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Der Einstieg in soziale Netzwerke

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Soziale Netzwerke sind Realität. Millionen von Menschen nutzen sie mit zunehmender Selbstverständlichkeit. Anwendungen, die auf Technologien sozialer Netzwerke basieren, dringen immer weiter in unseren Alltag vor – spätestens mit der Marktsättigung durch internetfähige Smartphones sind soziale Netzwerke Teil unseres Lebens. Was das für Unternehmen bedeutet, erklärt dieser Leitfaden des BIEG Hessen.

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Der Einstieg in soziale Netzwerke

  1. 1. Der Einstieg in soziale Netzwerke Soziale Netzwerke sind Realität. Millionen von Menschen nutzen sie mit zunehmender Selbstverständlichkeit. Anwendungen, die auf Technologien sozialer Netzwerke basieren, dringen immer weiter in unseren Alltag vor – spätestens mit der Marktsättigung durch internetfähige Smartphones sind soziale Netzwerke Teil unseres Lebens. Der Einstieg in soziale Netzwerke Es spielt keine Rolle, wie man diese Entwicklung bewertet, sie ist un- Social-Media-Strategien umkehrbar. Wenn Unternehmen mit Menschen zu tun haben, etwa weil sie ihre Kunden sind oder werden sollen, müssen sich Unternehmen mit sozia- len Netzwerken auseinandersetzen, weil sich viele Menschen dort oft und lange aufhalten.1 1
  2. 2. DER EINSTIEG IN SOZIALE NETZWERKEVeränderung - was bedeutet das für Unternehmen? Perspektivisch gesehen haben sie keine Wahl. Denn es wird auch über sie geredet, wenn sie nicht selbst an diesem Dialog teilnehmen. WennSoziale Netzwerke verändern Unternehmen, wie sie bereits unsere sie aber daran teilnehmen, haben sie die Chance, die KommunikationGesellschaft verändert haben. Das ist grundsätzlich nichts Bedrohliches (teilweise) zu steuern und sich weiterzuentwickeln.- von dem allzu menschlichen Reflex abgesehen, Veränderungen zu-nächst argwöhnisch zu betrachten. Unternehmen, denen es gelingt, einen echten Dialog zu führen, werden sich mit der Zeit immer stärker von solchen Unternehmen absetzen,In sozialen Netzen gibt es eigentlich nichts Neues. Sämtliche denen dies nicht gelingt. Und wer sich auf diesen Dialog einlässt, hatKommunikationsformen, die wir dort finden, gab es schon früher: Auf sich schon verändert.dem Pausenhof, in der Kantine, beim Friseur. Überall da, wo Menschenaufeinander treffen, beginnen sie zu interagieren, sich zu erzählen, Facebook-Seite des deutschen Kosmetik-Unternehmens M2Beauté:was sie gerade für interessant halten, zu lästern, Witze zu reißen, zu https://www.facebook.com/m2beauteschimpfen und sich mal so richtig Luft zu machen. Facebook-Seite der Kelterei Walther:Neu oder grundsätzlich anders in sozialen Netzen sind zwei Faktoren: https://www.facebook.com/saftfreundeGeschwindigkeit und Transparenz. Die Informationen verbreiten sich mitrasender Geschwindigkeit vor einem potenziell riesigen Publikum. Esist viel schwerer – wenn nicht unmöglich – geworden, etwas geheim zu Die richtige Strategiehalten. Ob es das Ergebnis bei der Bundespräsidentenwahl, die unmaß-gebliche Meinung eines Popstars oder eine negative Kundenmeinung Die erste und wichtigste Voraussetzung für erfolgreiches Engagementist – die Informationen schaffen eine ungekannte Transparenz. in sozialen Netzwerken ist ein Plan. Wie bei einem Navigationssystem: Ohne Zieleingabe ist das teuerste und modernste Gerät überfordert undTwitter-Account des Regierungssprechers Steffen Seibert: nutzlos. Dass dann mehrere Wege zum gleichen Ziel führen können,https://twitter.com/regsprecher ist eine andere Frage.Facebook-Seite von Madonna: Doch Moment noch: Bevor die Social Media-Strategie erarbeitet wird,https://www.facebook.com/madonna muss die Strategie des Unternehmens als Ganzes stehen. Das mag banal klingen, ist aber in der Praxis erfahrungsgemäß keineswegsWeblog des Malermeisters Deck: selbstverständlich.http://www.malerdeck.de/blog/ Noch banaler, aber sehr wichtig für das Verständnis: Eine Social Media-Unternehmen müssen bereit und in der Lage sein, diesen Dialog zu führen. Strategie kann niemals eine Unternehmens-Strategie ersetzen.2 3
