Kirche im Bistum Trier
Inhalt     3   Vorwort         Das Bistum Trier     4   Damals bis heute     8   In der Mitte Europas     9   Glauben und ...
Liebe Leserin, lieber Leser,    das Bistum trier lässt sich natürlich nicht in eine Broschüre „packen“. Heute gibt es ja  ...
Damals bis heute          Die Botschaft Christi erreicht früh das Trierer Land. Schon gegen Ende des          2. Jahrhunde...
DAS BISTUM TRIERIm vierten Jahrhundert wendet sich kaiser konstantin der Große (306-337) dem Chris-tentum zu, baut trier z...
Infolge der Französischen Revolution gehen kirchenprovinz und Erzbistum trier unter.    Mit wenigen späteren Änderungen er...
DAS BISTUM TRIER                   7
Erzbistum                                                                                          Paderborn              ...
DAS BISTUM TRIER     In der Pfarrgemeinde lebt die Kirche als Gemeinschaft von Menschen, die sich zu Christus     bekennen...
Dieser gesellschaftliche Wandel, verbunden mit dem Rückgang der Zahl der Priester     und der Gläubigen und geringer werde...
DAS BISTUM TRIERBesonders - EinzigartigAls „Alleinstellungsmerkmale“ gelten bei einem Unternehmen odereinem Produkt die Be...
Der Heilige Rock           Die im Trierer Dom aufbewahrte Reliquie ist der Tradition nach           das ungeteilte Gewand ...
DAS BISTUM TRIER   Spätestens seit der Heilig-Rock-Wallfahrt des Jahres 1996, an   der sich erstmals offiziell evangelische...
Die Bolivienpartnerschaft           Seit über 50 Jahren verbindet das Bistum Trier eine Partnerschaft mit der Kirche      ...
DAS BISTUM TRIERAm 1. Mai 1983 ruft der Bischof von Trier, Dr.Hermann Josef Spital, die AKTION ARBEIT ins Leben.Die AKTION...
Menschen für Menschen -In der Nachfolge Jesu ChristiNächstenliebe: große Aufgabeund zentraler Auftrag für dieChristen, auc...
M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N                                      17
18
M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N      „Die Spannung zwischen Bestehendem und Angestrebtem sehen wir als Chance.      Si...
Zu den Menschen gehen:     Seelsorge im Territorium und in der Kategorie           Die Pfarrgemeinden sind der erste Ort d...
M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N                                      21
Gemeinsam den Glauben gestalten: Räte im Bistum Trier           Entgegen manchen Vorstellungen wird Mitverantwortung in de...
M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N      Die enge Verbindung der Einzelnen mit Gott und die      Gemeinschaft prägen das L...
24
M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N      Wer Christus nachfolgen und die eigenen Fähigkeiten und Stärken in den Dienst der...
Im Mittelpunkt der Beratungsarbeit steht der Mensch:           „Rat geben, trösten, ermutigen und ertragen“.     Hilfen un...
M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N24 Stunden ein offenes Ohr: TelefonseelsorgeAn vier Standorten ist das Bistum Trier Mit...
28
M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N      „Das Kind in den Mittelpunkt stellen“ – „Leben und Glauben miteinander verbinden“...
Den ganzen Menschen bilden: Katholische Schulen          Katholische Schulen wollen vor allem ein Angebot an Eltern sein, ...
M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N                                      31
Aufklärung und Prävention: Sexueller Missbrauch           In den vergangenen Jahrzehnten gab es auch im Bistum Trier Fälle...
M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N                                      33
Es zeichnet Träger katholischer Bildungsarbeit im Bistum Trier besonders aus,           dass sie mit ihren Angeboten eine ...
M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE NTreffpunkte in den Gemeinden:Katholische BüchereienIm Bistum Trier gibt es rund 180 Kat...
36
M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N(M)ein Jahr fürs ganze Leben: Soziale Lerndienste      Die Sozialen Lerndienste im Bist...
Die katholischen Verbände im Bistum Trier wirken an der Nahtstelle von Kirche           und Welt. Sie mischen sich in poli...
M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N                                      39
Ein vielstimmiger Kosmos:     Kirchenmusik im Bistum Trier           Die Kirchenmusik im Bistum Trier ist ein vielstimmige...
M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE NVon den Ursprüngen bis zur Gegenwart:Das Museum am Dom      Das Museum am Dom, untergeb...
Vorsorge für die Zukunft leisten:     Stiftungen im Bistum Trier           Für das Bistum Trier sind Stiftungen und die Zu...
M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N      Ohne Verwaltung kommt auch ein Bistum nicht aus. Im Bistum Trier      heißt die V...
