Bürgerschaftliches Engagement:
Möglichkeiten und Grenzen für die
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Inhalt
1. Einleitung
2. Definition und Bedeutung
3. Umfang und Art des Engagements
4. Motivation
5. Möglichkeiten
6. Grenz...
Einleitung
• bürgerschaftliches Engagements im ländlichen Raum lange Tradition und große
  Bedeutung
• Ursache: Mangel ode...
Definition und Bedeutung
• Bürgerinnen und Bürger übernehmen außerhalb ihrer Arbeitszeit und der
  Familie Verantwortung i...
Umfang und Art des Engagements

• 30 % der Bürger im ländlichen Raum beteiligen sich in irgendeiner Form aktiv
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Umfang und Art des Engagements
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Umfang und Art des Engagements
  Anteil der „Engagierten“ in verschiedenen Engagementbereichen
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Motivation
• zwei Antriebe:
    • intrinsische Motivation
    • Verbindung von Eigen- und Gemeinwohlorientierung
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Möglichkeiten
• zwei Hauptbereiche:
     • Engagement im Rahmen der Kommunalpolitik
     • ländliches Vereinswesen
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Möglichkeiten – Kommunalpolitik

• Elemente der direkten Demokratie:
     • aktives und passives Wahlrecht
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Möglichkeiten – Kommunalpolitik

• Eigenschaften Bürgerinitiativen:
     • spontaner Charakter
     • Bezug auf ein konkre...
Möglichkeiten – Vereine

• „Ohne von Ehrenamtlichen getragene Vereine würde in den Dörfern kein
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Möglichkeiten – Vereine (2)

• In ländlichen Gemeinden eine größere kulturelle und soziale Bedeutung
• Vereinswesen = Kult...
Möglichkeiten – Vereine (3)

• soziale Integrationsfunktion
• Einbindung verschiedener Individuen in die Dorfgemeinschaft ...
Möglichkeiten – Vereine (4)

• Wandlung des ländlichen Vereinswesens:
    • stärkere Individualisierung
    • Differenzier...
Grenzen und Hemmnisse

• interne Hemmnisse
• Entpolitisierung ländlicher Räume




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Grenzen und Hemmnisse (2)
Interne Hemmnisse
• Erlahmung von regionalem Engagement durch Trittbrettfahren
• Entmutigung gem...
Grenzen und Hemmnisse (3)
Entpolitisierung ländlicher Räume
• hemmt besonders bürgerschaftliches Engagement im Rahmen der
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Grenzen und Hemmnisse (4)

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  des Bundes und der Lä...
Grenzen und Hemmnisse (5)
• Weiteres Haupthindernis für die Entfaltung der Selbstverwaltung der
  Gemeinden: Finanzierungs...
Perspektiven
• bürgerschaftliche Engagement ist einem Zwang zur Professionalisierung
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• Anforderungen offenku...
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Bürgerschaftliches Engagement: Möglichkeiten und Grenzen für die ländliche Entwicklung

