Big Jump Challenge                     Abschlussdokumentation             2012
Big JumpChallenge 2012
Biebrich   Rhein
MaWiDa Jumpen
MaWiDa Jumpen
Hamburg   Binnenalster
Jump die Alster reinViva con Agua jumpt die Alster
Jump die Alster reinViva con Agua jumpt die Alster
Altstadt - Flashmob: Wasserschlacht am Jungfernstieg - Hamburg-Mitte...                         http://www.abendblatt.de/h...
Kiel   Kieler Förde
CISpringtVViva con Agua Kiel springt ins Wasser für Wasser!
Köln   Decksteiner Weiher
Weiher Jumpen Köln
Weiher Jumpen Köln
Presse
Nagold   Nagold
Big Jump 2012 - Natürlich (in) Nagold
Ausstellung Stadtsparkasse
Presse
Rathenow   Havel
Havel-Jumper
Presse
Troisdorf   Sieg
JumpIGS
JumpIGS
Wolfsburg   Mühlenriede
Mühlenriede
Bei traumhaftem Wetter wurde am              17.06.2012 die erste Station eines              Naturerlebnislehrpfades am   ...
Mühlenriede
Presse
Mühlenriede
Mühlenriede
Greifswald   Ryck
Ryck-Jump
Ryck-Jump
Rottenburg   Neckar
Inscensus Neckarus
Radolfzell   Bodensee
Raus mit euch
Raus mit euch
Berlin   Landwehrkanal
betterjump
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betterjump - Partner
Landeslehrstätte                   Oder     Oderbruch
1. Big Jump in die Oder | Helenesee
Schönebeck   Elbe
Elbebadetag Schönebeck
Elbebadetag Schönebeck
Lüneburg   Ilmenau
JB JUMPS!
JB JUMPS!
Freising   Pullinger Weiher
SRM Frog Leap
Gdansk
Tribute to Chuck Norris
Kassel   Fulda
Viva con Agua Kassel, Dynamo Windrad und die Grünen vereinen sichmit der Fulda
Viva con Agua Kassel, Dynamo Windrad und die Grünen vereinen sichmit der Fulda
Rossdorf   Erbsenbach
JWS Rossdorf - Ja wir springen!
JWS Rossdorf - Ja wir springen!
Fischbachtal   Naturschwimmbad Fischbachtal
Fischbachtaljump
Les Rosaires   mon petit bassin
seau deau
Berlin   Teufelssee
Die Seeteufel vom Teufelssee
Die Seeteufel vom Teufelssee
Experteninterviews
Gesine SchwanLest im Interview mit unsererSchirmherrin Gesine Schwanwarum es so wichtig ist, sich fürsaubere Gewässer einz...
Interview Gesine SchwanFrau Schwan, an welchem Fluss oder See        daher nicht einfach Experten die Umsetzungsind Sie gr...
Interview Gesine SchwanWir übernehmen immer eine Welt, die wir nichtselbst gestaltet haben, aber verantwortlichweiterentwi...
Benny AdrionViva con AguaAn einem sonnigen Tag im Mai traf sichKathrin vom Big Jump Team mit BennyAdrion, dem Gründer von ...
Interview Benny AdrionHallo Benny, sag mal was machst du               überleben kann, deswegen kann man daeigentlich am 1...
Es ist immer gut, wenn man es schafft, seine      macht sich einen Ablaufplan und verteilt dieSchule dazu zu bekommen mitz...
Tim Edlerrealities:unitedDen Traum von sauberen Gewässernund deren Nutzung haben auchBerliner Innenstadtbewohner nochnicht...
Interview Tim EdlerEin Teilabschnitt des Seitenkanals der            Was tun Sie innerhalb des ProjektsSpree in Berlin sol...
Interview Tim EdlerFläche, der im Kanalbereich direkt oberhalb       gegeneinander abgewogen werden, sondernangelegt ist. ...
Flussbad – realities:united
Interview Tim EdlerWir versuchen eigentlich wenig über die             den wir thematisieren seit über 100 Jahrenromantisc...
Interview Tim EdlerWo sehen Sie das Nutzenpotenzial des              und zusätzlich über die Spenden vieler, vielerFlussba...
Robert ArlinghausWir haben mit unseremJurymitglied, demBinnenfischerei-Professor RobertArlinghaus, über den Fisch desJahres...
Interview Robert Arlinghaus„Neunaugen“ sind der „Fisch des Jahres 2012“        Neunaugen sind bei der Vermehrung auf gut m...
Interview Robert ArlinghausWenn wir als Neunaugen, Forellen oder             Tatsächlich wissen wir über das GefühlslebenH...
Interview Robert ArlinghausEine persönliche Frage an den Fisch-Prof:       Wenn Die Big Jump Teilnehmer sich fürWie bist D...
Sven ChristianSven Christian ist Spezialist inganzheitlicherRegionalentwicklung. Wir habenmir ihm über die Geschichte desF...
Ein etwas in Vergessenheit geratener Wasserlaufist der Finowkanal. Dabei ist er die ältestekünstlich angelegte Wasserstraß...
Interview Sven ChristianGuten Tag Herr Christian. Wie kam es zu        Freizeitmöglichkeiten am Fluss und natürlichIhrem b...
Interview Sven ChristianIch selbst bin öfter auf dem Kanal mit dem         kommunale oder Industrieabwässer, gibt es nicht...
Interview Sven ChristianIm letzten Jahr haben Sie sich am Big Jump      Wo könnten Teilnehmer des Wettbewerbsbeteiligt. We...
Projektpartner
Die Big Jump Challenge wird organisiert voneinem Verbund aus Umweltorganisationen,gemeinnützigen Organisationen und einer ...