Bischöfliches GeneralvikariatHinter dem Dom 654290 triertelefon: 0651-7105-0E-Mail: bistum-trier@bistum-trier.deInternet: ...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Bistumsbroschüre

1.883 Aufrufe

Veröffentlicht am

Das Bistum Trier stellt sich vor

Veröffentlicht in: Seele & Geist
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
1.883
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
282
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
8
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Bistumsbroschüre

  1. 1. Kirche im Bistum Trier
  2. 2. Inhalt 3 Vorwort Das Bistum Trier 4 Damals bis heute 8 In der Mitte Europas 9 Glauben und Leben vor Ort 11 Besonders – Einzigartig 12 Der Heilige Rock 13 Das ökumenische Miteinander 14 Die Bolivienpartnerschaft 15 Die AktIOn ARBEIt Menschen für Menschen 18 Caritas im Bistum trier 20 Seelsorge 22 Räte 23 Ordensgemeinschaften 24 Priesterseminar, theologische Fakultät, Lantershofen 26 Lebensberatungsstellen 27 telefonseelsorge 28 katholische kindertageseinrichtungen 30 katholische Schulen 32 Aufklärung und Prävention: Sexueller Missbrauch 34 katholische Familien- und Erwachsenenbildung 35 katholische Büchereien 36 Soziale Lerndienste 38 katholische Verbände 40 kirchenmusik 41 Das Museum am Dom 42 Stiftungen 43 Das Generalvikariat2
  3. 3. Liebe Leserin, lieber Leser, das Bistum trier lässt sich natürlich nicht in eine Broschüre „packen“. Heute gibt es ja auch andere Medien, in denen sich Informationen schnell und umfassend finden lassen, vor allem das Internet. Wir wollen Ihnen aber dennoch ganz klassisch auf Papier einen kleinen Einblick in die vielfältige Glaubens- und Lebenswirklichkeit im Bistum trier geben. Und auch wenn es der Bischof von trier ist, der hier das erste Wort hat, so gilt doch: Das Bistum trier, das sind vor allem die zahlreichen Gläubigen in unserem Bistum. Es sind die vielen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, die dem Glauben im Bistum trier ein Gesicht geben, die den Glauben lebendig und erfahrbar werden lassen. Die kirche in Deutschland und auch die kirche im Bistum trier befindet sich in einer Umbruchsituation. Allerdings hat die kirche schon immer vor Herausforderungen ge- standen. Jede Generation hat in ihrer jeweiligen Zeit einen spezifischen Auftrag. Heute sind wir als Christinnen und Christen alle herausgefordert, deutlich zu machen, wie sehr der Glaube unser Leben bereichert. Wenn es uns gelingt, unseren Glauben mit Begeis- terung zu leben, dann braucht es uns vor der Zukunft nicht bange zu sein. Von daher ist es gut, in diesem Heft in die lange Geschichte, vor allem aber auch in die Gegenwart unseres Bistums zu schauen: Das kann uns zeigen, welch ein Geschenk es ist, als Chris- ten im Bistum trier zu leben. Dazu laden wir ein. Herzlich Ihr Dr. Stephan Ackermann Bischof von trier 3
  4. 4. Damals bis heute Die Botschaft Christi erreicht früh das Trierer Land. Schon gegen Ende des 2. Jahrhunderts dürfte es in Trier eine Christengemeinde gegeben haben. Die ununterbrochene Reihe der Trierer Bischöfe beginnt in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts mit Eucharius, Valerius und – mittelalterlicher Überlieferung nach – Maternus. Damit ist das Bistum Trier das älteste deutsche Bistum, das älteste Bistum diesseits der Alpen.4
  5. 5. DAS BISTUM TRIERIm vierten Jahrhundert wendet sich kaiser konstantin der Große (306-337) dem Chris-tentum zu, baut trier zur Residenzstadt aus und lässt hier ein kirchenzentrum vonimperialer Größe errichten. In spätrömischer Zeit ist trier Hauptstadt der römischenProvinz „Belgica Prima”. Dem Bischof der Stadt kommt der Rang eines Metropoliten zu.Diesen Vorrang behält trier im Mittelalter und in der frühen neuzeit. Zur trierer kir-chenprovinz gehörten als Suffraganbistümer Metz, toul und Verdun, ab 1777 zusätzlichdie auf dem territorium des Bistums toul neu errichteten Diözesen nancy und St. Dié.Ausgehend vom trierer kernland dringt das Christentum seit dem ausgehenden vier-ten Jahrhundert allmählich in die Landgebiete vor. Das Erzbistum erstreckt sich vonder Maas im Westen beiderseits der Mosel und der Lahn nach Osten bis in die Gegendvon Gießen. Seit dem 10. Jahrhundert können sich die Erzbischöfe von trier auch alsweltliche Herren in der Bischofsstadt und in teilen des Bistums durchsetzen.Der Erzbischof von trier ist einer der sieben Reichsfürsten, die den deutschenkönig wählen. Unter den trierer kurfürst-Erzbischöfen ragt Balduin vonLuxemburg (1308-1354) besonders hervor. Er hat großen Einfluss im Reich,erneuert die Verwaltung des trierer kurstaates und vereinheitlicht das litur-gische Leben der trierischen kirche. Ein Reformationsversuch in trier (1559)scheitert. Doch im Hunsrück-nahe-Raum und im rechtsrheinischenteil des Erzbistums wenden sich im 16. Jahrhundert weite Gebiete dem Protestantismus zu. 5
  6. 6. Infolge der Französischen Revolution gehen kirchenprovinz und Erzbistum trier unter. Mit wenigen späteren Änderungen erhält das Bistum trier 1821 seine heutige Gestalt und gehört seitdem zur kirchenprovinz köln. Unter Bischof Wilhelm Arnoldi (1842-1864) findet 1844 eine große Wallfahrt zum Heiligen Rock statt, die dem katholischen Leben neuen Auftrieb gibt. Der Heilige Rock, der tradition nach das ungeteilte Gewand Christi, ist die wichtigste Reliquie, die im trierer Dom aufbewahrt wird. Auf Bitten kaiser Maximilians I. hatte Erzbischof Richard von Greiffenklau 1512 die Reliquie erstmals öffentlich gezeigt. Bis dahin war die tunika Christi im Petrusaltar des Doms aufbewahrt worden, wo Erzbischof Johann I. sie bei der Altarweihe 1196 deponiert hatte. Aus dem sogenannten kulturkampf in den 1870er Jahren geht die kirche im Bistum trier gestärkt hervor. Äußeres Zeichen dafür sind unter anderem die Heilig-Rock- Wallfahrt von 1891 sowie die vielen kirchenbauten Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Bischof Bernhard Stein (1967-1980) fällt die Aufgabe zu, die Beschlüsse des 2. Vatikanischen konzils (1962-1965) und die Anregungen der Würzburger Synode (1971-1975) in der kirche von trier umzusetzen. 2010 wird mit Dr. Reinhard Marx, der von 2002 bis 2008 Bischof von trier war und dann Erzbischof von München und Freising wird, erstmals ein früherer trierer Bischof kardinal. Seit dem 24. Mai 2009 ist Dr. Stephan Ackermann Bischof von trier. Prof. Dr. Andreas Heinz www.bistum-trier.de/geschichte www.bischof-stephan-ackermann.de6
