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5. Was wollen Sie sagen? Wie sollten Sie es sagen? ............... 129   5.1 Die Vorbereitung konkret: Persönlich, am Tele...
9. Streiten ohne Blessuren – wie Sie Auseinandersetzungen   ins Positive wenden .............................................
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Bereichen für den Erfolg und die Durchsetzungsfähigkeit grund-legend ist. Einfühlungsvermögen und der jeweiligen Kommunika...
1.Einleitung
Die Entwicklung unserer modernen Welt macht es nötig, dass be-stimmte Bücher geschrieben werden. Sie sind notwendig, weil ...
nervös und fragen uns, ob noch alles in Ordnung sei. Merken Sie?Der Inhalt der Botschaft ist fast unbedeutend geworden. Es...
Mein Buch soll Ihnen helfen, sich besser zu erkennen: Werden Siesich klar darüber, wie Sie ticken, was Sie für ein Typ sin...
Mein Buch richtet sich an alle, die ihre Kommunikation optimierenmöchten. Der Schwerpunkt liegt aufgrund meiner Erfahrunge...
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Studentin begegnete. Sie sprach ihn an: „Schulz von Thun, du musstviel lockerer werden!“ (Schulz von Thun, Band 2, 2008, S...
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KLARTEXT!

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Wirkungsvolle, treffende und situationsgerechte Kommunikation in Beruf und Alltag

Unsere Kommunikation und unser Umgang miteinander haben sich verändert. Wir kommunizieren zwar viel und häufig, doch das meiste verpufft ohne (die erwünschte) Wirkung. Ob Smalltalk, Verkaufsgespräch, Brief oder E-Mail: Häufig plaudern wir einfach drauflos und kommen nicht auf den Punkt. Sachgerechte, klare, offene und ehrliche Kommunikation ist selten. Worthülsen, Leerformeln und nebulöse Verschleierungen sind Auslöser von Missverständnissen oder verhindern, dass unsere Botschaften ankommen.

Der Kommunikationstrainer Hans Eigenmann zeigt in seinem Buch im Klartext auf, wie Sie – vom Auszubildenden über die Mitarbeiterin im Kundendienst und den Verkäufer bis hin zum Chef – zukünftig Überzeugungskraft entfalten, Kommunikationsfallen umgehen, präzise und situationsgerecht formulieren und dadurch einfach besser ankommen.

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  4. 4. Hans EigenmannKLARTEXT!Wie uns Kommunikation gelingt1. Auflage 2011© BusinessVillage GmbH, GöttingenBestellnummernISBN 978-3-86980-119-3 (Druckausgabe)ISBN 978-3-86980-120-9 (E-Book, PDF)Direktbezug www.BusinessVillage.de/bl/853Bezugs– und VerlagsanschriftBusinessVillage GmbHReinhäuser Landstraße 2237083 GöttingenTelefon: +49 (0)5 51 20 99–1 00Fax: +49 (0)5 51 20 99–1 05E–Mail: info@businessvillage.deWeb: www.businessvillage.deLayout und SatzSabine KempkeIllustration auf dem UmschlagNLshop, www.istockphoto.comDruck und BindungDruckerei Hubert & Co GmbH und Co KG, GöttingenCopyrightvermerkDas Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertungaußerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlagesunzulässig und strafbar.Das gilt insbesondere für Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung und die Einspei-cherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.Alle in diesem Buch enthaltenen Angaben, Ergebnisse usw. wurden von dem Autor nachbestem Wissen erstellt. Sie erfolgen ohne jegliche Verpflichtung oder Garantie des Verlages.Er übernimmt deshalb keinerlei Verantwortung und Haftung für etwa vorhandene Unrich-tigkeiten.Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesemWerk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solcheNamen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachtenwären und daher von jedermann benutzt werden dürfen.
  5. 5. InhaltÜber den Autor ......................................................................71. Einleitung ..........................................................................92. Kommunikationstypen und ihr Umgang mit anderen ........... 15 2.1 Die Labertasche oder Plaudertante ................................. 20 2.2 Der Stille.................................................................... 25 2.3 Die Fundierte .............................................................. 31 2.4 Der Egozentriker .......................................................... 39 2.5 Der Nachplapperer ....................................................... 47 2.6 Die Besserwisserin ....................................................... 52 2.7 Der Normalo ............................................................... 573. Kommunikation konkret – was für KLARTEXT! wirklich wichtig ist ....................................................................... 61 3.1 Überblick ................................................................... 62 3.2 Hierarchien in der Kommunikation.................................. 63 3.3 Mailen, simsen, twittern, Briefe schreiben … Das Medium und die Botschaft ........................................................ 69 3.4 „Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung!“ – Offizielle Kommunikation kritisch betrachtet – und die entscheidenden Tipps ...................... 75 3.5 Festreden und Ansprachen – der eigentlich unwichtige Fall … ....................................................................... 844. Vor dem KLARTEXT!-Reden oder -Schreiben: Verschaffen Sie sich Klarheit! .............................................................. 89 4.1 Wer bin ich? Was denke ich? Wofür stehe ich? .................. 91 4.2 Verstehe ich mein Gegenüber und seine Situation?............ 97 4.3 KLARTEXT! Reden und schreiben Sie unvernebelt … ........ 111 4.4 Wer logisch denkt, kommuniziert auch logisch ............... 125 Inhalt |3