Das betterplace lab ist die Forschungsabteilungvon Deutschlands größter Spendenplattformbetterplace.org und will soziales ...
Grüne Liga – Das Netzwerk ökologischerBewegungen und die Experten zum ThemaEuropäische Wasserrahmenrichtlinie.Deutsche Umw...
Der Global Nature Fund (GNF) ist eineunabhängige, internationale Stiftung für Umweltund Natur. Im Rahmen des international...
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Vom Bodensee bis Kieler Förde sprangen am 17. Juni 2012 über 1000 Jugendliche für mehr Gewässerschutz in ihren Fluss oder See. Hier die Veranstaltung zum Anschauen mit Hintergrundinformationen und Interviews.

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  1. 1. Big Jump Challenge Abschlussdokumentation 2012
  2. 2. Big JumpChallenge 2012
  3. 3. Biebrich Rhein
  4. 4. MaWiDa Jumpen
  5. 5. MaWiDa Jumpen
  6. 6. Hamburg Binnenalster
  7. 7. Jump die Alster reinViva con Agua jumpt die Alster
  8. 8. Jump die Alster reinViva con Agua jumpt die Alster
  9. 9. Altstadt - Flashmob: Wasserschlacht am Jungfernstieg - Hamburg-Mitte... http://www.abendblatt.de/hamburg/hamburg-mitte/article2310380/Fla... Flashmob an der Binnenalster - barmstedter-zeitung.de http://www.barmstedter-zeitung.de/nachrichten/norddeutschland/artikel... NORDDEUTSCHLAND Flashmob an der Binnenalster (http://www.abendblatt.de/)  DRUCKEN | VERSENDEN HAMBURG-MITTE ALTSTADT Empfehlen 0 Twittern 0 Flashmob: Wasserschlacht am Jungfernstieg Lisa Fröhling 17.06.2012, 18:46 Uhr Um für mehr Gewässerschutz zu werben, lieferten sich maritim verkleidete Aktivisten mitten in der Stadt eine Alsterwasser-Schlacht. HAMBURG. Die einen kamen als Fisch, Taucher oder Meerjungfrau verkleidet, andere in Badehose oder Bikini und mit Quietscheentchen in der Hand, wieder andere dpa schafften Luftmatratzen und Planschebecken HAMBURG. Unterstützer der Wasserinitiative "Viva con Agua" protestierten am europäischen Flussbadetag mit einem Flashmob gegen die heran. Mitten in der Innenstadt, am schlechte Qualität des Alsterwassers. Alle Hamburger waren eingeladen, gestern ab 14 Uhr am Alsterufer Verbesserungen im Gewässerschutz Jungfernstieg, wo heute viele den einzufordern. Die Hamburger Wasser-Aktivisten sind eins von mehr als 30 Teams bundesweit, die im Rahmen der bundesweiten verkaufoffenen Sonntag zum Bummeln Bildungskampagne "Big Jump Challenge 2012" eine Aktion für sauberere Gewässer organisierten. Während Schulklassen, Jugend- und nutzten, hieß es heute: "Ohne Wasser kein Umweltgruppen ihren Forderungen überwiegend mit einem Sprung ins kühle Nass Nachdruck verliehen, haben sich die Hamburger bewusst für einen Flashmob an Land entschieden. Die Teilnehmer (Foto)waren aufgerufen, sich zum Thema "Ohne Wasser kein Spaß" zu kostümieren . Spaß". Unterstützer der Wasserinitiative "Viva con agua"(http://www.vivaconagua.org/)  lieferten sich hier am Nachmittag eine Flashmob: Kaltes Alster-Bad für sauberes Wasser | Nachrichten - Ham... http://www.mopo.de/nachrichten/kaltes-bad-fuer-sauberes-wasser--fla... Wasserschlacht – "natürlich nicht mit Trinkwasser, sondern mit Alsterwasser", betont Leserkommentare Bundesweit sprangen bei der Aktion "Big Jump Challenge" tausende Jugendliche gleichzeitig Mit-Organisatorin Clara Freitag. Das wurde mit ins Wasser. In Hamburg wäre so ein "Massen-Sprung" zu gefährlich gewesen – stattdessen daher ein symbolischer Sprung über einen aufgemalten Fluss Eimern aus der Binnenalster geschöpft. Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben. Anmelden Foto: dpa/DPA Warum muss ich mich anmelden/registrieren? +++++Der rote Faden: Wasserträger für eine Der A. Beig Verlag distanziert sich prinzipiell von allen in den Leserkommentaren geäußerten Meinungen ohne Rücksicht auf deren Inhalte. Alle bessere Welt+++++(http://www.abendblatt.de Beiträge in den Leserkommentaren geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen der User wieder. DI 22° MI 22° DO 22° Jobs | Werben/Mediadaten | RSS | Abo | Sitemap /hamburg/article2288422/Wassertraeger-fuer-eine-bessere-Welt.html) Bitte beachten Sie unsere Richtlinien für Kommentare! Und um genau dieses Alsterwasser ging es bei der Aktion auch: "Wir möchten, dass noch mehr für eine Verbesserung der Wasserqualität getan wird", erklärt Freitag. In den vergangenen Jahren habe sich da zwar schon REGIONAL SPORT NEWS RATGEBER GIRLS SPIELE VIDEOS SHOP Zeitung zur Probe einiges zum Positiven entwickelt und das Alsterwasser entspreche mittlerweile weitgehend den Richtlinien. "Aber Nachrichten | Polizei | Promi & Show | Politik | Kolumnen | Lust auf mehr? Ihre A. Beig Tageszeitung jetzt Veranstaltungen | Hamburg rockt man könnte immer noch mehr dafür tun, dass die Alster renaturiert wird", so Freitag. Probleme bringe zum Beispiel 2 Wochen kostenlos testen.  