Medizinische Wirksamkeit
von Enzymen
Ch. Santschi dipl. natw. ETH
Wo sind orale Enzyme
wirksam?
Ch. Santschi dipl. natw. ETH
Enzyme als medizinische Therapieform
bei Naturvölkern
In der Volksmedizin des südamerikanischen, afrikanischen und asiatis...
Der Arzt und Biologe Theodor Schwann (1810-1882) entdeckt im Magen
eine neue Substanz neben der Magensäure, die Eiweiß auf...
• Enzyme sind Eiweißmoleküle, die biochemische Reaktionen steuern.
Sie setzen dabei die Prozesse in Gang und beschleunigen...
Speichelamylase Pankreaslipase
Ch. Santschi dipl. natw. ETH
• Sie sind sehr empfindlich, so werden z.B. über die Nahrung zugeführte Enzyme
größtenteils von der Magensäure zerstört.
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Funktionsweise von Enzymen
• Wissenschaft hat bis heute rund 3.000 Enzyme im lebenden
Organismus identifiziert - jedes erf...
Enzyme und Aktivierungsengergie
Zeitachse
a) Reaktion ohne Katalysator
Zeitachse
b) Reaktion mit Katalysator
Energie
Enzyme als medizinische Therapieform
Schon im Altertum hat man sich Enzyme in
der Heilkunde zunutze gemacht: So hat der
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Die meisten in der Therapie verwendeten Enzyme sind Protein abbauende
(proteolytische) Enzyme; Ausnahmen sind Lipasen (Fet...
Historische Entwicklung der
Anwendung der Enzymtherapie
Enzymtherapie/ Enzyme in der Medizin
• Für das Immunsystem sind Enzyme von zentraler Bedeutung:
sie steuern das Gleichgewi...
• Reduktion von CD44 (häufig von Tumorzellen exprimiert)
• Erhöhung der Zytotoxizität von Makrophagen (TNF)
• Reduktion vo...
Hauptwirkungen der systemischen Enzymtherapie
in der Onkologie
• Zytolytische und immunstimulierende Wirkung
• Reduktion d...
Weitere Hauptwirkungen:
• Verringerung von Nebenwirkungen während
und nach einer Strahlen- oder Chemotherapie
• Verbesseru...
Indikationen für die Enzymtherapie
• Zusatztherapie bei soliden Tumoren wie Kolonkarzinom,
Mammakarzinom und multiplem Mye...
• traumatisch bedingte Schwellungen
• fibrozystische Mastopathie, Mastodynie
• Adnexitis, Arthritis, Sinusitis
• Prophylax...
Reduktion von Nebenwirkungen unter
Strahlen / Chemotherapie
Radiation therapy Oncology Group (RTOG) score,
which describes...
ohne
Enzymtherapie
mit Enzymtherapie
ohne
Enzymtherapie
mit
Enzymtherapie
Adnexitis
Ankylosierende Spondilitis (Bechterew)
Arteriosklerose
Brustkrebs
Chronische Wunden (orale ET)
Chronische Wunden...
Studien über
Enzymtherapie
Probiotika stärken Immunsystem und senken
die Infektionsgefahr
Effects of probiotics on serum levels of Th1/Th2-cytokine a...
Reduktion der Serum
IL-10 Konzentration
Serum IL 10 Konzentration
Anzahl und Art der Infektionen
Probiotika -
Gruppe
Kontroll -
Gruppe
P value
Art der Infektion
Beatmungsassoziierte
Pneumo...
• Patienten aus der Probiotikagruppe zeigten einen signifikant höheren
Anstieg an Serum-IL-12p70 und IFN Gamma – Spiegel
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Pouchoperation nach Colitis
• 36 Patienten mit Pouchitis (PDAI >7; mind. 2mal/Jahr bzw.
kontinuierliche Antibiotika-Gabe) nach medikamentöser
Remissio...