  6. 6. 5. Was wollen Sie sagen? Wie sollten Sie es sagen? ............... 129 5.1 Die Vorbereitung konkret: Persönlich, am Telefon und schriftlich .......................................................... 130 5.2 Jede Kommunikation ist eine Story! Aufbau und Gestaltung ............................................................... 1356. Gesprächs- und Textaufbau konkret – so sage ich es! ......... 141 6.1 Positives Sprechen – keine Esoterik! ............................. 142 6.2 Einfach KLARTEXT! – Vom Reden ohne Umwege .............. 144 6.3 Zwischen den Zeilen lauert das Missverständnis – vom guten Ton .......................................................... 1497. Hoppla, hier komme ich! – Wie Sie in Erinnerung bleiben .. 163 7.1 Überzeugen in der Kommunikation – das funktioniert tatsächlich ............................................................... 164 7.2 Texten Sie niemanden zu! – Grenzen und Ende Ihrer Botschaften .............................................................. 171 7.3 Breitseiten schaden! – Schlagfertigkeit wohldosiert einsetzen ................................................................. 175 7.4 Bleiben Sie in Erinnerung! – Wie Sie sich unvergesslich machen .................................................................... 1788. Eigenarten von Gesprächen – adäquates Verhalten im Geschäftsleben .......................................................... 181 8.1 Der Small Talk – anspruchsvoller als manche denken! ...... 182 8.2 Verhandlungen: Der Erfolg lässt sich planen .................. 186 8.3 Entscheidungsfindung – ergiebige Sitzungen und Diskussionen ohne Stress ............................................ 190 8.4 Präsentationen im Geschäftsleben – langweilen Sie nicht! ................................................................. 194 8.5 Wenn es schiefgegangen ist: Umgang mit Reklamationen und Beschwerden ...................................................... 1964 | Inhalt
  7. 7. 9. Streiten ohne Blessuren – wie Sie Auseinandersetzungen ins Positive wenden ........................................................ 201 9.1 Konflikte gehören zu uns Menschen .............................. 202 9.2 Rückblick: Was Sie wissen müssen, wenn‘s kracht............ 203 9.3 Konflikte als Eskalationsstufen-Leiter: Steigen Sie frühzeitig aus! .......................................................... 205 9.4 Mediation für alle: Wie Sie Ihre Konflikte positiv bewältigen können .................................................... 21010. Zum Schluss: Worauf Sie immer achten sollten ................ 217 10.1 Nehmen Sie die „Meta-Perspektive“ ein und schauen Sie von außen ............................................................... 218 10.2 Wie präsentiert sich Ihre Situation und was ist wichtig für Sie? ................................................................... 219 10.3 Vorbereitung: Keine Spontan-Kommunikationen ohne Not!................................................................ 22111. Schlusswort ................................................................. 22312. Literatur- und Quellenverzeichnis .................................. 227 Inhalt |5
  8. 8. Über den AutorHans Eigenmann, geboren 1956, lebt und arbeitet in Schaffhausen(Schweiz). Nach der Erstausbildung als Elektromonteur holte er aufdem zweiten Bildungsweg die Matura nach und studierte an derUniversität Zürich Germanistik, allgemeine Geschichte und Litera-turkritik. Er wirkte viele Jahre als Gymnasiallehrer für Deutsch undGeschichte und hatte Führungspositionen in Schulen und öffentli-chen Körperschaften inne, bis er sich 2003 selbstständig machte.Der Kommunikationstrainer und Coach trainiert und begleitet heuteals Inhaber der BRAinPUT GmbH, Training & Coaching, Menschen imVerkauf und im Umgang mit Kunden, in der Mitarbeiterführung, inder professionellen Kommunikation am Telefon sowie in Selbstorga-nisation und in der individuellen Potenzialausschöpfung.Zentral im Wirken und Lehren von Hans Eigenmann ist die ge-konnte Kommunikation: Wer besser verkaufen, erfolgreicher mitMitmenschen umgehen und gezielter führen möchte, muss gutkommunizieren. In all seinen Seminaren steht denn auch die Kom-munikationsfähigkeit an erster Stelle, weil sie in allen genannten Über den Autor |7
  9. 9. Bereichen für den Erfolg und die Durchsetzungsfähigkeit grund-legend ist. Einfühlungsvermögen und der jeweiligen Kommunika-tionssituation angepasstes Verhalten entscheiden fast immer überdas Gelingen unserer Vorhaben. Auch in Beziehungen sind es immerwieder Fehler in der Gesprächskultur, welche zu Problemen und oftleider auch zu Trennungen und schmerzhaften Erfahrungen führen.Das Buch fasst die aktuellen Erkenntnisse und die breiten Erfahrun-gen des Autors in der erfolgreichen Kommunikation zusammen undzeigt an zahlreichen Beispielen, wie Sie Ihren Umgang mit IhrenMitmenschen nachhaltig verbessern können.Kontakt:Internet: www.brainput.chE-Mail: eigenmann@brainput.ch8 | Über den Autor
  10. 10. 1.Einleitung
  11. 11. Die Entwicklung unserer modernen Welt macht es nötig, dass be-stimmte Bücher geschrieben werden. Sie sind notwendig, weil siedie negativen Folgen gewisser Errungenschaften zu kompensierenhelfen. Dies ist ein solches Buch. Viele Menschen haben verlernt,erfolgreich und wirkungsvoll zu kommunizieren, obwohl dafür eineüberschaubare Anzahl von Techniken und Regeln durchaus reicht.Diese Regeln möchte ich Ihnen mit meinem Werk vermitteln oderwieder in Erinnerung rufen. Und ich will Sie natürlich anregen, dieTipps auch anzuwenden – zu Ihrem eigenen Nutzen!Schlagen Sie eine beliebige Zeitung oder ein Magazin auf. Sie werdenin fast jeder Ausgabe einen Artikel zum Thema „Kommunikations-gesellschaft“ lesen können. Der Trend ist offensichtlich: Nach derindustriellen Revolution im 19. Jahrhundert folgte die Automatisie-rung in der Mitte des letzten Jahrhunderts. Dies setzte aufgrund derProduktivitätssteigerungen Kräfte frei, welche den Siegeszug der so-genannten Dienstleistungsgesellschaft während der 70er- bis zu den90er-Jahren ermöglichten. Nach dem umfassenden Durchbruch desPersonal Computers und der heute beinahe weltumspannenden Ver-netzung mit leistungsfähigen Datenleitungen und Mobilfunknetzenkonzentrieren sich seit einem guten Jahrzehnt die profitabelstenDienstleistungsunternehmen auf den Verkauf und die Vermittlungvon Informationen. Die Informationsgesellschaft ist geboren.Das Medium ist die Botschaft: Marshall McLuhan, der amerikanischeKommunikationswissenschaftler, sah schon 1967 voraus, dass einesTages das Äußere, also die Form einer Botschaft, deren Inhalt anBedeutung übertreffen würde. Wie recht er bekommen hat! Seienwir ehrlich mit uns selber. Wenn unser Handy seit einigen Stundenkeinen SMS-Eingang von unserem Partner signalisiert hat, wenn seitWochen von der Erbtante keine E-Mail in unserem Posteingangs-ordner eingegangen ist, wenn der überaktive und sich auf Reisenbefindliche Chef seit Stunden nicht angerufen hat, dann werden wir10 | Einleitung
