Partizipation und Kooperation vor Ortund im Netz – neue Herausforderungenfür Kommunen und Bürgerschaft                    ...
Aktuelle Schlagzeilen   „Die Straße gegen die Räte.“   „Der Wutbürger denkt an sich, nicht an die Zukunft seiner Stadt.“...
Renaissance des Themas Beteiligung   aus aktuellem Anlass (z.B. Stuttgart 21, BBI)   angesichts neuer Herausforderungen ...
Renaissance des Themas Beteiligung   Aktuelle Diskussion um bessere und frühzeitigere Beteiligung    und Stärkung plebisz...
Renaissance des Themas Beteiligung   Lokale Demokratie in der Krise?   Verwaltung, Politik und Entscheider befinden sich...
Partizipation – Was heißt das?Vielfalt an Begrifflichkeiten   Bürgerbeteiligung, Bürgermitwirkung, bürgerschaftliches    ...
Partizipation – Was heißt das?   Partizipation – in und an der Stadt(teil)entwicklung – kann sich auf    (Groß-)Projekte,...
Partizipation – Was heißt das?Formelle Beteiligungsverfahren   Verfahren, deren Rechtsgrundlage verbindliche Verpflichtun...
Partizipation – Was heißt das?Breite der Aufgabenstellung  einfache Bauleitplanverfahren  komplexe und weitreichende Bau...
Partizipation – Warum?  Partizipation gehört zu den zentralen Grundlagen von Demokratie  Beteiligung von Akteuren ist zu...
Partizipation – Warum?  „Die Chancen der Partizipation liegen in der Nutzung lokalen   Wissens, im frühzeitigen Erkennen ...
Partizipation und Kooperation haben viele Gesichter                                                      Deutsches Institu...
Partizipation und Kooperation haben viele GesichterDifferenzierte Partizipationskonzepte    berücksichtigen die je nach L...
Beispiele          Zielgruppenspezifische BeteiligungUm- und Neugestaltung des Pulheimer Stadtgartens:Modellprojekt für Ge...
Partizipation kann vielfältige Formen annehmen                                                 Deutsches Institut für Urba...
BeispielBeteiligung und städtebaulicher WettbewerbSaarbrücken: Stadtmitte am Fluss                                        ...
Partizipation findet an vielen Orten statt                                             Deutsches Institut für Urbanistik
Beispiele             Online-BeteiligungsverfahrenDresdner Debatte: Stadtdialog zum Neumarkt (2010)Ein Online-Dialog zur N...
Das Spektrum der Methoden und Formate ist breit                                           Wettbewerbe     Mediation    Exk...
Das Spektrum der Methoden und Formate ist breit…... aber die Wahl der Methode steht nicht am Anfang eines    Partizipation...
Das Spektrum der Methoden und Formate ist breit  Ziel(e): Was ist Absicht und Reichweite der Beteiligung?  Zeitpunkt: Wa...
Partizipation – Wo stehen wir?   vielfältige kommunale Erfahrungen mit Bürgerinformation und    Bürgerbeteiligung (Quarti...
E-Partizipation – Wo stehen wir in den Kommunen?Onlinegestützte Partizipation in vieler Munde, aber…   vielerorts in den ...
Partizipation und Kooperation – Wo soll(te) es hingehen?Aufbau einer gesamtstädtischen Beteiligungskultur  bereits im Vor...
