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Handhabung von Seenotsignalmittel

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  1. 1. Seenotsignale für SportbooteMerkblatt für die Prüfung über Seenotsignalmittel
  2. 2. Pyrotechnische Seenotsignale und ihre VerwendungSeenotsignale dürfen nur im Seenotfall Fallschirmsignaleverwendet werden, d.h., wenn ange- Fallschirmsignale werden verwendet, um entfernte Fahrzeuge auf die Notlage aufmerksamzeigt werden soll, dass Gefahr für Leib zu machen und grob in die Richtung einzuweisen.und Leben der Besatzung und daher dieNotwendigkeit zur Hilfe besteht. Signale, die mit Fallschirm ausgerüstet sind, haben auf Grund geringerer Sinkgeschwin- digkeit (5 m/s) eine längere Brenndauer und dadurch einen höheren Aufmerksamkeitswert.Es dürfen nur von der Bundesanstalt für Handfackeln, Rauchsignale und SignalpatronenMaterialprüfung (BAM) zugelassene py-rotechnische Seenotsignale verwendet Handfackeln, Rauchsignale und Signalpatronen werden verwendet, um die genaue Posi-werden. tion bei Annäherung kenntlich zu machen. Rauchsignale sind nur am Tag zu verwenden. Nach der Zündung ist das Rauchsignal zur Leeseite zu halten bzw. außenbords zu werfen (Rauchdose). Seenotsignale sollen nur eingesetzt werden, wenn sich Schiffe, Flugzeuge oder die Küste im Sichtbereich des Signals befinden. Es ist zweckmäßig, zwei Signale hintereinander, im Abstand von einer Minute, zu setzen.
  3. 3. Seenotsignale nach dem SprengstoffgesetzFallschirmsignalrakete, rot Handfackel, rot Rauchfackel, orange(Art. Nr. 9123800) (Art. Nr. 9162800) (Art. Nr. 9132600)Unterklasse: T2** Unterklasse: T1* Unterklasse: T1*Kennzeichen: BAM PT2 Kennzeichen: BAM PT1 Kennzeichen: BAM PT1Steighöhe: 300 m Leuchtdauer: 60 Sek. Brenndauer: 60 Sek.Leuchtdauer: 30 Sek. Lichtstärke: 15.000 cd Ausstoß dichter Orange-RauchLichtstärke: 20.000 cd Sichtweite Tag: 2,5 sm Sichtweite: 2,7 smSichtweite Tag: 4 sm Sichtweite Nacht: 12,5 smSichtweite Nacht: 20 sm Verzögerung: 2 Sek. Seenotsignale nach dem WaffengesetzFallschirmsignalpatrone, Kal. 4 Signalpatrone, Kal. 4rot (Art. Nr. 9122600) rot (Art. Nr. 9122000) Lichtstärke grün: 10.000 cdweiß (Art. Nr. 9122700) weiß (Art. Nr. 9122100) Knallstärke (gemessen in 3 m Entfernung): 170 dbUnterklasse: PM II*** grün (Art. Nr. 9122200) Sichtweite Tag: 4 smSteighöhe: 300 m gelb (Art. Nr. 9122300) Sichtweite Nacht: 20 smLeuchtdauer: 30 Sek. Knallpatrone (Art. Nr. 9122500) Für alle Signalpatronen gelten folgende fühlbarenLichtstärke rot: 15.000 cd Unterklasse: PM II*** Erkennungszeichen am Patronenboden:Lichtstärke weiß: 30.000 cd Steighöhe: 120 m Rot: Volle RändelungSichtweite Tag: 4 sm Leuchtdauer: 8 Sek. Weiß und Gelb: Halbe RändelungSichtweite Nacht: 20 sm Lichtstärke: 40.000 cd Grün und Knall: Keine Rändelung*T1 Seenotsignale der Unterklasse T1 dürfen von jedem, der das 18. Lebens- **T2 Seenotsignale der Unterklasse T2 sind erlaubnispflichtig und dürfen mit ei- ***PM II Pyrotechnische Munition kann mit einer Waffenbesitzkarte, mit jahr vollendet hat, erlaubnisfrei erworben, aufbewahrt und zweckgerecht nem im Bootsführerschein eingedruckten Befreiungsvermerk erworben wer- Munitionserwerbsberechtigung oder Munitionserwerbsschein verwendet werden den. Der Vermerk erfolgt nach bestandener Prüfung über Seenotsignalmittel. erworben werden.