  12. 12. nervös und fragen uns, ob noch alles in Ordnung sei. Merken Sie?Der Inhalt der Botschaft ist fast unbedeutend geworden. Es zähltnur noch die Tatsache, dass eine Botschaft angekommen ist.Dieser Trend zur Marginalisierung des Inhaltes hat aber Folgen. Wirhaben über weite Strecken verlernt, unsere Anliegen so zu verkau-fen, dass sie auch sachgerecht und in unserem Sinn ankommen unddamit Erfolg haben. Erfolgreiche Menschen machen uns klar, dasseffiziente Kommunikation und ein sympathischer Auftritt immernoch die besten Mittel sind, sich und seine Ziele durchzusetzen.Unsere Sprache, gängige Verhaltensweisen und die meisten Regelndes Anstandes sind entstanden, weil die Menschen sicherstellenwollten, dass sie sich jederzeit richtig und situationsgerecht ver-stehen. Die geschilderte Entwicklung aber hat zur Folge, dass vieleunter uns nicht mehr in der Lage sind, sich so zu verhalten, dasssie einerseits gut ankommen und andererseits auch in ihrem Sinnverstanden werden. Das schnoddrige SMS an den Geschäftspartner,die mit sprachlichen Fehlern durchsetze E-Mail an den Kunden oderein gehetztes Telefongespräch mit dem Kollegen in der Firma habenunter Umständen verheerende Folgen. Hier wird es dann tatsächlichzum großen Nachteil, dass die Form über den Inhalt triumphiert.Schließlich sind es nicht zuletzt nonverbale Elemente, die in einerGesellschaft, in der das Medium alles und die Botschaft nichts ist,zum entscheidenden Faktor für unseren Erfolg in Beruf und Alltagwerden. Barack Obama hat Charisma. Charismatische Menschen wir-ken auf andere, sie können beeinflussen und ihre Anliegen durch-setzen. Leider fällt uns Charisma nicht einfach in den Schoß. Aberwir kennen heute genügend Wirkfaktoren, die uns helfen, erfolgrei-cher zu kommunizieren, unsere Wünsche und Anliegen durchzuset-zen und deshalb in Beruf und Privatleben erfolgreicher zu sein. Einbeträchtlicher Teil charismatischen Wirkens ist tatsächlich lernbar! Einleitung | 11
  13. 13. Mein Buch soll Ihnen helfen, sich besser zu erkennen: Werden Siesich klar darüber, wie Sie ticken, was Sie für ein Typ sind, wofürSie einstehen und wie Sie mit anderen umgehen. Erst wenn Sie daswissen, können Sie Ihren Umgang mit anderen Menschen, ob Chef,Untergebene, Kolleginnen, Freunde oder Wählerinnen, so optimie-ren, dass Sie besser ankommen und mehr Erfolg haben. Ich zeige Ih-nen die wesentlichen Erkenntnisse der Kommunikationspsychologieauf – und wie Sie diese einfach und wirkungsvoll anwenden können.Mir ist es wichtig, Sie nicht mit komplizierten wissenschaftlichenErkenntnissen zu langweilen, sondern Ihnen bewährte und erprobteTechniken zu vermitteln, die Sie wirklich weiterbringen.Ich zeige Ihnen, wie Sie ein Gespräch vernünftig und ergebnisorien-tiert aufbauen, wie Sie sprechen sollten und wie Sie jene Inhalte,die Ihnen wichtig sind, auch hinüberbringen. Dass dazu auch einangemessenes Verhalten im Gespräch gehört, dass Sie sich nicht vonIhren Emotionen leiten lassen dürfen und dass Sie Ihrem Gegen-über immer klar machen sollten, welches sein Nutzen aus der Kom-munikation mit Ihnen ist, liegt auf der Hand. Es gibt „Waffen derÜberzeugung“, die Sie kennen sollten, wenn Sie erfolgreicher seinmöchten.Schließlich gebe ich Ihnen das Handwerkszeug mit, um auch inschwierigen Situationen, zum Beispiel wenn es Beschwerden oderReklamationen gibt oder – noch schlimmer – gar Streit, überzeu-gend und professionell agieren zu können. Gerade das zeichnet jaden Kommunikationsprofi aus.Ich freue mich, dass Sie sich entschlossen haben, Ihre Kommuni-kationstechniken den Erfordernissen unserer modernisierten undtechnisierten Welt anzupassen – und darob nicht vergessen möch-ten, dass hinter jeder elektronischen Botschaft ein menschlichesAnliegen steht.12 | Einleitung
  14. 14. Mein Buch richtet sich an alle, die ihre Kommunikation optimierenmöchten. Der Schwerpunkt liegt aufgrund meiner Erfahrungen imgeschäftlichen Bereich, aber alle vermittelten Techniken sind natür-lich auch im privaten Bereich, im Vereinsleben und in der öffentli-chen Kommunikation anwendbar. Ich würde mich sehr freuen, wennmein Buch auch in Berufsschulen und in der Ausbildung im weiterenSinn Verwendung finden könnte.Schaffhausen, im Sommer 2011 Einleitung | 13
  15. 15. Bemerkungen zu weiblichen und männlichen Formen im BuchIn einem Buch über Kommunikation geht es nicht an, die Frageder weiblichen und männlichen Formen einfach nicht anzusprechen.Schließlich stehen wir alle fast täglich vor der Frage, wie wir dieseseit Jahren brisante Angelegenheit handhaben sollen, ohne jeman-den zu verletzen.Fakt ist zum Glück, dass sich der Aufruhr um diese Problematiketwas gelegt hat. Natürlich nicht zuletzt deshalb, weil viele Auto-rinnen und Redner sich der Frage bewusst geworden sind und nichtmehr nur männliche Formen benutzen. Dennoch sollten wir nichteinfach zum früheren Status zurückgehen und nach dem etwaswohlfeilen Prinzip vorgehen, dass „die männlichen Formen immerauch die weiblichen mit einschließen“.Dieses Buch hält sich an folgende Regeln und Prinzipien:• Ich wechsle wo immer möglich zwischen männlichen und weib- lichen Formen ab.• Wenn es möglich und sinnvoll ist, verwende ich neutrale For- men, also Sprechende statt Sprecherin oder Sprecher.• Wo das Abwechseln sprachlich keinen Sinn macht, verwende ich aber nur eine Form oder führe beide Formen an.• Dies kann auch dazu führen, dass in einzelnen Abschnitten die eine oder die andere Form dominiert. Dahinter steht keine Dis- kriminierungsabsicht.• Das große I in sprachlichen Formen (LehrerInnen) ist nicht mehr modern; ich verzichte daher konsequent auf diese gestelzt wirkende Form.Diese Regeln gelten durchaus auch als Empfehlung an meine Lese-rinnen und Leser, die vor der Frage stehen, wie sie mit dieser Prob-lematik umgehen wollen.14 | Einleitung
  16. 16. 2.Kommunikationstypen und ihrUmgang mit anderen