MOPO › Hamburg › Nachrichten das Hamburger Abwassersystem mit sich: "Regen- und Mischwasser laufen da eigentlich in zwei separaten Kanälen nebeneinander", erklärt die 20-Jährige, "das Regenwasser wird dann in die Alster geleitet. Doch wenn es stark regnet, treten die beiden separaten Kanäle über die Ufer." Dann vermischten sich Regen- und Mischwasser, Twittern 0 @mopo folgen 0 Empfehlen Datum: 17.6.2012 so dass zum Teil auch Abwasser in die Alster gelangen könne. "Und auch Müll, der in die Alster geworfen wird, ist Kommentare: 2 ein Problem", sagte Freitag.  Empfehlen: E-Mail +++++Fast 900 Millionen Menschen ohne sauberes Trinkwasser+++++ (http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen  Kontakt: Redaktion /article2213957/Fast-900-Millionen-Menschen-ohne-sauberes-Trinkwasser.html)  Der Flashmob in der Hamburger Innenstadt war Artikel: Drucken Teil der "Big Jump Challenge", einer bundesweiten Aktion, die "Viva con agua"  © A-BEIG.de 2009 anlässlich des europäischen Flussbadetags Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung der A.Beig Druckerei und Verlag GmbH Hamburgs größte » & Co. KG » MOPO testet initiiert hatte. Um ein Zeichen für den Coups Gewässerschutz zu setzen, sprangen dabei deutschlandweit tausende Jugendliche Norddeutschland Sport Deutschland & Welt Lokales Übersicht Lokaler Sport Politik Pinneberg gleichzeitig ins Wasser. "Ursprünglich war auch in Hamburg so ein Jump geplant", erklärt Clara Nur ein paar Jugendliche sprangen in die Binnenalster Freitag, "aber mit so vielen Leuten gleichzeitig in Foto: dpa/DPA die Alster zu springen, wäre zu gefährlich 1 von 2 03.07.2012 13:40 gewesen. Da haben wir keine Genehmigung bekommen." Deshalb sprangen nur einige wenige in die Alster. Die anderen veranstalteten stattdessen die Flashmob an der Binnenalster: Diese Hamburger Jugendlichen protestieren gegen Wasserverschmutzung. Foto: dpa Presse1 von 2 17.06.2012 20:55 Für mehr Sauberkeit in unseren Flüssen und Seen: Unterstützt von der Wasserinitiative "Viva con Aqua" und dem "CISV Hamburg" gingen am Sonntag einige unerschrockene Hamburger Jugendliche in der Binnenalster baden. Mit ihrem Flashmob protestierten die Jungen und Mädchen gegen die schlechte Qualität des Alsterwassers. In ganz Deutschland fanden am europaweiten Flussbadetag ähnliche Aktionen statt. Überall mit dem gleichen Hintergrund: Die Teilnehmer wollten
  10. 10. Kiel Kieler Förde
  11. 11. CISpringtVViva con Agua Kiel springt ins Wasser für Wasser!
  12. 12. Köln Decksteiner Weiher
  13. 13. Weiher Jumpen Köln
  14. 14. Weiher Jumpen Köln
  15. 15. Presse
  16. 16. Nagold Nagold
  17. 17. Big Jump 2012 - Natürlich (in) Nagold
  18. 18. Ausstellung Stadtsparkasse
  19. 19. Presse
  20. 20. Rathenow Havel
  21. 21. Havel-Jumper
  22. 22. Presse
  23. 23. Troisdorf Sieg
  24. 24. JumpIGS
  25. 25. JumpIGS
  26. 26. Wolfsburg Mühlenriede
  27. 27. Mühlenriede
  28. 28. Bei traumhaftem Wetter wurde am 17.06.2012 die erste Station eines Naturerlebnislehrpfades am Gewässeruntersuchungsplatz der Mühlenriede eingeweiht, den Schüler des Gymnasiums Fallersleben in diesem Schuljahr im Rahmen des Seminarfach- Unterrichtes geplant haben.Mühlenriede
  29. 29. Mühlenriede
  30. 30. Presse
  31. 31. Mühlenriede
  32. 32. Mühlenriede
  33. 33. Greifswald Ryck
  34. 34. Ryck-Jump
  35. 35. Ryck-Jump
  36. 36. Rottenburg Neckar
  37. 37. Inscensus Neckarus
  38. 38. Radolfzell Bodensee
  39. 39. Raus mit euch
  40. 40. Raus mit euch
  41. 41. Berlin Landwehrkanal
  42. 42. betterjump
  43. 43. betterjump
  44. 44. betterjump - Partner
  45. 45. Landeslehrstätte Oder Oderbruch
  46. 46. 1. Big Jump in die Oder | Helenesee
  47. 47. Schönebeck Elbe
  48. 48. Elbebadetag Schönebeck
  49. 49. Elbebadetag Schönebeck
  50. 50. Lüneburg Ilmenau
  51. 51. JB JUMPS!
  52. 52. JB JUMPS!
  53. 53. Freising Pullinger Weiher
  54. 54. SRM Frog Leap
  55. 55. Gdansk
  56. 56. Tribute to Chuck Norris
  57. 57. Kassel Fulda
  58. 58. Viva con Agua Kassel, Dynamo Windrad und die Grünen vereinen sichmit der Fulda
  59. 59. Viva con Agua Kassel, Dynamo Windrad und die Grünen vereinen sichmit der Fulda
  60. 60. Rossdorf Erbsenbach
  61. 61. JWS Rossdorf - Ja wir springen!
  62. 62. JWS Rossdorf - Ja wir springen!