Deutsches Institut für UrbanistikVielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!         reimann@difu.de
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Stadt und Netz - Partizipation und Kooperation - Dr. Reimann - 16.11.2011

1.476 Aufrufe

Veröffentlicht am

Partizipation und Kooperation im Netz und vor Ort – ein Überblick
Vortrag von Dr. Bettina Reimann - Deutsches Institut für Urbanistik auf der Veranstaltung "Stadt und Netz"

Veröffentlicht in: Business
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
1.476
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
141
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
3
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Stadt und Netz - Partizipation und Kooperation - Dr. Reimann - 16.11.2011

  1. 1. Partizipation und Kooperation vor Ortund im Netz – neue Herausforderungenfür Kommunen und Bürgerschaft Deutsches Institut für UrbanistikDr. Bettina Reimann16. November 2011
  2. 2. Aktuelle Schlagzeilen „Die Straße gegen die Räte.“ „Der Wutbürger denkt an sich, nicht an die Zukunft seiner Stadt.“ „Wut im Anflug. Protest gegen BBI-Fluglärm.“ „Gegen Politik hinter verschlossenen Türen!“ „Aus einer Ablehnungsbeteiligung muss eine Gestaltungsbeteiligung Deutsches Institut für Urbanistik werden!“
  3. 3. Renaissance des Themas Beteiligung aus aktuellem Anlass (z.B. Stuttgart 21, BBI) angesichts neuer Herausforderungen  Komplexität und Sensibilität für Großprojekte der Stadtentwicklung => Projekte mit überörtlichen Zielen und lokalen Wirkungen  Betroffenenbeteiligung reicht nicht mehr aus Deutsches Institut für Urbanistik  Spektrum der Aktiven wird (sozial) breiter, z.T. aber auch sozial selektiver  (Neue) Medien verändern Kommunikation, Beteiligungsmöglichkeiten und öffentliche Wahrnehmung  Verringerung der Handlungsspielräume der Kommunen  Wandel von Politik- und Planungsverständnis
  4. 4. Renaissance des Themas Beteiligung Aktuelle Diskussion um bessere und frühzeitigere Beteiligung und Stärkung plebiszitärer ElementeUrsachen bzw. Empfinden der Bürgerinnen und Bürger unzureichende und zu späte Information Deutsches Institut für Urbanistik mangelnde Transparenz von Vorhaben mangelnde Nachvollziehbarkeit der Verfahren und Abläufe Umfang und Komplexität der Verfahren Diskrepanz zwischen Beteiligungsergebnissen und Umsetzung vorausgegangene Entscheidungen und Fehlen von Lösungsvarianten mangelnde „informelle“ Aushandlungsmöglichkeiten
  5. 5. Renaissance des Themas Beteiligung Lokale Demokratie in der Krise? Verwaltung, Politik und Entscheider befinden sich in Vertrauens- und Legitimationskrise Unzufriedenheit der Bürger wächst Deutsches Institut für Urbanistik Bereitschaft und Entschlossenheit der Bürger, sich zu positionieren und ihre Positionen durchzusetzen, hat sich verstärkt Bürger suchen neue Wege jenseits von Parteien und organisierter Kommunalpolitik
  6. 6. Partizipation – Was heißt das?Vielfalt an Begrifflichkeiten Bürgerbeteiligung, Bürgermitwirkung, bürgerschaftliches Engagement, Aktivierung….. => selten klare Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen => hinter den Bezeichnungen verstecken sich häufig verschiedene Deutsches Institut für Urbanistik Stufen von Beteiligung Information, Mitwirkung (Konsultation), Mitbestimmung (Kooperation), Entscheidung (bis hin zur Selbstverwaltung).  Diese Stufen bezeichnen jeweils ein unterschiedliches Maß an Einflussmöglichkeiten in einem Partizipationsprozess.
  7. 7. Partizipation – Was heißt das? Partizipation – in und an der Stadt(teil)entwicklung – kann sich auf (Groß-)Projekte, strategische Planungen/Konzepte, Strukturen, Verfahren/Prozesse und den Sozialraum beziehen. Rechtlicher Formalisierungsgrad von Partizipationsverfahren variiert. Partizipative Maßnahme- und Projektentwicklung umfasst verschiedene Phasen: Bedarfsbestimmung, Planung, Durchführung, Deutsches Institut für Urbanistik Evaluation/Bewertung. Partizipations- und Beteiligungsmöglichkeiten sowie –rechte variieren je nach Aufgabenstellung/Thema, Bezugsebene und Verfahren. Quelle: L.I.S.T.
