Georg-August-Universität Göttingen                   Fakultät für Geowissenschaften und Geographie                        ...
Gliederung1. Orientierung2. Myanmar – ein Vielvölkerstaat3. Genese4. Politische Entwicklung5. Konflikte6. Lösungsansätze7....
Orientierung
Vielzahl von Ethnien              135 ethnische Gruppen                  100 Sprachen4 Hauptethnien:- Tibetobirmanen- Mon-...
Definition: EthnienMenschengruppen, die kulturell, sozial,historisch und genetisch eine Einheit bilden.                   ...
Vielzahl von Ethnien              135 ethnische Gruppen                  100 Sprachen4 Hauptethnien:- Tibetobirmanen    Bi...
Ethnie     Sprache               Religion                     Übrige CharakteristikaBirmanen   Tibetobirmanische     (Ther...
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aus OEHLERS, ALFRED (2006) -in: WAIBEL, M., JORDAN, R. &SCHNEIDER, H. (Hrsg.). S. 60
Minderheiten im Konflikt mit Birmanen     Minoritäten gegen fremdbestimmte, zentrale Regierung Bürgerkrieg mit Bildung vo...
Geschichte: vor der KolonisationVielzahl von Königreichen und selbstorganisierten Gruppen     Tiefebene                   ...
Geschichte: KolonisationEinheitliches Territorium mit zwei verschiedenen Verwaltungsprinzipien        Tiefebene           ...
Geschichte: nach der Kolonisation           Unabhängigkeit seit 4. Januar 1948   Tiefebene                       Gebirge  ...
Politische Entwicklungen nach 19481948-1949: föderal organisierte Unionab 1949: Zentralregierung – von bewaffneten Widerst...
Politische Entwicklungen nach 19481990: erste demokratische Wahlen gewinnt die Nationale Liga unter  Aung San Suu Kyi,  je...
AFP
Widerstandsgruppen- oft mit Untergrundarmeen, z.B. Karen National Liberation  Army (KNLA) der Karen National Union (KNU)- ...
Auswirkungen des Bürgerkriegs- Flüchtlinge und Vertreibungen- Menschenrechtsverletzungen- Verkümmerung des Bildungs- und  ...
ZDF-Sendung „Myanmar“ 28.09.2007
© Reuters
Waffenstillstandseit 1988 Angebote der Regierungspäter unter „seven-step road map to democracy“  - politische Partei bilde...
Konditionen (am Fall KNLA)Versprechen                            UmsetzungHandelslizenzen                        Gescheite...
Resultat (Fall KNLA) Widerstandsgruppen werden… 1. … vom Widerstand abgelenkt 2. … innerhalb ihrer Gruppe gespalten und so...
Ethnic delegates at the junta’s National Convention in Rangoon                         Foto: Reuters   www.irrawaddy.org/a...
ZDF heute jorunal 07.11.2010
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Rolle der internationalen                       Gemeinschaft„der Westen“:keine Akzeptanz für undemokratische Militärregier...
Aktuelle politische Entwicklungen07.11.2010: Nach den Wahlen Ausschreitungen im Gebiet             der Karen, schwere Kämp...
ZDF heute 09.11.10
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Quellen•   BÜNTE, MARCO (2007): „Problemstaat“ Myanmar: Stabiles Regime, soziale Krise    und das Dilemma der internationa...
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  1. 1. Georg-August-Universität Göttingen Fakultät für Geowissenschaften und Geographie Geographisches Institut Seminar: Aktuelle Fragestellungen der Kulturgeographie Ost- u. Südostasiens Dozent: Prof. Dr. Faust Vielvölkerstaat Myanmar:periphere Räume, ethnische Konflikte und politische Isolation Ein Referat von Constanze Werner
  2. 2. Gliederung1. Orientierung2. Myanmar – ein Vielvölkerstaat3. Genese4. Politische Entwicklung5. Konflikte6. Lösungsansätze7. Aktuelle Situation
  3. 3. Orientierung
  4. 4. Vielzahl von Ethnien 135 ethnische Gruppen 100 Sprachen4 Hauptethnien:- Tibetobirmanen- Mon-Khmer- Karen- Shan
  5. 5. Definition: EthnienMenschengruppen, die kulturell, sozial,historisch und genetisch eine Einheit bilden. nach Brockhaus Enzyklopädie (2006)
  6. 6. Vielzahl von Ethnien 135 ethnische Gruppen 100 Sprachen4 Hauptethnien:- Tibetobirmanen Birmanen, Chin, Kachin, Arakan, Naga, Akha, Lahu- Mon-Khmer Mon, Paluang, Wa- Karen Karen, Karenni, Pa-O, Kayin- Shan