  63. 63. Fischbachtal Naturschwimmbad Fischbachtal
  64. 64. Fischbachtaljump
  65. 65. Les Rosaires mon petit bassin
  66. 66. seau deau
  67. 67. Berlin Teufelssee
  68. 68. Die Seeteufel vom Teufelssee
  69. 69. Die Seeteufel vom Teufelssee
  70. 70. Experteninterviews
  71. 71. Gesine SchwanLest im Interview mit unsererSchirmherrin Gesine Schwanwarum es so wichtig ist, sich fürsaubere Gewässer einzusetzenund ob sie am 17. Juni 2012 mituns ins Wasser springen wird!
  72. 72. Interview Gesine SchwanFrau Schwan, an welchem Fluss oder See daher nicht einfach Experten die Umsetzungsind Sie groß geworden? übernehmen?Am Heiligensee im Norden Berlins. Weil es sich immer auch um kontroverse Entscheidungen handelt, die zwischen denKonnten Sie in diesem See baden? verschiedenen Interessenten  und politischenJa, ich war im Sommer mehr im Wasser als an Akteuren mit Hilfe der Experten entschiedenLand. werden sollten. Die Zivilgesellschaft spielt hier eine wichtige Rolle, dass das Allgemeinwohl imDas sind schöne Erinnerungen – die leider Blick bleibt – und auch als Ideengeber. Der “Bigheute nur noch wenige Menschen haben. Jump” ist ja gerade eine Idee wie wir dieWegen der sozialen und ökologischen öffentliche Auseinandersetzung mit demProbleme unserer Flüsse und Seen fordert Gewässerschutz fördern können. Dass wir unsdie europäische Wasserrahmenrichtlinie bis gemeinsam trauen, und damit auch das2015 einen guten ökologischen und Vertrauen in eine partizipative Umsetzungchemischen Zustand der stärken.Oberflächengewässer.Dazu ist laut Artikel 15 der Richtlinie die Aber warum sollten sich SchülerInnen an“aktive Beteiligung” aller interessierten Aktionen zum Gewässerschutz beteiligen?Stellen zu fördern. Demnach sind Ist es doch die Generation der Eltern, die fürÖffentlichkeit und Partizipation im den Zustand der Flüsse und SeenGesetzestext selbst festgelegt. Doch das verantwortlich ist!Gesetz ist äußerst komplex. Warum können
  73. 73. Interview Gesine SchwanWir übernehmen immer eine Welt, die wir nichtselbst gestaltet haben, aber verantwortlichweiterentwickeln müssen. Auch unsere Elternwaren schon in dieser Lage.Würden Sie – zum Big Jump 2012 – mitanderen in den Heiligensee oder einenanderen See oder Fluss springen?Als Schirmherrin möchte ich natürlich alleJumps unterstützen. Im Geiste bin ich dabei,wenn die “Big Jump” Initiative zum großenSprung für mehr Bildung, Teilhabe undGewässerschutz ansetzt!!Vielen Dank für das Gespräch, wir freuenuns sehr Sie als Schirmherrin dabei zuhaben!
  74. 74. Benny AdrionViva con AguaAn einem sonnigen Tag im Mai traf sichKathrin vom Big Jump Team mit BennyAdrion, dem Gründer von Viva con Aguaund Unterstützer der Big Jump Challenge.Benny hat früher professionell Fußball inStuttgart und beim FC St. Pauli gespielt. ImJahr 2005 hat er Viva con Agua in Hamburggegründet, um Wasserprojekte inEntwicklungsländern zu unterstützen, dievon der Welthungerhilfe durchgeführtwerden.
  75. 75. Interview Benny AdrionHallo Benny, sag mal was machst du überleben kann, deswegen kann man daeigentlich am 17. Juni um 15 Uhr? baden.Da springe ich für mehr Gewässerschutz insWasser. Gruselig! Aber zurück zum Big Jump. Was versprichst du dir davon?Weißt du auch schon wo? Der Big Jump steht bald an und wird bei unsDie Vorbereitungen laufen, der genaue Ort wird schon seit langem vorbereitet undauf unserer Jump-Seite bekannt gegeben. angekündigt. Er steht dick und fett in unserem Kalender und alle freuen sich drauf!Weißt du noch, wann du das letzte mal in Ich hoffe, dass es großen Spaß machen wirdeinem Fluss oder See gebadet hast? und dass viele Leute sich beteiligen werden.Boah, da muss ich überlegen. Ist schon eine Das ist eigentlich meine Erwartung! GroßeWeile her, Meer gilt nicht? Beteiligung! Das Ganze klappt ja nur, wenn inHmm...wahrscheinlich in Äthiopien im Lake vielen Städten viele Leute mitmachen, nurLangano, der einzige See in dem man dort dann kann das Projekt ein Erfolg werden.baden kann, weil in anderen die Bilharziose-Gefahr so hoch ist. Das ist ein Hast einen Tipp für alle Schüler, die etwasKrankheitserreger, der dir die Harnröhre hoch für den Gewässerschutz tun möchten, aberkriech. Dieser Langano See ist so nicht so recht wissen mit wem sie den Bigschwefelhaltig, dass da gar kein Erreger Jump durchführen sollen?