Kumulierte Remissionsraten
Probiotische Therapie bei Pouchitis
Mimura et al, 2004
• Modifikation der Mikroflora
• Normalisierung von Mukosa-Integritä...
In Vivo Antitumoral Activity of Stem Pineapple (Ananas comosus)
Bromelain
In vivo Effekt von Bromelain auf Lewis Lungencar...
Orale Verabreichung proteolytischer Enzyme
senkt erhöhten TGF-Beta Spiegel im menschlichen Blut
Desser L et al Institute o...
METHODE
2,339 Brustkrebspatientinnen, die chirurgische, Strahlen- und Chemotherapie erhielten wurden in 219 Zentren erfass...
METHODIK:
Kohorte von 1242 Patienten mit Colonkarzinom (dokumentiert in 213 Zentren), 616 erhielten Therapie mit
Oralen En...
Neue Krankheit mit Aids-ähnlichen Symptomen
Ursache Enzymmangel?
- „Adult - Onset Immunodeficiency Syndrome"
„Im Erwachsen...
Fasten und Enzyme (Fasting)
Fasten verlängert das Leben
- Fasten bewirkt, dass das Enzym Sirtuin-1 vermehrt exprimiert wir...
Aronia - Apfelbeere
Aronia melanocarpa Aronia arbutifolia
- Ursprüngliche Heimat Osten Nordamerikas
- Seit 1910 in Polen u...
- Schutz vor Thrombozytenaggregation
- Schutz vor freien Radikalen ROS (Reactive oxygen species)
- Schutz vor erhöhten Blu...
Beerensorte ORAC
(mol Trolox
Equivalent/g FG)
Anthocyane
(mg Cyanidin-3-
Glukoside/g FG)
Phenole (mg
Gallensäure
equivalen...
Die Wirkstoffe der Apfelbeere
(Antioxidantien) schützen
gegen Freie Radikale
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Die Wirkung von pflanzlichen Enzymen auf den Stoffwechsel und den Organismus wird aufgezeigt sowie die Möglichkeiten von Enzym-Therapien.

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  1. 1. Medizinische Wirksamkeit von Enzymen Ch. Santschi dipl. natw. ETH
  2. 2. Wo sind orale Enzyme wirksam? Ch. Santschi dipl. natw. ETH
  3. 3. Enzyme als medizinische Therapieform bei Naturvölkern In der Volksmedizin des südamerikanischen, afrikanischen und asiatischen Kontinents ist die heilende Wirkung enzymhaltiger Früchte seit Jahrhunderten bekannt. Vor allem die Ananas (Bromelain) und die Papaya (Papain) haben eine lange Geschichte als Heilpflanzen. Die Yunani-Medizin der Amazonasindianer verwendet die Papaya unter anderem, um die Nierenfunktion anzuregen, Entzündungen, Hauterkrankungen, Fettsucht und Hämorrhoiden zu behandeln. Papain, 3D - Struktur Bromelain, 3D – Struktur Ch. Santschi dipl. natw. ETH
  4. 4. Der Arzt und Biologe Theodor Schwann (1810-1882) entdeckt im Magen eine neue Substanz neben der Magensäure, die Eiweiß auflösen kann: das Pepsin. Der französische Chemiker Louis Pasteur (1822-1895) erforscht die Prozesse der Fäulnis und der Gärung, die man als Fermentation bezeichnete. Pasteur konnte zeigen, dass diese Prozesse durch bestimmte Eiweißstoffe, die lebende Mikroorganismen ausscheiden, verursacht werden. Diese Eiweißstoffe nannte man „Fermente“. Der deutsche Mediziner Willhelm Kühne bezeichnete alle Biokatalysatoren, die Eiweiß veränderten, als Enzyme. Im Jahr 1897 wird diese Bezeichnung als verbindlich in der Wissenschaft eingeführt. Enzyme als medizinische Therapieform im 19. Jahrhundert Ch. Santschi dipl. natw. ETH