  17. 17. Der durchschnittliche Bewohner industrialisierter Länder hat gemäßzahlreichen Erhebungen täglich gegen hundert menschliche Kon-takte. Dazu gehören Zufallsbegegnungen in der Stadt so gut wieMailkontakte, Facebook-Kommunikation, persönliche Gespräche,Telefonate am Arbeitsplatz oder gezieltes Zusammensein mit Freun-den oder Vereinskollegen in der Freizeit.Schon in der Antike versuchten Denker, die Komplexität der mensch-lichen Verhaltensweisen in bestimmte, beschreibbare Kategorieneinzuteilen, damit der Umgang mit unterschiedlichen Charakterenplanbarer, einfacher und erfolgreicher wird.Schon der gesunde Menschenverstand und unsere Lebenserfahrunghaben uns klar gemacht, dass es hilfreich ist, wenn wir unser Ver-halten auf zu erwartende Reaktionen jener Menschen ausrichten,mit denen wir es zu tun haben. Auch Sie haben sich eine gewisseMenschenkenntnis erworben, die Ihnen hilft, Ihre Mitmenschen undderen Charakteristika einzuschätzen. Sie agieren dann sogenanntadressatengerecht und sind damit erfolgreicher. Ein Beispiel: WennSie einem Kollegen an Ihrem Arbeitsplatz etwas erklären müssen,passen Sie sich automatisch seinem Typ an: Einem Schnelldenkermit brillanter Auffassungsgabe erklären Sie ein Problem geraffterund kürzer als einem Mitmenschen, der etwas schwer von Begriffist.Psychologie, Soziologie und Anthropologie beschäftigen sich seitLangem mit Denkmustern, Verhaltensweisen und menschlichenEigenschaften. Wie alle Wissenschaften versuchen sie dabei, Kate-gorien zu bilden, in welche die verschiedenen Charaktere eingeteiltwerden können. Das Bilden und Beschreiben von Menschengruppenmit ähnlichen Eigenschaften und Verhaltensweisen, eben Typolo-gien, kann sehr hilfreich sein, weil es die Vielfalt reduziert undangepasste Reaktionen auf unserer Seite erlaubt. Die bekanntes-16 | Kommunikationstypen und ihr Umgang mit anderen
  18. 18. te, aber auch fragwürdigste Typologie ist die Astrologie mit ihrenSternzeichen, deren Basis der Geburtszeitpunkt ist. Das Prinzip istaber dasselbe wie bei allen anderen Typologien: Den zwölf Tierkreis-zeichen werden jeweils gewisse Eigenschaften zugeschrieben, dieeine gewisse Regelhaftigkeit im Verhalten bewirken.Interessanter und komplexer sind Typologien, die sich auf bestimm-te Verhaltensweisen und Charaktereigenschaften stützen. Beinaheaus jeder psychologischen Schule stammt eine Typologie: Alfred Ad-ler mit seiner „Typologie der Fehlschläge“, Carl G. Jung mit seinen„Psychologischen Typen“, das aus der orientalischen Wissenschaftstammende Enneagramm und zudem zahlreiche Systeme, welche fürbessere Verkaufsergebnisse oder elegantere Kundenbeeinflussungentwickelt wurden. Viele Verkaufsfachleute kennen beispielsweisedie Unterscheidung ihrer Kunden in Grüne, Blaue, Gelbe und Rote.Es liegt auf der Hand, dass die Anzahl der „Schubladen“, in die wirMenschen einteilen, für die Differenziertheit des Systems maßge-bend ist. Typologien mit nur drei oder vier Kategorien haben nursehr begrenzte Aussagekraft und werden daher der Komplexitätunserer Mitmenschen und ihres Verhaltens kaum gerecht. Sie ver-allgemeinern und blenden zumeist auch wichtige Faktoren aus.Für unsere Frage der wirksamen und erfolgreichen Kommunikationund zur Frage des Nutzens und der wissenschaftlichen Seriosität vonTypologien lassen sich vier Schlüsse ziehen:1. Die Einteilung von Menschen aufgrund ihrer Eigenschaften und Verhaltensweisen kann durchaus hilfreich sein bei der schnel- len Einordnung und Einschätzung. Dies insbesondere bei neuen Kontakten, wo sie uns helfen, das eigene Handeln danach aus- zurichten. Kommunikationstypen und ihr Umgang mit anderen | 17
  19. 19. 2. Wenn wir festhalten, dass Typologien dann genauer und fairer sind, wenn sie eine möglichst hohe Anzahl von „Schubladen“ enthalten, müsste eigentlich der Astrologie mit ihren zwölf Tierkreiszeichen die beste Note gegeben werden. Dies kann aber deshalb nicht richtig sein, weil es natürlich darauf an- kommt, wie die Kategorien eingeteilt werden. Dass im Zeitalter der eingeleiteten Geburten und der Kaiserschnitte nicht der Geburtszeitpunkt das Einteilungskriterium sein kann, liegt auf der Hand.3. Die Einteilungskriterien von Typologien müssen daher sehr genau beurteilt werden. Aus meiner Sicht ist es am nützlichs- ten, wenn wir den maßgebenden Fokus je nach Situation und je nach unserem Interesse an der jeweiligen Interaktion mit anderen festlegen. Konkret: Im Verkauf sind dies halt andere Faktoren als bei der Partnersuche!4. Um typische Verhaltensweisen in der Kommunikation kate- gorisieren zu können, dürfen wir die Einteilungskriterien der bekannten psychologischen Typologien etwas vereinfachen.Aus diesen Gründen gibt es auch keine „richtigen“ und keine „fal-schen“ Typologien. Da dieses Buch Ihnen helfen möchte, IhreKommunikation in Beruf und Alltag zu optimieren, müssen wir Ein-teilungskriterien finden, die den im kommunikativen Umgang mitKunden, Untergebenen, Vorgesetzten, Kolleginnen oder Kollegenund privaten Bekannten notwendigen und wirksamen Anforderun-gen genügen.Meine Einteilung ist daher recht unkonventionell, aber gemäß mei-nen Erfahrungen sehr ergebnisorientiert und brauchbar. Sie beziehtsich tatsächlich konkret auf Verhaltensweisen und Charakteristikenin der Kommunikation. Menschen verhalten sich in der Art und Wei-se, wie sie Beziehungen aufbauen und pflegen, wie sie sich selberdarstellen und wie sie beurteilt werden möchten, sehr unterschied-18 | Kommunikationstypen und ihr Umgang mit anderen
  20. 20. lich. Diese Faktoren habe ich verwendet für die vielleicht unkon-ventionell anmutende, aber im Alltag in Beruf und Privatleben sehrnützliche Kategorisierung, die ich Ihnen im Folgenden aufzeigenmöchte. Sie stützt sich im Einzelnen auf Erkenntnisse aus bekann-ten Typologien, nimmt aber für sich in Anspruch, einen neuenZugang zu skizzieren. Wenn ich mich im Folgenden auf bekannteEinteilungen stütze, nenne ich die zugrunde liegenden Werke undführe die Quellen in der Literaturliste auf.Eine Typologie ist so gut wie ihre Anwendbarkeit praktisch und un-kompliziert ist. Sie können mit Ihren Kunden im Geschäftslebenoder neuen Bekannten im Privaten keine langen Tests absolvieren!Folglich muss eine Einteilung gerade im digitalen Zeitalter rasch undspontan möglich sein. Dies war denn auch meine Motivation, einenneuen Zugang zu den unterschiedlichen kommunikativen Verhal-tensweisen der Menschen zu suchen und zu skizzieren, der diesenmodernen Anforderungen genügt.Denken Sie daran: Sie werden für sich selber – und auch für IhreKommunikationspartner – kaum je einen Vertreter eines Typs inabsoluter Reinheit finden. Es gehört dazu, dass Sie sich zumeistin mehreren Typen wiedererkennen. Dennoch hat „diese oder jeneStrömung ein besonders breites oder tiefes Flussbett“, wie Schulzvon Thun, einer der bekanntesten deutschen Psychologieprofesso-ren, sagt (Schulz von Thun, Band 2, 2008, S. 58). Mit diesem schö-nen sprachlichen Bild meint der Wissenschaftler, dass menschlichesKommunikationsverhalten bei aller Vielseitigkeit doch bestimmtenLeitplanken folgt, die zu erkennen äußerst hilfreich ist.Beginnen möchte ich mit der „Gretchenfrage“: Was für ein Kommu-nikationstyp bin ich denn selbst? Auch dazu braucht es keine Testsund teuren Analysen, sondern nur etwas Mut, das eigene Verhal-ten ohne Scheuklappen zu beurteilen – und dann dazu zu stehen. Kommunikationstypen und ihr Umgang mit anderen | 19