  76. 76. Es ist immer gut, wenn man es schafft, seine macht sich einen Ablaufplan und verteilt dieSchule dazu zu bekommen mitzumachen. Aufgaben.Wenn man als Schüler Lust hat mitzumachen,kann man sich nicht nur selbst beteiligen, Danke Benny, das war sehr aufschlussreichsondern direkt zur Schule oder Klasse gehen und freuen uns, dass du am 17. Juni mitund sagen ‘Hey, ich habe eine coole Idee, dabei bist!unterstützt mich bitte mal! Lasst uns an dem Sehr gerne, sehr gerne.und dem Tag einen Ausflug machen mit derganzen Schule oder der Klasse und allespringen zusammen ins Wasser‘. Also dieSchule quasi als Multiplikator nutzen. Das wäreganz cool und schulfrei ist ja auch nichtschlecht.Hast du direkte Tipps für die Planung? Wasmuss man deiner Meinung nach beachten,damit die Veranstaltung richtig erfolgreichwird?Für eine erfolgreiche Veranstaltung, haben wirja mittlerweile gelernt, dass natürlich Planungsehr wichtig ist. Das heißt man sollte doch imZweifel mehr Zeit mit der Planung einersolchen Veranstaltung verbringen, als man essonst machen würde. Je besser man dasvorbereitet, desto stressfreier wird dieUmsetzung. Es ist im Nachhinein sehr vielentspannter und einfacher, wenn man sichvorher die Zeit nimmt, um die Veranstaltungkomplett durchzuplanen. Am besten man
  77. 77. Tim Edlerrealities:unitedDen Traum von sauberen Gewässernund deren Nutzung haben auchBerliner Innenstadtbewohner nochnicht aufgegeben. Jassa vom Big JumpChallenge Team hat mit demArchitekten und Jury-Mitglied Tim Edlerüber sein Flussbadprojekt, Stadtkulturund die natürliche Reinigung vonGewässern gesprochen.
  78. 78. Interview Tim EdlerEin Teilabschnitt des Seitenkanals der Was tun Sie innerhalb des ProjektsSpree in Berlin soll umfunktioniert werden hinsichtlich der Einleitung ungeklärtenund 2019 als Flussbad in Betrieb genommen Abwassers in die Spree, damit zukünftig inwerden. Wie sind Sie zu der Idee des ihr wieder gebadet werden kann?Projekts gekommen? Das Wasser, was wir brauchen um denUnser erstes Atelier lag an der Spree, genau da “beschwimmbaren”  Bereich mit Nachschubwo Hauptspree und Kupfergraben (ca. 0,5 m³/s) zu versorgen, stammt aus einemzusammenfließen. Das war ein Gebäude, was bepflanzten Kiesbett Filter mit etwa 3500 m²schon so lange keine Nutzung mehr hatte,dass der Eigentümer tatsächlich vergessenhatte, dass es ihm gehört. Klingt wie dasMärchen von Dornröschen, aber es stimmt.Aber als wir dann endlich drin waren (einGebäude ohne Strom, Heizung oder fließendWasser) fingen wir an uns mit demumgebenden Stadtraum auseinanderzusetzenund da haben wir erstaunliche Parallelengesehen. Ein Flussarm mit mehr als hundertJahren ohne Nutzung und eine Stadt die dasscheinbar vergessen hatte. Das klang nacheinem neuen Auftrag.
  79. 79. Interview Tim EdlerFläche, der im Kanalbereich direkt oberhalb gegeneinander abgewogen werden, sondernangelegt ist. Angetrieben wird der können einander ergänzen.Filtervorgang von dem Höhenunterschied von Es ist ein sehr guter Ort, mit diesemetwa 1,25 m, der das Wasser durch den Filter Modellprojekt sowohl das Potential einerpresst. intakten Umwelt für die Lebensqualität zu zeigen, als auch indirekt auf das weiterhinInwiefern trägt das Flussbad zur Stadtkultur ungelöste Problem derbei? Und was hat das Projekt mit Gewässerverschmutzung durch veralteteGewässerschutz zu tun? Abwassersysteme hinzuweisen. Beides zuDer Umbau eines kompletten Flussarms in ein verdeutlichen und dadurch dieSchwimmbad ist eine spektakuläre Geste. entscheidenden, aber meist abstraktenBesonders an diesem Ort, der für Berlin und Änderungsprozesse zu beschleunigen könntevielleicht darüber hinaus eine wichtige dann einer der wichtigsten Beiträge sein, denidentitätsgebende Funktion hat. dieses Projekt leisten kann.Es ist interessant, an dieser Stelle zu zeigen,dass eine neue Nutzung des Flusses möglich Die Idee des Big Jumps verankert auchist und dass sie sich gut mit der gewachsenen ethische Aspekte, wie z.B. zu unserenGestalt der Stadt und ihrer anderen Nutzungen Flüssen und Seen wieder vermehrt Bezugverbinden lässt. Eine vielschichtigere und zu bekommen und sie mit in unserinteressantere Stadt entsteht. Repräsentation, Heimatgefühl aufzunehmen. Verfolgen bzw.Angebote der Bildung und der Kultur und die vermitteln Sie mit Ihrem Projekt ebenfallsBelange der Wohnbevölkerung müssen nicht solche Gedanken? Und wenn ja wie?