  7. 7. DAS BISTUM TRIER 7
  8. 8. Erzbistum Paderborn Erzbistum Köln Bistum Aachen Bistum Limburg Bistum Lüttich Visitationsbezirk Koblenz Visitationsbezirk Trier Bistum Mainz Erzbistum Luxemburg Visitationsbezirk Bistum Speyer Bistum Metz SaarbrückenIn der Mitte EuropasDas Bistum Trier liegt im Südwesten vonDeutschland und damit in der Mitte Europas.Es umfasst die ehemaligen rheinland-pfälzischen Regierungsbezirke Trierund Koblenz (das rechtsrheinische Gebiet nur teilweise) sowie das Saarlandmit Ausnahme des Saar-Pfalz-Kreises. Westlich grenzt das Bistum Trier anBelgien (Bistum Lüttich), Luxemburg (Erzbistum Luxemburg) und Frank-reich (Bistum Metz). Das Bistum Trier gliedert sich in die drei Visitations-bezirke Koblenz, Saarbrücken und Trier. Jedem dieser Visitationsbezirke istjeweils ein Weihbischof als Bischofsvikar zugeordnet. Die Weihbischöfe Ro-bert Brahm (Saarbrücken), Dr. Helmut Dieser (Trier) und Jörg Michael Peters(Koblenz) führen die bischöflichen Visitationen durch und spenden jungenChristen das Sakrament der Firmung.Unterhalb der Ebene der Visitationsbezirke gliedert sich das Bistum Trierin 35 Dekanate. www.bistum-trier.de/dekanate/8
  9. 9. DAS BISTUM TRIER In der Pfarrgemeinde lebt die Kirche als Gemeinschaft von Menschen, die sich zu Christus bekennen. Hier versammeln sich die Gläubigen zum Gottesdienst, geben einander ihren Glauben weiter und bemühen sich um Hilfe füreinander, für die Armen vor Ort und in aller Welt.Glauben und Leben vor Ort: Mitten im Umbruch Vielerorts im Bistum trier gibt es ein lebendiges Glaubens- und Gemeindeleben. An der sonntäglichen Feier der Eucharistie nehmen jeweils rund 180.000 katholiken teil. Sie machen so deutlich, dass der christliche Glaube Gemeinschaft ist und dass die Feier der Eucharistie Quelle und Ursprung des Glaubens ist. Es zeigt sich aber, dass die über Jahrhunderte bestehende volkskirchliche Sozialgestalt der kirche auch im Bistum trier zu Ende geht. Die Entscheidung für oder gegen den christlichen Glauben wird in allen Altersgruppen, Bildungsschichten und Milieus zu einer Frage der persönlichen Freiheit. 9
  10. 10. Dieser gesellschaftliche Wandel, verbunden mit dem Rückgang der Zahl der Priester und der Gläubigen und geringer werdenden Finanzmitteln, stellt das Bistum trier und seine Pfarrgemeinden vor die Frage, wie heute die Frohe Botschaft zu leben und zu ver- künden ist. Ein einfaches „Weiter so“ kann und wird es nicht geben. Auch die kirche im Bistum trier wird und muss sich erneuern, um zukunftsfähig zu bleiben. Strukturell sind erste Schritte gemacht: Viele Pfarrgemeinden sind heute zu Pfarreien- gemeinschaften zusammengeschlossen; einige große Pfarreien sind aus der Fusion mehrerer kleinerer entstanden. Seit der im September 2011 umgesetzten Strukturreform gibt es im Bistum trier insgesamt 173 pastorale Einheiten vor Ort, also Pfarreienge- meinschaften und Pfarreien, die keiner Pfarreiengemeinschaft angehören. Diese Struktur soll wenigstens bis zum Jahr 2020 Bestand haben. In ihr sollen die kräfte gebündelt werden, neue Formen der Zusammenarbeit praktiziert und pas- torale Schwerpunkte gesucht und gesetzt werden. www.bistum-trier.de/pfarreien www.struktur2020.bistum-trier.de10
  11. 11. DAS BISTUM TRIERBesonders - EinzigartigAls „Alleinstellungsmerkmale“ gelten bei einem Unternehmen odereinem Produkt die Besonderheiten, die dieses von anderen unterscheiden,einzigartig machen und zur Identifikation beitragen. Auch im BistumTrier gibt es solche „Alleinstellungsmerkmale“. 11
  12. 12. Der Heilige Rock Die im Trierer Dom aufbewahrte Reliquie ist der Tradition nach das ungeteilte Gewand Jesu Christi. Das Johannesevangelium berichtet davon, dass der Leibrock Jesu nach der kreuzigung verlost wurde, weil er den Soldaten für eine Zerteilung zu kostbar erschien. Ob die Reliquie in trier wirklich das Gewand Christi ist, lässt sich exakt weder mit historischen noch mit naturwissenschaftlichen Methoden beweisen. nach der Überlieferung soll die Heilige Helena, die Mutter des im 4. Jahrhundert in trier residierenden römischen kaisers konstantin, die tunika Christi auf einer Pilgerfahrt nach Jerusalem gefunden und der trierer kirche zum Geschenk gemacht haben. Unabhängig von der Frage der materiellen Echtheit verehren Christen die tunika Christi seit Jahrhunderten, weil der Heilige Rock hinweist auf Jesus Christus, den Mensch gewordenen Sohn Gottes. Auch will das schlichte kleid zur Solidarität mit den Armen aufrufen; und vor allem ist das unzerteilte Gewand auch ein Zeichen der Einheit der kirche. Der Heilige Rock wird verschlossen und nicht sichtbar in einem Schrein unter einem klimatisierten Glaszelt in der Heilig- Rock-kapelle des trierer Doms aufbewahrt. nur während der Heilig-Rock-Wallfahrten wird die tunika Christi öffentlich gezeigt. Wallfahrten gibt es in unregelmäßigen Abständen seit 1512. Die Menschen, die zum Heiligen Rock pilgern, erhoffen sich von ihrer Pilgerreise Impulse für ihren Lebensweg, für ihren Glauben und für ihr Zeugnis in der Welt. Im 20. Jahrhundert fanden drei Wallfahrten statt: 1933, 1959 und 1996. „… und führe zu- sammen, was getrennt ist“ ist das Leitwort der Christuswallfahrt vom 13. April bis zum 13. Mai 2012. www.heilig-rock-wallfahrt.de12