  21. 21. Und wenn Sie dann wissen, wie SIE ticken, können Sie auch bessererkennen, auf welche Kategorien Ihr Gegenüber mit großer Wahr-scheinlichkeit am besten anspricht.2.1 Die Labertasche oder PlaudertanteHerr Eugen Sprecher (50) ist Geschäftsleiter einer mittelgroßen Unter-nehmung im Dienstleistungssektor. Sitzungen mit seinen Abteilungs-leitern dauern in der Regel sehr lange, Gespräche mit Mitarbeitendenund Geschäftspartnern oder Verkäufern anderer Unternehmen ebenso.Beobachten wir den Besuch des Vertreters einer Weiterbildungsfirmabei Herrn Sprecher, der mit dem Trainer über mögliche Maßnahmender Mitarbeiterförderung im Betrieb reden und mit ihm Vorschlägedazu diskutieren und erarbeiten möchte. Nachdem sich die beiden imBesprechungszimmer gesetzt haben, holt Sprecher zu einem dreivier-telstündigen Referat über sein Unternehmen, seine Mitarbeitendenund deren Leistung sowie über seine alltäglichen Sorgen und Nöte alsGeschäftsleiter aus. Schon nach fünf Minuten wird er sehr persönlich,erzählt von sich, seiner Art zu führen und seinen Erfolgen und Sorgenin den letzten zwanzig Jahren. Dem Besucher ist es völlig unmög-lich, das Gespräch in die von ihm gewünschte Richtung zu lenken.Eigentlich möchte er ja wissen, wo er mit einem Trainingskonzept inSprechers Unternehmen ansetzen kann und welche Ziele dieser er-reichen möchte. Dies ist aber völlig unmöglich: Sprecher erzählt underzählt; das einzige, was er von seinem Gegenüber erwartet (und wohlauch braucht), ist Zustimmung und Anerkennung, dass er ja ohnehinschon alles richtig macht. Versuche des Besuchers, den Unternehmermittels Nachfragen und Unterbrechungen in die vereinbarte inhaltli-che Richtung des Gespräches zu lenken, misslingen kläglich. NachdemSprecher dem Trainer auch noch erzählt hat, aus welchen schwerwie-genden Gründen er nur noch in Österreich Skiurlaub macht, bricht20 | Kommunikationstypen und ihr Umgang mit anderen
  22. 22. dieser das Gespräch ab und zieht unverrichteter Dinge wieder davon.Fazit: Die Ziele der Kommunikation zwischen den beiden sind nichterreicht, das Gespräch ist gescheitert.Der Kommunikationstyp, den der Unternehmer im obigen Beispielrepräsentiert, ist uns allen wohlbekannt. Wir begegnen ihm in derBahn auf dem Arbeitsweg, im Pausenraum in der Firma und in derFreizeit im Bekanntenkreis. Auch Schulz von Thun beschreibt einenKommunikationsstil, der unserem Typ der Labertasche sehr nahe-kommt: Er nennt ihn den „mitteilungsfreundlichen-dramatisieren-den Stil“ (Schulz von Thun, Band 2, 2008, S. 228 ff.).Merkmale und Charakteristika der LabertascheLabertaschen und Plaudertanten inszenieren sich gerne selbst. Siebrauchen Aufmerksamkeit, Zustimmung und Applaus von ihren Mit-menschen. Dieser Kommunikationstyp ist zumeist ein unterhalt-samer Gesprächspartner; uns wird selten langweilig mit ihm. Nacheinem Abend mit einer Labertasche bleibt ihrem Gegenüber aber oftein schales, unbefriedigtes Gefühl: Ein echtes Gespräch mit gegen-seitig aufgenommenen Inhalten, mit einem Hin und Her von Stand-punkten und Meinungen ist oft gar nicht möglich. Man fragt sich,ob sich die Plaudertante überhaupt für einen interessiert. Bei derKategorisierung hilfreich ist die Analyse, wie oft so jemand Fragenstellt: Echte Angehörige dieses Kommunikationstyps interessierensich kaum für das Befinden oder für Ansichten ihrer Gesprächspart-ner. Ihre kommunikative Grundbotschaft ist die „Selbstkundgabe“(Schulz von Thun, Band 2, 2008, S. 229).Andere Persönlichkeitsanalysen reden vom „expressiven Typ“. Ange-hörige dieses Kommunikationsstils benötigen für ihre Zufriedenheitsoziale Beachtung, Beliebtheit, die Möglichkeit, anderen zu helfen Kommunikationstypen und ihr Umgang mit anderen | 21
  23. 23. oder sie zu motivieren. Sie möchten in starkem Ausmaß anerkanntwerden und scheuen in der Regel Konflikte. Es wundert nicht, dassAngehörige dieses Typs oft in Berufen des Showbusiness und derPolitik, im Verkauf und im Kundendienst oder in der Kunst zu fin-den sind. Menschen mit diesen Eigenschaften ziehen aus den ge-nannten Eigenschaften auch konkrete Vorteile: Ein Verkäufer odereine Politikerin ohne Ausdrucksstärke wird kaum erfolgreich sein.Das bekannte Modell von Virginia Satir mit ihren vier Kommunika-tionstypen kennt die Plaudertasche auch: Sie spricht vom Typ des„Ablenkers“ (Satir, 2007). Die Autorin präzisiert noch, dass dieserTyp gerne vom eigentlichen Thema abschweift, viel von sich selberredet und es meist verunmöglicht, eine Sache auf den Punkt zubringen.Ein deutliches Erkennungsmerkmal dieses Kommunikationstyps istauch die emotionale Betonung, welche die Interaktionen mit sol-chen Menschen kennzeichnet. Sie „regen sich auf“ oder sie sindgerade „äußerst betroffen“. Dies erlaubt es ihnen, das Gegenübergar nicht ins Blickfeld zu rücken oder aber nur als Publikum wahr-zunehmen. Oft stören aber Emotionen, die in einem Gespräch the-matisiert werden, und das eigentliche Thema bleibt dann auf derStrecke. Schulz von Thun spricht sogar davon, dass Menschen diesesTyps oft mit dem hier diskutierten Verhalten ihre „innere Leere auf-zufüllen“ versuchen (Schulz von Thun, Band 2, 2008, S. 233).Vorteile und Stärken der LabertascheDie Aussagen zu diesem Typ dürfen aber nicht missverstanden wer-den: Wer dazu gehört, kann sehr wohl erfolgreich sein. Gerade inberuflichen Tätigkeiten, die stark kommunikativ geprägt sind, wieetwa bei Kundendienstmitarbeitenden, Vertriebsleuten, Lehrerin-22 | Kommunikationstypen und ihr Umgang mit anderen