  5. 5. • Enzyme sind Eiweißmoleküle, die biochemische Reaktionen steuern. Sie setzen dabei die Prozesse in Gang und beschleunigen sie. Deshalb werden sie auch Biokatalysatoren genannt. • Der deutsche Mediziner Wilhelm Friedrich Kühne hat erstmals 1878 die Bezeichnung „Enzyme“ verwendet. • Enzyme können ihre Wirkung nur bei bestimmten pH-Werten und Temperaturen voll entfalten. Enzyme Ch. Santschi dipl. natw. ETH
  6. 6. Speichelamylase Pankreaslipase Ch. Santschi dipl. natw. ETH
  7. 7. • Sie sind sehr empfindlich, so werden z.B. über die Nahrung zugeführte Enzyme größtenteils von der Magensäure zerstört. • Für unser Immunsystem spielen aktive Enzyme eine entscheidende Rolle, da Enzyme Entzündungen regulieren und die Fließfähigkeit des Blutes kontrollieren. • etwa 30.000 Enzyme sind für die Prozesse in unserem Körper zuständig • Ca. 30 Billiarden (30 mal 1 000 000 000 000 000 - Minimum) chemische Reaktionen laufen in jeder Sekunde ab: Atmung, Wachstum, Verdauung, Energiegewinnung, Reizleitung in den Nerven, Blutgerinnung, Heilungsprozesse nach Verletzungen oder die komplexen Abläufe des Immunsystems Enzyme Ch. Santschi dipl. natw. ETH
  8. 8. Funktionsweise von Enzymen • Wissenschaft hat bis heute rund 3.000 Enzyme im lebenden Organismus identifiziert - jedes erfüllt spezifische Aufgabe. • Enzyme beschleunigen als Biokatalysatoren biochemische Reaktionen. Ausgangsstoffe, die Substrate, werden im aktiven Zentrum des Enzyms gebunden - daraus bildet sich ein Enzym-Substrat-Komplex. • Enzyme zeichnen sich durch hohe Substrat- und Reaktionsspezifität aus, unter zahlreichen Stoffen wählen sie nur die passenden Substrate aus und katalysieren genau eine von vielen denkbaren Reaktionen. Ch. Santschi dipl. natw. ETH
  9. 9. Enzyme und Aktivierungsengergie Zeitachse a) Reaktion ohne Katalysator Zeitachse b) Reaktion mit Katalysator Energie
  10. 10. Enzyme als medizinische Therapieform Schon im Altertum hat man sich Enzyme in der Heilkunde zunutze gemacht: So hat der Prophet Jesaja ein Geschwür durch Auflegen eines „Feigenkuchens“ als Pflaster geheilt. (Jes. 38, 21) Heute ist durch wissenschaftliche Untersuchungen bekannt, dass das Feigen- Enzym Ficin die Wundheilung beschleunigt und Entzündungen hemmt. Ch. Santschi dipl. natw. ETH
  11. 11. Die meisten in der Therapie verwendeten Enzyme sind Protein abbauende (proteolytische) Enzyme; Ausnahmen sind Lipasen (Fett abbauend) und Amylasen (Stärke abbauend). Bromelain – isoliert aus Ananas Comosus Papain – isoliert aus Carica Papaya Nattokinase – isoliert aus dem Bazillus Subtilis Natto Serrapeptase – isoliert aus dem Bakterium Serratia E15, wird aus dem Darm der Seidenraupe gewonnen. Trypsin – isoliert aus der Bauchspeicheldrüse des Schweins Chymotrypsin – isoliert aus der Bauchspeicheldrüse des Schweins Pancreatin – isoliert aus der Bauchspeicheldrüse des Schweins Beispiele für Enzyme in der Therapie
  12. 12. Historische Entwicklung der Anwendung der Enzymtherapie
  13. 13. Enzymtherapie/ Enzyme in der Medizin • Für das Immunsystem sind Enzyme von zentraler Bedeutung: sie steuern das Gleichgewicht zwischen aktivierenden und hemmenden Immunreaktionen. • Enzyme können den Ablauf einer Entzündung beschleunigen und gleichzeitig Schwellungen, Schmerzen und Funktionseinschränkungen reduzieren. Dies geschieht z.B. über die Modulation von Zytokinen: 1. Nach Bestrahlungstherapie findet sich immer eine hohe Konzentration von TGF-β (Transforming Growth Factor) im Gewebe. TGF-β nimmt wahrscheinlich eine Schlüsselrolle bei der Pathogenese der strahlenbedingten Lungenfibrose ein. 2. Additive orale Enzymtherapie senkt erwiesenermaßen die TGF-β Konzentration und mildert die akuten NW der Radiatio wie etwa Schleimhautentzündungen oder Hautreaktionen (Gujral MS et al. Cancer Chemother Pharmacol (2001) 47 (Suppl) S23-S28)