  13. 13. DAS BISTUM TRIER Spätestens seit der Heilig-Rock-Wallfahrt des Jahres 1996, an der sich erstmals offiziell evangelische Christinnen und Christen beteiligten, ist im Bistum Trier das ökumenische Bewusstsein noch einmal deutlich gewachsen, dass der „Skandal der Trennung“ (Kardinal Walter Kasper) nicht einfach hingenommen werden darf.Das ökumenische Miteinander Daher wird auch die Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 von Beginn an im kern als Christus-Wallfahrt verstanden. Ihre ökumenische Bedeutung unterstreicht nicht zuletzt das Leitwort: „...und führe zusammen, was getrennt ist“. Im Bistum trier bestehen viele ökumenische kontakte und eine Reihe von Anlässen für ökumenische Zusammenarbeit. Es gibt in verschie- denen Städten des Bistums lokale Arbeitsgemeinschaften Christlicher kirchen (ACk), ferner werden zwischen Pfarreiengemeinschaften und Gemeinden anderer konfessionen mehr und mehr ökumenische Part- nerschaftsvereinbarungen geschlossen. Seit dem Jahre 1971 feiern der Bischof von trier und der Präses der Evangelischen kirche im Rhein- land am Buß- und Bettag einen ökumenischen Gottesdienst, jeweils im Wechsel zwischen trierer Dom und der Evangelischen kirche zum Erlöser (konstantin-Basilika). Je größer die Gemeinsamkeiten werden, umso schmerzlicher spürbar ist die fehlende sichtbare kirchengemein- schaft. Immer wichtiger ist es dabei heute, dass die kirchen einander besser kennenlernen, um daraus auch für sich lernen zu können. Bischof Dr. Stephan Ackermann: „Wenn wir auf Christus schauen und auf ihn zugehen, werden wir auch zueinander finden. Denn er ist die Mitte unserer kirchen.“ 13
  14. 14. Die Bolivienpartnerschaft Seit über 50 Jahren verbindet das Bistum Trier eine Partnerschaft mit der Kirche von Bolivien. Die Partnerschaft wurde begründet von dem aus Püttlingen im Saarland stammenden Erzbischof von Sucre, kardinal José Clemente Maurer und dem trierer Bischof Matthias Wehr. Alljährlich wird in der Erntedankwoche Anfang Oktober die Bolivien-Partner- schaftswoche gefeiert. Die Erntedank-kollekte ist für Projekte der bolivianischen kirche bestimmt. Von Beginn an spielt in der Partnerschaft auch die katholische Jugend eine herausragende Rolle. Die Bolivien-kleidersammlung des Bundes der Deutschen katholi- schen Jugend im Bistum trier ist seit Jahrzehnten ein Markenzeichen der Partnerschaft. Die anfängliche „Bolivienhilfe“ leistete finanzielle und personelle Unterstützung; daraus ist längst eine Partnerschaft auf Augenhöhe geworden. Begegnung und Solidarität, entwicklungspolitisches Handeln und die Verbundenheit im christlichen Glauben sind zentrale Merkmale der Partnerschaft. Diese werden etwa über Solidaritätsaktionen, direkte Partnerschaften von Pfarrgemeinden, Schulen und Verbänden und wechselseiti- ge Begegnungsreisen konkret. Aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums der Partnerschaft wurde im Juli 2010 in Sucre eine Vereinbarung mit dem titel „Wege der Hoffnung gestalten“ unterzeichnet. 15 Ziele sind dort festgeschrieben, etwa: Pastorale Erfahrun- gen austauschen, Direktkontakte unterstützen, die Armut weiter bekämpfen, gemeinsam agieren zum Aufbau der Einen Welt. www.weltkirche.bistum-trier.de14
  15. 15. DAS BISTUM TRIERAm 1. Mai 1983 ruft der Bischof von Trier, Dr.Hermann Josef Spital, die AKTION ARBEIT ins Leben.Die AKTION ARBEITDie Arbeitslosenzahl überschreitet damals in West-deutschland erstmals die Zwei-Millionen-Grenze. Alszeitlich befristetes Projekt gedacht, ist die AktIOnARBEIt längst zu einer Dauereinrichtung geworden.Die Aufmerksamkeit der AktIOn ARBEIt gilt be-sonders den Problemgruppen auf dem Arbeitsmarkt:Langzeitarbeitslosen, gering oder nicht ausreichendQualifizierten, jugendlichen Arbeitslosen, Schulab-gängern ohne Abschluss, alleinerziehenden Frauenund Frauen nach der Familienphase. Diese Menschenhaben auf dem regulären Ersten Arbeitsmarkt nurgeringe Chancen und werden oft in prekäre Beschäf-tigung gedrängt, von denen sie nicht leben können.Deshalb setzt sich die AktIOn ARBEIt für einenöffentlich geförderten Arbeitsmarkt ein. Der Leitsatzist: Arbeit zu finanzieren, ist sozialer und billiger alsArbeitslosigkeit! www.aktionarbeit.bistum-trier.de 15
  16. 16. Menschen für Menschen -In der Nachfolge Jesu ChristiNächstenliebe: große Aufgabeund zentraler Auftrag für dieChristen, auch im Bistum Trier.Konkret sichtbar wird die Nächs-tenliebe im Bistum Trier an vielenOrten und in den Taten sehrvieler Menschen. Überall im Bis-tum sind Menschen für andere da.Auf ganz verschiedene Art undWeise helfen, begleiten, erziehensie und sind in der Bildungsar-beit tätig. Sie verwirklichen soihren christlichen Glauben. DieseMenschen geben der Kirche einmenschenfreundliches Gesicht; siegeben ganz konkret Zeugnis fürihren Glauben in der NachfolgeJesu Christi. Einige Beispiele...16
  17. 17. M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N 17
  18. 18. 18
  19. 19. M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N „Die Spannung zwischen Bestehendem und Angestrebtem sehen wir als Chance. Sie fordert uns zu Neuerungen heraus. Kirche ist vorläufig. Mit ihrer Caritas trägt sie dazu bei, dass das Reich Gottes unter den Menschen beginnt.“ So heißt es im Leitbild des Caritasverbandes für die Diözese Trier.Das Reich Gottes unter den Menschen beginnen lassen:Caritas im Bistum Trier Grundlage des Engagements ist die christliche Zuwendung zu Menschen in not. Caritas im Bistum trier ist konkrete Hilfe: zum Beispiel für Familien in not, Arme, Arbeitslose, Überschuldete, Pflegebedürftige, kranke, Menschen mit Behinderung, Migranten oder Obdachlose. Die Caritas hilft durch Beratung, materielle Unterstützung oder Pflege und Betreuung in einer sozial-caritativen Einrichtung. Viele Menschen stüt- zen das Caritas-Hilfenetz: über 21.000 Caritas-Mitglieder, rund 30.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pfarrgemeinden und über 11.000 Ehrenamtliche in caritativen Einrichtungen und Diensten. Hinzu kommen ca. 27.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. www.caritas-trier.de 19