  8. 8. Partizipation – Was heißt das?Formelle Beteiligungsverfahren Verfahren, deren Rechtsgrundlage verbindliche Verpflichtungen zur Verfahrensdurchführung beinhaltet sowie ggf. weitere Regelungen zu Fristen und Verfahrensabläufen, Art und Umfang der Beteiligung, Beteiligungsrechten, Verbindlichkeitsgrad  z.B. Planfeststellungsverfahren, Bauleitplanverfahren Deutsches Institut für UrbanistikInformelle Beteiligungsverfahren Verfahren, die nicht auf einer spezifischen Gesetzesgrundlage basieren oder die wenige Merkmale rechtlicher Formalisierung aufweisen. Das heißt nicht, dass diese Verfahren inoffiziell oder unverbindlich sind, sie bieten aber die Chance der fall-, zielgruppen- und ortsspezifischen Ausgestaltung  z.B. Bürger- und Zukunftswerkstätten
  9. 9. Partizipation – Was heißt das?Breite der Aufgabenstellung einfache Bauleitplanverfahren komplexe und weitreichende Bauleitplanverfahren Verfahren nach Fachrecht (z.B. Straßen-, Eisenbahnrecht) für strukturbestimmende Vorhaben (z.B. große Bahnhöfe, Deutsches Institut für Urbanistik Verkehrstrassen) kleinteilige, auf hohe Aktivierung zielende Verfahren der Programmfamilie „Städtebauförderung“ Erarbeitung von integrierten Quartiersentwicklungskonzepten Erarbeitung von integrierten Stadtentwicklungskonzepten
  10. 10. Partizipation – Warum? Partizipation gehört zu den zentralen Grundlagen von Demokratie Beteiligung von Akteuren ist zu einem unverzichtbaren Bestandteil von Stadtplanung und Stadtentwicklung geworden  Stadtentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe  Kompetenzen und Ressourcen der Bürgerinnen und Bürger nutzen Deutsches Institut für UrbanistikNutzen verbesserte Qualität der Leistungen und Projekte ausgewogene Lösungen höhere Transparenz von Prozessen größere Akzeptanz von Entscheidungen mehr Identifikation der Bevölkerung mit ihrem Lebensumfeld Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements
  11. 11. Partizipation – Warum? „Die Chancen der Partizipation liegen in der Nutzung lokalen Wissens, im frühzeitigen Erkennen von Konfliktpotenzialen, in der Stärkung der Legitimation und Akzeptanz von Planungen…“ (Handbuch zur Partizipation der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Berlin 2011)Aber: Deutsches Institut für Urbanistik Partizipationsprozesse können für die Beteiligten von großem Nutzen sein, sind aber keine Allheilmittel, die immer und überall zur Problemlösung eingesetzt werden können. Partizipationsverfahren können von Interessengruppen instrumentalisiert werden, Partikularinteressen können sich durchsetzen oder die üblichen Verdächtigen engagieren sich, andere Gruppen nicht.
  12. 12. Partizipation und Kooperation haben viele Gesichter Deutsches Institut für Urbanistik
  13. 13. Partizipation und Kooperation haben viele GesichterDifferenzierte Partizipationskonzepte berücksichtigen die je nach Lebenslage unterschiedlichen Bedürfnisse von z.B. Frauen und Männern, von Migrantinnen und Migranten, von jungen und alten Menschen, erhöhen durch eine ganzheitliche Sicht die Alltagstauglichkeit und den Gebrauchswert von Stadträumen, Siedlungen, Quartieren, Deutsches Institut für Urbanistik ermöglichen durch differenzierte bürgerschaftliche Beteiligung und Kooperationsmöglichkeiten und -angebote passgenaue Ergebnisse bei Planungsprozessen, versuchen mögliche Zielkonflikte frühzeitig zu erkennen und zu lösen.  Alle beteiligten Gruppen verfügen über unterschiedliche Informationen, Ressourcen, Kompetenzen, Haltungen, Interessen und Ziele.  Sie unterliegen zudem unterschiedlichen zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen.