  80. 80. Flussbad – realities:united
  81. 81. Interview Tim EdlerWir versuchen eigentlich wenig über die den wir thematisieren seit über 100 Jahrenromantischen Aspekte zu argumentieren. Es überwiegend „arbeitslos“ ist. Aber natürlichgeht um viel Konkreteres, als um das gibt es auch Vorbehalte – schließlich ist dasHeimatgefühl. In Berlin ganz konkret um die nicht irgendwo, sondern das Ding läuft durchFrage nach der Eigentümerschaft und einer die „Gute Stube“ Berlins, das Weltkulturerbeintelligenten Form der Nutzung. Wem gehört der Museumsinsel.der Fluss und wer darf damit was machen? Wir müssen noch viel mehr informieren, weilWir sind fest davon überzeugt, dass die für viele besorgte Menschen nicht gleich zuNutzung der Spree in Berlin als eine Ressource erkennen ist, dass dieses Projekt nicht zu einerder Erholung für Natur und Mensch sinnvoller befürchteten weiteren „Eventisierung“ derist, als den Fluss nur als Straße und Museumsinsel betragen soll, sondern, dass esAbwasserkanal zu verstehen. im Gegenteil etwas „normale“ Nutzung undBerlin kann viel von der Spree profitieren, aber auch die Wohnbevölkerung Berlins an diesendafür muss die Stadt an ihre alte Tradition touristischen Ort zurückbringen würde.anknüpfen: Vernunft im Umgang mit den Letztlich ist uns völlig klar, dass dieses Projektgegebenen Ressourcen. mit der Unterstützung einer breiten lokalen  Einwohnerschaft steht und fällt.Auf welche Resonanz ist das Thema bisher Das ist fast die Hauptsache, um die wir unsbei den Berlinern gestoßen und was gibt es jetzt kümmern müssen.in dieser Hinsicht noch zu tun?Fast alle reagieren sehr positiv – das hat sicherauch damit zu tun, dass der Flussabschnitt,
  82. 82. Interview Tim EdlerWo sehen Sie das Nutzenpotenzial des und zusätzlich über die Spenden vieler, vielerFlussbades für Berlin? Unterstützer.Der ökonomische Nutzen des Projektes ist, dassdie Qualität des Lebensraums, für die vielen Was war Ihre Motivation Jury-Mitglied desMenschen, die in den dichten Schüler-Wettbewerbs zu werden bzw. mit derInnenstadtbezirken Berlins wohnen, steigt. Auch „Big Jump Challenge 2012“ zu kooperieren?Berlin als “Sehnsuchtsort”, als eine Stadt, die Wir brauchen noch viel mehr Ideen, Projekte unddeshalb lebt, weil Touristen und Zuziehende in Menschen, die etwas machen. Es braucht einenihr etwas Besonderes sehen können, profitiert langen Atem, alte Strukturen zu verändern. Wirvon diesem originellen neuen Aspekt einer sind uns darüber im Klaren, dass alle Projekte“kreativen” Großstadt. Vor allem auch, weil das für eine positive Veränderung der Situation nurProjekt sich nicht als Gegenentwurf zu der auf dann einen Sinn haben, wenn Sie auf einerRepräsentation angelegten Stadtentwicklung breiten Basis entwickelt werden.(Wiederaufbau des Schlosses,…) der Generation  der Älteren versteht, sondern als ein Was ist bisher ihr schönstes Badeerlebnis inverbindendes Element, welches neue einem See oder Fluss?Nutzungsmöglichkeiten schafft ohne etwas Früher war ich kein guter Schwimmer. Dann binAnderes dafür verbieten zu müssen. ich mal in einem See geschwommen undDeshalb und auch, weil die Idee ja eben nicht plötzlich nach 400m ohne Wende- oderdarin besteht Zäune aufzubauen und Eintritt zu Ausweichmanöver ist bei mir der Groschennehmen, soll das Flussbad wie andere typische gefallen, wie das geht. Wahrscheinlich glaubeProjekte des öffentlichen Raums, Parks etwa, ich seitdem, dass Schwimmbecken länger alsoder auch die heutige Nutzung als 50m sein sollten.Schifffahrtsweg über Steuern finanziert werden
  83. 83. Robert ArlinghausWir haben mit unseremJurymitglied, demBinnenfischerei-Professor RobertArlinghaus, über den Fisch desJahres, die Probleme vonFlussfischarten und Fisch-Gefühle gesprochen.
  84. 84. Interview Robert Arlinghaus„Neunaugen“ sind der „Fisch des Jahres 2012“ Neunaugen sind bei der Vermehrung auf gut mitin Deutschland. Was zeichnet diesen Fisch aus Sauerstoff durchströmte Kiesbereiche in– neun Augen? Oberläufen von Bächen und Flüssen angewiesen.Streng genommen sind Neunaugen gar keine Durch Aufstau der Gewässer und der damitFische, sondern Rundmäuler. Im Unterschied zu verbundenen Verschlammung der Laichplätze sindden echten Fischen haben Neunaugen keine kiesige Gebiete rar geworden, was sich dannKiefern und ein einfacheres Skelett. Es gibt negativ auf das Aufkommen der Neunaugenmindestens drei Neunaugenarten in Deutschland – auswirkt.Bachneunaugen, Flussneunaugen undMeerneunaugen. Der Name Neunauge leitet sichab von den kleinen Kiemenöffnungen an der Seite,die wie insgesamt neun Augen aussehen.Neunaugen kennzeichnet eine ganz besondereLebensweise, da diese Tiere parasitisch vonanderen Fischen leben. Mit dem Rundmaul haftensich Neunaugen an der Haut von Fischen fest und„raspeln“ Haut und Schuppen ab. Diese aalähnliche Art ist 500 Millionen Jahr alt,jetzt steht er auf der „roten Liste“ fürgefährdete Tierarten. Wie konnte daspassieren?
  85. 85. Interview Robert ArlinghausWenn wir als Neunaugen, Forellen oder Tatsächlich wissen wir über das GefühlslebenHechte durch Rhein, Elbe und Co. von Fischen sehr wenig. Eindeutig sind Fischeschwimmen, was sind eigentlich die mit zum Teil erstaunlichen Fähigkeitenwichtigsten Herausforderungen für „gute ausgestattet, aber ob Emotionen im Spiel sind,Fahrt“ in deutschen Flüssen? ist gänzlich ungeklärt.Die chemische Wasserqualität ist heute nicht Nichtsdestotrotz kann man das Wohlbefindenmehr das große Problem. Das war zur Blütezeit von Fischen durch unangemesseneder Industrialisierung noch ganz anders. Heute Behandlung, Verletzung, schlechtesind vor allem die Eindeichung, der Verlust von Haltungsbedingungen in Aquarien oder derÜberflutungsflächen und die vielen Fischzucht beeinflussen. Fische werden dannWanderhindernisse durch Wehre, Staue oder krank, verhalten sich sonderbar und sterbenKleinkraftwerke das größte Problem für schleichend.Flussfischarten. Gute Fahrt erreicht man also  durch die Renaturierung natürlicherÜberflutungsflächen sowie durch dieAbschaffung von Wanderbarrieren. „Gute Fahrt“ ist ja auch eine Bewertung – aber haben Fische überhaupt(Glücks)gefühle? Was wissen wir über Glückund Wohlbefinden von Fischen?