  20. 20. Zu den Menschen gehen: Seelsorge im Territorium und in der Kategorie Die Pfarrgemeinden sind der erste Ort der Seelsorge. Hier leben die Christen in Gemeinschaft, hier werden die Sakramente gespendet, hier steht man einander und den Notleidenden bei (vgl. Seite 9f.). Daneben – begleitend und unterstützend – hat das Bistum trier bestimmte seelsorgliche Felder zusätzlich in den Blick genommen, zum Beispiel die Seelsorge in den kranken- häusern, die Jugendpastoral, die Seelsorge in Justizvollzugsanstalten, die Schulpastoral und den Religionsunterricht, die Behindertenpastoral, die City-Pastoral. In diesen Feldern kategorialer Seelsorge im Bistum trier arbeiten etwa 150 Priester, Dia- kone, Pastoralreferentinnen und –referenten, Gemeindereferentinnen und -referenten. Menschen in besonderen Lebenslagen oder Lebensphasen sollen durch den Dienst dieser Seelsorger gestärkt werden und Orientierung im Evangelium finden können.20
  21. 21. M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N 21
  22. 22. Gemeinsam den Glauben gestalten: Räte im Bistum Trier Entgegen manchen Vorstellungen wird Mitverantwortung in der katholischen Kirche groß geschrieben, auch im Bistum Trier. Vor Ort engagieren sich rund 11.500 Frauen, Männer und Jugendliche ehrenamtlich in Pfarrgemeinderäten, Pfarreienräten, Verwaltungsräten und Verbandsvertretungen. Sie entscheiden mit darüber, welche pastoralen Schwerpunkte vor Ort gesetzt werden – und auch, wofür Geld verwendet wird. Pfarrer und Ratsmitglieder sind aufeinander an- gewiesen. nur in einem guten Miteinander können sich lebendige Gemeinden entfalten. „Pfarrgemeinderäte sind Ausdruck der gemeinsamen Verantwortung des Volkes Gottes, den Glauben zu gestalten“, sagt Bischof Dr. Stephan Ackermann. Auch der Bischof selbst braucht, um sein Leitungsamt angemessen ausüben zu können, sachkundigen Rat und Akzeptanz für Entscheidungen. So ist das Volk Gottes nicht nur Betreuungsobjekt der Seelsorge, sondern selbst handelndes Subjekt der Heilssorge. Auf Bistumsebene arbeiten folgende Räte: Der Priesterrat gibt dem Bischof Empfehlungen zu Fragen des priesterlichen Dienstes und Wirkens, der Priesterbildung sowie der pastoralen Planung und der Seelsorgestruk- turen. Der Pastoralrat berät den Bischof. Im Pastoralrat nehmen Priester, Ordensleute und Lai- en teil an der Willensbildung und Entscheidungsfindung im Hinblick auf die Aufgaben des Bistums. Der kirchensteuerrat berät und verabschiedet jähr- lich den Haushaltsplan des Bistums. Der katholikenrat vertritt die Anliegen der katho- liken des Bistums in der Öffentlichkeit und nimmt Stellung zu Fragen des öffentlichen und kirchlichen Lebens. www.raete.bistum-trier.de22
  23. 23. M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N Die enge Verbindung der Einzelnen mit Gott und die Gemeinschaft prägen das Leben der Ordensleute.In enger Verbindung mit Gott für die Menschen:Ordensgemeinschaften Die „Evangelischen Räte“ Armut, Gehorsam und keuschheit stützen die klösterliche Lebensform und geben den Ordensleuten den Freiraum, sich ungehindert auf ihr Le- bensziel in der nachfolge Christi zu konzentrieren. Die vielen Ordensgemeinschaften im Bistum trier sind so bunt wie das Leben selbst: da gibt es beschauliche klöster, Missi- onare in aller Welt und Schulorden. Die einen widmen sich der krankenpflege, andere sind für Menschen mit Behinderungen da, wieder andere kümmern sich um benachtei- ligte kinder und Jugendliche. Sie beten, meditieren, feiern Gottesdienste, empfangen, beherbergen und begleiten Gäste. Etwa 2.300 Frauen und Männer im Bistum trier leben ihre Berufung in den klösterlichen und Ordens-Gemeinschaften. Sie leben in rund 200 klöstern, Ordenshäusern und kommunitäten. nach den Idealen der jeweiligen Gründe- rinnen und Gründer und nach unterschiedlichen Ordensregeln gestalten sie ihr Christ- sein in der Welt oder auch zurückgezogen. www.orden.bistum-trier.de 23
  24. 24. 24
  25. 25. M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N Wer Christus nachfolgen und die eigenen Fähigkeiten und Stärken in den Dienst der Kirche stellen möchte, ist im Bischöflichen Priesterseminar und an der Theologischen Fakultät Trier am richtigen Platz. Zwischen beiden gibt es enge Verbindungen.Christus nachfolgen:Priesterseminar, Theologische Fakultät, Lantershofen Die Priesterausbildung gliedert sich in drei Phasen: Im Propädeutikum sollen die an- gehenden Priester die Schönheit des Glaubens kennenlernen und ihr eigenes Christsein vertiefen; die zweite Phase der Ausbildung im Studium und Seminar ruht auf drei Säulen: menschliche Reife und geistliche tiefe, theologische Bildung und pastorale Befähigung; der anschließende Pastoralkurs dient zur Vorbereitung auf die Diakonen- und Priesterweihe. Die theologische Fakultät trier wurde 1950 von Papst Pius XII. wiedererrichtet und vom Land Rheinland-Pfalz als Hochschule mit allen akademischen Rechten anerkannt; bereits von 1473 bis 1798 hatte es eine erste theologische Fakultät in trier gegeben. Seit 1970 gibt es einen kooperationsvertrag der theologischen Fakultät mit der Univer- sität trier. Lehrveranstaltungen finden sowohl an der Universität als auch im Priester- seminar statt. Hier befinden sich auch die Bibliothek des Priesterseminars als theolo- gische Fachbibliothek mit etwa 470.000 Bänden sowie die Promotionsaula. Wer an der theologischen Fakultät trier studiert, hat verschiedene Berufsmöglichkeiten: neben den angehenden Priestern gibt es vor allem Studierende, die als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten oder als Religionslehrerinnen bzw. Religionslehrer arbeiten wollen. Ein deutschlandweit einzigartiges Priesterseminar findet sich in Lantershofen. Im interdiözesanen Seminar St. Lambert können „Spätberufene“ auf einem speziell entwickelten und von der römischen Bildungskongregation anerkannten Weg auch ohne Abitur einen theologischen Abschluss erwerben, um dann in ihren Heimat- bistümern bzw. für ihre Ordensgemeinschaften Priester zu werden. www.ps-trier.de, www.st-lambert.de, www.theo.uni-trier.de 25