  14. 14. • Reduktion von CD44 (häufig von Tumorzellen exprimiert) • Erhöhung der Zytotoxizität von Makrophagen (TNF) • Reduktion von TGF-Beta Sie stoppen somit das Tumorwachstum, Fibrosierung und Metastasenbildung Enzyme wirken: - thrombolytisch, - antiödematös, - antiphlogistisch, - analgetisch und immunmodulierend Wirkweise der Enzymtherapie in der Onkologie
  15. 15. Hauptwirkungen der systemischen Enzymtherapie in der Onkologie • Zytolytische und immunstimulierende Wirkung • Reduktion des TGF-Beta • Senkung des Fibroserisikos • Verringertes Tumorzellwachstum durch erhöhte Aktivität von Zellen des GALT • Reduktion von Metastasenbildung durch Hemmung der Expression von Adhäsionsmolekülen (Integrin, CD44) • Erhöhte Zytotoxizitat von Makrophagen (TNF-alpha apoptoseinduzierender Komplex Aktivierung spezifischer Caspasen Auslösung der Apoptose)
  16. 16. Weitere Hauptwirkungen: • Verringerung von Nebenwirkungen während und nach einer Strahlen- oder Chemotherapie • Verbesserung der Lebensqualität • Verlängerung der Überlebenszeit
  17. 17. Indikationen für die Enzymtherapie • Zusatztherapie bei soliden Tumoren wie Kolonkarzinom, Mammakarzinom und multiplem Myelom während und nach Strahlen- (Mucositis, Hautreaktionen) und Chemotherapie • Beseitigung (Spaltung) von zirkulierenden Immunkomplexen (rheumatische Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen wie MS) • Thrombophlebitis, postthrombotisches Syndrom • Ulcus cruris und Ödembehandlung • Lymphödeme generell und speziell nach Mammaoperationen (nach axillärer Lymphknotenentfernung)
  18. 18. • traumatisch bedingte Schwellungen • fibrozystische Mastopathie, Mastodynie • Adnexitis, Arthritis, Sinusitis • Prophylaxe und Therapie postoperativer Entzündungs- und Schwellungszustände • schlechte Wundheilung • virale Infekte (VZV, HSV-1, 2, Hepatitis, Influenza) Indikationen für die Enzymtherapie
  19. 19. Reduktion von Nebenwirkungen unter Strahlen / Chemotherapie Radiation therapy Oncology Group (RTOG) score, which describes radiation-caused side effects in a reproducible way and EORTC group for research into quality of life ohne Enzymtherapie mit Enzymtherapie
  20. 20. ohne Enzymtherapie mit Enzymtherapie
  21. 21. ohne Enzymtherapie mit Enzymtherapie
  22. 22. Adnexitis Ankylosierende Spondilitis (Bechterew) Arteriosklerose Brustkrebs Chronische Wunden (orale ET) Chronische Wunden (Salbe) Endometriose Glomerulonephritis Hämatome Herpes zoster Kolorektale Tumore Knochenbrüche Leberentzündung Lymphödeme Magengeschwüre Mastopathie Mittelohrentzündung Multiples Myelom Multiple Sklerose Osteoarthritis Prostatitis Radiotherapie (Nebenwirkungen) Rheumatoide Arthritis Sinusitis Thrombosen Thrombophlebitis Tonsillitis (Angina) Urogenitaltrakt Entzündungen Verletzungen Zahnextraktionen Liste von Erkrankungen worüber klinische Studien mit Enzymtherapie vorliegen
  23. 23. Studien über Enzymtherapie