  24. 24. nen und Lehrern, Politikern oder sozial tätigen Menschen helfenstark ausgeprägte expressive Qualitäten, sich erfolgreich zu positio-nieren. Mehr noch: Ohne Freude am persönlichen Ausdruck, an derSelbstdarstellung und am Offensein sind in den genannten Berufs-bereichen keine positiven Ergebnisse möglich. Im besten Fall kannaus der Offenheit auch die Fähigkeit des Einfühlungsvermögens er-wachsen, eine Eigenschaft, die außerordentlich stark zu gelingenderKommunikation beiträgt. Dies allerdings muss bewusst und gezieltgelernt werden, wie das Kapitel 4.2 zeigt.Insgesamt dürfen also die Merkmale dieses Kommunikationstypskeinesfalls nur negativ beurteilt werden. Es gilt vielmehr, die mög-licherweise auftauchenden negativen Begleiterscheinungen solchenVerhaltens zu kennen und zu vermeiden.Worauf muss ich achten, wenn ich mich als Labertaschewiedererkenne?Entscheidend ist, dass Sie sich bewusst machen, wie Sie mit IhremVerhalten Ihre Gesprächspartner dominieren. Aus dieser Dominanzkann zudem durchaus auch Frustration werden, besonders dann,wenn Sie Ihr Gegenüber wirklich kaum zu Wort kommen lassen. Einschönes Beispiel dazu: Wenn Sie Ihr Freund im Gespräch in IhremRedefluss mal unterbricht und äußert: „So, jetzt müssen wir aberauch einmal von MIR reden“, und Sie dann zur Antwort geben: „Wiefindest du denn den neuen Anzug, den ich trage?“, dann haben Sienicht begriffen, worum es geht. Plaudertanten müssen lernen, dasssie gelegentlich innehalten sollten, um ihren Gesprächspartnern Ge-legenheit zu geben, auch mal von sich zu sprechen. Vielleicht er-fahren Sie dann auch nur, was Ihr Gegenüber von dem hält, was Sieeben ausführlichst erläutert haben. Immerhin! Kommunikationstypen und ihr Umgang mit anderen | 23
  25. 25. Gewöhnen Sie sich an, sich von Zeit zu Zeit zu fragen, was Sie dennmit Ihrem Redeschwall anfangen würden. Wechseln Sie die Perspek-tive und versetzen Sie sich in die Rolle Ihres Gesprächspartners. Dassollte Ihnen die Augen öffnen und Ihnen klar machen, dass auch erIhnen vielleicht etwas mitteilen möchte oder dass er vielleicht so-gar kritische Anmerkungen zum von Ihnen Gesagten hat. Das wirdIhnen weiterhelfen, Sie in die Lage versetzen, sich zu positionierenund den Inhalt des von Ihnen Geäußerten ins richtige Licht zu rü-cken.Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie sich im Verlauf eines Gesprächesmal fragen, wer mehr Redezeit hatte in der vergangenen Stunde.Sollten Sie dann – wie zu erwarten ist – zum Schluss kommen, dassSie das sind, zwingen Sie sich zur Unterbrechung und stellen Sieeine offene Frage. „Und wie geht es denn dir eigentlich?“ oder „Jetzthabe ich immer geredet. Wie siehst du denn DEINE Situation?“ WennSie das konsequent machen, und das sollte eigentlich nach der Er-kenntnis, dass Sie zu diesem Kommunikationstyp gehören, keinegrößere Sache sein, dann können Sie Schritt für Schritt Ihr Kom-munikationsverhalten von Ihren eigenen Interessen weglenken undauch Ihrem Gegenüber den verdienten Respekt erweisen.Zusammenfassung und FazitWenn Sie sich als Labertasche oder Plaudertante wiedererkennen:Denken Sie daran, dass Sie in vielen Berufen damit Erfolg habenkönnen – und nicht nur als Moderator von TV-Sendungen oder alsKabarettistin! Seien Sie sich aber auch bewusst, dass Sie Ihre Kom-munikationspartner mit Ihrem Verhalten gelegentlich überfahrenund ihnen das Gefühl geben, das Sie sich nicht richtig für sie inte-ressieren.Benutzen Sie die folgenden Tricks und Verfahren, um sich immerwieder zu mehr Einfühlungsvermögen zu zwingen:24 | Kommunikationstypen und ihr Umgang mit anderen
  26. 26. • Was würden Sie an der Stelle Ihres Gesprächspartners mit Ihrem Redeschwall anfangen? Wie würden Sie reagieren? Wären Sie zu- frieden mit dem Gespräch?• Fragen Sie sich immer mal wieder, wer in einem Gespräch mit Ihnen mehr Redezeit hat, Sie oder Ihr Gegenüber. Und ziehen Sie daraus unmittelbare Konsequenzen!• Gewöhnen Sie sich an, regelmäßig Feedback einzuholen: Halten Sie inne und nehmen Sie die sogenannte Meta-Perspektive ein, schauen Sie das Gespräch sozusagen „von außen“ an. Fragen Sie Ihren Kunden oder Ihre Partnerin, wie er oder sie das Gespräch bisher erlebt hat.2.2 Der StilleFrau Sarina Schweiger (41) ist Sachbearbeiterin in einer Nichtregie-rungs-Organisation. Sie ist verheiratet, kinderlos und glücklich inihrem Beruf. Sie gilt in ihrem beruflichen Umfeld als sehr kompe-tent, sachlich und wenig emotional. Sie wirkt jederzeit beherrscht,für einige ihrer Kolleginnen aber auch eher verschlossen, korrekt undgelegentlich sogar unterkühlt. Man spürt deutlich, dass Frau Schwei-ger ihre Gefühlswelt nicht öffnen möchte, dass sie ungern über ihrenSchatten springt und grundsätzlich ungern etwas von sich preisgibt.Beobachten wir auch hier eine berufliche Alltagssituation von Schwei-ger: Ein Kollege, mit dem sie regelmäßig eng zusammenarbeitet, bit-tet sie um ein Gespräch. Es geht um die Frage, wie die gemeinsameArbeit an einem regelmäßigen Projekt optimiert werden könnte. DerKollege schlägt Frau Schweiger vor, dass er von ihr einen Teil der Vor-arbeiten übernehmen könnte, weil er leichteren Zugang zu den dazunotwendigen Informationen hat. Frau Schweiger lehnt dies sachlichund ruhig ab, aber ohne viele Worte zu machen. Auf die Bedürfnisseihres Kollegen geht sie mit keinem Wort ein. Kommunikationstypen und ihr Umgang mit anderen | 25
  27. 27. Frau Schweigers privates Leben ist von diesem Kommunikationsstilebenfalls geprägt. Sie scheut Auseinandersetzungen, bei denen sie ihrInnenleben preisgeben müsste, sie öffnet sich auch ihren Nächstenkaum. Vielmehr bleibt sie in potenziellen Auseinandersetzungen zu-meist sachlich oder schweigt einfach. Andererseits ist sie eine hervor-ragende Zuhörerin, die von ihren Gesprächspartnern aber fast immerals Person wahrgenommen wird, die selbst nicht viel oder gar nichtserzählt.Solange keine ernsten Probleme das Zusammenarbeiten oder Zusam-menleben mit dem oder der Stillen bedrohen, tauchen auch keineSchwierigkeiten auf. Im Gegenteil: Die „Stillen“ sind im Normalfallangenehme Kolleginnen und Partner. Erst wenn es ernst wird, zeigensich die mitunter schwierigen Folgen dieses Kommunikationsverhal-tens: Wer nicht bereit ist, sich auch emotional zu öffnen, kann nursehr schwer zur Lösung von Konflikten in konstruktiver Weise bei-tragen. Bei Schulz von Thun heißt ein mit dem „Stillen“ verwandterKommunikationstyp „der Distanzierte“ (Schulz von Thun, Band 2,2008, S. 191 ff.). Im Unterschied zu meiner Kategorisierung betontaber Schulz von Thun, dass die Distanzierten ihre Mitmenschen oftverletzen und unterdrücken würden, was ich aus meiner Erfahrungnicht so beurteile.Merkmale und Charakteristika des StillenWir erkennen Menschen mit diesem Kommunikationsstil daran, dasssie anscheinend über den Dingen stehen, beherrscht oder aber ver-schlossen und gelegentlich unflexibel wirken. Sie reagieren kaumauf zwischenmenschliche Komplikationen und kümmern sich of-fenbar lediglich um das Wesentliche oder Zentrale in ihrem Leben.Meist wirken diese Menschen so, als ob sie nichts aus der Ruhe brin-gen könnte und als ob sie auch ohne weiteres Nein sagen können,26 | Kommunikationstypen und ihr Umgang mit anderen