  26. 26. Im Mittelpunkt der Beratungsarbeit steht der Mensch: „Rat geben, trösten, ermutigen und ertragen“. Hilfen unter einem Dach: Lebensberatungsstellen des Bistums Was die tradition die geistlichen Werke der Barmherzigkeit nennt, das ist der seelsorg- liche Auftrag, in dem kirchliche Beratung begründet ist. In diesem Sinne verbinden im Bistum trier 20 Lebensberatungsstellen Angebote der Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatung zu einem integrierten Beratungskonzept. Jährlich wird dieses Angebot von mehr als 20.000 Menschen genutzt. Etwa die Hälfte aller Hilfesuchenden sind kin- der und Jugendliche unter 18 Jahren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeder Beratungsstelle kommen aus verschiedenen Fachrichtungen, wie etwa Psychologie, Sozialarbeit/-pädagogik, theologie, Pädagogik und Heilpädagogik. Im Zuge der „aufsuchenden Beratung“ gehen die Lebensberatungsstellen auch dorthin, wo die Menschen und ihre Probleme ohnehin sind. So gibt es an manchen Standorten Sprechstunden in kindertageseinrichtungen oder direkt auf der Geburtsstation. Und auch online ist eine Beratung möglich. www.lebensberatung.info www.online.lebensberatung.info26
  27. 27. M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N24 Stunden ein offenes Ohr: TelefonseelsorgeAn vier Standorten ist das Bistum Trier Mitträger der Telefonseelsorge,eine weitere Stelle in Ahrweiler wird vom Bistum bezuschusst.In den vier ökumenischen und einer katholischen Dienststelle sind eine Vielzahlausgebildeter ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 24 Stunden am tele-fon präsent: Um Sorgen zu teilen, zuzuhören, Gesprächspartner anzubieten, weiter zuverweisen oder einfach auch, um gemeinsam zu schweigen. tausende Menschen greifenjedes Jahr auf dieses Angebot zurück, um unter dem Schutz der Anonymität zubesprechen, was sie bedrückt oder um der Einsamkeit einige Minuten zu entgehen.Zur Begleitung und Supervision der Ehrenamtlichen stehen Hauptamtliche mit ent-sprechender Ausbildung zur Verfügung. 0800-1110111 0800-1110222 27
  28. 28. 28
  29. 29. M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N „Das Kind in den Mittelpunkt stellen“ – „Leben und Glauben miteinander verbinden“ – „Teil der Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften sein“ – so lauten drei Kernsätze aus dem Rahmenleitbild für die katholischen Kindertageseinrichtungen im Bistum Trier.Kinder in die Mitte stellen:Katholische Kindertageseinrichtungen Jeden tag besuchen über 45.000 kinder die mehr als 530 katholischen kindertagesein- richtungen im Bistum trier. Über 6.000 Erzieherinnen und Erzieher arbeiten täglich für die kinder und ihre Familien. Die katholischen kindertageseinrichtungen unterstützen den Staat dabei, ein umfangreiches Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsangebot für die kin- der und ihre Familien aufrecht zu erhalten. Handlungsleitend ist dabei für die katholischen kindertageseinrichtungen im Bistum trier der Satz Jesu Christi: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“ (Joh 10,10b). Die meisten katholischen kindertageseinrichtungen befinden sich in trägerschaft von drei gemeinnützigen trägergesellschaften im Saarland, im Raum koblenz und im Raum trier. Darüber hinaus gibt es weitere trägerschaften, etwa durch kirchengemeinden, Regional- caritasverbände und Ordensgemeinschaften. www.kita.bistum-trier.de 29
  30. 30. Den ganzen Menschen bilden: Katholische Schulen Katholische Schulen wollen vor allem ein Angebot an Eltern sein, die für ihre Kinder einen religiös und kirchlich geprägten Erfahrungsraum Schule und eine entsprechende Erziehungspartnerschaft mit den Lehrern wünschen. Das Bistum trier ist träger staatlich anerkannter katholischer Schulen, an denen die Schülerinnen und Schüler die gleichen Abschlüsse erwerben können wie an öffentlichen Schulen. neben den 19 Bistumsschulen gibt es im Bistum trier 24 katholische Schulen in trägerschaft von Orden und Stiftungen. In den Bistumsschulen unterrichten ca. 750 Lehrkräfte über 10.000 Schülerinnen und Schüler. Die katholischen Schulen im Bistum trier verfolgen das Ziel, den einzelnen Menschen und den Menschen in seiner Ganzheit in den Blick zu nehmen mit seinen talenten, seinen Grenzen und mit seiner je eigenen Berufung. Die Heranwachsenden sollen in den Schulen erfahren, dass sie von Gott geliebte Geschöpfe sind, dass sie „Originale“ sind, einmalig und unbedingt erwünscht. Sie sollen es erfahren in der Begegnung mit Lehrerinnen und Lehrern, die sich selbst bemühen, im Geist des Evangeliums zu leben, im Geist der Wertschätzung und der Verbundenheit, und damit den Schulalltag prägen. www.schulabteilung.bistum-trier.de30
  31. 31. M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N 31
  32. 32. Aufklärung und Prävention: Sexueller Missbrauch In den vergangenen Jahrzehnten gab es auch im Bistum Trier Fälle sexuellen Miss- brauchs durch Priester oder andere kirchliche Mitarbeiter. Nicht immer standen in der Vergangenheit wirklich die Opfer im Mittelpunkt, nicht immer haben sich auch die Verantwortlichen im Bistum Trier für Aufklärung eingesetzt. 2010 hat die Deutsche Bischofskonferenz neue Leitlinien zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch durch kleriker, Ordensangehörige oder andere kirchlichen Mitarbeiter in kraft gesetzt. In den Leitlinien heißt es: „Opfer sexuellen Missbrauchs bedürfen beson- derer Achtsamkeit. Sie müssen vor weiterer sexueller Gewalt geschützt werden. Ihnen und ihren Angehörigen müssen bei der Aufarbeitung von Missbrauchserfahrungen Un- terstützung und Begleitung angeboten werden.“ Um dies zu gewährleisten, gibt es auch im Bistum trier „Missbrauchsbeauftragte“. Sie sind Ansprechpartner für Opfer sexuellen Missbrauchs - aber auch schon dann kann man sich an sie wenden, wenn es einen Ver- dacht auf sexuellen Missbrauch an kindern oder Jugendlichen gibt. Darüber hinaus soll besonders die Prävention verstärkt werden. kinder und Jugendliche sollen die kirche für sich als einen guten Ort erleben. Bischof Dr. Stephan Ackermann: „Es geht um eine neue kultur des aufeinander Achtens, damit kinder und Jugendliche in den vielfältigen Lebensräumen, die unsere kirchlichen Angebote und Einrichtungen eröffnen, eine sichere Umgebung finden, in der sie wachsen und sich entwickeln kön- nen, ohne von sexualisierter Gewalt ausgenutzt zu werden.“ www.praevention.bistum-trier.de32