  7. 7. Ethnie Sprache Religion Übrige CharakteristikaBirmanen Tibetobirmanische (Theravada-) Buddhismus -bestimmen Politik, Sprache: Birmanisch Kultur und Entwicklung des Landes maßgeblichKachin Tibetobirmanische Christentum (prot., kath.) -In Klane unterteilt Sprache aber auch traditionelle -Langhütten mit kosmologische Ahnenaltar und Vorstellungen Opferplatz -Komplexe Dorforganisation -BrandrodungArakan Tibetobirmanische Buddhismus -ausgeprägter Sprache NationalismusMon Mon-Khmer-Sprache (Hinayana-) Buddhismus -in M. sowie in Thailand unterworfen -eigene Kunst und Architektur stark ausgeprägtWa v.A. Animismus, -stark befestigte Dörfer auch Buddhismus -ehemals Kopfgeldjäger
  8. 8. Ethnie Sprache Religion Übrige CharakteristikaKaren Sinotibetische Sprache Buddhismus, -Unterteilung in Rote und Christentum, Weiße Karen traditionelle -Bambus- und Glaubensformen Holzhütten ehemals auf Stäben - Ackerbau, Jagd, Viehzucht, Fischfang, WebereienShan Thai (Theravada-) Buddhismus -Zweig der Thai in M. mit Untergruppen -geschickte Handwerker und Händler, aber auch Ackerbau nach Brockhaus Enzyklopädie (2006)
  9. 9. aus OEHLERS, ALFRED (2006) -in: WAIBEL, M., JORDAN, R. &SCHNEIDER, H. (Hrsg.). S. 60
  10. 10. Minderheiten im Konflikt mit Birmanen Minoritäten gegen fremdbestimmte, zentrale Regierung Bürgerkrieg mit Bildung von Untergrundarmeen ZDF-Sendung „Myanmar“ 28.09.2007  negative Konsequenzen für die Zivilbevölkerung (z.B. Vertreibungen, Vergewaltigungen)  Flüchtlingsströme
  11. 11. Geschichte: vor der KolonisationVielzahl von Königreichen und selbstorganisierten Gruppen Tiefebene Gebirge -fruchtbare Region von - Kleine Gruppen vorwiegend Birmanen in Kriegen erkämpft nomadischen Ursprungs -Zentralregiert - nicht zentralregiert wegen schlechter Erschlossenheit - Eigener Bedarf gedeckt, also und erschwerter keine Expansion erstrebt Kommunikation Unterschiede in politischer Entwicklung und Erschlossenheit
  12. 12. Geschichte: KolonisationEinheitliches Territorium mit zwei verschiedenen Verwaltungsprinzipien Tiefebene Gebirge - Direkte Herrschaft durch GB - indirekte Herrschaft durch GB und Autonomie - Ressourcenausbeutung - keine ökonomischen Reize - Technologische Entwicklung - keine technologische und kapitalistische Strukturen Entwicklung Bestehende Unterschiede verschärft
  13. 13. Geschichte: nach der Kolonisation Unabhängigkeit seit 4. Januar 1948 Tiefebene Gebirge - Ausbeutung der Ressourcen - Autonomie zugesichert wegen der entwickelten Abhängigkeit - Legitimation der - Widerstand gegen den Rohstoffausbeutung im Gebirge Einheitsstaat durch Zentralregierung des Einheitsstaats - Eindämmung der nomadischen Züge durch striktere Grenzen  stärkere Beanspruchung der eigenen Ressourcen - Gewaltsame Einforderung des - bewaffneter Widerstand „Staatsbesitz“ finanziert durch Kriegswirtschaft mit Nachbarländern
  14. 14. Politische Entwicklungen nach 19481948-1949: föderal organisierte Unionab 1949: Zentralregierung – von bewaffneten Widerstandsgruppen bekämpftab 1962: Regierung der Militärjunta – legitimierte sich aufgrund der Destabilisierung des Landes1988: gewaltsame Niederschlagung der Forderungen des Volkes nach Demokratieab 1988: das Militär regiert als State Law and Order Restauration Council (SLORC)
  15. 15. Politische Entwicklungen nach 19481990: erste demokratische Wahlen gewinnt die Nationale Liga unter Aung San Suu Kyi, jedoch wird die Wahl in eine Abstimmung zu Errichtung einer Verfassungsversammlung umgedeutetab 1990: das Militärregime regiert als „Übergangsregierung“2007: gewaltsame Zerschlagung der Mönchsproteste2008: nach nationalem Referendum tritt eine neue Verfassung in Kraft2010: zweite „demokratische“ Wahlen: zwei vom Militär unterstützten Massenparteien und wenig Oppositionsparteien  neubesetztes Parlament, ¼ verfassungsrechtlich durch das Militär gestellt
  16. 16. AFP