  28. 28. wenn die Sachlage dies erfordert. Sie bleiben fast immer sachlichund emotionslos – in der Sprache der Transaktionsanalyse agierensie fast immer auf der Erwachsenen-Ebene (vergleiche Kapitel 4.2).Ihnen ist Abstand zu ihren Mitmenschen wichtig, nicht zuletztauch körperlich: Schulterklopfende Mitmenschen findet man beiden „Stillen“ selten. Es scheint, als ob dieser Typus kaum überGefühle verfüge, nichts von seinem Inneren nach außen kehrenmöchte. Aber Schulz von Thun zeigt auf, dass dies ein Trugschlussist. Er belegt, dass solche Menschen sehr wohl ein Gefühlslebenhaben, aber intensiv darauf bedacht sind, dieses nicht offenzule-gen. Es sei höchst wahrscheinlich, dass hier eine Angst vor Ver-letzung zu dieser Distanzierung führt (Schulz von Thun, Band2, 2008, S. 194). Worauf diese Ängste fußen, ist unklar. Zumeistdürfte aber dahinter stehen, dass biografische Fakten die „Stil-len“ dazu bewegen, sich vor weiteren Verletzungen oder Ver-nachlässigungen zu bewahren. Sie bewahren daher den Abstand,selbst in privaten Beziehungen, um sich vor schmerzhaften Preis-gaben zu schützen und Erlebnisse von früher zu vermeiden. Siemachen sozusagen „die Luke dicht“ (Schulz von Thun, Band 2,2008, S. 195).Schulz von Thun findet, dass dieser Kommunikationstyp vor allemunter Männern vorkomme, weil ihre Berufswelt in der Regel „rol-lenmäßige Distanz“ verlange. Er begründet dies mit der Erziehungund Sozialisation von männlichen Jugendlichen. Sie müssten, soschreibt er, im Verlauf des Erwachsenwerdens die Beziehung zurMutter versachlichen und ent-emotionalisieren. Dies, weil die Mut-ter ja bereits einen Partner hat, mit dem sie ihre Gefühle teilt. Nurdie Devise „Luke dicht!“ sei also folglich das Gebot für junge Män-ner in Bezug auf ihre Gefühle (Schulz von Thun, Band 2, 2008, S.194 f.). Kommunikationstypen und ihr Umgang mit anderen | 27
  29. 29. Die große Angst vor Abhängigkeit, die den Stillen so unnahbar er-scheinen lässt, hilft ihm aber, sich hin zu einer sehr selbstständigenLebensweise zu entwickeln. Er möchte niemandem etwas schuldigoder zu Dank verpflichtet sein. Er oder sie wechselt auch schon maldie Straßenseite, wenn ein Bekannter entgegenkommt. Im Hotelwährend eines Seminars zieht er oder sie das Einzelzimmer vor – imZweierzimmer müsste man sich ja auf das Gegenüber einlassen …Vorteile und Stärken des StillenDer Stille ist fast immer sehr sachlich und faktenorientiert. Durchdie Angst vor Abhängigkeit wird er sehr selbstbewusst und stark.Kaum jemand schafft es, sich ihm zu nähern oder ihm Geheimnisseseiner Gefühlswelt zu entlocken. Die Reaktion darauf wäre schlechteLaune im besten und Widerstand und Angriff im schlechteren Fall.Folgerichtig kann ein solcher Kommunikationstyp auch in schwieri-gen Situationen einen kühlen Kopf bewahren und Nein sagen, wennes die Sachlage objektiv gesehen erfordert. Weil er sich bei Dis-kussionen, die sich um ihn drehen, sehr rasch unwohl fühlt, lenkter gerne ab und beschwichtigt, es sei doch alles nicht so schlimm.Damit hat dieser Typ auch gewisse Verwandtschaften mit VirginiaSatirs „Beschwichtiger“. Er ist einfach froh, wenn alles läuft, wie eslaufen sollte. Das „Tieferbohren“ mag er nicht – es könnte schließ-lich bedrohlich werden. Dass dies im Berufsleben auch Vorteile ha-ben kann, liegt auf der Hand: In unserer ergebnisorientierten Weltsind Emotionen nur störend. Der Stille kann sich auf das Wesent-liche beschränken und blendet bewusst alles andere aus.Im Berufsleben hat der oder die Stille durchaus Vorzüge: Man kannsich jederzeit auf ihn oder sie verlassen. Angehörige dieses Kommu-nikationsstils sind sachlich und konstruktiv.28 | Kommunikationstypen und ihr Umgang mit anderen
  30. 30. Worauf muss ich achten, wenn ich mich als Stillen wieder-erkenne?Ich bin als Stiller oder Stille immer ein „Rationalisierer“. Das heißt,dass ich es ungern habe, wenn Probleme zu nahe an mich herankom-men. Das Sachliche ist mir immer wichtiger als das Emotionale; ichversuche immer, die vorhandene Problematik vernünftig zu erklären.Mein Gegenüber hingegen empfindet meine Haltung oft als nichteinfühlsam, was sehr rasch zu Komplikationen in der Beziehung füh-ren kann. Ich zeige mich als Mensch „mit einem großen Kopf undeinem Herz aus Stein“ (Schulz von Thun, Band 2, 2008, S. 193).Es ist ein Fakt, dass ich als Angehöriger dieses Kommunikationstypsimmer versuche, niemanden zu nahe an mich heranzulassen, weilich sonst Gefahr laufe, in eine Abhängigkeit vom anderen zu gelan-gen. In der Gemeinsamkeit müsste ich eine Verschmelzung erleben,die mich handlungsunfähig machen würde.Mein Vorteil in dieser Haltung ist es, dass ich tatsächlich fast nie inAbhängigkeit gerate und niemandem etwas schuldig bleibe, was mireben sehr wichtig ist.Ich muss immer daran denken, dass mein Gegenüber, welches offe-ner und gesprächiger ist, eigentlich das verkörpert, was ich auchgerne wäre. Wenn ich meinen Gesprächspartner oder Lebenspartnersituativ nicht attraktiv oder sympathisch finde, hat das weniger mitihm als mit meinem Distanzbedürfnis zu tun. Ich sollte versuchen,immer ein bisschen offener zu sein, als mir gerade zumute ist. Unddas Wichtigste: Ich sollte versuchen, auch für mich Unbequemeszum Thema zu machen oder mich einem Gespräch darüber nichtzu verschließen. Ich sollte unbefangener werden! Schulz von Thunschildert ein bezeichnendes eigenes Erlebnis dazu: Er war als Uni-versitäts-Assistent im Flur der Hochschule unterwegs, als er einer Kommunikationstypen und ihr Umgang mit anderen | 29
  31. 31. Studentin begegnete. Sie sprach ihn an: „Schulz von Thun, du musstviel lockerer werden!“ (Schulz von Thun, Band 2, 2008, S. 216). DieStudentin öffnete ihm einfach den zweitobersten Kragenknopf …Es wäre für den berühmten Kommunikationswissenschaftler wohlwichtig gewesen, genau in dieser Situation ein Gespräch mit dermutigen Studentin zu führen – über sich selber und seine Wirkung!Ich sollte mir angewöhnen, vermehrt einfühlsam statt diagnostischauf Botschaften meiner Mitmenschen einzugehen. Was meint meinGegenüber? Wie fühlt es sich? – Stattdessen neige ich leider dazu,immer die Sachlage zu analysieren und Diagnosen zu stellen.Zusammenfassung und FazitWenn Sie sich als Stillen wiedererkennen: Denken Sie auch hier da-ran, dass Sie in vielen Berufen damit Erfolg haben können – und dasnicht nur als Psychoanalytiker, der seinen auf der Couch liegendenPatienten zuhört. Sie bleiben oft rational und sachorientiert, wennandere längst von ihren Emotionen gesteuert werden. Machen Siesich aber klar, dass Sie mit diesem Kommunikationsstil ein nichtganz einfacher Gesprächspartner sind und dass Gefahren in IhrerKommunikation mit anders tickenden Menschen lauern.Benutzen Sie die folgenden Verhaltensweisen, um diese Klippen zuumschiffen:• Stellen Sie sich Ihr Inneres als Reaktorkern vor: Es ist dort sehr heiß, viel Energie ist vorhanden. Aber irgendwas kühlt Ihr In- neres beständig – so wie ein Reaktorkern gekühlt wird. Und Sie haben einen dicken Stahlpanzer um Ihren Kern, der nichts nach außen dringen lässt.• Nehmen Sie die Metaebene ein: Schauen Sie sich regelmäßig von außen an. Wie offen sind Sie gerade? – Dann rücken Sie den Regler Ihrer Offenheit bewusst zwei Stufen in Richtung Auf. Das30 | Kommunikationstypen und ihr Umgang mit anderen