  4. 4. Gebrauchsanweisungen !Nicht erst im Notfall Fallschirmsignalrakete, rot Handfackel, rotDie Gebrauchsanweisungen bitte 1 1 CLICKsofort nach dem Erwerb der See-notsignale sorgfältig durchlesen. Kappe abschrauben Fackel bis zum Einrasten aus demFür alle Seenotsignale gilt: Griffstück ziehen 21. Auf freies Schussfeld und ausreichen- 2 den Abstand zu brennbaren Objekten achten.2. Aufsteigende Signale mit gestrecktem Arm senkrecht über dem Kopf in Reißzünder wird frei Kappe abschrauben Schussrichtung abfeuern. 3 33. Niemals auf Menschen, Tiere und Objekte richten und nicht mit Kör- perteilen vor die Mündung kommen.4. Nicht an Versagern hantieren, son- Zündschnur ruckartig ziehen dern diese über Bord werfen. 4 Rakete senkrecht über den Kopf halten und gut festhalten. Reiß- schnur kräftig und ruckartig nach Beim Abbrand Fackel am Griffstück unten ziehen nach Lee halten
  5. 5. GebrauchsanweisungenRauchfackel, orange Patronen/Signalpistole 1 1 5Kappe abschrauben Bei abwärtsgerichteter Mündung Schlaghebel spannen Pistole öffnen 2 6 2Reißzünder abziehen Abzugshebel betätigen Patrone einführen Bei Versager Pistole in Schussrich- 3 3 tung über Kopf erneut spannen und nochmals abschießen. Bei erneu- tem Versager die Pistole mit nach oben gerichtetem Lauf außenbords öffnen und den Versager hinaus- gleiten lassen.Fackel nach Lee halten Pistole schließen 4 Pistole über Augenhöhe heben
  6. 6. Weitere HinweiseSignalpistolenerwerb Nachweis eines Bedürfnisses erfolgt durch Vorlage von Unterlagen, aus denen der Besitz eines see-Signalwaffen mit dem Zulassungszeichen der Phy- gängigen Wasserfahrzeuges (Kauf- oder Charter-sikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) - z. B. vertrag, Versicherungspolice, Standerschein,Signalstifte – können frei erworben werden. internationales Sportbootzertifikat usw.) oder die Verwendung für Lehr- und Prüfungszwecke her-Für Signalwaffen mit einem Patronenlager von vorgeht.12 mm und mehr ist die Erlaubnis (Waffenbesitz-karte) der zuständigen Ordnungsbehörde erforder- Innerhalb von 2 Wochen nach dem Erwerb einerlich. erlaubnispflichtigen Signalpistole ist dieser der zuständigen Behörde schriftlich anzuzeigen und inEine Waffenbesitzkarte berechtigt zum Erwerb die Waffenbesitzkarte eintragen zu lassen.einer Signalpistole, zu ihrer bestimmungsgemäßenVerwendung in einer Notlage, zur Aufbewahrungan Bord oder in der Wohnung und zum Transporteiner nicht schussbereiten und nicht-zugriffsbereiten Pistole von einem Ort an einenanderen. Nur ein Waffenschein berechtigt zumFühren einer Schusswaffe in der Öffentlichkeit. Art. Nr. 9121900Voraussetzung für den Erwerb einer Waffenbesitz- Nachweis der Sachkunde erfolgt durch Eindruckkarte: eines entsprechenden Vermerks im Bootsführer- • Vollendung des 18. Lebensjahres schein nach bestandener Prüfung über Seenot- • Zuverlässigkeit, Sachkunde, signalmittel. körperliche Eignung • Vorliegen eines Bedürfnisses
  7. 7. Weitere HinweiseZu Ihrer Sicherheit Aufbewahrung und Lagerung Transport und Verlust• Überlassen Sie pyrotechnische Gegenstände Seenotsignale dürfen nicht in öffentlichen Ver- niemals Kindern oder Personen, die mit den kehrsmitteln befördert werden. von diesen Gegenständen ausgehenden Beim Führen einer Signalpistole (Transport ungela- Gefahren nicht vertraut sind. den) sind der Personalausweis, Pass oder Dienst-• Seenotsignale dürfen nur im Seenotfall verwen- ausweis und die Waffenbesitzkarte mitzuführen. det werden und nicht etwa als Feuerwerk, in Der Verlust von Seenotsignalen oder Signalpis- Stadien oder bei Großveranstaltungen zu Show- tolen ist der zuständigen Ordnungsbehörde un- zwecken. verzüglich zu melden.• Pyrotechnische Gegenstände können nach Art und Einsatzzweck extreme Hitze entwickeln, Verbrauchsdauer Projektile ausstoßen oder explodieren. Die Verbrauchsdauer von Seenotsignalen beträgt Verwenden Sie diese nur im Freien und nicht in bei sachgemäßer Lagerung, soweit nichts anderes Innenräumen. vermerkt, 3 Jahre.• Studieren und befolgen Sie vor Gebrauch der Damit die Funktionsfähigkeit gewährleistet ist, sind Seenotsignale die produktspezifischen Bedie- das Herstellungsdatum und die Verbrauchsdauer nungsanleitungen und achten Sie darauf, dass Seenotsignale sind während der Fahrt kühl, trocken zu beachten und auf Korrosion und Beschädigun- die Produkte mit der BAM-Zulassung (Bundes- und leicht zugänglich in unverschlossenen Behäl- gen zu achten. anstalt für Materialforschung und -prüfung) tern aufzubewahren. Sie sind im Hafen und an versehen sind. Land gleichfalls kühl und trocken sowie dem Zu- Feuchtigkeit, Korrosion, hohe Lagertemperaturen griff Unbefugter und Kinder entzogen, aufzube- und mechanische Beschädigung verkürzen die• Versuchen Sie nicht, mit pyrotechnischen Ge- wahren. Verbrauchsdauer von Seenotsignalen und machen genständen zu hantieren, diese zu verändern sie evtl. gefährlich. Überlagerte Seenotsignale sind oder umzubauen. Signalpistolen sind an Bord so aufzubewahren, dem Handel zurückzugeben oder Delaborierbe-• Bei unsachgemäßer Verwendung besteht die dass Dritte sie nicht unbefugt an sich nehmen trieben zuzuführen. Sie dürfen nicht als Feuer- Gefahr lebensgefährlicher Verletzungen mit können. werkskörper verwendet werden. möglicherweise bleibenden Schäden oder sogar Todesfolge.
  8. 8. Comet GmbH Pyrotechnik · Apparatebau Vieländer Weg 147 D-27547 Bremerhaven Germany Telefon ++49(0)471-393-0 Fax ++49(0)471-393- 945-0007-5501-03 www.comet-pyro.de info@comet-pyro.de

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