  3. 3. DER EINSTIEG IN SOZIALE NETZWERKESocial Media kann auch keine Wunden heilen. Im Gegenteil: Wenn ein >> Um die Strategie und die damit verbundenen UnternehmenszieleUnternehmen seine Prozesse nicht im Griff hat, kann sich Social Media festzulegen, braucht es Hirnschmalz – auch aus der Führungsetage,sogar negativ auswirken – denn Geschwindigkeit und Transparenz denn die Außenkommunikation des Unternehmens ist zukönnen Schwachstellen schonungslos aufdecken. wichtig, um sie komplett zu delegieren. >> In der detaillierten Planungs- und Gestaltungsphase sind dieWas wollen Sie erreichen? Marketing-Verantwortlichen gefragt, je nach Ausrichtung benö- tigen Sie Unterstützung aus Grafik und/oder Programmierung.Die Frage ist so einfach gestellt wie schwer zu beantworten. Ziele in sozialen >> Im laufenden Betrieb muss sichergestellt sein, dass die bespiel-Netzwerken können sehr unterschiedlich sein: Von Vertriebsunterstützung, ten Plattformen überwacht und gepflegt werden. Das kann jePersonalsuche und Markenaufbau reicht das Spektrum bis zu kundennaher nach Größenordnung eine Zusatzaufgabe für BestandspersonalProduktentwicklung, Kostensenkung im Support oder Unterstützung oder auch mehrere Planstellen bedeuten. Wichtig ist, dassbei der Internationalisierung. Die Liste lässt sich beinahe nach Belieben langfristig und weitgehend lückenlos jemand nach demverlängern und meist bleibt es ja nicht bei einem Ziel allein. Rechten sieht. Denn wer zeitnah reagieren kann, verschafft sich Vorteile im Wettbewerb. Auch für Design und Technik sollten entsprechende Spezialisten bereitstehen. Sie erst zuWas ist Erfolg? suchen, wenn sie gebraucht werden, kann zu spät sein.Wenn Sie Ihre Ziele festgelegt haben, stellt sich die Frage, wie und wannüberprüft werden kann, ob diese Ziele auch erreicht wurde. Lautet das(Teil-)Ziel etwa „Markenbekanntheit drastisch steigern“ oder „neueZielgruppe erreichen“, legen Sie früh fest, wann, wie oft, anhand welcher Kurzum:Kriterien und mit welchen Werkzeugen Sie messen, ob und in welchem Erfolgreiches Engagement in Sozialen Netzwerken kostet Zeit, Geld undUmfang Sie Ihr Ziel erreicht haben. Personal. Auf Kosten des Faktors „Geld“ können Zeit und Personal geschont werden, denn es gibt fähige Agenturen, die in Sozialen Netzwerken zuhause und dadurch Unternehmen wertvolle Begleiter sind. Komplett outsour-Und wer soll das machen? cen lässt sich diese Aufgabe allerdings nicht, da ginge zu viel Nähe und Authentizität verloren. Ideal ist immer eine Mischung aus einer kreativenKommunikation in sozialen Netzwerken ist nicht umsonst zu haben. und kompetenten Agentur mit einem Vertreter der Führungsebene undZwar ist die Mitgliedschaft in vielen Netzwerken kostenlos, dennoch einem weiteren Mitarbeiter (oder Team) im Unternehmen für die Praxis.benötigt eine gelungene Umsetzung der eigenen Social Media-Strategieeinige Ressourcen:4 5
  4. 4. DER EINSTIEG IN SOZIALE NETZWERKEWir können nicht rund um die Uhr da sein Umgekehrt gibt es auch Unternehmen und Social Media-Verantwortliche, die mehr reden, als sie zu sagen haben. Die doppelte Gefahr: Zu vielNicht jeder muss 24/7-Verfügbarkeit bieten. Wenn beispielsweise eine Kommunikation kann zum Verdruss führen und – wie im richtigen Lebenregionale Bank erklärt, dass das Social Media-Team nur während der auch – wer zu viel redet, hört zu wenig zu.Schalteröffnungszeit reagieren kann, ist das kein Sakrileg. Anders wärees bei einer Direktbank-Tochter einer Großbank, da liegt die Erwartung Dabei ist dies eine der wichtigsten Anforderungen an das Engagementzu Recht höher. von Unternehmen im Social Web: Zuhören. Zuhören, was andere zu sagen haben und vor allem über einen selbst und die eigene Branche sagen.Facebook-Seite der Mainzer Volksbank:https://www.facebook.com/MainzerVolksbank