  32. 32. wird Sie anfangs Energie kosten; mit der Zeit aber werden Sie das ohne Aufwand tun können – und Sie werden offener.• Wechseln Sie als Stille oder Stiller öfter Ihre Perspektive: Was meint mein Gegenüber in Bezug auf mich? Was will es? Wie fühlt es sich?• Denken Sie auch einmal an die riesige emotionale Energie, die Sie in Ihrer Stahlhülle „gefangen halten“. Eine Verschwendung!2.3 Die FundierteHanspeter Buchmann (40) arbeitet als Kadermitarbeiter im Marke-ting einer größeren Unternehmung. Er ist verantwortlich für die Be-reitstellung von Daten zur Erarbeitung von Markttrends und leitet einRecherche-Team von acht Mitarbeitenden.Muss Buchmann seinen Vorgesetzten Arbeitsergebnisse präsentieren,braucht er dazu meist dreimal so viele Folien wie seine Kollegen. Ne-ben seinem Laptop erheben sich während der Präsentation hohe Bergevon Akten mit weiteren Zahlen – Buchmann möchte jede möglicheFrage, die seine Vorgesetzten oder Kollegen stellen könnten, fundiertbeantworten. Er argumentiert, indem er jede Aussage mit Fakten undZahlen unterlegt. Wahr ist für ihn nur, was er beweisen kann. Selbstnach einem Freizeitgespräch über sportliche Themen deckt er seineFreunde am nächsten Tag mit Zeitungsartikeln, Tabellen und Statisti-ken ein, um seine Aussagen auch nachträglich noch belegen zu kön-nen.Buchmann verlangt auch von seinen Mitarbeitenden zu jeder AussageBelege, die er dann auch noch prüft. Ergebnis: Er hat eine 60- bis70-Stundenwoche und findet immer noch, er habe zu wenig Zeit, umwirklich seriös zu arbeiten. Das lässt ihn oft schlecht einschlafen. Kommunikationstypen und ihr Umgang mit anderen | 31
  33. 33. TEXT-TUNING EMPFEHLUNG INNOVATION Tilo Dilthey TEXT-TUNING Das Konzept für mehr Werbewirkung 160 Seiten; 2011; 17,90 Euro ISBN 978-3-86980-114-8; Art-Nr.: 838Tilo Dilthey zählt zu den Markenmachern in Deutschland. Sein Markenzeichen:Nur die Einzigartigkeit wirkt. Doch wie entwickelt man Einzigartigkeit, wie kommu-niziert man sie?Auf der Basis vieler erfolgreicher Kampagnen und Werbeaktionen illustriert TiloDilthey, wie einzigartige Texte mit Werbewirkung entstehen. Ganz ohne graueKommunikationstheorien und quälende Tipps konzentriert sich dieses Buch aufdas wirklich Wesentliche.TEXT-TUNING ist das Buch für mehr Werbewirkung und für alle, die mit Textenmehr bewirken wollen. Praxiserprobt. Direkt einsetzbar. Mit Vergnügen lesbar.„Tilo Dilthey erspart dem Leser langatmige Kommunikationstheorien, stattdessenlässt er ihn kurz und knapp und im Ton sehr unaufdringlich an seinem reichenErfahrungsschatz teilhaben. […] Ein Muss für Werbeleute, aber auch äußerst hilf-reich für alle, die ihre Geschäftspartner besser überzeugen wollen.“ (managementbuch.de/15.06.2011) www.BusinessVillage.de
  34. 34. Die neue Schlagfertigkeit Valentin Nowotny Die neue Schlagfertigkeit Schnell, überraschend und sympathisch 332 Seiten; 2009; 24,80 Euro ISBN 978-3-938358-97-9; Art.-Nr.: 698Was Sie von Obama, Merkel, Klitschko & Co. lernen könnenIst Ihnen wieder die Luft weggeblieben oder eine angemessene Antwort zu späteingefallen? Ganz gleich ob gemeine Frage oder verbaler Angriff – mit einervorbildlichen und nachahmenswerten Schlagfertigkeit meistern Sie auch solcheSituationen souverän und selbstsicher.Und diese Schlagfertigkeit lässt sich lernen. Der Psychologe und Medienwissen-schaftler Valentin Nowotny analysiert die zentralen Prinzipien der modernenSchlagfertigkeit. Anhand wissenschaftlich begründeter Erkenntnisse und umfang-reicher Medienauswertungen zeigt er das Wesen moderner Schlagfertigkeit anBeispielen von Personen des öffentlichen Lebens.Dieses Trainingsbuch vermittelt Ihnen, wie sich diese Prinzipien der neuenSchlagfertigkeit in vielfältiger Weise praktisch im täglichen Leben anwendenlassen. Mit unterhaltsamen und amüsanten Beispielen aus Politik, Wirtschaft,Unterhaltung und Sport illustriert der Autor die neue Schlagfertigkeit. Vor allemaber stärkt er die Fähigkeit, schlagfertig zu reagieren und den persönlichen Stil inSachen Schlagfertigkeit zu kultivieren und zu verbessern.„Valentin Nowotny versteht Schlagfertigkeit als Ausdruck einer erfolgsorientierteninneren Haltung. Damit trifft er zweifellos den richtigen Punkt. [...] auf diesem Wegist „Die neue Schlagfertigkeit“ ein sehr guter erster Schritt.“ Buch der Woche im Hamburger Abendblatt (12./13. Juni 2010) www.BusinessVillage.de
  35. 35. Positive Körpersprache Jan Sentürk Positive Körpersprache Entdecke die Sprache des Lebens 192 Seiten; 2. Auflage 2011; 17,90 Euro ISBN 978-3-86980-052-3; Art-Nr.: 833Wir alle sprechen mit unserem Körper. Und unser Leben wird zu einem Großteilvon dem bestimmt, was andere in uns sehen. Das Verschränken der Arme, dieArt, wie wir jemanden begrüßen – diese Gesten geben viel über uns preis und er-öffnen uns manchmal schon im ersten Augenblick Chancen – oder verbauen sie!Wer lernt, die eigenen, meist unbewussten Signale gezielt zu steuern, kann vieleSituationen in Alltag und Beruf positiver und erfolgreicher gestalten.In seinem neuen Buch gibt Jan Sentürk praktische Tipps und erläutert, wie Körper-sprache im jeweiligen Kontext zu deuten und anzuwenden ist. Und er zeigt, wieSie eine positive Körpersprache entwickeln und aktiv einsetzen.Jan Sentürk ist Experte für Körpersprache und Kommunikation. Der Redner,Trainer und Autor zahlreicher Veröffentlichungen verbindet seine Kenntnisseaus jahrelanger Aktivität im freien Theater mit seinen Erfahrungen in Marketingund Verkauf. Mit dieser Kombination erzielt Sentürk eine effektive Mischung ausfundierter Kompetenz und Praxistauglichkeit. Seit 2000 lehrt und unterrichtet er ander Kasseler Akademie für Absatzwirtschaft. www.BusinessVillage.de

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