  33. 33. M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N 33
  34. 34. Es zeichnet Träger katholischer Bildungsarbeit im Bistum Trier besonders aus, dass sie mit ihren Angeboten eine Option für christliche Werte treffen. Option für die christlichen Werte: Katholische Familien- und Erwachsenenbildung Bildung bedeutet für die träger, Begegnungen zu fördern und Möglichkeiten für soziale Vernetzungen sowie ein generationenübergreifendes Lernen zu schaffen. Respekt und toleranz sind die Basis, auf der solche Begegnungen stattfinden. Ebenso gehört dazu, einen offenen und kritischen Dialog zu ermöglichen, der zur Wahrnehmung und klärung von Fragen einlädt, die das Leben in kirche und Gesellschaft betreffen. Der Austausch unterschiedlicher Fachbereiche, wie etwa Politik, Pädagogik, theologie oder Gesundheit wird ebenso gefördert wie die kreativität und der Dialog von Menschen mit verschiedenen Lebenserfahrungen. In einer sich ständig wandelnden Gesellschaft möchten die katholischen träger den Menschen Orientierung bieten. Mit den Bildungsangeboten wollen sie Menschen bei der Sinnsuche begleiten, in der Auseinandersetzung mit ihrem Glauben unterstützen und Räume anbieten, in denen sich unterschiedliche kompetenzen zur Lebensbewältigung entwickeln können. Dabei sprechen die katholischen träger Menschen in ihren indivi- duellen Lebensphasen und verschiedenen Rollen an. www.keb.bistum-trier.de34
  35. 35. M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE NTreffpunkte in den Gemeinden:Katholische BüchereienIm Bistum Trier gibt es rund 180 Katholische ÖffentlicheBüchereien (KÖB). Sie werden von über 1.100 ehrenamtlichenMitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleitet.Jährlich werden von den mehr als 300.000 Besuchern über 650.000Ausleihen getätigt. Doch die Büchereien sind weit mehr als bloße„Ausleihstellen“. Sie organisieren in jedem Jahr auch mehr als 2.000Veranstaltungen: von Lesefördermaßnahmen bis zu Autorenlesungen.Hierbei arbeiten die Büchereien eng mit anderen Einrichtungen wieSchulen oder kindertageseinrichtungen zusammen.Die Büchereien haben in den Gemeinden auch eine große pastoraleBedeutung. Hier erhalten die Menschen Orientierung und Lebenshilfe;im wahrsten Sinne des Wortes wird in den Büchereien viel über „Gottund die Welt“ gesprochen. Viele Besucher der Büchereien bringenihre Alltagssorgen mit, so dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbei-ter der kÖB oft auch seelsorgliche Aufgaben wahrnehmen. Für dieBeratung, Begleitung und Weiterentwicklung der Büchereien ist dieFachstelle für Büchereiarbeit im Bistum trier zuständig. www.buechereiarbeit.bistum-trier.de 35
  36. 36. 36
  37. 37. M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N(M)ein Jahr fürs ganze Leben: Soziale Lerndienste Die Sozialen Lerndienste im Bistum Trier, eine gemeinsame Stelle von Bistum und Caritasverband, vermitteln und betreuen Freiwilligendienste im In- und Ausland. Jährlich können 500 Frauen und Männer ab 16 Jahren ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Bistum trier leisten. Einsatzstellen sind etwa kindertageseinrichtungen, Schulen, krankenhäuser, Einrichtungen für Men- schen mit Behinderung oder auch Seniorenwohnheime. Das FSJ soll für die jungen Menschen eine Lern- und Erfahrungszeit sein. Die FSJler erleben soziale Berufe in der täglichen Praxis und engagieren sich für andere Menschen. Bei Bildungstagen tauschen sie sich mit anderen Freiwilligen und den Verantwortlichen der Sozialen Lerndienste aus. Sie lernen so das Leben aus einer ganz neuen Perspektive kennen und gewin- nen für sich selbst Orientierung. Der Bundesfreiwilligendienst ähnelt dem FSJ sehr. Im Unterschied können den BFD aber auch Frauen und Männer leisten, die älter als 27 Jahre sind. Eine Besonderheit im Bistum trier sind auch die Sozialen Friedensdienste im Ausland (SoFiA). SoFiA versteht sich als sozialer Lerndienst, der einen Beitrag zur Verständigung zwischen Menschen, Gruppen und Völkern leisten möchte. www.soziale-lerndienste.de www.sofia-trier.de 37
  38. 38. Die katholischen Verbände im Bistum Trier wirken an der Nahtstelle von Kirche und Welt. Sie mischen sich in politische Diskussionen ein, bringen christliche Werte und Vorstellungen in die Gesellschaft ein und geben den Menschen so ein Stück Heimat und Orientierung. An der Nahtstelle von Kirche und Welt: Katholische Verbände im Bistum Trier Die katholischen Verbände im Bistum trier engagieren sich dafür, die Bedeutung des Evangeliums und der Soziallehre für die alltäglichen gesellschaftlichen und politischen Lebenszusammenhänge der Menschen aufzuzeigen. Das Spektrum der gesellschaftlichen Herausforderungen, zu denen die katholischen Verbände im Bistum trier Stellung be- ziehen, ist so breit wie die öffentlich diskutierten Fragestellungen: von der Bewältigung des Lebensalltags über die Gestaltung der Arbeitswelt und ökologische Fragen bis hin zur Globalisierungsproblematik und der Geschlechtergerechtigkeit. Zu den größeren Verbänden im Bistum trier zählen unter anderem die katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kFD), das kolpingwerk, die katholische Arbeitneh- merbewegung (kAB), der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, der DJk Sportverband, der Malteser Hilfsdienst (MHD), der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und der katholische Deutsche Frauenbund (kDFB). Unter dem Dach des Bundes der Deutschen katholischen Jugend (BDkJ) sind im Bistum trier die katholischen Jugendverbände zusammengeschlossen.38