  1. 1. Bürgerschaftliches Engagement: Möglichkeiten und Grenzen für die ländliche Entwicklung Modul M-WPM08 – Regionale Entwicklung Fachbereich Agrarwirtschaft und Lebensmittelwissenschaften Master-Studiengang Agrarwirtschaft von Marcel Gerds Juni 2008
  2. 2. Inhalt 1. Einleitung 2. Definition und Bedeutung 3. Umfang und Art des Engagements 4. Motivation 5. Möglichkeiten 6. Grenzen und Hemmnisse 7. Perspektiven Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 01/23
  3. 3. Einleitung • bürgerschaftliches Engagements im ländlichen Raum lange Tradition und große Bedeutung • Ursache: Mangel oder wenig differenziertes Angebot von Dienstleistungen, Kultur und anderer Infrastruktur • stärkeres Engagement der Bewohner für eigene Belange nötig • besonders im ländlichen Raum höherer Stellenwert für die Lebensqualität als in Agglomerationsräumen • schafft es häufig erst eine soziale Infrastruktur • mit abnehmenden Einwohnerzahlen der Gemeinden steigt das bürgerschaftliche Engagement der Bürger tendenziell • ländliche Bevölkerung hat ein Bedürfnis nach Selbsthilfe, geselliger Freizeitgestaltung, Selbstdarstellung und Meinungsaustausch Quelle: RÜCKERT-JOHN, 2005, S. 25; SCHMIDTKE, 2006, S. 42 Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 02/23
  4. 4. Definition und Bedeutung • Bürgerinnen und Bürger übernehmen außerhalb ihrer Arbeitszeit und der Familie Verantwortung im Rahmen von Organisationen • Stütze jeder Zivilgesellschaft • eröffnet Bürgerinnen und Bürgern Möglichkeiten für selbst organisierte Mitgestaltung und Beteiligung • Eigenschaften: • Freiwilligkeit • keine materielle Gewinnorientierung • Gemeinwohlorientierung • Öffentlichkeit • Ergebnisse: • soziales Kapital • demokratische Kompetenz • informelle Lernprozesse Quelle: BMFSFJ, 2000, S. 33; Enquete-Kommission, 2002, S. 24, GENSICKE et al., 2006, S. 35 Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 03/23
  5. 5. Umfang und Art des Engagements • 30 % der Bürger im ländlichen Raum beteiligen sich in irgendeiner Form aktiv in gesellschaftlichen Bereichen • Unterscheidung zwischen „Aktiven“ und „Engagierten“ • „aktiv“: in irgendeiner Form aktiv in gesellschaftlichen Bereichen beteiligt • „engagiert“: haben eine gewisse Verantwortungsrolle in Form einer bestimmten Aufgabe, Arbeit oder Funktion Quelle: RÜCKERT-JOHN, 2005, S. 30 Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 04/23
  6. 6. Umfang und Art des Engagements Anteil der „Aktiven“ in verschiedenen Engagementbereichen Anteile der quot;Ak tivenquot; in % 45 40 35 Dorf Kleinstadt (Groß-) Stadt 30 25 20 15 10 5 0 Sport und Freizeit und Kultur und Musik Kirche/religiöser Soziales und Bewegung Geselligkeit Bereich politisches Engagement Engagementbereich Quelle: eigene Darstellung nach BMFSFJ, 2000 Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 05/23
  7. 7. Umfang und Art des Engagements Anteil der „Engagierten“ in verschiedenen Engagementbereichen Anteile der quot;Engagiertenquot; in % 16 14 12 Dorf Kleinstadt (Groß-) Stadt 10 8 6 4 2 0 Sport und Bew egung Freizeit und Kultur und Musik Kirche/religiöser Soziales und Geselligkeit Bereich politisches Engagement Engagementbereich Quelle: eigene Darstellung nach BMFSFJ, 2000 Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 06/23
  8. 8. Motivation • zwei Antriebe: • intrinsische Motivation • Verbindung von Eigen- und Gemeinwohlorientierung intrinsisch • Menschen handeln nicht auf Grund einer Belohnung oder Bestrafung, sondern aus eigenem Antrieb, Anteilnahme oder Interesse • Handeln geprägt von persönlichem Einsatz für eine Sache, Zufriedenheit, Verantwortlichkeit, der Wertschätzung und dem Vertrauen in das eigene Handeln sowie der Unabhängigkeit von externen Stimuli Verbindung von Eigen- und Gemeinwohlorientierung • resultiert aus dem Bedürfnis, das eigene Handeln in einen übergeordneten Sinnzusammenhang zu bringen. • grundlegend: Bedürfnis nach Zugehörigkeit, das ohne Anreiz eines materiellen Vorteils besteht Quelle: GANZERT, 2006, S. 160; SCHMIDTKE, 2006, S. 42 Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 07/23
  9. 9. Möglichkeiten • zwei Hauptbereiche: • Engagement im Rahmen der Kommunalpolitik • ländliches Vereinswesen Kommunalpolitik • direkte Kontakt- und Einflussmöglichkeit des Bürgers auf die kommunalen Entscheidungsträger bestimmt von der Größe der Gemeinde • je kleiner eine Gemeinde, desto bürgernäher und erreichbarer sind die Repräsentanten • bei größeren kommunalen Einheiten Distanz zwischen Bürgern und den politischen Entscheidungsträgern größer Quelle: HENKEL, 2004, S. 361 Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 08/23