  86. 86. Interview Robert ArlinghausEine persönliche Frage an den Fisch-Prof: Wenn Die Big Jump Teilnehmer sich fürWie bist Du zu Deinem Thema Fische in deutschen Flüssen und SeenBinnenfischerei gekommen? Was interessiert einsetzen wollen, wofür lohnt es sichund fasziniert Dich? besonders zu springen?Ich war schon immer engagierter Angler, mich Es lohnt sich für die Renaturierung derhaben Wasser und die Fischerei schon immer Gewässer zu springen, insbesondere diefasziniert. Was lag da also näher, als mein Wiederherstellung natürlicherHobby zum Beruf zu machen. Ich befasse mit Abflussbedingungen und die Bewahrungder Erforschung von Fischen und dem Schutz natürlicher Uferstrukturen. Das ist eine großevon natürlichen Fischbeständen sowie mit gesellschaftliche Aufgabe, die sicher nur inFragen der Überfischung. Dazu führen wir viele weniger besiedelten Gewässer großräumigExperimente in Seen und Flüssen durch. umgesetzt werden kann. Aber dann lohnen auch die kleinen Maßnahmen, vor allem die Wasserkraft ist für Fische problematisch.
  87. 87. Sven ChristianSven Christian ist Spezialist inganzheitlicherRegionalentwicklung. Wir habenmir ihm über die Geschichte desFinowkanals, seine Begeisterungfür den Big Jump und seineErfahrungen mit den Behördengesprochen.
  88. 88. Ein etwas in Vergessenheit geratener Wasserlaufist der Finowkanal. Dabei ist er die ältestekünstlich angelegte Wasserstraße, die alsBundeswasserstraße noch mit dem Schiffbefahren werden kann. Ein erster Kanal wurdeschon Anfang des 17. Jahrhunderts errichtet.Nach seiner Zerstörung im Dreißigjährigen Kriegwurde er Mitte des 18. Jahrhundertswiederhergestellt. Bis zur Eröffnung des Oder-Havel-Kanals im Jahr 1914 war er einefrequentierte Binnenwasserstraße. In den 60-erJahren fuhr das letzte Frachtschiff durch denKanal.Aufgrund der sich daran anschließendenextensiven Nutzung hat sich an den Ufern eineüppige Vegetation entwickelt. Der Kanal gewanneinen flussähnlichen Charakter. Der Treidelweg,von dem die Schiffe einst mit Muskelkraftgezogen wurden, ist heute ein durchgängigerFahrradweg. Am Fluss ist der Tourismus heute eingroßer Faktor. Wie sieht es aber mit demWassertourismus aus? WelcheHerausforderungen muss sich der Fluss heutenoch stellen? Über diese Fragen sprachen wir mitSven Christian. In seinem EberswalderIngenieursbüro erstellt er nicht nur Konzepte fürpunktuelle Flussbadenutzungen, sondern istExperte für eine ganzheitlicheRegionalentwicklung an Flüssen.
  89. 89. Interview Sven ChristianGuten Tag Herr Christian. Wie kam es zu Freizeitmöglichkeiten am Fluss und natürlichIhrem beruflichen Interesse an der auch im Fluss.Flussbadenutzung? Anlass war übrigens die Begegnung mit einemMit Flussbadenutzungen lassen sich Umwelt- älteren Ehepaar. Wir standen an einem Flussund Naturerfahrungen oft mitten in den und unterhielten uns. Dabei kamen wir auchStädten machen. Wendet man den berühmte auf den Fluss zu sprechen und sie sagten mir,Slogan „Was ich kenne, das möchte ich auch dass sie in diesem Fluss schwimmen gelerntschützen“ auf diese Erfahrung an, kann eine hätten - für mich damals unvorstellbar. Anetablierte Flussbadenutzung auch im demselben Fluss hatte ich meine KindheitUmkehrschluss dazu beitragen unsere Flüsse verbracht und war niemals „drin“. Er stank undnachhaltig von Schadstoffeinleitungen zu sah nicht einladend aus. Der Fluss ist heuteschützen. Da ich aus dem Bereich aber auch wieder so einladend zum Baden wieder„nachhaltigen Landnutzung“ komme, bin vor ca. 60-70 Jahren.ich an beiden Komponenten der Thematik Wie ist Ihr Bezug zum Finowkanal?interessiert. Aufgrund seines über Jahrzehnte entwickeltenNatürlich sehe ich auch berufliche eher natürlichen Charakters und seinerPerspektiven. Meine Auftraggeber, wie Städte historischen Elemente, wie handbetriebeneund Gemeinden, haben den Anspruch ihren Schleusen, Schleusenwärterhäuser etc., stelltBürgern eine hohe Lebensqualität zu bieten. der Finowkanal eine Perle des Finowtales dar.Dazu gehören auch die Lebens- und Aber die Perle muss noch geputzt werden! Dazu möchte ich beitragen.