  14. 14. Beispiele Zielgruppenspezifische BeteiligungUm- und Neugestaltung des Pulheimer Stadtgartens:Modellprojekt für Gender Mainstreaming im Städtebau Deutsches Institut für UrbanistikWir im BrunnenviertelJugendliche aktivieren Jugendliche
  15. 15. Partizipation kann vielfältige Formen annehmen Deutsches Institut für Urbanistik
  16. 16. BeispielBeteiligung und städtebaulicher WettbewerbSaarbrücken: Stadtmitte am Fluss Deutsches Institut für Urbanistik
  17. 17. Partizipation findet an vielen Orten statt Deutsches Institut für Urbanistik
  18. 18. Beispiele Online-BeteiligungsverfahrenDresdner Debatte: Stadtdialog zum Neumarkt (2010)Ein Online-Dialog zur Nutzung des Dresdner Neumarktes.www.dresdner-debatte.de Deutsches Institut für UrbanistikVielfalt bewegt Frankfurt (2009/2010)www.vielfalt-bewegt-frankfurt.deGestaltung "Park auf dem Gleisdreieck" entscheiden (2005)www.gleisdreieck-dialog.de
  19. 19. Das Spektrum der Methoden und Formate ist breit Wettbewerbe Mediation Exkursionen World Café Aktivierende Zukunftswerkstätten BefragungImagekampagnen Deutsches Institut für Urbanistik Online-Beteiligung Planning for Real Runde Tische Raumvisionen mit Open Space Kiezspaziergänge Film und Foto
  20. 20. Das Spektrum der Methoden und Formate ist breit…... aber die Wahl der Methode steht nicht am Anfang eines Partizipationsprozesses… Deutsches Institut für Urbanistik
  21. 21. Das Spektrum der Methoden und Formate ist breit Ziel(e): Was ist Absicht und Reichweite der Beteiligung? Zeitpunkt: Wann ist Beteiligung produktiv? Rahmenbedingungen: Was ist rechtlich notwendig und möglich? Akteure: Wer soll dabei sein können? Rollen: Welche Aufgaben haben die Aktiven? Deutsches Institut für Urbanistik Ressourcen: Wie sieht das Zeitbudget der Beteiligten aus? Wie ist der finanzielle Rahmen? Ergebnissicherung: Ist sichergestellt, dass die Ergebnisse auch wirksam werden können?Dann erst….. Methoden: Wie ist die Kommunikation zu gestalten? Welche Methode wird eingesetzt und passt?
  22. 22. Partizipation – Wo stehen wir? vielfältige kommunale Erfahrungen mit Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung (Quartiersentwicklung, Quartiersprojekte, formelle Bauleitplanverfahren)Aber häufig: keine Partizipationskultur, sondern Inseln guter Praxis Deutsches Institut für Urbanistik
  23. 23. E-Partizipation – Wo stehen wir in den Kommunen?Onlinegestützte Partizipation in vieler Munde, aber… vielerorts in den Kommunen Wissensdefizite bezogen auf konkrete Umsetzung und konkreten Nutzen diffuse Ängste auf der Arbeitsebene  Bin ich den neuen technischen Anforderungen gewachsen? Bin ich ausreichend kompetent? Deutsches Institut für Urbanistik  Wie passen eine schnelle Online-Reaktion und der langwierige Dienstweg zusammen?  Wer verbirgt sich hinter den Meinungsäußerungen? (Anonymität)Aber auch: großes Interesse an Informationen und Handwerkszeug Konsens, dass es bei vielen Verfahren und Projekten „dazugehört“
  24. 24. Partizipation und Kooperation – Wo soll(te) es hingehen?Aufbau einer gesamtstädtischen Beteiligungskultur bereits im Vorfeld konkreter Beteiligungsverfahren mit breitem und übergreifendem kommunalem Partizipationsprozess beginnen verfahrensbegleitende Kommunikations- und Beteiligungsstrategie aufbauen Kombination formeller und informeller Verfahren verstärken Deutsches Institut für Urbanistik Beteiligung nach innen und nach außen entwickeln und zur Chefsache der (Ober-)Bürgermeister machen (neue) Medien nutzen und Kommunikationskonzept entwickeln erforderliche Schulungen unterstützen (Kompetenzbildung) Kooperation verschiedener Akteursgruppen befördern Demografie als Chance: Kompetenzen der Bürger/innen nutzen Verabredungen/Regeln für Beteiligungsprozesse
  25. 25. Deutsches Institut für UrbanistikVielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! reimann@difu.de

×