  10. 10. Möglichkeiten – Kommunalpolitik • Elemente der direkten Demokratie: • aktives und passives Wahlrecht • Bürgerversammlung • Bürgerentscheid • Bürgerinitiativen • Bürgerinformationen • Bürgerantrag • Einbeziehung sachkundiger Bürger in Ratsausschüsse Quelle: HENKEL, 2004, S. 361 Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 09/23
  11. 11. Möglichkeiten – Kommunalpolitik • Eigenschaften Bürgerinitiativen: • spontaner Charakter • Bezug auf ein konkretes Projekt • zeitliche Begrenzung • Abwesenheit einer formalen Mitgliedschaft • kollektive Selbstorganisationen von Bürgern, die von einer Entscheidung betroffen sind und daran beteiligt werden wollen • häufig gerichtet gegen lokale Planungen oder Defizite in verschiedenen Bereich (z.B. Umwelt, Verkehr, Sanierung, Schule, Ansiedelung von Großprojekten etc.) Quelle: HENKEL, 2004, S. 361 Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 10/23
  12. 12. Möglichkeiten – Vereine • „Ohne von Ehrenamtlichen getragene Vereine würde in den Dörfern kein soziales Leben stattfinden“ • prägen die Vielfalt des dörflichen Lebens und übernehmen wichtige Funktionen zum Erhalt und zur Stärkung dörflicher Strukturen • Aktivitäten umfassen eine Bandbreite von Kultur- und Freizeitaktivitäten bis hin zu sozialen und karitativen Dienstleistungen • große lokalpolitische Bedeutung (Treffpunkte der lokalen Eliten, Kanäle zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung) • im ländlichen Raum deutlich höheres Engagement als im städtischen Raum • höhere Dichte und Frequentierung (durchschnittlich kommen auf je 100 ländliche Einwohner ein Verein) • Ursachen: Willen zur Selbsthilfe und fehlende Professionalisierung Quelle: SCHMIDTKE, 2006, S. 42; RÜCKERT-JOHN, 2005, S. 25; HENKEL, 2004, S. 361 Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 11/23
  13. 13. Möglichkeiten – Vereine (2) • In ländlichen Gemeinden eine größere kulturelle und soziale Bedeutung • Vereinswesen = Kulturträger • Agglomerationen: mehrere Kulturträger wie Theater, Bibliotheken, Ausbildungseinrichtungen etc. • im ländlichen Raum: Vereine = Wahrer der kulturellen Kontinuität • Mitgliedschaft in einem der großen Vereine (z.B. Schützen-, Sport-, Musikverein oder Feuerwehr) oftmals selbstverständlich • Mehrfachmitgliedschaften sind Regel • Vereinstätigkeit für Jugendliche im ländlichen Raum soziale Pflicht • Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr dokumentiert Einstieg in die Erwachsenengemeinschaft Quelle: SCHMIDTKE, 2006, S. 42; RÜCKERT-JOHN, 2005, S. 25; HENKEL, 2004, S. 361 Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 12/23
  14. 14. Möglichkeiten – Vereine (3) • soziale Integrationsfunktion • Einbindung verschiedener Individuen in die Dorfgemeinschaft und das Dorf in weiterreichende gesellschaftliche Zusammenhänge identititätsstiftende Wirkung • Vereinstätigkeit = Regelsystem (soziale Kontrolle und öffentliche Ehrung des Mitgliederverhaltens) • Übernahme wichtiger lokaler Aufgaben Entlastung der kommunalen Haushalte Quelle: SCHMIDTKE, 2006, S. 42; RÜCKERT-JOHN, 2005, S. 25; HENKEL, 2004, S. 361 Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 13/23
  15. 15. Möglichkeiten – Vereine (4) • Wandlung des ländlichen Vereinswesens: • stärkere Individualisierung • Differenzierung und Zielveränderung der Vereine • Transformation der traditionellen, kollektiven Vereine hin zu spezialisierten und individualisierten Freizeitvereinen • freiwillige und unverbindliche Art der Beteiligung • Wandlungsprozess bedingt einen Rückgang der Dorfzentrierung der Vereine und ihrer dörfliche Integrations- und Symbolkraft • Vereine stellen anders als früher nur noch Ausschnitte der lokalen Gesellschaft dar Quelle: SCHMIDTKE, 2006, S. 42; RÜCKERT-JOHN, 2005, S. 25; HENKEL, 2004, S. 361 Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 14/23
  16. 16. Grenzen und Hemmnisse • interne Hemmnisse • Entpolitisierung ländlicher Räume Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 15/23
  17. 17. Grenzen und Hemmnisse (2) Interne Hemmnisse • Erlahmung von regionalem Engagement durch Trittbrettfahren • Entmutigung gemeinwohlorientierter Akteure, wenn egoistisch handelnde Personen Vorteile vom Gemeinwohl haben, ohne selbst dafür einen Beitrag geleistet zu haben • Informationsangebote zugunsten regionaler Veränderungsprozesse oft unwirksam • richten sich meistens an die immer gleichen Gruppen, die zudem oft bereits engagiert sind • Informationen können Veränderungsprozesse zugunsten von mehr Engagement im ländlichen Raum anstoßen, wenn sie Menschen vor Ort emotional ansprechen • Menschen müssen ihre eigenen Erfahrungen und Empfindungen anknüpfen können und sich die regionale Idee zu eigen machen Quelle: GANZERT, 2006, S. 160 Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 16/23