  24. 24. Probiotika stärken Immunsystem und senken die Infektionsgefahr Effects of probiotics on serum levels of Th1/Th2-cytokine and clinical outcomes in severe traumatic brain-injured patients Min Tan et al 2011 Critical Care 15:R 290 • dreiwöchiger Studienverlauf an 43 bewusstlosen und künstlich beatmeten Patienten auf der Intensivstation (Schädelhirntrauma) • regelmäßig über eine Magensonde verabreichte probiotische Bakterien (dreimal täglich in hoher Konzentration von 10 hoch 9 cfu über 21 Tage) • 75% der normal ernährten Patienten infizierten sich mit mehr als zwei verschiedenen Krankenhauskeimen • Probiotikagruppe lag der Anteil hingegen bei weniger als 15%
  25. 25. Reduktion der Serum IL-10 Konzentration Serum IL 10 Konzentration
  26. 26. Anzahl und Art der Infektionen Probiotika - Gruppe Kontroll - Gruppe P value Art der Infektion Beatmungsassoziierte Pneumonie 7 (43.8%) 13 (68.4%) 0.182 Pneumoniea 2 (20%) 1 (16.7%) 1.000 Harnwegsinfekt 0 2 (7.7%) 0.471 Wundinfektion 0 0 Sepsis 0 0 Patienten mit Infektionen 9 (34.6%) 15 (57.7%) 0.095 Patienten mit einer Infektion 9 (34.6%) 14 (53.8%) Patienten mit zwei Infektionen 0 1 (3.8%) Data presented as n (%). aInvolved patients were not mechanically ventilated.
  27. 27. • Patienten aus der Probiotikagruppe zeigten einen signifikant höheren Anstieg an Serum-IL-12p70 und IFN Gamma – Spiegel (Makrophagenaktivierung) • Reduktion von IL-4 und IL-10-Konzentrationen. • Modulation des Immunsystems (über die Th1/Th2-Balance, bei Schädelhirntrauma Patienten massiv gestört) Conclusio: Enzyme stellen einen schonenden und effizienten Weg dar, um die gefürchteten Infektionen mit Krankenhauskeimen bei schwerkranken Patienten zu reduzieren. Probiotika senken Infektionsgefahr
  28. 28. Pouchoperation nach Colitis
  29. 29. • 36 Patienten mit Pouchitis (PDAI >7; mind. 2mal/Jahr bzw. kontinuierliche Antibiotika-Gabe) nach medikamentöser Remission (4 w) • Verum: probiotische Therapie über 12 Monate mit einer Mischung aus: Lactobacillus acidophilus, L. casei, L. plantarum, L. bulgaricum, Bifidobakterium longum, B. breve, B. infantis und Streptococcus thermophilus. • Kontrolle: Maispulver • Primärer Endpunkt: kumulative Remissionsrate nach 12 Mo (Anstieg PDAI (Pouchitis Disease Activity Index) score: klinische Symptome,endoskopische und histologische Untersuchungen in Biopsien) Probiotische Therapie bei Pouchitis Mimura et al, 2004
  30. 30. Kumulierte Remissionsraten
  31. 31. Probiotische Therapie bei Pouchitis Mimura et al, 2004 • Modifikation der Mikroflora • Normalisierung von Mukosa-Integrität und Funktion • Beeinflussung der Cytokin-Biosynthese: TNFα, Interferon γ iNOS(Stickstoffmonoxid-Synthase ), Matrix-Metalloproteinasen Gionchetti et al, 2000; Ulisse et al, 2001; Madsen et al, 2001
  32. 32. In Vivo Antitumoral Activity of Stem Pineapple (Ananas comosus) Bromelain In vivo Effekt von Bromelain auf Lewis Lungencarcinomzellen und Ehrlich Asciteszell Linien. A Ordinate Anzahl der Lungenmetastasen. Positive Kontolle mit 5-FU (20 mg/kg) und eine Negativkontrolle mit Salz. B Effekt von Bromelain auf die Anzahl von Asziteskarzinomzellen. Positive Kontolle mit 5-FU (20 mg/kg) und eine Negativkontrolle mit Salz. Roxana Báez1 et al Cuba Planta Med. 2007 Oct;73(13):1377-83. Epub 2007 Sep 24.