Um professionell zuzuhören, gibt es längst hoch entwickelte Werkzeuge, die Themen rund um das eigene Unternehmensprofil automatisch mit-Außerhalb der Kernzeiten genügt selbst bei kritischen Beiträgen oft der lesen, sogar in ihrer Tonalität auswerten und täglich schnell erfassbareHinweis, dass man sich darum kümmert, etwa weil nachvollziehbarerweise Berichte liefern, wie sich der online redende Teil der Menschheit geradeam Samstagnachmittag kein Produktentwickler zur Verfügung steht. verhält. Leider sind diese Tools auch sehr teuer und sind somit nicht für jeden erschwinglich – doch es gibt auch skalierte Varianten.Ich habe nicht zu sagen Ist das nicht gefährlich?Viele Unternehmen glauben, nichts zu sagen zu haben. Dabei blendensie völlig ihre Expertise aus, die für sie selbstverständlich geworden ist. Auch im sozialen Netz können Unternehmen Fehler machen. Den größ-Für andere nicht. Wenn beispielsweise ein Schreinermeister ein Video mit ten Schaden richten jedoch in den meisten Fällen Fehler an, die offlineeiner Baumhaus-Bauanleitung empfiehlt, hat dies ein anderes Gewicht, begangen wurden und die im Netz diskutiert werden. Wenn beispiels-als wenn der Versicherungsmakler darauf hinweist. weise ein Sportartikelhersteller eine stickende Rentnerin gerichtlich verfolgt, weil ihre Kleinserien angeblich das Logo kopieren, muss sichSoziale Netzwerke leben von der Teilhabe aneinander. Sie können also dieser Sportartikelhersteller warm anziehen.getrost davon ausgehen, dass Menschen, die sich für Ihre Produkte oderDienstleistungen interessieren, auch Neugierde auf Ihr Unternehmen, Blogbeitrag über Jack Wolfskin und deren Versuch, Tatzenmotive allerdie Menschen dahinter und die vielen kleinen weichen Informationen Art zu verbieten:entwickeln. Wer beispielsweise einen Lageristen vorstellt, ist noch weit http://tinyurl.com/ygbsx79vom Boulevard entfernt. Soziale Netze sind zwar kein rechtsfreier Raum; bei entsprechendenDer Polstermöbelhersteller Machalke stellt seine Buchhaltung vor: Verfehlungen drohen juristische Sanktionen. Außerdem steigert diehttp://tinyurl.com/8leovpq Fehlerquote, wer unvorbereitet und schlecht (oder gar nicht) beraten ein6 7
  5. 5. DER EINSTIEG IN SOZIALE NETZWERKEAbenteuer beginnt, das eigentlich eine verlässliche Unternehmensauf-gabe sein sollte.Das größte Risiko besteht jedoch darin, soziale Netze und ihre Kraft zuunterschätzen sowie die falschen Schlüsse daraus zu ziehen.Irgendwie erschrickt mich dasKein Wunder. Es ist doch – trotz aller Parallelen zum „richtigen Leben“– vieles neu, anders oder erscheint zumindest so. Womöglich müssenwir uns auch davon freimachen, alles begreifen zu wollen, was uns inden sozialen Netzen begegnet, für alles Metaphern zu finden und allesplanen zu wollen. Es ist nicht planbar.Wieso, erzählte der Hirnforscher Prof. Dr. Peter Kruse bei der viertenSitzung der Enquete-Kommision „Internet und digitale Gesellschaft“, imDeutschen Bundestag. In drei Minuten machte er deutlich, warum dieVeränderungen in den sozialen Netzen einer Revolution gleichkommen. Stand: Oktober 2012Jeder, der sich in irgendeiner Form mit sozialen Netzen beschäftigt, solltediese brillante Herleitung kennen. Übrigens stammt diese Aufnahmeaus dem Jahr 2010, als noch niemand wusste, was ein „Shitstorm“ ist...http://tinyurl.com/c8dow5a Über den Autor Guido Augustin GuidoAugustin.com GmbH Guido Augustin ist Geschäftsführer der Guido- Augustin.com GmbH. Der studierte Publizist schrieb Kolumnen für Stern.de, entwickelte mit seinem Team komplexe Redaktionsbereiche für AOL und die Bundesregierung. Als Experte für Public Relations und Social Media Marketing hält er heute Vorträge für Management Circle Download aller BIEG-Leitfäden unter und IHKs. www.bieg-hessen.de www.guidoaugustin.com8 9