  18. 18. Grenzen und Hemmnisse (3) Entpolitisierung ländlicher Räume • hemmt besonders bürgerschaftliches Engagement im Rahmen der Kommunalpolitik • Einschränkung kommunaler Autonomie durch zentralistische Vorgaben und Steuerungen seitens der Bundes- und Landespolitik • Aushöhlung der Kommunalautonomie betrifft besonders kleine, meist politisch, wirtschaftlich und administrativ schwächere Gemeinden des ländlichen Raums • Maßstabsvergrößerung durch Gebiets- und Verwaltungsreformen trugen zu einer erheblichen Entpolitisierung der ländlichen Regionen bei • Degradierung von ehemals von Selbstversorgung geprägte Dörfer und Kleinstädte zu einer Ergänzungseinheit durch die normative Umsetzung des Zentrale-Orte-Konzeptes • Beschränkung auf die Wohnfunktion • Überführung der ehemals eigenen Infrastruktur von Schule, Rathaus und Polizeistation in die zentralen Orte Quelle: HENKEL, 2004, S. 364; KÜHNE, 2007, S. 174 Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 17/23
  19. 19. Grenzen und Hemmnisse (4) • zunehmend rechtliche Reglementierung der Gemeinden durch Gesetzgebung des Bundes und der Länder Degradierung zu bloßen Handlungs- und Vollzugsorganen der staatlichen Gesetzgebung • Konsequenz: Entpolitisierung und Entparlamentisierung der Entscheidungsprozesse in den Gemeinden • bürgerschaftliche Engagement in Form von Sachverstand, bürgerschaftlicher Meinungsbildung und lokalen politischen Entscheidungen ist immer weniger nötig • lässt sich mit Verweisen auf übergeordnete rechtliche Vorgaben und Sachzwänge beiseite schieben • Übertragung politischer Macht auf überörtliche Verwaltungseinheiten weitere Schwächung der örtlichen politischen Ebene • Lokalpolitik verliert weitere Anreize für das bürgerschaftliche Engagement Quelle: HENKEL, 2004, S. 364; KÜHNE, 2007, S. 174 Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 18/23
  20. 20. Grenzen und Hemmnisse (5) • Weiteres Haupthindernis für die Entfaltung der Selbstverwaltung der Gemeinden: Finanzierungssystem öffentlicher Ausgaben • 90 % der kommunalen Ausgaben durch staatliche Vorgaben festgelegt • Strategie der maximalen Subventionsmobilisierung statt Suche nach Entwicklungsstrategien durch lokales bürgerschaftlichen Engagement • demografischer Wandel immer weniger junge Menschen stehen für lokale Politik zur Verfügung • Überalterung und Mangel an Personal (lokale politische Gremien häufig nur noch über Einheitslisten zu besetzen) • Kompetenzen der kommunalen Parlamente tendieren auf Grund des Übergewichts der zentralen Bürokratien gegen Null • Angehörigen der Gemeindeparlamente sind „Gefangene gesetzlicher Bestimmungen und administrativer Sachzwänge“ • Ergebnis: erhebliche Resignation und Apathie der Bürger des ländlichen Raums Quelle: HENKEL, 2004, S. 364; KÜHNE, 2007, S. 174 Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 19/23
  21. 21. Perspektiven • bürgerschaftliche Engagement ist einem Zwang zur Professionalisierung unterworfen • Anforderungen offenkundig gestiegen • heute ähnliche Anforderungen an Zeitaufwand, Kompetenzen und Verantwortungsbereitschaft wie eine reguläre Erwerbstätigkeit • Professionalisierung stellt sowohl für Verbände als auch für die Politik eine Herausforderung dar Quelle: SCHMIDTKE, 2006, S. 42; HENKEL, 2004, S. 367; KÜHNE, 2007, S. 175 Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 20/23
  22. 22. Perspektiven (2) • öffentliche Hand stellt für soziale Infrastruktur immer weniger Geld bereit Bedeutung des Ehrenamtes im ländlichen Raum wird weiter zunehmen • Beförderung des Engagement in der Kommunalpolitik, wenn diese wieder in der Kompetenz und Verantwortung der Kommunalpolitiker liegt • kommunale Verwaltungen auf dem Land muss gestärkt werden • Verlagerung eines Teil des Überbaus an Fachleuten und Juristen aus übergeordneten Einheiten in die Gemeindeverwaltungen • grundsätzlich zwei Möglichkeiten zur Beseitigung der Krise der politischen Selbstverwaltung: • Stärkung der lokalen Ebene der Politik • Stärkung der politischen Selbstverantwortung jenseits der Parteiendemokratie • Einbeziehung weiterer Akteure (z.B. aktive und engagierte Bürger) in die politische Entscheidungsfindung Quelle: SCHMIDTKE, 2006, S. 42; HENKEL, 2004, S. 367; KÜHNE, 2007, S. 175 Gerds – Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum 21/23
  23. 23. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

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