  33. 33. Orale Verabreichung proteolytischer Enzyme senkt erhöhten TGF-Beta Spiegel im menschlichen Blut Desser L et al Institute of Cancer Research, University of Vienna, Austria • Es konnte gezeigt werden, dass proteolytische Enzyme (Papain, Bromelain, Trypsin, und Chymotrypsin) TGF-Beta Spiegel im Serum senken, indem sie den Protease Inhibitor Alpha 2 Makroglobulin von der „langsamen“ in die „schnelle“ Form konvertieren, wodurch die schnelle Form TGF-Beta irreversibel bindet. Untersucht wurde der Spiegel von TGF-Beta im Serum von Patienten mit: Rheumatoider Arthritis (n-28), Osteomyelofibrose (n=7), Herpes Zoster (n=7), Kontrollgruppe (n=78) Ergebnis: • Die Behandlung von Gesunden oder Erkrankten mit normalen TGF-Beta Spiegeln führte zu keiner Veränderung. • Bei Patienten mit erhöhtem TGF-Beta (> 50 ng/ml Serum) verringerte OET TGF-Beta. Bei Patienten mit RA (P < 0.005), mit OMF (P < 0.05) und mit HZ (P < 0.05) Proteolytische Enzyme verringern nachweislich die Serumspiegel von TGF-Beta bei Patienten mit krankhafter Ursache für dessen Erhöhung Cancer Chemother Pharmacol. 2001 Jul;47 Suppl:S10-5.
  34. 34. METHODE 2,339 Brustkrebspatientinnen, die chirurgische, Strahlen- und Chemotherapie erhielten wurden in 219 Zentren erfasst. ERGEBNISSE • 75% der Testgruppe und 55% der Kontrollgruppe hatten nach Therapie „keine Beschwerden“. Analyse der Überlebensrate, Rezidivrate und Metastasenbildung zeigten bessere Werte in der Testgruppe. Von allen 2,339 Patients, gab es in 3,2% milde gastrointestinale NW der OET • Therapie mit Oralen Enzymen verbessert die Lebensqualität durch Verringerung von Symptomen der Tumorerkrankung • signifikante Verminderung der NW unter Chemo- und Strahlentherapie. • Niedrigere Rezidivrate – verlängerte Lebenszeit – weniger Metastasenbildung Cancer Chemother Pharmacol. 2001 Jul;47 Suppl:S45-54. Impact of complementary oral enzyme application on the postoperative treatment results of breast cancer patients-- results of an epidemiological multicentre retrolective cohort study. Beuth J et al Institute for Scientific Evaluation of Naturopathy, University of Cologne, Köln, Germany.
