Qualitative Bildinhaltsforschung

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Qualitative Bildinhaltsforschung

  1. 1. Qualitative BildinhaltsforschungVortrag im Rahmen der Vorlesung:“Zum Sehen geboren”: Visuelle KommunikationUniversität Freiburg (CH), Maria Lauber 2012 Bo Reichlin
  2. 2. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.Doch wir wissen nicht welche…
  3. 3. Und das Zimmer sah aus wie ein Saustall. Quelle: mein Zimmer
  4. 4. Texte vs. BilderTEXTE BILDER• Ästhetik • Imagination• Moral • Grosse Detailtiefe• Verallgemeinerungen • Abstraktion  konkret• Analogien• Kontraste• Hypothesen• Konjunktiv-Sätze
  5. 5. 3 gängige Methoden• Ikonografie• Ikonologie• Visuelle Kontextanalyse• Visuelles Framing Kunsthistoriker (1892 – 1968)• Visuelle Kontextanalyse• Visuelles Framing
  6. 6. Ikonografie / Ikonologie• Ikonografie • Ikonologie Grafie von griechisch «graphein» =  Logos , Denken/Verstand, schreiben umfassendes Konzept Voraussetzung für die Ikonologie  Interpretationsmethode, die aus der Synthese nicht aus der Analyse hervorgeht
  7. 7. Erwin Panofskys Dreischrittmethode Quelle: Panofsky 1932, S. 29
  8. 8. Visuelle Kontextanalyse Quelle: Müller 2003, S. 22, erweiterte Fassung in Kappas/Müller 2006, S. 16
  9. 9. Mögliche Fragestellungen1. WAS? - Bildbeschreibung• 1.1 Daten/Background-Infos (Entstehung, Künstler/Fotograf, Werbeagentur, Quelle)• 1.2 Thema, Sujet, Genre• 1.3 Inhalt: Bildbeschreibung• 1.4 Besonderheiten/Auffälliges
  10. 10. Mögliche Fragestellungen2. WIE? - Bildanalyse• 2.1 Raum (Vorder-/Mittel-/Hintergrund), Ausschnitt• 2.2 Perspektive, Fokus• 2.3 Figuren: Formen, Konstellationen, Blick-/Handlungsrichtung• 2.4 Linien, Flächen, Muster, Dynamik/Statik• 2.5 Farben, Schwarz-Weiß, Hell-Dunkel, Licht• 2.6 Sonderfall: Narration• 2.7 Komposition, Aufbau, Struktur• 2.8 Kontexte:• 2.8.1 Stile• 2.8.2 Realität• 2.8.3 Gesellschaft
  11. 11. Mögliche Fragestellungen3. WOZU? - Bildinterpretation• 3.1 Metaphern, Symbole, Images, Codes• 3.2 Bedeutung/Message, Interpretationsmethoden:• 3.2.1 biographisch (Gesamtwerk/Biographie des Künstlers, Fotografen etc.)• 3.3.2 geistes-, kunst-, medien-, sozialhistorisch• 3.3.3 psychologisch/psychoanalytisch• 3.3.4 soziologisch• 3.3.5 kulturspezifisch
  12. 12. „Self Portrait with Wife and Model“(1981) von Helmut Newton Quelle: Reinhold Mißelbeck: Fotografie van de 20e eeuw. Museum Ludwig Keulen. Kerkdriel 1997, S. 468
  13. 13. „Self Portrait with Wife and Model“(1981) von Helmut Newton Beziehungen zwischen Model und Ehefrau (Kompositionslinien)
  14. 14. „Self Portrait with Wife and Model“(1981) von Helmut Newton Beziehung zwischen Fotograf und Ehefrau (Kompositionslinien)
  15. 15. „Self Portrait with Wife and Model“(1981) von Helmut Newton Zwei Kreise (schwarz, weiss)
  16. 16. Fazit• Keine erotische Spannung zwischen Model und Fotograf – Anwesenheit zweites Model – Fotograf im Mantel – Fotograf sieht Model durch Kamera an – Anwesende Ehefrau – Öffentlichkeit (Fenster)• Ehefrau – Zeugin der Arbeit – Mitwisserin, Partnerin – Zusammengehörigkeit Fotograf/Ehefrau: in der Realität• Kein Voyeurismus oder Sexismus – Fotograf bei seiner Arbeit – Wirklichkeit, Bearbeitung und Gestaltung eines Fotos – Inszenierung zeigt Spiegelung der Realität – Arbeit & Privatleben werden verknüpft
  17. 17. Fragen / Disussion
  18. 18. Informationen/QuellenBo Reichlinbo.reichlin@gmail.comQuellenFaulstich, W.: Bildanalysen: Gemälde, Fotos, Werbebilder. Bardowick, 2010Knieper, Th. / Müller, M. (Hrsg): Kommunikation visuell. Das Bild als Forschungsgegenstand.Grundlagen und Perspektiven. Köln, Harlem, 2001.Petersen, Th. / Schwender, C. (Hrsg.): Die Entschlüsselung der Bilder. Methoden zurErforschung visueller Kommunikation. Ein Handbuch. Köln, Harlem, 2011.

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