Richter, wissen- schaftlicher Mitarbeiter der BAuA und der Jacobs University Bremen, befasst sich auf der Corporate Health Convention in Stuttgart speziell mit dem Thema al- tersgerechte Arbeitsgestaltung. In seinem Keynote-Vortrag zeigt er unter anderem, dass systematische Belastungswechsel und Lernanreize Schlüsselfaktoren für gesundes Altern in Arbeit sind. Neben Dr. Götz Richter bereichern Zu- kunftsforscher Erik Händeler und Sport- wissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse die dritte Europäische Fachmesse für betriebliche Gesundheitsförderung und Demografie als Keynote-Speaker. Besucher der Corporate Health Convention können auch das gesamte Angebot der Parallelveranstaltung PERSONAL2013 Süd in den Hallen 6 und 8 nutzen. Weitere Infos unter www.corporate-health-convention.de. Zudem verlost Business Health Im- pulse fünf Eintrittskarten. Interessierte schicken bitte eine Mail an Danny Verdam, danny.verdam@zarbock.de b 23. - 24. April 2013 Messe Stuttgart 1 TICKET - 2 MESSEN Stuttgart 3. Europäische Fachmesse für betriebliche Gesundheitsförderung und Demografie www.corporate-health-convention.deONLINE REGISTRIEREN UND SPAREN! Netzwerken Sie mit uns! www.facebook.com/ CorporateHealthConvention #CHCD13 www.twitter.com/CHC_Messe Zeitgleich und im Preis inbegriffen 14. Fachmesse für Personalmanagement mit über 4.500 Geschäftsführern, Personalentscheidern, Personalreferenten & 280 Ausstellern PartnerHauptmedienpartner Foto:RichterFoto:HändelerFoto:Froböse KEYNOTES 2013 Dr. Götz Richter Der Mensch im Mittelpunkt – Arbeitsgestaltung für den demo- grafischen Wandel Erik Händeler präsentiert von Speakers Excellence Geschichte der Zukunft – Der Gesundheitsmarkt – Wachs- tumsmotor der Zukunft Prof. Dr. Ingo Froböse präsentiert von Haward® & Partner Evolution der Inaktivität: Unser fragwürdiges Bewegungs- verhalten
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