  17. 17. Widerstandsgruppen- oft mit Untergrundarmeen, z.B. Karen National Liberation Army (KNLA) der Karen National Union (KNU)- auch international finanzierte Gruppen: die National Democratic Front (NDF) durch die USA und Communist Party of Burma (CPB) durch China- andere durch Kriegsökonomie finanziert, z.B. Opiumanbau der Shan
  18. 18. Auswirkungen des Bürgerkriegs- Flüchtlinge und Vertreibungen- Menschenrechtsverletzungen- Verkümmerung des Bildungs- und Gesundheitssektors- Rekrutierung von Kindersoldaten
  19. 19. ZDF-Sendung „Myanmar“ 28.09.2007
  20. 20. © Reuters
  21. 21. Waffenstillstandseit 1988 Angebote der Regierungspäter unter „seven-step road map to democracy“ - politische Partei bilden - neue Verfassung im gemeinsamen Konvent entwerfen - eigene Truppen zur „Border Guard Force“ in die Armee eingliedern2007 wird der Vertrag der resistentesten Gruppe KNLA unterzeichnet
  22. 22. Konditionen (am Fall KNLA)Versprechen UmsetzungHandelslizenzen Gescheitert durch mangelndes Know- how und starker Einschränkungen durch die RegierungLegalisierter Zugriff auf Ressourcen Legalisiert lediglich bestehende StrukturenEinhaltung der Menschenrechte Zustand generell verbessertEntwicklungsunterstützung der Lediglich in der Infrastruktur;Regierung stockender Fortschritt in anderen BereichenZugangserlaubnis für internationale In vielen kritischen Teilen desHilfsorganisationen Karenstaats immer noch verboten
  23. 23. Resultat (Fall KNLA) Widerstandsgruppen werden… 1. … vom Widerstand abgelenkt 2. … innerhalb ihrer Gruppe gespalten und somit geschwächt 3. … der Junta „gefügig“ 4. … in ihrer Streitkraft geschwächtSchwächung des Widerstandes, allerdings keine Entwaffnung Spannungen bleiben erhalten Geringer Fortschritt für den Frieden
  24. 24. Ethnic delegates at the junta’s National Convention in Rangoon Foto: Reuters www.irrawaddy.org/article.php?art_id=10101
  25. 25. ZDF heute jorunal 07.11.2010
  26. 26. ZDF heute jorunal 07.11.2010
  27. 27. Rolle der internationalen Gemeinschaft„der Westen“:keine Akzeptanz für undemokratische Militärregierung& Menschenrechtsverletzungen- USA: weitreichende Wirtschaftssanktionen- EU: Waffenembargo, Investitionsverbot, Besuchsverbot für Mitglieder der Militärjunta relativ erfolgslosNachbarstaaten:Akzeptanz der Militärregierung, weil sie für relative Stabilität sorgt- China: Entwicklung der Infrastruktur um eigene Handelswege zu verkürzen/verbessern, Ausbeutung der Rohstoffe- Indien: verstärkte Kooperation um den Einfluss Chinas auszubalancieren, Ausbeutung der Rohstoffe Resolution gegen Myanmar des UN-Sicherheitsrats am Veto China und Russlands gescheitert
  28. 28. Aktuelle politische Entwicklungen07.11.2010: Nach den Wahlen Ausschreitungen im Gebiet der Karen, schwere Kämpfe, neuer Flüchtlingsstrom: rund 17.000 Flüchtlinge nach Thailand13.11.2010: Freilassung von Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi
  29. 29. ZDF heute 09.11.10
  30. 30. ZDF heute 09.11.10
  31. 31. © Reuters
  32. 32. dapd
  33. 33. © Reuters
  34. 34. ap
  35. 35. © Reuters
  36. 36. Quellen• BÜNTE, MARCO (2007): „Problemstaat“ Myanmar: Stabiles Regime, soziale Krise und das Dilemma der internationalen Gemeinschaft. – Südostasien aktuell (6/2007). S. 31 – 49.• BÜNTE, MARCO (2009): The Politics of Refugees in and outside Burma/Myanmar. – Journal of Current Southeast Asian Affairs (2/2009). S. 3 - 6.• CORE, PAUL (2009): Burma/Myanmar: Challenges of a Ceasefire Accord in Karen State. - Journal of Current Southeast Asian Affairs (3/2009). S. 95 – 106.• OEHLERS, ALFRED (2006): Old and New Wars: Minority Groups in Burma. – in: WAIBEL, M., JORDAN, R. & SCHNEIDER, H. (Hrsg.): Krisenregion Südostasien. Alte Konflikte und neue Kriege. Bad Honnef. S. 59 – 72.• VORLAUFER, KARL (2009): Südostasien. Darmstadt. S. 57, 68, 73.• 3D Globe Deluxe (2007); Rugeley: Focus Multimedia. Encyclopaedia Britannica. London.• http://www.zdf.de/ZDFmediathek/• http://www.focus.de/• http://www.spiegel.de/

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