  39. 39. M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N 39
  40. 40. Ein vielstimmiger Kosmos: Kirchenmusik im Bistum Trier Die Kirchenmusik im Bistum Trier ist ein vielstimmiger Kosmos. In diesem kosmos bewegen sich eine immense Zahl von Sängerinnen und Sängern aller Altersstufen in unterschiedlichsten Chorgruppen, zahlreiche kirchenmusikerinnen und kirchenmusiker, die sich ehrenamtlich oder nebenberuflich für die kirchenmusik in ihren Gemeinden engagieren sowie die Regional- und Dekanatskantorinnen und –kantoren, die für die Aus- und Fortbildung und die fachliche Begleitung der Chöre und kirchenmusiker zuständig sind. Im Bischöflichen Generalvikariat koordiniert der Bereich kirchenmusik zusammen mit der Bischöflichen kirchenmusikschule trier die vielfältigen kirchenmusikalischen Aktivitäten in der Diözese, bündelt sie und richtet sie immer wieder an den wesentlichen Aufgaben für Gegenwart und Zukunft aus: An der Weitergabe des Glaubens an die jüngere Generation sowie an der Entwicklung und dem Aufbau von Gemeinden, in denen Menschen auch morgen zu Hause sein können. Die kirchenmusik kann hierzu einen zentralen Beitrag leisten. www.kirchenmusik.bistum-trier.de40
  41. 41. M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE NVon den Ursprüngen bis zur Gegenwart:Das Museum am Dom Das Museum am Dom, untergebracht im früheren Trierer Gefängnis im Schatten des Trierer Domes, hat die Aufgabe, Zeugnisse der Kunst-, Kultur- und Frömmigkeitsgeschichte des Bistums bzw. des früheren Erz- bistums Trier zu sammeln, zu bewahren, zu erforschen und der Öffent- lichkeit zu vermitteln. So veranschaulichen die archäologischen Funde aus den Grabungen im Bereich des Do- mes auf einzigartige Weise die Anfänge des Christentums und des kirchenbaus in trier. Zusammen mit zahlreichen Leihgaben wie liturgischen Gewändern, Skulpturen oder Gemälden aus anderen kirchen des Bistums doku- mentiert das Museum die vom 4. Jahrhundert bis heute dauernde kontinuität der trierischen kirche. Zugleich pflegt das Museum den Dialog mit der zeitgenössischen kunst und lädt ein zur Auseinandersetzung mit ihr und ihrer Sicht auf die Welt, den Menschen und den Glauben. www.museum.bistum-trier.de 41
  42. 42. Vorsorge für die Zukunft leisten: Stiftungen im Bistum Trier Für das Bistum Trier sind Stiftungen und die Zusammenarbeit mit Stiftern heute wichtige Instrumente, um Vorsorge für die Zukunft zu leisten. Denn die Finanzierung kirchlicher Aufgaben ist schwieriger geworden und wird in Zukunft kaum leichter werden. Vor diesem Hintergrund sind Stiftungen „ein geeignetes Mittel, um mit den heutigen Möglichkeiten gegen soziale nöte und für eine gute Bil- dung der kommenden Generationen zu sorgen“ (Generalvikar Dr. Georg Holkenbrink). Im Jahr 2008 hat das Bistum daher ein Stiftungszentrum errichtet. Dieses berät Privatpersonen und Institutionen, die an dem thema „Stiften“ interessiert sind und hilft ihnen beim Aufbau von kir- chennahen Stiftungen und Stiftungsfonds. Auch soll das Zentrum die Stiftung „Menschen in not“ und die „Bischof-Stein-Stiftung“ aus- und aufbauen. Zu den vorrangigen Anliegen der Caritas-Stiftung „Menschen in not“ zählen die Bekämpfung der Armut und ihrer Folgen, die Stärkung von Familien, kindern und Jugendlichen, die Sorge um Menschen mit Behinderung, um schwerkranke und sterben- de Menschen und die Integration von Menschen am Rande der Gesellschaft. Die „Bischof-Stein-Stiftung“, benannt nach dem früheren Bischof von trier, hat als Förderziele vor allem die Erziehungs- und Bildungsarbeit in kirchlichen kindertageseinrich- tungen, Schulen, Fach- und Fachhochschulen, die Familien- und die Erwachsenenbildung, die kulturelle Arbeit, die Jugendarbeit, den erzieherischen kinder- und Jugendschutz sowie die Arbeit der Jugendverbände. www.stiftungszentrum-trier.de42
  43. 43. M E N S C HE N F Ü R M E N S C HE N Ohne Verwaltung kommt auch ein Bistum nicht aus. Im Bistum Trier heißt die Verwaltungszentrale „Bischöfliches Generalvikariat“.Service und Zentrale: Das Generalvikariat Rund 300 Frauen und Männer arbeiten „Hinter dem Dom“ in trier. An ihrer Spitze steht der Bischöfliche Generalvikar, der auch Stellvertreter des Bischofs ist. Wie wohl jede Verwaltung, so ist auch das Generalvikariat in trier nach Aufgabenbereichen gegliedert. neben klassischen Aufgabenfeldern wie Personal oder Finanzen gibt es auch kirchen- spezifische Felder. Inhaltliches kernstück ist der Bereich „kirche und Gesellschaft“. Der großen Breite der Aufgabenfelder entspricht die Vielzahl von Berufen, die im General- vikariat ausgeübt werden: neben theologen und Verwaltungsfachleuten gibt es unter anderem Juristen, Bauingenieure, Betriebs- und Volkswirte, Informatiker, Pädagogen, Bibliothekare, Sozialarbeiter, Psychologen und Journalisten. Abseits – aber angebunden – gibt es weitere Verwaltungseinrichtungen wie etwa die Rendanturen oder Personalabrechnungszentren, die die Pfarreien von Verwaltungsauf- gaben entlasten. www.generalvikariat.bistum-trier.de 43
  44. 44. Bischöfliches GeneralvikariatHinter dem Dom 654290 triertelefon: 0651-7105-0E-Mail: bistum-trier@bistum-trier.deInternet: www.bistum-trier.deDiözesan-Caritasverband TrierSichelstraße 1054290 triertelefon: 0651-9493-0E-Mail: dicv@caritas-trier.deInternet: www.caritas-trier.deDominformation TrierLiebfrauenstraße 1254290 triertelefon: 0651-979079-0E-Mail: info@dominformation.deInternet: www.dominformation.de Impressum Herausgeber Bischöfliche Pressestelle Trier Hinter dem Dom 6, 54290 Trier Telefon: 0651-7105-268 E-Mail: biptrier@bistum-trier.de Redaktion: Dr. Stephan Kronenburg, altfried g. rempe, Sandra Schumacher Fotos: Bischöfliche Pressestelle Trier, Diözesan-Caritasverband Trier, Foto Thewalt, Museum am Dom, Paulinus Wochenzeitung, Shutterstock, Karikatur: Thomas Plassmann

×