  35. 35. METHODIK: Kohorte von 1242 Patienten mit Colonkarzinom (dokumentiert in 213 Zentren), 616 erhielten Therapie mit Oralen Enzymen gegenüber 626 ohne Enzymtherapie. Wirkung auf die Nebenwirkung antineoplastischer Therapie und generell die Symptome der Grunderkrankung wie: Übelkeit, Erbrechen, Appetitänderung, Magenschmerzen oder Pathologie, Müdigkeit, Depression, Störung der Erinnerungsfähigkeit und Konzentration, Schlafstörungen, Schwindel, Dyspnoe, Kopfschmerzen, Tumorschmerzen, Kachexie, Hautprobleme und Infektionen ERGEBNISSE und SCHLUSSFOLGERUNG: • OE verbessern die Lebensqualität durch Verringerung einerseits der Symptome der Grunderkrankung und andererseits die Nebenwirkungen der antineoplastischen Therapie. • Die Studie liefert Beweise, dass Patienten durch eine verlängerte Lebenserwartung profitieren. • OE wurden generell gut vertragen. Cancer Chemother Pharmacol. 2001 Jul;47 Suppl:S55-63. Der Einfluss einer komplementären Therapie mit Oralen Enzymen auf Patienten mit kolorektalem Karzinom Popiela T et al Clinic of Gastroenterology, Cracow, Poland.
  36. 36. Neue Krankheit mit Aids-ähnlichen Symptomen Ursache Enzymmangel? - „Adult - Onset Immunodeficiency Syndrome" „Im Erwachsenenalter einsetzendes Immunschwäche-Syndrom“ - National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) Bethesda, USA - Erste Fälle 2004, bis jetzt ca. 100 Fälle in Taiwan und Thailand (Nicht dokumentierte Fälle wahrscheinlich vielfach höher) - extreme Anfälligkeit für Infektionen mit Viren, Bakterien und Pilzen (Tuberkulose, Lepra). - Spezifische Antikörper richteten sich gegen Interferon-Gamma (natürliche Immunabwehr) - Ähnliche Symptome wie bei HIV Mycobacterium tuberculosis
  37. 37. Fasten und Enzyme (Fasting) Fasten verlängert das Leben - Fasten bewirkt, dass das Enzym Sirtuin-1 vermehrt exprimiert wird (beim Menschen 7 verschieden Typen) - Expression von FOXO3 wird angeregt („Altersgen“) - Abbau der Telomere an den Enden der Chromosomen wird verhindert - Sirtuine komme in Schalen roter Trauben, Heidelbeere (Blueberry) und im Grüntee vor (Resveratrol). - Steigen bei Ausdauersport stark an - verhindert Diabetes Typ 2, Krebs, Schlaganfall und Demenz (Alzheimer).
  38. 38. Aronia - Apfelbeere Aronia melanocarpa Aronia arbutifolia - Ursprüngliche Heimat Osten Nordamerikas - Seit 1910 in Polen und Russland als Heilpflanze große Verbreitung
  39. 39. - Schutz vor Thrombozytenaggregation - Schutz vor freien Radikalen ROS (Reactive oxygen species) - Schutz vor erhöhten Blutfettwerten (Plasma Cholesterin, LDL-Cholesterin und Triglyceriden) - Positiver Einfluss auf Diabetes mellitus Typ 2 - Antimutagene Wirkung - Leberschützende Wirkung - Schutz der Magenschleimhaut - Entzündungshemmende Wirkung Wirkungen der Apfelbeere
  40. 40. Beerensorte ORAC (mol Trolox Equivalent/g FG) Anthocyane (mg Cyanidin-3- Glukoside/g FG) Phenole (mg Gallensäure equivalent/g FG) Blaubeere 28,9 1,20 4,12 Cranberry 18,5 0,32 3,15 Preiselbeere 38,1 0,45 6,52 Apfelbeere (Aronia) 160,2 4,28 25,56 ORAC, Anthocyan- und Phenolgehalt der Beeren im Vergleich (nach Zheng und Wang 2003) ORAC = Oxygen Radical Absorbance Capacity
  41. 41. Die Wirkstoffe der Apfelbeere (Antioxidantien) schützen gegen Freie Radikale

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