  6. 6. DER EINSTIEG IN SOZIALE NETZWERKE Diese Leitfäden des BIEG Hessen könnten Sie ebenfalls Das Angebot des BIEG Hessen interessieren: Das BIEG Hessen unterstützt kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen auf dem Weg ins Internet. Wir helfen Ihnen, Chancen und Risiken des E-Business zu verstehen und die enormen Potenziale Ihres Unternehmens Die fünf Erfolgsfaktoren des Social Media Marketing freizusetzen. Egal ob Suchmaschinenoptimierung, Newsletterversand oder Der richtige Umgang mit dem Kunden in den sozialen Netzwerken ist Webdesign – wir beraten Sie kostenlos und neutral. das A und O des Social Media Marketings. Er gestaltet sich jedoch für viele Unternehmen anfangs problematisch. Leitfäden: Verständlich und auf den Punkt Vielleicht erhalten Sie ja bereits bei einem Blick auf unsere Leitfäden ers- Twitter - der größte Blödsinn aller Zeiten? te Antworten auf Ihre Fragen. Auf unserer Website und in Print können Wie funktioniert Twitter überhaupt? Und kann der berüchtigte Sie sich über zahlreiche Themen des Online-Marketing informieren. Die Kurznachrichtendienst Unternehmen wirklich nützen? Dieser Leitfaden Leitfäden geben einen ersten Überblick und ermöglichen Ihnen, sich im gibt einen ersten Überblick. Dschungel der Marketingmöglichkeiten zu orientieren. (Durch)Starten mit Facebook - Fanpages für KMU Seminare: Kompaktes Expertenwissen Mit über einer Milliarde Nutzer ist das größte soziale Netzwerk der Welt Auf unseren Seminaren und Tagungen geben Experten Einführungen in immer noch brandaktuell. Hier alles, was Einsteiger beachten sollten, die Welt des E-Business – zum kleinen Preis. Praxisnah und neutral erhalten Sie Einblicke in die effektive Nutzung von Social Media, die rechtssichere kurz und knapp. Gestaltung von Internetauftritten und die Präsentation attraktiver Inhalte in Ihrem Onlineshop. Corporate Blogging - Bloggen für mein Unternehmen Wenn Sie noch gar nicht wissen, was ein Blog eigentlich ist, wie genau Website-Check: Individuelles Feedback er funktioniert und welcher Nutzen sich für Sie als Unternehmer daraus Sie möchten neutrales Feedback zu Ihrer Website? Vereinbaren Sie ei- ziehen lässt, schafft unser neuer Leitfaden Abhilfe. nen Termin für ein individuelles Beratungsgespräch mit einem unserer Referenten. Sie erhalten ehrliche Rückmeldungen über die Qualität Ihrer Online Reputation Management Website, Ihre Online-Strategie und Ihre Chancen im Web. Im Internet kann sich Kundenkritik mit rasender Geschwindigkeit ver- breiten und dem Ruf eines Unternehmens nachhaltig schaden. Wie Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. sollte man reagieren? Wir freuen uns auf Sie! info@bieg-hessen.de Tel. 069 / 2197 1380 Besuchen Sie uns auf www.bieg-hessen.de! www.bieg-hessen.de10 11
  7. 7. Der Einstieg in soziale Netzwerke Soziale Netzwerke sind Realität. Millionen von Menschen nutzen sie mit zunehmender Selbstverständlichkeit. Anwendungen, die auf Technologien sozialer Netzwerke basieren, dringen immer weiter in unseren Alltag vor – spätestens mit der Marktsättigung durch internetfähige Smartphones sind soziale Netzwerke Teil unseres Lebens. Was das für Unternehmen bedeutet, erklärt dieser Leitfaden des BIEG Hessen. Impressum Herausgeber BIEG Hessen c/o IHK Frankfurt am Main Telefon 069 / 2197 1380 Börsenplatz 4 Telefax 069 / 2197 1497 60313 Frankfurt am Main info@bieg-hessen.de Das BIEG Hessen ist eine GbR und wird vertreten durch die Gesellschafter Träger des BIEG Hessen | Industrie- und Handelskammern: IHK Frankfurt am Main, IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, IHK Fulda Frankfurt am Main| Fulda | Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern | Offenbach am Main und IHK Offenbach am Main. Verantwortlich für den Inhalt Detlev Osterloh, Geschäftsführer, BIEG Hessen, IHK Frankfurt am Main Druck Daab Druck & Werbe GmbH, Reinheim HERAUSGEBER Layout und Titelbild BIEG Hessen Telefon 069 2197-1380 Birgit Dürr c/o IHK Frankfurt am Main Telefax 069 2197-1497 Börsenplatz 4 info@bieg-hessen.de 60313 Frankfurt am Main www.bieg-hessen.de12 13

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