  90. 90. Interview Sven ChristianIch selbst bin öfter auf dem Kanal mit dem kommunale oder Industrieabwässer, gibt es nichtPaddelboot unterwegs, allein oder mit Freunden, mehr. Aber aufgrund eines in Teilen veraltetennutze den Treidelweg und gehe am Messingwerk Kanalnetzes der ZWA (nicht ausreichenddas ein oder andere Mal baden. Mit dem Bau der dimensionierte Rohre/Überläufe bzw.Stadtpromenade und der Öffnung der Stadt hin Einleitungen aus alten/nicht mehr bekanntenzum Finowkanal hoffe ich auch im Stadtzentrum Kanalteilstücken) sind doch des Öfteren diesebaden gehen zu können. Ein Ein- und Ausstieg unbeabsichtigten Einleitungen festzustellen.zum Wasser ist vorgesehen! Probleme gibt es noch beim Sediment aufgrund  der mehr als 300-jährigen Industriegeschichte.Durch die Abwässer wurde der Finowkanal inder Vergangenheit geschädigt, heute gibt es Gibt es alternative Konzepte für die Nutzungkaum noch Industrie in der Region. Wie hat des Kanals?sich die Wasserqualität verändert? Freizeit- und Tourismusnutzung des Kanals stehtNach der EU-Badegewässer-Richtlinie werden im Vordergrund. Wie diese stärker auf dem(fast nur) hygienische Parameter zur Beurteilung Wasser entwickelt werden kann ist derzeitder Badetauglichkeit eines Gewässers Diskussionsgegenstand in verschiedenenherangezogen. Diese hygienischen Parameter Gremien der Stadt und der Öffentlichkeit.lassen wir zumindest vor jedem Flussbadetagdurch das Gesundheitsamt am geplantenBadeort überprüfen. Bisher zeigten alle Werte  Badetauglichkeit des Finowkanals an. IllegaleEinleitungen im engeren Sinne, seien es
  91. 91. Interview Sven ChristianIm letzten Jahr haben Sie sich am Big Jump Wo könnten Teilnehmer des Wettbewerbsbeteiligt. Welche Resonanz gab es von den im Bereich des Finowkanals in das WasserTeilnehmerinnen und Teilnehmern? springen?Es ist eine schöne Veranstaltung, an einem Am Messingwerkhafen in Eberswalde/Stadtteilschön gestalteten Ort am Finowkanal Finow, am Steg des Kanusportclubs.(Messingwerkhafen). Jährlich kommen mehrMenschen. Ziel ist es weiterhin die Möchten Sie den Teilnehmerinnen undÖffentlichkeit auf den Kanal aufmerksam zu Teilnehmern der Big Jump Challenge nochmachen und durch die Badenutzung einen etwas „mit auf den Sprung“ geben?(neuen) Bezug zum Gewässer herzustellen. Nutzt die Gelegenheit! Springt zum Badetag inDas große Ziel ist natürlich die durchgängige euren Fluss und ggf. auch im Alltag!„Beschwimmbarkeit“ des Kanals. Dazumüssten wir an das Sediment ran.Wie ist die Zusammenarbeit mit den für dasGewässer zuständigen Behörden?Sehr gut. Durch den Badetag und den Bau derStadtpromenade ist auch das ZWA für dieThematik sensibilisiert und bemüht sichauftretende Einleitungen so schnell wiemöglich zu beheben.
  92. 92. Projektpartner
  93. 93. Die Big Jump Challenge wird organisiert voneinem Verbund aus Umweltorganisationen,gemeinnützigen Organisationen und einer sozial-ökologischen Forschungsgruppe in Partnerschaftmit dem Europäischen Flussnetzwerk.GETIDOS, die sozial-ökologischeForschungsgruppe an der Universität Greifswaldund dem Institut für ökologischeWirtschaftsforschung (IÖW) in Berlin, untersuchtdie Rolle und das Potential von SocialEntrepreneurship, nachhaltige Problemlösungenim Wassersektor umzusetzen.
  94. 94. Das betterplace lab ist die Forschungsabteilungvon Deutschlands größter Spendenplattformbetterplace.org und will soziales Handeln durchden Einsatz digitaler Technologien wie Internetund Mobiltelefonie verändern und verbessern.Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. (VcA) ist eininternational tätiger, gemeinnütziger Verein mitUrsprung in Hamburg – St. Pauli. Die vorrangigenZiele des Vereins sind die Verbesserung derTrinkwasserversorgung in Entwicklungsländernmit dem Partner “Die Welthungerhilfe” und somitZugang zu sauberem Trinkwasser für alle;Umweltschutz, insbesondere Gewässerschutz;Schärfung des Bewusstseins aller Menschen fürdas globale Thema Wasser und Bereitstellungeiner sozialen Plattform, die jeder mitgestaltenkann!
  95. 95. Grüne Liga – Das Netzwerk ökologischerBewegungen und die Experten zum ThemaEuropäische Wasserrahmenrichtlinie.Deutsche Umwelthilfe – Seit 1975 setzt sich dergemeinnützige und bundesweit tätige Verband fürden Schutz von Umwelt und Natur ein und hat2002 zusammen mit anderen Partnern den ersteninternationalen Elbebadetag veranstaltet. Seit1997 gibt es eine intensive Zusammenarbeit mitSchulen im Netzwerk „Schulen für lebendigeFlüsse“.
  96. 96. Der Global Nature Fund (GNF) ist eineunabhängige, internationale Stiftung für Umweltund Natur. Im Rahmen des internationalenNetzwerks Living Lakes arbeitet der GNFgemeinsam mit seinen Partnern an der Förderungvon Initiativen zur nachhaltigen Entwicklung inSeenregionen.Das European Rivers Network (ERN) ist eineuropäisches Informations- und Arbeitsnetzwerkvon Organisationen und Einzelpersonen für denSchutz der Flüsse und ein nachhaltigesWassermanagement.
  97. 97. © Big Jump Challenge 2012

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